Tag
Unsere Manager sind die Teufel der Nation mit wenigen Ausnahmen. Die kassieren ab für schlechte Arbeit und wenn es schief geht wird ihr Abgang vergoldet. Wie soll das Volk dabei ehrlich bleiben????????
Über das ganze Thema der Immobilien Krise wurde viel geschrieben, aber ich höre nichts das da jemand zur Verantwortung gezogen wurde??
Das Volk zahlt dafür und wird dabei als doofes Fußvolk gesehen.
Wenn sich der Frust der hier sich anbahnt entlädt, werden sich so mancher die Augen reiben.
Habe heute einen Beitrag von Prof. Dr. Hans Ruh
link=http://www.wissen.swr.de/ta/begleit/ta080217.htm]Die Zukunft ist ethisch – oder gar nicht[/link]
angesehen.
Gruß Odin
--
Bring es auf den Punkt! Qui bono?
Bitte überprüf mal den Link (oT)
Vatapitta
, Sonntag, 17.02.2008, 07:38 (vor 6553 Tagen) @ Odin
- kein Text -
--
Chronisch sind die Schmerzen dann, wenn der Doktor sie nicht heilen kann. http://www.liebscher-bracht.com/
mit Link jetzt.
Odin
, Sonntag, 17.02.2008, 07:48 (vor 6553 Tagen) @ Vatapitta
Kleine Auswahl geganger Manager
Holmes
, Sonntag, 17.02.2008, 07:49 (vor 6553 Tagen) @ Odin
Über das ganze Thema der Immobilien Krise wurde viel geschrieben, aber ich
höre nichts das da jemand zur Verantwortung gezogen wurde??
Googeln hilft: "immobilienkrise gefeuert"
http://www.google.de/search?q=immobilienkrise+gefeuert&hl=de
Stuhlmann vor dem Abgang
http://www.manager-magazin.de/unternehmen/artikel/0,2828,533919,00.html
Zuvor hatten bereits die Vorstandschefs der US-Banken Citigroup Chart zeigen und Merrill Lynch Chart zeigen wegen der Subprime-Verluste ihren Hut nehmen müssen.
http://www.manager-magazin.de/geld/artikel/0,2828,527421-2,00.html
Wieder US-Bankchef wegen Krise gefeuert
http://www.jungewelt.de/2008/01-10/036.php
"Jetzt sollen erste Banker gefeuert worden sein."
http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,507855,00.html
Merrill-Lynch-Chef O'Neal nimmt seinen Hut
http://de.ibtimes.com/home/ibtimes.com/de//articles/20071030/stan-oneal-merrill-lynch-gefeuert-hypothekenkrise-rekordverlust.htm
--
Beste Grüße,
Holmes
Den Kopf richtig hinhalten.
Odin
, Sonntag, 17.02.2008, 07:59 (vor 6553 Tagen) @ Holmes
Tag
Sorry, ich habe mich nicht ganz klar ausgedrückt. Den Maßstab für die Verantwortung hängt hier etwas falsch. Ich meinte es so, das die Herren zurück bezahlen und mit Haftstrafen für ihr Handeln bezahlen. Jeder kleine Unternehmer wäre fertig bei dieser Handlungsweise und würde keine Fuß in irgend eine Tür bekommen. Er würde alles verlieren.
Gruß Odin
--
Bring es auf den Punkt! Qui bono?
Haftung von Managern?
Holmes
, Sonntag, 17.02.2008, 08:40 (vor 6553 Tagen) @ Odin
Den Maßstab für die
Verantwortung hängt hier etwas falsch. Ich meinte es so, das die Herren
zurück bezahlen und mit Haftstrafen für ihr Handeln bezahlen.
Soweit gegen Strafrecht verstossen wurde, wird das auch (soweit möglich) der Fall sein. Ackermann musste für die Mannesmann-Geschichte im zweiten Anlauf auch ordentlich bezahlen.
Der kleine Unternehmer ist ja auch selbstständig und handelt auf eigenes Risiko. Inwieweit die Angestellten für Fehler ihrerseits büßen müssen, sollte im Arbeitsvertrag oder anderen Gesetzen verankert sein.
Wie die Arbeitsverträge und Haftugsansprüche be Managerverträgen aussehen, entzieht sich meiner Kenntnis, vielleicht weiss jemand anders hier besser Bescheid.
--
Beste Grüße,
Holmes
Gesetze und Justiz sind fürn A.... Einfache Beispielrechnung
Jermak
, Sonntag, 17.02.2008, 10:37 (vor 6553 Tagen) @ Holmes
Peter Graf, der Vater von Steffi Graf wurde 1997 wegen Steuerhinterziehung
in Höhe von umgerechnet knapp 6,3 Mio Euro zu 3 Jahren und 9 Monaten Haft verurteilt. Heisst pro 1 Mio Euro macht das eine Haftzeit von ca 7,15 Monaten.
Die IKB-Zocker haben den Steuerzahler bisher voraussichtlich 5 Mrd Euro gekostet, mithin ergäbe sich für die Herrschaften eine Knastzeit von 5000 mal
7,15 gleich 35750 Monaten oder 2979 Jahren.
Was tatsächlich passiert, ausser, dass vielleicht einer symbolisch "zur Rechenschaft" gezogen wird ( Sündenbock): die meisten Beteiligten tauchen für ne Weile ab, gut versorgt, und machen nach ein paar Jahren auf vergleichbaren Posten weiter, als wäre nie etwas geschehen.
Ich vermute, das ist es , was Odin und wahrscheinlich auch viele andere ärgert!
grüsse
jermak
Nicht Äpfel mit Birnen verwechseln
Holmes
, Sonntag, 17.02.2008, 15:23 (vor 6553 Tagen) @ Jermak
Hi Jermack!
Peter Graf, der Vater von Steffi Graf wurde 1997 wegen Steuerhinterziehung
Die IKB-Zocker haben den Steuerzahler bisher voraussichtlich 5 Mrd Euro
gekostet
Graf und die IKB sind in vielerlei Hinsicht unterschiedlich:
- Graf hat den Staat wissentlich betrogen, die IKB-Manager haben sich die 5 Mia aber nicht in die eigene Tasche gesteckt.
- Banker müssen kalkulierte Riskiken eingehen, die auch mal schiefgehen können. Wer würde noch einen Kredit bekommen, wenn der Angestellte, der darüber entscheidet, den möglichen Verlust selbst bezahlen müsste?
- Ob die Kompetenzen der IKB-Manager absichtlich überschritten wurden (was will eine Mittelstandsbank eigentlich mit US-Subprime?), wird sicher noch Bestandteil vieler Debatten sein (bei Anne Will gehts grade auch drum), aber ob die Manager strafrechtlich zu ahndende Handlungen vollzogen haben, wohl eher nicht.
Ich vermute, das ist es , was Odin und wahrscheinlich auch viele andere
ärgert!
Wenn man die Vergleiche so schief macht, kann das vorkommen. Hilft aber nichts in Bezug auf die Therapie. Die sehe ich in Bezug auf die IKB vor allem in einer Überprüfung der Ziele dieser Staatsbank und wie man die Manager davon abhalten kann, das Geld in aufgabenirrelevanten Bereichen zu verspielen.
--
Beste Grüße,
Holmes
Mehr nicht?
Burning_Heart, Sonntag, 17.02.2008, 15:25 (vor 6553 Tagen) @ Jermak
Ich dachte für Steuersünder gibts die Höchststrafe. Mehr noch als für Kinderschänder da durch Steuerhinterziehung die Justiz selbst betroffen ist und maximal durchgreift. Vor gar nicht langer Zeit wurden die noch einen Kopf kürzer gemacht.
Bei Graf hätte ich mit mind. 10 Jahren gerechnet.
Der Fisch stinkt vom Kopfe her
Baldur der Ketzer
, Ketzerland, Sonntag, 17.02.2008, 07:49 (vor 6553 Tagen) @ Odin
Hallo, Odin,
dann wollnmer doch mal nachgrübeln :
- Kluncker/Millionen-Vetter/Neue-Heimat-Gewerkschaftsskandal
- Kanthers Sheriff-Politik und seine Verwicklung in den Batliner/jüd.Vermächtnis-Fall der CDU, Kohls Ehrenwort (Hust-würg-spotz)
- die Unterschlagung beim Zentralen Rat unter Nachmann?, der Schaden, 30 Mios., wurde vom Steuerzahler ersetzt !
- Holger Pfahls aus dem BND?/Verteidigungsministerium und diese Schmiergeldaffaire incl. Abtauchen
- die LEUNA Affaire (man hört nix mehr davon - achso, ist ja verjährt)
Wie soll da bitte ein Bürger brav seine ihm auferlegten Pflichten erfüllen ? Prinz Eisenherz schrieb von dem Staat zustehenden Steuern, die Frage ist jedoch, stehen diesem Staat diese Steuern überhaupt legitimerweise zu ? Oder nur im vergleichbaren Maße wie einem Straßenräuber ?
Von der Milliardenverplemperung der öffentlichen Hand, der Innen- und Außen-, der Sozial- und der verteidigungs???- äh, Kriegspolitik gar nicht zu sprechen.
Und bei Klaus Z., und bei Erna X., da wird zugegriffen ? Denkste, heißt die völlig logische Konsequenz.
Wo Unrecht zu Recht wird, wird Widerstand zur Pflicht....und jeder tut halt, was er kann, oder so
Beste Grüße vom Baldur
--
Der Hörer an der Wand hört seine eigne Schand
Tag Baldur
Odin
, Sonntag, 17.02.2008, 08:07 (vor 6553 Tagen) @ Baldur der Ketzer
habe schon lange nicht mehr mit dir gepostet.
Wir sollten die Fahnen wieder höher halten. Einfach weg schauen und nichts tun finde ich wie es die Meisten halten für falsch.
Bin vor circa einem Jahr aus der CDU ausgetreten. War sehr lange Mitglied. Ich konnte diese unchristliche Politik nicht mehr mittragen.
Gruß Odin
--
Bring es auf den Punkt! Qui bono?
Das schließt sich nicht aus
GutWetterTrader, Sonntag, 17.02.2008, 09:04 (vor 6553 Tagen) @ Baldur der Ketzer
Nur weil auch Gewerkschafter und Politiker Dreck am Stecken haben,
heißt es doch nicht,
dass Zumwinkel kein Drecksack wäre.
es handelt sich um ein Optimierungsproblem
Baldur der Ketzer
, Ketzerland, Sonntag, 17.02.2008, 09:28 (vor 6553 Tagen) @ GutWetterTrader
Hallo, GWT,
alles spricht von Effizienzsteigerung, lean management, von Maximierung der Prozesse.
Versetze Dich einmal in die Lage eines Managers, der den Auftrag bekommen hat, ein Projekt für einen bestimmten Zeitraum zu bearbeiten, die Ergebnisse zu maximieren. Das kann auch sein eigenes Privatvermögens-Projekt sein.
Alle Handlungen und Entscheidungen können sich in einem Spektrum von sehr sicher und praktisch ertragfrei, bis riskant und sehr ertragreich abspielen.
Derjenige, der auf Nummer Sicher geht, bleibt halt zurück. derjenige, der eine erfolgreiche Strategie fährt, fährt mit dem Zinseszinseffekt bzw. der progressiven Entwicklung im Vermögens- oder Unternehmenszuwachs allen anderen uneinholbar davon.
Klar, daß das auch die Banken gemacht haben, die sind jetzt auf die Schnauze geflogen.
Jetzt nochmal zurück zum Manager : nach überwiegender Ansicht ist ein Stiftungsmodell in Liechtenstein für einen deutschen Staatsbürger letztlich rechtswidrig, sofern das zugrundeliegende Steuergesetz denn überhaupt wirksam und rechtmäßig ist (ist es das ? Haben wir nun Kapitalverkehrsfreiheit oder haben wir die nicht ? In welcher Weise gilt internationales Gesellschaftsrecht ?)
Soooooooo absolut sicher ist also gar nüscht, nur, daß bis jetzt ein Aufgeflogener abgeschossen wird, und sich nicht dagegen wehren kann. Es bräuchte halt ein EU-Grundsatzurteil, welches die bisherige Steuerpraxis aushebeln würde, und schon wären alle Stiftungsmodelle vollkommen legal geworden.
Versetze Dich in die Rolle eines Beraters : alle Spielräume, die Du nicht für deinen Klienten ausschöpfst, sind verschenktes Vermögen.
Denn bekanntlich wachsen die schönsten Blumen am Abgrund.
Erst, wenn Du die gegebenen Handlungsspielräume vollumfänglich nutzt, hast Du als Berater einen guten Job gemacht. Und als Manager auch. Es darf nur nix schiefgehen dabei. Bis zur Grenze eben abmähen, nur nicht darüber hinaus. Was aber, wenn der Grenzverlauf sowohl unsichtbar ist, als auch noch umstritten ?
Insofern ist das alles eine sehr haarige Sache, die nur durch Machtfragen eine klare Antwort produziert. Und auch Macht kann sich sehr schnell umwälzen, siehe DDR.
So lange beim Bürger die Überzeugung vorherrscht, er würde nach Strich und Faden beschissen und verarscht, so lange wird es Widerstand gegen den staatlichen Allmachtsanspruch geben. Egal, ob der betreffende nun Manager ist und Millionen überwiesen bekommt, oder ob es sich um einen Hartzvierler handelt.
Und die größte verarschungswirkung schaffen diejenigen, die mit dem größten Moralanspruch auftreten : das sind nicht die Manager, die stehen zu Ihrer Maximierung des Nettonutzens, das sind vielmehr die Po-Litiker und die berufsbetroffenen Schreihälse von Gewerkschaft, Presse, Kirchen, und linken Co´s, die selber Wasser predigen, und Wein saufen.
Ich habe von Zumwinkel und Co. noch nie gehört, daß man mehr Steuern zahlen müsse oder so. Oder, daß er die Besteuerungspraxis seiner Ratsuchenden für gut fände. Und er hat auch bei keinem Steuergesetz mitgewirkt, gegen das er verstoßen haben soll.
Du siehst, da gibts durchaus noch graduelle Unterschiede.....
Beste Grüße vom Baldur
--
Der Hörer an der Wand hört seine eigne Schand
auweh - dringende Korrektur
Baldur der Ketzer
, Ketzerland, Sonntag, 17.02.2008, 09:31 (vor 6553 Tagen) @ Baldur der Ketzer
Jetzt nochmal zurück zum Manager : nach überwiegender Ansicht ist ein
Stiftungsmodell in Liechtenstein für einen deutschen Staatsbürger
letztlich rechtswidrig,
Auweh, was hab ich da für einen Quatsch geschrieben.
Rechtswidrig ist es für grundsätzlich jede natürliche oder juristische Person, wenn diese in der BRDDR unbeschränkt steuerpflichtig ist, weil sie dort ihren Sitz oder die geschäftliche Leitung hat, oder den Wohnsitz bzw. einen ständigen Aufenthalt.
Die Staatsangehörigkeit ist völlig wurscht.
Beste Grüße vom Baldur
--
Der Hörer an der Wand hört seine eigne Schand
Vorsicht Provokation
chiron, Sonntag, 17.02.2008, 10:10 (vor 6553 Tagen) @ Baldur der Ketzer
Hallo Baldur
Ich spinne deinen Gedankengang mal etwas weiter. Wenn du Verständnis hast für Zumwinkel, der sein Geld dank Staatsbetrieb und besten Beziehungen zur Politik gemacht hat, dann müsstest du auch Verständnis haben für die Manager der Landesbanken. Sie haben alles falsch gemacht und erst noch kräftig kassiert. Das ist zwar schlecht für den Staat, aber was schlecht ist für den Staat ist scheinbar richtig. Oder habe ich das jetzt falsch verstanden?
Gruss chiron
P.S. Ich proviziere hier absichtlich, damit ich kapiere, warum du Unternehmer und Manager immer im selben Atemzug nennst, obwohl Unternehmer ihr eigenes Geld risikieren, während Manager mit Vollkaskomentalität und meist besten Beziehungen zur Politik zu ihrem Wohlstand kommen.
Unternehmer vs. Manager
Baldur der Ketzer
, Ketzerland, Sonntag, 17.02.2008, 10:22 (vor 6553 Tagen) @ chiron
Hallo, Chiron,
kein Problem, ich sehe diesen Unterschied doch auch.
Ich wäre der allerletzte, der einen nicht-inhabergeführten Großbetrieb für etwas Anzustrebendes hielte.
Das Problem sehe ich nur darin, daß man sich zwischen Pest und Cholera entscheiden muß, wobei Politik die Pest darstellt und gemanagte, eigentümerlose, verselbständigte Konzernmacht mit undurchsichtigen Querbeteiligungen die Cholera.
Beides ist für den KMU-Unternehmer feindlich, beides ufert aus und dent nicht nachhaltig.
ABER : es ist die einzige Gegenmacht zur hirnlos-linken, wirklichkeitsfremden Utopia-Politik.
Zumindest meiner Wahrnehmung nach.
Nein, ich finde weder Pharmariesen gut noch Gen-Fuhd, die Allfinanzkonglomerate empfinde ich wie den militärisch-industriellen Komplex der Warschauer-Pakt-Staaten.
Aber wer sonst sollte die Produktion von Massengütern sonst stemmen (vgl. Autoindustrie oder Anlagenbauer).
Und da ist mir im Zweifel das Hemd (Manager) näher als die Hose (Politik).
Deswegen könnte ich mir freilich bessere Strukturen vorstellen, klar doch. Aber für das allerschlimmste halte ich eine Politik, die von gar nichts mehr in irgendeiner Weise gebremst werden kann.
Beste Grüße vom Baldur
--
Der Hörer an der Wand hört seine eigne Schand
Zwischen Pest und Cholera wähle ich Gesundheit
chiron, Sonntag, 17.02.2008, 11:11 (vor 6553 Tagen) @ Baldur der Ketzer
Hallo Baldur
ABER : es ist die einzige Gegenmacht zur hirnlos-linken,
wirklichkeitsfremden Utopia-Politik.
Könnte es vielleicht sein, das die "Gegenmacht" die Politik finanziert? Dann wäre es aber nicht die Gegenmacht sondern die Uebermacht. Die Politiker lassen sich von den Konzernen unterhalten, sind denen also ausgeliefert, wenn sie auch in Saus und Braus leben wollen.
Es sind die Konzerne, die das deutsche Steuersystem bewusst so kompliziert gestalen und nicht die Politiker. Die haben den Durchblick schon längst verloren und lesen nur noch von den Memos der Lobbyisten ab.
Im übrigen halte ich Zumwinkel für dumm. Wer mehr Kohle hat, als er jemals ausgeben kann, kann nur noch eines verlieren: sein Ansehen und genau das ist jetzt passiert. Ohne jede Not. Mir fehlt da jegliches Verständnis.
Gruss chiron
sehe ich genauso
weissgarnix
, Sonntag, 17.02.2008, 10:28 (vor 6553 Tagen) @ chiron
Sie haben alles falsch gemacht und erst noch
kräftig kassiert. Das ist zwar schlecht für den Staat, aber was schlecht
ist für den Staat ist scheinbar richtig. Oder habe ich das jetzt falsch
verstanden?
Vor allem haben sie nicht offenkundig gegen Gesetze verstoßen, das ist mM nach der springende Punkt bei der Sache. Korrekterweise hätte Zumwinkels Steuerberater oder er selbst dem FA einen Brief zur Abgabe der Steuererklärung schreiben müssen, mit etwa folgendem Inhalt: "Liebes Finanzamt, nachrichtlich teile ich in Ergänzung zu den Auskünften in meiner ESt-Erklärung mit, dass ich diese und jene Stiftung in Lichtenstein gegründet und dort x Mio geparkt habe, aus den und den Gründen. Meine Berater und ich sind der Auffassung, dass es sich bei Erträgen daraus nicht um steuerbare/steuerpflichtige Einkünfte handelt, gestützt auf die von der Literatur vertretenen Auffassung, dass .... blablabla". Aber einfach verschweigen, obwohl Lehre und Praxis überwiegend davon ausgehen, dass es nicht zulässig ist, was er da konstruiert hat, ist schlicht "Steuerhinterziehung". Da fällt mir kein besseres Wort ein.
P.S. Ich proviziere hier absichtlich, damit ich kapiere, warum du
Unternehmer und Manager immer im selben Atemzug nennst, obwohl Unternehmer
ihr eigenes Geld risikieren, während Manager mit Vollkaskomentalität und
meist besten Beziehungen zur Politik zu ihrem Wohlstand kommen.
Die Frage berührt durchaus auch Manager, nicht die der großen, weiten Welt des DAX30, sondern die, die mittelständische Unternehmen führen. Laß einmal eine USt-Erklärung falsch sein oder selbige verzögert abgeben, peng, schon wird dein eigenes(!) Konto gepfändet. Aber ein Herr Oberschlau-Mr.Ex-McKinsey-supervernetzter-Postchef-Zumwinkel käme bei krassem Vorsatz mit blauem Auge davon ?
Komisch, dass keiner auf die Idee zu kommen scheint...
Mephistopheles, Sonntag, 17.02.2008, 11:17 (vor 6553 Tagen) @ weissgarnix
...einfach weniger steuerpflichtiges Einkommen zu produzieren?
Dass das, was (steuerpflichtig) verdient wurde, zu versteuern ist, da gebe ich dir recht.
Schon allein wegen dem 11. Gebot.
Aber niemand muß steuerpflichitges Einkommen produzieren.
Es gilt das Gesetz des abnehmenden Grenznutzens.
Doppelter Einsatz bringt noch lange nicht doppelten Ertrag und bei einer progressiven Einkommenssteuer schon gleich zweimal nicht.
Es stellt sich die Frage:
Geld oder Werte?
Werte sind nicht besteuerbar.
Ein einfaches Beispiel für Werte:
Du kannst dich krank arbeiten, Kohle verdienen, Steuern bezahlen, von dem Restgeld dein Haus aufhübschen. Jede Menge Stress. Dein Haus ist mehr wert.
Oder du arbeitest etwas weniger und verwendest die eingesparte Zeit, um dein Haus aufzuhübschen. Kein Stress und dein Haus ist mehr wert und du hast Zeit, um es zu genießen.
Hat da nicht mal einer gesagt, jeder ist seines Glückes Schmied? Oder so.
Gruß Mephistopheles
