Neeein - nicht schon wieder ! Wird Geld wertvoll ?
crosswind, Freitag, 15.02.2008, 13:38 (vor 6554 Tagen)
Guten Abend
20% Zins zahlt die New York Port Authority. Wow, nicht schlecht. Soweit ich das begriffen habe, ist die duration allerdings eher kurz.
Mehr dazu hier :
http://globaleconomicanalysis.blogspot.com/2008/02/no-underwriter-support-for-failed-mu...
Wie immer bisher - mit Geld meine ich Notengeld, das verfügbar ist und nicht Geld, das auf einer möglichen Pleitebank anvertraut wurde.
Wie auch immer - ss scheint, dass Geld ein knappes Gut geworden ist.
Schade, dass diesbezüglich meine bisherigen Vorstösse kaum aufgedröselt wurden.
In der Tiefe lauert da etwas, das mE die Vorstellungskraft der Allermeisten übersteigen könnte.
Schau mer mal.
gruss cw
In der Tiefe lauert (zum Glück) gar nix
MisterBurns, Freitag, 15.02.2008, 14:38 (vor 6554 Tagen) @ crosswind
Mein Gott, Freunde, wann kapiert ihr das denn endlich?
In einer Welt des fiat-Money ist jedweder Crash locker verhinderbar - natürlich nur, wenn gewollt!
Sämtliche Rentenkürzungen, Sparmaßnahmen, Maastrichtkriterien etc. dienen einzig und allein dazu, den Glauben in die Werthaltigkeit unserer Papierzettel zu erhalten (Allokation), solange es nur geht. Damit wird auch die Hyperinfla (noch ne Weile) hintangehalten.
Mit dieser Aussage muß ich allerdings möglicherweise meine neulich kolportierte Abneigung gegen sämtliche Verschwörungstheorien etwas relativieren, aber seis drum.
Mister Burns
PS: Die größten Ignoranten sind mM nach die Schwundgeldfreaks, die die große Weltrettung darin sehen, noch weiteres sogar völlig sinnloses Papier auf den Markt zu schmeißen.
wer ist ein Ignorant?
Onkel Otto, Samstag, 16.02.2008, 01:24 (vor 6554 Tagen) @ MisterBurns
PS: Die größten Ignoranten sind mM nach die Schwundgeldfreaks, die die
große Weltrettung darin sehen, noch weiteres sogar völlig sinnloses Papier
auf den Markt zu schmeißen.
Hallo Mister Burns
an meinem linken Bein wird's gerade lauwarm/feucht :o)
Ein Ignorant ist, wer den einzigen Lösungsansatz für ein durch Zins und Zinseszins zwangsläufig in eine zerstörerische Exponentalität getriebenes
Geldsystem ablehnt, ohne sich ernthaft damit zu befassen.
was bitte ist an Freigeld/Schwundgeld genau sinnlos?
Freundlichste Grüße
Onkel Otto
....Weil es nicht funzt ...
H.P., Samstag, 16.02.2008, 02:23 (vor 6554 Tagen) @ Onkel Otto
Hallo !
was bitte ist an Freigeld/Schwundgeld genau sinnlos?
Weil es genau NIX und nochmals NIX auf dieser Welt dafür zu kaufen gibt.
Hoffentlich hält dieses Thema nicht in diesem Forum auch noch Einzug.
Gruß
H.P.
Lösungen unerwünscht?
Onkel Otto, Samstag, 16.02.2008, 03:36 (vor 6554 Tagen) @ H.P.
was bitte ist an Freigeld/Schwundgeld genau sinnlos?
Weil es genau NIX und nochmals NIX auf dieser Welt dafür zu kaufen gibt.
Auf diese Behauptung ohne jede Begründung kann ich leider nicht eingehen.
Hoffentlich hält dieses Thema nicht in diesem Forum auch noch Einzug.
Sind Lösungen hier unerwünscht? - wollt Ihr hier immer nur heulen wie schlecht die Welt ist und erst recht werden wird ?
Ich hatte in diesem Thread Ansatzpunkte genannt die bisher hier keiner sachlich "zerlegt" hat.
Sicher ist und wird das hier kein Freiwirtschaftsforum - aber es gibt hier ausreichend Themen die mehr offtopic sind als dieses. Mister Burns hat
ja das Thema wieder angeschoben
Grüße Onkel Otto
Der Freigeldunsinn ist erschöpfend abgehandelt worden ....
Elli
, Samstag, 16.02.2008, 04:17 (vor 6554 Tagen) @ Onkel Otto
was bitte ist an Freigeld/Schwundgeld genau sinnlos?
... und zwar im alten Forum http://f17.parsimony.net/forum30434/
Allein knapp 1200 Beiträge mit dem Begriff "Freigeld".
Andere geeignete Suchbegriffe sind:
Oldy
Oldystunde
Gogos
Wenn du dort durch bist und einen NEUEN Aspekt bringen kannst, bitte gerne.
Aber ansonsten nervt das nur.
bin Regeltechniker nicht Sektenjünger
Onkel Otto, Samstag, 16.02.2008, 05:34 (vor 6554 Tagen) @ Elli
Wenn du dort durch bist und einen NEUEN Aspekt bringen kannst, bitte
gerne.
Aber ansonsten nervt das nur.
Hallo Elli,
hab mich schon länger mit dieser Sache befasst - kenne die meisten Diskussionen und sehe die teilweise schon fast wie religöse Glaubensbekenntnisse der Freigeldwunder (z.B. zwangsläufige Vollbeschäftigung)
sicher ähnlich kritisch wie Du. Was wird da nicht alles versprochen.
Und dies kann man dann in 1000 Threads zerlegen bis es nervt. Läuft Geld um oder eher nicht-und wenn ja wie schnell - wie hoch ist der Zinsanteil in Preisen wirklich usw. Kann ich leider teilweise ausbildungsbedingt auch nicht folgen.
Aber als gelernter Regelungstechniker sehe ich einfach, dass unser Geldsystem
eine fehlerhafte Steuerung hat, da es im Deflationsfall völlig aus dem Regelbereich und damit außer Kontrolle gerät. Und deshalb mit "Händen
und Füßen" und vor allem Steuern und Schulden versucht wird die irgendwann
wohl unvermeidliche Deflation doch zu vermeiden.
Siehst Du das völlig anders?
Und wäre mit umlaufgesicherten Bargeld - sicher konstruktiv ganz anders als bei Gesell beschrieben - nicht ein möglicher Weg geöffnet die Regelbarkeit des Geldsystems auch im Deflationsfall aufrecht zu erhalten?
z.B. über eine vom Konto abgebuchte Deflationsabgabe in Höhe der Deflationsrate da die Hortung der mit höheren Abgaben belegten Bargeldes
nicht stattfindet?
Das wäre wäre dann der neue Aspekt den Du gewünscht hattest! , da die klassische Freiwirtschaft ja nur von der Allmacht der Bargeldumlaufsicherung ausgeht welche ich mir im heutigen Bankensystem auch nicht recht vorstellen kann.
Freundliche Grüße
Onkel Otto
@ Elli Nachtrag "Nachschuldnersicherungsgebühr"
Onkel Otto, Samstag, 16.02.2008, 12:28 (vor 6553 Tagen) @ Onkel Otto
Hallo Elli,
wenn es keinen Geldumlauf gibt kann es natürlich auch keine Geldumlaufsicherung geben. Da stürzt der Debitist ja schon bei
dem Wort ins Nebenhirn. :o)
Da ich in einem anderen Thread gerade gelesen hab das Du ebenfalls nicht
davon ausgehst, dass in einem deflationären Crash in Europa der Staat schnell genug in die Nachschuldnerrolle geht, bleibt ja nur die anderen Wirtschaftskreislaufteilnehmer diese Rolle weiter zu ermöglichen bzw. regelrecht aufzudrücken.
Tam Tam Tam - ich präsentiere dem geschätzten Debitismusforum deshalb die
"Nachschuldnersicherungsgebühr".
= staatliche Abbuchungen zum Abschöpfen des Deflationsgewinns In Höhe der Deflationsrate(alternativ mit Regelaufschlag) von den Guthabenkonten der unverliehenen Guthaben. Bargeld als Schundgeld. Spätestens mit Minuskreditzinsen findet sich immer ein Nachschuldner.
"Debitismus for ever"
Ich bräucht jetzt mal ein Lob für meine Verpackungskünste :o) Onkel Otto
Man kann mir sicher vieles nachsagen, ...
MisterBurns, Samstag, 16.02.2008, 09:25 (vor 6554 Tagen) @ Onkel Otto
Sicher ist und wird das hier kein Freiwirtschaftsforum - aber es gibt hier
ausreichend Themen die mehr offtopic sind als dieses. Mister Burns hat
ja das Thema wieder angeschoben
... aber DAS wollte ich ganz sicher nicht!
Den Schwachsinn handeln sie nämlich woanders schon mind. seit dem Jahr 2000 ab, ohne jemals auch nur einen einzigen Schritt weitergekommen zu sein.
Mister Burns
Alternativen zum Schwachsinn?
Onkel Otto, Samstag, 16.02.2008, 09:58 (vor 6554 Tagen) @ MisterBurns
Den Schwachsinn handeln sie nämlich woanders schon mind. seit dem Jahr
2000 ab, ohne jemals auch nur einen einzigen Schritt weitergekommen zu
sein.
ohne "new credits" kommt die defla - sagt der debitismus
klar - Staat nimmt new credits und zahlt für's Austreten - bein-pinkeln oder sogar inkontinenz :o)
aber die steuern die er dafür erheben muss wirken doch zusätzlich deflationär
da die anderen Wirtschaftssubjekte weniger new credits nehmen können.
Irgendwann ist doch Schluss mit Staatsschulden?
Wo sehen Sie denn die Alternativen zu "Umlaufsicherungschwachsinn"?
Womit kommt man den nach Ihrer Meinung mal einen Schritt weiter?
Bitte um konstruktive Antworten!
Freundliche Grüße
Onkel Otto
Aber gern
MisterBurns, Samstag, 16.02.2008, 15:48 (vor 6553 Tagen) @ Onkel Otto
Wie ich schon sagte, es wird erst mal hochgeschuldet bis in geostationäre Umlaufbahnen.
Dabei kann bei Bedarf alles monetisiert werden und als Sicherung dienen, vom kg Fels der Zugspitze bis zum übermorgen in sämtlichen dt. Klärwerken angekommenen verarbeiteten Junkfood.
Wenn irgendwann in ferner Zukunft alles nicht mehr hilft, weil einem die Nullen ausgehen, kommt einfach ein Währungsschnitt.
Völlig normal, denn alles ist zyklisch und nix hält ewig.
Onkel Otto gehts nämlich irgendwann mal genauso wie Mister Burns.
Er wird durch altersbedingten Systemzussammenbruch seiner Software verlustig, in kleinste Teile aufgespalten und schlußendlich wiederverwertet.
Wieso sollte denn ausgerechnet ein Geldsystem nicht auch so funktionieren wie Jahreszeiten oder der Prozess des Lebens?
Anfang - exp. Aufbau (wie im Embryo) - Sättigungsphase und schlußendlich Crash (des Individuums, bzw. des Systems). Dann neuer Anfang etc. pp.
So what?
Mister Burns
Schön wär’s
Onkel Otto, Sonntag, 17.02.2008, 02:56 (vor 6553 Tagen) @ MisterBurns
Danke Mister Burns,
Ihr Ausblick ist auch mein „best case Szenario “ – aber IMHO leider das
weniger wahrscheinliche ist.
Das was Sie beschreiben – die Lehre vom „Neu-Enstehen Wachstum und Vergehen“
könnte man fast als „Natürliche Wirtschaftsordnung“ kurz NWO beschreiben.
Freiwirtschaft-Fans welchen diese Abkürzung auch geläufig ist, meinen damit aber einen Prozess ohne das Sterben.
Die Frage ist halt ob etwas „Gesundes Neues“ geboren wird wenn das alte kranke
Individuum stirbt. Dort habe ich die größten Zweifel. Das alte kranke System sterben muss ist Konsens zwischen uns.
Wenn das Kürzel NWO hier im Forum verwendet wird sind es meist VT-ler
die damit die „neue Weltordnung“ meinen.
Was für ein Zufall – NWO bekommen wir also wohl in jedem Fall.
Wenn der hyperinflationären Bereinigung die Hyperdeflation vorausgeht
würde dies eine brutaltsmögliche Umverteilung von Sachvermögen in die
Hände ganz weniger in der Deflation liquider Personen oder Personenkreise bedeuten.
In diesem Fall wäre eine Bereinigung von Ungleichgewichten mit dem Währungsschnitt ohne besondere Zusatzmaßnahmen (z.B. kommunistische Revolution o.ä.) überhaupt nicht möglich.
Im Falle einer dem hyperinflationären Währungsschnitt vorausgehenden schweren
Deflation entsteht also nichts „gesundes Neues“ !
Was spricht nun alles für hyperdeflationäres Szenario?
1.„Game – Over“ für Deflationsvermeidung über Neukredite an nichtstaatliche
Wirtschaftsubjekte (Bankeneigenkapitalverlust, explodierende Risikoaufschläge,
mit Fortschreiten der Krise besteht weder Kreditwürdigkeit noch Kreditwilligkeit bei den nichtstaatlichen Wirtschaftssubjekten).
2. Nur der (gar nicht richtig vorhandene EU) Staat mit seinen Politikern kann im Depressionsfall das Deflations-Problem durch schnellstes konsequentes Handeln stoppen. Sofortige radikale Ausgabenprogramme ohne Rücksicht auf Maastricht-Kriterien und Axel Weber bei gleichzeitig völlig wegbrechenden Steuereinnahmen. Die Geschwindigkeit und Selbstverstärkung schwerer deflationärer Entwicklung übersteigt IMHO in Europa die Handlungsgeschwindigkeit der Politiker die Sie vielleicht vermeiden möchten
3. Die konsequente Antideflationspolitik von „Deflationsseher“ Ben Bernanke verheizt schlussendlich den Dollar(kurs) und verstärkt über den Exportausfall die Deflation in Europa
Freundliche Grüße
Onkel Otto
Ich weiß es zwar nicht aus Erfahrung, ...
MisterBurns, Samstag, 16.02.2008, 09:27 (vor 6554 Tagen) @ Onkel Otto
an meinem linken Bein wird's gerade lauwarm/feucht :o)
... aber es ist sicher nicht auszuschließen, dass es sowas wie Tena auch für Männer gibt. 
Wer suchet, der findet!
Mister Burns
@crosswind
chiron, Freitag, 15.02.2008, 16:15 (vor 6554 Tagen) @ crosswind
Guten Abend
20% Zins zahlt die New York Port Authority. Wow, nicht schlecht. Soweit
ich das begriffen habe, ist die duration allerdings eher kurz.
Hallo crosswind
Die Duration ist sehr lang, die Zinsen werden aber in kurzen Abständen im Auktionsverfahren immer wieder neu festgesetzt. Das Problem ist (soweit ich das begriffen habe), dass diese Papiere niemand mehr will, wegen der langen Laufzeit. Der Holder wird sie nicht mehr los. Deshalb haben sich auch die UBS, Goldman usw. vom Geschäft verabschiedet.
Hier ein Bericht der Mahers, den ich schon mal gepostet habe...
