Das Gelbe Forum Forum nach Zeit sortieren Forum nach letzter Antwort sortieren die 150 neuesten Beiträge
  • >Neu hier? / Infos
    • Leitlinien und Regeln
    • Das Gelbe Forum unterstützen
    • Hinweise zur Handhabung
    • Registrieren
    • Passwort vergessen?
    • Gefälschte E-Mails
    • Leserzuschriften
    • Abkürzungen
    • Impressum/Kontakt
    • Disclaimer
  • >Wissen
    • Einstiegsliteratur Debitismus
    • Weitere Literatur
    • Sammlungen
    • Buchempfehlungen
    • Altes Elliott-Wellen-Forum
  • >Elliott-Wellen
    • Elliott-Grundkurs
    • Alle ELLI-Beiträge
    • Elliott-Links
    • Elliott-Tagung 1
    • Elliott-Tagung 2
    • Altes Elliott-Wellen-Forum
    • Elliott-Tagung 1
    • Elliott-Tagung 2
  • >Themen
    • Risiken der Atomkraft
    • Buchempfehlungen
    • div. alternative Nachrichtenüberblicke
    • Froschgrafik
    • Chart du Jour
    • Das oekonomische Zitat
    • Beliebte Rechtschreibfehler
  • >Charts / Börsenlinks
    • Charts / Börsenlinks
    • Währungen
    • Rohstoffe
    • Aktienindizes
    • Gold in Euro
    • Silber in Euro
  • >Forumsarchive
    • Das alte Elliott-Wellen-Forum (2000-2007)
    • Das Gelbe Forum (2007-2017)
  
 
  • Login
zurück zur Hauptseite
  • linear

ARCHIV1 - HIER FINDET SICH DER ZEITRAUM BIS 2017

Forum-Menü | Fluchtburg autark am Meer | Goldpreis heute | Zum Tode von Jürgen Küßner | Bücher vom Kopp-Verlag
ZITAT »Wir ersticken in der Datenflut.«
Unterstützen Sie das Gelbe Forum durch Käufe bei Amazon. | Weitere Buch-Empfehlungen und Amazon-Navigation

Nice Try Warren ...

weissgarnix @, Mittwoch, 13.02.2008, 03:29 (vor 6557 Tagen)

Das Orakel von Omaha, Investmentlegende Warren Buffet, lässt verlauten, dass er an der Übernahme der „guten“ Portfolioteile der Monoline-Insurers, nämlich des Geschäfts mit Kommunalobligationen (Municipal Bonds, kurz „Munis“) interessiert ist, immerhin im Umfang von rund 800 Mrd US Dollar.

Soweit, so gut. Für Buffet, wohlgemerkt. Denn was die Monoliners betrifft, müsste man ihnen schon grandiose Dummheit unterstellen, wenn sie das Angebot von Buffet überhaupt nur erwägen. Da mögen die Aktienbörsen noch so himmelhoch jauchzen über die vermeintliche „Rettung“, auf dem Spielplan steht leider, mit oder ohne Buffets Angebot, nach wie vor ein ganz anderes Stück, nämlich das der „Tragödie“. Und darin, wie man aus Erfahrung weiß, mögen zwar vereinzelte Nebendarsteller immer wieder mal glücklich mit dem Leben davonkommen, ihre große Liebe finden, moralisch geläutert werden oder dergleichen. Aber der Hauptdarsteller erleidet immer und ausnahmslos ein Fiasko, an dessen Ende zumeist die physische Vernichtung steht. Und das wiederum meist nicht „kurz und schmerzlos“, sondern ganz im Gegenteil, unter allergrößten Qualen.

Tja, und leider sieht die Besetzungsliste unseres Stücks vor, dass die „Monoliners“ die Hauptrolle übernehmen. Schade für sie, aber keiner hat sie dazu gezwungen. Die Gier, wie üblich, hat sie aus ihrem angestammten, drögen Geschäft mit den Munis in die verheissungsvolle Glitzer-Welt der „Subprime-Mortgages“ geführt, und jetzt gucken sie halt alle ein wenig blöd aus der Wäsche. Soll vorkommen.

Muß aber andererseits nicht heißen, dass man am Ende des Stücks nun jeglichen Rest unternehmerische Intelligenz über Board wirft und sich von Herrn Buffet über den Tisch ziehen lässt. Der gute Warren hat nämlich nachweislich kein Geld zu verschenken, daher wird sein Gebot für die Muni-Portfolios keine direkten Gewinnmöglichkeiten für die Monoliners eröffnen, vermutlich eher das Gegenteil. Mit anderen Worten, ein Verkauf an Buffet könnte höchstens irgendwo in der Nähe des Buchwerts stattfinden, mit denen diese Portfolios bei den Monoliners in den Büchern stehen. Wo aber kein Gewinn, da auch keine „Eigenkapitalstärkung“, doch genau darum geht es bei den Monoliners: eine Stärkung ihrer Eigenkapitalbasis. Aus diesem Grunde sollten sie das Angebot von Buffet höflich, aber bestimmt zurückweisen, was angeblich einige auch schon getan haben. Der alte Mann hatte sicher Gutes im Sinn, aber hauptsächlich für sich selbst bzw. seine Shareholders, das ist offensichtlich auch den Managern der Monoliners nicht verborgen geblieben.

Es würde aber nicht wundern, wenn jetzt „offizielle Stimmen“ laut würden, die den Monoliners nahe legen, Buffets Spiel doch mitzuspielen. Und zwar aus „übergeordnetem Interesse“, soll heißen, den Verbleib der Kommunalobligationen in „starken Händen“. Klar ist, dass die finanzielle Solidität des Berkshire Hathaway Imperiums natürlich eine ganz andere ist, als die der schwer mit Schlagseite durch raues Wasser treibenden Monoliners. Aber klar ist auch, dass wenn die Monoliners sich von diesem Teil ihres Geschäfts trennen, ihr eigenes Schicksal besiegelt ist. Und die Frage nach dem Verbleib des „toxic waste“ der Suprime-Versicherungspolizzen zudem keineswegs gelöst. Es müsste sich nach wie vor jemand finden, der sich dieses Problems annimmt. Und dass das leichter geht, sobald die Munis abgespaltet sind, ist überhaupt nicht gesagt.

Somit hätte Buffets Plan 3 Gewinner: Buffet, seine Shareholders und die Player auf dem Markt für Kommunalobligationen (Emittenten, Investoren). Die Monoliners aber hätten damit endgültig die Arschkarte gezogen … sie wären daher allesamt verrückt, Buffets Angebot anzunehmen.

antworten
 

Die Arschkarte ist in vielen Händen

chiron, Mittwoch, 13.02.2008, 04:00 (vor 6557 Tagen) @ weissgarnix

Die Monoliners aber hätten damit endgültig die Arschkarte gezogen … sie
wären daher allesamt verrückt, Buffets Angebot anzunehmen.

Hallo weissgarnix

Die Arschkarte haben, falls Warren Buffett seinen Deal durchziehen kann, die Gläubiger des Rest-Portfolios. Das sind nicht die Monoliner - deren Schicksal ist eh schon besiegelt - sondern die Gläubiger; ergo Banken, Fonds und Versicherungen.

Hier geht es um viiiiiiel mehr als um Monoliners. Die Arschkarte ist in vielen Händen.

Gruss chiron

antworten
 

glaube ich nicht , weil ...

weissgarnix @, Mittwoch, 13.02.2008, 04:08 (vor 6557 Tagen) @ chiron

Die Arschkarte haben, falls Warren Buffett seinen Deal durchziehen kann,
die Gläubiger des Rest-Portfolios.

Stimmt, aber dazu wird es ziemlich sicher zu einer "orchestrierten Lösung" kommen ... sprich Herr Paulson et alii werfen mit Tax payer's Knete fröhlich um sich, und alles wird gut.

Das sind nicht die Monoliner - deren Schicksal ist eh schon besiegelt - sondern die Gläubiger; ergo Banken, Fonds und Versicherungen.

Der Punkt ist: haben die Monoliners noch einen "Joker" im Ärmel, dank dessen sie sich Chancen ausrechnen dürfen, als Businesses irgendwie auch in den Genuß der obigen "Rettungsaktion" zu kommen, ja oder nein ? - Mit den Munis im Säckel haben sie, ohne jedoch, sind sie leere Hüllen mit einem Haufen Schrott darin ... Hätte ich also so einen Monoliner zu führen, ich würde meine Haut teuer verkaufen ... das schliesst aber einen Warren Buffet als Käufer der Munis aus. Zunächst jedenfalls.

antworten
 

Du verkennst die Situation

chiron, Mittwoch, 13.02.2008, 06:08 (vor 6557 Tagen) @ weissgarnix


Stimmt, aber dazu wird es ziemlich sicher zu einer "orchestrierten Lösung"
kommen ... sprich Herr Paulson et alii werfen mit Tax payer's Knete
fröhlich um sich, und alles wird gut.

Hallo weissgarnix

Deine Staatsgläubigkeit möchte ich haben. Mit den SIV gings ja bereits den Bach runter, weshalb so sie jetzt das stemmen, umso mehr als viele dieser Ramschanleihen im Ausland vor sich hin schmoren?


Der Punkt ist: haben die Monoliners noch einen "Joker" im Ärmel, dank
dessen sie sich Chancen ausrechnen dürfen, als Businesses irgendwie auch
in den Genuß der obigen "Rettungsaktion" zu kommen, ja oder nein ? - Mit
den Munis im Säckel haben sie, ohne jedoch, sind sie leere Hüllen mit
einem Haufen Schrott darin ... Hätte ich also so einen Monoliner zu
führen, ich würde meine Haut teuer verkaufen ... das schliesst aber einen
Warren Buffet als Käufer der Munis aus. Zunächst jedenfalls.

Die Monoliners hatten NIE einen Joker im Aermel. Ihr Eigenkapital ist und war immer schon lächerlich klein. Allein weil die Ratingagenturen mitgespielt hatten, funktioniert ihr Modell. Ob Warren Buffett nun die Munis unter seine Fittiche nimmt oder nicht, ist völlig belanglos. Es geht um die anderen 1600 Milliarden und deren Besitzer werden die Arschkarte ziehen, zumindest ist nichts anderes am Horizont zu erkennen.

Dein Argument "die Monoliners ziehen die Arschkarte" interessiert - mit Verlaub - doch niemanden. Die Monoliners haben doch nicht diesen Einfluss auf die Finanzmärkte, wenn es NUR um IHR Ueberleben ging. Nein es geht um viel mehr und eine Lösung haben wir bis dato noch nicht - Paulson hin oder her.

Gruss chiron

antworten
 

OT: Taxpayer`s Knete; das hat mich doch an was erinnert- mL

Mephistopheles, Mittwoch, 13.02.2008, 15:16 (vor 6556 Tagen) @ chiron

Video

antworten
 
RSS-Feed dieser Diskussion

Werbung

Wandere aus, solange es noch geht.

CoinInvest -- Ihr Edelmetallhändler






444324 Einträge in 53482 Threads, 990 registrierte Benutzer, 128 Benutzer online (0 registrierte, 128 Gäste) | Forumszeit: 26.01.2026, 00:29 (Europe/Berlin)
Das Gelbe Forum: Das Forum für Elliott-Wellen, Börse, Wirtschaft, Debitismus, Geld, Zins, Staat, Macht (und natürlich auch Politik ud  Gesellschaft - und ein wenig alles andere) || Altes Elliott-Wellen-Forum

Ja, auch diese Webseite verwendet Cookies. Hier erfahren Sie alles zum Datenschutz
✖