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Darf ich mich vorstellen…und ein wenig laut denken...

Changer, Samstag, 09.02.2008, 12:40 (vor 6679 Tagen)

Servus beinander,

oha ein Bayer? Ja richtig.
Also ich bin der Changer und leitender Angestellter in einem amerikanischen Familienunternehmen mit internationaler Ausrichtung, produzieren/vertreiben Investitionsgüter.

Im Vorgängerforum war ich vor ein paar Jahren mal registriert, habe mich damals „demonstrativ“ verabschiedet, als Streitigkeiten zwischen Gutmenschen, die damals im Forum „tonangebend“ waren, mir recht heuchlerisch erschienen und genervt haben.

Naja, das tut man, bzw. sollte man bei Wahlen ja auch tun, also zum Ausdruck bringen wenn einem was missfällt. Nur bei den Wahlen is es so ne Sache. Da gibt es Leute, die behaupten, wer nicht wählt, darf auch nicht motzen. Jaa, klingt erst mal richtig; aber wenn die Wahl zwischen Ohrfeige von rechts oder Ohrfeige von links, bzw. Geld aus der linken/rechten Hosentasche geklaut bekommen steht (den Vergleich könnte man natürlich noch etwas anreichern), dann sag ich erst mal nein, ich will gar keine Ohrfeige. Gut, dann wählt man halt eine unbekannte Partei aus der langen Liste. Doch was kommt höchstwahrscheinlich dabei heraus? Jawoll, eine grosse Koalition, und die derzeitige ist nach meinem Empfinden die Regierung, die uns am unverschämtesten das Geld aus der Tasche zieht, nicht zu vergessen, dass sie uns dabei auch noch höhnisch vom Bildschirm aus angrinsen.
Langer Rede kurzer Sinn, was passiert denn, wenn keiner mehr wählen geht, oder Wahlbeteiligungen skandalös niedrig sind, ob das etwas bewegen würde?

Also wir haben in unserem Haus in München einige Internationale, soll heissen, Leute aus europäischen Nachbarländern und aus Übersee, in gehobenen Managerpositionen. Die können es sich leisten da zu wohnen wo es keine Nachbarn mit mediterranem Migrationshintergrund gibt, haben deswegen auch keine Probleme mit der deutschen Multi Kulti Gesellschaft. Lächeln halt ein bisschen, weil wir Deutschen uns manchmal so auf der Nase rumtanzen lassen. Ich lächle dann auch, denke dabei an die Zustände in deren Heimatländern, denn welches Land auf dieser Welt hat denn heutzutage keine volkswirtschaftlichen oder gesellschatlichen Probleme. Wer weiss ob die Yanonami Indianer noch in Frieden leben können…
Nur bei der Schule, da wird es unseren Internationalen manchmal unrecht, denn sie mögen es nicht, wenn ihre Kinder mit Turk-Rap-Sprech-Manieren konfrontiert werden oder gar zu höchst unsinnigem Zeitvertreib verleitet werden. Und Privatschulen kosten halt richtig Geld...

So jetzt will ich nicht übertreiben mit meinen Ausführungen, ich las/lese seit meinem damaligen Forenaustritt sehr regelmässig mit und freue mich auch, dass der Anteil von Beiträgen, die mit gesellschaftlichen Themen zu tun haben, so hoch ist. Ich kenne kein anderes Forum wo dergleichen, und halbwegs ausgewogen, zu finden ist.
Täglich mindestens einmal hier reinzuschauen ist mir wichtiger als z.B. Nachrichten.
Habe nur selten Zeit, hier Beiträge reinzusetzen, ist ja schon die Meisterleistung dieser Dekade, dass ich diesen Erstbeitrag hier schreibe.

Und wer ist eigentlich dieser Herr Teltschik, der auf der Sicherheitskonferenz moderiert, weiss jemand was der sonst so tut?

Gruss+Schönes Wochenende, CHANGER

P.S.: lese gerade das Buch „1939 Der Krieg der viele Väter hatte“, seeeehr empfehlenswert.

antworten
 

Horst Teltschik

Emerald, Samstag, 09.02.2008, 12:51 (vor 6679 Tagen) @ Changer

und herzlich willkommen, Changer!

Horst Teltschik:

Am Ende des Zweiten Weltkriegs flüchtete Teltschiks Familie nach Bayern. Sein Vater, der vorher selbständig war, fand in Tegernsee eine Stellung als Arbeiter. Horst Teltschik, der sich aktiv in der katholischen Jugendbewegung betätigte, zuletzt als Dekanatsjugendführer, besuchte das Gymnasium Tegernsee und erhielt 1960 das Abitur. Nach dem Wehrdienst bei der Bundeswehr studierte er an der Freien Universität Berlin (FU Berlin) von 1962 bis 1967 Politikwissenschaft, Neuere Geschichte sowie Völkerrecht. Während seines Studiums war er RCDS-Vorsitzender an der FU Berlin und später Landesvorsitzender des RCDS in Berlin. 1967 schrieb er seine Diplomarbeit über den chinesisch-sowjetischen Konflikt. Teltschik wandte sich nach einer kurzen akadamischen Karriere als Hochschulassistent am Otto-Suhr-Institut bei Richard Löwenthal (1968-1970) hauptberuflich der Politik zu. 1970 war er Leiter der Abteilung für Deutschlandpolitik der CDU-Bundesgeschäftsstelle in Bonn. 1972 gewann ihn der damalige Ministerpräsident von Rheinland-Pfalz, Helmut Kohl, als Referent für die Staatskanzlei in Mainz. Seitdem zählte Teltschik zum engsten Beraterkreis von Kohl. 1977 wurde er Leiter des Büros des Vorsitzenden der CDU/CSU-Bundestagsfraktion und dann schließlich ab 1983 Vize-Kanzleramtschef. Er war maßgeblich an den deutsch-deutschen Verhandlungen der Wendezeit und der Deutschen Wiedervereinigung beteiligt.

Von 1991 bis 1993 war er Geschäftsführer der Bertelsmann Stiftung und von 1993 bis 2000 Vorstandsmitglied der BMW AG für das Ressort Wirtschaft und Politik. Von 1993 bis Ende 2003 amtierte er als Vorsitzender der firmeneigenen Herbert Quandt Stiftung. Mitte 2003 wurde ihm eine Honorarprofessur an der neuen Fakultät für Wirtschaftswissenschaften der Technischen Universität München übertragen [1]. Er hatte an der Technischen Universität bereits seit November 1996 als Lehrbeauftragter doziert.

Horst Teltschik leitet seit 1999 die Münchner Konferenz für Sicherheitspolitik. Anfang März 2003 überlegte man im Verteidigungsministerium und im Bundespresseamt, Teltschik in dieser Funktion abzulösen. Er hatte die Aufgabe eines „President Boeing Deutschland“ bei dem amerikanischen Rüstungs- und Luftfahrtkonzern übernommen [2]. Teltschik sah sich jedoch in keinem Interessenkonflikt: „Wenn Boeing ein reiner Rüstungskonzern wäre, würde zwar auch er sein Engagement bei der Konferenz für ‚problematisch‘ halten. Der Militär-Anteil bei der US-Firma betrage aber nur etwa 20 Prozent.“ [3] Er lehnte die branchenübliche Berufsbezeichnung ab: „Nein, nein, ein Lobbyist sei er nicht. Das betont Horst Teltschik gleich drei Mal an diesem Morgen. Wenn er nur den Türöffner für Boeing hätte spielen sollen, hätte er den Job nie angenommen.“ [4] Als der Dauerstreit zwischen Boeing und Airbus um staatliche Subventionen 2004 eskalierte [5], geriet Teltschik abermals zwischen die Fronten. „Aus Boeing-Sicht sei die WTO ‚nicht die geeignete Plattform‘ für die Auseinandersetzung der Wettbewerber“ [6], versuchte Teltschik zu beschwichtigen.

Teltschik beendete zum 30. Juni 2006 seine Tätigkeit als Chefrepräsentant von Boeing in Deutschland: „Teltschik wolle seine Zeit verstärkt seinen Aktivitäten in Wirtschaft und Politik sowie seiner Familie widmen, erklärte Boeing-Managerin Laurette Koellner.“ [7]

Horst Teltschik ist Mitglied des International Advisory Board des Council on Foreign Relations (CFR) mit Sitz in New York City [8].


Familie
Horst Teltschik ist seit 1967 mit Gerhild Ruff verheiratet und hat zwei Kinder: Richard Alexander (* 1968) und Anja Katharina (* 1971).


Auszeichnungen
1985 wurde er zum Kommandeur der französischen Ehrenlegion ernannt und erhielt im selben Jahr das Bundesverdienstkreuz am Bande. 1991 wurde ihm die Ehrendoktorwürde der Wirtschaftswissenschaften an der Corvinus-Universität Budapest und 1997 der Sogang-Universität Seoul verliehen. Teltschik wurde 1991 mit dem Großen Silbernen Ehrenzeichen der Republik Österreich geehrt sowie mit der Kommandeursstufe des Verdienstordens der Republik Polen.

antworten
 

Grieas'de Changer - also Tupper wird's ja nicht sein ;-)

CaptainB @, Samstag, 09.02.2008, 13:49 (vor 6679 Tagen) @ Changer

Servus beinander,

oha ein Bayer? Ja richtig.
Also ich bin der Changer und leitender Angestellter in einem
amerikanischen Familienunternehmen mit internationaler Ausrichtung,
produzieren/vertreiben Investitionsgüter.


Grieas'de Changer
also Tupper wird's ja nicht sein <img src=" />

Hab gerade die Amazon Rezensionen zu Deiner Empfehlung gelesen ...
'sounds reasonable'


P.S.: lese gerade das Buch „1939 Der Krieg der viele Väter hatte“, seeeehr
empfehlenswert.

Hatte einem Forums-Schreiber erst kürzlich diese Empfehlung ...
'follow me'

Auf guten Austausch, captainB

--
Rehgehegewegepflegeschrägesägesong
„Quis ut Deus?“ 26.Juni 2011 - Erzengel Michael's Sieg
[image]

antworten
 

Dank euch beiden; mkT

Changer, Samstag, 09.02.2008, 15:11 (vor 6679 Tagen) @ CaptainB

@Emerald: danke für die prompte Info, da hat mich mein Gefühl also nicht getäuscht…

@CaptainB: da assoziiere ich doch gleich Captain Beefheart, mit bürgerlichem Namen Don Van Vliet, naja is wohl nicht jedermanns Musikgeschmack, aber er malt ja auch.
Ja, die Rezensionen bei Amazon treffen auch meine Eindrücke. Bin zwar erst bei etwa 120 Seiten aber das fast unüberwindbare, weil permanent übergestülpte Gefühl, ein Sch…deutscher zu sein weicht der Ansicht…na ich sags besser nicht und lese das Buch erst zu Ende.

Auf bald, CHANGER

antworten
 

1939 - ein hervorragendes Buch...

Kaltmeister ⌂ @, Samstag, 09.02.2008, 16:22 (vor 6679 Tagen) @ Changer

...weil es deutlich macht, daß wir über die Ursachen des Zweiten Weltkrieges aus allen "öffentlichen" Quellen systematisch für dumm verkauft werden,- und weil es außerdem sehr unterhaltsam geschrieben ist ( 1939-Der Krieg der viele Väter hatte ). Ich habe es nun schon mehrfach gezielt an Leute verliehen, die mit solchen Informationen etwas anfangen können, weil der entsprechende geistige Hintergrund da ist - bisher hat es mir noch jeder einzelne begeistert zurückgegeben.

Weiterführende Literatur zum Thema gibt es von Stefan Scheil:

Fünf plus Zwei

1940/41 - Die Eskalation des Zweiten Weltkriegs

Die Bücher sind historisch-wissenschaftlich geschrieben und daher etwas anstrengender zu lesen, allerdings aber auch kaum angreifbar. Teil 1 ist im edlen Wissenschaftsverlag Duncker&Humblot erschienen, ein Ritterschlag für jeden jungen Historiker. Scheil kommt inhaltlich praktisch zu denselben Ergebnissen wie der Bundeswehrgeneral a.D. Schultze-Rhonhof und zeigt außerdem, daß Hitler keineswegs "die Sowjetunion überfallen" hat, um "Lebensraum im Osten" zu gewinnen, wie es immer heißt. Stalin hatt für 1941 selbst einen Angriff vorbereitet, und tatsächlich waren praktisch alle Entscheidungen des Deutschen Reiches zwingend, nachdem der Krieg einmal angefangen hatte.

Zum Einstieg in das Thema ist aber das Buch von Schultze-Rhonhof sicherlich die beste Wahl.


Ansonsten: Herzlich willkommen!

antworten
 

P.S.: Vortrag von General Schultze-Rhonhof (Film)...

Kaltmeister ⌂ @, Samstag, 09.02.2008, 17:33 (vor 6679 Tagen) @ Kaltmeister

...über sein Buch:

1939 - Der Krieg, der viele Väter hatte

antworten
 

Tonangebende GUTmenschen

Tassie Devil, Tasmania, Australia, Samstag, 09.02.2008, 23:22 (vor 6679 Tagen) @ Changer

Servus beinander,

Hi Changer,

Im Vorgängerforum war ich vor ein paar Jahren mal registriert, habe mich
damals „demonstrativ“ verabschiedet, als Streitigkeiten zwischen
Gutmenschen, die damals im Forum „tonangebend“ waren, mir recht
heuchlerisch erschienen und genervt haben.

Das hat sich hier m.E. inzwischen gottlob um etliches gebessert.

Gruss+Schönes Wochenende, CHANGER

--
Gruss!
TD

Die StaSi tobt und Tassie kichert,
denn er ist Schaeuble abgesichert!

antworten
 

Hallo, willkommen im Club

prinz_eisenherz, Sonntag, 10.02.2008, 01:18 (vor 6679 Tagen) @ Changer

Hallo Changer,
ein Hallo, weil ich die offizielle Begrüßung, mit einem fröhlichen Herzlich Willkommen, den Forenmeistern nicht wegnehmen möchte, das steht mir nicht zu. Ich behaupte, du bist hier in einem guten Forum gelandet, aber wenn du mitgelesen hast, dann sage ich dir voraus, leider, der Klamauk wird sich steigern, dazu bitte die knackigen Erklärungen vom Baldur weiter unten lesen


## oha ein Bayer? Ja richtig.##
Da sage ich lieber nix zu, weil meine Zuneigung zu Bayern, genauer zur Gegend um Pfaffenhofen, wohin sich inzwischen so gut wie alle mein Verwandten aus Berlin verkrümelt haben, mir hier im Forum schon eine Menge Schläge auf beide Backen eingebracht hat.
[[zwinker]]


## Im Vorgängerforum war ich vor ein paar Jahren mal registriert, habe mich damals „demonstrativ“ verabschiedet, als Streitigkeiten zwischen Gutmenschen, die damals im Forum „tonangebend“ waren, mir recht heuchlerisch erschienen und genervt haben.##
Das wird auch hier so sein. Das gibt es, mal in diese Richtung, mal in die andere, überall. Moden kommen und gehen, aber was bleibt bestehen, wer weiß es? Morgen werden andere deine und auch meine Meinung mit einem Etikett bekleben, vielleicht als Gutmenschenmeinung belächeln, vielleicht als Reptiliensprache verurteilen und als absolut falsch zu den Akten legen, sich abwenden.


## Naja, das tut man, bzw. sollte man bei Wahlen ja auch tun, also zum Ausdruck bringen wenn einem was missfällt. ##
Ich bin ein Verfechter davon wählen zu gehen. Die Alternative nicht wählen zu gehen ist keine Form des Protestes, sondern bei vielen einfaches Desinteresse. Die anderen behaupten in der Wahlkabine unter Platzangst zu leiden[[zwinker]] und die ganz Schlauen wissen, das man mit Wahlen nichts ändern kann. So sehe ich das nicht.

Ich meine, in der Vergangenheit gab zu lange Zeiten, ohne Demokratie und Wahlen, das waren keine besonders erquicklichen Epochen für die Mehrzahl der Bürger in einem Land. Dann hat es viel Anstrengung und auch Menschenopfer gekostet so etwas wie Wahlen, das Wählen von Politikern auf Zeit zu erkämpfen. Und nun wollen wir diesen Opfern nicht die Ehre erweisen, und wollen dieses Recht einfach so, freiwillig, wieder in den Mülleimer befördern? Wie kommen wir dazu? Meine Frage an dich folgt daraus, wenn es das nicht ist, die freien Wahlen, was soll es denn sein, natürlich etwas Besseres?

Ich habe allerdings noch einen sehr persönlichen Grund demokratische Wahlen zu schätzen, weil ich schon mal, fast ein Jahr, in einem Land arbeiten wollte und musste, ein islamisches Land, im dem eine knallharte Diktatur vorherrschte. Eine Luft in dem Land, zum Ersticken. Da bin ich krank geworden, im Gemüt, weil man überall einen Spitzel oder die Sittenwächter vermuten musste, grauenvoll. Da freut man sich dann doch wenn man wieder in Deutschland ist, die Wahlzettel bewundert, wo sich wirklich fast jeder zur Wahl stellen kann. Mit dieser Erfahrung habe ich mich danach immer freiwillig als Wahlhelfer gemeldet, habe vor demokratischen Wahlen Achtung entwickelt, wenn man dann, direkt vor Ort erlebt, mit welcher Spannung, Entschlossenheit, mit Schaum vor dem Mund, mit einem Schmunzeln um die Lippen, sich dort die Wähler ihre Meinung vom Hals wählen dürfen. Ist nicht ideal, aber brauchbar.

Und zu deinem Geldargument, wer wem das Geld aus den Taschen stiehlt, zu dem gesamten Komplex sage ich immer, sich einbringen und mitmachen, das ist die Devise. Dasitzen und nur die grüne Galle in sich hochsteigen lassen, das ist in einem Land mit demokratischen Möglichkeiten schädlich. Den Schaden bemerkt man allerdings als passiver Beobachter erst dann, wenn sie einem schon am Kragen haben, die Inquisition der Gutmenschen und von die verlangen:
„Schwöre ab, du Verruchter“.
Dann zu antworten:
„Und sie dreht sich doch“, das wird dich gerade bei den Gutmenschen den Scheiterhaufen kosten, ganz bestimmt, denn die schreien zwar immer nach freien Wahlen und Bürgerbeteiligung, aber nur so lange, wie die Wahlen so ausgehen, wie sie es sich vorstellen und die Bürger das begehren, was sie von denen verlangen.

bis denne
eisenherz

antworten
 

@ Prinz, danke für die Begrüssung, mT

Changer, Sonntag, 10.02.2008, 04:24 (vor 6679 Tagen) @ prinz_eisenherz

Hallo Prinz,

##Gegend um Pfaffenhofen## & ##hier im Forum schon eine Menge Schläge auf beide Backen##
Hmm, was ist denn so schlimm an Pfaffenhofen?

##damals „demonstrativ“ verabschiedet## das Wort demonstrativ habe ich bewusst in Abführungszeichen gesetzt, in Anspielung an: http://www.dasgelbeforum.net/forum_entry.php?id=9571
Damals habe ich quasi dasselbe gemacht -> die Selbsterkenntnis zählt <img src=" />

Wählen gehen?!?
Also, ich habe ganz klar Sympathie für Deine engagierten Ausführungen zu diesem Thema!
Nun lass mich sagen, ich bin ein etwas spätes Kind der Ära Hippies/Flower Power, etc. Damals war ich der festen Überzeugung, dass Deutschland, bzw. Bayern im Besonderen, ein fieser Polizeistaat ist und wollte nur zwei Dinge, a) die Revolution der Völker und b) dahin auswandern wo es besser ist. Zur damaligen Zeit gab es natürlich auch die RAF und die damit verbundenen Rasterfahndungen. Zuerst waren wir geschockt, als uns Polizisten in Kampfuniform, Springerstiefeln und MP auf der Strasse aufhielten und das Auto durchsuchten. Haben uns aber bald darüber belustigt, dass denen egal war, dass die Rauchschwaden die aus dem Auto stiegen, eindeutig drogengeschwängert waren, die Burschen waren ja auf der Suche nach Anderem.
Später reiste ich berufsbedingt sehr viel, hauptsächlich Europa, USA und ein bissl Südafrika, AUS, SING war auch dabei. Da habe ich erkannt, dass D ein Land zum gut leben ist, in dem es fast alles gibt was mir die Geschäftspartner in den jeweiligen Ländern so an Besonderheiten/Souvenirs aufdrängen wollten (nein, ich wollte nicht mit der doppelten Anzahl Koffern die Heimreise antreten) und dass man in D sagen kann was man will. Das war vor etwa 15/18 Jahren.
Heute erzähle ich zuerst einen Witz (würde sagen, hab ich etwa 1996 erstmalig gelesen):
BuKa Kohl sitzt am Rhein beim Angeln zusammen mit Gerhard Schröder. Kohl fängt zuerst einen Fich, freut sich natürlich und haut den Fich sofort tot, die beobachtende Bevölkerung lässt einen Aufschrei ob dieser Grausamkeit los.
Kurz darauf fängt Schröder einen fetten Fisch, legt ihn sich quer über die Oberschenkel und streichelt ihn. Die Beobachter johlen und spenden Beifall. Da fragt Kohl „Gerhard, was maxdn da“? Und Gerhard antwortet ihm „Na ich streichle den Fisch, davon geht der auch bald tot und du siehst ja, den Menschen gefällts“.

Als Zweites beschreibe ich eine Karikatur, ich erinnere mich nicht mehr ganz exakt an den Bildinhalt. Die amerikanische Flagge war sicher dabei und ich schätze, Symbole der Reps und Demokraten. An den Text kann ich mich jedoch genau erinnern „No matter what Airline you choose, the flight schedule doesn´t change“. Der Adler auf der Flagge grinste dabei…

##Ich habe allerdings noch einen sehr persönlichen Grund demokratische Wahlen zu schätzen, weil ich schon mal, fast ein Jahr, in einem Land arbeiten wollte und musste, ein islamisches Land, im dem eine knallharte Diktatur vorherrschte##

Gestern abend lief der Film „nicht ohne meine Tochter“ im TV, erneut sehr ergreifend.
Aber dieses Thema führt nicht zur Revolution der Völker sondern zum Kampf der Völker gegeneinander, zum Kampf der Kulturen.

Nochmals, voller Respekt zu Deiner Einstellung zum Thema Wählen gehen!

##aber nur so lange, wie die Wahlen so ausgehen, wie sie es sich vorstellen und die Bürger das begehren, was sie von denen verlangen.##

Na also, da sagst Du es ja selbst! Ich beobachte und mir kommt nicht -zumindest nicht mehr- die grüne Galle hoch. In den 70ern habe ich jedem, der es hören wollte oder auch nicht, erzählt wie schlecht AKW´s für uns sind, heute lässt mich das Thema, politisch wie gesellschaftlich kalt (immer noch voller Respekt für alle Menschen, die für ihre Ziele auf die Strasse gehen!!). Ich versuche, so wenig Energie wie möglich zu verbrauchen, schlecht nur wenn die Energieversorger in Folge von einbrechenden Umsätzen die Tarife erhöhen.
Und wenn uns ein in einem Nachbarland ein AKW mit veralteter Technik um die Ohren fliegt während in D AKW´s mit mögl.weise sicherer Technik (who knows) um die Ohren fliegt, so what? Hoffentlich geht das Verrecken schnell, bis dahin versuche ich, so dämlich es klingen mag, ein guter Mensch zu sein.

Und jetzt, auffi auf den Berg. Spät, aber nicht zu spät.

Servus, CHANGER

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