Wen es interessiert: Kreditverkäufe: Was sagen die Banken [ in NRW ]?
Sendung vom 11. Februar 2008
Kreditverkäufe: Was sagen die Banken?
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markt wollte daher von 65 ausgewählten Kreditinstituten in NRW wissen, ob sie in der Vergangenheit Kredite verkauft haben und ob sie dies in der Zukunft tun werden. Viele Sparkassen wollten uns selbst keine Antwort geben und verwiesen auf ein allgemeines Antwortschreiben des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes. Dieses beruht auf einem generellen Einvernehmen beziehungsweise auf einer generellen Empfehlung der Sparkassen-Finanzgruppe, an die sich in der Vergangenheit jedoch nicht immer alle Sparkassen gehalten haben.
Die gute Nachricht: Fast alle angefragten Institute gaben an, bei "störungsfreien" beziehungsweise "vertragsgemäß bedienten" Krediten sei ein Verkauf weder in der Vergangenheit erfolgt, noch werde man solche Kredite in Zukunft veräußern. Dazu muss man jedoch wissen, dass es keine rechtlich eindeutige Definition gibt, ab wann ein Kredit als "gestört" gilt. Es gibt durchaus Meinungen, dass ein Kredit schon nach einmaliger Zahlungsverzögerung als "gestört" eingestuft werden darf.
Als "notleidend" gilt ein Kredit hingegen, wenn der Kreditnehmer ihn über einen längeren Zeitraum nicht mehr bedienen konnte. Die meisten Institute behalten sich für solche notleidenden Kredite auch in Zukunft einen Verkauf vor, wobei Sparkassen und Genossenschaftsbanken die Kredite nur innerhalb der eigenen Finanzgruppe weitergeben wollen.
Ergebnisse der markt-Umfrage: http://www.wdr.de/tv/markt/20080211/b_4.phtml
