Liechtenstein-Fall : vermutete Stratgie
Hallo,
nach folgender Fundsache :
Bei ihren Ermittlungen im Zusammenhang mit Steuerhinterziehung in Liechtenstein haben die Fahnder laut einem Zeitungsbericht Indizien dafür gefunden, dass Privatbanken und andere Geldinstitute in Deutschland liechtensteinische Stiftungen verwaltet haben.
Insgesamt soll es sich nach bisherigem Stand um etwa 50 Stiftungen handeln....Fundsachenende
versucht die deutsche Verwaltung offenbar, einen Sitz der geschäftlichen Oberleitung innerhalb der BRDDR zu postulieren, wodurch über das Körperschaftsteuergesetz eine volle Steuerpflicht dieser Stiftungen eintreten würde. Natürlich wären dann Meldepflichten blahsülz nicht beachtet worden, und nachdem ja die tatsächlichen Organe (die tatsächliche Geschäftsführung) im Inland gewesen wäre, sind auch diese Organe / diese leitenden Stiftungs**geschäftsführer** mitwirkungspflichtig und HAFTBAR.
Es ist ein uralter Hut, daß eine Oasengesellschaft im Ausland, vor Ort, einen eingerichteten Bürobetrieb braucht, der nachgewiesen werden kann, wo alle unternehmerischen und betrieblichen Entscheidungen getroffen werden.
Und, daß sich NICHTS irgendwie in der BRDDR befinden darf, also weder jemand, der Einfluß nimmt (es sei denn, ausnahmsweise während einer Geschäftsreise nach/durch die BRDDR), noch Briefpapier, noch sonstwas. Schon gar keine Buchführung. Oder Anlageentscheidungen, wobei dies wiederum haarig ist, denn nichts spräche dagegen, daß eine liecht. Stiftung ihr Vermögen durch einen in der BRDDR ansässigen Vermögensverwalter managen ließe.
Nur darf eben nicht die Stiftung selber in Deutschland *geführt und verwaltet* werden.
Wie man sieht, ist das ein Minenfeld, auf dem es keine einfach getrickten Antworten gibt.
Die brunzdummen Reaktionen namhafter PolitikerInnen in den letzten Tagen zum Thema verdeutlichen deren absolute fachliche Ahnungslosigkeit.
Und wenn es keine Stiftungen mehr geben soll, oder wenn deren **Quasianonymität** fallen sollte, dann gründet *man* halt eine AG und gibt Inhaberaktien aus, und schwupps, schon ist wieder alles beim alten...
Und wenn auch das nicht geht, naja, dann gibt man einer Gesellschaft eben ein Darlehen als stiller Gesellschafter, what shällz....
Beste Grüße vom Baldur
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Der Hörer an der Wand hört seine eigne Schand
Ebend, Zumwinkel sollte seine Berater verklagen ...
Mann macht einfach einen Zumwinkel-Fond auf.
80% Papa, rest an die Mischpoke, 1% Freunde ....
Streuung sollte ausreichen.
Eigene WPKN, vielleicht 10% Ausgabeaufschlag, eventuell Neuausgabe ganz einstellen (läßt sich sehr gut begründen) - damit man unter sich bleibt.
Dann hat man wohl für 50.000 - 100.000 € im Jahr eine eigene, 100% saubere Vermögensverwaltungsfirma und muß nur Zinsen / Dividende versteuern. Die Dividende kann man ja auch noch umschiffen.
So sollte es klappen, so wäre es für Zumi stressfrei und 100% sauber gewesen.
!!! Keine Steuerberatung und sicher nicht ganz durch gegart, aber mit "gewissen" Nebenkosten geht es halt.
Für 50-100.000 € sicher wäre auch ein Wohnsitz auf den Bermudas zu haben (Nix Steuern, keine Heizung).
Warum führen die Penner nicht einfach eine Flat-Steuer ein ?
Aufgrund der laufenden Kosten, kam es für mich leider nicht ganz in Frage
.
Momentan tät ich mir allenfalls Münchner Mieten leisten können, wenn das zur steuerfreiheit führen würde
.
Die Deutschen sind schlicht naiv
Zahlen Sie schon 60% an den Staat, zumindest ab Mittelstand
und liegt die Steuerquote + Sozialabgabenquote bei über 50%
so sollen sie auch noch der mafiösen Parteiendemokratie durch
Dummheit den Rücken stärken.
Nirgendwo - nicht mal bei hart aber fair - wird offenbart, dass
100Tausende Harz-Empfänger und/oder drohende Arbeitslose ihre Reserven
ins sicherere Ausland verbringen und verbracht haben (Posten zwischen 3000 und 15.000) um nur nicht diese letzte Reserve erst aufbrauchen zu müssen, ehe man vom Staat Harz4 bekommt, also keineswegs nur sogenannte Superreiche. Neben der Abstimmung mit den Füssen (Auswanderung) ist diese Abstimmung durch Geldentzug die Frucht einer jahrzehntelangen volksverachtenden Politik.
Dass die propagierte Gefängnisaufsehermentalität total verquer ist,
bestätigen die Nachbarn:
http://www.weltwoche.ch/artikel/?AssetID=18343&CategoryID=66
Stiftungen, vor allem in LI ....
hat man nicht -oder nicht nur- um Steuern zu "sparen" (bzw. zu hinterziehen) sondern vor allem deswegen, weil man damit hervorragend die Erbschaftsgesetze aushebeln kann und selbst bestimmen kann wer wann wie viel des (Familien-) Vermögens erhält, bzw. die Verfügungsgewalt erhält. Die Auszahlungen sind dann aber steuerpflichtig, nicht jedoch der Erbschaftsfall, da ja nur der oder die Begünstigten wechseln.
Außerdem finde ich, ist das Thema "Vertrauen in die eigene (deutsche) Regierung" und "Vertrauen in die eigene (deutsche) Bankenwelt" ein SEHR STARKER Beweggrund, zumindest monetär Absurdistan den Rücken zu wenden.
Schon mal darüber nachgedacht? In der Zeitung jedenfalls liest man davon nie!
Schöne Grüße,
ufi
--
Interpunktion und Orthographie dieses Beitrags sind frei erfunden.
Eine Übereinstimmung mit aktuellen oder ehemaligen Regeln der Rechtschreibung wäre rein zufällig und ist nicht beabsichtigt.
Methoden wie bei der Gestapo?
Artikel vom Zürcher Tagesanzeiger
In der Schweiz wird Kritik gegen die Methoden der deutschen Behörden in der Steueraffäre mit Liechtenstein laut.
Der Präsident der Bankiervereinigung, Pierre Mirabaud, stellt gar eine Verbindung zur Gestapo her, der politischen Polizei der Nazis. Die Art und Weise wie sich die Behörden Daten deutscher Kunden liechtensteinischer Banken beschafften, erinnerten ihn «leider an Methoden, die jenen der Gestapo würdig sind», sagte Mirabaud gestern Abend im Westschweizer Fernsehen TSR.
60 Prozent? Wann war das? In den achtziger Jahren?
Zahlen Sie schon 60% an den Staat, zumindest ab Mittelstand
und liegt die Steuerquote + Sozialabgabenquote bei über 50%
so sollen sie auch noch der mafiösen Parteiendemokratie durch
Dummheit den Rücken stärken.
bei Alleinstehenden sind das mittlerweile um die 75 Prozent, mit klarer Tendenz.
grüsse
jermak
Vielleicht werden die Schweizer noch wach, bevor Sie sich völlig der EU unterwerfen ... (oT)
- kein Text -
Cui bono?
Der Weltwoche zufolge, wurde die DVD von einem Mitarbeiter der LGT Bank in Vaduz 2002 entwendet. Zur Depesche.
Immerhin vergehen rund 6 Jahre bis zum Skandal!! Ein beachtlicher Zeitrahmen! Cui Bono??
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Freundliche Grüsse,
zenon
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"Die Welt scheint nicht von Natur aus zu verstehen, dass Regierungen sich selber in den Bankrott treiben und Papierwährungen zerstören." (Jim Rogers)
Noch eine Sichtweise: Förderung/Duldung ++
Falls das jetzt alles so ist wie es überall berichtet wird hätten
die Ermittlungsbehörden von 2002 bis jetzt weitere "Straftaten" geduldet
wenn nicht sogar herausgefordert ...
Wo ist da die Prämise der Prävention
Die Frage bleibt also wirklich im Raum warum so lange gewartet wurde !?
Daneben häufen sich ja die Stimmen über die Nichtverfolgbarkeit ...
ODER: ob was ganz was anderes dahintersteckt, daß erst jetzt zu Tage kam ...
("Ideen" hierzu gab es ja auch schon im DGF)
Rein theoretische weitere "mögliche Möglichkeiten":
"Europaerweiterung" und "Störer" LI
"Buhmann" am Bankendesaster gesucht
"Buhmann" für leeren Steuertopf gesucht
Forcieren der Bankentransparenz
usw.
"nix für unguat"
--
10cc: 'communication is the problem to the answer'
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mögliche Gründe für die Plazierung jetzt
Hallo,
es gibt einige Motive :
- der liecht. Regierungschef kommt erstmals nach 16 Jahren in den Verfolgerstaat
- es geht um den Beitritt Liechtensteins und der Schweiz zum Schengen-Abkommen (Druckmöglichkeit)
- die SVP fährt in der Schweiz einen Oppositionskurs und drohte, die Steuerverhandlungen mit der Freizügigkeit für Bulgaren und Rumänen zu verknüpfen (Bremswirkung)
- es scheint einen OECD-Plan zu geben, nach dessen Fahrplan Steueroasen (zumindest in Europa) das Wasser abgegraben werden soll, der ist vermutlich in eine weitere, aggressive Phase eingetreten
- die Verjährungsfrist von 10 Jahren plus Abgabefristen, da ergibt sich betr. 2002 ein optimales Zeitfenster JETZT zum maximalen Angreifen
- eine Unterstützung der Medienkampagne gegen die Rolle von Wirtschaftsführern/Managern
- der Einfluß von Lobbyisten-Organisationen wie Attac hinter den Kulissen (Geissler usw.)
- Ablenkungsbedarf für das Politdesaster bei den Landesbanken
- eine logische Entwicklung im Rahmen der SSchäubleschen Wiedereinführung der Gestasipo
- eine Rechtfertigungskampagne für den als halbseiden, erfolglos und höchstdubios erscheinenden BND, Teil 2 aus der damaligen Schlappe zum Thema Batliner (mit bewußten Lügen vollgespickt)
- vermutlich wohlwollende Absegnung durch Atlantikbrücke, CityOfLondon und Co., weil bei Schrumpfung des Bankenplatzes CH/FL mehr für London übrig bleibt, die dort in der Praxis äußerst kundenfreundlich, verschwiegen, und geldannahmefreudig sind, ohne große Fragerei
- Wag the Dog, dieser Film beschrieb einen fiktiven Fall einer Planung eines fiktiven Angriffs mit fiktiven atomwaffen, die man einem unbedeutenden Staat zuschiebt, incl. manipulierten Fernsehsendungen, die im Studio entstanden, nur, um von einem Politskandal abzulenken
- zu guter Letzt : Idee : wenn die Staatsanwaltschaften mit Arbeit eingedeckt sind, die aus der Öffentlichkeit her Priorität genießt (was gibts denn neues, wann kommt wieder was ), gibt es keine Kapazitäten mehr für UNtersuchungen im Zusammenhang mit WestLB, IKB, BaylernLB und Co......
Um Steuergerechtigkeit geht es überhaupt nicht. Die ganzen künstlichen Empörungen zeigen nur, was die Verlautbarenden für armselige Wichte und Kriecher sind, ohne Sachverstand, fern ab der Realität, und voller ideologischer Dogmata
Beste Grüße vom Baldur
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Der Hörer an der Wand hört seine eigne Schand
Deutliche Worte aller Beteiligten.
Hallo Baldur,
jetzt weiss jeder was die Uhr geschlagen hat.
Und braucht hinterher nicht zu sagen er habe nichts gewußt.
Die Äusserungen unserer Politiker waren nicht direkt Freud sche Versprecher.
beste Grüße
le chat
PS. Auch die Worte aus LI waren deutlich, die denken, für uns mittlerweile ungewohnt, anders.
Die können auch morgens noch in der Spiegel schauen.
