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<title>Das Gelbe Forum: Archiv 2007-2017 - Das wäre allerdings extrem hilfreich!</title>
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<description>Das Gelbe Forum: Archiv 2007-2017</description>
<language>de</language>
<item>
<title>Das wäre allerdings extrem hilfreich! (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<blockquote><blockquote><p>Ich denke, die Wahrheit ist in der Mitte. Ich kann mir vorstellen, dass<br />
aus verschiedenen Gründen die 1% Mindestreserve nicht ausreicht, aber</p>
</blockquote></blockquote><blockquote><p>im</p>
</blockquote><blockquote><blockquote><p>Durchschnitt vielleicht 20% oder 30% Refinanzierung ausreichen,</p>
</blockquote></blockquote><blockquote><p>abhängig</p>
</blockquote><blockquote><blockquote><p>auch von der Geschäftspolitik der Bank (Postbank vergibt ganz andere<br />
Kredite als Deutsche Bank).</p>
</blockquote></blockquote><blockquote><p><br />
Das will ich mir gerne mal ansehen. Dazu müssten wir die Sicht- bzw.<br />
Sparguthaben (Einlagen) bei den konsolidierten MFI-Bilanzen mit den<br />
geldpolitischen Instrumenten der europäischen und nationalen Zentralbanken<br />
vergleichen. Das lässt sich ja sauber aufbereiten, zumal alle Bilanzen<br />
zugänglich sind.  </p>
</blockquote><p><br />
Also, wenn Du Dir die Mühe machen magst, wäre ich Dir sehr zu Dank verpflichtet.</p>
<p>Gruß<br />
Naclador</p>
]]></content:encoded>
<link>https://archiv1.dasgelbeforum.net/index.php?id=285906</link>
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<pubDate>Mon, 27 May 2013 08:32:43 +0000</pubDate>
<dc:creator>Naclador</dc:creator>
</item>
<item>
<title>Geld, die Fünfte (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<p><em>&gt; Diesen die zeitliche Abfolge missachtenden Entwurf, ...</em></p>
<p>Was ist an dieser zeitlichen Abfolge denn falsch?</p>
<p>Der Staat muss <em>als erstes</em> (generell) festlegen, <strong>worin</strong> Steuern, Tribute, Abgaben zu leisten sind. <em>Danach</em> kann er das <strong>Wieviel</strong> individuell &quot;zuteilen&quot;.</p>
<p>Nun gibt es zwei prinzipielle Möglichkeiten: entweder das Abgabengut existiert bereits bzw. kann <em>privat</em> erwirtschaftet werden (z.B. Getreide, Kakaobohnen, Gold) oder aber der Staat selbst (oder eine von ihm beauftragte Institution) ist die einzige Geld-Quelle.<br />
Letzteres ist die heutige Situation, und das bedeutet, dass <em>zunächst</em> der &quot;<strong>legal</strong> tender&quot; definiert sein muss, <em>bevor</em> er in Umlauf gebracht werden kann.<br />
Und da es den Privaten <em>verboten</em> ist, dieses Abgabengut selbst herzustellen, muss es natürlich einige Zeit vor dem ersten Steuertermin unter die Leute gelangen.<br />
Aus der Tatsache, dass jedes &quot;reine&quot; Geld erst durch darauf lautende Forderungen überhaupt einen Wert erhält, folgt zwingend, dass die Steuerfestlegung vor oder zeitnah zur ersten Geldemission zu erfolgen hat.</p>
<p><br />
<em>&gt; ... wieso reines Staatsgeld sich als wirtschaftlich stabil noch niemals durchzusetzen vermochte.</em></p>
<p>Weil es mit Konstruktionsfehlern behaftet war.<br />
Wie überhaupt die ganze Geschichte des Geldes eine Ansammlung von Versuchen und Irrtümern ist.</p>
<p>Der Staat prägt Metallstücke mit seinem Siegel als Eigentumszeichen (&quot;Gebt dem Kaiser, <em>was des Kaisers ist</em>.&quot;) - hat aber keine Handhabe, dieses Eigentum wieder vollständig einzusammeln. Also braucht er ständig neues Metall ...</p>
<p>Dann kommt jemand auf die geniale Idee, das Materialproblem mit Papier zu lösen - und übersieht, dass der Wert dieses Papiers in den darauf lautenden Forderungen besteht; dass folglich Staatsausgaben und Steuerfestlegungen ausgeglichen sein müssen ...</p>
<p>Ein anderer schlauer Kopf meint, die Druckerpresse dem Staat aus den Händen nehmen zu müssen, weil der zu leichtfertig damit umgehe - und handelt sich die gleichen Probleme ein wie der Kaiser. Obwohl nur aus Papier verschwindet auch ein Teil dieses Geldes unter Matratzen. Also braucht es ständig neuer Scheine ...</p>
]]></content:encoded>
<link>https://archiv1.dasgelbeforum.net/index.php?id=285852</link>
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<pubDate>Sun, 26 May 2013 09:43:00 +0000</pubDate>
<dc:creator>Leserzuschrift</dc:creator>
</item>
<item>
<title>Time again (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<p>Diesen die zeitliche Abfolge missachtenden Entwurf, der noch dazu auf der <a href="http://www.dasgelbeforum.de.org/forum_entry.php?id=103251">für jeden offensichtlichen Nacktheit des Kaisers</a> beruht, solltest du nochmals ernsthaft hinterfragen. Insbesondere darauf, wieso reines Staatsgeld sich als wirtschaftlich stabil noch niemals durchzusetzen vermochte.</p>
<p>Gruß!</p>
]]></content:encoded>
<link>https://archiv1.dasgelbeforum.net/index.php?id=285775</link>
<guid>https://archiv1.dasgelbeforum.net/index.php?id=285775</guid>
<pubDate>Fri, 24 May 2013 20:37:31 +0000</pubDate>
<dc:creator>tar</dc:creator>
</item>
<item>
<title>Das ließe sich aufbereiten (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<p>Hi Bernd,</p>
<blockquote><p>Bei einer Kreditvergabe wird durch Bilanzverlängerung Giralgeld geschöpft<br />
- es steht auf dem Kreditnehmergirokonto. Üblicherweise wird es nicht<br />
lange dauern, bis der Kreditnehmer das Geld zu Konten bei anderen Banken<br />
überweist. Eine Überweisung erfolgt in ZB Geld. Die Frage ist, ob das aus<br />
dem Kredit entstandene Giralgeld deshalb refinanziert werden muss. </p>
</blockquote><p>Wie in diesem Thread bereits diskutiert kommt es immer zu einem Bedarf von Zentralbankgeld, eben um die Besicherungsproblematik einer Guthaben-Zession zu lösen. Geschäftsbanken könnten andernfalls &quot;Falschgeld&quot; schaffen, was aber ganz klar nicht geht. Immer dann, wenn behauptet wird &quot;Geschäftsbanken schöpfen Geld aus dem Nichts!&quot;, hat der Behauptende das zweistufige Zentralbanksystem nicht im Ansatz verstanden. Weitere Diskussionen erübrigen sich dann. Da Giralgeld eben kein Geld (ZBG) ist, sondern nur ein Guthaben auf ein solches (giral -&gt; Sicht), müssen Überweisungen &quot;immer&quot; durch ZBG gedeckt sein. Dieser Bedarf ist immer gegeben, wenn auch durch Verrechnung der Bedarfs zum Tagesendzeitpunkt (Ende Banktag) ständig schwankt und somit kostenmindernd wirken kann. </p>
<blockquote><p>Eine extreme Haltung zu dieser Frage wird in dem Video eingenommen: nein,<br />
es muss nicht refinanziert werden. Denn der Abfluss von ZB-Geld für diesen<br />
Kredit wird statistisch durch gleichzeitig stattfindende ZB-Geld Zuflüsse<br />
von anderen Banken ausgeglichen (Saldierungseffekt).</p>
</blockquote><p>Das ist natürlich Blödsinn. Wer steuert das Bankengruppen übergreifend?!<br />
 </p>
<blockquote><p>Eine andere extreme Haltung ist: der Kredit muss natürlich vollständig<br />
refinanziert werden, denn die Überweisung muss in ZB-Geld ausgeführt<br />
werden. (Deine Haltung, Ashitaka?)  </p>
</blockquote><p>Nein, ich trenne zwischen dem grundsätzlichen &quot;Bedarf des Zentralbankgeldes&quot;, der jeder Zession eines &quot;Guthabens auf Zentralbankgeld&quot; (Giralgeld) anhaftet.<br />
 </p>
<blockquote><p>Ich denke, die Wahrheit ist in der Mitte. Ich kann mir vorstellen, dass<br />
aus verschiedenen Gründen die 1% Mindestreserve nicht ausreicht, aber im<br />
Durchschnitt vielleicht 20% oder 30% Refinanzierung ausreichen, abhängig<br />
auch von der Geschäftspolitik der Bank (Postbank vergibt ganz andere<br />
Kredite als Deutsche Bank).</p>
</blockquote><p>Das will ich mir gerne mal ansehen. Dazu müssten wir die Sicht- bzw. Sparguthaben (Einlagen) bei den konsolidierten MFI-Bilanzen mit den geldpolitischen Instrumenten der europäischen und nationalen Zentralbanken vergleichen. Das lässt sich ja sauber aufbereiten, zumal alle Bilanzen zugänglich sind.  <br />
 </p>
<blockquote><p>Nehmen wir für eine Bank an, dass sie im Durchschnitt 25% ihrer Kredite<br />
refinanzieren muss, d.h. der Rest braucht wegen eines Saldierungseffekts<br />
nicht refinanziert zu werden. Das heisst aber, dass die Zinseinnahmen sich<br />
aus Kreditzinsen minus 1/4 Refinanzierungszinsen ergeben. Mit anderen<br />
Worten: der Refinanzierungszinssatz spielt keine besonders große Rolle.</p>
</blockquote><p>Jein. Er spielt eine &quot;zentrale Rolle&quot;. Er löst dem systemimmanenten Impuls der Aufschuldung aus, eben dadurch, dass die Abgabe für Hinterlegungen nur durch zusätzliches ZBG realisiert werden kann. Nun behaupten ganz pfiffige Köpfe: &quot;Ja Moment, das ZBG was die ZB als Abgabe kassiert spuckt sie ja wieder an die Haushalte und als Kostenpositionen aus, so dass es nicht fehlt!&quot;</p>
<p>Das ist aber zu kurz gedacht, denn worauf es ankommt ist, dass es den einzelnen Bedürftigen niemals zum passenden Termin zur Verfügung steht, sondern dass die Zentralbankgeldbestände (Besicherungen) stark schwankend sind. Zudem muss man den Zeitablauf berücksichtigen (auch wenn man glaubt man tue dies unbewusst). Es gibt keine Möglichkeit alles Zentralbankgeld zum Zeitpunkt X zu erschaffen, welches an späteren Abgabenterminen X+n zur Auslösung der hinterlegten Titel dient. Dies deshalb, weil jeder Schaffung von ZBG eine zu leistende Abgabe in ZBG anhaftet. Lösen lässt sich dies Problem nur, solange man sich gedanklich auf den Effekt verlässt, dass man selbst das geschaffene ZBG anderer Teilnehmern für die Zahlung des Aufschlages nutzten kann. Da aber ALLE zu leisten haben, sind diese Effekte immer nur temporär und als Theorie wenig brauchbar. Auf das Gesamtsystem betrachtet funktioniert dies niemals. </p>
<p>Ausweg: Aufschulden und immer mehr Kredittel + Sicherheiten bieten. Danach entweder direkt durch Refinanzierungsgeschäfte mit den Zentralbanken oder indirekt über den Interbankenmarkt. </p>
<blockquote><p>So<br />
könnte zum Beispiel die Bank den Refinanzierern (z.B. Sparer) den gleichen<br />
Zinssatz bieten wie den Kreditnehmern und trotzdem 3/4 der Zinseinnahmen<br />
als Gewinn verbuchen. </p>
</blockquote><p>Klar, ohne die gewaltigen Differenzen der Vergangenheit wären die Kreditinstitute niemals so stark geworden, dass sie heute ganze Länder kaufen könnten. Die Frage bleibt nur welches Land wirft genügend Rendite ab, damit man es überhaupt noch kaufen sollte. Die weltweiten Negativrenditen werden das System noch auf den Kopf stellen</p>
<blockquote><p>Bernd Borchert</p>
</blockquote><p>Grüße dich,</p>
<p>Ashitaka</p>
]]></content:encoded>
<link>https://archiv1.dasgelbeforum.net/index.php?id=285754</link>
<guid>https://archiv1.dasgelbeforum.net/index.php?id=285754</guid>
<pubDate>Fri, 24 May 2013 16:45:40 +0000</pubDate>
<dc:creator>Ashitaka</dc:creator>
</item>
<item>
<title>Geld, die Vierte (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<p><em>&gt;&gt; Üblicherweise unterliegt der Staatshaushalt einem Jahresrhythmus. Man könnte also festlegen, dass die Steuern für 2013 nur mit Scheinen bezahlt werden können, die den Aufdruck &quot;2013&quot; tragen. Dieses Geld wird vom Finanzamt bis Ende Mai 2014 zum Nennwert angenommen, danach nur mit stetig wachsendem Abschlag (Verzugszinsen).<br />
Der Staat zahlt seinen Beamten, Angestellten und Pensionären spätestens im Dezember 2013 bereits mit &quot;2014&quot;-er Geld, so dass im Januar pünktlch die Steuern des nächsten Jahres beglichen werden können.</em></p>
<p><em>&gt; <strong>Woher</strong> stammt denn dieses 2014er-&quot;Geld&quot; vor der Steuerzahlung 2014 ...</em></p>
<p>Staht doch da: aus den Staatsausgaben Ende 2013.</p>
<p><br />
<em>&gt; Bei wem konkret verschuldet sich der Staat, um dieses 2014er-Geld zu erhalten</em></p>
<p>Bei niemandem. Er stellt es selbst her.</p>
<p>Es wird Zeit, den Geld-Kreislauf wieder vom Kopf auf die Füße zu stellen.</p>
<p><span class="underline">1. Schritt:</span> der Staat definiert, was <em>für ihn</em> &quot;gilt&quot;, d.h., <em>womit</em> man seine Steuern zu entrichten hat. Mit anderen Worten: <strong>Geld ist <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Legal_tender">Legal Tender</a></strong>.<br />
Auf den Dollar-Scheinen steht das sogar drauf (&quot;This note is legal tender for all debts&quot;) - bereits seit <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/United_States_Note#The_Legal_Tender_Acts">150 Jahren</a>! Das hat sich aber anscheinend noch nicht bis zu den Geld-&quot;Experten&quot; herumgesprochen ...</p>
<p><span class="underline">2. Schritt:</span> der Staat legt Steuern fest - und damit sind auf Geld lautende Forderungen in der Welt. Das Geld ist &quot;gedeckt&quot;.</p>
<p><span class="underline">3. Schritt:</span> der Staat bezahlt seine Angestellten und Zulieferer mit diesem Geld (virtuell oder auf physikalischen Trägern), und damit ist auch das Steuerzahlungsmittel <em>selbst</em> im Umlauf.<br />
Es mag in der Anfangsphase ein paar &quot;Reibungsverluste&quot; geben, weil die so Bezahlten noch nicht wissen, ob sie ihrerseits das Geld wieder los werden, aber spätestens wenn die ersten Steuertermine heranrücken, wird auch Nachfrage nach diesem Geld bestehen.</p>
<p><br />
Der Staat gibt genau so viel aus, wie er später wieder einsammelt; der Staatshaushalt ist automatisch ausgeglichen, die Inflation liegt bei Null.</p>
<p><br />
Zu den Details bei Interesse ein anderes Mal.</p>
]]></content:encoded>
<link>https://archiv1.dasgelbeforum.net/index.php?id=285699</link>
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<pubDate>Fri, 24 May 2013 09:47:44 +0000</pubDate>
<dc:creator>Leserzuschrift</dc:creator>
</item>
<item>
<title>Praxis (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>Grundsätzlich stimme ich dir zu, dass alle größere Banken im<br />
Durchschnitt tendenziell weniger relativen ZBG-Bedarf haben, was sich mMn<br />
jedoch für die einzelne kleine und große GB und für die jeweils einzelne<br />
Periode ganz anders darstellen kann.</p>
</blockquote><p>Schön, da sind wir uns schon mal einig.</p>
<blockquote><p>Sprich: für die einzelne GB lässt sich aus der o.g. Tendenz praktisch<br />
nichts ableiten.</p>
</blockquote><p>Natürlich nicht, es geht um das große Bild.<br />
 </p>
<blockquote><p>Es ist meiner Meinung nach auch ein völlig falscher Ansatz, sich an der<br />
mathematischen Optimierbarkeit der Refinanzierung zu versuchen, denn es<br />
geht ja gerade darum, dass GB auch im Krisenfall auf hinreichend<br />
wertstabile Deckungsmasse udn diesbzgl. Eigenkapital (zum Abfedern<br />
verfallender Deckungsmasse) zurückgreifen können, da gerade dann die<br />
Schwankungen der ZBG-Bedarfe heftig(er) ausschlagen.</p>
</blockquote><p>Und genau das ist aber nicht passiert, sonst hätte es ja keine Krise gegeben. Genau solche Optimierungsorgien mit auf die dritte Nachkommastelle durchoptimierten Eigenkapitalquoten haben das Finanzwesen doch zu der tickenden Zeitbombe gemacht, die 2008 (zum Teil) hochgegangen ist. </p>
<p>Insofern taugt dieses Schönwettermodell vielleicht doch, um etwas über die Krise zu lernen.<img src="images/smilies/zwinker.gif" alt="[[zwinker]]" /> </p>
<p>Gruß,<br />
Naclador</p>
<blockquote><p>Gruß!</p>
</blockquote>]]></content:encoded>
<link>https://archiv1.dasgelbeforum.net/index.php?id=285546</link>
<guid>https://archiv1.dasgelbeforum.net/index.php?id=285546</guid>
<pubDate>Thu, 23 May 2013 07:59:31 +0000</pubDate>
<dc:creator>Naclador</dc:creator>
</item>
<item>
<title>Praxis (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<p>Hallo,</p>
<blockquote><p>Der Witz ist ja, dass die Bank am Anfang vom Tag nicht wissen kann, ob ihr<br />
Saldo positiv oder negativ ist. Sie muss sich also (Erwartungswert +<br />
Puffer) an ZBG besorgen, um in jedem Fall flüssig zu bleiben.</p>
</blockquote><p>Da ist natürlich was dran, wobei sie mehrere Tage Vorlaufzeit für größere Abhebungen und bis zu 3 (bzw. 5 im Ausland) Tage Zeit für Überweisungen an Fremdinstitute haben. Diese gewähr(t)en sich auch gegenseitig Kredit, d.h. auch dort sollte nicht zwingend sofortiges ZBG notwendig (gewesen) sein.</p>
<p>Grundsätzlich stimme ich dir zu, dass alle größere Banken im Durchschnitt tendenziell weniger relativen ZBG-Bedarf haben, was sich mMn jedoch für die einzelne kleine und große GB und für die jeweils einzelne Periode ganz anders darstellen kann.</p>
<p>Sprich: für die einzelne GB lässt sich aus der o.g. Tendenz praktisch nichts ableiten.</p>
<p>Es ist meiner Meinung nach auch ein völlig falscher Ansatz, sich an der mathematischen Optimierbarkeit der Refinanzierung zu versuchen, denn es geht ja gerade darum, dass GB auch im Krisenfall auf hinreichend wertstabile Deckungsmasse udn diesbzgl. Eigenkapital (zum Abfedern verfallender Deckungsmasse) zurückgreifen können, da gerade dann die Schwankungen der ZBG-Bedarfe heftig(er) ausschlagen.</p>
<p>Gruß!</p>
]]></content:encoded>
<link>https://archiv1.dasgelbeforum.net/index.php?id=285543</link>
<guid>https://archiv1.dasgelbeforum.net/index.php?id=285543</guid>
<pubDate>Thu, 23 May 2013 07:47:26 +0000</pubDate>
<dc:creator>tar</dc:creator>
</item>
<item>
<title>Vielleicht hast Du Recht. (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<p>Hallo tar, ich bin's nochmal,</p>
<p>Du hast natürlich insofern Recht, als eine Bank ZBG-Überschüsse &quot;vom Vortag&quot; sich am nächsten Tag nicht von der ZB zu besorgen braucht und dadurch Refinanzierungskosten einspart. Die Implikationen für das Ergebnis sind mir jetzt nicht so ohne Weiteres klar, da muss ich erstmal drüber nachdenken. Danke für den Hinweis!</p>
<p>Gruß,<br />
Naclador</p>
]]></content:encoded>
<link>https://archiv1.dasgelbeforum.net/index.php?id=285539</link>
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<pubDate>Thu, 23 May 2013 07:38:49 +0000</pubDate>
<dc:creator>Naclador</dc:creator>
</item>
<item>
<title>Man weiß es anfangs ja nicht (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<p>Der Witz ist ja, dass die Bank am Anfang vom Tag nicht wissen kann, ob ihr Saldo positiv oder negativ ist. Sie muss sich also (Erwartungswert + Puffer) an ZBG besorgen, um in jedem Fall flüssig zu bleiben.</p>
]]></content:encoded>
<link>https://archiv1.dasgelbeforum.net/index.php?id=285531</link>
<guid>https://archiv1.dasgelbeforum.net/index.php?id=285531</guid>
<pubDate>Thu, 23 May 2013 05:51:50 +0000</pubDate>
<dc:creator>Naclador</dc:creator>
</item>
<item>
<title>Mathematische Optimierungsspielchen (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<p>Hallo,</p>
<blockquote><p>Es geht mir um den Bedarf an ZBG. Hast Du die Diskussion bis hier<br />
verfolgt? Es geht um die Saldierung des Zahlungsverkehrs bei der<br />
Überweisung von Sichtguthaben zwischen zwei oder mehr Banken. Luta und<br />
Liated haben in einem mathematischen Modell gezeigt, dass unter Annahme von<br />
zufälligen, voneinander unabhängigen Überweisungen der Erwartungswert<br />
der Saldenentwicklung einer Lognormalverteilung folgt.</p>
</blockquote><p>Das habe ich schon richtig verstanden. Mal davon abgesehen, dass dieses Modell natürlich nichts mit der Wirklichkeit zu tun hat.</p>
<blockquote><p>...<br />
EDIT: Der Saldo selbst kann natürlich positiv oder negativ sein. Aber<br />
durch positiven Saldo entsteht ja kein Bedarf an ZBG, daher reicht es, sich<br />
die negative Hälfte anzusehen.</p>
</blockquote><p>Eben damit wendest du dich von dem Umstand ab, dass Banken mit geringerer Bilanzsumme &quot;höher&quot; schwankende Relativ-<strong>Nicht</strong>bedarfe (nennen wir es doch präziser &quot;ZBG-Zuflüsse&quot;) haben können und damit noch &quot;effizienter saldieren&quot; können als die mit höherer Bilanzsumme, was deiner Aussage, dass &quot;Big Banks&quot; im zweistufigen Bankensystem bevorzugt würden, zuwiderläuft. <img src="images/smilies/zwinker.gif" alt="[[zwinker]]" /></p>
<p>Solcherart Pauschalaussagen führen zu immensen Fehlschlüssen, da es insb. im monetären Bereich um Einzelfallunterscheidungen geht, wo man gemeinhin Verallgemeinerungen vermutet.</p>
<p>Gruß!</p>
]]></content:encoded>
<link>https://archiv1.dasgelbeforum.net/index.php?id=285521</link>
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<pubDate>Wed, 22 May 2013 22:52:45 +0000</pubDate>
<dc:creator>tar</dc:creator>
</item>
<item>
<title>Mind-Fuck auch bitte @moneymind (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<p>Guten Abend,</p>
<p>denkt darüber mal bitte länger nach, statt mich sofort mit Antworten zu zerreißen. Das sind sehr tiefe Gedanken, die ich mir nicht aus Spass mache. Die Personen, von denen ich diese Gedanken erhielt, sie haben es bisher auch nur sehr schwer in nachvollziehbaren Systembeschreibungen erläutern können. Weder ist es mir bisher gelungen das Giralgeld tiefst verständlich als &quot;Guthaben&quot; vom Geld getrennt zu erklären, noch wird es mir sofort gelingen diesen Mind-Fuck vom Geld &quot;als solches&quot; zu erklären.  </p>
<blockquote><blockquote><p>Hi, </p>
</blockquote></blockquote><blockquote><blockquote><blockquote><p>Ich merke schon. Du gehst davon aus, dass ZBG, einmal draußen,</p>
</blockquote></blockquote></blockquote><blockquote><blockquote><p>draußen</p>
</blockquote></blockquote><blockquote><blockquote><blockquote><p>bleibt. </p>
</blockquote></blockquote></blockquote><blockquote><p><br />
Gehst Du im Umkehrschluss davon aus, dass alles ZBG, einmal draussen,<br />
immer zurueckkehrt?</p>
</blockquote><p>Ja. </p>
<p>Zentralbankgeld wird gebucht, notiert, bescheinigt oder geprägt. Aber wie erklärt man damit was das gebuchte, das notierte, das bescheinigte oder das geprägte <strong>eigen</strong>tlich ist?</p>
<p>Zentralbankgeld (Geld) als solches gibt es nicht. ZBG ist Notation einer Eigenschaft (Machtderivat -&gt; Recht aus dem inne haben des Papiers (Inhaberpapier)), ein Merkposten darüber, dass eben Titel hinterlegt wurden, aus denen abgeleitete Rechte erwachsen, die wir halten oder nicht halten können. Es entspricht dem Teil der Summe aller hinterlegten Titel, die aus den Inhaberpapieren (Banknoten) hervor gehen (völlig anonymisiert). Mit Geld lässt sich kein konkretes Recht ausüben. Es ist ein Recht, das ständig entsteht und vergeht (deren Notation zur ZB zurückwandert, sie nimmt es, Gläubigerbank und Schuldner erhalten ihre hinterlegten Titel zurück).</p>
<p>Wir, als damit handelnde Subjekte, sehen jedoch fälschlicherweise diese aus der Hinterlegung geschaffene, zweigeteilte Existenz eines Geldes, dass als solches existiert. Dabei bemerken wir nur sehr selten, dass wir uns diese Existenz aber nur aus der Funktion des ZBG ableiten können, also Funktionsanalysen (als Zahlungsmittel, als Wertmesser) stellvertretend für eine Erklärung des Geldes nutzen. </p>
<p>Das ist nicht richtig. Weg von der subjektiven Sicht, ist es aus systematischer Sichtweise ein und die selbe Medaille, weshalb es nur dem Teil einer Summe &quot;entspricht&quot;, eine Summe, die keinen Termin zu haben scheint, deren Teilsummen jedoch nur wegen des Termins existieren. Nur solange wie es ständig zurück geht und neu geschaffen wird, lassen sich Fristigkeiten &quot;dieser Inhaberrechte&quot; überhaupt denken.</p>
<p>Notationen entstehen, Notationen gehen zurück. Was draußen bleibt, sind nun diese Summen, keine Mengen (als solches) die umherwandern könnten.</p>
<p>Von diesem &quot;Mind-Fuck&quot; lassen wir uns immer wieder täuschen! Zumal wir glauben, Zentralbanken könnten etwas ankaufen, ohne dass es zuvor hätte verschuldet werden müssen. Sie kann schon deshalb nur begrenzt kaufen.</p>
<p>Herzlichst,</p>
<p>Ashitaka</p>
]]></content:encoded>
<link>https://archiv1.dasgelbeforum.net/index.php?id=285486</link>
<guid>https://archiv1.dasgelbeforum.net/index.php?id=285486</guid>
<pubDate>Wed, 22 May 2013 16:41:12 +0000</pubDate>
<dc:creator>Ashitaka</dc:creator>
</item>
<item>
<title>ok (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<p>Hi mp, <br />
 </p>
<blockquote><blockquote><blockquote><p>Ich merke schon. Du gehst davon aus, dass ZBG, einmal draußen,</p>
</blockquote></blockquote></blockquote><blockquote><blockquote><p>draußen</p>
</blockquote></blockquote><blockquote><blockquote><blockquote><p>bleibt. </p>
</blockquote></blockquote></blockquote><blockquote><p><br />
Gehst Du im Umkehrschluss davon aus, dass alles ZBG, einmal draussen,<br />
immer zurueckkehrt?</p>
</blockquote><p>Obiges war eine Antwort von Ashitaka auf die Leserzuschrift. Ashitaka scheint davon auszugehen, ich (wie gezeigt) nicht. <br />
 </p>
<blockquote><blockquote><p>Vielleicht &quot;läuft es auch noch umher&quot;.  </p>
</blockquote></blockquote><blockquote><p><br />
Bezeichnet - salopp und schwammig - die Tatsache, dass ZBG durch mehrere<br />
Haende laufen kann, wobei es jeweils bestehende Schulden bezahlt.</p>
</blockquote><p>War ebenfalls ein Kommentar aus der Leserzuschrift. </p>
<blockquote><p>Nota bene: Geld kauft nicht. Geld bezahlt. Das aber durchaus reihenweise.</p>
</blockquote><blockquote><blockquote><p>Beachte bitte, dass<br />
die</p>
</blockquote></blockquote><blockquote><blockquote><blockquote><p>hinterlegten Titel am Ende ihrer Laufzeit nur wieder gegen ZBG<br />
ausgehändigt werden. </p>
</blockquote></blockquote></blockquote><blockquote><p><br />
Ebenfalls bitte beachten, dass nicht alle Titel wieder ausgehaendigt<br />
werden muessen. Die Notenbank koennte auch mit der GB vereinbaren, bei<br />
Faelligkeit des Pensionsgeschaefts anstatt Zahlung durch ZBG den Titel<br />
endgueltig anzukaufen.</p>
</blockquote><p>Auch das kann sie, dann wird sie Gläubiger des Titels und trägt dessen Ausfallrisiko selbst, anstatt es an die Geschäftsbank zurückzureichen. Zum Fälligkeitstermin muß der Schuldner dann an sie zahlen (ZBG fließt an sie zurück). Titel und ZBG werden vernichtet.  <br />
 </p>
<blockquote><blockquote><p>Oder gegen Hinterlegung neuer Titel späterer Fälligkeit, dann &quot;bleibt<br />
ZBG draußen&quot;. </p>
</blockquote></blockquote><blockquote><p><br />
Eine weitere Moeglichkeit, Prolongation durch rollierende<br />
Pensionsgeschaefte.</p>
</blockquote><p>Das meinte ich. </p>
<blockquote><blockquote><p>&quot;Reinholen&quot; kann es die ZB auch jederzeit, indem sie Aktiva am offenen<br />
Markt verkauft (geldpolitische Operation). </p>
</blockquote></blockquote><blockquote><p><br />
Oder die Zinsen erhoeht. </p>
</blockquote><p>Ja, wobei Zinssatzänderungen aber ja m.E. v.a. Rentabilitätserwartungen beeinflussen sollen und nicht das Hauptinstrument einer schnellen Geldvernichtung / -Verknappung darstellen. </p>
<blockquote><p>Oder die Mindestreserve erhoeht.</p>
</blockquote><p>Inwiefern wird dadurch ZB-Geld vernichtet? <br />
 </p>
<blockquote><blockquote><p>Entscheidend ist, daß die ZB jederzeit wählen kann, ob sie (durch den<br />
Ankauf von Titeln späterer Fälligkeit oder Sachwerten) Geld schöpfen<br />
oder Geld vernichten will. Bietet der private Markt nicht mehr</p>
</blockquote></blockquote><blockquote><p>genügend</p>
</blockquote><blockquote><blockquote><p>später fällige Titel, um das gewählte Infla-Ziel zu erreichen, kann</p>
</blockquote></blockquote><blockquote><p>sie</p>
</blockquote><blockquote><blockquote><p>Sachwerte und/oder Staatstitel kaufen. Wird das Infla-Ziel nach oben</p>
</blockquote></blockquote><blockquote><p>hin</p>
</blockquote><blockquote><blockquote><p>überschritten, kann sie Aktiva verkaufen, wirksamer sind dann aber<br />
Steuererhöhungen durch den Staat.</p>
</blockquote></blockquote><blockquote><p><br />
In jedem Fall hat die Notenbank ein breites Instrumentarium, um allerhand<br />
geldpolitische Szenarien umzusetzen und ist dabei sicherlich in ihrer<br />
Handlungsfaehigkeit nicht eisern beschraenkt, dass alles ZBG 'wieder in die<br />
ZB zurueckmuesse'.</p>
</blockquote><p>Das war mein Punkt. Entscheidend ist, an welchen Zielkriterien sie ihre Entscheidungen über Geldschöpfung und -Vernichtung ausrichtet. </p>
<blockquote><p>Ganz ausser acht gelassen ist dabei jenes ZBG, das tatsaechlich voellig<br />
ohne Termin 'draussen' bleibt: Jenes naemlich, das</p>
<p>a. durch Private physisch vernichtet wird</p>
</blockquote><p>= <a href="http://www.dasgelbeforum.de.org/forum_entry.php?id=172964">Geschenk an die ZB</a>. </p>
<blockquote><p>b. aus dem Waehungsgebiet permanent exportiert wird (durch Private, als<br />
Basis einer Untergrundoekonomie im Ausland, oder durch staatliche Stellen,<br />
als Basis der eigenen Waehrung, siehe Waehrungspegs zb von Ex-Argentinien<br />
oder Bulgarien heute, soweit bar gehalten)</p>
</blockquote><p>Mh, daran hatte ich nicht gedacht. </p>
<p>Gruß<br />
moneymind</p>
]]></content:encoded>
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<pubDate>Wed, 22 May 2013 13:07:27 +0000</pubDate>
<dc:creator>moneymind</dc:creator>
</item>
<item>
<title>Zeitlicher Ablauf (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<p>Hallo,</p>
<blockquote><p>Üblicherweise unterliegt der Staatshaushalt einem Jahresrhythmus. Man<br />
könnte also festlegen, dass die Steuern für 2013 nur mit Scheinen bezahlt<br />
werden können, die den Aufdruck &quot;2013&quot; tragen. Dieses Geld wird vom<br />
Finanzamt bis Ende Mai 2014 zum Nennwert angenommen, danach nur mit stetig<br />
wachsendem Abschlag (Verzugszinsen).<br />
Der Staat zahlt seinen Beamten, Angestellten und Pensionären spätestens<br />
im Dezember 2013 bereits mit &quot;2014&quot;-er Geld, so dass im Januar pünktlch<br />
die Steuern des nächsten Jahres beglichen werden können.</p>
</blockquote><p>Die zeitliche Abfolge der Bezahlung und Abpressung scheint mir ein wenig durcheinandergeraten zu sein: <strong>Woher</strong> stammt denn dieses 2014er-&quot;Geld&quot; vor der Steuerzahlung 2014, wobei die Akzeptanz <em>zum Nennwert</em> auch bis Mai 2015 dauern kann?</p>
<p>Bei wem konkret verschuldet sich der Staat, um dieses 2014er-Geld zu erhalten und zu welcher Erkenntnis gelangt eben dieser Gläubiger nach Mai 2015, wenn ihm seine negativ verzinste Investition bewusst wird?</p>
<blockquote><p>Giroguthaben würden natürlich ein paar Bits mehr besitzen, um das Jahr<br />
zu speichern. Und die Banken würden dann die &quot;Fristtransformation&quot;, mit<br />
der Guthaben von einem Jahr auf das nächste &quot;gerettet&quot; werden, als<br />
zusätzlichen Service anbieten.</p>
</blockquote><p>Gruß!</p>
]]></content:encoded>
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<pubDate>Wed, 22 May 2013 12:44:58 +0000</pubDate>
<dc:creator>tar</dc:creator>
</item>
<item>
<title>Ich bin mir nicht sicher, ob ich Dich richtig verstehe. (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>Das erscheint mir insofern unlogisch, dass man im positiven wie im<br />
negativen neben dem <em>idealen statistischen Grenzfall</em> (whatever that<br />
means) liegen kann und demzufolge entweder einen höheren oder niedrigeren<br />
ZBG-Bedarf aufweist <img src="images/smilies/zwinker.gif" alt="[[zwinker]]" /></p>
<p>Es geht dir doch um ZBG-Zu- und Abgänge (Vergleich ähnlich Münzwurf)?</p>
<p>Gruß!</p>
</blockquote><p>Es geht mir um den Bedarf an ZBG. Hast Du die Diskussion bis hier verfolgt? Es geht um die Saldierung des Zahlungsverkehrs bei der Überweisung von Sichtguthaben zwischen zwei oder mehr Banken. Luta und Liated haben in einem mathematischen Modell gezeigt, dass unter Annahme von zufälligen, voneinander unabhängigen Überweisungen der Erwartungswert der Saldenentwicklung einer Lognormalverteilung folgt. Diese gibt damit sozusagen den theoretischen Mindestbedarf der GB an ZBG an. Das ist das, was ich als &quot;idealen statistischen Grenzfall&quot; bezeichnet habe. Die Lognormalverteilung gilt aber nur für unendlich viele Überweisungsvorgänge. Bei weniger schwanken die Salden in einem größeren Bereich (Abweichung also nur &quot;nach oben&quot;). Je größer eine Bank, um so näher kommt die Anzahl der täglichen Überweisungen dem Unendlichen, und um so effizienter kann saldiert werden, d.h. um so geringer ist der relative Bedarf der Bank an ZBG (relativ: im Verhältnis zur Bilanzsumme).</p>
<p>Gruß,<br />
Naclador</p>
<p>EDIT: Der Saldo selbst kann natürlich positiv oder negativ sein. Aber durch positiven Saldo entsteht ja kein Bedarf an ZBG, daher reicht es, sich die negative Hälfte anzusehen.</p>
]]></content:encoded>
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<pubDate>Wed, 22 May 2013 12:41:34 +0000</pubDate>
<dc:creator>Naclador</dc:creator>
</item>
<item>
<title>Geld, welches ohne Termin draussenbleibt (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>Hi, </p>
</blockquote><blockquote><blockquote><p>Ich merke schon. Du gehst davon aus, dass ZBG, einmal draußen,</p>
</blockquote></blockquote><blockquote><p>draußen</p>
</blockquote><blockquote><blockquote><p>bleibt. </p>
</blockquote></blockquote><p>Gehst Du im Umkehrschluss davon aus, dass alles ZBG, einmal draussen, immer zurueckkehrt?</p>
<blockquote><p>Vielleicht &quot;läuft es auch noch umher&quot;.  </p>
</blockquote><p>Bezeichnet - salopp und schwammig - die Tatsache, dass ZBG durch mehrere Haende laufen kann, wobei es jeweils bestehende Schulden bezahlt.</p>
<p>Nota bene: Geld kauft nicht. Geld bezahlt. Das aber durchaus reihenweise.</p>
<blockquote><p>Beachte bitte, dass<br />
die</p>
</blockquote><blockquote><blockquote><p>hinterlegten Titel am Ende ihrer Laufzeit nur wieder gegen ZBG<br />
ausgehändigt werden. </p>
</blockquote></blockquote><p>Ebenfalls bitte beachten, dass nicht alle Titel wieder ausgehaendigt werden muessen. Die Notenbank koennte auch mit der GB vereinbaren, bei Faelligkeit des Pensionsgeschaefts anstatt Zahlung durch ZBG den Titel endgueltig anzukaufen.</p>
<blockquote><p>Oder gegen Hinterlegung neuer Titel späterer Fälligkeit, dann &quot;bleibt<br />
ZBG draußen&quot;. </p>
</blockquote><p>Eine weitere Moeglichkeit, Prolongation durch rollierende Pensionsgeschaefte.</p>
<blockquote><p><br />
&quot;Reinholen&quot; kann es die ZB auch jederzeit, indem sie Aktiva am offenen<br />
Markt verkauft (geldpolitische Operation). </p>
</blockquote><p>Oder die Zinsen erhoeht. <br />
Oder die Mindestreserve erhoeht.</p>
<blockquote><p><br />
Entscheidend ist, daß die ZB jederzeit wählen kann, ob sie (durch den<br />
Ankauf von Titeln späterer Fälligkeit oder Sachwerten) Geld schöpfen<br />
oder Geld vernichten will. Bietet der private Markt nicht mehr genügend<br />
später fällige Titel, um das gewählte Infla-Ziel zu erreichen, kann sie<br />
Sachwerte und/oder Staatstitel kaufen. Wird das Infla-Ziel nach oben hin<br />
überschritten, kann sie Aktiva verkaufen, wirksamer sind dann aber<br />
Steuererhöhungen durch den Staat.</p>
</blockquote><p>In jedem Fall hat die Notenbank ein breites Instrumentarium, um allerhand geldpolitische Szenarien umzusetzen und ist dabei sicherlich in ihrer Handlungsfaehigkeit nicht eisern beschraenkt, dass alles ZBG 'wieder in die ZB zurueckmuesse'.</p>
<p>Ganz ausser acht gelassen ist dabei jenes ZBG, das tatsaechlich voellig ohne Termin 'draussen' bleibt: Jenes naemlich, das</p>
<p>a. durch Private physisch vernichtet wird<br />
b. aus dem Waehungsgebiet permanent exportiert wird (durch Private, als Basis einer Untergrundoekonomie im Ausland, oder durch staatliche Stellen, als Basis der eigenen Waehrung, siehe Waehrungspegs zb von Ex-Argentinien oder Bulgarien heute, soweit bar gehalten)</p>
<p>Gruss,<br />
mp</p>
]]></content:encoded>
<link>https://archiv1.dasgelbeforum.net/index.php?id=285467</link>
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<pubDate>Wed, 22 May 2013 12:20:22 +0000</pubDate>
<dc:creator>Miesespeter</dc:creator>
</item>
<item>
<title>idealer Grenzfall beim Münzwurf? (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<p>Hallo,</p>
<blockquote><p>große Banken liegen durch ihre zahlreichen täglichen<br />
Überweisungsvorgänge näher am idealen statistischen Grenzfall, können<br />
daher wesentlich effizienter saldieren als kleine Banken. Daher haben sie<br />
einen in Relation zur Bilanzsumme geringeren Bedarf an ZBG als kleine<br />
Provinzbanken. So stelle ich mir das zumindest vor.</p>
</blockquote><p>Das erscheint mir insofern unlogisch, dass man im positiven wie im negativen neben dem <em>idealen statistischen Grenzfall</em> (whatever that means) liegen kann und demzufolge entweder einen höheren oder niedrigeren ZBG-Bedarf aufweist <img src="images/smilies/zwinker.gif" alt="[[zwinker]]" /></p>
<p>Es geht dir doch um ZBG-Zu- und Abgänge (Vergleich ähnlich Münzwurf)?</p>
<p>Gruß!</p>
]]></content:encoded>
<link>https://archiv1.dasgelbeforum.net/index.php?id=285466</link>
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<pubDate>Wed, 22 May 2013 12:10:33 +0000</pubDate>
<dc:creator>tar</dc:creator>
</item>
<item>
<title>Geld, das draußenbleibt (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<p>Hi, </p>
<blockquote><p>Ich merke schon. Du gehst davon aus, dass ZBG, einmal draußen, draußen<br />
bleibt. Vielleicht &quot;läuft es auch noch umher&quot;.  Beachte bitte, dass die<br />
hinterlegten Titel am Ende ihrer Laufzeit nur wieder gegen ZBG<br />
ausgehändigt werden. </p>
</blockquote><p>Oder gegen Hinterlegung neuer Titel späterer Fälligkeit (&quot;Nachschuldner&quot;), dann &quot;bleibt ZBG draußen&quot;. </p>
<p>Geld, das durch Ankauf von Sachwerten wie Gold geschaffen wurde, bleibt &quot;draußen&quot;, bis die ZB sich entschließt, es durch den Verkauf des Sachwerts wieder &quot;reinzuholen&quot;. Auf einem Staatsschuldenbasierendes Geld bleibt draußen, bis der Staat sich entschließt, zu konsolidieren (was immer heißt, Geldvermögen von Privaten abzubauen). </p>
<p>&quot;Reinholen&quot; kann es die ZB auch jederzeit, indem sie Aktiva am offenen Markt verkauft (geldpolitische Operation). </p>
<p>Entscheidend ist, daß die ZB jederzeit wählen kann, ob sie (durch den Ankauf von Titeln späterer Fälligkeit oder Sachwerten) Geld schöpfen oder Geld vernichten will und dabei keinem Gewinnziel folgen muß, sondern gesamtwirtschaftliche Stabilitätsziele verfolgen kann. </p>
<p>Bietet der private Markt nicht mehr genügend später fällige Titel, um das gewählte Infla-Ziel zu erreichen, kann sie Sachwerte und/oder Staatstitel kaufen. Wird das Infla-Ziel nach oben hin überschritten, kann sie Aktiva verkaufen, wirksamer sind dann aber Steuererhöhungen durch den Staat.</p>
]]></content:encoded>
<link>https://archiv1.dasgelbeforum.net/index.php?id=285465</link>
<guid>https://archiv1.dasgelbeforum.net/index.php?id=285465</guid>
<pubDate>Wed, 22 May 2013 12:01:58 +0000</pubDate>
<dc:creator>moneymind</dc:creator>
</item>
<item>
<title>Gesetz der großen Zahlen (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<p>Hallo tar,</p>
<p>große Banken liegen durch ihre zahlreichen täglichen Überweisungsvorgänge näher am idealen statistischen Grenzfall, können daher wesentlich effizienter saldieren als kleine Banken. Daher haben sie einen in Relation zur Bilanzsumme geringeren Bedarf an ZBG als kleine Provinzbanken. So stelle ich mir das zumindest vor.</p>
<p>Gruß,<br />
Naclador</p>
]]></content:encoded>
<link>https://archiv1.dasgelbeforum.net/index.php?id=285463</link>
<guid>https://archiv1.dasgelbeforum.net/index.php?id=285463</guid>
<pubDate>Wed, 22 May 2013 11:56:46 +0000</pubDate>
<dc:creator>Naclador</dc:creator>
</item>
<item>
<title>dann ist das ein Hinweis auf mangelnde Erklärungsleistungen des Modells ... (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<p>... denn Liqui-Krisen (mit allen dazugehörigen Phänomenen, die Irving Fisher in der Weltwirtschaftskrise 1929ff. <a href="http://fraser.stlouisfed.org/docs/meltzer/fisdeb33.pdf">in 49 Punkten schön aufgelistet</a>, aber eben nicht erklärt hat) sind DAS entscheidende Explanandum in Geldwirtschaften, die eine Theorie der Geldwirtschaft schlüssig und widerspruchsfrei erklären können muß. </p>
<p>In other words, fällt die Theorie bei diesem Test durch, taugt sie nicht als allgemeine Theorie der Geldwirtschaft (aber nach der wird gesucht, weil sie als Anleitung bei der Gestaltung der Geldverfassung und dem Umgang mit solchen Krisen unverzichtbar ist). </p>
<p>Gruß<br />
moneymind</p>
]]></content:encoded>
<link>https://archiv1.dasgelbeforum.net/index.php?id=285461</link>
<guid>https://archiv1.dasgelbeforum.net/index.php?id=285461</guid>
<pubDate>Wed, 22 May 2013 11:31:20 +0000</pubDate>
<dc:creator>moneymind</dc:creator>
</item>
<item>
<title>sinnvolle Modellbildung (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<p>Hi, </p>
<blockquote><blockquote><blockquote><p>In einem komplett statistischen System mit sehr vielen Überweisungen</p>
</blockquote></blockquote></blockquote><blockquote><p>in</p>
</blockquote><blockquote><blockquote><blockquote><p>zufälliger Richtung sollten sich also sehr kleine Salden ergeben.</p>
</blockquote></blockquote></blockquote><blockquote><p>Null</p>
</blockquote><blockquote><blockquote><blockquote><p>werden sie nicht sein, sondern, wie in Liateds Modell, so eine<br />
&quot;Random-Walk-artige&quot; Verteilung aufweisen. In einem nicht rein<br />
statistischen Modell werden Netto-Kapitalflüsse von einer Bank zur</p>
</blockquote></blockquote></blockquote><blockquote><blockquote><p>anderen</p>
</blockquote></blockquote><blockquote><blockquote><blockquote><p>auftreten, so dass die eine Bank mit der Zeit eine Verbindlichkeiten<br />
gegenüber der ZB aufbaut, die andere Verbindlichkeiten abbaut. </p>
</blockquote></blockquote></blockquote><blockquote><blockquote><p><br />
Wie paßt dann ein Phänomen wie eine Bankenkrise (Liqui-Krise des<br />
Bankensystems) in dieses &quot;statistische&quot; Modell? </p>
</blockquote></blockquote><blockquote><p><br />
Gar nicht. Im rein statistischen Modell gibt es keine Liqui-Krise. Wir<br />
Naturwissenschaftler machen uns gern vereinfachte Modelle, auch wenn wir<br />
genau wissen, dass sie bestimmte Phänomene nicht erklären können.<br />
Trotzdem kann man am Modell etwas über das reale System lernen.</p>
</blockquote><p>Etwas schon, nur ist die Frage: was ist essentiell, was können wir weglassen? </p>
<p>Es geht hier nicht um naturwissenschaftliche Dinge, sondern darum, menschliches Handeln zu erklären. Dafür brauchen wir Modelle, die diese Perspektive - also die Wahrnehmungen, Erwartungen, Ziele, Befürchtungen usw. und das daraus folgende Tun der beteiligten Akteure - von vorneherein systematisch einbeziehen. </p>
<p>Der Zeitaspekt - also die Fälligkeitstermine der Kredite bzw. insgesamt die Fristenstruktur der laufenden Kredite im Zusammenhang mit aktuell fälligen und der aktuellen Geldsparneigung - ist dabei essentiell. In der Darstellung von Piratos fehlt dieser entscheidende Aspekt, was im Video &quot;Geld entsteht - Geld vergeht&quot; in der anschließenden Diskussion auch ein Banker kritisch anmerkt(ab ca. 1:16: &quot;es fehlt ein gewisser Zeitaspekt, es gibt eine weitere Achse dazu&quot;). Er thematisiert das nur in Bezug auf das Liquiditätsproblem der Banken, aber ich meine das generell. Der Zeitaspekt muß von Grund auf ins Modell eingebaut werden, und zwar sowohl in Bezug auf die Fristenstruktur der Kredite als auch in Bezug auf die subjektiven Erwartungsperspektiven der beteiligten Akteure (das war ein Kernpunkt, den Keynes zu recht betont hat). </p>
<p>In other words, ich sehe das statistische Modell als heuristisches tool, mit dessen Hilfe man Hypothesen formulieren kann. Erklären kann man die Zusammenhänge dann aber nur als Handlungszusammenhang von Akteuren mit Erwartungen, Plänen, Zielen usw. unter den Prämissen eines Kreditsystems samt zweistufigen Bankensystems etc. <br />
 <br />
Gruß<br />
moneymind</p>
]]></content:encoded>
<link>https://archiv1.dasgelbeforum.net/index.php?id=285458</link>
<guid>https://archiv1.dasgelbeforum.net/index.php?id=285458</guid>
<pubDate>Wed, 22 May 2013 11:23:56 +0000</pubDate>
<dc:creator>moneymind</dc:creator>
</item>
</channel>
</rss>
