<?xml version="1.0" encoding="utf-8"?><rss version="2.0" xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/" xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/">
<channel>
<title>Das Gelbe Forum: Archiv 2007-2017 - das nächste Scheibchen</title>
<link>https://archiv1.dasgelbeforum.net/</link>
<description>Das Gelbe Forum: Archiv 2007-2017</description>
<language>de</language>
<item>
<title>das nächste Scheibchen (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<p>Hallo,</p>
<blockquote><p>Jo, das erscheint einleuchtend, hatte zwar kurz ein Problem mit dem<br />
undefinierten Bereich: andere Position bei x zur gleichen Zeit. Jedoch kam<br />
ich schnell auf meinen Denkfehler, was die &quot;Gleichzeitigkeit&quot; angeht. Also<br />
wie geasagt, erscheint einleuchtend, dass sich alles in diesem<br />
&quot;Ereignishorizont&quot; abspielt.</p>
</blockquote><p>Das gilt für alle Welktbilder vor Marx, für ihn nicht mehr.<br />
Seine allegemeinste Aussage über das Universum: &quot;die Bewegung (Arbeit/Energie, Anm. v. mir) ist die Daseinsweise der Materie (zur Wechselwirkung fähigem).&quot; - im Gegensatz zu Hegels transzendentem Sein, welches über das Werden ins Dasein übergeht.<br />
Ich denke, dass so zu sehen, dass Hegels Sein teils im undefinierten Bereich anzusiedeln ist als Ersatz für den Gottesbegriff.<br />
Bei Marx kommt es nun wiederum zu einer Besonderheit durch die Widerspiegelungstheorie: Bewegung kann nur Relativbewegung sein zwischen zwei Materieteilchen. Da wir selbst aber immer nur in der Gegenwart leben können, finden wir uns selbst in den Lichtkegeln immer nur im Koordinatenursprung. Das ganze Universum müsste darin beschrieben werden. <br />
Da bei Marx nun also mindestens zwei Tewilchen gleichzeitig existieren, MUSS eines im undefinierten Bereich angesiedelt werden.<br />
Nächste Besonderheit: wir können die Teilchen nicht selbst wahrnehmen, nur deren Wechselwirkung, wenn also ein Ereignis stattfindet. (bei Marx gibts demnach auch keine Ontologie mehr in der Dialektik). Stell dir nun bitte vor, im Koordinatenursprung der Lichtkegel findet nur ein einzige Ereignis statt, welches sich mit boolscher Algebra beschreiben lässt, dafür gibt es so viele parallele Lichtkegel wie Teilchenpaare in Wechselwirkung. Die Koordinatenursprünge miteinander verbunden, ist diese Linie deine persönliche Gegenwart(Gleichzeitigkeit).<br />
In natura sieht dann das Weltbild so aus, dass ein Stern in 5 Lj. Entfernung nicht abgebildet wird, wie er vor 5 Jahren aussah sondern wie er jetzt aussieht. Das lässt sich einwandfrei logisch alles begründen und ist auch tatsächlich objektiv real. Ich habe daraus eine logisch einwandfreie Version von Einsteins RT erstellt, die wesentlich andere Schlüsse zulässt als dessen Version, die bislang niemand logisch nachvollziehen konnte.</p>
<p>Da sich in den Lichtkegeln alles anhand boolscher Algebra beschreiben lässt, definiert sich damit der dialektische Determinismus. Es kommt zu Aussagen wie &quot;Zufälle sind Notwendigkeiten, die in der Zukunft bereits stattgefunden hatten und umgekehrt.&quot; Ist von mir, klingt erstmal verrückt, ist aber letztlich logisch. Kants Antinomien lassen sich damit beschreiben.</p>
<p>Wichtig an dieser Darstellung vor allem für die Ökonomie die Gleichzeitigkeit und damit Vergleichbarkeit kausaler Zusammenhänge!</p>
<blockquote><p>PS.: Hab ich das mit dem Gebrauchswert, Mehrwert etc nun eigentlich<br />
richtig verstanden? Bitte um Korrektur, wenn ich das falsch verstanden<br />
habe.</p>
</blockquote><p>es geht los mit einer Wertbetrachtung: wir können einen objektiven Wert einer Sachen quantitativ nicht darstellen. Subjektiv ist es der Preis oder Tauschwert, meist nur Wert genannt, objektiv nach Marx der Arbeitswert, der dadurch dem Gebrauchswert gleich ist, da wir eh nur das verbrauchen können, was wir produzieren.<br />
Im Handel werden nun immer Gebrauchswerte zum Tauschwert angeboten, woraus sich durch eine stete Ungleichwertigkeit des Handels (der eine muss immer verkaufen, während der andere das günstigste Angebot ersitzen kann) eine qualitative Differenz ergibt, der Mehrwert.<br />
Dieser ist aber nicht das Problem am Kapitalismus, denn er ist selbst noch werthaltig und kommt zum Grossteil wieder in Umlauf. Erst wenn er als Profit (spezielle Form des Mehrwertes!) kapitalisiert wird, verliert er seine Werthaltigkeit. Hier wird er verkonsumiert, aber dennoch als Schuldpapier irgendwo gehalten. Z.B. ist der Kauf erstellter Staatsanleihen eine Form, Geld zu kapitalisieren. Das erzielte Geld wird vom Staat selbst meist verkonsumiert (Strassenbau, Bildung, Forschung ==&gt; ist alles Konsum!), wird aber als geldwerter Schuldtitel bester Bonität von irgendjemandem gehalten, der darauf neues Geld ziehen kann. Hier wird Geld erzeugt ohne jede Deckung. Das nennt sich dann fiktives, zinstragendes Kapital. Typisch für die ganzen Blasen, Inflation, AL. Dadurch, dass es zinstragend ist und prozentual am umlaufenden Geld dadurch stets zunimmt, kommt es zum tendenziellen Fall der Profitrate.</p>
<p>Soweit alles klar?</p>
<p>Gruß</p>
]]></content:encoded>
<link>https://archiv1.dasgelbeforum.net/index.php?id=9748</link>
<guid>https://archiv1.dasgelbeforum.net/index.php?id=9748</guid>
<pubDate>Sun, 10 Feb 2008 02:25:26 +0000</pubDate>
<dc:creator>Fremdwort</dc:creator>
</item>
<item>
<title>ich möchte es auch gern wissen :o) (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>Hi Otto!</p>
</blockquote><blockquote><blockquote><p>Sie leiht Geld aus an die Geschäftsbanken welche die Kredite vergeben.</p>
</blockquote></blockquote><blockquote><p>Aha. Die Geschäftbank geht also zur Zentralbank und sagt: Leih' mir doch<br />
Geld. Du weisst doch, liebe ZB, mein Geschäft ist es nämlich, Geld von Dir<br />
zu leihen, um es anschliessend an die Wirtschaftsteilnehmer weiter zu<br />
verleihen. Und die ZB sagt: Klar doch, wieviel ULG brauchst Du denn?<br />
Kostet aber Zinsen!</p>
</blockquote><p>Hallo Lex</p>
<p>versteh nicht ganz was du nicht verstehst :o) - mein Szenario hat Waffendeckung sprich Staatsmachtdeckung dafür, dass die Geschäftsbank nur Kredite an Nichtbanken gegen Gebühr, Zinsaufschlag Provision vergibt welche sie vorab/taggleich von der Zentralbank aufgenommen hat -dran <br />
also was verdient (Eigenkapitalzugewinn) aber das Risiko marktwirtschaftlich prüft das Sie dafür mit haftet (drohender teilweiser Eigenkapitalverlust).</p>
<p>wenn wir also 2% Inflation haben bekommt die Geschäftsbank das Geld zu 2% Zinsen um es z.B. zu 3% weiterzuverleihen.</p>
<p>jetzt haben wir aber Deflation - was mit einer schrumpfenden Bevölkerung mit gesättigten Bedürfnissen  und ohne staatliche schuldenfinanzierte Wachstumsförderung in den entwickelten Wirtschaftsregionen eher der Fall sein wird, dann bekommt die Geschäftsbank das Geld auch mit &quot;Jahresbonus&quot; â€“ in Wirklichkeit natürlich taggenaue ULG Verbuchung.</p>
<p>Kredit Zentralbank an Geschäftsbank 100 Mio <br />
Rückzahlung nach einem Jahr z.B. nur 98 Mio.</p>
<p>2Mio abzüglich Ausfälle, Kosten und selbst gezahlter Kreditboni gehen ans Eigenkapital der Bank</p>
<p>Da die Geschäftsbank taggenau soviel Notenbankkredit zu halten, hat wie Sie Kredite<br />
an Nichtbanken in den Büchern hält ist Missbrauch auszuschließen. Die Notenbank könnte dies, da es nur um elektronische Buchungen geht, auch <br />
via Datenleitung überwachen. Bargeld gibt es ja nur aus Guthaben von den Zentralbankenguthaben der Nichtbanken.</p>
<p>Ein Kreditnehmer bucht seinen gewährten Kredit also auf sein Zentralbankkonto um. Auf diesem Zentralbankkonto bucht wiederum die Zentralbank die ULG taggenau ab so dass niemand mit Gewinn Kredit aufnimmt um Ihn zu horten.  </p>
<p>Die Geschäftsbank  kann im Deflationsfall also Kredite zu 0% oder bei extremer Deflation sogar auch mit negativen Zins vergeben. Dieser negative Zins ist der Ausgleich dafür das der Kredit mit wertvollerem Geld zurückgezahlt werden muss als aufgenommen. </p>
<blockquote><blockquote><p>Die Zentralbank verlangt Zins oder gewährt ULG für Ihre Kredite an die<br />
Geschäftsbanken - Sie gibt Zins oder verlangt ULG von den Konten der <br />
Anleger bei Ihr.</p>
</blockquote></blockquote><blockquote><p>Und diese geheimnisvolle Substanz, dieses ULG, das hat die ZB wiederum von<br />
den Wirtschaftsteilnehmern, die gerade mal zuviel davon hatten, und es<br />
deshalb bei der ZB deponieren - gegen Gutschreibung von Zinsen oder, und<br />
das ist ja der Freiwirtschafts-Gag, gegen(!) Abzug einen bestimmten<br />
Betrages - und zwar: </p>
</blockquote><p>Die ULG ist im Inflationsfall nur auf Bargeld - kostet bei der mit ULG stark<br />
zurückgehenden Bargeldnutzung  im Inflationsfall jeden Bürger 5 Euro im Jahr und  sollten wir mal wegen Geringfügigkeit vergessen. Achtung ich spreche hier aber über meine Vorstellungen und nicht über die eingefleischter Gesell-Verehrer.</p>
<blockquote><blockquote><p>Je nach Infla/Deflazahlen vom Währungsamt.</p>
</blockquote></blockquote><blockquote><p><br />
Und des weiteren ist noch immer nicht die Frage geklärt, woher denn all<br />
das schöne ULG eigentlich her kommt. </p>
</blockquote><p>Die ULG ist eine Steuergröße die den Wertgewinn der Währung im Deflationsfall abschöpft. Dies ist die Abschöpfung eines &quot;Buchgewinns&quot; des Geldes. </p>
<p>Ich könnte mir auch vorstellen das die Inflationsrate/Deflationsrate mit Aufschlag bewertet wird um den Nullpunkt besser anzusteuern.</p>
<p>Also z.B. Inflation 2% + 50% Regelzuschlag = 3% Zentralbankzins<br />
Deflation 2% + 50% Regelzuschlag = 3% ULG </p>
<p><br />
Wird zur Stunde Null des</p>
<blockquote><p>Freiweirtschaftssystems ein bestimmter Betrag X als Startkonfiguration auf<br />
dem großen ZB-Konto gebucht? Und wird das ganze dann aktiv oder passiv<br />
gebucht? Und wie kommen die Marktteilnehmer erstmalig an Geld? Deponieren<br />
konnte vorher ja noch keiner was bei der ZB, weil ja keiner was hatte.<br />
Oder doch? Und woher wäre dann das wieder gekommen?</p>
</blockquote><p>Du bist wieder beim Bilanzdenken was ich für die Zentralbank wegen <br />
&quot;Waffendeckung&quot; und alleiniger Funktion der Geldwertstabilität ablehne.<br />
Kreditgewährung und Guthaben sind in meinen Vorstellungen auch ziemlich entkoppelt.Sachwerte mit Beleihungsfähigkeit sind ja zur Stunde null bei Nichtbanken vorhanden. Nach einem Crash wäre sicher auch ein &quot;Starterkitt&quot; denkbar ansonsten halt wie in einer klassischen Währungsreform gibt es einen Kurs neues Geld / altes Geld und los gehtâ€™s.<br />
Also ich  bin ja ein Kind der â€žZoneâ€œ â€“ es gab doch keine größeren Probleme 1990 obwohl wir uns vorher nicht vorstellen konnten wie das gehen soll. </p>
<blockquote><blockquote><p>Ich korrigiere mich übrigens - Guthaben mit 100 % Wertstabilität und</p>
</blockquote></blockquote><blockquote><p>ohne</p>
</blockquote><blockquote><blockquote><p>Risiko führt man direkt bei der Zentralbank - ansonsten halt Sparen</p>
</blockquote></blockquote><blockquote><p>über</p>
</blockquote><blockquote><blockquote><p>Eigenkapitalbeteiligungen an unternehmerischen Projekten mit Risiko und<br />
marktgegebner Risikoprämie. Diese werden auch von den Geschäftsbanken</p>
</blockquote></blockquote><blockquote><p>gegen Gebühren Provisionen vermittelt.</p>
</blockquote><blockquote><p>Ja - ist schon klar - die Geschäftsbanken sind nun reine Verleih- und<br />
Vermittlungsagenturen. Zur Vereinfachung Deines Modells schlage ich vor,<br />
die Geschäftbanken als privatwirtschaftliche Einrichtungen ganz entfallen<br />
zu lassen und zu Kundenfilialen der ZB umzuwandeln. Somit könnte doch der<br />
Bürger unmittelbar in den Genuss des ZB-Zinssatzen kommen, und müsste<br />
nicht noch eine zwischengeschaltete Dienstleitung bezahlen. Es sei denn,<br />
Dein Modell zielt darauf ab, aus sozialpolitischen Erwägungen heraus das<br />
Bankgewerbe, für eine Übergangszeit, nicht völlig verschwinden zu<br />
lassen...</p>
</blockquote><p>Meine Bauchschmerzen liegen dabei bei â€žStaatsentscheidungenâ€œ wer Kredit bekommt und wer nicht und mit welchem Risikoaufschlag . Dies ist aus marktwirtschaftlicher Sicht IMHO nicht ok. Die Kreditbehörde würde Ihre Kosten für Kreditprüfung und Ausfallrestrisiko ja auch umlegen und nicht netto durchreichen. Und um Ihre Pensionen nicht zu gefährden und weil Risiko den Kreditbeamten eh nichts bringt ist es für Innovationen dann überhaupt nicht mehr möglich an Fremdkapital zu kommen. Nö also Kreditentscheidungen in Privatbanken  mit Gewinn und Risiko.</p>
<blockquote><blockquote><p>Die Geschäftsbank haftet mit Ihrem Eigenkapital gegenüber der</p>
</blockquote></blockquote><blockquote><p>Zentralbank</p>
</blockquote><blockquote><blockquote><p>für die vermittelten Kredite - für die Vergabe der Kredite gelten</p>
</blockquote></blockquote><blockquote><p>strenge</p>
</blockquote><blockquote><blockquote><p>Regeln bezüglich der Eigenkapitalunterlegung seites der eigentlichen <br />
Kreditnehmer. Diesbezügliches Fehlverhalten seitens der Bank und Ihrer<br />
Mitarbeiter ist Teil des Strafrechts.</p>
</blockquote></blockquote><p>
Ach - wo kommt denn jetzt das Eigenkapital plötzlich her? </p>
<p>Hat entweder die Währungsreform überlebt oder Starterkit oder<br />
Beleihung eigener Sachwerte durch den Eigenkapitalgeber. </p>
<blockquote><p>ULG? Hat das nicht alles die ZB? Aber halt - nein - das stammt natürlich<br />
aus den &quot;Eigenkapitalbeteiligungen an unternehmerischen Projekten&quot;! Woher<br />
haben die Kapitalbeteiliger ihr Geld? Ausgeliehen von der ZB? Wo hält die<br />
Bank ihr Eigenkapital? Auf einem Konto bei der ZB? </p>
</blockquote><p>ja - würde ich sagen</p>
<p>Und wenn eine Bank nun<br />
Ã˜ ohnehin Eigenkapital hat, wieso muß sie sich dann von der ZB was leihen?</p>
<p><br />
Die Bank braucht Eigenkapital für Ihr Geschäft zur Risikoabsicherung  â€“ die Bank darf sich aber Fremdkapital nur von der Zentralbank leihen und darf auch nur dieses Fremdkapital verleihen.</p>
<blockquote><p>Eigenkapitalunterlegung womit? Mit ULG? Aber wozu dann noch welches<br />
ausleihen?</p>
</blockquote><blockquote><blockquote><p>Die Geschäftsbanken verlangen aufgrund Ihrer Haftung selbstverständlich<br />
klassische Sicherheit von den Kreditnehmern. Es herscht</p>
</blockquote></blockquote><blockquote><p>Nachweispflicht/Prüfungen seitens der Zentralbank</p>
</blockquote><blockquote><p>Ach - zur Eigenkapitalunterlegung noch klassische Sicherheiten oben drauf?</p>
</blockquote><p>Klar </p>
<blockquote><p>Durch Beleihung des Häuschens vielleicht?</p>
</blockquote><p>Warum nicht?</p>
<blockquote><blockquote><p>Kurios?</p>
</blockquote></blockquote><blockquote><p>Nein - furios, geradezu!</p>
</blockquote><blockquote><blockquote><p>Aber nicht durchführbar? - warum?</p>
</blockquote></blockquote><blockquote><p>Ich will endlich wissen, wie!</p>
</blockquote><p>Ich möchte es auch gern wissen :o)  - Es wäre schön wenn hier mal <br />
noch mehr schlaue Leute wie Du drüber herfallen, dann könnte vielleicht was praktikables aus diesen groben Ansätzen entwickelt werden. Mit der klassischen â€žbargeldfixiertenâ€œ und â€žbankengeldschöpfungsnegierendenâ€œ Freiwirtschaftstheorie hat dies alles natürlich nur sehr wenig zu tun. </p>
<p>Freundliche Grüße Otto</p>
]]></content:encoded>
<link>https://archiv1.dasgelbeforum.net/index.php?id=9692</link>
<guid>https://archiv1.dasgelbeforum.net/index.php?id=9692</guid>
<pubDate>Sat, 09 Feb 2008 12:30:36 +0000</pubDate>
<dc:creator>Onkel Otto</dc:creator>
</item>
<item>
<title>Warum gleich so martialisch? (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<p>Hi Otto!<br />
 </p>
<blockquote><p>Sie leiht Geld aus an die Geschäftsbanken welche die Kredite vergeben.</p>
</blockquote><p>
Aha. Die Geschäftbank geht also zur Zentralbank und sagt: Leih' mir doch Geld. Du weisst doch, liebe ZB, mein Geschäft ist es nämlich, Geld von Dir zu leihen, um es anschliessend an die Wirtschaftsteilnehmer weiter zu verleihen. Und die ZB sagt: Klar doch, wieviel ULG brauchst Du denn? Kostet aber Zinsen!<br />
 </p>
<blockquote><p>Die Zentralbank verlangt Zins oder gewährt ULG für Ihre Kredite an die<br />
Geschäftsbanken - Sie gibt Zins oder verlangt ULG von den Konten der <br />
Anleger bei Ihr.</p>
</blockquote><p>
Und diese geheimnisvolle Substanz, dieses ULG, das hat die ZB wiederum von den Wirtschaftsteilnehmern, die gerade mal zuviel davon hatten, und es deshalb bei der ZB deponieren - gegen Gutschreibung von Zinsen oder, und das ist ja der Freiwirtschafts-Gag, gegen(!) Abzug einen bestimmten Betrages - und zwar: </p>
<blockquote><p>Je nach Infla/Deflazahlen vom Währungsamt.</p>
</blockquote><p>Und des weiteren ist noch immer nicht die Frage geklärt, woher denn all das schöne ULG eigentlich her kommt. Wird zur Stunde Null des Freiweirtschaftssystems ein bestimmter Betrag X als Startkonfiguration auf dem großen ZB-Konto gebucht? Und wird das ganze dann aktiv oder passiv gebucht? Und wie kommen die Marktteilnehmer erstmalig an Geld? Deponieren konnte vorher ja noch keiner was bei der ZB, weil ja keiner was hatte. Oder doch? Und woher wäre dann das wieder gekommen?<br />
 </p>
<blockquote><p>Ich korrigiere mich übrigens - Guthaben mit 100 % Wertstabilität und ohne<br />
Risiko führt man direkt bei der Zentralbank - ansonsten halt Sparen über<br />
Eigenkapitalbeteiligungen an unternehmerischen Projekten mit Risiko und<br />
marktgegebner Risikoprämie. Diese werden auch von den Geschäftsbanken<br />
gegen Gebühren Provisionen vermittelt.</p>
</blockquote><p>
Ja - ist schon klar - die Geschäftsbanken sind nun reine Verleih- und Vermittlungsagenturen. Zur Vereinfachung Deines Modells schlage ich vor, die Geschäftbanken als privatwirtschaftliche Einrichtungen ganz entfallen zu lassen und zu Kundenfilialen der ZB umzuwandeln. Somit könnte doch der Bürger unmittelbar in den Genuss des ZB-Zinssatzen kommen, und müsste nicht noch eine zwischengeschaltete Dienstleitung bezahlen. Es sei denn, Dein Modell zielt darauf ab, aus sozialpolitischen Erwägungen heraus das Bankgewerbe, für eine Übergangszeit, nicht völlig verschwinden zu lassen...</p>
<blockquote><p>Die Geschäftsbank haftet mit Ihrem Eigenkapital gegenüber der Zentralbank<br />
für die vermittelten Kredite - für die Vergabe der Kredite gelten strenge<br />
Regeln bezüglich der Eigenkapitalunterlegung seites der eigentlichen <br />
Kreditnehmer. Diesbezügliches Fehlverhalten seitens der Bank und Ihrer<br />
Mitarbeiter ist Teil des Strafrechts.</p>
</blockquote><p>
Ach - wo kommt denn jetzt das Eigenkapital plötzlich her? Ist das jetzt ULG? Hat das nicht alles die ZB? Aber halt - nein - das stammt natürlich aus den &quot;Eigenkapitalbeteiligungen an unternehmerischen Projekten&quot;! Woher haben die Kapitalbeteiliger ihr Geld? Ausgeliehen von der ZB? Wo hält die Bank ihr Eigenkapital? Auf einem Konto bei der ZB? Und wenn eine Bank nun ohnehin Eigenkapital hat, wieso muß sie sich dann von der ZB was leihen?</p>
<p>Eigenkapitalunterlegung womit? Mit ULG? Aber wozu dann noch welches ausleihen?</p>
<blockquote><p>Die Geschäftsbanken verlangen aufgrund Ihrer Haftung selbstverständlich<br />
klassische Sicherheit von den Kreditnehmern. Es herscht<br />
Nachweispflicht/Prüfungen seitens der Zentralbank</p>
</blockquote><p>
Ach - zur Eigenkapitalunterlegung noch klassische Sicherheiten oben drauf? Durch Beleihung des Häuschens vielleicht?<br />
 </p>
<blockquote><p>Kurios?</p>
</blockquote><p>
Nein - furios, geradezu!</p>
<blockquote><p>Aber nicht durchführbar? - warum?</p>
</blockquote><p>
Ich will endlich wissen, wie!</p>
<p>Grüße<br />
Lex</p>
]]></content:encoded>
<link>https://archiv1.dasgelbeforum.net/index.php?id=9652</link>
<guid>https://archiv1.dasgelbeforum.net/index.php?id=9652</guid>
<pubDate>Sat, 09 Feb 2008 08:12:39 +0000</pubDate>
<dc:creator>Lex Mercatoria</dc:creator>
</item>
<item>
<title>aus  dem Nichts  - waffengedeckt :o) (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>...wenn folgendes gelten soll, Onkel Otto:</p>
</blockquote><blockquote><blockquote><p>Geld muss gar nicht klassisch bilanziert werden - es wird nur mit<br />
positiven und negativen Zinsen zur Geldwertsteuerung belegt.</p>
</blockquote></blockquote><blockquote><p><br />
Und dazu auch noch Fragen: </p>
</blockquote><blockquote><blockquote><p>Alles Geld nur noch vollständig bei der Zentralbank hinterlegt.</p>
</blockquote></blockquote><blockquote><p>Was genau ist denn nun &quot;alles Geld&quot;? Und was heisst &quot;hinterlegt&quot;? Heisst<br />
das, es ist besichert? Womit? Wird jetzt doch bilanziert oder nicht?</p>
</blockquote><p>Hallo Lex</p>
<p>mit nicht bilanzieren war gemeint das eben nicht eine staatsanleihe beliehen<br />
werden muss um zentralbankgeld zu generieren.</p>
<p>Bargeld wird von Zentralbank gedruckt - Buchgeld einfach aus dem Nichts <br />
an die Geschäftsbank überwiesen. Deshalb stehen in der Bilanz der Zentralbank <br />
Forderungen gegenüber den Geschäftsbanken und auf der anderen Seite steht<br />
nichts? - Gewinne aus Geldschöpfung? - die ganze Volkswirtschaft? - <br />
muss diese Bank bilanzieren? - wozu- Zeitverschwendung - Ihre Aufgabe ist die Geldwertregelung nichts anderes!</p>
<p>Sie leiht Geld aus an die Geschäftsbanken welche die Kredite vergeben.</p>
<p>Dem Staat ist Kreditaufnahme nicht erlaubt -er hat sich aus Steuern zu<br />
finanzieren. Da er nicht mehr als letzter Deflationsverhinderer und Wachstumsförderer gebraucht wird besteht diesbezüglich auch kein Bedarf.</p>
<p>Die Zentralbank verlangt Zins oder gewährt ULG für Ihre Kredite an die Geschäftsbanken - Sie gibt Zins oder verlangt ULG von den Konten der <br />
Anleger bei Ihr.  </p>
<p>Je nach Infla/Deflazahlen vom Währungsamt.</p>
<p>Ich korrigiere mich übrigens - Guthaben mit 100 % Wertstabilität und ohne Risiko führt man direkt bei der Zentralbank - ansonsten halt Sparen über Eigenkapitalbeteiligungen an unternehmerischen Projekten mit Risiko und marktgegebner Risikoprämie. Diese werden auch von den Geschäftsbanken<br />
gegen Gebühren Provisionen vermittelt.  </p>
<p>Die Geschäftsbank haftet mit Ihrem Eigenkapital gegenüber der Zentralbank<br />
für die vermittelten Kredite - für die Vergabe der Kredite gelten strenge<br />
Regeln bezüglich der Eigenkapitalunterlegung seites der eigentlichen <br />
Kreditnehmer. Diesbezügliches Fehlverhalten seitens der Bank und Ihrer Mitarbeiter ist Teil des Strafrechts.</p>
<p>Aufgrund der Verfügbarkeit billigen Eigenkapitals ist es kein Problem <br />
für Fremdkapitalanteile unternehmerischer Projekte nahezu Mündelsicherheit <br />
gesetzlich zu verlangen. </p>
<p>Die Geschäftsbanken verlangen aufgrund Ihrer Haftung selbstverständlich klassische Sicherheit von den Kreditnehmern. Es herscht Nachweispflicht/Prüfungen seitens der Zentralbank </p>
<p>Kurios? sicherlich - aber nicht durchführbar? - warum?</p>
<p>Freundliche Grüße Onkel Otto</p>
]]></content:encoded>
<link>https://archiv1.dasgelbeforum.net/index.php?id=9639</link>
<guid>https://archiv1.dasgelbeforum.net/index.php?id=9639</guid>
<pubDate>Sat, 09 Feb 2008 06:30:37 +0000</pubDate>
<dc:creator>Onkel Otto</dc:creator>
</item>
<item>
<title>Aber wo genau kommt das Freigeld denn jetzt her... (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<p>...wenn folgendes gelten soll, Onkel Otto:</p>
<blockquote><p>Geld muss gar nicht klassisch bilanziert werden - es wird nur mit<br />
positiven und negativen Zinsen zur Geldwertsteuerung belegt.</p>
</blockquote><p>Und dazu auch noch Fragen: </p>
<blockquote><p>Alles Geld nur noch vollständig bei der Zentralbank hinterlegt.</p>
</blockquote><p>
Was genau ist denn nun &quot;alles Geld&quot;? Und was heisst &quot;hinterlegt&quot;? Heisst das, es ist besichert? Womit? Wird jetzt doch bilanziert oder nicht?</p>
<blockquote><p>Geschäftsbanken ist nur entgeltliche Vermittlung(Zins oder<br />
Gebührenaufschlag) von Zentralbankgeld und Zentralbankkredit erlaubt. Es<br />
gibt eine (regionale) Zentralbank mit Wechselkurs zu einer (fiktiven)<br />
Weltwährung.</p>
</blockquote><p>
Aha - es wird also Geld, das &quot;vollständig bei der Zentralbank hinterlegt&quot; ist, von den Geschäftsbanken (als etwas bereits Vorhandenes) gewissermassen disponiert. Wie kommen die Geschäftsbanken zu dieses Geld? Müssen die Geschäftsbanken bei der Zentralbank etwas anderes (was??) dafür hinterlegen? Was ist ein Zentralbankkredit? Was ist der Unterschied zwischen Zentralbankgeld und Zentralbankkredit?</p>
<p>Gruß<br />
Lex</p>
]]></content:encoded>
<link>https://archiv1.dasgelbeforum.net/index.php?id=9632</link>
<guid>https://archiv1.dasgelbeforum.net/index.php?id=9632</guid>
<pubDate>Sat, 09 Feb 2008 05:48:43 +0000</pubDate>
<dc:creator>Lex Mercatoria</dc:creator>
</item>
<item>
<title>Nachtrag umlaufgesichertes Bargeld (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<p>macht dieses oder ähnliches Vorgehen natürlich erst möglich - nur wenn Bargeld 8% ULG/anno hat kann ich 2% Deflationsabgabe/anno auf dem Konto abbuchen -deswegen ist die Visualisierung umlaufgesicherten Bargeldes IMHO <br />
der Schlüssel zum Lösungsweg.</p>
<p>MFG Onkel Otto</p>
]]></content:encoded>
<link>https://archiv1.dasgelbeforum.net/index.php?id=9627</link>
<guid>https://archiv1.dasgelbeforum.net/index.php?id=9627</guid>
<pubDate>Sat, 09 Feb 2008 05:20:55 +0000</pubDate>
<dc:creator>Onkel Otto</dc:creator>
</item>
<item>
<title>@Lex-  Geldwert als Knappheit-bzw Zinsausgleich? (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<p>Danke Lex für die schnelle Antwort,</p>
<p>also gehen wir doch mal in die Details. Mein Ansatz ist wohl ähnlich dem freiwirtschaftlichen mit der Bitte um Deine Wertung: </p>
<p>Geld muss gar nicht klassisch bilanziert werden - es wird nur mit positiven und negativen Zinsen zur Geldwertsteuerung belegt. Im Gegensatz zu Gesell würde ich nicht über Knappheit und Währungsamt - sondern über Zinssatz und Währungsamt regeln wollen. Mit Zins und ULG wird einfach nur ein stabiler Wert des Tausch und Wertaufbewahrungsmittels ausgeregelt. Zinsen zum Inflationsausgleich sind steuerfrei. Außer in Zentralbankguthaben mit nur festem Infla/Defla Ausgleich kann der Sparer direkt in Firmen= Risikobeteiligungen als Eigenkapitalbeteiligung z.B. AG GmbH Anteile investieren. Die Rendite ist aber auch gering da viel Konkurrenz des Kapitals.<br />
Spekulative Maßnahmen die den druck auf die Eigenkapitalrendite senken sind verboten. (z.B.Derivate auf Aktienkurse)</p>
<p>Alles Geld nur noch vollständig bei der Zentralbank hinterlegt.<br />
Geschäftsbanken ist nur entgeltliche Vermittlung(Zins oder Gebührenaufschlag) von Zentralbankgeld und Zentralbankkredit erlaubt. Es gibt eine (regionale) Zentralbank mit Wechselkurs zu einer (fiktiven) Weltwährung.</p>
<p>wo ist der Haken?</p>
<p>Freundliche Grüße</p>
<p>Onkel Otto</p>
]]></content:encoded>
<link>https://archiv1.dasgelbeforum.net/index.php?id=9625</link>
<guid>https://archiv1.dasgelbeforum.net/index.php?id=9625</guid>
<pubDate>Sat, 09 Feb 2008 05:06:09 +0000</pubDate>
<dc:creator>Onkel Otto</dc:creator>
</item>
<item>
<title>Visualisierung von was genau eigentlich? (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<p>Lieber Onkel Otto!<br />
 </p>
<blockquote><p>Freigeld muss Staatsgeld werden - Regiogeld kann Visualisierung der<br />
Vorteile<br />
einer Umlaufsicherung bzw. auch der Krisenursache in einer deflationären<br />
Krisensituation in einer Mediengesellschaft mit etwas Glück leisten.</p>
</blockquote><blockquote><p>Ich bin Praktiker denke Probleme von der Lösungsseite nicht von Ihren<br />
hochtheoretischen und hochstreitbaren Wurzeln - Kaufmann wie Gesell :o) -</p>
</blockquote><p>Sehr schön. Dann lass uns doch mal so von Theoretiker zu Praktiker plaudern. Wie ist denn das nun so, mit dem &quot;Marktobjekt&quot; Geld:</p>
<p>Nehmen wir mal an, Du hättest einen dicken Kumpel bei Giesecke &amp; Devrient, und der schmuggelt nun einen 50€-Schein aus der Druckerei (ist zwar praktisch unmöglich angesichts der Sicherheitsvorkehrungen, aber egal, für die Geschichte hier nehmen wir's mal an...).<br />
Und was hälst Du nun in Händen? Geld? Nach Deinen bisherigen Ausführungen musst Du diese Frage konsequenterweise mit &quot;Ja&quot; beantworten.</p>
<p>Jetzt könnte ich einwerfen, daß diese Banknote niemals bei der Notenbank verbucht wurde, und somit eigentlich garnicht exisitieren kann.</p>
<p>Dann konterst Du mit: Ja, ja, EIGENTLICH, aber PRAKTISCH siehst du ja, daß ich den Schein habe, und wer sollte an seiner Echtheit zweifeln, er IST ja echt, er kommt direkt von G&amp;D!!!</p>
<p>Dann sage ich: Aber ein Geldschein ist doch nur der sichtbare Teil eines Buchungsvorganges - de facto kannst Du selbstverständlich mit Deinem 50€-Schein überall bezahlen, und nicht mal Axel Weber könnte anhand des bloßen Augenscheins die &quot;Echtheit&quot; Deines Scheinchens verleugnen...aber de jure ist es eigentlich Falschgeld, da es eben bei der Bundesbank nicht ordnungsgemäß passiviert wurde...</p>
<p>Und dann sagst Du: Siehst Du, daß ist ja genau das, was ich immer meine - ihr Geldtheoretiker begreift einfach nicht, daß nur der de facto Aspekt zählt. Wenn etwas von jedermann als Geld akzeptiert wird, dann IST es auch Geld - basta! Und ich kann es jederzeit Beweisen, indem ich den Geldschein als Zahlungsmittel verwende!</p>
<p>Dann sage ich: Aber unser Geld ist doch ein Geschöpf der Rechtsordnung - entstanden durch Diskontierung bereits exisitierender Schuldtitel - bilanziert nach juristisch definierten Regeln. Geld gibt es de facto nur für diejenigen, die ihre Augen verschliessen und den Gesamtrahmen nicht überblicken (wollen). De facto zählt nicht - de jure ist am Ende entscheidend! Geld als solches gibt es nicht, und schon garnicht ausserhalb einer Bilanzierung. </p>
<p>Und dann sagst Du: Alles Schnick-Schnack, mit Deinem von den wesentlichen Punkten ablenkenden Juristen-Geschwafel - ich bin ein Mann der Praxis, und die Praxis hat mir stets bewiesen, daß Geld lediglich von allen als Geld akzeptiert sein muß, um Geld zu sein.</p>
<p>Und dann, lieber Onkel Otto, sind wir bei den Fragen angekommen, die ich Dir bereits gestellt habe. Und bei der Beantwortung dieser Fragen sind unsere täglichen Erfahrungen im Umgang mit Geld leider nicht sehr hilfreich.</p>
<p>Die Freiwirtschaft setzt geschickterweise genau da an, wo die Menschen die unangenehmen Seiten unseres Kreditgeldsystems zu spüren bekommen. Es ist doch so: Wenn das Geld trotz harter Arbeit und größter Sparsamkeit immer knapper wird, dann springen viele gerne auf jedes verfügbare Erklärungsmodell auf. Und zwar vorzugsweise auf die Modelle, die die jeweiligen persönlichen Lebensumstände widerspiegeln bzw. auf Modelle, sich mit den Betroffenen scheinbar solidarisieren und letztendlich eine scheinbar plausibel begründete Alternative aufzeigen.</p>
<p>Wenn aber neue Wege zu neuen Lösungen beschritten werden sollen, ohne jemals verstanden zu haben, wie das vorhandene (kritisierte) System funktioniert, dann frage ich mich, ob der neue Weg tatsächlich so durchdacht ist, wie es die Literatur zur Freiwirtschaft proklamiert. Und den pragmatischen Ansatz &quot;Jetzt lasst uns erstmal damit anfangen, nachdenken können wir unterwegs auch noch&quot;, empfinde ich nicht als sonderlich seriös.</p>
<p><br />
Beste Grüße an die Regio-Front<br />
Lex</p>
]]></content:encoded>
<link>https://archiv1.dasgelbeforum.net/index.php?id=9616</link>
<guid>https://archiv1.dasgelbeforum.net/index.php?id=9616</guid>
<pubDate>Sat, 09 Feb 2008 04:30:27 +0000</pubDate>
<dc:creator>Lex Mercatoria</dc:creator>
</item>
<item>
<title>Regiogeld ist nicht Lösung sondern Visualisierung (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<p>Hallo Lex und Meph,</p>
<p>ich stecke persönlich viel Zeit Kraft und sogar Geld in die Installation eines umlaufgesicherten Regiogeldes in unserer Region.</p>
<p>Ich tue dies nicht, weil ich glaube das der Regio ernsthaft irgendwas bewirkt<br />
oder den Euro überleben bzw. ersetzen kann.</p>
<p>Freigeld muss Staatsgeld werden - Regiogeld kann Visualisierung der Vorteile<br />
einer Umlaufsicherung bzw. auch der Krisenursache in einer deflationären Krisensituation in einer Mediengesellschaft mit etwas Glück leisten.</p>
<p>Vielleicht lässt sich mit der Visualisierung von Lösungen dann nach dem bewusstseinsweckenden &quot;Gameover&quot; etwas besseres aufbauen -vieleicht kann<br />
Visualisierung von Lösungen sogar Krieg verhindern. </p>
<p>Nur vielleicht - aber man muss IMHO jede Chance nutzen.</p>
<p>Ich bin Praktiker denke Probleme von der Lösungsseite nicht von Ihren hochtheoretischen und hochstreitbaren Wurzeln - Kaufmann wie Gesell :o) -<br />
Ich sehe 2 Grundmonopolien des heutigen Geldes welche den Unterschied zwischen todkrankem Kapitalismus und einer &quot;Es ist genug für alle da - Marktwirtschaft&quot; ausmachen.</p>
<p>Das &quot;Hortungs-Zinserpressung-Zwangsverschuldungs-Deflationsdrohungs-Monopol&quot;</p>
<p><br />
Dort ist Umlaufsicherung Teil einer Lösung - Freiland und andere Schlupflöcher müssen imho folgen.</p>
<p>Das &quot;in Rumänien sind die Löhne niedriger&quot; Erpressungspotential des Eigenkapitals welches sich aus Mobillität des Kapitals gegenüber der Arbeitskraft ergibt.</p>
<p>Hier gibt die Freiwirtschaft IMHO nicht genügend Antwort. Auch die Idee dass sich einfach jeder selbständig macht wenn Kapital billig ist IMHO grober Unfug.</p>
<p>Lösungsansätze könnte bei freien Wechselkursen liegen die die Währung von Billiglohnländer und Exportagressoren automatisch aufwertet.<br />
Sicher auch kleinere Währungsräume - z.B.der Mäck Pomm ist im Kurs zum Schwäble nicht 1 zu 1 sondern wirkt ausgleichend.</p>
<p>Wer hat dazu einen fertigen Plan?</p>
<p>Freundliche Grüße </p>
<p>Onkel Otto</p>
]]></content:encoded>
<link>https://archiv1.dasgelbeforum.net/index.php?id=9604</link>
<guid>https://archiv1.dasgelbeforum.net/index.php?id=9604</guid>
<pubDate>Sat, 09 Feb 2008 01:52:18 +0000</pubDate>
<dc:creator>Onkel Otto</dc:creator>
</item>
<item>
<title>Kapitalismus ist nicht Marktwirtschaft (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<p>Hallo Melethron,</p>
<p>Kapitalismus ist die Verleumdung der Marktwirtschaft. Erst wenn Geld auch mal<br />
Marktobjekt ohne Monopoleigenschaften ist haben wir Marktwirtschaft. Dann kannst Du beurteilen ob Marktwirtschafft effizient ist.</p>
<p>Grüße Onkel Otto</p>
]]></content:encoded>
<link>https://archiv1.dasgelbeforum.net/index.php?id=9596</link>
<guid>https://archiv1.dasgelbeforum.net/index.php?id=9596</guid>
<pubDate>Sat, 09 Feb 2008 00:09:20 +0000</pubDate>
<dc:creator>Onkel Otto</dc:creator>
</item>
<item>
<title>Erscheint einleuchtend ... (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>Hier eine Frage, die du bitte beantworten solltest:<br />
Minkowskis Raumzeit sagt dir etwas? Die beiden spitz aufeinander stehenden<br />
Lichtkegel auch? Würdest du mir recht geben, dass deine gesamte Erfahrung<br />
ausschliesslich innerhalb der Grenzen des Vergangenheitslichtkegels<br />
existieren kann? Ausserhalb der Lichtkegel soll es ja undefiniert sein.</p>
</blockquote><p><br />
Jo, das erscheint einleuchtend, hatte zwar kurz ein Problem mit dem undefinierten Bereich: andere Position bei x zur gleichen Zeit. Jedoch kam ich schnell auf meinen Denkfehler, was die &quot;Gleichzeitigkeit&quot; angeht. Also wie geasagt, erscheint einleuchtend, dass sich alles in diesem &quot;Ereignishorizont&quot; abspielt.</p>
<p>PS.: Hab ich das mit dem Gebrauchswert, Mehrwert etc nun eigentlich richtig verstanden? Bitte um Korrektur, wenn ich das falsch verstanden habe.</p>
]]></content:encoded>
<link>https://archiv1.dasgelbeforum.net/index.php?id=9449</link>
<guid>https://archiv1.dasgelbeforum.net/index.php?id=9449</guid>
<pubDate>Fri, 08 Feb 2008 04:44:15 +0000</pubDate>
<dc:creator>Melethron</dc:creator>
</item>
<item>
<title>Effizient ???? (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>wo an Bord dieses Forums gequält die Parole <strong>&quot;Ich hoffe sehr, dass die<br />
Hedge-Fonds die Exekutive übernehmen und alles an Effizienz und<br />
Profitabilität orientiert wird.&quot;</strong> ausgerufen wird, man sich neuerdings<br />
sogar in Rekursiv-Schleifen verfängt<br />
<a href="http://www.dasgelbeforum.net/forum_entry.php?id=9316">http://www.dasgelbeforum.net/forum_entry.php?id=9316</a> und aufmerksame<br />
Welt-Beobachter <a href="http://www.dasgelbeforum.net/forum_entry.php?id=9139">http://www.dasgelbeforum.net/forum_entry.php?id=9139</a> aus<br />
dem Tritt kommen...</p>
</blockquote><p><br />
Naja, aber das Marktwirtschaft nicht effizient ist, lässt sich über ein einfaches &quot;Gedankenexperiment&quot; erklären. Man muss sich einfach mal vorstellen wir hätten einen totalen Wirtschaftsboom: Es gibt immer mehr Arbeitsplätze, immer mehr Produktionsmittel und die &quot;Überproduktion&quot; steigt. Plötzlich aber brechen die Märkte ein, doch statt darauf zu reagiren, vergessen wir einfach mal alle diese dämliche Sache mit dem Geld und produzieren einfach weiter (bzw steigern die Produktion sogar) und sämtliche Güter werden einfach verteilt. Die einzige Grenze dieser Steigerung, wären die natürlichen Resourcen. (Also so nach dem Motto: &quot;Stellt euch vor es ist Rezession und keiner geht hin&quot; <img src="images/smilies/zwinker.gif" alt="[[zwinker]]" /> ).</p>
<p>Da man es ja bisher nicht geschaft hat die Wirtschaftszyklen zu verhindern (außer vielleicht durch exzessives Schulden machen, was aber eigentlich nix anderes bewirkt als eine &quot;Vergrößerung und Verlängerung&quot; der Schwankungen, so nach dem Motto &quot;pushen, bis der crash kommt&quot;) scheint es doch offensichtlich, dass Marktwirtschaft nicht wirklich effizient sein kann.</p>
]]></content:encoded>
<link>https://archiv1.dasgelbeforum.net/index.php?id=9448</link>
<guid>https://archiv1.dasgelbeforum.net/index.php?id=9448</guid>
<pubDate>Fri, 08 Feb 2008 04:33:40 +0000</pubDate>
<dc:creator>Melethron</dc:creator>
</item>
<item>
<title>@Meph (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<p>Hallo Mephistopheles!</p>
<p>Weit draussen auf dem Land, wo der Huber Schorsch das Entlüften der Dieselleitung am Traktor durch den Maier Franz mit einem Handschlag bezahlt, der für den Maier Franz bedeutet, daß er jederzeit eine handwerkliche Gegenleitung vom Huber Schorsch fordern kann (&quot;geh Schorsch, der gschissane Hoazkessl lafft net gscheit, huif ma amoi gschwind!&quot;), dort wird die Deckungsfrage wohl kaum jemals relevant werden. Etwaige Schwarzarbeits-Vorwürfe werden mit Schulterzucken und einem kurzen Grunzen quittiert.<br />
Ich hab' da noch einen Fernsehbericht aus Niederbayern (östliche Grenzregion) im Kopf: Frage an einen Landwirt &quot;Glauben Sie, das diese Region eines Tages wieder aufblühen könnte?&quot;, Antwort: &quot;Nur, wenn es eine neue Weltwirtschaftskrise gibt!&quot;</p>
<p>Könnte eine Freigeld-Währung beim Niedergang des gesetzliche Zahlungsmittel fortbestehen?</p>
<p>Eine überschaubare Tauschgemeinschaft mag in der Lage sein, so etwas wie eine Stammeswirtschaft nachzubilden. Wenn dabei Schuldscheine verwendet werden, die jeweils nur eine unmittelbare Waren- oder Dienstleistung zum Inhalt haben, dann mögen diese auch losgelöst von einem gesetzlichen Zahlungsmittel existieren können. Allerdings wird in einer solchen Gemeinschaft wohl kaum eine Umlaufsicherung mittels Schwundgeld von Interesse sein - es liefe ja trotz Schuldscheine alles nur auf simple Tauschwirtschaft hinaus.</p>
<p>Was aber bei einer Tausch-Gemeinschaft, die so groß ist, daß unmöglich jeder jeden kennen kann? Einer Gemeinschaft mit einer ausgeprägten Arbeitsteilung? Könnte z.B. eine Regionalwährung wie der Chiemgauer seinen Verwendern ein Zahlungsmittel bewahren, im Falle eines Niedergangs des Euros? Wer heute seine Rechnung in Chiemgauer nicht entrichten mag, muß es eben in Euro tun. Wer seine Chiemgauer nicht los wird, tauscht sie zurück in Euros. Keine nennenswerten Zwänge - keine nennenswerten Risiken. Eigentlich Kindergeburtstag.<br />
Und jetzt fällt das GZ aus - und alle Chiemgauer-Verwender jubeln, weil man ist ja eine autarke und starke Tauschgemeinschaft? Bestellungen in eBay funktionieren zwar nicht, aber wesentliche Teile der Regionalwirtschaft bleiben intakt, um zumindest die Minimalversorgung mit Lebensmitteln und Gütern zu gewährleisten?<br />
Und überall nur noch Altruisten, die angesichts der Krise zusammenrücken und sich ihrer christlichen Nächstenliebe besinnen? Wohl kaum - sehr bald wird die Frage aufkommen, was zu tun ist, wenn jemand seine Verbindlichkeiten nicht erfüllt. Es würde dann wohl, genau wie beim GZ, mit Zahlungsterminen, Zwang zur Zahlung und Sanktion bei Nichtzahlung gearbeitet werden müssen! Und welche Instanz innerhalb der Tauschgemeinschaft übernimmt dann die Rolle der Ordnungsmacht? Das Bürgermeisteramt und die örtliche Polizeidienststelle? Entlohnt womit? Mit Freigeld? Woher? Ach so, ja, der Bürgermeister erklärt das Freigeld kurzerhand zum Zahlungsmittel für die Gemeindesteuer und übernimmt auch gleich generös dessen â€žVerwaltungâ€œ ...und damit sind wir faaaast schon wieder da, wo wir hergekommen sind...</p>
<p>...fehlt nur noch der ursprüngliche Platzhirsch. Wo ist er geblieben? Verschwunden zusammen mit seinem GZ? Der sieht jetzt dem bunten Treiben zu und sagt: Brav, meine Kinder! Jetzt seid ihr alle erwachsen geworden, und braucht mich endlich nicht mehr. Wozu doch so eine Währungskrise gut sein kann! Wie war das damals mit der Ersatz-Währung Zigaretten und Schokolade nach dem zweiten Weltkrieg? Wurde diese &quot;bürgerliche Selbsthilfe&quot; vom Staat wohlwollend gefördert? &quot;Der Bürger muß eben auch mal selbst handeln, wo der Staat es nicht kann...&quot;???</p>
<p>Hast Du nicht selbst, werter Mephistopheles, vor kurzem einen Link zum Wirtschaftssicherstellungsgesetz reingestellt?</p>
<p>Dort wird der Weg gewiesen.</p>
<p><br />
Lückenlos.</p>
<p>Und weit draussen auf dem Land sagt der Maier Franz: &quot;Schaug hieh, Schorsch, jetztad lafft a wieda, da Hoazkessel, un gscheit brenna duads aa, dees Freigeld-Zaigs, dees gschissene!&quot;</p>
<p>Mein persönliches Freiwirtschafts-Szenario für die ländliche Region:<br />
1 Quadratmeter Wald kostet 1 Euro. Das ist trotz Bewirtschaftungszwang nicht viel.<br />
Ein Hektar Wald versorgt eine Familie und deren Haus ausreichend mit Brennstoff, ohne Raubbau betreiben zu müssen.</p>
<p>Und die Nachbarn, der Schorsch, der Franz und all die anderen, sind zwar keine Altruisten, aber gegenseitige Hilfe ist trotzdem selbstverständlicher Bestandteil deren täglichen Lebens.<br />
Für alles, was über diese kleine Gemeinschaft hinausgeht fehlt mir, das gebe ich gerne zu, schlicht und ergreifend der Glaube und die Vorstellungskraft und das ist auch der Punkt, den ich bei der Freiwirtschaft einfach nicht gebacken kriege...</p>
<p><br />
Mit allerbesten Grüßen<br />
Lex</p>
]]></content:encoded>
<link>https://archiv1.dasgelbeforum.net/index.php?id=9437</link>
<guid>https://archiv1.dasgelbeforum.net/index.php?id=9437</guid>
<pubDate>Fri, 08 Feb 2008 02:51:53 +0000</pubDate>
<dc:creator>Lex Mercatoria</dc:creator>
</item>
<item>
<title>@Lex: Ich werde den Verdacht nicht los... (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<p>dass die Freigelder letzen Endes durch nichts anderes gedeckt sind als den </p>
<p><strong>€</strong> bzw. <strong>$</strong>.</p>
<p>Selbst Oldy hat einmal empfohlen, Freigeldgeschäfte in GZ gesetzlichem Zahlungsmittel zu buchen, was natürlich bedeutet, dass sämtliche Freigelder mit dem Euro oder dem Dollar untergehen werden, wenn diese untergehen.</p>
<p>Und Euro und Dollar wiiederum sind gedeckt durch die Waffe.</p>
<p>Gruß Mephistopheles</p>
]]></content:encoded>
<link>https://archiv1.dasgelbeforum.net/index.php?id=9386</link>
<guid>https://archiv1.dasgelbeforum.net/index.php?id=9386</guid>
<pubDate>Thu, 07 Feb 2008 13:28:56 +0000</pubDate>
<dc:creator>Mephistopheles</dc:creator>
</item>
<item>
<title>@lex  - ja  Zeiten wie diese (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<p>Hallo Lex,</p>
<p>Zeiten wie diese - mit Ausblick auf Game-over - machen es lohnend nun auch mal die Details auszuarbeiten. Regiogeld mit ULG  aber derzeit noch eurodeckung geben wir hier schon seit einiger Zeit aus - jetzt kommen die Konten und der Bedarf für Konzepte nach game over. Melde mich wieder <br />
wenn Details fertig.    </p>
<p>MFG Onkel Otto</p>
]]></content:encoded>
<link>https://archiv1.dasgelbeforum.net/index.php?id=9383</link>
<guid>https://archiv1.dasgelbeforum.net/index.php?id=9383</guid>
<pubDate>Thu, 07 Feb 2008 12:38:05 +0000</pubDate>
<dc:creator>Onkel Otto</dc:creator>
</item>
<item>
<title>In Zeiten wie diesen, geschätzter Onkel Otto, (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<p>wo an Bord dieses Forums gequält die Parole <strong>&quot;Ich hoffe sehr, dass die Hedge-Fonds die Exekutive übernehmen und alles an Effizienz und Profitabilität orientiert wird.&quot;</strong> ausgerufen wird, man sich neuerdings sogar in Rekursiv-Schleifen verfängt <a href="http://www.dasgelbeforum.net/forum_entry.php?id=9316">http://www.dasgelbeforum.net/forum_entry.php?id=9316</a> und aufmerksame Welt-Beobachter <a href="http://www.dasgelbeforum.net/forum_entry.php?id=9139">http://www.dasgelbeforum.net/forum_entry.php?id=9139</a> aus dem Tritt kommen...</p>
<blockquote><p><br />
@ Dottore befasst sich mit diesen Fragen - mir erschließt sich die Sache<br />
noch nicht richtig warum dies alles so wichtig ist?</p>
</blockquote><p>[...] <br />
 </p>
<blockquote><p>Ich sehe Marktwirtschaft mit Umlaufsicherung als Kapitalismus light desen<br />
Umverteilung dann auch wieder über Erbfälle/Erbsteuern ins Gleichgewicht<br />
gebracht werden könnte. 3% Nettorendite statt 10% gibt ganz andere <br />
Zeitfenster.</p>
</blockquote><p>...in Zeiten wie diesen also, halte ich es für einen durchaus programatischen Ansatz, Unverstandenes kurzerhand durch Unerklärliches zu ersetzten! Ich beglückwünsche Dich zu diesem ausserordentlich mutigen Schritt! </p>
<p>  </p>
<blockquote><p>In der Freiwirtschaft sind sicher einige Sachen veraltet und auch zu<br />
generell zu hinterfragen - die Umlaufsicherung ist aber eine Lösungsansatz<br />
für Probleme  die der Debitismus wohl nur beschreibt.</p>
</blockquote><p>Vielleicht magst Du mal hier nachsehen <a href="http://www.ueber-das-geld.de/index.html">http://www.ueber-das-geld.de/index.html</a> , dieser kluge Mensch möchte die Erkenntnisse des Debitismus mit jenen der Freiwirtschaft zu einem harmonischen Ganzen zusammenfügen.</p>
<p>Leider kann ich Dich auf Deinem Weg nicht begleiten, da ich noch immer mit unbeantworteten Detailfragen zur Freiwirtschaft herumlaboriere...</p>
<p>Herzliche Grüße<br />
Lex</p>
]]></content:encoded>
<link>https://archiv1.dasgelbeforum.net/index.php?id=9366</link>
<guid>https://archiv1.dasgelbeforum.net/index.php?id=9366</guid>
<pubDate>Thu, 07 Feb 2008 10:53:25 +0000</pubDate>
<dc:creator>Lex Mercatoria</dc:creator>
</item>
<item>
<title>na dann mal scheibchenweise (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<p>Hallo,</p>
<p> </p>
<blockquote><p>Dies ist auch der Grund warum ich mich an ein Wirtschaftsforum wende. Ich<br />
möchte Marx erstmal rein ökonomisch betrachten ohne die ganze &quot;Hegelei&quot;<br />
und auch ohne dieses ganze Ideologie Geschrei, denn (soweit ich Kant<br />
verstanden habe, auch hier möge man mich korrigieren) ist doch eh ALLES<br />
Ideologie, da es a priorische Erkenntnis gar nicht gibt und unsere<br />
Vernunft immer auch durch die Sinneserfahrung beinflusst ist, was in<br />
meinen Augen, dann jede Art von Ideologiekritik absolut überflüssig<br />
macht.</p>
</blockquote><p>Stopp!<br />
Der genuine Marx ist eben keine Ideologie mehr, was auch dennoch Kant nicht widerspricht. Ohne Kenntnis seiner Denkweise kommst du nicht weiter und landest höchstens bei den Marxisten. Der Unterschied oist fundamental: während Marx Aufhebung des bürgerlichen Privateigentums als Kern seiner Kritik fordert, ist es bei Marxisten verkürzt Abschaffung des PE oder &quot;demokratische Kontrolle der PM&quot; (Buchenberg).</p>
<p>Hier eine Frage, die du bitte beantworten solltest:<br />
Minkowskis Raumzeit sagt dir etwas? Die beiden spitz aufeinander stehenden Lichtkegel auch? Würdest du mir recht geben, dass deine gesamte Erfahrung ausschliesslich innerhalb der Grenzen des Vergangenheitslichtkegels existieren kann? Ausserhalb der Lichtkegel soll es ja undefiniert sein.<br />
<a href="http://upload.wikimedia.org/wikipedia/de/c/c4/Minkowski-Diagramm_-_Kausalit%C3%A4t.png">http://upload.wikimedia.org/wikipedia/de/c/c4/Minkowski-Diagramm_-_Kausalit%C3%A4t.png</a><br />
 </p>
<blockquote><p>Gerade auch an dottore hätte ich dann noch die Frage, wie Kapitalismus<br />
funktionieren soll, wenn es doch immer wieder in die Debitismus falle<br />
führt.</p>
</blockquote><p>Ich habe auch meine Kritik an dottores Debitismus, weil er damit zwar Ereignisse betrachtet, aber nicht erklärt. Somit findet er damit auch keine Lösung. Es ist eigentlich ein typisch hegelsches Weltbild.</p>
<p>Gruß</p>
]]></content:encoded>
<link>https://archiv1.dasgelbeforum.net/index.php?id=9295</link>
<guid>https://archiv1.dasgelbeforum.net/index.php?id=9295</guid>
<pubDate>Thu, 07 Feb 2008 05:51:00 +0000</pubDate>
<dc:creator>Fremdwort</dc:creator>
</item>
<item>
<title>Freiwirtschaft oder nur Umlaufsicherung (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<p>Wie sieht in Deiner Vorstellung umlaufgesichertes Geld im Detail aus?<br />
Woher soll es kommen bzw. auf welche Weise soll es â€žauf die Weltâ€œ kommen?<br />
Was soll es darstellen, außer reine Bezugsscheine?<br />
Gibt es eine â€žStartkonfigurationâ€œ, bei der die ganze Volkswirtschaft mit<br />
einem â€žStartguthabenâ€œ ausgestattet wird? Wenn ja, hiesse dies, daß es<br />
keine Passiv-Position für dieses Geld gäbe? Also alles Geld wäre &quot;Netto&quot;?<br />
Wäre das Geld â€žeinfach soâ€œ, also &quot;an sich&quot; vorhanden?</p>
<p>Hi Lex </p>
<p>@ Dottore befasst sich mit diesen Fragen - mir erschließt sich die Sache<br />
noch nicht richtig warum dies alles so wichtig ist?</p>
<p>wir haben heute ein geldsystem was ständiges kredit und wirtschaftswachstum erfordert was in einer endlichen Welt nicht funktionieren kann<br />
- dies ist wohl auch zwischen Freiwirtschaft und Debitismus konsens.</p>
<p>Die Freiwirtschaftler verehren Gesell und seine Werke und versprechen<br />
wohl viel zu viel. Ich bin nur Fan der Umlaufsicherung da Sie Deflation<br />
und damit in letzter Konsequenz Krieg vermeidet.  <br />
Ob des Gesell Modell der Steuerung über Geldmenge von Bargeld heutzutage<br />
funktioniert habe ich große Zweifel.</p>
<p>Muß auch nicht - grad egal - wenn man Bargeld umlaufsichert und noch ein paar ander ausweichkanäle zu macht kann man auf den Konten auch einen sinnvollen Deflationsausgleich buchen und damit auch im Deflationsfall jederzeit steuern.</p>
<p>Unser Finanzsystem ist heute wie ein Atomkraftwerk - alle brauchen den Strom<br />
- das Ding muss laufen.<br />
So nun darf aber keine selbstverstärkende Kernschmelze (deflation) auftreten.<br />
Die Besitzer des Kernkraftwerks können die Bremsstäbe fernsteuern und damit die Welt erpressen. Die Umlaufsicherung ist IMHO der demokratische Bremsstab für die Weltfinanzatomkraftwerksbombe. <br />
   <br />
Ein Großteil der Staatsausgaben wird heute als Subventionen zur Wachstumserhaltung,Kreditsubventionen,Umverteilung der Umverteilung erpresst.</p>
<p>Ich sehe Marktwirtschaft mit Umlaufsicherung als Kapitalismus light desen<br />
Umverteilung dann auch wieder über Erbfälle/Erbsteuern ins Gleichgewicht gebracht werden könnte. 3% Nettorendite statt 10% gibt ganz andere <br />
Zeitfenster. </p>
<p>In der Freiwirtschaft sind sicher einige Sachen veraltet und auch zu generell zu hinterfragen - die Umlaufsicherung ist aber eine Lösungsansatz für Probleme  die der Debitismus wohl nur beschreibt.</p>
<p><br />
MFG Onkel Otto</p>
]]></content:encoded>
<link>https://archiv1.dasgelbeforum.net/index.php?id=9216</link>
<guid>https://archiv1.dasgelbeforum.net/index.php?id=9216</guid>
<pubDate>Wed, 06 Feb 2008 14:50:17 +0000</pubDate>
<dc:creator>Onkel Otto</dc:creator>
</item>
<item>
<title>Marktobjekt? (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<p>Hi Onkel Otto!</p>
<blockquote><p>Umlaufgesichertes Geld ist IMHO der Weg in die Marktwirtschaft.</p>
</blockquote><blockquote><blockquote></blockquote></blockquote><blockquote><p>Geld als nachfragegeregeltes Marktobjekt</p>
</blockquote><p>Wie sieht in Deiner Vorstellung umlaufgesichertes Geld im Detail aus?<br />
Woher soll es kommen bzw. auf welche Weise soll es â€žauf die Weltâ€œ kommen?<br />
Was soll es darstellen, außer reine Bezugsscheine?<br />
Gibt es eine â€žStartkonfigurationâ€œ, bei der die ganze Volkswirtschaft mit einem â€žStartguthabenâ€œ ausgestattet wird? Wenn ja, hiesse dies, daß es keine Passiv-Position für dieses Geld gäbe? Also alles Geld wäre &quot;Netto&quot;?<br />
Wäre das Geld â€žeinfach soâ€œ, also &quot;an sich&quot; vorhanden?<br />
Gibt es in der Welt der Freiwirtschaft privates Eigentum?<br />
Kann dieses Eigentum beliehen werden?<br />
Was entstünde bei der Beleihung von Eigentum in der Freiwirtschaft? Umlaufgesichertes Geld?<br />
Welche Rolle übernimmt der Staat in der Freiwirtschaft? Die des berühmten Nachtwächters, der nur nach dem Rechten sieht? Oder hält er weiterhin das Geld-Monopol inne? Worin erhebt er seine Steuern?</p>
<p>Fragen über Fragen...</p>
<p><br />
Gruß<br />
Lex</p>
]]></content:encoded>
<link>https://archiv1.dasgelbeforum.net/index.php?id=9202</link>
<guid>https://archiv1.dasgelbeforum.net/index.php?id=9202</guid>
<pubDate>Wed, 06 Feb 2008 13:31:25 +0000</pubDate>
<dc:creator>Lex Mercatoria</dc:creator>
</item>
<item>
<title>die Hochfinanz wird die Ladung verweigern (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<p>in der Deflation kann man sich für kleines geld die meisten Sachwerte<br />
dieser Welt untern Nagel zu reisen. </p>
<p>Deshalb werden wohl keine Hubschrauber kommen</p>
<p>MFg Onkel Otto</p>
]]></content:encoded>
<link>https://archiv1.dasgelbeforum.net/index.php?id=9201</link>
<guid>https://archiv1.dasgelbeforum.net/index.php?id=9201</guid>
<pubDate>Wed, 06 Feb 2008 13:22:24 +0000</pubDate>
<dc:creator>Onkel Otto</dc:creator>
</item>
</channel>
</rss>
