Hallo Baldur, wir lassen L. reifen, aber eines ist gewiss, Lichtenstein hat sich schlecht verkauft.
Was ich vermute ist, das in spätestens zwei bis drei Wochen das Thema Lichtenstein aus den Schlagzeilen verschwunden ist. Konflikte dieser Art, zwischen diesen Gruppierungen die dort angesprochen sind, die werden in der Regel nach kurzer Zeit sehr ruhig, mit einer kleinen Geldspende, mit gegenseitigen Interessensgemeinsamkeiten geregelt. Denn Lichtenstein und die anderen, die bedingen einander. Jeder braucht auf seine Art den anderen. Das allerdings führe ich hier nicht weiter aus.
Die Meute der Medien ist, ganz offensichtlich auf Knopfdruck , ohnehin leicht von einem Thema zum anderen auf eine neue Spur zu setzen. Also, wie es auch bei der Steuer oft gemacht wird, ohne große Verhaftungswelle, wird ein stachliger Widersacher sanft zu einem Vergleich gezwungen, bezahlt seine Strafe die ihn ärgert, aber nicht in die Kellerwohnung zurückwirft, und das Thema ist gegessen. Ja, so wird es kommen.
Persönliches:
Einmal habe ich beruflich mit solchen Gruppen zu tun bekommen und ich muss dir sagen, die haben mich jedes Mal reingelegt und hatten ihren Spaß dabei. Es gibt welche, die sind einfach viel Schlauer als ich, glücklicherweise.
Aber etwas anderes ist mit aufgefallen, der Fürst von Lichtenstein sollte sich mal eine Verkaufskanone aus dem Pentagon, aus den USA besorgen, der ihn berät, wie, und mit welcher Lautstärke, man sich solchen unangenehmen Entwicklungen stellt. Wenn man sich schon psychologisch und auch sachlich begründet in der Defensive befindet, dann gibt es die eine naheliegende Variante, man verhält sich still, baut diplomatische Beziehungen hinter dem Vorhang auf, möglichst schon vor der absehbaren Explosion, gesteht dort das zu, was nicht mehr zu verteidigen ist, regelt ein Entgegenkommen in Einzelfällen, ganz still und verdeckt, wozu auch D. sicher bereit wäre und schon ist die Hafersuppe gegessen.
Aber die Flucht nach vorn anzutreten und D. als den eigentlichen Täter darzustellen, damit den Ruf nach einer Generalabrechnung mit Lichtenstein auch noch selbst zu verstärken, das war aus meiner Sicht geradezu anfängerhaft.
Ob die mich für das nächste Spiel als Berater einstellen werden? Denn ich wäre an deren Stelle sogar noch einen Schritt weiter gegangen, ich hätte den Z. einfach fallen gelassen, als Ausrutscher, als bedauerlichen Fehler und ich hätte damit begonnen die Initiative so in die Hand zurück zu bekommen. Ich hätte sogar Deutschland für seine Achtsamkeit gelobt und versprochen mit D. an einem Strang ziehen zu wollen.
Das dieses gesamte Verkaufspalaver nicht stimmt, und Lichtenstein auch weiterhin es so handhaben wird wie bisher, das wissen alle wichtigen Vertreter beider Länder und erwarten auch nichts anderes von einander, aber der Mediendruck wäre sofort aus dem Ballon gelassen und Lichtenstein hätte seine Stellung sogar noch verbessert.
So, spätestens damit müssten die mich doch eigentlich als Berater einstellen wollen, wenn mir mein Garten denn dafür Zeit lässt. Jedenfalls sind mir diese Gedanken, bei allem was in der Sache richtig oder falsch sein mag, die sind mir durch den Kopf gegangen und ich habe den selbigen verständnislos geschüttelt, wegen dieser schlechten Verkaufsstrategie von Lichtenstein.
Mal ein Beispiel dazu ist das folgende, wie es gemacht wird, was natürlich nichts mit Lichtenstein zu schaffen hat, eher mit Deutschland und die gesamte Mannschaft des Westens, wie Krieg verkauft wird. Und wer das gut kann, der bewältigt ein Steuersünderproblem mit Leichtigkeit, diese Beispiel hier soll dafür herhalten, als Analogie:
Solche Konflikte wie der Kosovo, das klingt jetzt wohl so als wäre ich dem Irrsinn verfallen, die sollen gar nicht entschärft werden. Die sollen dazu dienen, dem Gegner eine Schwäche zu setzen.
Es gibt tatsächlich Kriege, so unsinnig das sich ließt, da will eine Partei gar nicht, obwohl sie militärisch gesehen es könnte, die will dort keinen Frieden erzwingen. Der Krieg in seiner kontrollierten Dauer ist Teil einer übergeordneten Strategie, obwohl jeder denkt, schnell Frieden herbeizuführen, das wäre der tiefere Sinn von Krieg. Das ist ein Irrtum. Krieg kann auch so gewollt sein, das der Frieden unter allen Umständen vermieden wird. So denken Militärs und ihre Helfer aus den Abteilungen für Kriegspsychologie, die wechselseitig mal für die Produkte eines großen Konzerns, mal für einen Präsidentschaftskandidaten oder eben auch mal für die Militärs sich ihr Können bezahlen lassen.
Für die ist ein Waschmittel oder ein Krieg ein Produkt, welches verkauft werden soll. Frieden ist kein Produkt für den man Speziellsten braucht den zu verkaufen. Frieden verkauft sich selbst.
Sieh`ste Baldur, einen von denen, die Krieg, die Völkermord wie eine Süßspeise verkaufen können, einen, nur einen solchen sollte sich Lichtenstein mieten und leisten können, wenn sie denn dort erkennen, das sie einen Bedarf dafür haben.
Gruß
eisenherz
