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<title>Das Gelbe Forum: Archiv 2007-2017 - Fachmann für Schwachsinn?!</title>
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<description>Das Gelbe Forum: Archiv 2007-2017</description>
<language>de</language>
<item>
<title>Fachmann für Schwachsinn?! (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<p>Guten Tag,</p>
<blockquote><p>Die Rechtfertigungslehren, ob alte oder neue Götzen, sind mein eigentliches Element!<br />
Der Grund ist die Abscheu vor den Lehren dieser Prediger des Wahnsinns und des Todes.</p>
</blockquote><p>da du mit Bott, PCM und Arthur S. die Welt hinreichend durchdrungen hast und nach meinem Empfinden weniger von rein sportlich akademischen Interesse angetrieben bist <a href="http://www.dasgelbeforum.net/forum_entry.php?id=271719">(Theologie = Hirntraining)</a>, sondern vielmehr am Sturz der Zivilisation interessiert bist, kann ich es mir zwar kaum vorstellen, aber von mir aus bist du vor allem ein detailkenntnisreicher Fachmann für abscheulichen Schwachsinn und wahnsinnigen Unsinn wie Katechismus und Dogmenlehre. Nach deiner Ansicht sind wir Zivilisten ja auch von masochistischen Motiven beherrscht. Ich interessieren mich komischerweise trotzdem tendenziell eher für Dinge, von denen ich mir einbilde, dass sie mich irgendwie im positiven Sinne ansprechen.<br />
 <br />
Mit freundlichen Grüßen<br />
Schneider</p>
]]></content:encoded>
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<pubDate>Tue, 26 May 2015 08:41:00 +0000</pubDate>
<dc:creator>trosinette</dc:creator>
</item>
<item>
<title>Deine Kommune ist eine einfach kleine staatliche Organisation (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<p>Ich hatte eine lange Antwort geschrieben, die im Forum untergegangen ist. </p>
<p>Kurzform:<br />
Deine Kommune unterscheidet sich nicht von irgend einem beliebigen Staat. Du hast einfach die naive Vorstellung, in der Kommune würden einerseits nur faire Entscheide getroffen (ohne Bereicherung einzelner oder von Gruppen) und dass auftragsnehmende Firmen keinen Scheiss versuchen würden. </p>
<p>Meiner Ansicht nach treffen diese Hoffnungen in der Realität nicht zu. Unsere Welt, unsere Gesellschaften sind bereits so organisiert. Der teilweise vorhandene Missbraucht zeigt, dass hier immer mit Systemfehlern zu rechnen ist.</p>
<p>Die einzige Take-home-message könnte sein, dass kleinere Strukturen besser seien. Aber die kleineren werden von den grösseren gefressen. Egal, wie gut die grundsätzlich sein würden - sie können nicht längere Zeit existieren, wegen der Gefrässigkeit der grösseren.</p>
<p>Und um auf die Wasserversorgung zurück zu kommen: Ohne die konkreten Kostenrechnung zu kennen (muss ich leider zugeben), kann ich mir nicht vorstellen, dass ein privates Unternehmen hier in der Schweiz Wasser zu diesem Preis in dieser Qualität mit dieser Verfügbarkeit anbieten könnte. Das Gleiche gilt schlussendlich für fast alle Infrastrukturprojekte, bei denen Konkurrenz faktisch ausgeschlossen ist.</p>
]]></content:encoded>
<link>https://archiv1.dasgelbeforum.net/index.php?id=355319</link>
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<pubDate>Sun, 24 May 2015 18:37:23 +0000</pubDate>
<dc:creator>Fussgänger</dc:creator>
</item>
<item>
<title>Über genossenschaftliche Organisation (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<p><em>&gt; Die Genossenschaft &quot;Deutschland&quot; ist schlussendlich das gleiche, wie der Staat Deutschland (oder jeweils Schweiz - ich bin Schweizer).</em></p>
<p>Nein. Das ist geradezu diametral entgegengesetzt. In einer Genossenschaft wäre die Verwaltung/Regierung den Bürgern untergeordnet, beim Staat ist es umgekehrt.</p>
<p>In einer Genossenschaft &quot;Deutschland&quot; käme beispielsweise die Diskussion um Auslandseinsätze der Bundeswehr gar nicht erst auf, weil - sofern man Umfragen Glauben schenken darf - die Mehrheit der Eigentümer dagegen wäre.</p>
<p><br />
<em>&gt; Du meinst also, wenn du Anteilseigner einer Unternehmung seist, hättest du was zu sagen?</em></p>
<p>&quot;Ich&quot; vielleicht nicht, aber &quot;wir&quot; schon.<br />
Außerdem käme es darauf an, wie die Satzung gestaltet ist. Falls (manche) Beschlüsse einstimmig zu fassen wären, dann hätte jeder Einzelne etwas zu sagen.</p>
<blockquote><blockquote><p>Wann hat der Bürgermeister Deiner Gemeinde das letzte Mal zu einer Einwohnerversammlung geladen, um beispielsweise über die Erhöhung der Müllgebühren abstimmen zu lassen?</p>
</blockquote></blockquote><p>
<em>&gt; Ich werde vier Mal pro Jahr zu irgend welchen Fahrradständerproblemen befragt.</em></p>
<p>Eben: unverbindlich &quot;befragt&quot; - zu unwichtigen Randthemen.</p>
<blockquote><blockquote><p>Könnt ihr eurer Gemeindeleitung jederzeit das Vertrauen entziehen, wenn sich herausstellt, das sie mit den ihr anvertrauten Geldern &quot;unsachgemäß&quot; umgeht?</p>
</blockquote></blockquote><p>
<em>&gt; &quot;Jederzeit&quot; nicht, kann ich bei den Unternehmen, bei denen ich via Aktionariat &quot;Miteigentümer&quot; bin, aber auch nicht.</em></p>
<p>Doch. Falls sich eine Mehrheit der Eigentümer einig ist, geht das ganz fix.</p>
<blockquote><blockquote><blockquote><blockquote><p>Das Straßennetz als genossenschaftliches Eigentum der KFZ-Halter,</p>
</blockquote></blockquote></blockquote></blockquote><p>
<em>&gt;&gt;&gt; Jetzt ist es halt das &quot;genossenschaftliche&quot; &quot;Eigentum&quot; der Steuerzahler, zusätzlich alimentiert durch die KFZ-Halter (KFZ- und Treibstoffsteuer). Da ändert sich schon wieder nichts.</em></p>
<blockquote><blockquote><p>Doch. Dann könnten die Mitgliedsbeiträge nicht einfach für etwas anderes ausgegeben werden.</p>
</blockquote></blockquote><p>
<em>&gt; Doch. Und sei es nur für Spesen, ähnliche Aufwände und sogar für Boni.</em></p>
<p>Spesen und Boni gehören zu den Geschäftskosten.<br />
Was ich meinte ist, dass die KFZ-Halter möglicherweise nicht bereit wären, beispielsweise den &quot;öffentlichen&quot; Nahverkehr zu subventionieren oder den lokalen Fußballclub mit durchzufüttern.</p>
<blockquote><blockquote><p>Die KFZ- und Treibstoffsteuer wurden ja einmal <strong>zweckgebunden</strong> erhoben, um das Straßennetz zu finanzieren. Dann verschwanden diese Einnahmen im großen Topf, und jetzt wird Maut eingeführt --- um das Straßennetz zu finanzieren.</p>
</blockquote></blockquote><p>
<em>&gt; Auch ein privatrechtlich geführtes Unternehmen, das öffentliche Dienstleistungen erbringt, kann zusätzliches Geld benötigen.</em></p>
<p>Klar. Dann müsste die Verwaltung die Eigentümer um eine Entscheidung bitten, wie dieser zusätzliche Bedarf zu finanzieren sei; ob diese eine Erhöhung der Beiträge (&quot;Steuern&quot;) akzeptieren oder woanders den Rotstift ansetzen wollen.</p>
<p><br />
<em>&gt; Das kommt dann entweder direkt von den Steuerzahlern ...</em></p>
<p>Falls diese zustimmen.</p>
<p><em>&gt; ... oder von &quot;kreativ&quot; erfundenen Posten (z.B. Maut).</em></p>
<p>Möglich. Das würden dann aber die Eigentümer, also die NUTZER des Straßennetzes entscheiden und nicht ein kleines Grüppchen &quot;Erleuchteter&quot;.</p>
<p><br />
<em>&gt; Privatwirtschaftliche Unternehmen werden merken, dass es bedeutend mehr Spass macht, Gewinn zu erwirtschaften; sei es für die (Mehrheits-)Eigentümer oder für die Chef-Angestellten (als Bonus).</em></p>
<p>Ja. Aber in einer &quot;sauberen&quot; Wettbewerbssituation schrumpfen die Gewinne wie Schnee in der Sommersonne.<br />
Da findet sich dann immer mal wieder jemand, der mit einer geringeren Gewinnspanne zufrieden ist, und schon purzeln die Preise. (Stichwort: <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Fielmann#Geschichte">Fielmann</a>)</p>
<blockquote><blockquote><p>Das Schienennetz wird kostendeckend betrieben, ...</p>
</blockquote></blockquote><p>
<em>&gt; Kostendeckend könnte und tut dies normalerweise eine staatliche Organisation. Privatrechtliche Unternehmen tendieren _gewinnbringend_ zu betreiben.</em></p>
<p>Wenn ein Unternehmen ausschließlich Leistungen für seine Eigentümer erbringt und den Gewinn am Jahresende an eben diese Eigentümer ausschüttet, dann ist das de facto ein kostendeckender Betrieb.</p>
<p>Und falls die Eigentümer dann auch noch aus purem Egoismus darauf achten, dass die Kosten nicht aus dem Ruder laufen, dann ergibt sich quasi von allein ein volkswirtschaftliches Optimum.</p>
<blockquote><blockquote><p>... und jede Bahngesellschaft steht in Konkurrenz mit anderen.</p>
</blockquote></blockquote><p>
<em>&gt; Die Bahngesellschaften betreiben das Schienennetz gar nicht.</em></p>
<p>Sie wären Eigentümer/Mitglieder der <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Genossenschaft">Genossenschaft</a>, die sich um Ausbau und Erhalt des Streckennetzes kümmert.</p>
<p><br />
<em>&gt; Und wenn sie's täten, könnten sie damit nicht vernünftig in Konkurrenz zu anderen sein. Oder glaubst du ernsthaft, es könnten zwei weitgehend unabhängige Schienennetze in einem Land existieren _und_ wirtschaftlich günstig sein?</em></p>
<p>Es gäbe <span class="underline">ein</span> Schienennetz und beliebig viele Bahn-Transportunternehmen, denen dieses Schienennetz gemeinsam gehören würde.</p>
<blockquote><blockquote><p>Wenn sie an der falschen Stelle &quot;spart&quot;, geht sie pleite und wird von einer anderen ersetzt, die rechnen kann.</p>
</blockquote></blockquote><p>
<em>&gt; Wenn die das Schienennetz betreibende Firma Pleite geht, muss erstmal der Steuerzahler, in Form deines gehassten Staates einspringen.</em></p>
<p>Nein. Dann sind erstmal die Eigentümer an der Reihe. Stichwort: <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Nachschusspflicht">Nachschusspflicht</a><br />
Und weil die Bahngesellschaften das wissen, werden sie sich aus eigenem Interesse darum kümmern, dass die das Schienennetz betreibende Firma nicht von Unfähigen oder Gaunern geleitet wird.</p>
<p><br />
<em>&gt; Und weil die private Firma knallhart rechnen muss und überall versucht, Kosten zu sparen, wird sie an Reinvestitionen sparen wollen. Und dann wegen eines unvorhergesehenen und nicht versicherten Problems doch Pleite gehen.</em></p>
<p>Welches Interesse könnten die Bahngesellschaften daran haben, das Verkehrsnetz vergammeln zu lassen, von dem ihre Dienstleistung fundamental abhängt?</p>
<p>Ist es nicht kurios, dass die Eroberung des &quot;Wilden Westens&quot; entlang von - privat finanzierten - Bahntrassen erfolgte? Befestigte Straßen und Autobahnen kamen viel später.</p>
<p>Nur nebenbei zu den Kosten:<br />
<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Feste_Fahrbahn">Wikipedia</a>: &quot;1995 gab die Bahn die Erstellungskosten pro Kilometer Schotterfahrbahn mit durchschnittlich 850.000 DM an, bei der Festen Fahrbahn 970.000 DM je Kilometer.&quot;<br />
<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Schnellfahrstrecke#Kosten">Wikipedia</a>: &quot;Die Baukosten je Kilometer Hochgeschwindigkeitsstrecke liegen nach Angaben des Internationalen Eisenbahnverbandes in Europa zwischen 12 und 30 Millionen Euro.&quot;<br />
<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Autobahn#Baukosten">Wikipedia</a>: &quot;Entsprechend einer Beispielrechnung können sich in Deutschland durchschnittliche Kosten von 26,8 Millionen Euro pro Autobahnkilometer ergeben&quot;.</p>
<blockquote><blockquote><p>Warum sollte das, was auf der Straße bei Überlandbussen oder Speditionen funktioniert, nicht auch auf der Schiene gehen?</p>
</blockquote></blockquote><p>
<em>&gt; Ich kenne kein Land, bei dem die Strassen privat betrieben werden</em></p>
<p>Das bezog sich auf die Trennung von Netz und Transport.<br />
Es gibt (Gott sei Dank) keine &quot;Bundes-Spedition&quot;, der die Autobahnen gehören.</p>
<blockquote><blockquote><p>Wenn Du (Mit-)Eigentümer der Gemeinde wärst, dann könnte die Verwaltung nicht einfach nach Gutsherrenart entscheiden, wieviel Geld Du zu zahlen hast und wofür es ausgegeben wird.</p>
</blockquote></blockquote><p>
<em>&gt; Ungefähr so, wie die Bank, bei der ich Aktionär bin, nicht einfach die Gebühren ändern kann.</em></p>
<p>Wenn alle Bankkunden gleichberechtigte und alleinige Aktionäre wären und ihre Stimmrechte auch wahrnähmen, dann wären möglicherweise nicht nur die Gebühren niedriger, sondern auch die Gehälter der Ackermänner...</p>
<p><br />
<em>&gt;&gt;&gt; Was machen eigentlich die Genossenschafter (Miteigentümer), wenn sie wegziehen ...?</em></p>
<blockquote><blockquote><p>Die Mitgliedschaft ist ortsgebunden.</p>
</blockquote></blockquote><p>
<em>&gt; Ich bin also nicht Eigentümer im rechtlichen Sinne.</em></p>
<p>Doch. Aber wenn Du Dein Grundstück verkaufst, dann wirst Du sicherlich auch die Mitgliedschaft an den Käufer übertragen.<br />
Es wäre doch seltsam, Mitgliedsbeiträge (Grundgebühren) weiter zu zahlen, ohne einen Nutzen davon zu haben.</p>
<p><br />
<em>&gt; Es handelt sich damit um eine Zwangsmitgliedschaft, wie heute bei der Gemeinde und dem Staat.</em></p>
<p>Nein. Niemand hindert Dich daran, Selbstversorger zu sein.<br />
Möglicherweise ist es allerdings billiger, Strom und Wasser von der Genossenschaft zu beziehen als ein Windrad aufzustellen und einen Tiefbrunnen zu graben.</p>
<p><br />
<em>&gt;&gt;&gt; Warum soll nicht eine reine Aktiengesellschaft diese Geschäfte führen, vielleicht auch eine grössere Firma die Wasserversorgung anbieten, z.B. NestlÃ© oder Monsanto?</em></p>
<blockquote><blockquote><p>Wenn die Einwohner ihr den Auftrag geben und dann mit den Konsequenzen leben, warum nicht?</p>
</blockquote></blockquote><p>
<em>&gt; Weil es Mist ist.</em></p>
<p>Wieso?<br />
Solange Dich niemand zwingt, dieses Wasser abzunehmen, regelt sich das doch von alleine.</p>
<p><br />
<em>&gt; Es sollte gar nicht zur Disposition stehen, dass man sich in einer selbstverschuldeten oder von aussen konstruierten Notlage an solche Konzerne verkaufen kann.</em></p>
<p>Verstehe ich nicht. Welche Notlage?</p>
<blockquote><blockquote><p>&quot;Staat&quot; ist für mich ein Synonym für organisierte Verantwortungslosigkeit.</p>
</blockquote></blockquote><p>
<em>&gt; Du bist also ein Ideologe.</em></p>
<p>Wieso?<br />
Laut Wikipedia ist eine <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Ideologie">Ideologie</a> &quot;... eine Weltanschauung, die einen hohen Anspruch auf Wahrheit erhebt und die für abweichende Lehrmeinungen kaum noch offen ist.&quot;</p>
<p>Was hat meine praktische Erfahrung bezüglich staatlicher Misswirtschaft mit irgendwelchen &quot;Lehrmeinungen&quot; zu tun?</p>
<blockquote><blockquote><p>Die Grundinfrastruktur gehört in die Hand der Einwohner, also Volks<strong>eigentum</strong> im wahren Sinne.</p>
</blockquote></blockquote><p>
<em>&gt; Also der Menge aller Bürger - sowohl auf kommunaler bis hin zu nationaler Ebene: den unterschiedlichen Organen des Staates.</em></p>
<p>Warum klammerst Du Dich nur so an den Staat?<br />
Schau sie Dir doch an, die bleichen Gestalten: Konkursverschleppung, wohin das Auge blickt. Lenin träumte vom <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Staat_und_Revolution">Absterben des Staates</a>. Das haben wir doch inzwischen fast erreicht - ganz ohne Revolution. Stelle die künstliche Beatmung durch die Zentralbanken ab, und die Kadaver fallen zusammen wie halbgare Windbeutel...</p>
]]></content:encoded>
<link>https://archiv1.dasgelbeforum.net/index.php?id=355264</link>
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<pubDate>Sat, 23 May 2015 12:38:05 +0000</pubDate>
<dc:creator>Leserzuschrift</dc:creator>
</item>
<item>
<title>Weil das nach Regeln ablaufen soll und überparteilich - und der Zustand zuvor war verlustreich (ed) (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<p>Hallo Phil,</p>
<p>der Zustand zuvor war der der Fehde. Die Rechts- und Machtmechanismen waren nicht immer so vorhanden, dass es überhaupt durchsetzbar war.</p>
<p>Siehe: <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Fehde">http://de.wikipedia.org/wiki/Fehde</a></p>
<p>Wie das ausfiel, kannst Du u. a. bei Fontane, Wanderungen durch die Mark..., Fünf Schlösser, Die Quitzows nachlesen. Da wurde wüst getötet, Vieh wegetrieben, Städter vertrieben und die Städte geschliffen usw. Ständig und lange. Fazit: Unglaubliche, riesige Schäden für alle. </p>
<p>Also ist allen alten Rechtsbüchern zu entnehmen, wie offenbar von allen Seiten Bemühungen kamen, also von allen gewünscht wurde, dass das aufhört (Warloards lassen grüßen). Dass der sogenannte gedeihliche Frieden gewahrt würde usw. </p>
<p>Der Landfriede wurde ein Interesse vieler. </p>
<p><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Landfrieden">http://de.wikipedia.org/wiki/Landfrieden</a></p>
<p>Siehe aber auch: <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/K%C3%B6nigsfrieden_(Rechtsgeschichte)">http://de.wikipedia.org/wiki/K%C3%B6nigsfrieden_(Rechtsgeschichte)</a> und den Beginn der deutschen Reichtstage und des: <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Ewiger_Landfriede">http://de.wikipedia.org/wiki/Ewiger_Landfriede</a></p>
<p>Die Kaiser und Könige hatten ja oftmals lediglich  die Mittel ihren Hof halbwegs zu verteidigen, geschweige denn das Land. Die dafür notwendigen Institutionen fehlten fast vollständig (siehe später niedere und hohe Gerichtsbarkeit). </p>
<p>Vielmehr musst man sich in Allianzen und Bündnissen vereibaren, und schuff so Schutz und Schirm. </p>
<p>Siehe die sogenannte kleine und große Reiterei (und die Reichsexkutionen, bis in die Vierziger normal: Preußenschlag usw.) - und man stelle sich das praktisch vor. Wer ein paar Mann auf Pferden hatte... Unter Rüstung und Waffen, der konnte...** (auch wenn er nicht durfte, nicht wahr @Elli<img src="images/smilies/zwinker.gif" alt="[[zwinker]]" />  - wirksam handelt ist auch der Unberechtigte)</p>
<p>Auch die Kirchen diente da als besondere Komponenten, da sie nicht nur an Kriegsführung beteiligt war, sondern u. a. Regeln für die Fehde durchsetzen konnte: So z. B. keine Fehdehandlungen von Do - So. Keine Angriffe auf bestimmte Leute, wie Boten (noch Jahrhunderte später waren Postboten im Kriege tabu für alle), alte, Schanger usw. oder auf den Weg zu Kirche oder Gericht usw. Man kann sich durchaus wildgewordene Familien und Ansiedlungen vorstellen, und die Schäden waren gewaltig.</p>
<p>Also weg mit der wilden und irrationalen Selbsthilfe, wie das rechtlich heißt und die es heute rudimentär noch gibt: <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Selbsthilfe_(Recht)">http://de.wikipedia.org/wiki/Selbsthilfe_(Recht)</a></p>
<p>Das liest sich nicht nur wie wilder Westen, das Problem ist identsich mit den Frontiers usw. </p>
<p>Das Gewaltmonopol sollte vieles schaffen: Landfriede, Berechenbarkeit, Anerkennen von Entscheidungen (man denke an Schiedsrichter und deren Bedeutung im Spiel), Erwartungssicherheit, Schutz der Wirtschaft, im besonderen auch Wege usw., Schutz der Nachkommenschaft, der Steuereinnahmen, des Landesschutzes (aka Landwehr bzw. Verteidigungsfähigkeit), Überparteilichkeit, Nachvollziehbarkeit usw. </p>
<p>Man denken an die Justizgrundsätze, nach denen heute Geheimprozesse usw. verboten sind. </p>
<p>Das Gewaltmonopol ist natürlich auch ein Machtmittel des Machthabers, der es sozusagen ziemlich direkt in der Hand hatte.</p>
<p>Zuallerletzt sei noch darauf verwiesen, dass die Komplexität der Gesellschaft zunahm. Befriedung war auch notwendig für Ferngeschäfte.</p>
<p>Es spricht für sich, dass sich heute kaum noch erklärt, wozu das Gewaltmonopol gut ist. </p>
<p>Eine Abkehr davon will sehr, sehr, sehr gut überlegt sein. Es gibt da ganz böse Geschichten, u. a. aus dem vorrechtlichen Bereich. </p>
<p>Heute ist es in Grenzen erlaubt, selbst entsprechend zu handeln. Dies ist jeweils genau definiert, in BGB (u. a. <a href="http://dejure.org/gesetze/BGB/229.html">http://dejure.org/gesetze/BGB/229.html</a> ) und StGB, wie Nothilfe, Notstand, Notwehr.</p>
<p>Wie weit reicht das Recht? Juristen-Bonmot: Soweit, wie ein Gerichtsvollzieher kommt. </p>
<p>Aber: Das ist eben auch wichtig, wenn man (Nach-) Schuldner haben will. Denn die muss man wirksam binden und gegen diese wirksam vollstrecken können, sonst ist's Asche.</p>
<p>Hoffe, Dir bei der Beantwortung Deiner Frage behilflich gewesen sein zu können.*</p>
<p>Viele freundliche Grüße </p>
<p>azur</p>
<p><br />
PS: @paranoia: und auch schon hier: Gefahrübergang: <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Geschichte_der_Post#Entwicklung_des_Portowesens">http://de.wikipedia.org/wiki/Geschichte_der_Post#Entwicklung_des_Portowesens</a></p>
<p>Die Postillone hatten ja Hörner, die sie u. a. auch vor Angriffen schützten. Das wurde meist akzeptiert. </p>
<p>(und wieder war der Beginn banal: <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Posthorn#Geschichte">http://de.wikipedia.org/wiki/Posthorn#Geschichte</a> )</p>
<p>Und das nur zur Abrundung: <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Postkrieg">http://de.wikipedia.org/wiki/Postkrieg</a></p>
<p>* nun stell Dir vor, es Dein Gegner hätte einen z. B. Libanesenclan aufzubieten. Nimmt Dir z. B. etwas weg oder schändet Familienangehörige oder verwüstet Dein Heim oder Dein Wirtschaft, und Du willst z. B. Bestrafung und Wiedergutmachung. Private als verantwortlich für alles - das könnte schwierig sein.</p>
<p>Schlussendlich: man schaue auch nach der Herkunft von Acht und Bann. Die Folge hieß ja auch die Rechts-, Testier- und Geschäftfähigkeit zu verlieren. Das konnte sehr hinderlich sein.</p>
<p>(&quot;Da seit 1220 Reichsacht und Kirchenbann Hand in Hand gingen, stammt daher die Formel In Acht und Bann.&quot; - siehe wiki Reichsacht - und will man es wirklich so?: <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Gerichtskampf">http://de.wikipedia.org/wiki/Gerichtskampf</a> )</p>
<p>** <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Bannerherr">http://de.wikipedia.org/wiki/Bannerherr</a><br />
&quot;Vorzug war ehedem so lange erblich bey der Familie des Panner-Herrn, als ihre Glücks-Umstände unverändert blieben, d. h. so lange sie die erforderliche Anzahl Ritter und Knechte, in Frankreich wenigstens 25, in Deutschland aber gemeiniglich zehen Helme oder Spieße wohlerzeugter Leute, gegen den Feind stellen und unterhalten konnte.&quot; Und das war eben nicht nur für die große Reiterei - sondern auch bei kleineren Übeln, wie Übergriffen von Durchziehenden (siehe auch Fontane, Wanderungen, Fünf Schlösser, wo ein Herr dabei stirbt).</p>
<p><br />
Bonus: &quot;Beilager</p>
<p>Der Begriff Beilager (in älteren Schriften Beylager) wurde regional unterschiedlich gebraucht, auch Bettleite und Bettsetzung sind überliefert. Im engeren Sinne bezeichnen jedoch alle den zeremoniellen Teil der Eheschließung, der seit dem Hochmittelalter bis etwa zum 19. Jahrhundert vor allem im deutschsprachigen Raum bezeugt ist. Das Beilager ist aber auch ein anderer Begriff für das Fest, das wir heute Hochzeit nennen. Zum Beilager als Fest gehörten nach der vorherigen Brautwerbung das rituelle Beilager, die Hochzeitsnacht mit Morgengabe für die Braut, der kirchliche Segen (später Trauung) und die Heimführung der Braut.</p>
<p>Beim rituellen Beilager wurden Braut und Bräutigam nacheinander in ein festlich hergerichtetes Ehebett geleitet. Regional unterschiedlich wurden sie zueinander ins Bett gesetzt oder gelegt. In jedem Fall wurde das Paar mit einer gemeinsamen Decke bedeckt (daher: â€žunter einer Decke steckenâ€œ als Ausdruck für zusammengehörig). <strong>Der Vorgang hatte Rechtskraft und brauchte deshalb Zeugen</strong>, die später die juristische Vollziehung der Ehe bezeugen sollten. Im ältesten überlieferten sächsischen Recht (Sachsenspiegel um 1220) heißt es: Er ist ihr Vormund und sie ist seine Genossin,<strong> und tritt in sein recht</strong> (Anm. azur: siehe niedere Gerichtsbarkeit, Patrimonialgewalt), wann si in sein Bett tritt. Ein ranghoher Zeuge oder Verwandter (zuweilen auch ein Jurist) erfragte die Zustimmung des Paares. Der gesamte Ritus gehörte zur <strong>Muntehe</strong>, die Vormundschaft über die Frau ging vom Vater auf den Ehemann über.&quot;</p>
<p><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Beilager">http://de.wikipedia.org/wiki/Beilager</a></p>
<p>Und zu: Gemeinde oder Genossenschaft? Siehe auch: <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Bauernstein">http://de.wikipedia.org/wiki/Bauernstein</a></p>
<p>Das bei Staat oder Genossenschaft Besprochene gab es ja nun alles irgendwie irgendwann schon mal. Und dann siehe die Geschichte z. B. Bremens, wie das weiterging: Stände, Reichtum und Vermögen durch Privilegien, entscheiden immer mehr allein - haben aber oft auch nicht nur andere Mittel, sondern anderen Überblick (oft mehr als sprichwörtlich).<br />
 <br />
Staatlich oder privat: Staatlich hat doch mehr Aspekte, als Eigentümerpositionen. Staatlich: da gibt es weit mehr Verfügungsgewalt - @Fussgänger liegt schon richtig.</p>
<p>(siehe auch: &quot;Erst König Magnus lagabÃ¦tir führte in seinem Landslov 1274 den Lagmann als Richter ein. Diese Stellung hatte er bis 11. August 1797.[5] Damit verdrängte sein Spruch im Lande in großem Umfang die Entscheidungsgewalt der Orts-Tinge.&quot;<br />
<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Lagmann_%28Norwegen%29">http://de.wikipedia.org/wiki/Lagmann_%28Norwegen%29</a> )</p>
]]></content:encoded>
<link>https://archiv1.dasgelbeforum.net/index.php?id=355251</link>
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<pubDate>Sat, 23 May 2015 00:45:56 +0000</pubDate>
<dc:creator>azur</dc:creator>
</item>
<item>
<title>Och ja (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<p>Ich steh' ja mehr auf den Stoner-Shit:</p>
<p><a href="http://www.youtube.com/watch?v=D5yYqHJfKGo">http://www.youtube.com/watch?v=D5yYqHJfKGo</a></p>
<p>Kann man alles mal machen. <img src="images/smilies/freude.gif" alt="[[freude]]" /></p>
]]></content:encoded>
<link>https://archiv1.dasgelbeforum.net/index.php?id=355243</link>
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<pubDate>Fri, 22 May 2015 21:02:35 +0000</pubDate>
<dc:creator>Rybezahl</dc:creator>
</item>
<item>
<title>Intellektuelle Konservative... da fällt mir Willy Wimmer ein. (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>Und die CSU war aus<br />
unverständlicher, purer Machtgier mittenmang dabei, anstatt sich zu<br />
verweigern. Der erste taktische Kardinalfehler. Ganz nebenbei: In den<br />
vergangenen zehn Jahren hatte dieser ideologische Kita-Müll genau eines<br />
nicht bewirkt: Die Hebung der Geburtenrate im Lande â€“ ganz im Gegenteil!<br />
A.D. 2007 machte die CSU dann Nägel mit Köpfen: Auf dem Parteitag wurde<br />
ein neues, ein â€žmodernesâ€œ Parteiprogramm verabschiedet. Ein einziger<br />
Rutsch nach links, verbunden mit dem Ars...tritt, den man damit den<br />
Wertkonservativen verpaßte. Und 2008 reagierten die prompt: Die CSU wurde<br />
von einer stabilen 2/3-Mehrheit im Landtag noch weit unter die absolute<br />
Mehrheit auf 41,Popels 'runtergeprügelt. Und als ob das noch nicht<br />
reichte, stieg die Wahlurnen-Abstinenz vieler vormaligen CSU-Wähler. Und<br />
als ob das auch das noch nicht reichte: Niemand, weder einer der<br />
Stoiber-Nachfolger, noch jemand aus Staatsfunk oder Lügenpresse,<br />
debattierte auch nur ansatzweise über die Gründe für das Debakel. So<br />
etwas hatte es noch niemals gegeben! 2013 ergatterte die CSU per Saldo zwar<br />
wieder die absolute Mehrheit, dies war aber lediglich einer äußerst<br />
glücklichen, arithmetischen Konstellation geschuldet: 47,7% für die CSU,<br />
jeweils knapp 5% für FDP und AFD, damit beide nicht im Landtag, sowie eine<br />
erneut gesunkene Wahlbeteiligung. <br />
So: Ich vermute innerhalb jener Verdunstungsmasse, welche der CSU da A.D.<br />
2008 von der Fahne gegangen war, mehr oder weniger den Großteil der<br />
intellektuellen Konservativen. Diese Gruppe summiert sich aus all jenen,<br />
die der CSU an der Urne die rote Karte gezeigt und irgendwo weiter rechts<br />
das Kreuzerl gesetzt hatten plus all jenen CSU-Wahlverweigerern, die gar<br />
nicht erst gewählt haben, abzüglich all jener, welche der CSU aufgrund<br />
unerträglich gewordener, nostalgischer Phantom-Schmerzen 2013 dann doch<br />
wieder ein bisserl Vertrauen geschenkt haben. In etwa, so im großen und<br />
ganzen. <br />
So. Jetzt habe ich auch ein bisserl Frust abgelassen. Ein Vergelt's Gott<br />
an Euch zwei beide, sowie an alle, die meinen Gedanken bis zum bitteren<br />
Ende gefolgt sind. <img src="images/smilies/smile.png" alt=":-)" /><br />
Carlos</p>
</blockquote><p>Ich antworte einfach mal auf den CSU-Abschnitt. Wie gesagt - die kamen mir schon immer komisch vor. In einem Podcast mit Tilo Jung hieß es mal, dass die CSU so erfolgreich sei, weil in dem Verein keiner einfach so mit der Presse sprechen darf. Die Leute müssen sich erst ca. zehn Jahre intern beweisen, dann wird beschlossen: Der Typ kannÂ´s Maul aufmachen. Auch außerhalb der Partei. Das soll angeblich vieles vom Erfolg erklären. Willy Wimmer hat mal gesagt, dass er schwarz für Deutschland sieht, wenn so Top-Juristen und Durchblicker wie Peter Gauweiler aus dem Bundestag rausfliegen. Vor kurzem war es soweit, wegen interner Parteiquerelen. Schätze, die CSU muss am &quot;Mia san Mia&quot; arbeiten. Querdenker willkommen - so nach dem Motto... Sonst ist der Markenkern weg...</p>
<p>Gruß, Bernadette</p>
]]></content:encoded>
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<pubDate>Fri, 22 May 2015 20:38:04 +0000</pubDate>
<dc:creator>Bernadette_Lauert</dc:creator>
</item>
<item>
<title>Deine Kommune ist eine weitgehende staatsähnliche oder -identische Organisation (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p><em>&gt; Auch eine Gemeinde könnte eine Genossenschaft sein.</em></p>
<p>Ja, wäre ich sehr dafür, den Staat durch Genossenschaften zu ersetzen.</p>
</blockquote><p>Da gibt's aber keinen grossen Unterschied. Die Genossenschaft &quot;Deutschland&quot; ist schlussendlich das gleiche, wie der Staat Deutschland (oder jeweils Schweiz - ich bin Schweizer).</p>
<blockquote><p><em>&gt; Ich sehe da keinen Unterschied, ob der Geschäftsführer nun von<br />
einer Gemeinde (verstaatlicht) oder von einer Genossenschaft, der<br />
schlussendlich alle, die Wasser wollen, angehören, Geld kriegt<br />
(privatisiert). Wenn sowieso alle Gemeindemitglieder auch Mitglieder der<br />
Genossenschaft sind, dann ist das das mehr oder weniger das gleiche.</em></p>
<p>Nein, da gibt es einen gewaltigen Unterschied. Bei der Genossenschaft sind<br />
die Einwohner <strong>Eigentümer</strong>, in einem staatlichen System<br />
<strong>Untertanen</strong>.</p>
</blockquote><p>Du meinst also, wenn du Anteilseigner einer Unternehmung seist, hättest du was zu sagen? Wenn du für 100'000 Euro Bankaktionen besitzt und auf der gleichen Bank 100'000 Euro Einlagen hast (zusätzlich), hast du dann dort irgend 'was zu bestimmen?</p>
<blockquote><p>Wann hat der Bürgermeister Deiner Gemeinde das letzte Mal zu einer<br />
Einwohnerversammlung geladen, um beispielsweise über die Erhöhung der<br />
Müllgebühren abstimmen zu lassen?</p>
</blockquote><p>Ich werde vier Mal pro Jahr zu irgend welchen Fahrradständerproblemen befragt. Das ändert nichts.</p>
<blockquote><p>Hast Du schon mal einen Geschäftsplan Deiner Gemeinde gesehen oder einen<br />
Jahresabschlussbericht?</p>
</blockquote><p>Mehr oder weniger, ja.</p>
<blockquote><p>Könnt ihr eurer Gemeindeleitung jederzeit das Vertrauen entziehen, wenn<br />
sich herausstellt, das sie mit den ihr anvertrauten Geldern &quot;unsachgemäß&quot;<br />
umgeht?</p>
</blockquote><p>&quot;Jederzeit&quot; nicht, kann ich bei den Unternehmen, bei denen ich via Aktionariat &quot;Miteigentümer&quot; bin, aber auch nicht. </p>
<blockquote><blockquote><blockquote><p>Das Straßennetz als genossenschaftliches Eigentum der KFZ-Halter,</p>
</blockquote></blockquote></blockquote><blockquote><p><em>&gt; Jetzt ist es halt das &quot;genossenschaftliche&quot; &quot;Eigentum&quot; der<br />
Steuerzahler, zusätzlich alimentiert durch die KFZ-Halter (KFZ- und<br />
Treibstoffsteuer). Da ändert sich schon wieder nichts.</em></p>
<p>Doch. Dann könnten die Mitgliedsbeiträge nicht einfach für etwas<br />
anderes ausgegeben werden.</p>
</blockquote><p>Doch. Und sei es nur für Spesen, ähnliche Aufwände und sogar für Boni. Habe ich jedenfalls bei Firmen, bei denen ich Aktien besitze, schon gesehen.</p>
<blockquote><p>Die KFZ- und Treibstoffsteuer wurden ja einmal <strong>zweckgebunden</strong><br />
erhoben, um das Straßennetz zu finanzieren. Dann verschwanden diese<br />
Einnahmen im großen Topf, und jetzt wird Maut eingeführt --- um das<br />
Straßennetz zu finanzieren.</p>
</blockquote><p>Auch ein privatrechtlich geführtes Unternehmen, das öffentliche Dienstleistungen erbringt, kann zusätzliches Geld benötigen. Das kommt dann entweder direkt von den Steuerzahlern oder von &quot;kreativ&quot; erfundenen Posten (z.B. Maut).</p>
<blockquote><blockquote><blockquote><p>das Schienennetz eine Genossenschaft der privaten Bahngesellschaften,</p>
</blockquote></blockquote></blockquote><blockquote><p><em>&gt; Die müssen alle Gewinn machen.</em></p>
<p>Wieso? Zum Überleben reicht es doch, wenn sie keine Verluste<br />
erwirtschaften.</p>
</blockquote><p>Privatwirtschaftliche Unternehmen werden merken, dass es bedeutend mehr Spass macht, Gewinn zu erwirtschaften; sei es für die (Mehrheits-)Eigentümer oder für die Chef-Angestellten (als Bonus).</p>
<blockquote><p><em>&gt; Und weil Gewinne kurzfristig gemacht werden müssen (sonst fliegen<br />
die Manager), wird halt nur noch das kurzfristige Minimum, aber nicht das<br />
langfristige Optimum investiert.</em></p>
<p>Netz und Transport gehören sauber getrennt.</p>
</blockquote><p>Seit 2008 weiss jeder, der über eine minimale Restintelligenz verfügt, dass der Wealth-Management- und der Investment-Bank-Teil einer Bank sauber getrennt gehören. Wurde das seither an den meisten oder wenigstens wichtigsten Bankenplätzen der Welt so umgesetzt?</p>
<blockquote><p>Das Schienennetz wird kostendeckend betrieben,</p>
</blockquote><p>Kostendeckend könnte und tut dies normalerweise eine staatliche Organisation. Privatrechtliche Unternehmen tendieren _gewinnbringend_ zu betreiben.</p>
<blockquote><p>und jede Bahngesellschaft<br />
steht in Konkurrenz mit anderen.</p>
</blockquote><p>Die Bahngesellschaften betreiben das Schienennetz gar nicht. Und wenn sie's täten, könnten sie damit nicht vernünftig in Konkurrenz zu anderen sein. Oder glaubst du ernsthaft, es könnten zwei weitgehend unabhängige Schienennetze in einem Land existieren _und_ wirtschaftlich günstig sein?</p>
<blockquote><p>Wenn sie an der falschen Stelle &quot;spart&quot;,<br />
geht sie pleite und wird von einer anderen ersetzt, die rechen kann.</p>
</blockquote><p>Wenn die das Schienennetz betreibende Firma Pleite geht, muss erstmal der Steuerzahler, in Form deines gehassten Staates einspringen. Und weil die private Firma knallhart rechnen muss und überall versucht, Kosten zu sparen, wird sie an Reinvestitionen sparen wollen. Und dann wegen eines unvorhergesehenen und nicht versicherten Problems doch Pleite gehen.</p>
<blockquote><p>Warum sollte das, was auf der Straße bei Überlandbussen oder Speditionen<br />
funktioniert, nicht auch auf der Schiene gehen?</p>
</blockquote><p>Ich kenne kein Land, bei dem die Strassen privat betrieben werden (ausser ein paar Autobahnen in Italien, Frankreich und den USA). Und dort hilft der Staat schön nach (finanziell).</p>
<blockquote><blockquote><blockquote><p>die öffentliche Verwaltung im Eigentum der Bürger, usw.</p>
</blockquote></blockquote></blockquote><blockquote><p><em>&gt; Dort wollte ich dann aber nicht Eigentümer sein und würde dort auch<br />
nicht Kunde werden wollen. AdÃ© Steueramt! Oder war das nicht so gemeint -<br />
geben wir dem privatisierten Steueramt dann doch wieder staatliche Rechte<br />
und muss ich dort mitmachen, so wie heute?</em></p>
<p>Wenn Du (Mit-)Eigentümer der Gemeinde wärst, dann könnte die Verwaltung<br />
nicht einfach nach Gutsherrenart entscheiden, wieviel Geld Du zu zahlen<br />
hast und wofür es ausgegeben wird.</p>
</blockquote><p>Ungefähr so, wie die Bank, bei der ich Aktionär bin, nicht einfach die Gebühren ändern kann.</p>
<blockquote><p>Es wäre nämlich umgekehrt: die<br />
Eigentümer entscheiden, und die Verwaltung hat das dann bestmöglich<br />
umzusetzen, sonst fliegt sie wegen Unfähigkeit auf die Straße.</p>
</blockquote><p>Ich wollte schon immer mal dem Schalterangestellten der Bank den Weg zur Strasse weisen.<br />
 </p>
<blockquote><p><em>&gt; Was machen eigentlich die Genossenschafter (Miteigentümer), wenn sie<br />
wegziehen - zwingend verkaufen oder nun als reiner Mitbesitzer weiterhin<br />
mitreden und z.B. verlangen, dass nicht mehr investiert, sondern Gewinn<br />
abgeschöpft und ausbezahlt wird?</em></p>
<p>Die Mitgliedschaft ist ortsgebunden.</p>
</blockquote><p>Ich bin also nicht Eigentümer im rechtlichen Sinne. Es handelt sich damit um eine Zwangsmitgliedschaft, wie heute bei der Gemeinde und dem Staat.</p>
<blockquote><p>Wenn Du wegziehst, nimmst Du ja Dein<br />
Haus auch nicht mit...</p>
</blockquote><p>Aber meine Aktien.<br />
 </p>
<blockquote><p><em>&gt; Und wieso, wenn doch die Privatisierung so gut ist, nennst du hier<br />
nur Genossenschaften?</em></p>
<p>Weil sie eine Form von Privateigentum sind.</p>
</blockquote><p>Offenbar nicht. Sonst würde ich mein Privateigentum beim Umzug nicht einfach so verlieren.</p>
<blockquote><p>Und es ging um die Frage:<br />
&quot;staatliche&quot; oder &quot;private&quot; Wasserversorgung.</p>
</blockquote><p>Du hast nur den heutigen Staat durch einen anderen Staat ersetzen. Mit privatrechtlicher Organisation hat das nur formell zu tun (und selbst das nur wenig).</p>
<blockquote><p><em>&gt; Warum soll nicht eine reine Aktiengesellschaft diese Geschäfte<br />
führen, vielleicht auch eine grössere Firma die Wasserversorung anbieten,<br />
z.B. NestlÃ© oder Monsanto?</em></p>
<p>Wenn die Einwohner ihr den Auftrag geben und dann mit den Konsequenzen<br />
leben, warum nicht?</p>
</blockquote><p>Weil es Mist ist. Es sollte gar nicht zur Disposition stehen, dass man sich in einer selbstverschuldeten oder von aussen konstruierten Notlage an solche Konzerne verkaufen kann.</p>
<blockquote><p>Aber ich denk' mal, dass auch der Dümmste rasch einsieht, dass eine<br />
Non-Profit-Genossenschaft unter dem Strich wahrscheinlich billiger ist...</p>
</blockquote><p>Was du denkst, ist dir überlassen.</p>
<blockquote><p><em>&gt; Ich bin der Meinung, dein Beispiel illustriere sogar, warum die<br />
Grundinfrastruktur in die Hand des Staates gehört.</em></p>
<p>&quot;Staat&quot; ist für mich ein Synonym für organisierte<br />
Verantwortungslosigkeit.</p>
</blockquote><p>Du bist also ein Ideologe.</p>
<blockquote><p>Die Grundinfrastruktur gehört in die Hand der Einwohner, also<br />
Volks<strong>eigentum</strong> im wahren Sinne.</p>
</blockquote><p>Also der Menge aller Bürger - sowohl auf kommunaler bis hin zu nationaler Ebene: den unterschiedlichen Organen des Staates.</p>
]]></content:encoded>
<link>https://archiv1.dasgelbeforum.net/index.php?id=355226</link>
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<pubDate>Fri, 22 May 2015 19:23:10 +0000</pubDate>
<dc:creator>Fussgänger</dc:creator>
</item>
<item>
<title>+++Bernadette lernt: Schließe mich dieser Lesermeinung an. Danke für den Denkimpuls! (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<p>Ich würde eine &quot;Vergenossenschaftung&quot; nicht unbedingt Privatisierung nennen.<br />
Aber es stimmt schon, was der Leser hier schreibt: Genossenschaften - wenn sie denn gut gemacht sind - lösen gleich mehrere Probleme.<br />
Der Staat agiert mitunter bürgerfern (und neigt zu Fehlallokationen).<br />
Konzerne [für mich weitaus schlimmer] agieren bürgerfern allein schon aufgrund des monetären Profitmaximierungsimperatives. Wenn es keine Konkurrenz wie bei Grundversorgungsinfrastruktur gibt, ist das fatal. Und das zeigt auch die Empirie.<br />
Wird die Wasserversorgung und die Abwasserwirtschaft genossenschaftlich von den Eigentümern (Hausbesitzern) getragen, finden automatisch Entscheidungen in deren Interesse statt. Und es geht nicht darum möglichst viel Gewinn aus dem Deal rauszuziehen, sondern um einen für die Genossen sinnvollen Ausgleich zwischen Wasserqualität, Instandhaltungsmaßnahmen, Kosten, Einnahmen usw. Denn es gibt keine grundsätzlichen Zielkonflikte. Alle Genossen wollen, dass &quot;das mit dem Wasser insgesamt gut geregelt&quot; wird.</p>
<p>Der Hegel hätte für seine Dialektik ein Musterbeispiel:</p>
<p><strong>These:</strong> Staatlich<br />
<strong>Antithese: </strong>Privateigentum <br />
-------------------------------------------------<br />
<strong>Synthese: </strong>genossenschaftlich organisiert</p>
<p>Danke für den Denkimpuls. Mit der Genossenschaft als Organisationsform denkt sich vieles gleich viel besser. Warum hab ich nicht gleich so argumentiert?<br />
Weil ich viel zu viel mit Leuten diskutiere, die den Staat komplett abschaffen wollen und die Abstraktionsebene immer so grundsätzlich ist. (Beispielsweise: <br />
<strong>#Waldmystizismus:</strong> Ob wir unsere Häuser verlassen sollten um der Zivilisation im Wald den Rücken zu kehren?<br />
<strong>#Anarchokalitalismus:</strong> Soll das Geld einfach alles für die Gesellschaft entscheiden, wird schon gut gehen...<br />
<strong>#Leviathan-Theorie: </strong>Vom Glauben dass der Bürgermeister schlimmer als Rothschild ist...<br />
[...]</p>
<p>Dabei lässt sich in einem <strong>funktionierenden (und gerne viel schlanker ausgebauten) Rechtsstaat</strong> vieles <strong>genossenschaftlich </strong>organisieren und so womöglich verbessern. <br />
Allerdings - und das möchte ich an dieser Stelle nochmal betonen - einen funktionierenden Rechtsstaat als Rahmen bräuchte es dafür schon. Bei failed States wie Somalia und die Ukraine funktioniert das nicht...</p>
<p>Die Leserzuschrift hat es bereits angedeutet: Das Konzept greift nicht nur beim Wasser. Wenn Betroffene ihre Belange in einem bestimmten Bereich <em>(Ich denke zu allererst an: Grundversorgungsinfrastruktur) </em>genossenschaftlich gemeinsam regeln ist das <strong>gelebtes Subsidiaritätsprinzip</strong>. <br />
Entscheidungen möglichst weit unten bei den betroffenen Bürgern angesiedelt... Weder bei einer <strong>korrupten Politikdarstellerkaste</strong>, noch bei mächtigen,<strong> partikularinteressensvertretenden Wirtschaftsakteuren</strong>.</p>
<p><strong>Von diesem Denkimpuls erhoffe ich mir sehr viel. Danke.</strong></p>
<p>Hat mir bei folgendem geholfen:<br />
<img src="http://gutezitate.com/zitate-bilder/zitat-der-kampf-der-vernunft-besteht-darin-dasjenige-was-der-verstand-fixiert-hat-zu-uberwinden-georg-wilhelm-friedrich-hegel-135541.jpg" alt="[image]"  /><br />
<img src="images/smilies/herz.gif" alt="[[herz]]" /> -lich, Bernadette</p>
]]></content:encoded>
<link>https://archiv1.dasgelbeforum.net/index.php?id=355224</link>
<guid>https://archiv1.dasgelbeforum.net/index.php?id=355224</guid>
<pubDate>Fri, 22 May 2015 18:44:40 +0000</pubDate>
<dc:creator>Bernadette_Lauert</dc:creator>
</item>
<item>
<title>Genossenschaftlich vs. staatlich (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<p><em>&gt; Auch eine Gemeinde könnte eine Genossenschaft sein.</em></p>
<p>Ja, wäre ich sehr dafür, den Staat durch Genossenschaften zu ersetzen.</p>
<p><br />
<em>&gt; Ich sehe da keinen Unterschied, ob der Geschäftsführer nun von einer Gemeinde (verstaatlicht) oder von einer Genossenschaft, der schlussendlich alle, die Wasser wollen, angehören, Geld kriegt (privatisiert). Wenn sowieso alle Gemeindemitglieder auch Mitglieder der Genossenschaft sind, dann ist das das mehr oder weniger das gleiche.</em></p>
<p>Nein, da gibt es einen gewaltigen Unterschied. Bei der Genossenschaft sind die Einwohner <strong>Eigentümer</strong>, in einem staatlichen System <strong>Untertanen</strong>.</p>
<p>Wann hat der Bürgermeister Deiner Gemeinde das letzte Mal zu einer Einwohnerversammlung geladen, um beispielsweise über die Erhöhung der Müllgebühren abstimmen zu lassen?<br />
Hast Du schon mal einen Geschäftsplan Deiner Gemeinde gesehen oder einen Jahresabschlussbericht?<br />
Könnt ihr eurer Gemeindeleitung jederzeit das Vertrauen entziehen, wenn sich herausstellt, das sie mit den ihr anvertrauten Geldern &quot;unsachgemäß&quot; umgeht?</p>
<blockquote><blockquote><p>Das Straßennetz als genossenschaftliches Eigentum der KFZ-Halter,</p>
</blockquote></blockquote><p>
<em>&gt; Jetzt ist es halt das &quot;genossenschaftliche&quot; &quot;Eigentum&quot; der Steuerzahler, zusätzlich alimentiert durch die KFZ-Halter (KFZ- und Treibstoffsteuer). Da ändert sich schon wieder nichts.</em></p>
<p>Doch. Dann könnten die Mitgliedsbeiträge nicht einfach für etwas anderes ausgegeben werden.<br />
Die KFZ- und Treibstoffsteuer wurden ja einmal <strong>zweckgebunden</strong> erhoben, um das Straßennetz zu finanzieren. Dann verschwanden diese Einnahmen im großen Topf, und jetzt wird Maut eingeführt --- um das Straßennetz zu finanzieren.</p>
<blockquote><blockquote><p>das Schienennetz eine Genossenschaft der privaten Bahngesellschaften,</p>
</blockquote></blockquote><p>
<em>&gt; Die müssen alle Gewinn machen.</em></p>
<p>Wieso? Zum Überleben reicht es doch, wenn sie keine Verluste erwirtschaften.</p>
<p><br />
<em>&gt; Und weil Gewinne kurzfristig gemacht werden müssen (sonst fliegen die Manager), wird halt nur noch das kurzfristige Minimum, aber nicht das langfristige Optimum investiert.</em></p>
<p>Netz und Transport gehören sauber getrennt.<br />
Das Schienennetz wird kostendeckend betrieben, und jede Bahngesellschaft steht in Konkurrenz mit anderen. Wenn sie an der falschen Stelle &quot;spart&quot;, geht sie pleite und wird von einer anderen ersetzt, die rechen kann.<br />
Warum sollte das, was auf der Straße bei Überlandbussen oder Speditionen funktioniert, nicht auch auf der Schiene gehen?</p>
<blockquote><blockquote><p>die öffentliche Verwaltung im Eigentum der Bürger, usw.</p>
</blockquote></blockquote><p>
<em>&gt; Dort wollte ich dann aber nicht Eigentümer sein und würde dort auch nicht Kunde werden wollen. AdÃ© Steueramt! Oder war das nicht so gemeint - geben wir dem privatisierten Steueramt dann doch wieder staatliche Rechte und muss ich dort mitmachen, so wie heute?</em></p>
<p>Wenn Du (Mit-)Eigentümer der Gemeinde wärst, dann könnte die Verwaltung nicht einfach nach Gutsherrenart entscheiden, wieviel Geld Du zu zahlen hast und wofür es ausgegeben wird. Es wäre nämlich umgekehrt: die Eigentümer entscheiden, und die Verwaltung hat das dann bestmöglich umzusetzen, sonst fliegt sie wegen Unfähigkeit auf die Straße.</p>
<p><br />
<em>&gt; Was machen eigentlich die Genossenschafter (Miteigentümer), wenn sie wegziehen - zwingend verkaufen oder nun als reiner Mitbesitzer weiterhin mitreden und z.B. verlangen, dass nicht mehr investiert, sondern Gewinn abgeschöpft und ausbezahlt wird?</em></p>
<p>Die Mitgliedschaft ist ortsgebunden. Wenn Du wegziehst, nimmst Du ja Dein Haus auch nicht mit...</p>
<p><br />
<em>&gt; Und wieso, wenn doch die Privatisierung so gut ist, nennst du hier nur Genossenschaften?</em></p>
<p>Weil sie eine Form von Privateigentum sind. Und es ging um die Frage: &quot;staatliche&quot; oder &quot;private&quot; Wasserversorgung.</p>
<p><br />
<em>&gt; Warum soll nicht eine reine Aktiengesellschaft diese Geschäfte führen, vielleicht auch eine grössere Firma die Wasserversorung anbieten, z.B. NestlÃ© oder Monsanto?</em></p>
<p>Wenn die Einwohner ihr den Auftrag geben und dann mit den Konsequenzen leben, warum nicht?<br />
Aber ich denk' mal, dass auch der Dümmste rasch einsieht, dass eine Non-Profit-Genossenschaft unter dem Strich wahrscheinlich billiger ist...</p>
<p><br />
<em>&gt; Ich bin der Meinung, dein Beispiel illustriere sogar, warum die Grundinfrastruktur in die Hand des Staates gehört.</em></p>
<p>&quot;Staat&quot; ist für mich ein Synonym für organisierte Verantwortungslosigkeit.<br />
Die Grundinfrastruktur gehört in die Hand der Einwohner, also Volks<strong>eigentum</strong> im wahren Sinne.</p>
]]></content:encoded>
<link>https://archiv1.dasgelbeforum.net/index.php?id=355220</link>
<guid>https://archiv1.dasgelbeforum.net/index.php?id=355220</guid>
<pubDate>Fri, 22 May 2015 17:48:57 +0000</pubDate>
<dc:creator>Leserzuschrift</dc:creator>
</item>
<item>
<title>Bewegung, Herzschlag.... (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<p>sind, als kleiner Einwurf am Rande, für mich eindeutig in dieser Mucke:<br />
<a href="https://www.youtube.com/watch?v=KWHn6kyNUeM">https://www.youtube.com/watch?v=KWHn6kyNUeM</a><br />
Lieber gutherzige Numetaler als egozentrische Geiger? Durchaus. <br />
Schönes Wochenende NP - hau rein! Volume rauf! <br />
<img src="images/smilies/freude.gif" alt="[[freude]]" /> <br />
Beste Grüße<br />
K_v_S</p>
]]></content:encoded>
<link>https://archiv1.dasgelbeforum.net/index.php?id=355217</link>
<guid>https://archiv1.dasgelbeforum.net/index.php?id=355217</guid>
<pubDate>Fri, 22 May 2015 17:28:38 +0000</pubDate>
<dc:creator>Kurz_vor_Schluss</dc:creator>
</item>
<item>
<title>Ami-Trash... (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<p>...mag ich jetzt nicht so besonders, aber das ist halt Geschmacksache. Doom- Death- und Black-Metal liegen mir mehr, oder auch coolen Prog-Metal wie das hier: </p>
<p><a href="https://www.youtube.com/watch?v=BGHlZwMYO9g">https://www.youtube.com/watch?v=BGHlZwMYO9g</a></p>
<p>Hopi wird dreimal das Vaterunser beten und sich mit einer Räuchermischung von den schlechten Energien befreien, wenn er das zu Ohren bekommt. <img src="images/smilies/freude.gif" alt="[[freude]]" /> </p>
<p>Gruss Nonpopulo</p>
]]></content:encoded>
<link>https://archiv1.dasgelbeforum.net/index.php?id=355213</link>
<guid>https://archiv1.dasgelbeforum.net/index.php?id=355213</guid>
<pubDate>Fri, 22 May 2015 16:41:24 +0000</pubDate>
<dc:creator>Nonpopulo</dc:creator>
</item>
<item>
<title>Bewegung, Herzschlag (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<p><em>&gt; Nein, im zivilisierten Zustand eben gerade nicht. Untote,<br />
[quote]patriarchalisierte, kranke, traumatisierte Körper sind keine lebendigen,<br />
pulsierenden Körper.</em>[/quote]</p>
<p>Sie bewegen sich und das Herz schlägt = lebendig, pulsierend. </p>
<p>Wenn du dafür einen Gegenbeweis hast - ich bin gespannt!</p>
<p><em>&gt; Normalerweise dazu, in einem Organismus namens Gemeinschaft zu leben,<br />
[quote]innerhalb derer die gegenseitige Hilfe das Lebensprinzip ist. Wogegen in<br />
der Gesellschaft das Gegenteil gilt.</em>[/quote]</p>
<p>Das ist dem Körper - also dem Daseins-bestimmenden Faktor des Menschen, bzw. jedem lebendigen Wesen - egal. </p>
<p>Solange ein Körper lebendig ist, will er lebendig bleiben. Deshalb ist es ja auch nicht ganz einfach Selbstmord zu begehen. Es ist ein Kampf des todeswilligen Geistes mit dem lebenswilligen Körper.</p>
<blockquote></blockquote><p>
<em>&gt; Eben nicht. In der doofsten aller möglichen Welten ersehnt man das<br />
[quote]Jenseits.</em>[/quote]</p>
<p>Ja in Form eines Paradieses, der ewigen Ruhe, 72 Jungfrauen oder matristischen Stammesgemeinschaften. <img src="images/smilies/zwinker.gif" alt="[[zwinker]]" /> </p>
<blockquote><p><em> Aber man lebt nicht wirklich, solange man Scheisse<br />
(Patriarchat/Kollektivismus/Zivilisation/Gewalt) will.</em></p>
</blockquote><p>Das ist eine moralische Kategorisierung, die den Körper nicht interessiert. Solange er lebt, will er auch leben. Er kann gar nicht anders.</p>
<p>Beste Grüsse Nonpopulo</p>
]]></content:encoded>
<link>https://archiv1.dasgelbeforum.net/index.php?id=355211</link>
<guid>https://archiv1.dasgelbeforum.net/index.php?id=355211</guid>
<pubDate>Fri, 22 May 2015 16:30:25 +0000</pubDate>
<dc:creator>Nonpopulo</dc:creator>
</item>
<item>
<title>Kopfnuss-Test für Träumer (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<p><em>&gt; Sehr selten passiert es, dass ich mir im Traum bewusst werde, dass ich<br />
[quote]träume. Das eröffnet ungeahnte Möglichkeiten. <img src="images/smilies/freude.gif" alt="[[freude]]" /> </em>[/quote]</p>
<p>Ja. :) Man kann luzides Träumen sogar <a href="http://www.neuro-programmer.de/weitere-methoden/luzides-traeumen-2/">lernen</a>.</p>
<p><em>&gt; Es ist meiner Meinung nach egal, ob das Leben &quot;real&quot; ist oder ob es ein<br />
[quote]Traum ist. Es ist ein Ausnutzen von Möglichkeiten je nach eigener<br />
Einstellung.</em>[/quote]</p>
<p>Es geht mir nicht darum, was das Leben IST (mataphysisch betrachtet eh ein schwieriges Wort), sondern wie man auf die Idee kommt, die sich real gebärdende Welt als Traum zu definieren.</p>
<p>Gib dem, der behauptet die Welt sei ein Traum einfach mal ne kräftige Kopfnuss und frag ihn dann ob er immer noch glaubt, das ganze Leben sei ein Traum. <img src="images/smilies/lach.gif" alt="[[lach]]" /> <br />
 <br />
<em>&gt; Ein Altruist ist auch &quot;Satanist&quot;, denn er hilft Menschen weil es ihm<br />
[quote]&quot;Spaß macht&quot;. Es gibt keinen intrinsischen Wert von &quot;Hilfe&quot;. Spaß ist das<br />
vielleicht nicht in der anerkannten Weise, aber das ist ja auch nicht<br />
zwingend nötig. Andere Leute verletzen sich lieber, ähnlich Nietzsches<br />
Tänzer, beim<br />
<a href="https://www.youtube.com/watch?v=PrE8sT-zMEE&amp;feature=player_detailpage#t=95">Springen<br />
von Klippen</a>, weil sie Gefahr zu ihrem Beruf machen.<br />
Alles ohne intrinsischen Wert. Genau wie die Illusionen von Gut und Böse<br />
und &quot;heaven and hell&quot;. <br />
Der einzige Haken: Da das Glauben an diese Begriffe ebenfalls der<br />
persönlichen Entfaltung dient, ist es genauso legitim wie Seiltanz oder<br />
Cliffdropping.<br />
Der Tänzer ist somit jeder. Unweigerlich, abgesehen von dem Maße indem<br />
man fremdbestimmt ist.</em>[/quote]</p>
<p>Ich finde, es gibt beachtliche Unterschiede: Es gibt Grund-Bedürfnisse, soziale und sexuelle Kontakte zu pflegen, sich in irgendeiner Form zu verwirklichen und etwas zu lernen (Liebe, Arbeit, Erkenntnis). Daneben gibt es tonnenweise Schein-Bedürfnisse, Ersatz-Befriedigungen und Kompensationen.</p>
<p>Gruss Nonpopulo</p>
]]></content:encoded>
<link>https://archiv1.dasgelbeforum.net/index.php?id=355209</link>
<guid>https://archiv1.dasgelbeforum.net/index.php?id=355209</guid>
<pubDate>Fri, 22 May 2015 16:18:31 +0000</pubDate>
<dc:creator>Nonpopulo</dc:creator>
</item>
<item>
<title>Ergänzung (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>Gleichzeitig ist aber die Staatsschuld die Schuld der Bürger (Privaten,<br />
die die Unternehmen gründen). Also auch hier ist die Bilanz immer<br />
ausgeglichen (ich nehme der Einfachheit halber an, es gibt nur einen<br />
Staat). Hier sehen wir also auch wieder das Nullsummenspiel. <em>Es ist<br />
verrückt!</em></p>
</blockquote><p>Ich berücksichtige hierbei nicht die Verschuldung inner- oder unterhalb der Privaten und Unternehmen. Übrig bleiben würden wenige mit positiven Vermögen, also der Teil der Bevölkerung, der über mindestens das Vermögen verfügt, das bei gleichmäßiger Verteilung der Staatsschuld auf alle Bürger benötigt wird, um seinen Teil zu tilgen.</p>
<p>Ruck-Zuck würde sich dann auch der größte Teil der Bevölkerung auf diesen kleinen Teil der Bevölkerung stürzen.</p>
]]></content:encoded>
<link>https://archiv1.dasgelbeforum.net/index.php?id=355205</link>
<guid>https://archiv1.dasgelbeforum.net/index.php?id=355205</guid>
<pubDate>Fri, 22 May 2015 15:48:22 +0000</pubDate>
<dc:creator>Rybezahl</dc:creator>
</item>
<item>
<title>Weitere Betrachtung (edit 2) (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<p>Hallo Philip Marlowe!</p>
<p>Wenn ich es mir so recht überlege, ist aus dieser Perspektive betrachtet die Staatsschuld eine &quot;ausgelagerte Vermögenssicherung&quot;. Ein Garant dafür, dass die Unternehmen und Privaten überhaupt erst Reichtümer ansammeln können. Einer Schuld steht - logisch - immer eine Forderung gegenüber.</p>
<p>Gleichzeitig ist aber die Staatsschuld die Schuld der Bürger (Privaten, die die Unternehmen gründen). Also auch hier ist die Bilanz immer ausgeglichen (ich nehme der Einfachheit halber an, es gibt nur einen Staat). Hier sehen wir also auch wieder das Nullsummenspiel. <em>Es ist verrückt!</em></p>
<p>Es wird gerade so getan, als wäre der Staat ein eigenständiges Subjekt, das sich wie der Privatier verschulden kann. Aber der Staat existiert ja nur <em>durch</em> den Menschen. Alle Schulden, die er macht, macht er nicht als Privatier und wie der Privatier, sondern &quot;im Auftrag&quot; der Menschen (uns allen).</p>
<p>Würde der Staat keine Schulden machen, müssten sich auf der Gegenseite die Bürger verschulden und zwar in dem Maße, in dem der Staat etwas unternehmen will, ohne sich selbst zu verschulden. Der Staat müsste Vermögen ansammeln (sparen) und dieses Vermögen müsste sich als Schuld in der Bevölkerung spiegeln:</p>
<p>-&gt; <em>Die Versklavung könnte offensichtlicher nicht sein!</em></p>
<p>Gruss<br />
Rybezahl</p>
]]></content:encoded>
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<pubDate>Fri, 22 May 2015 15:02:47 +0000</pubDate>
<dc:creator>Rybezahl</dc:creator>
</item>
<item>
<title>Marxistischer Pseudoanarchist (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<blockquote><blockquote><p>Varoufakis macht gerne ein bisschen auf cool, rebellisch<br />
und anarchistisch. </p>
</blockquote></blockquote><blockquote><p><em>â€œThis is the smartest move to beat corruption and tax evasion, all<br />
transactions will be recorded to the Greek Ministry of Finance new secure<br />
and dedicated Bitcoin servers and we â€˜ll be able to track transanctions<br />
at any given moment,â€ said Varoufakis defending his decision.</em> - See<br />
more at:<br />
<a href="http://greece.greekreporter.com/2015/04/01/yanis-varoufakis-greece-will-adopt-the-bitcoin-if-eurogroup-doesnt-give-us-a-deal/#sthash.zvW2U5YH.dpuf">http://greece.greekreporter.com/2015/04/01/yanis-varoufakis-greece-will-adopt-the-bitco...</a></p>
<p><br />
Das klingt aber mehr nach faschistisch statt anarchistisch - aber keine<br />
Angst, auf die Trägheit wird auch dabei Verlass sein.</p>
</blockquote><p><br />
Anarchistischer als das Bankensystem wäre ein Bitcoin-System schon, schon deswegen, weil der Staat das Geld nicht verwässern kann. Ein Bankkonto ist ausserdem immer einer Person zuzuordnen; eine Bitcoin Transaktion aber lediglich einem Pseudonym. Wer am Staat vorbei geschäften will, könnte immer noch Bar-Transaktionen in Fremdwährung, Gold oder in einer anonymen Crypto-Währung tätigen. </p>
<p>Aber es stimmt schon. Varoufakis ist viel mehr Marxist als Anarchist.</p>
]]></content:encoded>
<link>https://archiv1.dasgelbeforum.net/index.php?id=355188</link>
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<pubDate>Fri, 22 May 2015 12:56:31 +0000</pubDate>
<dc:creator>Zarathustra</dc:creator>
</item>
<item>
<title>Was reicht weiter - Effizienzgewinne oder Profitmaximierungsphantasien bei konkurrenzloser Grundversorgungsinfrastruktur? (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>Hallo Bernadette,<br />
das wundert ich dann doch, dass ein so intelligentes Mädchen wie du auf<br />
diese primitive Verdummungsstrategie reinfällt.</p>
</blockquote><p>Danke für das halbgare Kompliment.</p>
<blockquote><p>Die staatlichen Kosten sind in jedem System um ein Vielfaches größer,<br />
sie werden nur nicht ausgewwiesen.<br />
Konstantin hat das mal angeschnitten als<br />
<a href="http://www.dasgelbeforum.net/forum_entry.php?id=350259">versunkene<br />
Kosten</a>, und die übersteigen bei der Grundversorgung die Preise, die<br />
dann von den staatlichen Betrieben noch verlangt werden, um ein<br />
mehrfaches.</p>
</blockquote><p>Jaja, ich weiß schon, was Ideologisches Denken für Blüten treiben kann. Eine Ideologie will aufrecht erhalten werden, auf Teufel (!) komm raus. Hab ich dem thrive auch schon gechrieben: <a href="http://www.dasgelbeforum.net/forum_entry.php?id=355035">http://www.dasgelbeforum.net/forum_entry.php?id=355035</a> Gilt auch für Dich.</p>
<blockquote><p>Im Prinzip zahlen wie Wasser, Krankenversicherung, Rente, Öffentlicher<br />
Personennahverkehr, Sicherheit, Autobahnen, Theater usw. doppelt und<br />
dreifach:<br />
Einmal als Steuern, und dann noch die Preise, die verlangt werden.<br />
Allein das, was an Steuern in diese Bereiche reinfließt, ist höher als<br />
Private überhaupt verlangen könnten.<br />
Es ist wirklich die Frage, warum es diese Grundversorgung nicht usonst<br />
gibt, es ist doch alles schon bezahlt!<br />
Kannst du mal nachrechnen, was wir in den letzten 10 oder 20 Jahren an<br />
Mineralölsteuer, KFZ-Steuer, Umsatzsteuer darauf, und Maut bezahlt haben?<br />
<a href="http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/wirtschaftspolitik/statistisches-bundesamt-autobahnen-sind-52-5-milliarden-euro-wert-1277885.html">http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/wirtschaftspolitik/statistisches-bundesamt-autoba...</a></p>
</blockquote><p>Das ist halt einfach Quatsch, wenn es konkret wird. Bleiben wir konkret bei einem Beispiel, statt bei Pauschalaussagen: Wasserversorgung ist beispielsweise bei Zweckverbänden mit einer ganz eigenen Kosten- und Leistungsrechnung und entsprechenden Gebührenberechnung aufgehängt. Solche Zweckverbände in öffentlicher (kommunaler) Hand wurden dann privatisiert. Alle Städte, Kommunen und Gemeinden machten dieselbe Erfahrung: Das Wasser wurde qualitativ schlechter, bei steigenden Preisen. Profitiert haben nur die neuen Eigentümer mit neuen Profitmaximierungsmöglichkeiten. Lies bitte auch die Links.<br />
Es läuft immer darauf hinaus, dass Effizienzgewinne bei Grundversorgungsgütern (v.a. die ohne Konkurrenz-Infrastruktur) durch Privatisierung nur begrenzt möglich sind. Die Profitmaximierungsphantasien kennen hingegen wenig Grenzen.<br />
Guck doch auch mal an, dass alle PPP-Projekte gescheitert sind und Kosten (zugunsten der Gewinne der Betreiber) nach oben gingen.</p>
<p>Auch bist Du nicht auf meinen klugen (ja, ich bin ein gescheites Mödchen) Einwand eingegangen, dass München 7 immer besser ist als Blackwater. Zugegeben - bei dem beispiel wirken nur sprachliche Bilder. Aber sie machen klar, worum es geht.</p>
<blockquote><p>Gruß Mephistopheles</p>
</blockquote><p>Ciao, Bernadette</p>
]]></content:encoded>
<link>https://archiv1.dasgelbeforum.net/index.php?id=355186</link>
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<pubDate>Fri, 22 May 2015 12:36:30 +0000</pubDate>
<dc:creator>Bernadette_Lauert</dc:creator>
</item>
<item>
<title>Bitcoin hilft bei der totalen Kontrolle? (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>Varoufakis macht gerne ein bisschen auf cool, rebellisch<br />
und anarchistisch. </p>
</blockquote><p><br />
<em>â€œThis is the smartest move to beat corruption and tax evasion, all transactions will be recorded to the Greek Ministry of Finance new secure and dedicated Bitcoin servers and we â€˜ll be able to track transanctions at any given moment,â€ said Varoufakis defending his decision.</em> - See more at: <a href="http://greece.greekreporter.com/2015/04/01/yanis-varoufakis-greece-will-adopt-the-bitcoin-if-eurogroup-doesnt-give-us-a-deal/#sthash.zvW2U5YH.dpuf">http://greece.greekreporter.com/2015/04/01/yanis-varoufakis-greece-will-adopt-the-bitco...</a></p>
<p><br />
Das klingt aber mehr nach faschistisch statt anarchistisch - aber keine Angst, auf die Trägheit wird auch dabei Verlass sein.</p>
]]></content:encoded>
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<pubDate>Fri, 22 May 2015 12:23:04 +0000</pubDate>
<dc:creator>Orlando</dc:creator>
</item>
<item>
<title>Die haben Kredit bekommen. (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<p>Das ist eine Frage der Kreditwürdigkeit, nicht der Währung.</p>
<p>Er würde auch mit Goldstandard keinen Kredit mehr bekommen.</p>
<p>Gruß,<br />
i.</p>
]]></content:encoded>
<link>https://archiv1.dasgelbeforum.net/index.php?id=355176</link>
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<pubDate>Fri, 22 May 2015 11:10:32 +0000</pubDate>
<dc:creator>inno</dc:creator>
</item>
<item>
<title>An Bernadette und Olivia - aber nicht nur (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<p>Servus, Bernadette und Olivia! </p>
<p> Bitte seht's mir nach â€“ aber ich vermute, daß Ihr beiden die Situation in der Pudelblik Dummland nicht ganz realistisch genug einschätzt, bzw. die Gemütsverfassung derer Bewohner. Ihr vermutet, im Lande brodele es so richtig schön â€“ okay, ein bisserl blubbern tut's schon. Sicherlich: Pegida, Hogesa und andere haben auch mediales Aufsehen erregt, und Staatsfunk und Lügenpresse haben vergeblich versucht, jene Demonstranten in den Dreck zu schmieren. </p>
<p> Die Werbe-Fuzzis versuchen mit ihrem Werbe-Krempel folgendes zu erreichen: In das â€žHirn der Masseâ€œ zu kriechen, dort die Werbebotschaften 'reinzudrücken, sowie sie vermittels gebetsmühlenartiger Wiederholung ein Leben lang dort drinnen fest zu verankern. Was aber ist das â€žHirn der Masseâ€œ? Das ist der Bauch. Und der will jederzeit, ohne, daß man hierfür allzu viel Knete ausgeben möchte, anständig gefüllt sein. Bis oben hin. Randvoll. Gar nicht so selten systematisch bis zum Platzen. Und wer ist diese ominöse â€žMasseâ€œ? Auch da taugt der Rückgriff auf die alten Römer: Die Masse ist die Plebs. Und wer â€ždie Plebsâ€œ so ist und was die so will, das habe ich in meinem vorherigen Beitrag, der hier im Form offenbar einen handfesten Sturm im Wasserglas ausgelöst hat, bereits skizziert. Denken gehört da definitiv eher selten bis gar nicht dazu. </p>
<p> Um dies selber festzustellen, versucht eine simple Probe aufs Exempel: Stellt einer erklecklichen Anzahl Menschen in der nächsten Fußgängerzone folgende zwei Fragen: 1. Wie heißt der Bundesinnenminister? sowie 2. Wie heißt der Moderator von â€žWer wird Millionärâ€œ? Die erste Frage werden 90% nicht beantworten können, die zweite werden 90% eben schon beantworten können. Bingo! Panes et circenses... </p>
<p> An dieser Stelle möchte ich betonend einschieben, daß meine Ausführungen keinesfalls bedeuten sollen, ich sei ein besserer Mensch; das bin ich wahrlich nicht. Die Wahrheit muß man aber immer bekunden dürfen, dies ganz einfach deswegen, weil der Wahrheit als Wahrheit purer Selbstzweck inne wohnt. Und: Wahrheiten scheren sich nicht darum, wer sie bekundet. Wenn ein Josef Stalin zu mir sagen würde: â€ž1+1=2!â€œ, na, dann könnte ich ihm ja nicht deswegen widersprechen, weil dieser Stalin ein Massenmörder war. </p>
<p> Die Wahrheit zu unterdrücken, sie zu verhetzen, sie zu verbieten, versuchen ja momentan gerade eben all jene Polit-Verbrecher im Brunzelstag, in der EU-Quatschbude oder die TTIP-ser aus Kaugummikatscherland. Die Wahrheit freimütig zu bekunden soll kriminalisiert werden. Und in diesem Zusammenhang läßt sich prototypisch eine sich flächendeckend ausbreitende Verhaltensweise diagnostizieren, wie sie typisch ist schon für das Vorstadium knallharter Diktaturen: Die vorauseilende Schere im Kopf. Und: Seit Gründung der EU haben wir es ja noch nicht einmal hingekriegt, dahingehend einen gewissen Konsens zu erreichen, daß uns hier in der alten Welt wesentlich mehr verbindet als trennt, daß wir unsere Probleme selbst lösen müssen, und daß dies keinesfalls die Kaugummikatscher für uns erledigen werden; ganz im Gegenteil! Und die Kaugummikatscher wissen das natürlich sehr genau: Sie verwenden â€žDivide et impera!â€œ gegen uns, indem sie dem einen Staat einen Vorteil versprechen, falls er da und da sein Veto einlegt... </p>
<p> Und: Was sich im besagten Vorstadium niemand klarmacht: Diktaturen sind viel leichter installiert, als daß man sie später wieder loswerden könnte. Die â€žDDRâ€œ belegt das exemplarisch. Nach der Zerdepperung der Mauer greinten stante pede zahllose Ossis nach den â€žguten, alten Zeitenâ€œ; Zeiten also, zu denen man jedem einzelnen noch angeordnet und eingetrichtert hatte, was er zu tun und zu lassen hätte, als sie alle noch anordnungsgemäß all die netten Liedchen schmettern durften â€“ Bau auf, bau auf, bau auf, bau auf, freie deutsche Juuuhugend, bau auf...! </p>
<p>Andere Symptome, die gleichfalls zur â€žDDRâ€œ-Gewaltherrschaft immanent und integral dazu gehörten, wurden alsgleich von äußerst vielen mit einem geradezu halsbrecherischen Affenzahn ignoriert: Die riesige Krake namens â€žStasiâ€œ, samt deren Mitarbeiter - offizielle wie inoffizielle. Ein zweites Kennzeichen der Plebs, hier unter den Bedingungen einer Diktatur: Jedem ist sein eigenes Hemd näher als die Joppe des Nachbarn. Wurde der von der Stasi hops genommen und auf Nimmerwiedersehen wer weiß wohin verschleppt, ja mai, das war zwar nicht so dolle schön, aber so war's halt... kamma nix mach'n... Aber so lange ich selber brav bin, und so lange mein Bauch ausreichend gefüllt ist... Menschen sind so, und ich selber will nicht hinausposaunen, wie ich mich verhalten würde, sollte's denn eines Tages so weit sein, und, richtig, liebe Olivia, Du bezeichnest dies dementsprechend als â€žinnere Emigrationâ€œ. Ein drittes Merkmal, ein typisch deutsches: Nach dem Gröfaz wie nach der â€žDDRâ€œ: Überall schossen urplötzlich ganze Heerscharen wackerster Widerstandskämpfer aus dem Boden... </p>
<p>Obschon völlig überschätzt und in groteskem Jubel 'raufgejazzt, war auch Bert Brecht zu Erkenntnis und zu richtigen Sentenzen fähig: Zuerst kommt das Fressen, dann die Moral... Schließlich noch ein viertes Kennzeichen, ebenfalls typisch deutsch: Der deutsche Obrigkeitsstaat und damit integral verbunden die deutsche Untertanen-Mentalität. Auch heute verfallen die meisten hierzulande nicht auf die für sie völlig absurde Vorstellung, daß niemand anderes als sie selbst der Souverän im Lande sind und â€ždie da obenâ€œ lediglich ihre obersten Diener auf Zeit. Diktaturen enden erst dann, wenn die Diktatur keine mehr sein will und/oder sein kann â€“ oder wenn's tatsächlich zu brodeln beginnt. Zu brodeln beginnt's vor allem und immer dann, wenn's nicht mehr genügend zu futtern gibt. Wenn die Mägen allenthalben knurrend leer bleiben; wenn's den Menschen immer dreckiger geht... Die Punzelblik Doofland ist davon weit entfernt. Noch. </p>
<p> Das erste ist relativ schnell erklärt: In der â€žDDRâ€œ gab's immer reichlich zu essen. Sicherlich, Luxus mit Hummer und Kaviar, Orange und Bananen konnte man sich allenfalls malen, aber Hunger gab es keinen. Nein, Gorbi war ein Glücksfall der Historie; immerzu ist er ein intelligenter und lernbegieriger Mensch gewesen â€“ und er hatte mit dem alten Betonschädel Honi und dessen gleichfalls lernunwilliger Entourage nichts mehr im Sinn gehabt. Und: Er hatte ausdrücklich befohlen, nicht auf die Demonstranten zu schießen. Das war's dann für all jene gewesen, die dann vom Leben bestraft wurden, weil sie zu spät gekommen waren. Deutsche sind per se keine Revoluzzer, einmal abgesehen vom 17. Juni 1953 in Ost-Berlin: In der â€žDDRâ€œ ereignete sich A.D. 1989 keine echte Revolution, sondern einige relativ groß geratene Demos von Gorbis Gnaden. </p>
<p> Das zweite ist etwas komplexer. Gut, die Asylanten bringen jede Menge Ärger und dauerhafte Kosten mit sich, aber so lange ich meine eigene Haustür hinter mir zumachen kann... Gut, was die Musels mit ihren Weibern â€“ und nicht nur mit denen, sondern grundsätzlich mit allen Kuffar, auch weltweit â€“ so anstellen, das ist nicht schön, aber so lange es nur jenen Daniel in Kirchweyhe betrifft oder jenen jungen Halb-Thailänder am Berliner Alex, oder die Knäste quer durch die Popelblik randvoll wie eine Strand-Haubitze mit Moslems abgefüllt sind, aber nicht mein eigenes Haus, so lange tangiert mich das nicht... Gut, wenn Kinder in der Schule von Genderisten 'n' Genderistinnen, Feministen 'n' Feministinnen und Homosexualisten 'n' Homosexualistinnen und, und, und... mit idiotologischem Müll traktiert werden... ja mai, ich kann denen innerhalb der eigenen vier Wände ja immer noch sagen, daß das alles nicht so ganz stimmt, was sie in der Schule so eingetrichtert bekommen... </p>
<p> Sieh's mir bitte nach, liebe Bernadette, aber Dein skizziertes Rechts-Links-Schema zählt für mich eben schon. Ich bin noch niemals ein Linker gewesen und werde auch niemals einer sein. Also ein hart gesottener â€žRechterâ€œ? Meinetwegen â€“ aber keinesfalls orthodox; viel wichtiger ist mir grundsätzlich und immer die Wahrheit, und, wie ebenfalls bereits oben skizziert, völlig unabhängig wovon auch immer, sowie auch, wer sie formuliert. </p>
<p> Wir leben in einer Zeit, wie sie George Orwell, ein tief gläubiger Katholik, in seine Romanen â€žAnimal Farmâ€œ und â€ž1984â€œ präziser nicht hätte prognostizieren können. Relativismus pur â€“ Oben ist unten und unten ist oben, links ist rechts und rechts ist links, Krieg ist Frieden und Frieden ist Krieg, und, zu guter letzt, krank ist gesund und gesund ist krank. </p>
<p> Für Linke ist per se und eo ipso alles relativ; Linke dekonstruieren, zersschlagen, wollen alle Menschen durch die Einheits-Schablone pressen, und jedermann, der da widerspricht, ist ein Nazi, ein Reaktionär oder, neuzeitlich, ein â€žRechterâ€œ - wer oder was das auch immer konkret sein möge. Linke zerstören jedes Jahr im Mai ganze Stadtviertel, Linke reagieren aggressiv, wenn man sie kritisiert oder ihnen widerspricht, und sie beschmeißen mich und andere traditionstreu gläubige Katholiken mit â€“ nun ja â€“ ganzen Ladungen von Second-Hand-Parisern oder Second-Hand-Frauenbinden, wenn wir einen 1000-Kreuze-Gebetszug gegen staatlich sanktionierten Mord an Ungeborenen veranstalten. Sie gröhlen uns übelste Parolen zu, greifen uns an, entreißen uns die Kreuze, zertrampeln sie oder schmeißen sie in den Bach, und die Polente schützt uns allenfalls nolens volens... Nein, ich bin definitiv kein Linker, liebe Bernadette! Der Terminus Knacktus, auch deswegen, weil dieser eine Typ mich da sinngemäß als Stalin-Bewunderer tituliert hat: Ich bin kein kulturmarxistischer Kasino-Kapitalist, sondern orientiere mich Sozialer Marktwirtschaft und â€žKatholischer Soziallehreâ€œ eines Romano Guardini. </p>
<p> Zu meinem grenzenlosen Erstaunen stelle ich fest, daß sich die komplette Welt umgepolt hat. Im identischen Umfang, zu dem bis A.D. 1990 die UDSSR das Reich des Bösen gewesen war, so sehr ist dies heute Kaugumikatscherland. Um eben die Wahrheit publizieren zu dürfen, mußten bis etwa 1988 Dissidenten unter Lebensgefahr über oder unter dem, bzw. durch den Eisernen Vorhang hindurch in den Westen fliehen, heute muß ein Edward Snowden, der nichts weniger als ebenfalls die Wahrheit bekunden will, unter Lebensgefahr Kaugummkatscherland verlassen, problemlos nach Hongkong, sodann in die VR China ausreisen und schließlich nach Rußland fliehen, um dort Asyl zu beantragen. Ich bin ein alter Sack, der den größten Teil seines Lebens bereits gelebt hat, glaubt mir das, und ich habe den real existierenden Kommunismus mehrmals live besichtigt! Ich weiß, worüber ich schreibe! </p>
<p> Abschließend noch ein paar Anmerkungen zu jenen â€žIntellektuellenâ€œ, denen Du nicht allzu viel zutraust, liebe Bernadette; ich hätte vielleicht präziser formulieren müssen; ich meine schon ernsthaft und objektiv die inzwischen mundtot gemachte, wertkonservative Intelligenzia im Lande. Ich vermag nicht abzuschätzen, wieviele das sein könnten, auch anhand der in der Spitze 30.000 Pegida-Demonstranten nicht; ich beschränke mich auf den selbst verschuldeten Niedergang der bayrischen CSU. A.D. 2005 legte die sich, zusammen mit der Merkel-Mutti-Union und den roten Sozen, ins Lotterbett der zweiten deutschen Gro-Ko. Familienministröse war, ja, Urschl von der Leier. Genau die. Im Koalitionsvertrag mußten partout Gründung und flächendeckende Einrichtung sozialistischer Kitas beschlossen werden. Alle sollten das mitbezahlen, alle. Und die CSU war aus unverständlicher, purer Machtgier mittenmang dabei, anstatt sich zu verweigern. Der erste taktische Kardinalfehler. Ganz nebenbei: In den vergangenen zehn Jahren hatte dieser ideologische Kita-Müll genau eines nicht bewirkt: Die Hebung der Geburtenrate im Lande â€“ ganz im Gegenteil! A.D. 2007 machte die CSU dann Nägel mit Köpfen: Auf dem Parteitag wurde ein neues, ein â€žmodernesâ€œ Parteiprogramm verabschiedet. Ein einziger Rutsch nach links, verbunden mit dem Ars...tritt, den man damit den Wertkonservativen verpaßte. Und 2008 reagierten die prompt: Die CSU wurde von einer stabilen 2/3-Mehrheit im Landtag noch weit unter die absolute Mehrheit auf 41,Popels 'runtergeprügelt. Und als ob das noch nicht reichte, stieg die Wahlurnen-Abstinenz vieler vormaligen CSU-Wähler. Und als ob das auch das noch nicht reichte: Niemand, weder einer der Stoiber-Nachfolger, noch jemand aus Staatsfunk oder Lügenpresse, debattierte auch nur ansatzweise über die Gründe für das Debakel. So etwas hatte es noch niemals gegeben! 2013 ergatterte die CSU per Saldo zwar wieder die absolute Mehrheit, dies war aber lediglich einer äußerst glücklichen, arithmetischen Konstellation geschuldet: 47,7% für die CSU, jeweils knapp 5% für FDP und AFD, damit beide nicht im Landtag, sowie eine erneut gesunkene Wahlbeteiligung. </p>
<p> So: Ich vermute innerhalb jener Verdunstungsmasse, welche der CSU da A.D. 2008 von der Fahne gegangen war, mehr oder weniger den Großteil der intellektuellen Konservativen. Diese Gruppe summiert sich aus all jenen, die der CSU an der Urne die rote Karte gezeigt und irgendwo weiter rechts das Kreuzerl gesetzt hatten plus all jenen CSU-Wahlverweigerern, die gar nicht erst gewählt haben, abzüglich all jener, welche der CSU aufgrund unerträglich gewordener, nostalgischer Phantom-Schmerzen 2013 dann doch wieder ein bisserl Vertrauen geschenkt haben. In etwa, so im großen und ganzen. <br />
 So. Jetzt habe ich auch ein bisserl Frust abgelassen. Ein Vergelt's Gott an Euch zwei beide, sowie an alle, die meinen Gedanken bis zum bitteren Ende gefolgt sind. <img src="images/smilies/smile.png" alt=":-)" /></p>
<p>Carlos</p>
]]></content:encoded>
<link>https://archiv1.dasgelbeforum.net/index.php?id=355173</link>
<guid>https://archiv1.dasgelbeforum.net/index.php?id=355173</guid>
<pubDate>Fri, 22 May 2015 10:51:56 +0000</pubDate>
<dc:creator>carlos</dc:creator>
</item>
</channel>
</rss>
