Finanzinvestoren kaufen sich in die schrumpfende US-Zeitungslandschaft ein. Warum?
Vergangenes Jahr kaufte sich der Immo-Mogul Sam Zell (schon öfter hier genannt) in die Chicago Tribune und LA Times ein.
Jezt kauft sich Scott Galloway mittels des Firebrand- und Harbinger-Fonds in die NewYork Times ein (10 %).
Das Intelligenz-Blatt Speigel schreibt:
Der US-Printmarkt taumelt von einer Krise in die nächste: Auflagen schrumpfen, Anzeigenumsätze schwinden, Kosten steigen, Gewinne brechen ein, Kurse stürzen ab. Aktuell kommt noch die allgemeine Rezessionsangst hinzu. "Die Konjunktur wird dieses Jahr wohl keinen Schub bringen", sagt Frank Anton, CEO des Immobilien-Fachverlags Hanley Wood.
Zyklische und strukturelle Schwächen haben sich zum "perfect storm" vereint. Der kombinierte US-Anzeigenumsatz aus Print und Online sank 2007 um sieben Prozent. Nach Angaben des Branchenverbands Newspaper Association of America (NAA) gab es einen solchen Sturz seit dem Zweiten Weltkrieg nur einmal - während der Rezession 2001. Inflationsbereinigt lag der Anzeigenumsatz im vergangenen Jahr 20 Prozent unter dem von 2000.
Jetzt frage ich mich, was sehen Zell und Galloway u.a., was ich nicht sehe.
Wo ist die Story im amerikanischen Zeitungsmarkt? Woher und wie soll der Turnaround kommen? Sam Zell will sicher kein Geld verbrennen.
Ich bitte um Meinungen, sofern vorhanden!
alberich
