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<title>Das Gelbe Forum: Archiv 2007-2017 - MMT</title>
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<description>Das Gelbe Forum: Archiv 2007-2017</description>
<language>de</language>
<item>
<title>MMT (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<p>Wäre ich eine Geschäftsbank mit Konto bei der Fed, ich würde sofort mit meinen überschüssigen Reserven US Staatsanleihen kaufen, weil mir die Fed garantiert, diese als Pfand für neue Reserven hereinzunehmen und der Zins für das Leihen dieser Reserven <em>immer</em> niedriger ist als die Zinsen der Staatsanleihen.<br />
Als Privatmann kann ich diese Möglichkeit nicht nutzen, (evtl.) ebenso wenig wie die Staatsanleihen kostengünstig auf dem Sekundärmarkt zu verscherbeln, wenn ich sofort an meine Dollars = Reserven kommen will.</p>
<p>Außerdem ist das nicht <em>mein</em> MMT. MMT beschreibt nur die tatsächlichen Vorgänge des Geldsystems, so wie es nun mal abläuft.<br />
Es werden auch keine Preise &quot;durch MMT&quot; konstant gehalten, es wird nur beschrieben, dass die Fed und die gesamte Konstruktion aus Treasury (government spending), Primary Dealern usw. bedingt, dass sich die Amis nicht mehr über Staatsanleihen &quot;finanzieren&quot; müssen.</p>
<p>Ob du die Überschuss-Defizit-Gleichung wahrhaben willst oder nicht, so ist es nun mal (dürfte wahrscheinlich sogar in Erstsemester-Lehrbüchern drinstehen).</p>
<p>Bernanke druckt außerdem kein Geld. Das kann er gar nicht. Die Fed darf niemals direkt von einem Emittenten Schuldscheine aufkaufen. Sie kann also niemals Schulden monetisieren = wirklich &quot;Geld drucken&quot;. Jeder der QE Monetisieren von Schulden = Geld drucken nennt, hat grundsätzlich was nicht verstanden.<br />
Die Fed kann dem privaten Sektor also keine &quot;net financial assets&quot; zufügen, das kann nur der US Kongress per government spending. Dieser kann so gesehen &quot;Geld drucken&quot;.</p>
]]></content:encoded>
<link>https://archiv1.dasgelbeforum.net/index.php?id=198685</link>
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<pubDate>Wed, 05 Jan 2011 15:36:26 +0000</pubDate>
<dc:creator>Mitch83</dc:creator>
</item>
<item>
<title>Put your money where your mouth is ... (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>mit der Eurozone als Vergleich ist das immer so eine Sache</p>
</blockquote><p>Ich beziehe mich ausschliesslich auf Dein Idealsystem, damit Dir das buergen nicht so schwer faellt.</p>
<blockquote><p>&quot;Nicht-Zurückzahlen&quot; tatsächlich kein Problem mehr</p>
</blockquote><p>Das sehen die Kreditmaerkte und Anleger anders, aber vielleicht irren die ja alle.</p>
<blockquote><p>Es muss also in solch einem System (wenn es richtig und verantwortungsvoll<br />
angewendet wird) weder jemand &quot;bürgen&quot; für die Staatsschulden,</p>
</blockquote><p>Da das so ist: wuerdest Du bitte mir gegenueber fuer saemtliche US-Staatsanleihen buergen, die ich daraufhin, falls Deine Bonitaet ausreicht (es muesste natuerlich verpfaendet werden ...), kaufen wuerde, buergen. Da das ja ein sicheres Geschaeft ist: sag' einfach ja, das wuerde Deine Glaubwuerdigkeit in diesem Forum erheblich steigern! <strong>Ich</strong>  hafte in meinem Beruf permanent fuer die Ratschlaege, die ich gebe ...</p>
<p>Wenn nicht US-Staatsanleihen, dann benenne halt was anderes, was zum Investieren geeignet ist und dessen Wert direkt von Deiner MMT positiv beeinflusst oder stabil gehalten wird. Ich sehe bisher nichts.</p>
<blockquote><p>Immer vor Augen halten: Government deficit genau gleich non-government<br />
surplus. Auf den Cent. </p>
</blockquote><p>Das wird durch's blosse Behaupten nicht wahrer. Die Erde ist eine Scheibe, das sieht jeder, der nicht zur See faehrt.</p>
<blockquote><p>Wenn die Bevölkerung (+Ausland) sparen will, so <em>muss</em> ein<br />
Staatsdefizit gefahren werden.</p>
</blockquote><p>Aha, da sind die Generationen vor uns jahhrtausendelang einer Illusion des Sparens aufgesessen. Die Weltgeschichte muss, Mosler und Mitch sei Dank, umgeschrieben werden.</p>
<blockquote><p>Dies ist bei den Amis gegeben, und dort sollten wir Europäer auch<br />
schleunigst hin.</p>
</blockquote><p>Das sieht man an den bankrotten Bundesstaaten und Gemeinden sowie Counties. Da will Europa ja auch hin.</p>
<blockquote><p>Ich kritisiere z.B. Bernanke dafür, dass er fast immer so tut, als ob<br />
monetäre Operationen wie QE ausreichend wären in einer balance sheet<br />
recession, wie wir sie haben, und die &quot;Gefährlichkeit&quot; des Staatsdefizit<br />
betont, obwohl man genau merkt, dass er es besser weiß (also die<br />
Folgerungen der MMT kennt).</p>
</blockquote><p>Der Benanke weiss nur, dass das Geld, das er an Einkommen bezieht, aus dem stammt, was er selber druckt. Und davon legt er, es sei denn, er ist wirklich abgrundtef doof, einen Gutteil in Immobilien, bestimmten Aktien und Gold an, denn der Pensionszusage seiner Bank traut er bestimmt nicht. Er weiss ja, was unter seiner Mithilfe den Pensionaeren von GM passiert ist.</p>
<p>Das mit dem Output Gap liest sich toll. Preise werden aber nicht durch die Auslastung determiniert, sondern duch die Nachfrage. Nicht alles wird gekauft, bloss weil's hergestellt wird. The times they are a'changing ... Steht aber der Guetermenge mehr Geld gegenueber, verteilt sich dieses Geld auf diese und deren Preis steigt nominal, aber nicht fuer jedes Gut, das die NBER myopisch zu &quot;messen&quot; beliebt, siehe Gold, Rohstoffe, Aktien, Landwirtschaft. Warte noch ein, zwei Jahre, dann gnade Gott Mosler, dass er was auf die Seite gelegt hat, denn mit dem MMT-Money wird er Hunger leiden.</p>
<p>Mark my words ...</p>
]]></content:encoded>
<link>https://archiv1.dasgelbeforum.net/index.php?id=198683</link>
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<pubDate>Wed, 05 Jan 2011 15:12:03 +0000</pubDate>
<dc:creator>CrisisMaven</dc:creator>
</item>
<item>
<title>Staatsdefizit (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>Lieber Mitch,</p>
</blockquote><blockquote><blockquote><p>&quot;Nicht-Zurückzahlen&quot; ist auch gar nicht &quot;schlimm&quot;</p>
</blockquote></blockquote><blockquote><p><br />
waerest Du bereit, im Falle, dass ich dadurch Schaden erleiden sollte,<br />
fuer Deine so heissgeliebten Zentralbanken und Anleihe-Emittenten mir<br />
gegenueber zu buergen? (Bitte benenne auch die Sicherheiten, die dem<br />
zugrundeliegen, und ich bin sofort bereit, Mosler und die MMT zu loben und<br />
zu preisen!)</p>
</blockquote><p>Hallo CrisisMaven,</p>
<p>mit der Eurozone als Vergleich ist das immer so eine Sache, da sie ein unausgegorenes Währungssystem ist, in dem die Mitgliedsländer nicht mehr monetär souverän sind und sich tatsächlich über Staatsanleihen finanzieren müssen. Die EZB versucht zwar wo es geht einzuspringen, aber letztlich dürfte dieses &quot;Derivat&quot; Eurozone auf ein &quot;United States of Europe&quot; zulaufen. Dann haben wir das System der Amis.</p>
<p>Wo wir auch schon beim Thema wären: Bezogen auf US Staatsanleihen ist das Thema &quot;Nicht-Zurückzahlen&quot; tatsächlich kein Problem mehr (so wie es auch sein sollte/muss), da sich der Ami nicht mehr über Staatsanleihen finanzieren muss (die Zinszahlungen stellen also auch kein Problem da). Erst beim Totalkollaps der Welt würde sich das ändern.<br />
Die einzige &quot;Begrenzung&quot; für die Staatsschulden ist die Inflation (da wir in den USA aber ein riesiges Output-Gap sowie Unterbeschäftigung haben ist die im Moment wirklich das kleinste Problem).<br />
Es muss also in solch einem System (wenn es richtig und verantwortungsvoll angewendet wird) weder jemand &quot;bürgen&quot; für die Staatsschulden, noch die zukünftigen Generationen darunter leiden. Die extrem robuste Konstruktion verhindert dies (außer natürlich in der Eurozone).</p>
<p>Immer vor Augen halten: Government deficit genau gleich non-government surplus. Auf den Cent. <br />
Wenn die Bevölkerung (+Ausland) sparen will, so <em>muss</em> ein Staatsdefizit gefahren werden. Dies ist aber auch kein Problem, wenn es nicht im herkömmlichen Sinne &quot;finanziert&quot; werden muss, d.h. wenn gilt Staatshaushalt ungleich privater Haushalt / Kommunenhaushalt etc.<br />
Dies ist bei den Amis gegeben, und dort sollten wir Europäer auch schleunigst hin.</p>
<p>Es sind auch nicht meine &quot;heissgeliebten&quot; Zentralbanken oder Anleihen-Emittenten. <br />
Ich kritisiere z.B. Bernanke dafür, dass er fast immer so tut, als ob monetäre Operationen wie QE ausreichend wären in einer balance sheet recession, wie wir sie haben, und die &quot;Gefährlichkeit&quot; des Staatsdefizit betont, obwohl man genau merkt, dass er es besser weiß (also die Folgerungen der MMT kennt).</p>
]]></content:encoded>
<link>https://archiv1.dasgelbeforum.net/index.php?id=198677</link>
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<pubDate>Wed, 05 Jan 2011 14:40:20 +0000</pubDate>
<dc:creator>Mitch83</dc:creator>
</item>
<item>
<title>&quot;Nicht-Zurückzahlen&quot; ist auch gar nicht &quot;schlimm&quot; (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<p>Lieber Mitch,</p>
<blockquote><p>&quot;Nicht-Zurückzahlen&quot; ist auch gar nicht &quot;schlimm&quot;</p>
</blockquote><p>waerest Du bereit, im Falle, dass ich dadurch Schaden erleiden sollte, fuer Deine so heissgeliebten Zentralbanken und Anleihe-Emittenten mir gegenueber zu buergen? (Bitte benenne auch die Sicherheiten, die dem zugrundeliegen, und ich bin sofort bereit, Mosler und die MMT zu loben und zu preisen!)</p>
]]></content:encoded>
<link>https://archiv1.dasgelbeforum.net/index.php?id=198666</link>
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<pubDate>Wed, 05 Jan 2011 13:33:04 +0000</pubDate>
<dc:creator>CrisisMaven</dc:creator>
</item>
<item>
<title>Nein ... (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>und dieses System funktioniert immer noch...</p>
</blockquote><p>Hoechstens, es funktioniert nach ca. alle hundert Jahre eingetretenem Zusammenbruch (und Unbelehrbarkeit der Menschheit) zum (rechnerisch) hundertsten Male <strong>schon wieder</strong>.</p>
<p>Die Uhr stand erst 1971 auf &quot;Null&quot; - und weitere zehn Jahre gebe ich weder Dollar noch Euro.</p>
<p>Lasst uns das bisschen noch abwarten, bevor wir Einstein bemuehen.</p>
]]></content:encoded>
<link>https://archiv1.dasgelbeforum.net/index.php?id=198665</link>
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<pubDate>Wed, 05 Jan 2011 13:28:48 +0000</pubDate>
<dc:creator>CrisisMaven</dc:creator>
</item>
<item>
<title>Zentralbank und Vermoegenswerte ... (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<blockquote><blockquote><p>Die Zentralbankbilanzen sind \&quot;just for show\&quot;, um den Anschein zu</p>
</blockquote></blockquote><blockquote><p>wahren, </p>
</blockquote><blockquote><blockquote><p>es gaebe so etwas wie bilanztechnische Normalitaet.</p>
</blockquote></blockquote><blockquote><p><br />
Das wage ich zu bestreiten. Es spielt durchaus eine Rolle was für Assets<br />
eine <strong>Geld</strong> emittierende Zentralnoten<strong>bank</strong> hält. </p>
</blockquote><p>Ja und nein: solange das ZB-Geld in einem Land gesetzliches Zahlungsmittel ist, muessen dessen Buerger es verwenden. Es kommt also &quot;nur&quot; zu Inflation, was, siehe Deutschland 1923 und Zimbabwe, irgendwann zum Zusammenbruch der Waehrung fuehrt. Das habe ich ja nicht bestritten.</p>
<p>Da eine ZB aber immer <em>zuerst</em> Nutzniesser des von ihr ausgegebenen &quot;neuen&quot; Geldes ist, kann sie theoretisch immer neues Geld drucken, damit Vermoegenswerte zum &quot;alten&quot; Preis aufkaufen und damit theoretisch eine ganze Volkswirtschaft enteignen/sozialisieren.</p>
<p>Es gibt keinen praktischen Grund, warum sie das nicht koennte ausser den ihr derzeit auferlegten gesetzlichen Rahmenbedingungen. Und auch die sind gegen Umgehungstatbestaende nicht gefeit, zumal es kein Individualklagerecht dagegen geben kann.</p>
<p>Ja, dann stuerzt der Waehrungskurs ab, der Goldpreis und der anderer Asset-Klassen steigtt, ja, und nochmals ja, das habe ich ja nie bestritten. Aber machen kann die ZB das alles. Sie braucht im fiat-System keine (anfaenglichen) Vermoegenswerte.</p>
<p>Dass dann DGF-Foristen das merken und sich anderswo umsehen (Panama, Gold, CHF etc.) ist eine logische Folge; ich habe ja nicht behauptet, die moeglichen ZB-Verhaltensweisen seien etwa besonders intelligent. Sie sind sogar strunzdumm, aber leider solange praktikabel, als Geldschoepfung &quot;aus dem Nichts&quot; nicht nach den Bestimmungen ueber Falschgeld, Betrug und Insolvenzverschleppung bestraft werden wie bei Normalsterblichen auch.</p>
<p>Ehrlich gesagt verstehe ich auch nicht, dass bisher kein Staatsanwalt ein Ermittlungsverfahren eingeleitet hat.</p>
]]></content:encoded>
<link>https://archiv1.dasgelbeforum.net/index.php?id=198664</link>
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<pubDate>Wed, 05 Jan 2011 13:25:57 +0000</pubDate>
<dc:creator>CrisisMaven</dc:creator>
</item>
<item>
<title>Komplettkollaps? (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>Wenn ihr glaubt, ihr könnt euch auf ein derartiges (mmn weit entfernt<br />
liegendes, wenn überhaupt) Ereignis sinnvoll vorbereiten, gut, dann macht<br />
das. </p>
<p>Ansonsten ist das alles unnötiger Pessimismus.</p>
</blockquote><p>
&quot;Pessimismus&quot; gibt es nicht. Es gibt nur Realismus oder naive Träumerei. Realistisch betrachtet ist der Zustand der Welt besorgniserregend. Und wenn es tatsächlich zu solchem Totalkollaps kommt, trägt IMO das Wirtschafts- und Währungssystem der letzten Jahrzehnte die Hauptverantwortung dafür.</p>
]]></content:encoded>
<link>https://archiv1.dasgelbeforum.net/index.php?id=196559</link>
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<pubDate>Wed, 15 Dec 2010 15:46:09 +0000</pubDate>
<dc:creator>sensortimecom</dc:creator>
</item>
<item>
<title>Das fällt unter Variante 2 (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>Ja, das ist es, aber, es tut mir leid, alles verstehe ich immer noch<br />
nicht!</p>
</blockquote><p>Den Rest schaffen wir auch noch.<br />
 </p>
<blockquote><p>Der von Gaby verlinkte Artikel im Ausgangsposting beschreibt doch noch<br />
einen 3. Sachverhalt?  Hier passiert folgendes: Ein Privater oder eine<br />
Firma hat ein Guthabenkonto bei einer griechischen Bank. Dieses Guthaben<br />
wird (auch ohne zugrundeliegendes Rechtsgeschäft, da gebe ich Dir recht<br />
@Gaby) an eine Auslandsbank überwiesen. Wenn die GB jetzt entweder kein<br />
Guthaben bei der griechischen NB hat, (oder mit der NB über die<br />
Vorgangsweise im Einvernehmen steht) leiht sie griechische Bonds (oder<br />
nimmt sie aus eigenen) und hinterlegt diese bei der EZB.</p>
</blockquote><p>Genau, sie verpfändet die Bonds bei der EZB, die leiht ihr dafür ZB-Geld. Wir sind beim von mir beschriebenen Fall 2. (Dass sie sich die Bonds erst leiht und dafür wieder irgendwas anderes verswappt... kann sein, ist aber eine andere Geschichte und hier nicht von Belang.)<br />
 </p>
<blockquote><p>Somit kommen nolends volens plötzlich aufgrund mangelnder NB-Guthaben<br />
(oder Vereinbarung, was weiß man, was die NB und GB paktieren) der<br />
jeweiligen lokalen Bank, von der die Auslandsüberweisung getätigt werden<br />
soll, griechische Bonds zusätzlich zur EZB.</p>
</blockquote><p>Ja, aber sie bleiben im Eigentum der GB. Das Marktpreisrisiko für die Bonds fällt erst dann auf die EZB, wenn die GB ihren ZB-Kreidit nicht mehr zurückzahlen kann.<br />
 </p>
<blockquote><p>Wenn ich mich nicht irre, wurde wohl dieser Fall nicht in diesem Umfang<br />
eingeplant. Aber wie jetzt klar wird, sind wohl zusätzlich zur den 30<br />
Milliarden von D und F gekauften griechischen Bonds noch weitere 30<br />
Milliarden als collaterals aus GR an die EZB geflossen. Der Umfang dieser<br />
Bond-Unterjubelung dürfte der EZB jetzt Probleme bereiten.</p>
<p>Diese Vorgangsweise dürfte von der EZB in diesenm Umfang wohl nicht<br />
eingeplant worden sein?</p>
</blockquote><p>Nee, die Gefahr muss denen bewusst gewesen sein. Walter Eichelburg hatte wie gesagt von Anfang an darauf hingewiesen, dass die EZB auf diese Weise Geld gegen Verpfändung von Müll verleiht.<br />
 </p>
<blockquote><p>Das Ganze ist für die Griechen nur eine win-Situation. Der griechische<br />
Private oder die Firma parkt das Guthaben in der vermeintlich sicheren Zone<br />
des Euro, die griechische Regierung kann in ungeahntem Ausmaß Bonds<br />
platzieren.</p>
<p>Lustiger wäre es nur noch, wenn die jeweiligen Überweiser noch bei der<br />
GB Kredite für die Überweisung aufnehmen würden.....!</p>
</blockquote><p>So weit weg von der Wirklichkeit ist das gar nicht.<br />
 </p>
<blockquote><p>Gruß </p>
<p>Kassandra</p>
</blockquote><p>Gruß<br />
Ludwig</p>
]]></content:encoded>
<link>https://archiv1.dasgelbeforum.net/index.php?id=196540</link>
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<pubDate>Wed, 15 Dec 2010 13:49:14 +0000</pubDate>
<dc:creator>Mieses von Ludwig</dc:creator>
</item>
<item>
<title>Keine Theorie, nur Beobachtung (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>.... wenn du in kurzer Zeit deine Ansicht erneut ändern musst? Welche<br />
Theorie tischt du uns DANN auf?</p>
</blockquote><p>Das ist keine Theorie von mir. Ich beobachte nur (möglichst objektiv), was tatsächlich abläuft.</p>
<blockquote><blockquote><p>Nur der <em>tatsächliche</em> Komplettkollaps der Welt würde das<br />
verändern. Dann ist aber sowieso alles egal.</p>
</blockquote></blockquote><blockquote><p><br />
Den Meisten hier im Forum aber nicht <img src="images/smilies/wink.png" alt="<img src="images/smilies/zwinker.gif" alt=";-)" />" /></p>
</blockquote><p>Wenn ihr glaubt, ihr könnt euch auf ein derartiges (mmn weit entfernt liegendes, wenn überhaupt) Ereignis sinnvoll vorbereiten, gut, dann macht das. </p>
<p>Ansonsten ist das alles unnötiger Pessimismus.</p>
<p>Aber gut, ich will euch nicht weiter bzgl. eurer Weltsicht &quot;beeinflussen&quot;.</p>
]]></content:encoded>
<link>https://archiv1.dasgelbeforum.net/index.php?id=196533</link>
<guid>https://archiv1.dasgelbeforum.net/index.php?id=196533</guid>
<pubDate>Wed, 15 Dec 2010 13:07:53 +0000</pubDate>
<dc:creator>Mitch83</dc:creator>
</item>
<item>
<title>Und was ist... (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>Ich bin inzwischen überzeugt, dass das System viel länger bestehen wird<br />
als die meisten denken (auch wie ich noch vor kurzer Zeit).</p>
</blockquote><p>.... wenn du in kurzer Zeit deine Ansicht erneut ändern musst? Welche Theorie tischt du uns DANN auf?</p>
<blockquote><p>Nur der <em>tatsächliche</em> Komplettkollaps der Welt würde das<br />
verändern. Dann ist aber sowieso alles egal.</p>
</blockquote><p>Den Meisten hier im Forum aber nicht <img src="images/smilies/wink.png" alt="<img src="images/smilies/zwinker.gif" alt=";-)" />" /></p>
]]></content:encoded>
<link>https://archiv1.dasgelbeforum.net/index.php?id=196527</link>
<guid>https://archiv1.dasgelbeforum.net/index.php?id=196527</guid>
<pubDate>Wed, 15 Dec 2010 12:30:51 +0000</pubDate>
<dc:creator>sensortimecom</dc:creator>
</item>
<item>
<title>QE, Staatsanleihen, IOR (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<blockquote><blockquote><p>Es wird immer reverse QE stattfinden können (diese POMOs wurden schon<br />
immer gemacht zum Steuern der overnight rate), um die überschüssigen<br />
Reserven wieder einzusammeln. </p>
</blockquote></blockquote><blockquote><p><br />
Das hat mit QE überhaupt nichts zu tun, sondern mit konventionellem<br />
ZB-Geschäft.</p>
</blockquote><p>Doch hat es, denn QE ist einfach ein ganz normales Offenmarktgeschäft, das die Fed schon immer ausgeführt hat. QE = konventionelle Operation, nur vom Umfang her nicht.</p>
<blockquote><p>Der Marktwert von Staatsanleihen kann also nie unter nominal fallen? Das<br />
kann nicht Dein Ernst sein.</p>
</blockquote><p>Natürlich kann der Marktwert unter nominal fallen. Aber die Käufer der Staatsanleihen werden ja wohl nicht mit negativem Zins kaufen (außerdem sind die Zinsen im Moment wohl kaum noch zu drücken). Damit gibt es einen Boden, unter den die Preise nicht fallen können. Verkauft die Fed einen Teil ihrer Staatsanleihen zu diesem Preis (was sie wegen IOR nicht mal muss, sondern einfach bis zur maturity hält), so macht sie, wenn überhaupt, nur minimal Verluste, die durch die Zinsen aller anderen Staatsanleihen, die sie hält, ausgeglichen werden (praktisch müssen).</p>
<blockquote><p>Kann man machen. Ist aber natürlich sehr sinnvoll, wenn der Staat der ZB<br />
Staatsanleihen schenkt, nur damit die ZB dann QE rückgängig machen kann,<br />
ohne selbst insolvent zu werden. Dann rauschen die Zinsen für die<br />
Staatsanleihen so richtig rauf und die ZB kann sie dann wieder runterkaufen<br />
- per neuem QE.</p>
</blockquote><p>Aber nicht die Zinsen der USA. Diese werden praktisch nur von Inflationserwartungen gesteuert (QE2 ist z.B. als Operation nicht potenziell inflationär, da es im Gegensatz zu government spending &quot;netto&quot; die Assets des privaten Sektors nicht erhöht). <br />
Die USA als monetär souveräner Staat (der Staat ist der Monopolherausgeber einer am Forex-Markt frei handelbaren (&quot;free-floating&quot;), nicht in Gold oder sonstiges umtauschbaren (&quot;non-redeemable&quot;) Fiat-Währung, die per Staatsgewalt zum gesetzlichen Zahlungsmittel erklärt wurde) ohne Fremdwährungsschulden &quot;finanziert&quot; sich nicht über Staatsanleihen.<br />
Zinsen auf US Staatsanleihen zeigen nicht die &quot;Pleitegefahr&quot; an. Schau dir den Herbst 2008 an. Wieso sind damals die Zinsen selbst der 30jährigen US Staatsanleihen auf Minimalniveau gesunken bei extrem hohen Bid/Cover-Ratios auf den Auktionen?<br />
Nur der <em>tatsächliche</em> Komplettkollaps der Welt würde das verändern. Dann ist aber sowieso alles egal.</p>
<p>Letztlich muss man zugeben, dass das System unglaublich flexibel reagieren kann. Um das zu erkennen, muss man sich ein objektives Bild vom Geldsystem machen können.<br />
Ich bin inzwischen überzeugt, dass das System viel länger bestehen wird als die meisten denken (auch wie ich noch vor kurzer Zeit).</p>
]]></content:encoded>
<link>https://archiv1.dasgelbeforum.net/index.php?id=196513</link>
<guid>https://archiv1.dasgelbeforum.net/index.php?id=196513</guid>
<pubDate>Wed, 15 Dec 2010 11:22:03 +0000</pubDate>
<dc:creator>Mitch83</dc:creator>
</item>
<item>
<title>Kein reverse QE nötig (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>Aber: Anstatt zu versuchen, das QE-Geld zwecks Inflationsbekämpfung<br />
wieder zurückzubekommen, könnte ja auch der Staat zu Hilfe kommen:</p>
</blockquote><p>Alles nicht nötig. Schon mal was von &quot;Interest on Reserves&quot; (=IOR, Zinsen auf Reserven) gehört? Diese zahlt die Fed seit Oktober 2008 und setzt sie einfach gleich Fed Fund Rates. So können die überschüssigen Reserven der GB's ohne Probleme auf 100 Billionen Dollars anwachsen. Im Notfall werden IOR = 10% gesetzt.<br />
Reverse QE ist also nicht mehr nötig, Zinsen werden einfach über IOR gesteuert.</p>
]]></content:encoded>
<link>https://archiv1.dasgelbeforum.net/index.php?id=196510</link>
<guid>https://archiv1.dasgelbeforum.net/index.php?id=196510</guid>
<pubDate>Wed, 15 Dec 2010 10:51:19 +0000</pubDate>
<dc:creator>Mitch83</dc:creator>
</item>
<item>
<title>Tanz auf des Messer's Schneide (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<p>Hallo Ludwig,</p>
<blockquote><blockquote><p>Dies zum einen, zum anderen: Warum sollte sie das Geld wieder</p>
</blockquote></blockquote><blockquote><p>einsammeln?</p>
<p>Weil bei zu stark nachlassendem Schuldendruck die Geldnachfrage sinkt und<br />
es somit zu &quot;Inflation&quot; kommt.</p>
</blockquote><p>Einverstanden. Aber von 'zu stark nachlassendem Schuldendruck' kann in der gegenwaertigen Situation keine Rede sein, im Gegenteil, und daher muss auch die Politik heute entsprechend ausgerichtet sein. Uebermorgen dann eben wieder anders.</p>
<p>Solange nur M3 zu M1 transformiert wird, glaube ich auch nicht an tiefgehende Inflationsfolgen, da hierdurch die nominelle Gesamtkaufkraft nicht nachhaltig vergroessert wird. Wenn darueber hinausgehend voellig illiquide, geldferne Vermoegen in grossem Umfang monetisiert werden, saehe es sicher anders aus. Ebenso, wenn 10 Jahre lang jaehrlich Staatsanleihen im Wert von 10% des BIP monetisiert werden, und gleichzeitig 10% der privaten (leistungserzwingenden) Verschuldung abgebaut werden. Ob das eintreten wird, steht vollends in den Sternen.</p>
<p>Nicht ganz zu uebersehen ist in dem Zusammenhang auch, dass Leistungsdruck auch anders als durch Schuldendruck erzeugt werden kann, und in der Folge also die Leistung = das Wirtschaftsprodukt, welches dem Geldumlauf gegenuebersteht. Beispiel waere </p>
<p>- Steuermehrbelastung in Hoehe der Schuldenentlastung<br />
- Kommandowirtschaft</p>
<blockquote><blockquote><p><br />
Und der Effekt ist exakt analog zur Neubewertung der Relation<br />
Gold/Banknoten aus 1933, sprich die Schuldendeckung des Geldes wird<br />
halbiert. Folgte in den USA darauf der Zusammenbruch der Waehrung?</p>
</blockquote></blockquote><blockquote><p><br />
Da sprichst Du einen sehr interessanten Punkt an, über den ich in den<br />
letzten Monaten viel nachgedacht habe. Kann die ZB auf diese Weise nicht<br />
die Währung gerade so weit abwerten, dass der Schuldendruck wieder auf ein<br />
erträgliches Ausmaß reduziert wird? </p>
</blockquote><p>Der Benbernack glaubt daran. (Werde mir in der Winterpause zur weiteren Information seine gesammelten Aufsaetze zur Notenbankpolitik in der Great Depression vornehmen) </p>
<blockquote><p>Das wäre zwar ein Drahtseilakt, aber ist es nicht theoretisch möglich?</p>
</blockquote><p>In der Theorie kann ich eben auch nicht erkennen, warum es nicht moeglich sein sollte. Dass dies in der Praxis mit einer Unmenge Risiken aller Art verbunden ist und die Gesamtprognose vielleicht sogar negativ ist, steht dem nicht entgegen. Die Geldpolitiker waeren schlicht voellig unprofessionell, wenn sie es nicht versuchen wuerden, und stattdessen einem unkonrollierten Systemzusammenbruch passiv zusehen wuerden.</p>
<p>Ausgang m.E. offen, wenn auch empirisch betrachtet die Erfolgswahrscheinlichkeit nicht gross zu sein scheint, aber keineswegs bei Null.</p>
<p>Und gerade das Anerkenntnis dieser Offenheit des Ausgangs und die Abhaengigkeit der weiteren Entwicklung von vielen Variablen, deren Wert noch nicht festgelegt ist, vermisse ich oftmals in den Beurteilungen der fundamentalen Fiat-Money-Basher, welche reflexartig jedesmal &quot;Weimar!!&quot; rufen, wenn die FED M1 um 5% ausweitet oder in einer Deflation mal ein paar Papiere ueber Marktkurs annimmt......</p>
<blockquote><p>Aber: Anstatt zu versuchen, das QE-Geld zwecks Inflationsbekämpfung<br />
wieder zurückzubekommen, könnte ja auch der Staat zu Hilfe kommen: Er<br />
drückt irgendwelchen Privaten Schulden ex nihilo auf's Auge - und leitet<br />
so die Verbindlichkeiten der Zentralbank bei NIEMAND quasi an diese<br />
Privaten weiter. Auch so würde der Schuldendruck und damit die<br />
Geldnachfrage wieder erhöht.</p>
</blockquote><p>Ja, siehe oben Steuerbelastung vs Schuldenentlastung. Die Zahl der Einstellvariablen ist groesser als nur ein An/Aus-Knopf an der Druckmaschine.</p>
<p>Verstehe zB immer noch nicht warum die Notenbank nicht saemtliche Aktiva der GBs at par aufkaufen sollte, unter der Auflage eines Reservesatzes von 100%. Dann ist alles existierende Giralgeld zu 100% Banknoten-gedeckt, aber eine Ausweitung der kaufkraeftigen Nachfrage ueber den Status Quo ausgeschlossen.</p>
<p>Gruss,<br />
mp</p>
]]></content:encoded>
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<pubDate>Wed, 15 Dec 2010 10:39:02 +0000</pubDate>
<dc:creator>Miesespeter</dc:creator>
</item>
<item>
<title>Die Griechen sind über die Lösung doch froh! (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<p>Danke für Deine ausführliche Erklärung.</p>
<blockquote><p>Man muss zwische zwei Dingen unterscheiden:</p>
<p>1. Aufkauf von Staatsanleihen durch die EZB, also &quot;Quantitative Easing&quot;</p>
<p>2. Verleihen von Zentralbankgeld durch die Zentralbank an eine<br />
Geschäftsbank gegen Verpfändung von Staatsanleihen (oder anderen<br />
Sicherheiten) durch die Geschäftsbank</p>
</blockquote><p><br />
 </p>
<blockquote><p>Mit diesem Wissen sollte es nun einfach sein, das im verlinkten Artikel<br />
beschriebene Problem zu verstehen.</p>
</blockquote><p>Ja, das ist es, aber, es tut mir leid, alles verstehe ich immer noch nicht! </p>
<p>Der von Gaby verlinkte Artikel im Ausgangsposting beschreibt doch noch einen 3. Sachverhalt?  Hier passiert folgendes: Ein Privater oder eine Firma hat ein Guthabenkonto bei einer griechischen Bank. Dieses Guthaben wird (auch ohne zugrundeliegendes Rechtsgeschäft, da gebe ich Dir recht @Gaby) an eine Auslandsbank überwiesen. Wenn die GB jetzt entweder kein Guthaben bei der griechischen NB hat, (oder mit der NB über die Vorgangsweise im Einvernehmen steht) leiht sie griechische Bonds (oder nimmt sie aus eigenen) und hinterlegt diese bei der EZB.</p>
<p>Somit kommen nolends volens plötzlich aufgrund mangelnder NB-Guthaben (oder Vereinbarung, was weiß man, was die NB und GB paktieren) der jeweiligen lokalen Bank, von der die Auslandsüberweisung getätigt werden soll, griechische Bonds zusätzlich zur EZB. </p>
<p>Wenn ich mich nicht irre, wurde wohl dieser Fall nicht in diesem Umfang eingeplant. Aber wie jetzt klar wird, sind wohl zusätzlich zur den 30 Milliarden von D und F gekauften griechischen Bonds noch weitere 30 Milliarden als collaterals aus GR an die EZB geflossen. Der Umfang dieser Bond-Unterjubelung dürfte der EZB jetzt Probleme bereiten.</p>
<p>Diese Vorgangsweise dürfte von der EZB in diesenm Umfang wohl nicht eingeplant worden sein? </p>
<p>Das Ganze ist für die Griechen nur eine win-Situation. Der griechische Private oder die Firma parkt das Guthaben in der vermeintlich sicheren Zone des Euro, die griechische Regierung kann in ungeahntem Ausmaß Bonds platzieren.</p>
<p>Lustiger wäre es nur noch, wenn die jeweiligen Überweiser noch bei der GB Kredite für die Überweisung aufnehmen würden.....!</p>
<p><br />
Gruß </p>
<p>Kassandra</p>
]]></content:encoded>
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<pubDate>Wed, 15 Dec 2010 10:37:35 +0000</pubDate>
<dc:creator>Kassandra</dc:creator>
</item>
<item>
<title>Jetzt wird's spannend (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>Bitte zu bedenken:</p>
<p>1) Bei einem Coupon von 4% hat die Notenbank die fehlenden 20%<br />
Bewertungsdifferenz nach 5 Jahren wieder eingesammelt, dann kann sie zu 80%<br />
verkaufen</p>
</blockquote><p>Ja, möglicherweise heilt die Zeit alle Wunden. Die Frage ist, ob man die Zeit hat.</p>
<blockquote><p>2) Bei Faelligkeit (at maturity) sammelt sie 100% wieder ein</p>
</blockquote><p>Wenn die Schuldner leisten können.<br />
 </p>
<blockquote><p>Dies zum einen, zum anderen: Warum sollte sie das Geld wieder einsammeln?</p>
</blockquote><p>Weil bei zu stark nachlassendem Schuldendruck die Geldnachfrage sinkt und es somit zu &quot;Inflation&quot; kommt.<br />
 </p>
<blockquote><p>Wenn sich M1 durch Nettogeldausgabe verdoppelt, die Mindestreservesaetze<br />
jedoch ebenfalls verdoppelt werden, hat die Ausgabe von Nettogeld kaum<br />
Einfluss auf die zukuenftige Geldpolitik. </p>
</blockquote><blockquote><blockquote><p><br />
<span class="underline">zu 2.:</span></p>
<p><br />
Erstens: Wenn es einen Run auf bestimmte Banken gibt, so können die</p>
</blockquote></blockquote><blockquote><p>ihre</p>
</blockquote><blockquote><blockquote><p>Gläubiger (vulgo: die Guthabenhalter) auszahlen (in bar oder per<br />
Überweisung an eine andere GB), indem sie sich bei der EZB ZB-Geld</p>
</blockquote></blockquote><blockquote><p>gegen</p>
</blockquote><blockquote><blockquote><p>Verpfändung ZB-fähiger Sicherheiten leiht (PIIGS-Staatsanleihen sind<br />
übrigens ZB-fähig). Das heißt übrigens: Es ist kaum möglich,<br />
irgendeine GB durch Bankrun in den Ruin zu treiben, denn mit der<br />
Rückendeckung durch die ZB ist das Illiquiditätsrisiko praktisch<br />
ausgeschlossen. Was bleibt, ist das Insolvenzrisiko.</p>
</blockquote></blockquote><blockquote><p><br />
Ja, fuer die GB.</p>
</blockquote><p>Ja, in direkter Konsequenz erstmal nur für die.<br />
 </p>
<blockquote><blockquote><p>Was passiert nun aber bei einer Insolvenz der GB, und die kann ja durch<br />
einen Haircut bei Staatsanleihen leicht ausgelöst werden? Nun, wie wir<br />
oben gesehen haben, bekommt die EZB in diesem Fall ihr Geld von der GB<br />
nicht zurück, sondern ersatzweise die hinterlegten Wertpapiere. Wenn</p>
</blockquote></blockquote><blockquote><p>aber</p>
</blockquote><blockquote><blockquote><p>die Geschäftsbank gerade wegen eines Haircuts bei diesen Wertpaieren<br />
insolvent wurde, so übertragen sich in dem Moment auch die Verluste</p>
</blockquote></blockquote><blockquote><p>aus</p>
</blockquote><blockquote><blockquote><p>dem Haircut auf die EZB. Hat die ZB der GB z.B. 100 geliehen und dafür<br />
eine vom Markt damals mit 100 bewertete griechische Staatsanleihe</p>
</blockquote></blockquote><blockquote><p>erhalten,</p>
</blockquote><blockquote><blockquote><p>so bekommt sie nun nicht mehr die 100 von der GB zurück, sondern ihr<br />
bleibt nur die auf per Haircut auf z.B. 50 abgewertete Anleihe. </p>
</blockquote></blockquote><blockquote><p><br />
Und der Effekt ist exakt analog zur Neubewertung der Relation<br />
Gold/Banknoten aus 1933, sprich die Schuldendeckung des Geldes wird<br />
halbiert. Folgte in den USA darauf der Zusammenbruch der Waehrung?</p>
</blockquote><p>Da sprichst Du einen sehr interessanten Punkt an, über den ich in den letzten Monaten viel nachgedacht habe. Kann die ZB auf diese Weise nicht die Währung gerade so weit abwerten, dass der Schuldendruck wieder auf ein erträgliches Ausmaß reduziert wird? Das wäre zwar ein Drahtseilakt, aber ist es nicht theoretisch möglich?</p>
<blockquote><blockquote><p>Und das<br />
würde für die EZB sofort die Insolvenz bedeuten, </p>
</blockquote></blockquote><blockquote><p><br />
Keines der 3 Kriterien fuer Insolvenz ist erfuellt, da die Notenbank keine<br />
Schulden hat.</p>
<p>Banknoten sind keine Verbindlichkeiten der Notenbank.</p>
<p>Der Inhaber einer Banknote hat keine Forderung an die Notenbank.</p>
</blockquote><p>Stimmt, allerdings bilanziert die ZB sie wie Verbindlichkeiten. Daher ist eine bilanzielle Überschuldung schon möglich.</p>
<p>Aber: Anstatt zu versuchen, das QE-Geld zwecks Inflationsbekämpfung wieder zurückzubekommen, könnte ja auch der Staat zu Hilfe kommen: Er drückt irgendwelchen Privaten Schulden ex nihilo auf's Auge - und leitet so die Verbindlichkeiten der Zentralbank bei NIEMAND quasi an diese Privaten weiter. Auch so würde der Schuldendruck und damit die Geldnachfrage wieder erhöht.</p>
<p>Gruß<br />
Ludwig</p>
]]></content:encoded>
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<pubDate>Wed, 15 Dec 2010 09:49:54 +0000</pubDate>
<dc:creator>Mieses von Ludwig</dc:creator>
</item>
<item>
<title>Bald hammer's! (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<p>Hi miesepeter,</p>
<p>sei mal nicht so skeptisch, unsere Ideen liegen näher beieinander, als Du glaubst.</p>
<blockquote><p>Der Lehman-Fall war der 11.9. des Geldsystems, seitdem gelten neue Regeln<br />
und die ZB's sind faktisch geoeffnet. Mich interessieren die Auswirkungen,<br />
und ich versuche das undogmatisch zu analysieren. Und da leuchtet mir zB<br />
nicht ein, warum in einem Staat mit folgenden Aussgangsbedingungen:</p>
<p>1) Ueberkapazitat<br />
2) Arbeitslosigkeit<br />
3) Ruecklaeufige Kreditsumme sowie ruecklaeufiges M3<br />
4) Allgemeine Ueberschuldung (somit hohe Nachfrage nach Geld) </p>
<p>es zur Zerruettung der Waehrung fuehren sollte, wenn Staat oder die<br />
Notenbank die Summe des Kreditruecklaufs durch Nettogeld ausgleichen und<br />
somit die Nachfrage stabil halten. Koennte es nicht sogar zur Entschuldung<br />
beitragen.....??</p>
</blockquote><p>Ja, genau das könnte es, und das scheint ja zumindest in den USA auch passiert zu sein. Mit den Schulden sinkt dann aber auch die Geldnachfrage (siehe Dein Punkt 4) und damit die Kaufkraft des Geldes.<br />
 </p>
<blockquote><p>Ludwig von Mieses hat 1922 den Untergang des Sozialismus in stringenter<br />
Weise prognostizert. Der Untergang erfolgte dann 1989. Der Zwischenraum war<br />
das Reich der Politik, ein langer Zeitraum voller Massnahmen, um das<br />
letztlich Unausweichliche doch noch ein wenig zu stretchen....</p>
</blockquote><p>Ich weiß, aber er hat dem System m.W.n. auch &quot;höchstens 70 Jahre&quot; gegeben (Lebensdauer der Bausubstanz). Aber klar, er hatte ein schnelleres Ende für wahrscheinlicher gehalten.</p>
<blockquote><blockquote><p>Die Geldscheine werden bei der ZB zur Zeit unter &quot;Bargeldumlauf&quot; Passiv<br />
gebucht - also wie eine Verbindlichkeit. </p>
</blockquote></blockquote><blockquote><p><br />
Ja, obwohl sie keine Verbindlichkeit der Notenbank darstellen.</p>
</blockquote><p>Genau, es wird nur so getan als wäre es eine.<br />
 </p>
<blockquote><blockquote><p>Im Schatzkammermodell hat sich die<br />
ZB diese Geldscheine beim NICHTS geliehen, es hieße also<br />
&quot;Verbindlichkeiten ggü. NICHTS&quot;. </p>
</blockquote></blockquote><blockquote><p><br />
Die Notenbank leiht sich die Geldscheine nicht, auch nicht beim<br />
Nichts..... </p>
</blockquote><p>Okay, Du bringst mich auf eine Idee. Die ZB leiht sich die Geldscheine bei niemandem. Bei NIEMAND.</p>
<p>Die Essenz des Schatzkammermodells ist doch folgende:</p>
<p>1. Man erkennt, dass die Passivierung des &quot;Banknotenumlaufs&quot; Unsinn ist, da es sich nicht um einlösbare Banknoten sondern um nicht einlösliche Geldscheine handelt. Der Besitzer des Geldscheins hat keine Forderung gegen die Zentralbank, die Zentralbank somit auch keine Verbindlichkeit.</p>
<p>2. Man will den o.g. Passivposten aber nicht ersatzlos streichen, weil dann die ZB-Bilanz überhaupt nicht mehr zu verstehen wäre (insbesondere wäre das Auszahlen eines ZB-Guthabens in bar dann kein Passivtausch mehr).</p>
<p>3. Man fragt sich: &quot;Woher bekommt die ZB eigentlich die Geldscheine? Wem schuldet sie etwas, wenn sie Geldscheine ausgibt?&quot;. Und da antwortest Du korrekt: &quot;Niemandem.&quot; Also ersetzen wir nach dem Motto &quot;Nobody is perfect. I am Nobody.&quot; den Unsinns-Posten &quot;Banknotenumlauf&quot; durch den Witzposten &quot;Verbindlichkeiten ggü. NIEMAND&quot;.</p>
<p>Das Schatzkammermodell ist ein Witz, aber eben ein Witz mit hohem Erklärungspotential. Witz und Wahrheit in einem - was will man mehr?</p>
<p>Stell' Dir mal vor, bei der FED klingelt es, jemand macht auf und sagt zu Ben Bernanke: &quot;Komisch, da ist niemand.&quot;, woraufhin Ben Bernanke ganz bleich im Gesicht wird und anfängt zu zittern.</p>
<p>Gruß<br />
Ludwig</p>
]]></content:encoded>
<link>https://archiv1.dasgelbeforum.net/index.php?id=196493</link>
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<pubDate>Wed, 15 Dec 2010 09:18:41 +0000</pubDate>
<dc:creator>Mieses von Ludwig</dc:creator>
</item>
<item>
<title>Und wenn die Leute... (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<p>.... keine Staatsanleihen mehr zeichnen wollen, dann &quot;Zwangsanleihe&quot; <img src="images/smilies/wink.png" alt="<img src="images/smilies/zwinker.gif" alt=";-)" />" /><br />
Notstand, aus Gründen egal immer. Geht auch. </p>
<p><img src="images/smilies/sauer.gif" alt="[[sauer]]" /> </p>
<blockquote><p>Erst von der Notenbank ueber Platzierung einer Staatsanleihe ZBG erhalten,<br />
dann dieses in Notenbankkapital transformieren. Passivtausch bei Notenbank.<br />
Schon ist die Notenbank 'rekapitalisert'.</p>
</blockquote>]]></content:encoded>
<link>https://archiv1.dasgelbeforum.net/index.php?id=196489</link>
<guid>https://archiv1.dasgelbeforum.net/index.php?id=196489</guid>
<pubDate>Wed, 15 Dec 2010 09:07:09 +0000</pubDate>
<dc:creator>sensortimecom</dc:creator>
</item>
<item>
<title>Staatskapital (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<blockquote><blockquote><p>Im Notfall &quot;überträgt&quot;/&quot;schenkt&quot; einfach der Staat der ZB</p>
</blockquote></blockquote><blockquote><p>Eigenkapital.</p>
<p>Woher soll das kommen, wenn der Staat entsprechend der neoliberalen Lehre<br />
(&quot;Privatisierung&quot;) längst seine Besitzungen und Anteile verkauft hat? Und<br />
nur noch Schulden hat? Wird das EK auch &quot;aus dem Nichts geschöpft&quot;?</p>
</blockquote><p>Erst von der Notenbank ueber Platzierung einer Staatsanleihe ZBG erhalten, dann dieses in Notenbankkapital transformieren. Passivtausch bei Notenbank. Schon ist die Notenbank 'rekapitalisert'.</p>
<p>Warum nicht?</p>
]]></content:encoded>
<link>https://archiv1.dasgelbeforum.net/index.php?id=196482</link>
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<pubDate>Wed, 15 Dec 2010 08:16:35 +0000</pubDate>
<dc:creator>Miesespeter</dc:creator>
</item>
<item>
<title>Relation? (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>Nimmt man noch die von mir auch in diesem Thread genannten rund 30<br />
Milliarden dazu, die seit Anfang des Jahres von griechischen Sparkonten ins<br />
Ausland geflüchtet sind (die die EZB ja wohl auch &quot;ausgleichen&quot; musste,<br />
etwa durch gr. Bonds als Collaterals) dann hat die EZB schon für rund 60<br />
Mrd. allein Griechenschrott bei sich gesammelt. </p>
</blockquote><p>In einer 12.000 Mrd /anno Wirtschaft mit einer 30.000 Mrd Verschuldung......</p>
<p>Gruss,<br />
mp</p>
]]></content:encoded>
<link>https://archiv1.dasgelbeforum.net/index.php?id=196479</link>
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<pubDate>Wed, 15 Dec 2010 07:54:58 +0000</pubDate>
<dc:creator>Miesespeter</dc:creator>
</item>
<item>
<title>D und Fr Banken haben von April bis Juni für 31 Mrd. gr. Anleihen an EZB verkauft (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<p>Moin Ludwig, </p>
<p>wie immer ein dickes Dankeschön. Als kleine Ergänzung: Die griechische Zeitung Kathimerini meldet, deutsche und französische Banken hätten von April bis Juni griechische Staatsanleihen in Höhe von 31 Milliarden Euro an die EZB verkauft. </p>
<p>Nimmt man noch die von mir auch in diesem Thread genannten rund 30 Milliarden dazu, die seit Anfang des Jahres von griechischen Sparkonten ins Ausland geflüchtet sind (die die EZB ja wohl auch &quot;ausgleichen&quot; musste, etwa durch gr. Bonds als Collaterals) dann hat die EZB schon für rund 60 Mrd. allein Griechenschrott bei sich gesammelt. </p>
<p>Viele Grüße</p>
<p>Gaby</p>
]]></content:encoded>
<link>https://archiv1.dasgelbeforum.net/index.php?id=196477</link>
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<pubDate>Wed, 15 Dec 2010 07:51:16 +0000</pubDate>
<dc:creator>Gaby</dc:creator>
</item>
</channel>
</rss>
