Kleine live-Reportage aus Boston (mkT)
Meine derzeitige Reise hat mich ins Amiland verschlagen. Überraschung bei der Einreise, Auftrennung jetzt nach Amis/Canadiern, ESTA, Visabesitzer.
Als Estabesitzer in die Schlange. Überraschung: ca 30-40 Maschinen stehen dort, man muß seinen Paß drauflegen, dann ein paar Bildschirmbuttons drücken, zum Schluß noch die ganze Hand wegen der Fingerabdrücke (was an mehreren Maschinen kaputt war und am längsten dauert), das war's fast. Dann wird ein Foto geschossen und ausgedruckt auf einem Thermodrucker, das muß man mitnehmen, und von diesen Officern an der Theke gibts für die ESTA Schlange nur noch 4 Stück.
Der fragt dann das übliche, welches Business, wie lange man bleiben will, ob man Essen im Rucksack hat etc.
Das ganze war trotz 747 in 20 Minuten über die Bühne. Da hab ich auch schon wesentlich schlimmeres erlebt. Ein Fortschritt!
In Boston ist Weihnachtsstimmung und natürlich auch Shoppingstimmung. Nach dem Black Friday letzte Woche war jetzt Cyber Monday, und viele Stores haben bis zu 40 oder 50% Preisnachlaß.
Dementsprechend ist die Innenstadt und entsprechend das shopping area downtown voll mit Chinesinnen. Unglaublich, auch die Innenstadt scheint zu 40% aus Chinesinnen zu bestehen. Ich nehme an, daß die meisten reiche Töchter der neuen Oligarchen bzw. der neuen Mitte aus China sind und am MIT, in Harvard und an der Northeastern Uni studieren. Alle sehr hübsch und extrem vorteilhaft und teuer gekleidet, jede mit teurer Handtasche und jetzt mit vielen Tüten von Saks 5th Avenue, Neiman Marcus etc.
Das macht ein sehr interessantes Straßenbild, Boston ist somit eine sehr elegante, man möchte fast sagen, sophisticated und smarte Stadt, fast ein "kleines Paris". Naja, die Eleganz und die Avantgarde fehlt doch schon noch.
Amis sieht man eigentlich weniger, wenn man das mal mit NYC vor 10 oder 20 Jahren vergleicht in der Vorweihnachtszeit, besonders nicht in den Geschäften, der Geldbeutel und die Credit Card scheinen nicht so locker zu sitzen wie bei den Mode- und statusbewußten Chinesinnen, denen nichts teuer genug sein kann.
Interessant: in den Malls und im central shopping area um die Straßen herum, wo damals die Bomben hochgegangen sind beim Marathon sind extrem viele Sicherheitskräfte unterwegs, sogar Polizisten mit Schnüffelhunden stehen manchmal an den Türen und ums Convention Center herum. Sowas kenne ich eigentlich nur aus Israel, speziell aus Jerusalem. Fehlt nur noch, daß man wie dort an die Eingänge der Geschäfte Metalldetektoren anbringt, durch die man durchgehen muß.
Auch der Verkehr in der Stadt und am Airport ist nicht allzustark, die Wartezeiten an den verschiedenen Kontrollpunkten halten sich alle sehr im Rahmen. Von Boomzeiten a la 2006 oder 1999 sind wir meinem Gefühl nach weit entfernt.
DT
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DT,
04.12.2014, 01:59
- Endlich etwas Positives aus CHIna-USA -
Apostroph,
04.12.2014, 08:36
- Reiche Chinesen stuetzen US-Wirtschaft - CalBaer, 05.12.2014, 05:16
- Endlich etwas Positives aus CHIna-USA -
Apostroph,
04.12.2014, 08:36
