OT: Deutsche Architekten in China – geht nicht
Hallo!
Der SPIEGEL gab kürzlich in einem Beitrag Der Speer-Faktor dies zur Kenntnis:
Sie bauen Parlamentsgebäude, ganze Städte und am liebsten im gigantischen Maßstab: Deutsche Architekten sind weltweit tätig - vor allem in autoritären Staaten wie China, Vietnam und Libyen. Doch wie halten es die Baukünstler mit der Moral? ..
.. modern, nüchtern, international und transparent. Solche Attribute stehen im merkwürdigen Kontrast zum dortigen politischen System. Vietnam ist keine parlamentarische Demokratie, so wenig wie China. Beide Staaten sind Ein-Parteien-Diktaturen, organisiert nach marktwirtschaftlichen Prinzipien, politisch geführt mit harter Hand. ..
.. Asien und die arabischen Länder sind Magneten für deutsche Architekten. Milliarden werden hier verbaut, meist im Großmaßstab. Von moralischen Skrupeln ist wenig zu hören.
Am Horizont drohen dunkle Wolken, aber noch ist das Unwetter scheinbar fern ..
Sicherlich, auch andere bauen in autoritären Ländern: zum Beispiel Rem Koolhaas in Peking die Zentrale des staatlichen TV-Senders, Herzog und de Meuron das Nationalstadion für die Olympischen Spiele im Sommer, Norman Foster den neuen Flughafen von Chinas Hauptstadt.
.. um dann blitzschnell und erbarmungslos auf die Ahnungslosen nieder zu prasseln.
Doch stehen der Niederländer, die Schweizer und der Brite nicht so sehr im Schatten der Geschichte wie ihre deutschen Kollegen.
Wer hierzulande an Architektur in Diktaturen denkt, der kommt an einem Namen nicht vorbei: Albert Speer. Hitlers Baumeister und späterer Rüstungsminister ..
.. Wie viel vom Geiste Albert Speers steckt noch in deutschen Architekten?
Der SPIEGEL macht dem Schwarzen Kanal inzwischen ernsthafte Konkurrenz.
Hier steht der Scheiß komplett: http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/0,1518,524081,00.html
Einer der Aussätzigen, Star-Architekt Meinhard von Gerkan, wagt jedoch aufzubegehren.
Viele deutsche Architekten bauen in nicht-demokratischen Ländern. Ich gehöre auch zu ihnen, und ich habe kein schlechtes Gewissen. Ich kann sogar darüber reden.
Wenn uns aber sogleich der "Schatten der Geschichte" hinterhergejagt wird, darf man an der "absoluten Stille der Architekten", die der ehemalige Senatsbaudirektor Hans Stimmann diagnostiziert, keinen Anstoß nehmen. Eine verantwortungsvolle Debatte kann der nicht erwarten, der in ein Labyrinth von Speer-Spitzen getrieben wird, ein wahrhaft unmoralisches Szenario. ..
.. Wieso dürfen Büros wie Rem Koolhaas, Herzog & de Meuron oder Norman Foster nur deshalb dem Speer-Feuer entgehen, weil sie keine Deutschen sind? Man kann nicht mit einem moralischen Prinzip argumentieren und es dann mit zweierlei Maß messen. Wenn es prinzipiell verwerflich sein soll, für nicht-demokratische Staaten zu bauen, muss es für alle gleich verwerflich sein.
Quelle: http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/0,1518,536984,00.html
Nein nein, Herr von Gerkan.
So können sie einfach nicht fragen.
Das geht nicht.
Autobahn ging ja auch nicht.
Sie haben den ganz normalen, inzwischen alltäglichen Rassismus unserer Journaille zu beherzigen.
Wo der Nazi-Speer-Aufkleber einfach draufgepappt wird, muß auch Nazi-Ideologie drin sein.
Ich habe den lauen Verdacht, daß der angeblich verstorbene Sudel-Ede als glitischiger Alien in irgendeinem stillgelegten Berliner U-Bahn Schacht doch noch existiert und heimlich Nachkommen gebiert.
Könnte da nicht mal ein Trupp die Schächte vorsorglich inspizieren?
mfG
nereus
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