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Was die FED kann und was nicht: Einsicht macht sich breit, auch in USA

weissgarnix @, Montag, 25.02.2008, 03:16 (vor 6547 Tagen)

Hi,

den folgenden Satz aus einem heutigen Bloomberg-Beitrag bitte auf der Zunge zergehen lassen:

"The Fed's policy tools may not be very well suited to deal with this particular situation," Robert McTeer, former Dallas Fed president and a fellow at the National Center for Policy Analysis in Dallas, said in a Bloomberg Television interview Feb. 20. "The Fed can give liquidity to the markets, but the Fed cannot do much if the markets are afraid of solvency risks."

Oder, wie es weiland Herr Kiesinger zu sagen pflegte, die Pferdchen müssen halt selber saufen, jaja ...

"The FED cannot do much" (read: goa nix koans mochn, dej FED, aufg'schmissn iss ...)

antworten
 

Hi wgn, ich denke, Ambac ein paar Mrd rein schieben ist das einzig hilfreiche,

LenzHannover, Montag, 25.02.2008, 03:23 (vor 6547 Tagen) @ weissgarnix

was geht und nicht so viel kostet.

Diesen quasi aktiven Betrug, den die HSH der UBS unterstellt, bedeutet doch eigentlich Zielkurs der UBS 0 € (davon ausgehend, dass das gegebenenfalls öfter gemacht wurde).

antworten
 

Unkonventionelle Maßnahmen inbegriffen?

fridolin, Montag, 25.02.2008, 03:26 (vor 6547 Tagen) @ weissgarnix

Hallo wgn,

als Nicht-Fachmann erlaube ich mir mal zu zitieren, was Albert Einstein in einem Interview in den 1920er Jahren gesagt hat: Imagination is more important than knowledge. Wobei es im Englischen ja noch den Bedeutungsunterschied zwischen "imagination" (Kreativität, Vorstellungsvermögen) und "phantasy" (Spinnerei, Illusion) gibt.

Die ganze Diskussion dreht sich derzeit nach meinem Eindruck eher darum, was die Zentralbanken mit ihrem herkömmlichen Instrumentarium (Zinssenkungen usw.) tun könnten oder nicht.

Wäre es nicht sinnvoller, eher ein bißchen im Sinne Einsteins die Phantasie spielen zu lassen, was beispielsweise die Fed oder der Staat alles an unkonventionellen Maßnahmen tun könnten? Es müssen ja nicht gleich die sprichwörtlichen Hubschrauber mit Geldscheinen sein...

Schönen Gruß!

antworten
 

dachte ich bekanntlich eine Zeitlang auch, aber ...

weissgarnix @, Montag, 25.02.2008, 03:50 (vor 6547 Tagen) @ fridolin

Wäre es nicht sinnvoller, eher ein bißchen im Sinne Einsteins die
Phantasie spielen zu lassen, was beispielsweise die Fed oder der Staat
alles an unkonventionellen Maßnahmen tun könnten? Es müssen ja nicht
gleich die sprichwörtlichen Hubschrauber mit Geldscheinen sein...

Hi,

diese Überlegung war bekanntlich Eckpfeiler meiner Anlagestrategie bis vor ein paar Tagen. Ist zB auch die Quintessenz des aktuellen Marc Faber.

Aber mittlerweile glaube ich nicht mehr dran. Eine "durchsichtige" Maßnahme würde der FED keiner abkaufen, allen voran die Banken nicht. Die würden in ihrer Kreditvergabe allenfalls noch restriktiver, wenn sie absehen könnten, dass ein Kredit von heute 100 morgen nur noch 75 wert ist, und zudem das Bonitätsrisiko deutlich höher als vorher.

Nein: für die FED ist definitiv und unwiderruflich "Game over". Die Frage ist nur noch, ob jetzt GWB's Stimulus groß was bewirkt, oder die internationale Kooperation (die 2. Säule meiner bisherigen Anlagestrategie, hinterfrage ich aber auch zunehmend) etwas gemeinsames auf die Beine stellt. Aber noch sieht man da nicht viel.

antworten
 

Das Spiel stockt

Miesespeter @, Montag, 25.02.2008, 04:33 (vor 6547 Tagen) @ weissgarnix

Nein: für die FED ist definitiv und unwiderruflich "Game over". Die Frage
ist nur noch, ob jetzt GWB's Stimulus groß was bewirkt,

1% im BSP USA fuer ein Jahr vielleicht, bisschen knapp. Dabei weiss man doch, wie man stimulieren kann, wenn man das wirklich will: Gesetzgebung massiv vereinfachen, Investitionshemmnisse abbauen, Flat tax ohne Sonderregelungen, Subventionen und Buerokratie abbauen u.v.a.m...... Steht das zu erwarten? Nein.

Definitv over? Das ist ein bisschen voreilig. Aber da die Asse alle bereits auf dem Tisch liegen, wird es schwierig, wenn man nicht irgendwann ein fuenftes aus dem Aermel zieht.

oder die

internationale Kooperation (die 2. Säule meiner bisherigen
Anlagestrategie, hinterfrage ich aber auch zunehmend)

Ein Trend, der jetzt 60 Jahre in eine Richtung gelaufen ist. Zunehmend fraglich, ob wir da nicht langsam den Blow-off gesehen haben, und es demnaechst mehr in Richtung kontinentaler Kooperation statt globaler Kooperation geht. Kontinentalprotektionismus, mit anderen Worten.

--
Everything is ok

antworten
 

@Protektionismus

weissgarnix @, Montag, 25.02.2008, 04:48 (vor 6547 Tagen) @ Miesespeter

Kontinentalprotektionismus, mit anderen Worten.

Hatten wir ja auch schon, war ein Fiasko. Wird aber vermutlich kommen, davon kann man ziemlich sicher ausgehen.

Ich muß sagen, dieses Buch über die Große Depression, das ich da gerade lese (aktuell S. 160, und ja, Roosevelt war ein gänzlich konfuser Interventionist mit unübersehbar linkem Anstrich, sozusagen der Oskar Lafontaine der 30er-Jahre), macht auch mich ob der Aktualität zunehmend deprimiert.

antworten
 

Gut und boese

Miesespeter @, Montag, 25.02.2008, 05:53 (vor 6547 Tagen) @ weissgarnix

Kontinentalprotektionismus, mit anderen Worten.


Hatten wir ja auch schon, war ein Fiasko. Wird aber vermutlich kommen,
davon kann man ziemlich sicher ausgehen.

Ich muß sagen, dieses Buch über die Große Depression, das ich da gerade
lese (aktuell S. 160, und ja, Roosevelt war ein gänzlich konfuser
Interventionist mit unübersehbar linkem Anstrich, sozusagen der Oskar
Lafontaine der 30er-Jahre), macht auch mich ob der Aktualität zunehmend
deprimiert.

Gailbraith oder Rothbard?

Einmal der Point-of-no-return ueberschritten - beginnt die Quacksalberei erst so recht. Traurig anzusehen, aber emmigrationsfoerdernd. Bisher ist noch nach jedem liberalen Durchlauf nach dessen Unterwanderung durch die Buerokratie eine staatsdirigistische populistische Periode gekommen, warum sollte das diesmal anders sein? Wie Tag und Nacht, Sommer und Winter, sollte man sich diesen Wechsel nicht zusehr zu Herzen nehmen. Eine Brise hinduistischer Gelassenheit der Natur gegenueber!

--
Everything is ok

antworten
 

TAF Explosion

Miesespeter @, Montag, 25.02.2008, 04:19 (vor 6547 Tagen) @ weissgarnix

Sehr uebersichtlich hier

Auch Gary North versteht es noch nicht

Diejenigen, welche sich auf massive Inflation eingestellt haben, reiben sich zZ verwundert die Augen.........

--
Everything is ok

antworten
 

Sollen wir es ihm erklären, diesem Tschopperl ?

weissgarnix @, Montag, 25.02.2008, 04:41 (vor 6547 Tagen) @ Miesespeter

Diejenigen, welche sich auf massive Inflation eingestellt haben, reiben
sich zZ verwundert die Augen.........

M1 sinkt, weil das ganze schöne Geld, dass die FED verteilt hat, wieder zu ihr zurückgewandert ist und vermutlich auf dem Konto "Zentralbankguthaben" der diversen Geschäftsbanken schlummert. Oder weil die damit lustige Spielchen auf dem Geldmarkt spielen (wäre M3, aber dazu sagt die FED ja nix mehr).

Oder anders gesagt: Knete (für Kredite) wäre vorhanden, nur will sie keiner haben. Too bad. "And now what, Mr. Bernanke?" (man beachte bitte meine gänzlich korrekte Setzung des Fragezeichens ohne Leerzeichen ...)

PS: Gleiches Phänomen übrigens in den 30ern, da wurde aus den Augen des ("geldmengengläubigen") Beobachters auch zunächst "deflationiert", und es gibt nicht wenige, die heute noch behaupten, dass wäre der Grund für die Weltwirtschaftskrise gewesen.

antworten
 

Aber andererseits ... kann das jemand erklären ?

weissgarnix @, Montag, 25.02.2008, 05:53 (vor 6547 Tagen) @ weissgarnix

Wenn man mal die Reserves-Statistik der FED anguckt, dann fällt auf, dass im Januar und Februar die "non-borrowed reserves" krass ins Minus gefallen sind, während die "Reserves" selbst grosso modo auf konstantem Niveau blieben. Die Entwicklung begann bereits im Dezember, als diese non-borrowed reserves von über 40Mrd auf rund 27 Mrd fielen.

Soll das etwa heissen, dass die aktuelle Höhe an Reserves praktisch zu annähernd 50% aus Borrowings aus dem Discount Window und den TAFs bestritten wird ?????

Ich glaube, mein Schwein pfeift!


http://www.federalreserve.gov/releases/h3/Current/h3.htm

antworten
 

TAF und currency swaps

Miesespeter @, Montag, 25.02.2008, 06:07 (vor 6547 Tagen) @ weissgarnix

Soll das etwa heissen, dass die aktuelle Höhe an Reserves praktisch zu
annähernd 50% aus Borrowings aus dem Discount Window und den TAFs
bestritten wird ?????

Ich glaube, mein Schwein pfeift!

So sieht es doch aus auf dem Chart in der verlinkten North-Seite aus: knapp 2/3 des Portfolio bestehen nunmehr aus Currency Swaps und TAF.

Vor Mitte November 2007: 0%!

Open market Anleihen sind weg.

--
Everything is ok

antworten
 

Beitrag dazu auf Bloomberg.com

weissgarnix @, Montag, 25.02.2008, 06:37 (vor 6547 Tagen) @ Miesespeter

Hi,

diese Dame hier auf Bloomberg meint dazu: "alles easy, alles kosher!

http://www.bloomberg.com/apps/news?pid=20601039&sid=a7EAJelhvLh0&refer=home


Mein Problem ist nun wie folgt:

1) Die FED "printet" bekanntlich überhaupt nichts, auch nicht im Rahmen der TAFs. Sie verleiht gegen "Collateral", bei den TAFs zugegeben etwas großzügiger sowohl nach Art als auch nach Umfang (und im Preis sowieso), aber sie verleiht auch hier nach wie vor gegen Collateral.

2) Wenn den Banken nun dieser "Collateral" ausgeht, was machen sie denn dann ? - Exaktammente: sie gehen zur FED und sagen "Hey, Bernie, haste mal 'n paar Dollars für mich, weil ich sonst leider gänzlich fix und foxy".

3) Folgen nun aus 1) und 2), dass aktuell vermutlich noch nicht mal Ben Bernanke genau weiss, warum die Jungs von den Banken da alle kommen und sich um Fed Funds anstellen, und diese Frau Baum, diese offensichtlich dumme Nuss, weiss es erst recht nicht. Was wir aber sehen ist, dass "Collateral" aktuell ohne Unterlass flöten geht, to the tune of 120 Mrd to date, wenn der Hinweis gestattet ist, da ist doch dieser Swing in den "non-borrowed-reserves" um etwa 40-50 Mrd. absolut nachvollziehbar und in allerhöchstem Maße alarmierend!

Was labert diese Frau denn da????

antworten
 

Muedigkeitserscheinungen der Lordschaft?

Miesespeter @, Montag, 25.02.2008, 06:57 (vor 6547 Tagen) @ weissgarnix

1) Die FED "printet" bekanntlich überhaupt nichts, auch nicht im Rahmen
der TAFs. Sie verleiht gegen "Collateral", bei den TAFs zugegeben etwas
großzügiger sowohl nach Art als auch nach Umfang (und im Preis sowieso),
aber sie verleiht auch hier nach wie vor gegen Collateral.

Das reicht doch, wenn es wirklich grosszuegig gehalten wird. Wofuer braucht es noch Monoliners, wenn die FED festlegt, dass sie Anleihen zu 100% reinnimmt?


2) Wenn den Banken nun dieser "Collateral" ausgeht, was machen sie denn
dann ? - Exaktammente: sie gehen zur FED und sagen "Hey, Bernie, haste mal
'n paar Dollars für mich, weil ich sonst leider gänzlich fix und foxy".

Machen Sie doch nicht, sie gehen doch zur Regierung (Europa), bzw Staatsfonds (Amerika)


3) Folgen nun aus 1) und 2), dass aktuell vermutlich noch nicht mal Ben
Bernanke genau weiss, warum die Jungs von den Banken da alle kommen und
sich um Fed Funds anstellen, und diese Frau Baum, diese offensichtlich
dumme Nuss, weiss es erst recht nicht. Was wir aber sehen ist, dass
"Collateral" aktuell ohne Unterlass flöten geht, to the tune of 120 Mrd to
date, wenn der Hinweis gestattet ist, da ist doch dieser Swing in den
"non-borrowed-reserves" um etwa 40-50 Mrd. absolut nachvollziehbar und in
allerhöchstem Maße alarmierend!

Warum alarmierend, fuer die Banken ist es doch profitabel, ABS einzulegen und Bonds zu nehmen, zumal wenn sonst niemand Liqui will. Liquiditaet ist ja genug da, nur Eigenkapital nicht.

Aber ist das Collateral wirklich weg? Bisher ist es doch zum Grossteil erstmal neu bewertet. Wenn man die Neubewertungen einschraenken koennte, wuerde auch das Collateral nicht so schnell floeten gehen. Mich wundert, dass man das nicht auf die Beine kriegt. Vielleicht gibt es dazu dann doch nicht genug politischen Willen? Sollten die Herren sich tatsaechlich so frueh geschlagen geben?

--
Everything is ok

antworten
 

Erklaerungsversuch

Miesespeter @, Montag, 25.02.2008, 06:44 (vor 6547 Tagen) @ Miesespeter

Banken reichen AAA ABS bei FED ein
Ebenfalls Banken kaufen mangels funktionierendem Geldmarkt US Bonds, FED gibt ab

Lohnt sich doch.

Wenn keine Kredite nachgefragt werden, was sollen die Banken sonst mit den liquiden Mitteln machen?
War das nicht frueher die Ausgangshypothese von PCM Buechern? Am Ende ist nur noch der Staat kreditwuerdig?

--
Everything is ok

antworten
 

@Miesespeter

weissgarnix @, Montag, 25.02.2008, 07:00 (vor 6547 Tagen) @ Miesespeter

Banken reichen AAA ABS bei FED ein

soweit klar.

Ebenfalls Banken kaufen mangels funktionierendem Geldmarkt US Bonds, FED
gibt ab

machen sie eben nicht! Sie legen die Knete zum großen Teil direkt bei der FED an, auf einem Kontokorrentkonto namens "Reserves" ... siehste doch aus diesen Statistiken.

Lohnt sich doch.

Sieht für mich total crazy aus. Bedenke, lieber Miesespeter, besagte Reserves sind nur noch auf Deposits erforderlich, auf sonst nix. Soll also heissen, die US Banken haben aus ihren Sichteinlagen (auf die sie sicher weniger bezahlen, als die FFR) nicht mal mehr genügend Cash übrig, um 10% davon zu besagter FFR über Nacht bei der FED zu deponieren ? Das wäre doch die profitabelste Alternative von allen. Über TAF und Discount Window würde ich dann maximal aussteuern, wie ich unter Treasury/Rendite-Gesichtspunkten auf dem Interbanken-Geldmarkt positioniert sein möchte ... aber OK, vielleicht ist es tatsächlich auch umgekehrt, und die Banken füllen ihre Reserves vorwiegend aus den TAFs/Geldmarktoperationen auf, und die Liquidität aus den Sichteinlagen wird unter Treasury-Gesichtspunkten ausgesteuert ... mag sein.

Wenn keine Kredite nachgefragt werden, was sollen die Banken sonst mit den
liquiden Mitteln machen?

Stimmt, aber umsomehr hätte ich erwartet, dass die Reserves direkt aus den Sichteinlagen genommen werden, weil das mit Abstand am günstigsten sein müßte. Wenn die Institute keine Kredite zu vergeben haben, warum stellen sie sich dann alle um die TAFs an ?

antworten
 

also um es mal ganz klar auf den Punkt zu bringen ...

weissgarnix @, Montag, 25.02.2008, 08:05 (vor 6547 Tagen) @ weissgarnix

... mich haut diese Entwicklung schlicht um! Und offensichtlich nicht nur mich, ein gewisser Louis hat in den Goldseiten dazu dankenswerterweise folgendes Youtube-Video verlinkt, das kann man sich durchaus mal ansehen ...

http://de.youtube.com/watch?v=QUBBMQDrlpY

Ich gehe jetzt vielleicht auch mal ein bisschen Geld abheben ...

antworten
 

Viele ???

Miesespeter @, Montag, 25.02.2008, 09:23 (vor 6546 Tagen) @ weissgarnix

Ich gehe jetzt vielleicht auch mal ein bisschen Geld abheben ...

Wahrscheinlich verstehe ich hier etwas nicht....

Borrowed reserves sind Gelder, welche die Banken sich gegen die Hereingabe von Collateral bei der FED ausleihen. Non-borrowed reserves sind Gelder, welche die Banken durch kurzfristigen Verkauf von Regierungsanleihen einnehmen. Beidesmal gehen die Gelder auf das vorgeschriebene Reservekonto.

Und was bedeutet ueberhaupt "negative non-borrowed reserves"?? Nachdem keine Gelder mehr aus Assetverkaeufen im Reservekonto stehen, wie kann das negativ werden? Wenn gilt: Reserves minus borrowed reserves ergibt non-borrowed reserves, heisst das nicht, dass Banken mehr ABS o.a ueber TAF einreichen, als sie fuer das Reservekonto benoetigen?

Wohin fliesst dieser Ueberschuss? An die Bank? Oder bleibt das im Reservekonto?

--
Everything is ok

antworten
 

Tja, wohin? Wohin?

weissgarnix @, Montag, 25.02.2008, 09:42 (vor 6546 Tagen) @ Miesespeter

Wahrscheinlich verstehe ich hier etwas nicht....

Hihi, dann sind wir ja schon zwei.

Borrowed reserves sind Gelder, welche die Banken sich gegen die Hereingabe
von Collateral bei der FED ausleihen.

Yep.

Non-borrowed reserves sind Gelder, welche die Banken durch kurzfristigen Verkauf von Regierungsanleihen einnehmen. Beidesmal gehen die Gelder auf das vorgeschriebene Reservekonto.

Das sehe ich nicht so. Natürlich können diese Gelder aus Repos kommen, keine Frage, aber prinzipiell sind es zunächst mal alle Mittel, die eben nicht bei der FED geliehen wurden. Können also sein: a) Mittel aus Repos b) Mittel aus Geldmarktgeschäften oder c) Mittel aus Kundeneinlagen

Wenn es tatsächlich Mittel aus a) sind, dann würde ich mich tendenziell der lieben Frau Baum anschliessen. Die discount rate ist höher als die fed funds rate, ergo wäre ich ja als Bank schön bescheuert, wenn ich mich statt per fedfunds- per discount-rate refinanzieren würde. Soweit können vermutlich selbst noch die Banken rechnen.

Aber: ist dem so? Die mittlere Mindestreserve ist aktuell in USA rund 2,9% (= die 40Mrd laut H.3 dividiert durch 1.365Mrd an M1 aus H.6). Die Sichteinlagen sind auch in USA die mit Abstand "billigste" Refinanzierungsmöglichkeit. Und davon können die US Banken keine läppischen 3% erübrigen?

Und was bedeutet ueberhaupt "negative non-borrowed reserves"?? Nachdem
keine Gelder mehr aus Assetverkaeufen im Reservekonto stehen, wie kann das
negativ werden? Wenn gilt: Reserves minus borrowed reserves ergibt
non-borrowed reserves, heisst das nicht, dass Banken mehr ABS o.a ueber
TAF einreichen, als sie fuer das Reservekonto benoetigen?

Der Kandidat hat 99 Punkte! Die Mindestreserve liegt bei 40Mrd, die ausgeliehenen TAF-Mittel aber bei 60Mrd (18+42), sprich annähernd 150%. Frage an Radio Eriwan: was wurde denn mit dem Rest gemacht? Bzw., noch viel besser, was wurde denn mit den 42Mrd an reserves gemacht, die vorher ohne TAF liefen, plus die 42Mrd, die jetzt ausschliesslich aus TAF stammen, plus die 18Mrd, die noch zusätzlich aus TAF benötigt wurden? - Nach meiner bescheidenen Rechnung also schlanke 102Mrd Dollar, die insgesamt umgeschichtet wurden?

Sind die Repos tatsächlich um diesen Betrag runtergefahren worden?

Wohin fliesst dieser Ueberschuss? An die Bank? Oder bleibt das im
Reservekonto?

Nein, das bleibt nicht auf dem Reservekonto, da stehen nur schlappe 2Mrd an "Excess Reserves". Die schwirren irgendwo durch das System, aber nota bene, nicht alleine als "Überschuss" sondern zusammen mit den 42 oder so Mrd, die davor gänzlich ohne TAF als Reserve gestellt wurden! Wo sind sie hin? Wo? ...

Komm, Miez, Miez ... jo, wo is denn des Katzerl, des liabe ?

antworten
 

FOMC-Operations, US Bankbilanzen

weissgarnix @, Montag, 25.02.2008, 11:03 (vor 6546 Tagen) @ weissgarnix

Hi,

nach den FED-Charts für die Open Market Operations zu urteilen, scheinst du aber recht zu haben: demnach gingen die direkten SOMAs und die Repos zusammen um rund 80Mrd runter, dafür die TAFs und die Swaps um etwa 70Mrd hoch. Man könnte also argumentieren, dass es sich tatsächlich nur um eine simple Umschichtung aus Gewinnüberlegungen gehandelt hat.

Dem kann man aber wiederum entgegenhalten, dass der Bestand an US Treasury und Agency Debt sich in den Bankbilanzen ja entsprechend erhöht haben müßte, weil es sich bei den TAFs ja ganz klar nur um "Sicherheitsübereignung" der betreffenden Papiere handelt. Dummerweise gehen aber die entsprechenden Zahlen in den Statistiken H.8 der FED eher runter als rauf, d.h. die US Banken halten aktuell geringere derartige assets als früher. Dem könnte man jetzt wiederum entgegenhalten, dass auch die im Rahmen von Repos an die FED "verkauften" Papiere laut GAAP bei den Banken zu verbuchen sind, man also aus der Entwicklung dieser Bilanzposition im Grunde gar nix herauslesen kann ...

Grrrrrrrrrr, es ist zum Haare raufen.

antworten
 

OK, einen letzten Gedanken noch dazu ..

weissgarnix @, Montag, 25.02.2008, 11:37 (vor 6546 Tagen) @ weissgarnix

Man könnte also argumentieren, dass es sich tatsächlich nur um eine
simple Umschichtung aus Gewinnüberlegungen gehandelt hat.

Nein, kann man eigentlich nicht. Es gingen ja nicht die Repos dramatisch runter, sondern vor allem die SOMAs, sprich die direkten Offenmarkttransaktionen. Bei den Repos hätte ich also diese ganze Argumentation von wegen "Vorteilhaftigkeit des TAF-Zinssatzes" noch irgendwo verstanden. Aber nicht bei den Open Market Transaktionen. Da spielen nämlich Zinsen keine Rolle, die FED kauft/verkauft direkt über Primary dealers zu aktuellen Marktpreisen, aber eben über mehrere solcher Dealer, d.h. darüber entfaltet sich keine "gezielte" Wirkung.

Meiner Meinung nach ging es aber ganz genau darum: das Gros dieser Borrowings ging ganz gezielt an einzelne Banken, die es wirklich sehr nötig hatten und offensichtlich immer noch haben, und die man so ohne großen Lärm versorgen konnte. An die wurden punktuell diese Mittel vergeben (angesichts der Größenordnung vermutlich mehrere).

Alles andere macht schlicht keinen Sinn, IMHO. Vor allem die Erhöhung der TAFs bei gleichzeitigem Abbau der SOMAs, was sollte das bringen, wenn es nicht punktuell um einzelne Banken ging ? Erst pauschal über TAF Geld an die Banken verleihen, um es ihnen postwendend über T-Bond-Sales wieder abzunehmen? Macht nicht gerade viel Sinn, oder?

antworten
 

Liquider

Miesespeter @, Montag, 25.02.2008, 11:57 (vor 6546 Tagen) @ weissgarnix

Alles andere macht schlicht keinen Sinn, IMHO. Vor allem die Erhöhung der
TAFs bei gleichzeitigem Abbau der SOMAs, was sollte das bringen, wenn es
nicht punktuell um einzelne Banken ging ? Erst pauschal über TAF Geld an
die Banken verleihen, um es ihnen postwendend über T-Bond-Sales wieder
abzunehmen? Macht nicht gerade viel Sinn, oder?

Nur koennen die Banken die Bonds danach verkaufen, waehrend sie den AAA Ramsch (zumindest im Augenblick) entweder niemandem anbieten koennen, oder den Abschlag nicht aktzeptieren wollen.....

Bei dem was da alles als AAA rumlaeuft, scheint das auf die Summe von 70 Mrd schon schnell mal einen Unterschied von 10 Mrd machen zu koennen.....

--
Everything is ok

antworten
 

TAF und TAFFER?

Miesespeter @, Montag, 25.02.2008, 11:51 (vor 6546 Tagen) @ weissgarnix

Hi,

Die Technicalities fuehren nicht weiter, wenn man vor lauter Baeumen den Wald nicht mehr sieht.

Was findet denn statt? Die Reserven an sich sind ja nicht uebermaessig gefallen. Man hat den Banken lediglich erlaubt, diese in Papieren vorzuhalten, fuer welche derzeit kein geregelter Markt existiert, anstatt in volliquiden Assets. Netter Zug.

Dass die FED ihren Banken Liquiditaet zur Verfuegung stellt, um die Marktsituation wo noetig zu kompensieren, das war und ist zu erwarten.

Daraus allein kann ich nicht viel schliessen.

Interessant allenfalls, wie schnell da 60 Mrd zugekommen sind, und wie sich das weiterentwickeln wird. Wird die FED jetzt zunehmend unbekannte Collaterals remonetarisieren? Stehen da demnaechst 3-stellige Milliardensummen negative non-borrowed-reserves?

Dass Banken demnaechst die Tuer schliessen und die ATMs abgeschaltet werden, weil die FED ihren leergelaufenen Banken nicht mehr mit M1 nachhilft, das kann ich nicht glauben.

DAS muesste schon andere Gruende haben.

Allerdings uebersehe ich nicht, dass die Kreise der neuzubewertenden Loans langsam groesser werden, und bald an eine Groessenordnung ranreichen duerften, die man auch in Kooperation aller internationalen Institutionen und Instrumente nicht mehr schoenrechnen kann. Nur, was dann?

Northern Rock allerortens?
Einlagensicherung mit Frischem (Hubschraubergeld)

Die erstaunliche Ruhe / Untaetigkeit in der politischen Arena laesst mir nur drei Alternativen zu:

1) Man hat die Runde aufgegeben und arbeitet bereits einen Schritt weiter, an Loesungen fuer die Zeit massiv negativen Eigenkapitals im Bankensektor.
2) Man ist inkompetent, schlaefmuetzig und verstaubt und bestenfalls daran interessiert, wie man die Krise in eigenes politisches Kapital ummuenzen kann
3) Ich uebersehe etwas fundamental Grundlegendes, und die Cracks von FED, Kongress und IWF treten demnaechst auf und hauen die Sache elegant raus

Wahrscheinlichkeit: in steigender Reihnefolge geordnet.....zumindest wenn man den vorletzten Halbsatz miteinbezieht.

--
Everything is ok

antworten
 

OK, allerletzter ...

weissgarnix @, Montag, 25.02.2008, 12:06 (vor 6546 Tagen) @ Miesespeter

Dass die FED ihren Banken Liquiditaet zur Verfuegung stellt, um die
Marktsituation wo noetig zu kompensieren, das war und ist zu erwarten.

Daraus allein kann ich nicht viel schliessen.

OK, meine Frage lautet: wenn es sich nur um globale "monetary policy" handelt, warum hat die FED dann nicht einfach die Zinsen für die Repos gesenkt und die Liste der akzeptierten Collaterals ausgeweitet ? Ob das Ding nun "repo" heisst oder TAF ist doch völlig wurscht ...

Nein. Der Gag bei der Sache ist, es mußte schon etwas sein, was man zielgerichtet an einzelne Institute vergeben konnte, man brauchte also die Punktualität der TAF mit den flexiblen Preis/Collateral-Optionen, die an sich auch bei repos möglich gewesen wäre, PLUS den Schleier der Anonymität darüber. Wer sagt denn, dass das, was da "submitted" und "accepted" wurde, nach den Grundsätzen erfolgte, die in den term scheets stehen, und in Wahrheit nicht ganz gezielt in Absprache zwischen der FED und all den Banken, die es wirklich NÖTIG hatten?

antworten
 

Du nennst dich weißgarnichts und ich weis überhaupt gar nichts ...

Der Husky, Montag, 25.02.2008, 12:40 (vor 6546 Tagen) @ weissgarnix

Wenn es dir also nichts ausmacht, faß deine Ergebnisse nochmal in Hochdeutsch und ohne Fremdbegriffe bzw.allg.verständlich zusammen.

Soweit ich verstanden habe läuft wiedermal ne Riesenschweinerei, aber es merkt niemand. Oder?

Vielen Dank für dein Verständnis gegenüber einem "dummen Hund".

Viele Grüße vom Husky!

antworten
 

Danke für diesen Thread! (oT)

Chef @, Montag, 25.02.2008, 07:11 (vor 6547 Tagen) @ weissgarnix

- kein Text -

antworten
 

Super Forum, super Beiträge, grosse Klasse (oT)

eddie09 @, Montag, 25.02.2008, 13:19 (vor 6546 Tagen) @ weissgarnix

- kein Text -

--
Politik ist so beschaffen, dass faule Früchte nur vom Baum fallen, wenn darunter ein Korb steht, der sie auffängt.

antworten
 
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