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<title>Das Gelbe Forum: Archiv 2007-2017 - Antwort</title>
<link>https://archiv1.dasgelbeforum.net/</link>
<description>Das Gelbe Forum: Archiv 2007-2017</description>
<language>de</language>
<item>
<title>Antwort (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<p>Hallo MM,</p>
<p>zur Antwort hier: <a href="http://www.dasgelbeforum.de.org/forum_entry.php?id=258223&amp;category=0">#258223: Die Motivation zum Wirtschaften</a></p>
<p>Gruß!</p>
]]></content:encoded>
<link>https://archiv1.dasgelbeforum.net/index.php?id=258224</link>
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<pubDate>Fri, 29 Jun 2012 08:57:58 +0000</pubDate>
<dc:creator>tar</dc:creator>
</item>
<item>
<title>wird als Nebensache erwähnt, spielt für H/S Theorie aber keine Rolle (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<p>Hi tar, <br />
 </p>
<blockquote><blockquote><p>In other words, Eigentum muß unbedingt vorhanden sein - ohne Eigentum<br />
keine funktionierende Geldwirtschaft, weil die Haftung mit Eigentum<br />
Forderungen überhaupt erst bilanzierbar und übertragbar macht. Das<br />
herausgearbeitet zu haben, ist das bleibende Verdienst von H/S. Dann</p>
</blockquote></blockquote><blockquote><p>aber</p>
</blockquote><blockquote><blockquote><p>sehen sie den entscheidenden Punkt nicht: die Forderungen sind nominell<br />
fixiert, das haftende Eigentum ist nominell variabel.</p>
</blockquote></blockquote><blockquote><p><br />
EZG, S. 407:<br />
<em>&quot;Die Krise ist immer dadurch gekennzeichnet, dass haftendes Eigentum<br />
<strong>entwertet </strong>wird. Dadurch verlieren die von Entwertung betroffenen<br />
Unternehmer ihre Kreditwürdigkeit. Ihre Schulden nämlich bleiben<br />
<strong>fix</strong>, aber die Besicherung für die Schulden droht unter die<br />
Schuldsumme zu fallen...&quot;</em> usw. usf.</p>
</blockquote><p>Sie sehen das aber nur in einem Nebensatz, in ihrem Modell spielt es keine Rolle. Das sieht man z.B. daran, daß sie im passiv schreiben, &quot;daß haftendes Eigentum entwertet wird&quot;, aber überhaupt nicht - nicht nur im Krisenkapitel, sondern im ganzen Buch - den Prozess der Bewertung genauer betrachten (also: &quot;in Erwartung schlechter Zahlungsfähigkeit (&quot;Nachfrage&quot;) ihrer Kunden sehen sich Anbieter von Waren gezwungen, deren Preise herunterzusetzen, was ihre Ertragserwartungen mindert und damit zur Abwertung ihres Unternehmens führt&quot;). </p>
<p>Man sieht das auch daran, daß sie schreiben, daß das Eigentum der Geldemission die Grenze liefere, wo doch gerade umgekehrt das Eigentum in Geldeinheiten bewertet wird und damit die Geldschöpfung zum entscheidenden Steuerungsinstrument der Wirtschaft wird (über die ZB u.a. über QE, den definitiven Ankauf von Vermögenswerten, der bei H/S schon mal gleich gar nicht vorkommt), und über die Staatsschuld, die deshalb so wichtig ist, weil der Staat in einer Krise nicht dem Kalkül eines Privaten folgen muß und so der einzige ist, der das Vertrauen in die Zahlungsfähigkeit der Schuldner wiederherstellen kann. Letzteres hat Steiger in seinem paper &quot;<a href="http://www.eurospethmann.de/pdf/p21_SteigerLOLR.pdf">Der Staat als Lender of Last Resort</a>&quot; ja auch gesehen, nur in EZG oder der &quot;Eigentumsökonomik&quot; (an denen ja Heinsohn beteiligt bzw. für die er federführend war) findet sich wiederum nix darüber. </p>
<p>Ich würde mal vermuten, daß Steiger (der war ja Ökonom) die Einsicht mit der Abwertung von Eigentum in der Krise eingebracht hat, aber mal wieder sein besseres Wissen nicht gegen Heinsohns sture Inkompetenz durchsetzen konnte. Dessen einziges Ziel ist halt mal wieder der olle Eigentumsessentialismus: Bewertungsprozesse in Abhängigkeit von Zins und &quot;Nachschuldnerproblem&quot; (inclusive &quot;Horten&quot; bei Defla-Erwartungen) diskutiert er gar nicht, sondern er schließt aus der unverstandenen Abwertung zirkulär, daß das die &quot;Eigentumsprämie erhöhe&quot; und schließt daraus wiederum, weder Staat noch Zentralbank könnten etwas gegen eine Krise ausrichten, es sei denn sie könnten neues Eigentum bereitstellen. </p>
<p>Daß sich da jeder Ökonom oder Zentralbanker ans Hirn langt, dürfte klar sein.</p>
<p>Steiger war Heinsohn ein loyaler Freund, und daß er diese Freundschaft über besseres Wissen gestellt hat, sieht man (m.E. an seinen Arbeiten, die er ohne Heinsohn - allein oder mit Stadermann - verfaßt hat). </p>
<p>Bernd Niquet hat das m.E. schon ganz richtig zusammengefaßt:  <br />
<em><br />
&quot;Das Gravitationszentrum des Wirtschaftens in der Welt von H/S bildet ... das Eigentum ... . Das Eigentum wird ... bei H/S, was bei Riese das Geld ist, nämlich zum Zentrum und zur quantitativen Beschränkung des Wirtschaftens: &quot;Erst der Gesamtumfang haftungsfähigen Eigentums liefert die hypothetische Grenze für die Geldemission&quot; (EZG, Ausgabe v. 1996, S. 228).&quot; (B. Niquet: Verpflichtung versus Liberalität, in: Stadermann/Steiger: Eigentum und Verpflichtung, Marburg 2001, S. 168)</em></p>
<p>Und - wiederum völlig korrekt - erwidert er darauf:</p>
<p><em>&quot;Es ist also nicht, es war es niemals und es wird nie das Eigentum sein, welches tatsächlich das Gravitationszentrum der Wirtschaft bildet ... &quot; (und damit meint Niquet, die quantitative Beschränkung der Wirtschaft - a.a.O., S: 171).</em></p>
<p>Er folgert wiederum korrekt:</p>
<p><em>&quot;Auf die Frage, welche Rolle das Geld in der Wirtschaftsvorstellung von Heinsohn/Steiger spielt, gibt es nämlich bei näherem Hinsehen nur eine einzige schlüssige Antwort: Geld spielt hier überhaupt keine Rolle! Es muß zwar Geld geben, aber es hat keine ökonomische Funktion. Genauso, wie es im umgekehrten Fall im Riese'schen System zwar Eigentum geben muß, aber das Eigentum dort eben keine explizite ökonomische Funktion hat.&quot; (B. Niquet: Ökonomen in der realen Welt: ratlos? In: Betz/Roy: Privateigentum und Geld, Marburg 1999, S. 246).</em></p>
<p>Ich sehe das auch so. </p>
<p>Gruß<br />
moneymind</p>
]]></content:encoded>
<link>https://archiv1.dasgelbeforum.net/index.php?id=258194</link>
<guid>https://archiv1.dasgelbeforum.net/index.php?id=258194</guid>
<pubDate>Thu, 28 Jun 2012 21:49:13 +0000</pubDate>
<dc:creator>moneymind</dc:creator>
</item>
<item>
<title>Ich erkenne gerade, dass du H/S zu Unrecht verurteilt hast (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<p>Hallo MM,</p>
<blockquote><p>In other words, Eigentum muß unbedingt vorhanden sein - ohne Eigentum<br />
keine funktionierende Geldwirtschaft, weil die Haftung mit Eigentum<br />
Forderungen überhaupt erst bilanzierbar und übertragbar macht. Das<br />
herausgearbeitet zu haben, ist das bleibende Verdienst von H/S. Dann aber<br />
sehen sie den entscheidenden Punkt nicht: die Forderungen sind nominell<br />
fixiert, das haftende Eigentum ist nominell variabel.</p>
</blockquote><p>EZG, S. 407:<br />
<em>&quot;Die Krise ist immer dadurch gekennzeichnet, dass haftendes Eigentum <strong>entwertet </strong>wird. Dadurch verlieren die von Entwertung betroffenen Unternehmer ihre Kreditwürdigkeit. Ihre Schulden nämlich bleiben <strong>fix</strong>, aber die Besicherung für die Schulden droht unter die Schuldsumme zu fallen...&quot;</em> usw. usf.</p>
<p>Gruß!</p>
]]></content:encoded>
<link>https://archiv1.dasgelbeforum.net/index.php?id=258160</link>
<guid>https://archiv1.dasgelbeforum.net/index.php?id=258160</guid>
<pubDate>Thu, 28 Jun 2012 15:56:38 +0000</pubDate>
<dc:creator>tar</dc:creator>
</item>
<item>
<title>Sozialistisches Kauderwelsch und Mikro-Sichtweise (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>Dir und natürlich dem ganzen Forum beste Wünsche für 2012. Ich bin im alten Jahr leider nicht mehr dazu gekommen, hier &quot;fertig&quot; zu machen.</p>
</blockquote><p>Vielen Dank dafür! Dir persönlich und deinen Lieben wünsche ich ebenfalls alles Gute für das neue Jahr! Deinem Projekt beziehungsweise deiner Webseite kann ich leider aus tiefer Überzeugung keinen Erfolg wünschen, denn ich halte diese Veranstaltung für grundfalsch, aber das habe nicht nur ich, sondern das haben viele andere hier im Forum dir auch schon des Öfteren gesagt - und auch sehr detailliert begründet.</p>
<p>Deine &quot;Definitionen&quot; sind für mich unverständliches Kauderwelsch, sorry. Sie zeigen aber sehr deutlich, dass du das, was sich hier in vielen Jahren als so etwas wie ein Konsens herausgearbeitet hat, nicht akzeptieren kannst oder willst. Dazu hier mehr: <a href="http://www.dasgelbeforum.de.org/forum_entry.php?id=238387">http://www.dasgelbeforum.de.org/forum_entry.php?id=238387</a><br />
Geld &quot;als Ding, das man irgendwie verwenden kann&quot;, ist und bleibt einfach falsch.</p>
<p>In diesem Thread sind auch noch einige Punkte offen, wie schon ganz lange und immer wieder, zum Beispiel von @Ashitaka oder @tar. Aber ich erwarte gar keine Antwort mehr, es dreht sich ohnehin immer nur im Kreis.</p>
<p>Und jetzt muss ich, endlich, eine Entscheidung treffen, die mir zwar schwer fällt, wie schon öfters gesagt, weil du ein lieber Kerl bist und fast immer sehr höflich warst, aber Du schadest mit deiner sturen und sich keinen Millimeter vorwärts bewegenden Sichtweise dem Forum. Deine Beiträge werfen es immer wieder zurück, anstatt es voranzubringen. Glücklicherweise haben sich zwar immer noch einige gefunden, die mit Gegenargumenten gekommen sind, aber das ist nun schon hundertfach nachzulesen und wird inzwischen sehr ermüdend. Deshalb wird das Forum ab jetzt auf deine Mitwirkung verzichten.</p>
<p>Wie gesagt, persönlich wünsche ich dir alles Gute.</p>
]]></content:encoded>
<link>https://archiv1.dasgelbeforum.net/index.php?id=244982</link>
<guid>https://archiv1.dasgelbeforum.net/index.php?id=244982</guid>
<pubDate>Tue, 03 Jan 2012 12:01:42 +0000</pubDate>
<dc:creator>Elli</dc:creator>
</item>
<item>
<title>oder eben über den Unternehmer-Gewinn (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<p>Hallo Miesespeter, </p>
<p>beste Wünsche für 2012, sorry für späte Antwort wegen Grippe/JE-Stress</p>
<blockquote><p>Hi OO,</p>
</blockquote><blockquote><blockquote><p><br />
Sind die Pläne zum Abbau von Geldvermögen kleiner als die Pläne zum<br />
Aufbau von Geldvermögen, investieren die Unternehmer zwangsweise in</p>
</blockquote></blockquote><blockquote><p>ihren</p>
</blockquote><blockquote><blockquote><p>Lagerbestand mit daraus ausgelöster DeDe, einbrechender</p>
</blockquote></blockquote><blockquote><p>Vorfinanzierung</p>
</blockquote><blockquote><blockquote><p>insbesondere bei den Investitionsgütern.</p>
</blockquote></blockquote><blockquote><p><br />
Wirklich? Also in Maerkten mit sinkender Nachfrage investiere ich nicht in<br />
den Aufbau von Lagerbestand, sondern baue ihn im Gegenteil<br />
ueberproportional ab.</p>
</blockquote><p>Im &quot;zweiten&quot; Schritt sicher, im &quot;ersten Schritt&quot; wird es den beschriebenen Lageraufbau schon wegen verbindlich geplanter Liefer-Kontrakte oft geben. </p>
<p>Mit dem genauen konjunkturellen Einfluss der ungeplanten Geldvermögens-Operationen von S ex ante &gt; I ex ante verlässt man prinzipiell die logisch strengen Zusammenhänge der Saldenmechanik. Gerade weil hier eben menschliche Handlungsoptionen ins Spiel kommen. Stützel hat  sich deshalb auch in der Saldenmechanik nur in Ansätzen zu konjunkturellen Folgewirkungen geäußert. </p>
<p>Einen recht gut nachvollziehbaren Ansatz bietet allerdings auch die Unternehmer-Gewinnformel von Keynes die Stützel ausdrücklich bestätigt:</p>
<p>Unternehmer-Gewinn = Unternehmerkonsum + (Netto)Investition abzgl. Einnahmeüberschüsse/Verkaufsüberschüsse der Nichtunternehmer.  </p>
<p>Dies ist ja nur eine andere Formulierung dafür, dass die Unternehmer weniger Kaufüberschüsse planen, als die Nichtunternehmer Verkaufsüberschüsse realisieren. </p>
<p>Und dass Unternehmer ohne Gewinn eben einzelwirtschaftlich die Investitionen streichen und damit gesamtwirtschaftlich ihre Gewinnmöglichkeiten verunmöglichen, dürfte noch einfacher als &quot;Gefangendillema&quot; der DeDe nachvollziehbar sein.</p>
<blockquote><blockquote><p>In meiner Gleichgewichtsformel ist es egal, ob man rechts was drauf</p>
</blockquote></blockquote><blockquote><p>packt,</p>
</blockquote><blockquote><blockquote><p>oder links was runter nimmt.</p>
</blockquote></blockquote><blockquote><p><br />
Nur das draufpacken vergleichweise einfach ist, runternehmen nicht.</p>
</blockquote><p>ist heute wohl so </p>
<blockquote><blockquote><p><br />
Die Alternative zum Schuldenwachstumszwang ist es deshalb, die Freude</p>
</blockquote></blockquote><blockquote><p>an</p>
</blockquote><blockquote><blockquote><p>Geldhaltung z.B. durch die Erwartung künftiger Ertragslosigkeit</p>
</blockquote></blockquote><blockquote><p>derselben</p>
</blockquote><blockquote><blockquote><p>zu begrenzen.</p>
</blockquote></blockquote><blockquote><p><br />
Wer haelt denn wirklich Geld? USA: M1: 2,2 Bio, 'Geldvermoegen'<br />
(=Forderungen mit Termin) 50+ Bio</p>
<p>Wie oder was soll da jetzt genau mit dem Geld passieren? Und was mit den<br />
Forderungen (mit denen ja in der Praxis niemand bezahlen kann)?</p>
<p><img src="http://research.stlouisfed.org/fred2/data/M1_Max_630_378.png" alt="[image]"  /></p>
<p><br />
Gruss,<br />
mp</p>
</blockquote><p>siehe heutigen <a href="http://www.dasgelbeforum.de.org/forum_entry.php?id=244876&amp;page=0&amp;category=0&amp;order=last_answer">Grundsatzbeitrag</a>, es geht immer um die saldierten Geldvermögen = Kaufsalden...zu den genauen Steuerungs-Möglichkeiten komme ich noch. </p>
<p>Grüße, Jörg</p>
]]></content:encoded>
<link>https://archiv1.dasgelbeforum.net/index.php?id=244922</link>
<guid>https://archiv1.dasgelbeforum.net/index.php?id=244922</guid>
<pubDate>Mon, 02 Jan 2012 18:59:43 +0000</pubDate>
<dc:creator>Onkel Otto</dc:creator>
</item>
<item>
<title>Geld, Kauf und Bezahlung (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<p>Hallo Jürgen,</p>
<p>Dir und natürlich dem ganzen Forum beste Wünsche für 2012. Ich bin im alten Jahr leider nicht mehr dazu gekommen, hier &quot;fertig&quot; zu machen.</p>
<p>Hier mal meine Darlegungen zu &quot;Kaufen versus Bezahlen&quot; welche sich an die Definitionen Stützels anlehnen. Sind wir wirklich so weit auseinander oder hängt es nur an Begriffen und deren &quot;sauberer&quot; Definition? </p>
<p><strong>Geld, Kauf und Bezahlung</strong></p>
<p>Die Worte â€œGeldâ€ bzw. â€œGeldmengenâ€ sollte man wegen Doppeldeutigkeit in volkswirtschaftlichen Betrachtungen bitte gar nicht mehr verwenden. Wie soll man denn wissen, ob der Mitdiskutant gerade zu Zahlungsmittel-Mengen oder Geldvermögens-Summen vorträgt? Es sollten bitte die Begriffe Geldvermögen und Zahlungsmittel verwendet werden, bei den Zahlungsmitteln ist es dazu wichtig, den Nutzerkreis zu definieren. Es sollte also geklärt werden, ob über Banken-Zahlungsmittel oder Nichtbanken-Zahlungsmittel gesprochen wird.</p>
<p><strong>Definition Geldvermögen</strong> <br />
Zahlungsmittelbestände + Forderungen abzgl. Verbindlichkeiten.</p>
<p><strong>Definition Zahlungsmittel</strong><br />
â€žmonetisierteâ€œ Forderung â€“ eine durch vom Nutzerkreis akzeptierte Zusatzbesicherung und sofortige Verfügbarkeit â€žumlauffähigâ€œ gemachte Forderung gegen einen Wirtschafter.</p>
<p>Die Unterschiede sind bei der Problemanalyse sehr wichtig, sprechen wir über Schuldenkrise, reden wir zuerst über ein realwirtschaftliches Geldvermögensproblem und nicht zuerst über ein Zahlungsmittelproblem.</p>
<p><strong>Das Geldvermögensphänomen â€žKaufâ€œ und das Zahlungsmittelphänomen â€žBezahlungâ€œ</strong><br />
Wenn ein Wirtschafter etwas verkauft, entsteht eine Forderung an einen Käufer.</p>
<p>Beispiel:<br />
A verkauft an B zu 100,<br />
A legt eine Rechnung zu 100 an B</p>
<p>Die Forderung zu 100 an B ist jetzt das gestiegene Geldvermögen von A. Das Geldvermögen von B ist um exakt diese 100 gefallen, denn er hat ja eine zusätzliche Verbindlichkeit zu 100. Da kein Kauf ohne Verkauf möglich ist, ist die Summe der Geldvermögen immer Null, die positiven Geldvermögen der Einen sind die negativen Geldvermögen(Schulden) der Anderen.</p>
<p>Dies hat mit dem Zahlungsmittelsystem erst mal gar nichts zu tun, sondern ist ein realwirtschaftlicher Kauf/Verkauf Vorgang. Dies nur mal allen â€žGeldreformernâ€œ ins Stammbuch, welche das Geldvermögensphänomen der Verschuldung durch eine Zahlungsmittelreform völlig aus dem Wirtschaftssystem entfernen wollen.</p>
<p>Ein positives Geldvermögen eines Wirtschafters ist immer eine Überschuss seiner Verkäufe(Einkommen) über seine Käufe, <strong>positive Geldvermögen = Verkaufsüberschuss.</strong></p>
<p>Ein negatives Geldvermögen von Wirtschaftern, auch Verschuldung genannt, ist immer ein Überschuss der Käufe über die Verkäufe(Einkommen), <strong>Verschuldung = Kaufüberschuss</strong></p>
<p><strong>Das Geldvermögen der Wirtschafter ändert sich also durch realwirtschaftliche Vorgänge und nicht durch Vorgänge in einer Bank.</strong></p>
<p><strong>Bezahlung ist ein geldvermögensneutraler Vorgang</strong><br />
Nun zahlt B seine Rechnung an A mit Zahlungsmitteln zu 100. Dieser Vorgang ist geldvermögensneutral. Zwar sinken die Zahlungsmittelbestände bei B so wie diese bei A steigen. Gleichzeitig sinken aber die Verbindlichkeiten von B so wie die Forderungen von A.</p>
<p>Natürlich gibt es Rückwirkungen zwischen Zahlungsmittelbeständen und Geldvermögensänderungen. So wird die Verfügbarkeit von Zahlungsmitteln und Kredit das Eingehen von Kaufüberschüsse beeinflussen. Nur besteht KEIN mathematisch strenger Zusammenhang zwischen den Zahlungsmittelbeständen und Geldvermögensänderungen.<br />
Kaufüberschüsse können auch unter Hinnahme eines geringeren Zahlungsmittelbestands oder durch Kündigung von Festgeldanlagen erfolgen. Verkaufsüberschüsse müssen nicht zu einer Vergrößerung des Zahlungsmittelbestandes führen, evtl. werden die Einzahlungen bei der Bank ja mit Frist festgelegt und damit de-monetisiert. Die logisch strengen Zusammenhänge bestehen vielmehr zwischen den Kaufüberschüssen und den Verkaufsüberschüssen. <strong>Da Verschuldung aber ein Kaufüberschussproblem ist</strong>, können wir uns in den Folgebeiträgen diesem aktuell so wichtigen Thema mit rein logischen und allgemeingültigen Bezügen zu den Verkaufsüberschüssen nähern. Dabei werden wir aber auch sehen, welche <strong>wichtige Rolle hier die Kredittilgungen als aus Vorperioden determinierte Verkaufsüberschüsse spielen. </strong></p>
<p>lG Jörg</p>
]]></content:encoded>
<link>https://archiv1.dasgelbeforum.net/index.php?id=244876</link>
<guid>https://archiv1.dasgelbeforum.net/index.php?id=244876</guid>
<pubDate>Mon, 02 Jan 2012 10:38:32 +0000</pubDate>
<dc:creator>Onkel Otto</dc:creator>
</item>
<item>
<title>Ich danke dir sehr herzlich für deine Antworten. Lass uns diese Gedanken bitte weiter beleuchten! (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>Vielen Dank, Ashitaka, fuer die Muehe. Ich gestehe, Deine kreative Prosa<br />
ueberfordert bisweilen auch mein eher prosaisches Rezeptionsvermoegen,<br />
aber diesmal glaube ich die Botschaft empfangen zu haben!</p>
</blockquote><p>Schön!</p>
<blockquote><p>Aus Systemsicht ist dies jedoch doch ein Schritt vorwaerts, denn immerhin<br />
kann so das bestehende Angebot zum Zeitpunkt x abgeräumt werden, was<br />
besser ist, als wenn dies nicht erfolgen kann.</p>
</blockquote><p>Eine solche Wirtschaft möchte ich erleben. Die pure Angst würde sich ab dem Zeitpunkt breit machen, wo die gesamtgesellschaftliche Kreditlinie (Gesamtverschuldung) fixiert wäre! Male sich jeder selbst aus in welch niederen Zeiten wir leben, jetzt wo die Schuldenbremsen von links bis rechts als eine Lösung versprochen werden!   </p>
<blockquote><p>Eben. Denn der Termin veraendert sich nicht, erhoehte Fluktuation erhoeht<br />
jedoch die Wahscheinlichkeit, dass innerhalb des Termins der Schuldner in<br />
den Besitz von Zahlungsmittel kommt und somit tilgen kann.</p>
</blockquote><p>Und zunehmend tilgen <strong>wird</strong>; dies deshalb weil es dem Debitismus in seiner gegenwärtigen Phase psychologisch inne wohnt. Dabei müssten wir alle immer weniger tilgen und neue Termine verhandeln ......... unmöglich! Die Finanzierungszeiträume zusätzlicher Verschuldungen werden enger und enger.<br />
 </p>
<blockquote><p>Zinsen muessen m.E nicht immer zwangslaeufig fehlen</p>
</blockquote><p>Sehe ich entschieden anders. Es gibt bekanntlich eine Risikoprämie, ohne die das uns umspannende Eigentumsrecht - zeitlich unbefristet - nicht als Gewährleistung verstanden werden würde. So habe ich Dottore verstanden. Aber das soll nicht Kern dieser Antwort sein. </p>
<blockquote><p>(Moeglichkeit negativer Zinsen, Zinsen als Disagio)</p>
</blockquote><p>M.E. nicht auf Dauer haltbar.</p>
<blockquote><p>anders sehe ich es beim Profit</p>
</blockquote><p>Ja, und ich zitiere:<br />
<em><br />
&quot;M.E. entsteht der debitistische Wachstumszwang nicht aus fehlendem Geld aufgrund von gehorteten Gewinnen. Auch nicht aus dem fehlenden Zins. Sondern ganz allein bereits aus der Tatsache, dass ohne Nachschulden GEWINNE gesamtwirtschafltich nicht realisierbar sind (bei gleichbleibender/ausgereizter Umlaufgeschwindigkeit), und somit kein Unternehmertum denkbar ist: denn ohne Gewinnaussicht wird kein Unternehmer aktiv.&quot;</em></p>
<p>Sehe ich genauso. Es ist die &quot;zeitliche Aussicht&quot; auf Gewinn zum Zwecke der Steigerung des Selbstwertgefühls. Wäre die Umlaufgeschwindigkeit maximal, gäbe es keinen Gewinn, geschweige denn Zeit um sich einer - das Selbstgefühl stärkenden - Verwendung bewusst zu werden. Das würde nicht funktionieren! Auch könnte man dies als ein zeitlich garantiertes Machtgefühl verstehen, der Selbsterhaltungstrieb des gegenwärtigen Sklavensystems.<br />
  </p>
<blockquote><p>Allerdings erscheint mir, das auch durch<br />
erhoehte Fluktuation von Zahlungsmitteln sowohl die Anzahl der Kauf- und<br />
Bezahlvorgaenge, als auch die generelle Verschuldungsbereitschaft (aufgrund<br />
geaenderter Erwartungshaltung) gesteigert werden koennen.</p>
</blockquote><p>
 <br />
Was hätte das - bei positiver Erwartungshaltung - zur Folge?! Nähern wir uns damit nicht exakt der geschichtlichen Vergangenheit, statt den hier jüngst diskutierten Lösungsmöglichkeiten des exponentiellen, debitistischen Ablaufes?  </p>
<blockquote><blockquote><p>Eigentum ist erst durch dessen Verschuldung bewertbar und der nominale <br />
Wert wiederrum von der Bereitschaft der Gesamtgesellschaft zur Verschuldung abhängig.</p>
</blockquote></blockquote><p>
 </p>
<blockquote><p>Ja.</p>
</blockquote><blockquote><blockquote><p>Funktioniert alles dies nicht, </p>
</blockquote></blockquote><blockquote><p><br />
Was genau?</p>
</blockquote><p>Die unaufhörliche Bereitschaft zur wachsenden Neuverschuldung, vom Kreditantrag über die Pfand- und Sicherheitengabe bis hin zur zumindest mittelfristigen, die Geschäftsbank nicht in den Ruin treibenden, Kapitaldienstfähigkeit der Kreditnehmer!</p>
<blockquote><blockquote><p>so stagniert bzw sinkt die Verschuldung und<br />
damit unweigerlich auch die nominelle Bewertbarkeit breiter<br />
(Anlage)Vermögen. Kauft die Person mittels Ausweitung der Kreditlinie, so<br />
wird die Bewertbarkeit in Geld (Money of Account) aufrecht erhalten. Die<br />
Nominalverbindlichkeiten sind mit nominell variabel haftendem Eigentum<br />
gesichert. </p>
</blockquote></blockquote><p>
 </p>
<blockquote><p>Hier verlaesst mich mein Rezeptionsvermeogen wieder.....</p>
</blockquote><p>Weniger verschuldetes Eigentum (auch Zukunftserwartung) = weniger umlauffähige Schulden (Geld) um Preise zu verhandeln = weniger positive Erwartungen = weniger Verschuldungsbereitschaft und anzubietende - weil, dank sinkender Preise, abgewertete - Sicherheiten = Spirale in den deflatinären Abgrund!</p>
<p>Oder noch kürzer ausgedrückt:</p>
<blockquote><blockquote><p>Kauft niemand mittels Ausweitung der Kreditlinie, so sinkt die<br />
in Geld ausgedrückte, nominale Bewertung bzw. Preisfindung (Preise). </p>
</blockquote></blockquote><blockquote><p>Moment. Hatten wir nicht kurz vorher definiert, dass ein Kauf <strong>immer</strong><br />
eine Ausweitung von Kreditlinie bedeutet (welche dann durch Bezahlung<br />
wieder zurueckgefuehrt wird)?</p>
</blockquote><p>Ja, ich gebe dir recht und danke für den Hinweis. Ich korrgiere den Satz:</p>
<p><strong>&quot;Bezahlt niemand mittels Ausweitung der Kreditlinie, so sinkt die in Geld ausgedrückte, nominale Bewertung bzw. Preisfindung (Preise).&quot; <br />
</strong> </p>
<blockquote><p>Der Formulierungsteufel....meintest Du vielleicht:</p>
<p><em>Eine Wirtschaftallein durch die beschleunigte Weitergabe existenter<br />
Schuldentilgungsmittel ist ohne ein Aufschulden zeitlich begrenzt (siehe<br />
oben).</em>???</p>
</blockquote><p>Ja so meinte ich es! Danke dir. <br />
 </p>
<blockquote><p>Weil sie eben eine Tilgung wahrscheinlicher macht, was wiederum die Menge<br />
umlaufender Zahlungsmittel reduziert, wodurch die verbleibenden<br />
Zahlungsmittel nun noch schneller umlaufen muessen, um ein identisches<br />
Angebot zu raeumen, uswusf.</p>
</blockquote><p>Exakt...Deflation pur... dies mündet im bekannten Stresssyndrom.</p>
<blockquote><p>Demgegenueber steht allerdings die Moeglichkeit, dass durch verstaerkte<br />
Fluktuation ein gleiches Angebot mit vergleichsweise niedrigerer Menge<br />
Zahlungsmittel abgeraeumt werden kann und somit mit einem niedrigeren<br />
Verschuldungsgrad.</p>
</blockquote><p>
<strong><br />
Das finde ich sehr spannend:</strong></p>
<p>Darüber habe ich auch schon beim Duschen nachgedacht und bin zu dem Ergebnis gekommen, dass es &quot;kein gleiches Angebot&quot; geben kann. Wie stellst du dir das vor, wenn heute 100.000 Kredit zur Vorfinanzierung meiner Produktion notwendig sind um diese morgen für 90.000 zu verkaufen? Zwar kann ich durch erhöhte Fluktation den Zuflusstermin weiterer Abverkaufe in die Gegenwart ziehen, niemals jedoch kann ich noch ruhig schlafen, wenn ich meine Gewinn- und Verlustrechnung des entsprechenden Monats betrachte. Das gilt für Finanz- und Dienstleistungsbetriebe gleichermaßen. </p>
<blockquote><p>Was wiederum dazu fuehren koennte, das aufgrund<br />
freiwerdenden Pfaender die Neu- bzw Wieder-Verschuldungsfaehigkeit steigt,<br />
und dies wiederum einen positiven Effekt auf die Erwartungen und somit die<br />
Kauflaune (=Verschuldungs- und Investitionswillen) und Kauffaehigkeit<br />
(Bonitaet) haben koennte.</p>
</blockquote><p>Die Pfänder werden nicht frei, zumindest solange nicht, bis flächendeckende Insolvenzverfahren dies bewirken.<br />
 </p>
<blockquote><p>Entsprechend denke ich, dass jemand, der ein Interesse an einer weiteren<br />
Extension des debitistischen Durchlaufs interessiert ist, durchaus mit dem<br />
Gedanken spielen sollte (und wird), wie der Geldumlauf bzw. die<br />
Bezahlfrequenz gesteigert werden kann.</p>
</blockquote><p>Dabei darf die Gesamtkreditlinie unserer Gesellschaft jedoch nicht abgebaut werden. In Anbetracht dieser noch für viele unbewussten Erkenntnis läuft es schon deshalb seit Anbegin auf eine erhöhte Frequenz hinaus.</p>
<blockquote><p>Gruss,<br />
mp</p>
</blockquote><p>Ich danke dir für deine Gedanken! Es wird zeit, dass ich endlich wieder mehr Ruhe habe um mich mit den bisherigen Eindrücken tiefer zu beschäftigen. Es ist unsaglich schwer meine Schlussfolgerungen in klaren, aufbauenden Wegbeschreibung niederzuschreiben. </p>
<p>Herzlichste Grüße, </p>
<p>Ashitaka</p>
]]></content:encoded>
<link>https://archiv1.dasgelbeforum.net/index.php?id=243537</link>
<guid>https://archiv1.dasgelbeforum.net/index.php?id=243537</guid>
<pubDate>Thu, 15 Dec 2011 22:50:14 +0000</pubDate>
<dc:creator>Ashitaka</dc:creator>
</item>
<item>
<title>Wie genau funktioniert Saldenplanwirtschaft? (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<p>Hi OO,</p>
<blockquote><p><br />
Sind die Pläne zum Abbau von Geldvermögen kleiner als die Pläne zum<br />
Aufbau von Geldvermögen, investieren die Unternehmer zwangsweise in ihren<br />
Lagerbestand mit daraus ausgelöster DeDe, einbrechender Vorfinanzierung<br />
insbesondere bei den Investitionsgütern.</p>
</blockquote><p>Wirklich? Also in Maerkten mit sinkender Nachfrage investiere ich nicht in den Aufbau von Lagerbestand, sondern baue ihn im Gegenteil ueberproportional ab.</p>
<blockquote><p>In meiner Gleichgewichtsformel ist es egal, ob man rechts was drauf packt,<br />
oder links was runter nimmt.</p>
</blockquote><p>Nur das draufpacken vergleichweise einfach ist, runternehmen nicht.</p>
<blockquote><p><br />
Die Alternative zum Schuldenwachstumszwang ist es deshalb, die Freude an<br />
Geldhaltung z.B. durch die Erwartung künftiger Ertragslosigkeit derselben<br />
zu begrenzen.</p>
</blockquote><p>Wer haelt denn wirklich Geld? USA: M1: 2,2 Bio, 'Geldvermoegen' (=Forderungen mit Termin) 50+ Bio</p>
<p>Wie oder was soll da jetzt genau mit dem Geld passieren? Und was mit den Forderungen (mit denen ja in der Praxis niemand bezahlen kann)?</p>
<p><img src="http://research.stlouisfed.org/fred2/data/M1_Max_630_378.png" alt="[image]"  /></p>
<p><br />
Gruss,<br />
mp</p>
]]></content:encoded>
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<pubDate>Thu, 15 Dec 2011 22:09:37 +0000</pubDate>
<dc:creator>Miesespeter</dc:creator>
</item>
<item>
<title>Im Landeanflug (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>Hi Miesespeter,</p>
<p>ob dir der Flug zusagt oder dir schlecht wird, dass werden wir sehen. Ich<br />
gebe mir Mühe es nachvollziehbar zu beschreiben!</p>
</blockquote><p>Vielen Dank, Ashitaka, fuer die Muehe. Ich gestehe, Deine kreative Prosa<br />
ueberfordert bisweilen auch mein eher prosaisches Rezeptionsvermoegen, aber diesmal glaube ich die Botschaft empfangen zu haben!</p>
<blockquote><blockquote><p>Mir wird nicht klar, warum eine Mengensteigerung von<br />
Schuldentilgungsmittel ein zusaetzliches Angebot abraeumbar machen</p>
</blockquote></blockquote><blockquote><p>soll,</p>
</blockquote><blockquote><blockquote><p>eine Beschleunigung der Weitergabe existenter Schuldentilgungsmittel<br />
hingegen nicht.</p>
</blockquote></blockquote><blockquote><p><br />
Weil diese Fragestellung auf eine bildliche Vorstellung der kleinsten<br />
Ebene, der Mikroökonomie, hinaus läuft. Man stellt sich unweigerlich die<br />
erhöhte Fluktation zwischen den globalen Wirtschaftssubjekten vor, statt<br />
dies aus einem geweitetet &quot;Blickwinkel auf die Gesamtgesellschaft&quot; zu<br />
beobachten. Auch wenn die Fluktation in den mikroökonomischen Bildern<br />
steigt, in einer mit genügend Abstand vorgenommenen Betrachtung des<br />
Debitismus ist klar, dass damit nur das bestehende Angebot zum Zeitpunkt x<br />
abgeräumt werden kann, niemals ein zusätzliches Angebot gekauft werden<br />
kann. (Die Notwendigkeit überfliegen wir gleich auch noch mal). </p>
</blockquote><p>Ok, soweit will ich folgen. </p>
<p>Aus Systemsicht ist dies jedoch doch ein Schritt vorwaerts, denn immerhin kann so das bestehende Angebot zum Zeitpunkt x abgeräumt werden, was besser ist, als wenn dies nicht erfolgen kann.</p>
<blockquote><p><br />
Der erhöhten Fluktation wohnt immer noch eine terminliche Pflicht zur<br />
Tilgung der bereits bestehenden Verschuldung, sowie der Dienst einer<br />
Zinszahlung bei. Beides muss bedient werden und wird bei einer<br />
beschleunigten Weitergabe von Geld für viele Subjekte einfacher. </p>
</blockquote><p>Eben. Denn der Termin veraendert sich nicht, erhoehte Fluktuation erhoeht jedoch die Wahscheinlichkeit, dass innerhalb des Termins der Schuldner in den Besitz von Zahlungsmittel kommt und somit tilgen kann.</p>
<blockquote><p>Bei<br />
Betrachtung der &quot;geschlossenen Gesamtgesellschaft&quot; von oben jedoch spüre<br />
ich, dass die Hoffnung nur von kurzer Dauer ist. Es kann nicht beides<br />
ausreichend bedient werden, ohne dass es zur Neuverschuldung kommt. Der<br />
noch fehlende Zins muss durch Nachschuldner erwirtschaftet werden und die<br />
Zeit wird zunehmend teurer. Ich muss mir also was einfallen lassen um an<br />
das fehlende Schuldentilgungsmittel zu gelangen.</p>
</blockquote><p>Zinsen muessen m.E nicht immer zwangslaeufig fehlen (Moeglichkeit negativer Zinsen, Zinsen als Disagio), anders sehe ich es <a href="http://www.dasgelbeforum.de.org/forum_entry.php?id=109681">beim Profit</a></p>
<blockquote><p><br />
Wir kommen also zu keiner Lösung des Aufschuldungsproblems. </p>
<p><strong>Es braucht deshalb immer Nachschuldner, welche wir zur Verschuldung und<br />
zum Kaufen auffordern können sollten!</strong>!</p>
</blockquote><p>Dem widerspreche ich nicht. Allerdings erscheint mir, das auch durch erhoehte Fluktuation von Zahlungsmitteln sowohl die Anzahl der Kauf- und Bezahlvorgaenge, als auch die generelle Verschuldungsbereitschaft (aufgrund geaenderter Erwartungshaltung) gesteigert werden koennen.</p>
<blockquote><p>Und nun landen wir noch kurz vor Moneyminds Gedankenhaus. Dieser hat sich<br />
nämlich tiefgreifende Gedanken zur Fehlvorstellung fixer<br />
&quot;Beleihungsgrenzen&quot; gemacht. Eigentum ist erst durch dessen Verschuldung<br />
bewertbar und der nominale Wert wiederrum von der Bereitschaft der<br />
Gesamtgesellschaft zur Verschuldung abhängig.</p>
</blockquote><p>Ja.</p>
<blockquote><p><br />
Funktioniert alles dies nicht, </p>
</blockquote><p>Was genau?</p>
<blockquote><p>so stagniert bzw sinkt die Verschuldung und<br />
damit unweigerlich auch die nominelle Bewertbarkeit breiter<br />
(Anlage)Vermögen. Kauft die Person mittels Ausweitung der Kreditlinie, so<br />
wird die Bewertbarkeit in Geld (Money of Account) aufrecht erhalten.  Die<br />
Nominalverbindlichkeiten sind mit nominell variabel haftendem Eigentum<br />
gesichert. </p>
</blockquote><p>Hier verlaesst mich mein Rezeptionsvermeogen wieder.....</p>
<blockquote><p>Kauft niemand mittels Ausweitung der Kreditlinie, so sinkt die<br />
in Geld ausgedrückte, nominale Bewertung bzw. Preisfindung (Preise). </p>
</blockquote><p>Moment. Hatten wir nicht kurz vorher definiert, dass ein Kauf <strong>immer</strong> eine Ausweitung von Kreditlinie bedeutet (welche dann durch Bezahlung wieder zurueckgefuehrt wird)?</p>
<blockquote></blockquote><blockquote><blockquote><p>Alleinig was mir auffaelt ist die umgekehrte Kausalitaet: waehrend<br />
beschleunigte Weitergabe existenter Schuldentilgungsmittel</p>
</blockquote></blockquote><blockquote><p>(=beschleunigtes</p>
</blockquote><blockquote><blockquote><p>Bezahlen) in der Folge zu mehr Kaufakten fuehren koennte (vermutlich</p>
</blockquote></blockquote><blockquote><p>auch</p>
</blockquote><blockquote><blockquote><p>wird), steht bei der Mengenausweitung zuerst die Steigerung der Kaufakte</p>
</blockquote></blockquote><blockquote><p>(=</p>
</blockquote><blockquote><blockquote><p>aktzeptierte Zahlungsversprechen), in deren Folge es dann zu einer<br />
Steigerung der umlauffaehigen Schuldentilgungsmittel kommt (indem</p>
</blockquote></blockquote><blockquote><p>naemlich</p>
</blockquote><blockquote><blockquote><p>einige dieser mit dem Kauf einhergehenden Zahlungsversprechen</p>
</blockquote></blockquote><blockquote><p>umlauffaehig</p>
</blockquote><blockquote><blockquote><p>gemacht werden).</p>
</blockquote></blockquote><blockquote><p><br />
Die beschleunigte Weitergabe existenter Schuldentilgungsmittel ist ohne<br />
ein Aufschulden zeitlich begrenzt (siehe oben).</p>
</blockquote><p>Der Formulierungsteufel....meintest Du vielleicht:</p>
<p><em>Eine Wirtschaftallein durch die beschleunigte Weitergabe existenter Schuldentilgungsmittel ist ohne ein Aufschulden zeitlich begrenzt (siehe oben).</em>???</p>
<p>Weil sie eben eine Tilgung wahrscheinlicher macht, was wiederum die Menge umlaufender Zahlungsmittel reduziert, wodurch die verbleibenden Zahlungsmittel nun noch schneller umlaufen muessen, um ein identisches Angebot zu raeumen, uswusf.</p>
<p>Demgegenueber steht allerdings die MOeglichkeit, dass durch verstaerkte Fluktuation ein gleiches Angebot mit vergleichsweise niedrigerer Menge Zahlungsmittel abgeraeumt werden kann und somit mit einem niedrigeren Verschuldungsgrad. Was wiederum dazu fuehren koennte, das aufgrund freiwerdenden Pfaender die Neu- bzw Wieder-Verschuldungsfaehigkeit steigt, und dies wiederum einen positiven Effekt auf die Erwartungen und somit die Kauflaune (=Verschuldungs- und Investitionswillen) und Kauffaehigkeit (Bonitaet) haben koennte.</p>
<p>Entsprechend denke ich, dass jemand, der ein Interesse an einer weiteren Extension des debitistischen Durchlaufs interessiert ist, durchaus mit dem Gedanken spielen sollte (und wird), wie der Geldumlauf bzw. die Bezahlfrequenz gesteigert werden kann.</p>
<p>Gruss,<br />
mp</p>
]]></content:encoded>
<link>https://archiv1.dasgelbeforum.net/index.php?id=243524</link>
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<pubDate>Thu, 15 Dec 2011 21:14:48 +0000</pubDate>
<dc:creator>Miesespeter</dc:creator>
</item>
<item>
<title>... wenn man aufhört sich selbst zu belügen! (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>Hallo Ashitaka,</p>
</blockquote><blockquote><p>nach deinen Ausführungen müßte jede Werbung für ein Produkt völlig<br />
sinnlos sein. Übrigens für mich eine vergnügliche Vorstellung, ist mir<br />
doch Werbung höchst zuwider.</p>
</blockquote><p>Gut, dass du diesen Punkt aufgreifst. Das habe ich nämlich gar nicht geschrieben und trotzdem trägst du es als Gedanke im Kopf! Das ist eine mir durchaus bekannte Reaktion, sobald das zu betrachtende Bild gedehnt wird und die Sinnhaftigkeit in dieser ewigen Sinnlosigkeit schwebt. So verhält es sich doch schließlich mit allen Dingen im Leben, sobald man aufhört sich selbst zu belügen! Der Sinn wird zum Untermieter, dem man Tag für Tag das Wasser über den Kopf schütten möchte, der einem aber trotzdem nie sein Gesicht zeigt! Nie stellt er sich uns vor, auch wenn er immer nach uns schreit! Man darf ihm nicht zu lange die Aufmerksamkeit schenken, dann macht auch Werbung wieder Spass!<img src="images/smilies/zwinker.gif" alt="[[zwinker]]" /> </p>
<p>Den Rest des Tages nehmen wir deshalb am gewohnten Treiben im Kapitalismus teil. Ich würde nie behaupten, dass er deshalb sinnlos sei, weil er kein wahrhaftiges Ziel verfolgt. Er löst sich mit all seinen Freuden und Leiden in etwas gänzlich anderes auf. Leben und sterben lassen! </p>
<p>Kein Funkeln ohne Dunkelheit ....... keine Ökonomie ohne Ende!   </p>
<blockquote><p>Und ein Preis würde sich dann bilden, wie du sagst, aus vorgelagerter<br />
Verschuldung gegenüber einem bezahlten Preis, der völlig willkürlich<br />
sein kann.</p>
</blockquote><p>Exakt, nur so, endlich!<br />
 </p>
<blockquote><p>Gruß</p>
<p>Zweistein</p>
</blockquote><p>Lieben Gruß,</p>
<p>Ashitaka</p>
]]></content:encoded>
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<pubDate>Wed, 14 Dec 2011 22:33:09 +0000</pubDate>
<dc:creator>Ashitaka</dc:creator>
</item>
<item>
<title>Schön beschrieben! Danke (oT) (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[- kein Text -]]></content:encoded>
<link>https://archiv1.dasgelbeforum.net/index.php?id=243398</link>
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<pubDate>Wed, 14 Dec 2011 22:11:13 +0000</pubDate>
<dc:creator>Ashitaka</dc:creator>
</item>
<item>
<title>Den Werbefritzen muss jetzt aber ganz gruselig werden (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<p>Hallo Ashitaka,</p>
<p>nach deinen Ausführungen müßte jede Werbung für ein Produkt völlig sinnlos sein. Übrigens für mich eine vergnügliche Vorstellung, ist mir doch Werbung höchst zuwider.</p>
<p>Und ein Preis würde sich dann bilden, wie du sagst, aus vorgelagerter Verschuldung gegenüber einem bezahlten Preis, der völlig willkürlich sein kann.</p>
<p>Gruß</p>
<p>Zweistein</p>
]]></content:encoded>
<link>https://archiv1.dasgelbeforum.net/index.php?id=243397</link>
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<pubDate>Wed, 14 Dec 2011 22:08:09 +0000</pubDate>
<dc:creator>Zweistein</dc:creator>
</item>
<item>
<title>Wertvorstellung! (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<p>Hallo Zweistein,</p>
<p>dein Beispiel geht von einer gedanklichen Wertvorstellung aus. Solche Wertvorstellungen findest du in allen Bereichen des Lebens. Für eine Wertvorstellung benötigst du lediglich eine Nutzenvorstellung oder im engeren Sinne: Ein Selbstwertgefühl! </p>
<p>Die warme Sonne auf meiner Haut wäre mir - in Ewigkeit - nichts wert! Erst durch ein paar Wolken und von Nacht zu Nacht wird eine Sinnhaftigkeit durch dessen Abwesenheit geboren. Die Ökonomie ist dagegen ein Kreissaal!</p>
<p>Die Wertvorstellung ist im ökonomischen Sinne lediglich eine aus dem gedanklichen Vergleich geborene Triebfeder, welche es in eine konkrete Schuld, den Preis, zu verhandeln gilt.</p>
<p><strong>Und hier trennt sich die Spreu vom Weizen:<br />
</strong><br />
Dem Preis ist deine Wertvorstellung tatsächlich egal. Nun kommen ganz schlaue Ökonomen daher und behaupten die Nachfrage pushe den Preis. Man müsse nur genügend Werbung machen, das Angebot begrenzen und die Kaufkraft stärken; schon läuft die Preissteigerung (Ansammlung von Geldeinheiten alias &quot;Money of Account&quot;) von alleine. Solche Beobachtungen können diese Knallköpfe in ihren kleinen Mikrowelten gerne vornehmen und auch die Richtigkeit für sich beanspruchen. Die Berg- und Talfahrt (Blow off) ist dabei vorprogrammiert, ob beim Lieferanten oder Spekulanten. </p>
<p>Was diese Clowns vergessen ist die Tatsache, dass der Preis als Ansammlung von Geldeinheiten nicht von Erwartungen, von Gefühlen abhängig ist. Das<br />
glauben die Ökonomen zwar, jedoch überholen sie sich dabei selbst. Er ist einzig aus der vorgelagerten Nachfrage nach Verschuldung des Publikums abhängig. Denn ohne Verschuldung keine umlauffähigen Schulden (Money of Account), ergo keine Geldsummen um konkrete Werte bzw. Preise (nach oben) zu verhandeln. Die anzutragende, im Preis notierte Sicherheit ist dabei das Kernstück!</p>
<p>Es gibt gefühlte (Selbst)werte und konkrete Werte die sich messen und in Preisen ausdrücken lassen müssen! Mein Wertegefühl kann ich schließlich nicht per WLAN in andere Köpfe senden. Noch nicht! Bis dahin muss ein Vergleich dienen. <img src="images/smilies/zwinker.gif" alt="[[zwinker]]" /> </p>
<p>Herzliche Grüße,</p>
<p>Ashitaka</p>
]]></content:encoded>
<link>https://archiv1.dasgelbeforum.net/index.php?id=243393</link>
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<pubDate>Wed, 14 Dec 2011 21:40:17 +0000</pubDate>
<dc:creator>Ashitaka</dc:creator>
</item>
<item>
<title>Da bin ich ja froh,... (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<p>dass ich mit meiner Meinung daneben lag. Diesen Irrtum gebe ich gerne zu.</p>
<p>Zweistein</p>
]]></content:encoded>
<link>https://archiv1.dasgelbeforum.net/index.php?id=243369</link>
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<pubDate>Wed, 14 Dec 2011 19:02:38 +0000</pubDate>
<dc:creator>Zweistein</dc:creator>
</item>
<item>
<title>Kurz und knackig (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<p>Hallo,</p>
<p>um es mal kurz und knackig auf den Punkt zu bringen:</p>
<p>Wenn lediglich die Halter von Forderungen diese nutzen, um (neu eingegangene) Verbindlichkeiten (=Käufe) bei denen zu tilgen, die ihrerseits Verbindlichkeiten offen haben und diese mit den nun erhaltenen Forderungen tilgen können, usw. braucht es dennoch eine höhere Neuverschuldung, um den Innovationsimpuls durch bilanzierte Entlohnung aufrecht zu erhalten.</p>
<p>Dieser Vorgang entspricht ja einfach nur der Vorstellung, dass Gläubiger vermehrt bei Schuldnern einkaufen und so bestehende Bilanzungleichgewichte wieder ausgleichen.</p>
<p>[color=666666]Wie das bewerkstelligt wird (New Deal, Schuldenschnitt, freiwillig), bedarf auch noch ein, zwei Sätze weiter unten.[/color]</p>
<p>Genau das reicht aber eben nicht, sondern es muss daraufhin zu einer erneuten Verschuldung kommen, da sonst die Gesamtbewertung der Vermögen mangels Nachfrage, d.h. tatsächlicher Neuschuldner, zwangsläufig sinken muss.</p>
<p>Entweder findet diese Neuverschuldung seitens der entlasteten Schuldner statt, da diese ihre Pfänder herauslösen konnten, ggf. deren (von den Gläubigern gemachte) Einnahmeerwartung bestätigten und damit wohl nicht ganz zufällig die vorgenommene Eigentumsbewertung bestätigten oder gar übertrafen, d.h. steigerten(!)), was sich natürlich auf die Art des Eigentums ingesamt und damit auch auf andere Akteure auswirkt, die sich nun höher verschulden können.</p>
<p>Oder seitens der Gläubiger, die ja ggf. für das Einlösen ihrer Forderungen etwas erhielten, das sie nun ihrerseits zur Verschuldung einsetzen könnten.</p>
<p>Bei einem <strong>Schuldenschnitt</strong> hat diese Einnahmeerwartung nicht wie erhofft stattgefunden, d.h. der Gläubiger wird die vorherige Bewertung hinterfragen und absenken (Risikozins steigt). Nur ein <strong>freiwilliger Ausgleich</strong> führt zur Bestätigung und ggf. Aufwertung der einst vorgenommmenen Bewertung. Ein <strong>New Deal oder ähnliches</strong> verlagert den Risikozins auf Seiten der Staatsschulden, kann aber mittels diverser fiskalischer und finanzpolitischer Tricks die Illusion einer freiwilligen Nachfrage erzeugen. Dies aber eben nicht dauerhaft - historisch ist jedenfalls der Nachweis bis dato ausgeblieben.</p>
<p>Gruß!</p>
]]></content:encoded>
<link>https://archiv1.dasgelbeforum.net/index.php?id=243314</link>
<guid>https://archiv1.dasgelbeforum.net/index.php?id=243314</guid>
<pubDate>Wed, 14 Dec 2011 07:46:25 +0000</pubDate>
<dc:creator>tar</dc:creator>
</item>
<item>
<title>Für den Todgeweihten (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<p>kann der Wert eines Medikaments ins Unermeßliche steigen, unabhängig vom Verschuldungsgrad von irgendwas und irgendwem.</p>
<p>Insofern,@Zara, verstehe ich die Frage nicht.</p>
<p>Ist hier wirklich Wert gemeint oder ein Preis?</p>
<p>Gruß</p>
<p>Zweistein</p>
]]></content:encoded>
<link>https://archiv1.dasgelbeforum.net/index.php?id=243303</link>
<guid>https://archiv1.dasgelbeforum.net/index.php?id=243303</guid>
<pubDate>Tue, 13 Dec 2011 22:12:49 +0000</pubDate>
<dc:creator>Zweistein</dc:creator>
</item>
<item>
<title>Mit König Otto in die DeDe (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>wirtschaftliches Gleichgewicht auf der &quot;Geldebene&quot; = </p>
<p>Pläne(Vorhaben) für Einnahmeüberschüsse = Pläne für<br />
Ausgabeüberschüsse</p>
</blockquote><p>Ich plane (Vorhaben), die Einnahmenüberschüsse zu verdoppeln. Gelingt leider nicht, Onkel Otto. Was mache ich falsch?</p>
<blockquote><p>identisch</p>
<p>Pläne für Aufbau von Geldvermögen = Pläne für Abbau von<br />
Geldvermögen</p>
</blockquote><p>Ich plane, 2012 mein Geldvermögen zu verdoppeln. </p>
<blockquote><p>Nun kann man wohl die Pläne für den Geldvermögensabbau bei ausgereizter Privatverschuldung<br />
ständig auf die Geldsparpläne mit Staatsverschuldung anpassen oder es kommt die DeDe. </p>
</blockquote><p>Saldenmechanik beachten, Onkel Otto. Der Privatsektor hat de facto netto keine Guthaben. Solche vermeintlichen Nettoguthaben-Luftnummern kann, bzw. <strong>muss </strong>der Privatsektor insgesamt nur deshalb bilanzieren, weil der Staat, kriminell wie er nunmal ist, <strong>nicht bilanziert</strong>. Täte er es, stünde die Lücke als Steuerforderung auf dessen Aktivseite und als Steuerverbindlichkeit beim Privatsektor auf der Passivseite. Es ist also der berühmte Falschspieler im System, der nur dank dieser Verschleierung eine Zeitlang existieren kann, indem er seine nicht gezeigte Bilanz verlängert und die Unterworfenen auf dieser Verschleierungsbasis zur Mehrproduktion animiert. Aber eben immer nur ohne Ende bis zum Ende.</p>
<blockquote><p><br />
Die Alternative zum Schuldenwachstumszwang ist es deshalb, die Freude an<br />
Geldhaltung z.B. durch die Erwartung künftiger Ertragslosigkeit derselben<br />
zu begrenzen. </p>
</blockquote><p>Warum nur begrenzen und nicht gleich verbieten? </p>
<blockquote><p>Ob dies praktikabel ist, ist natürlich zweifelhaft, aber es<br />
hat eben n.m.E. kein Theorieproblem. </p>
</blockquote><p>Das würde (tragische Geschichte!), mit einem König Otto an der Front, der es eigentlich gut meint, wenngleich unfreiwillig und mit allenfalls leichter Verzögerung, in einer <a href="http://www.dasgelbeforum.de.org/forum_entry.php?id=243282">ausgewachsenen DeDe</a> enden. Was es ja so oder so tut. Das wird die kürzeste DeDe aller Zeiten, und deshalb nennen wir sie diesmal schlicht G.O.</p>
<p>Grüsse, Zara</p>
]]></content:encoded>
<link>https://archiv1.dasgelbeforum.net/index.php?id=243289</link>
<guid>https://archiv1.dasgelbeforum.net/index.php?id=243289</guid>
<pubDate>Tue, 13 Dec 2011 17:59:48 +0000</pubDate>
<dc:creator>Zarathustra</dc:creator>
</item>
<item>
<title>Ich habe einen Rundflug gebucht.........steig ein! (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<p>Hi Miesespeter,</p>
<p>ob dir der Flug zusagt oder dir schlecht wird, dass werden wir sehen. Ich gebe mir Mühe es nachvollziehbar zu beschreiben!</p>
<p>Steig ein!</p>
<blockquote><p>Mir wird nicht klar, warum eine Mengensteigerung von<br />
Schuldentilgungsmittel ein zusaetzliches Angebot abraeumbar machen soll,<br />
eine Beschleunigung der Weitergabe existenter Schuldentilgungsmittel<br />
hingegen nicht.</p>
</blockquote><p>Weil diese Fragestellung auf eine bildliche Vorstellung der kleinsten Ebene, der Mikroökonomie, hinaus läuft. Man stellt sich unweigerlich die erhöhte Fluktation zwischen den globalen Wirtschaftssubjekten vor, statt dies aus einem geweitetet &quot;Blickwinkel auf die Gesamtgesellschaft&quot; zu beobachten. Auch wenn die Fluktation in den mikroökonomischen Bildern steigt, in einer mit genügend Abstand vorgenommenen Betrachtung des Debitismus ist klar, dass damit nur das bestehende Angebot zum Zeitpunkt x abgeräumt werden kann, niemals ein zusätzliches Angebot gekauft werden kann. (Die Notwendigkeit überfliegen wir gleich auch noch mal). </p>
<p>Der erhöhten Fluktation wohnt immer noch eine terminliche Pflicht zur Tilgung der bereits bestehenden Verschuldung, sowie der Dienst einer Zinszahlung bei. Beides muss bedient werden und wird bei einer beschleunigten Weitergabe von Geld für viele Subjekte einfacher. Bei Betrachtung der &quot;geschlossenen Gesamtgesellschaft&quot; von oben jedoch spüre ich, dass die Hoffnung nur von kurzer Dauer ist. Es kann nicht beides ausreichend bedient werden, ohne dass es zur Neuverschuldung kommt. Der noch fehlende Zins muss durch Nachschuldner erwirtschaftet werden und die Zeit wird zunehmend teurer. Ich muss mir also was einfallen lassen um an das fehlende Schuldentilgungsmittel zu gelangen.</p>
<p>Wir kommen also zu keiner Lösung des Aufschuldungsproblems. </p>
<p><strong>Es braucht deshalb immer Nachschuldner, welche wir zur Verschuldung und zum Kaufen auffordern können sollten!</strong>!</p>
<p>Dafür jedoch sind immer psychologische, eigentümliche und erwartende Voraussetzungen (Sicherheit, Pfand, Beleihung) nötig, welche der Gesamtgesellschaft ein Aufschulden, eine Vorfinanzierung und Abräumung <strong>des zusätzlichen Angebotes</strong> ermöglicht.  </p>
<p>Das alles hat Onkel Otto nicht im Ansatz verstanden, sondern nur partitiell beobachtet. Er sieht dieses System nicht und glaubt derweil an Alternativen zum Schuldenwachstumszwang, gesteht sich derweil sogar ein, dass er den KAUF im Sinne des Debitismus nicht verstanden hat! Er begrenzt seine sonst so kreativen Sichten und Gedanken auf ein Gegenwartsexperiment im brutalen Debitismus! Mal abwarten, wie lange er noch an seinem Labortisch inmitten der debitistischen Nebelwolke verweilen möchte....... wir steigen auf und fliegen schon mal weiter.</p>
<p>Und nun landen wir noch kurz vor Moneyminds Gedankenhaus. Dieser hat sich nämlich tiefgreifende Gedanken zur Fehlvorstellung fixer &quot;Beleihungsgrenzen&quot; gemacht. Eigentum ist erst durch dessen Verschuldung bewertbar und der nominale Wert wiederrum von der Bereitschaft der Gesamtgesellschaft zur Verschuldung abhängig.</p>
<p>Funktioniert alles dies nicht, so stagniert bzw sinkt die Verschuldung und damit unweigerlich auch die nominelle Bewertbarkeit breiter (Anlage)Vermögen. Kauft die Person mittels Ausweitung der Kreditlinie, so wird die Bewertbarkeit in Geld (Money of Account) aufrecht erhalten.  Die Nominalverbindlichkeiten sind mit nominell variabel haftendem Eigentum gesichert. Kauft niemand mittels Ausweitung der Kreditlinie, so sinkt die in Geld ausgedrückte, nominale Bewertung bzw. Preisfindung (Preise). Alles was zeitlich auf den heutigen Tag folgt sind - bei gleichbleibender Kreditlinie - sehr wohl Käufe im Sinne des bürgerlich rechtlichen Gesetzes, aber eben keine Käufe, welche im Stande wären, die bestehende Kreditlinie unserer Gesellschaft auszudehnen. </p>
<blockquote><p>Alleinig was mir auffaelt ist die umgekehrte Kausalitaet: waehrend<br />
beschleunigte Weitergabe existenter Schuldentilgungsmittel (=beschleunigtes<br />
Bezahlen) in der Folge zu mehr Kaufakten fuehren koennte (vermutlich auch<br />
wird), steht bei der Mengenausweitung zuerst die Steigerung der Kaufakte (=<br />
aktzeptierte Zahlungsversprechen), in deren Folge es dann zu einer<br />
Steigerung der umlauffaehigen Schuldentilgungsmittel kommt (indem naemlich<br />
einige dieser mit dem Kauf einhergehenden Zahlungsversprechen umlauffaehig<br />
gemacht werden).</p>
</blockquote><p>Die beschleunigte Weitergabe existenter Schuldentilgungsmittel ist ohne ein Aufschulden zeitlich begrenzt (siehe oben). </p>
<p>Es gibt keine umgekehrte Kausalität!</p>
<blockquote><p>Gruss,<br />
mp</p>
</blockquote><p>Liebe Grüße,</p>
<p>Ashitaka</p>
]]></content:encoded>
<link>https://archiv1.dasgelbeforum.net/index.php?id=243282</link>
<guid>https://archiv1.dasgelbeforum.net/index.php?id=243282</guid>
<pubDate>Tue, 13 Dec 2011 16:34:24 +0000</pubDate>
<dc:creator>Ashitaka</dc:creator>
</item>
<item>
<title>zu den Sachfragen komme ich in den nächsten Tagen (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<blockquote><blockquote><p>Aber wie gesagt, nur wenn Du magst und auch mal Respekt zeigst.</p>
</blockquote></blockquote><blockquote><p><br />
Für mich nicht nötig, aber Respekt habe ich sehr wohl vor dir, nur nicht<br />
von deinen Ansichten.</p>
</blockquote><p>Nun ja, so kann man es auch differenzieren, auch die Verwendung gewisser Icons<br />
muss man ja nicht persönlich nehmen...<br />
<a href="http://www.dasgelbeforum.de.org/forum_entry.php?id=242283">http://www.dasgelbeforum.de.org/forum_entry.php?id=242283</a></p>
<p>Dies könnte man aber ebenso, wie der ständige Sozialismus-Fan-Vorwurf an einen Unternehmer mit 3 Firmen, auch nicht als soooo sehr angemessen sehen. Wie kommst Du nur darauf, dass mein Traum die Vergesellschaftung der Produktionsmittel ist? </p>
<p>Gruß</p>
]]></content:encoded>
<link>https://archiv1.dasgelbeforum.net/index.php?id=243279</link>
<guid>https://archiv1.dasgelbeforum.net/index.php?id=243279</guid>
<pubDate>Tue, 13 Dec 2011 16:24:25 +0000</pubDate>
<dc:creator>Onkel Otto</dc:creator>
</item>
<item>
<title>hi MP, meine These ist (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<p>wirtschaftliches Gleichgewicht auf der &quot;Geldebene&quot; = </p>
<p>Pläne(Vorhaben) für Einnahmeüberschüsse = Pläne für Ausgabeüberschüsse</p>
<p>identisch</p>
<p>Pläne für Aufbau von Geldvermögen = Pläne für Abbau von Geldvermögen</p>
<p>Aufbau von Geldvermögen = Guthabenbildung, Kredittilgungen, </p>
<p>Abbau von Geldvermögen = Nachfrage auf Kredit   </p>
<p>Sind die Pläne zum Abbau von Geldvermögen kleiner als die Pläne zum Aufbau von Geldvermögen, investieren die Unternehmer zwangsweise in ihren Lagerbestand mit daraus ausgelöster DeDe, einbrechender Vorfinanzierung insbesondere bei den Investitionsgütern.</p>
<p>Nun kann man wohl die Pläne für den Geldvermögensabbau bei ausgereizter Privatverschuldung ständig auf die Geldsparpläne mit Staatsverschuldung anpassen oder es kommt die DeDe.</p>
<p>Ich sehe halt die Alternative, die Pläne für Geldvermögensaufbau an der einzig möglichen Stelle anzugehen, bei den PLÄNEN/Vorhaben für Guthabenbildung. Die Kredittilgungen sind ja aus den Vorperioden determiniert. </p>
<p>In meiner Gleichgewichtsformel ist es egal, ob man rechts was drauf packt, oder links was runter nimmt.</p>
<p>Die Alternative zum Schuldenwachstumszwang ist es deshalb, die Freude an Geldhaltung z.B. durch die Erwartung künftiger Ertragslosigkeit derselben zu begrenzen. Ob dies praktikabel ist, ist natürlich zweifelhaft, aber es hat eben n.m.E. kein Theorieproblem. </p>
<p>An der Übersetzung auf die hier etablierte Begriffswelt und einem Rechenbeispiel muss ich noch arbeiten. Antwort an die Anderen deshalb erst in ein paar Tagen. </p>
<p>Der PCM'sche &quot;Kauf&quot; Begriff ist mir tatsächlich eine Herausforderung....</p>
<p>lG, Jörg</p>
]]></content:encoded>
<link>https://archiv1.dasgelbeforum.net/index.php?id=243273</link>
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<pubDate>Tue, 13 Dec 2011 15:49:10 +0000</pubDate>
<dc:creator>Onkel Otto</dc:creator>
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