Endlich in Rente - da kommt nun (keine) Freude auf ...
Bepi, Montag, 25.02.2008, 15:20 (vor 6546 Tagen)
Hallo beieinander,
vor zwei Wochen kam mein Bruder zu mir, den eingetroffenen Rentenbescheid unterm Arm, ein langes Gesicht im Schlepptau:
Er ist Jahrgang 1948 und hat nach Abschluß der damals 8-jährigen Volksschule in Bayern (heute "Hauptschule") mit 14 eine Handwerkslehre begonnen. Jetzt im März wird er 60. Mit 57-einhalb hatte er aufgehört zu arbeiten (Altersteilzeit ab 55, danach noch 2 1/2 Jahre Vollzeit und im Anschluß 2 1/2 Jahre frei).
Ich habe mir seinen Rentenbescheid angesehen. Er war zwischen dem 14. und dem 57 einhalbten Lebensjahr genau 3 Monate arbeitslos. Bei der Bundeswehr war er nicht, weil damals untauglich. Er hat also insgesamt über 43 Jahre Vollzeit gearbeitet, eben als Arbeiter. Die Möglichkeit der Altersteilzeit hat er gewählt, weil er halt auch körperlich angeschlagen und ausgepowert war bzw. ist. All die Zeit war eben auch insbesondere körperlicher Einsatz zu bringen.
Soderla:
Wenn ich nun lese, daß ein Sozialhilfeempfänger oder Hartz IV-er zirka 340 Euro + die Miete bekommt, dürften diese insofern versorgten Mitbürger auf ein Monatssalär von sagen wir 700 Euro kommen. Zum überleben reichts, irgendwie.
Und was kriegt mein Bruder? Für eine Eigentumswohnung hat es übrigens als Arbeiter nie gereicht, er wohnt in Miete:
Für 43 Jahre Arbeit bzw. Rentenbeitragszahlung bekommt er eine Nettorente (nach Abzug von Krankenkasse und Pflegeversicherung) von 809,54 Euro. Fairerweise müßte ich noch 10 Euro dazurechnen, die wurden ihm abgezogen im Rahmen eines Versorgungsausgleichs (Ehescheidung).
Unterm Strich bleibt:
Rund "ein Hunderter" mehr als jemandem, der noch nie etwas in dieses System einzahlen mußte. Irgendwie stimmt da was nicht mehr, in unserer sog. Sozialen Marktwirtschaft. Das finde wiederum ich (und nicht nur er) ganz schön enttäuschend, sozusagen als Abschiedsgruß für ein fleißiges Arbeitsleben.
Bei der Durchschau des Rentenbescheides kann ich auch keine evidenten Plausbilitätsfehler erkennen, eben von den anerkannten Zeiten her. Je länger ich drüber nachdenke, desto sprachloser werde ich.
Gruß
Bepi
.. und ?? - das geht noch besser ..
trailmaker, Montag, 25.02.2008, 15:39 (vor 6546 Tagen) @ Bepi
- meine Mutter bekommt ca. 380,- Euro Rente/mtl. , in einem Jahr ( hat auch bis zur Wende 6 h den Tag gearbeitet / danach selbständig bis heute, also definitiv mehr gearbeitet als vorher ).
- muß allerdings ca. 370,- Euro/ mtl. private Krankenversicherung bei Renteneintritt selber zahlen .
- die staatliche Versicherung redet sich raus .
________
Wie geht denn das ? 10,- Euro zum Leben ...
mfg TM
Das ist eben der Sozialstaatsdreisatz
Mephistopheles, Montag, 25.02.2008, 15:50 (vor 6546 Tagen) @ Bepi
hier erklärt aus berufenem Munde
Der geht so: 2 zahlen ein, 3 kriegen was raus.
Dein Bruder hat doch immer fleißig gewählt, oder?
Und stand doch immer in den Nachrichten, tagaus, tagein, wer mal wieder von den sozialen Wohltaten beglückt wird. Natürlich ohne vorher was eingezahlt zu haben.
Hat dein Bruder über die Jahre hin nicht fleißig mitgerechnet?
Wieso ist er dann so überrascht?
Gruß Mephistopheles
ja was soll ich dazu sagen ...
Bepi, Montag, 25.02.2008, 16:01 (vor 6546 Tagen) @ Mephistopheles
... er hat halt "einfach" gearbeitet. Wie ich schon schrieb, er absolvierte 8 Jahre Volksschule und hat dazu auch immer ein tiefes Vertrauen gehabt, daß es ihm so ergehen wird, wie vielen anderen, älteren Kollegen.
Das ist es nämlich, was ihn (und auch mich) erschreckt hat. Kollegen von ihm, die vor rd. 10 Jahren in Rente gingen (mit sehr ähnlichem Lebensablauf), bekamen deutlich, viel, viel mehr Rente zugestanden.
Gruß
Bepi
kleiner Tipp am Rande
Mephistopheles, Dienstag, 26.02.2008, 00:00 (vor 6546 Tagen) @ Bepi
... er hat halt "einfach" gearbeitet. Wie ich schon schrieb, er absolvierte
8 Jahre Volksschule und hat dazu auch immer ein tiefes Vertrauen gehabt,
daß es ihm so ergehen wird, wie vielen anderen, älteren Kollegen.Das ist es nämlich, was ihn (und auch mich) erschreckt hat. Kollegen von
ihm, die vor rd. 10 Jahren in Rente gingen (mit sehr ähnlichem
Lebensablauf), bekamen deutlich, viel, viel mehr Rente zugestanden.Gruß
Bepi
So funktioniert jedes Pyramidenspiel. Die ersten machen noch Profit und sind damit kostenlose Werbeträger für alle Nachfolgenden.
Und die sehen in die Röhre.
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Mit dem Rentenbescheid und dem Mietvertrag sofort zum Amt für Wohnungswesen und Mietzuschuss beantragen.
Es gilt der Monat der Antragstellung.
Der Antrag kann formlos gestellt werden; Unterlagen können nachgreicht werden.
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Wenn ich dein Bruder wäre und noch ein gutes Werk tun wollte, dann würde ich aus der Story ein Flugblatt machen, einfach so, wie du es im Eingang zu dem Thread geschildert hast, Überschrift: Warnung, is Rentensystem einzuzahlen Sonst könnte es ihnen gehen wie mir....
und das in 1.000en von Exemplaren in die Briefkästen verteilen.
Da es sich ersichtlich nicht um kommerzielle Werbung handelt, kann es natürlich auch in Briefkästen mit Werbeverbot gelegt werden.
Die Wirkung wird überwältigend sein, das garantiere ich dir!
Ich freue mich schon, deinen Bruder als Gast in einer Talkshow sehen zu können.
Gruß Mephistopheles
Toller Tipp
yoyo, Dienstag, 26.02.2008, 00:15 (vor 6546 Tagen) @ Mephistopheles
Was wird es ändern wenn alle Bürger dieses Landes wissen (viele wissen das schon können aber nichts dagegen tun) dass es sich nicht lohnt in die Sozialkassen zu zahlen und das im Fernsehen kommt. Wandern alle aus ?
Tja, mein Lieber, da gelten wiederum die Regeln des Pyramidenspiels
Mephistopheles, Dienstag, 26.02.2008, 00:25 (vor 6546 Tagen) @ yoyo
Was wird es ändern wenn alle Bürger dieses Landes wissen (viele wissen das
schon können aber nichts dagegen tun) dass es sich nicht lohnt in die
Sozialkassen zu zahlen und das im Fernsehen kommt. Wandern alle aus ?
Die ersten, die meinen Tipp mit der Flugblattaktion befolgen und damit im Fernsehen landen, werden davon profitieren,
die 2. Reihe schon weniger, und ab der dritten Wiederholungsrunde werden die Kosten der Flugblattaktion höher sein als der Ertrag der Talkshow, wenn es überhaupt noch zu einer Einladung kommt.
Gruß Mephistopheles
(so, und jetzt muß ich an die Arbeit)
Profitieren ? Wodurch, kleiner ? (oT)
yoyo, Dienstag, 26.02.2008, 00:47 (vor 6546 Tagen) @ Mephistopheles
- kein Text -
Man ist aber all die Jahre auf dem Laufenden (Jahresbescheid)
M. S.
, Schwabenland, Dienstag, 26.02.2008, 09:00 (vor 6545 Tagen) @ Bepi
Hallo Bepi,
wie schon von Fridolin erwähnt, die Rente errechnet sich aus angesammelten Punkten. Die Rentenhöhe erfährt man nicht aus heiterem Himmel beim Renteneintritt. Dein Bruder muss all die Jahre auf dem Laufenden gewesen sein. Das macht es natürlich nicht erträglicher. Leider sammelt man mit geringerem Verdienst weniger Rentenpunkte an. Auch hat man dann kaum was übrig zur viel beschworenen Privatvorsorge. Es liegt einfach im Argen. Aber jeder sollte über seinen Rentenverlauf informiert sein, man bekommt ihn mittlerweile jedes Jahr, wenn nicht, dann anfordern. Und natürlich alle Fehlzeiten klären.
Derzeit bedeutet ein Rentenpunkt im Westen ca. 26 Euro, im Osten ca. 22 Euro.
Einen Punkt bekommt man, wenn man genau ein statistisches Durchschnittseinkommen hat. Das beträgt derzeit ca. 30000 Jahresbrutto. Wer also nur 15000 hat, der bekommt 0,5 Punkte, wer 45000 hat, der hat 1,5 Punkte. So kann man sich die Rente auch hochrechnen. Die bis jetzt angesammelten Punkte (weiss man aus dem Jahresbescheid der Rentenversicherung) plus die voraussichtlich noch hinzukommenden multipliziert mit 26(22), beim derzeitigen Stand, ergibt ungefähr die Rente pro Monat.
Danach muss Jede(r) seine Konsequenzen ziehen, ob es reicht oder nicht. Wenn es sehr wenig ist, kann man sich alles Sparen (Riester etc) sparen und auf's Amt gehen.
Hoffentlich finden sich noch Lösungen für Deinem Bruder.
Schönen Gruss,
Matthias
Kettenbrief
eddie09
, Montag, 25.02.2008, 23:17 (vor 6546 Tagen) @ Bepi
Hi,
im Kettenbrief sind die Letzten immer die Dummen. Aber kaum einer macht sich vorher Gedanken über das Ende dieses Kettenbriefes. Unter meinen Bekannten herrscht die Meinung, es wird schon reichen. Verlacht und verpöhnt wurde ich, als ich mich vor 10 Jahren selbständig gemacht habe, nur auf eigene Rechnung arbeitend, dem Sozialabgabenssystem entfliehend. Meine Töchter in die akademische Richtung gebracht, ebenfalls keine Entenversicherungsbeiträge erbringen zu müssen, die Versorgungswerke der freien Berufe sind da viel besser. Angefeindet wurde ich deswegen. Das Zentrum der Interessen meiner Bekannten war, Bier, Fussball, Bratwurst, Urlaub, Fernsehen, Kegeln. Alle 4 Jahre durften sie zur Wahl gehen, die Souveränen, mit geschwellter Brust der obersten Bürgerpflicht nachkommend. Als Permaschwarzseher war ich verschrieen, die Rente ist doch sicher, sagte sogar Norbert Blüm. Das einzige was sicher ist, sind die Rentenbeiträge. Ich will deinem Bruder nicht zu nahe treten, er hatte vermutlich nie die Chance sich alternativen aufzubauen und vertraute auf das System. Aber hat er jemals den gesunden Menschenverstand eingeschaltet, der jedem klar machen müsste, dass dieses 'System auf Dauer nicht funktionieren kann?
Gruss
--
Politik ist so beschaffen, dass faule Früchte nur vom Baum fallen, wenn darunter ein Korb steht, der sie auffängt.
Stimmt nicht, Eddie. Das System würde im Prinzip funktionieren
Mephistopheles, Montag, 25.02.2008, 23:45 (vor 6546 Tagen) @ eddie09
und strukturell adäquate Systeme funktionieren seit 100.000en von Jahren, seit tausenden Generationen.
Und dein Versorgungswerk ist nichts anderes als eine Art Kettenbriefsystem.
Das Kettenbriefsystem Kapitalismus würde auch prinzipiell unendlich funktionieren, wenn nicht immer wieder bei günstigen Gelegenheiten die Politk eingreifen würde.
(Aber machen wir uns um den Kapitalismus keine Sorgen, der kommt wieder)
Es funktioniert nur deswegen nicht, wenn die Mafia willkürlich die Spielregeln ändert und plötzlich viel mehr Leute die Suppe auslöffeln dürfen, als eingebrockt haben.
Die Schlauen bemerken nämlich den Betrug und verabschieden sich still, heimlich und leise aus einem System, in dem die Ehrlichen nur verlieren können.
Damit ist das Spiel strukturell am Ende.
Wenn die Anzahl der Schlauen einen bestimmten Schwellenwert übersteigt, so das der letzte Doofi merkt, dass er nur verarscht wird, (wann kann man nicht sagen, weil kein Mensch weiß, welche Schneeflocke jetzt die Lawine auslöst), dann ist das System auch realiter am Ende (das kann dann sehr, sehr schnell gehen) und der Sozialstaat wird von seinem Nachfolger, den er lange hochgezüchtet und gepäppelt hat, dem Zwangsstaat als seinem legitimen Kinde abgelöst.
Gruß Mephistopheles
Richtig, w ü r d e funktionieren
eddie09
, Montag, 25.02.2008, 23:57 (vor 6546 Tagen) @ Mephistopheles
Hi Mephi,
wir sind da nicht weit auseinander.
Gruss
Eddie
--
Politik ist so beschaffen, dass faule Früchte nur vom Baum fallen, wenn darunter ein Korb steht, der sie auffängt.
Grosser Irrtum!
stratege
, Dienstag, 26.02.2008, 00:04 (vor 6546 Tagen) @ Mephistopheles
Sorry, aber die Behauptung, dass das Kettenbriefsystem im Prinzip ewig funktionieren würde, stimmt leider nicht: Kettenbriefsysteme und auch das kapitalistische System sind auf Wachstum ausgerichtet und Wachstum funktioniert leider nicht ewig. Deshalb eine kleine Aufgabe für alle Schlauberger hier: 1 Eurocent im Jahre 0 des Herrn bis heute zu 6% p.a. verzinst ergibt wieviel heute?
Bin sehr auf die Antworten gespannt...
Stratege
und strukturell adäquate Systeme funktionieren seit 100.000en von Jahren,
seit tausenden Generationen.
Und dein Versorgungswerk ist nichts anderes als eine Art
Kettenbriefsystem.
Das Kettenbriefsystem Kapitalismus würde auch prinzipiell unendlich
funktionieren, wenn nicht immer wieder bei günstigen Gelegenheiten die
Politk eingreifen würde.
(Aber machen wir uns um den Kapitalismus keine Sorgen, der kommt wieder)Es funktioniert nur deswegen nicht, wenn die Mafia willkürlich die
Spielregeln ändert und plötzlich viel mehr Leute die Suppe auslöffeln
dürfen, als eingebrockt haben.Die Schlauen bemerken nämlich den Betrug und verabschieden sich still,
heimlich und leise aus einem System, in dem die Ehrlichen nur verlieren
können.Damit ist das Spiel strukturell am Ende.
Wenn die Anzahl der Schlauen einen bestimmten Schwellenwert übersteigt, so
das der letzte Doofi merkt, dass er nur verarscht wird, (wann kann man
nicht sagen, weil kein Mensch weiß, welche Schneeflocke jetzt die Lawine
auslöst), dann ist das System auch realiter am Ende (das kann dann sehr,
sehr schnell gehen) und der Sozialstaat wird von seinem Nachfolger, den er
lange hochgezüchtet und gepäppelt hat, dem Zwangsstaat als seinem
legitimen Kinde abgelöst.Gruß Mephistopheles
Das kann ich dir auf die Schnelle aus dem Handgelenk heraus beantworten
Mephistopheles, Dienstag, 26.02.2008, 00:17 (vor 6546 Tagen) @ stratege
Sorry, aber die Behauptung, dass das Kettenbriefsystem im Prinzip ewig
funktionieren würde, stimmt leider nicht: Kettenbriefsysteme und auch das
kapitalistische System sind auf Wachstum ausgerichtet und Wachstum
funktioniert leider nicht ewig. Deshalb eine kleine Aufgabe für alle
Schlauberger hier: 1 Eurocent im Jahre 0 des Herrn bis heute zu 6% p.a.
verzinst ergibt wieviel heute?Bin sehr auf die Antworten gespannt...
Stratege
1. Ein Jahr NULL des Herrn gibt es nicht.
2. Im Jahr 1 gab es keinen Euro und damit auch keinen Eurocent.
3. Die damalige Währung repräsentierte natürlich einen bestimmten Wert in Grund und Boden, sagen wir 1 acre (4.000m2)
Und dieses Geld angelegt zu 6% mit allen Währungsverläufen, Auf- und Abwertungen, Währungsreformen, Umbenenneungen usw. angelgt zu 6%, repräsentiert heute innerhalb einer gewissen Schwankungsbreite (je nachdem, im welcher Periode des Kondratjeff-Zyklus das Geld umgesetzt wird in Grund und Boden) ziemlich genau 1 acre (4.000m2).
Und in weiteren 2.000 Jahren wird es, angelgt zu 6%, wieder ziemlich genau 1 acre (4.000m2) repräsentiern.
Gruß Mephistopheles
OK, aber doch nur,
stratege
, Dienstag, 26.02.2008, 00:42 (vor 6546 Tagen) @ Mephistopheles
Sorry, aber die Behauptung, dass das Kettenbriefsystem im Prinzip ewig
funktionieren würde, stimmt leider nicht: Kettenbriefsysteme und auch
das
kapitalistische System sind auf Wachstum ausgerichtet und Wachstum
funktioniert leider nicht ewig. Deshalb eine kleine Aufgabe für alle
Schlauberger hier: 1 Eurocent im Jahre 0 des Herrn bis heute zu 6% p.a.
verzinst ergibt wieviel heute?Bin sehr auf die Antworten gespannt...
Stratege
1. Ein Jahr NULL des Herrn gibt es nicht.
2. Im Jahr 1 gab es keinen Euro und damit auch keinen Eurocent.
3. Die damalige Währung repräsentierte natürlich einen bestimmten Wert in
Grund und Boden, sagen wir 1 acre (4.000m2)
Und dieses Geld angelegt zu 6% mit allen Währungsverläufen, Auf- und
Abwertungen, Währungsreformen, Umbenenneungen usw. angelgt zu 6%,
repräsentiert heute innerhalb einer gewissen Schwankungsbreite (je
nachdem, im welcher Periode des Kondratjeff-Zyklus das Geld umgesetzt wird
in Grund und Boden) ziemlich genau 1 acre (4.000m2).
Und in weiteren 2.000 Jahren wird es, angelgt zu 6%, wieder ziemlich genau
1 acre (4.000m2) repräsentiern.Gruß Mephistopheles
wenn Du die entsprechenden Systemzusammenbrüche in der Zwischenzeit akzeptierst... (dass ein Atomkrieg das Ganze sprengen könnte, sei nur am Rande bemerkt). In einem "geordneten" Ablauf funktioniert das halt nominal bzw. es funktioniert eben nicht...
Gruss
Stratege
Von Rentner zu Rentner, mal eine Betrachtung
prinz_eisenherz, Dienstag, 26.02.2008, 00:48 (vor 6546 Tagen) @ Bepi
Guten Tag Bepi,
## Wenn ich nun lese, daß ein Sozialhilfeempfänger oder Hartz IV-er zirka Euro + die Miete bekommt, dürften diese insofern versorgten Mitbürger auf ein Monatssalär von sagen wir 700 Euro kommen. Zum überleben reichts, irgendwie.
Und was kriegt mein Bruder? Für eine Eigentumswohnung hat es übrigens als Arbeiter nie gereicht, er wohnt in Miete:
Für 43 Jahre Arbeit bzw. Rentenbeitragszahlung bekommt er eine Nettorente (nach Abzug von Krankenkasse und Pflegeversicherung) von 809,54 Euro. Fairerweise müßte ich noch 10 Euro dazurechnen, die wurden ihm abgezogen im Rahmen eines Versorgungsausgleichs (Ehescheidung).##
Das was du schreibst trifft alle die Beschäftigten, die ihr Leben lang ein sehr geringes Gehalt hatten, insbesondere in den letzten Jahren ihres Arbeitsleben. Ich habe mich schon eine Weile nicht mehr mit der Rentenberechnung beschäftigt, meine aber, das die grundsätzlich immer noch so funktioniert, wie ich sie noch kenne, das besonders die letzten Arbeitsjahre bis zum regulären Renteneintrittsalter, die Höhe des Verdienstes, die größten Auswirkungen auf die anschließenden Rentenzahlungen haben.
Daraus folgt, das gefühlsmäßig die ununterbrochene Schufterei über das Leben, die reine Zeit der Beschäftigung, bei jedem Betroffenen der Maßstab ist, welcher angelegt wird, sich eine bestimmte Rentenhöhe zu erfühlen. Die sich konkret in ihrem Verlauf zeigen zu lassen, auch schon im Arbeitsleben, steht jedem frei sich bei seinem Rententräger zu melden und um einen Zwischenrechnung zu ersuchen.
So, aber die Länge der Lebensarbeitszeit ist nur ein Teil der die Rentenhöhe bestimmt, denn genauso wichtig ist die Höhe des Verdienstes des Betroffenen, besondere in den letzten paar Jahren vor der Rente.
Hinzu kommt, das kontinuierlich die maximal mögliche Höhe der Rente, ich schätze zur Zeit liegt diese bei ca. 60% des letzten Verdienstes, als Grenzhöhe festgelegt wurde. Diese Höhe lag mal bei einem Stück über 70%. Das bedeutet, weil hier eine Abhängigkeit gebildet wird, zwischen der Höhe des Verdienstes und dem Grenzbetrag der möglichen Rente, das alle erworbenen Ansprüche, die die 60% überschreiten, die werden einfach fallen gelassen und somit kommt einer, der ohnehin immer nur einen kleinen Verdienst hatte, aber immer regelmäßig in die Rentenkasse eingezahlt hat, über die maximale Rentenhöhe, auf eine sehr kleine Rentenzahlung. Das ist übrigens bei klassischen Dienstleistungsberufen, wie Kellner und Friseure noch ein Stück weit krasser, deren monatlicher Verdienst recht klein ist, bei denen die Trinkgelder stillschweigend vom Arbeitgeber mit zum Lohn eingerechnet werden, die aber bei den Rentenbeiträgen natürlich nicht berücksichtigt werden.
Zu deinen Zahlen:
810, 00 Netto Rente, das sind in DM umgerechnet: 1620,00 DM netto.
Mal eine Steuerprogression von 25% angenommen dann muss einer im Arbeitsleben Brutto verdienen: ca. 2400, 00 DM
Das sind, bei einer monatlichen Arbeitszeit von ca. 160 Stunden, ein Stundenlohn von 15,00 DM
Das ist nicht viel, aber bei Handwerkern die nur für Lohn arbeiten und im Dienstleistungsbereich nicht ungewöhnlich.
So, und ab hier lasse uns die Sache betrachten.
Möglichkeit 1)
Deine geschätzten Sozialleistungen, der Abstand zu solchen Renten wie die von dir genannten ist zu klein, also muss der Sozialhilfesatz gesenkt werden. Das ändert aber nichts daran, das der mit der kleinen Rente immer noch den Preissteigerungen unterliegt und sich sehr stark einschränken muss.
Möglichkeit 2)
Die genannte Rentenhöhe ist zu gering und muss mit Hilfe eines anderen Schlüssels, unter stärkerer Berücksichtigung der Gesamtarbeitszeit, stärker angehoben werden und die maximale Rentenhöhe, hier die 60%, die die geleisteten Einzahlungen immer kappt, die muss heraufgesetzt, bez. ganz gestrichen werden.
Frage:
Geht das, kann das finanziert werden. Das würde ich gerne mal zur Diskussion stellen wollen.
3)
Aber das was mich persönlich zusätzlich auf die Palme bringt ist, das diejenigen, welche einen Beruf haben, der im Alter, mit nachlassender körperlicher Leistungskraft, entweder ein Arbeiten im Akkord ausschließt oder zur Frühverrentung zwingt, das sie pauschal beim Anheben des Renteneintrittsalters auf 70 Jahre mit den Büroberufen gleichgestellt werden, die über alles gesehen, oft ihren Beruf noch mit altersbedingten Krankheiten ausüben können, wo ein Bauarbeiter, ein Friseur, ein Metallhandwerker schon längst nicht mehr in seinem Beruf arbeiten kann.
Die oben genannten Renteneckdaten sind ohne Gewähr.
Gruß
eisenherz
Korrektur der Rechnung
prinz_eisenherz, Dienstag, 26.02.2008, 01:36 (vor 6546 Tagen) @ prinz_eisenherz
Ich habe wegen eines Zahlendrehers mit 1820, 00 DM Netto gerechnet:
Noch einmal von vorne.
Bei 1620 Netto, 25% Steuerabzug vom Brutto folgt > 2160, 00 DM Brutto
Stundenlohn bei 160 Std. Arbeitszeit: 13,50 DM !!
Erschreckend wenig für einen Handwerker oder Dienstleister im regulären Arbeitsleben.
Wird dort so bezahlt?
eisenherz
So nicht richtig
fridolin, Dienstag, 26.02.2008, 02:05 (vor 6546 Tagen) @ prinz_eisenherz
Das was du schreibst trifft alle die Beschäftigten, die ihr Leben lang ein
sehr geringes Gehalt hatten, insbesondere in den letzten Jahren ihres
Arbeitsleben. Ich habe mich schon eine Weile nicht mehr mit der
Rentenberechnung beschäftigt, meine aber, das die grundsätzlich immer noch
so funktioniert, wie ich sie noch kenne, das besonders die letzten
Arbeitsjahre bis zum regulären Renteneintrittsalter, die Höhe des
Verdienstes, die größten Auswirkungen auf die anschließenden
Rentenzahlungen haben.
[...]
So, aber die Länge der Lebensarbeitszeit ist nur ein Teil der die
Rentenhöhe bestimmt, denn genauso wichtig ist die Höhe des Verdienstes des
Betroffenen, besondere in den letzten paar Jahren vor der Rente.
Ist so leider nicht richtig. Vom Grundsatz her zählt in der gesetzlichen Rentenversicherung (von Beamten und ihren Pensionen rede ich hier nicht) jedes Jahr gleich, ganz egal, ob es kurz vor der Verrentung oder am Anfang der Berufstätigkeit lag.
Es werden für jedes Jahr "Entgeltpunkte" berechnet nach dem Muster (eigener beitragspflichtiger Verdienst) zu (Durchschnittsverdienst eines Arbeitnehmers) in dem jeweiligen Jahr und diese Entgeltpunkte dann über die Jahre addiert. Die letzten Jahre fallen allenfalls insofern stärker ins Gewicht, als man als Berufserfahrener meist mehr verdient denn als Berufsanfänger.
Es gibt hierfür von der Gesetzlichen Rentenversicherung gute allgemeinverständliche Broschüren, die man sich von deren Webseite herunterladen kann.
Inflation berücksichtigen!
wihoka
, Dienstag, 26.02.2008, 02:51 (vor 6546 Tagen) @ fridolin
So, aber die Länge der Lebensarbeitszeit ist nur ein Teil der die
Rentenhöhe bestimmt, denn genauso wichtig ist die Höhe des Verdienstes
des
Betroffenen, besondere in den letzten paar Jahren vor der Rente.
Ist so leider nicht richtig. Vom Grundsatz her zählt in der
gesetzlichen Rentenversicherung (von Beamten und ihren Pensionen rede ich
hier nicht) jedes Jahr gleich, ganz egal, ob es kurz vor der Verrentung
oder am Anfang der Berufstätigkeit lag.
Hier kommt die Inflation ins Spiel: Wenn jedes Jahr gleich zählt, dann sind die ersten Jahre real bewertet deutlich weniger wert als die letzten.
w.
Punktberechnung
fridolin, Dienstag, 26.02.2008, 03:17 (vor 6546 Tagen) @ wihoka
Ist so leider nicht richtig. Vom Grundsatz her zählt in
der
gesetzlichen Rentenversicherung (von Beamten und ihren Pensionen rede
ich
hier nicht) jedes Jahr gleich, ganz egal, ob es kurz vor der Verrentung
oder am Anfang der Berufstätigkeit lag. [/color]
Hier kommt die Inflation ins Spiel: Wenn jedes Jahr gleich zählt, dann
sind die ersten Jahre real bewertet deutlich weniger wert als die letzten.
Erschließt sich mir nicht. Bei dieser "Punktberechnung" werden für jedes Jahr ja immer Nominalverdienste für dasselbe Jahr X verglichen: (individueller Verdienst im Jahr X) / (Durchschnittsverdienst der Arbeitnehmer im Jahr X). Ein Entgeltpunkt für das Jahr X bewirkt in der Endabrechnung genausoviel wie ein Entgeltpunkt für das Jahr X+n.
Es geht ja hier, anders als beim klassischen Ansparvorgang, gar nicht um feste Nominalbeträge, die zu einem bestimmten Zeitpunkt eingezahlt wurden und die durch Inflation real entwertet werden.
Wird Zeit das ich wiedergeboren werde um wieder von vorne zu beginnen:))
prinz_eisenherz, Dienstag, 26.02.2008, 07:53 (vor 6545 Tagen) @ fridolin
Hallo fridolin,
ich vertraue dir, es wird so sein, das die letzten Arbeitsjahre nicht mehr gesondert auf die Rentenhöhe angerechnet werden.
Noch als ich als Facharbeiter tätig war, ewig her, da hatte ich mich bei einem Lehrgang der Gewerkschaft mal mit der Rentenberechnung beschäftigen müssen, und da gab es eine solche Staffelung, das der prozentuale Anstieg der Rente besonders in den letzten Jahren höher wirksam war, als der Verdienst im besten Mannesalter.
Gruß
eisenherz
Auf Toko-Hagen gab es 1995 mehrere Beiräge " Die Renten-Katastrophe" ..
Der Husky, Dienstag, 26.02.2008, 02:52 (vor 6546 Tagen) @ Bepi
Die hab ich vorliegen, aber leider in PDF und ich bin zu blöd das zu konvertieren. Falls mir einer ne Anleitung gibt, stell ich diese hochinteressante Serie gerne zur Verfügung.
Viele Grüße vom Husky!
PDF in Text konvertieren
Herbi_der Bremser
, SH, Dienstag, 26.02.2008, 08:38 (vor 6545 Tagen) @ Der Husky
Die hab ich vorliegen, aber leider in PDF und ich bin zu blöd das zu
konvertieren. Falls mir einer ne Anleitung gibt, stell ich diese
hochinteressante Serie gerne zur Verfügung.Viele Grüße vom Husky!
Google mit "PDF in Text" --> http://www.pdfblizzard.com/
Ich selbst habe den PDF Converter von ScanSoft und bin hoch zufrieden mit den Ergebnissen von&zu Word und Excel.
Für M$-Vista braucht's allerdings, wie alle übrige SW auch, eine neuere Version.
--
panic et circenses
Danke für die Beteiligung (m.T.)
Bepi, Dienstag, 26.02.2008, 07:50 (vor 6545 Tagen) @ Bepi
WOHNGELD:
http://www.bmvbs.de/Anlage/original_967343/Tabelle-Wohngeld-fuer-ein-zum-Haushalt-rechn...
Da gibts bei dem Einkommen (Seite 4, Anlage 3) nix mehr. Jedenfalls Danke für den Tipp.
Da er allein wohnt und seine Wohnung vor 1965 erstellt wurde (Baujahr) wird im besten Fall eine Höchstmiete von 225 Euro berücksichtigt, egal wieviel er tatsächlich bezahlt (§ 8 Abs. 1 Wohngeldgesetz: http://bundesrecht.juris.de/wogg_2/__8.html ). Für diese anerkennbare Miethöhe hat er aber zuviel Einkommen, da gäbe es bei 700 Euro Rente schon keinen Mietzuschuß mehr (siehe obige Tabelle).
FLUGBLATTAKTION und Talkshow:
Ich glaube, da ist er nicht der Typ dafür, sich a la Rampensau dazu vor der Öffentlichkeit zu produzieren. Ob es ihm danach besser ginge, mental? Viele, die sich so sensationsbereit in Schaufenstern wie RTL & Co. da nachmittags prostituieren, die haben danach ein noch größeres Problem. Hört man:
http://www.focus.de/kultur/medien/medien_aid_172449.html
TOLLER TIPP:
"Was wird es ändern wenn alle Bürger dieses Landes wissen (viele wissen das schon können aber nichts dagegen tun) dass es sich nicht lohnt in die Sozialkassen zu zahlen und das im Fernsehen kommt. Wandern alle aus?"
Ich glaub zum auswandern reichts auch nicht mehr, mental, finanziell und überhaupt.
KETTENBRIEF:
"Ich will deinem Bruder nicht zu nahe treten, er hatte vermutlich nie die Chance sich Alternativen aufzubauen und vertraute auf das System. Aber hat er jemals den gesunden Menschenverstand eingeschaltet, der jedem klar machen müsste, dass dieses 'System auf Dauer nicht funktionieren kann?"
Die von Dir angsprochene private Vorsorge hat er nicht getätigt (ich schon, übrigens). Den Vorwurf kann er sich sicherlich machen. Das mit dem gesunden Menschenverstand, das ist halt so eine Sache. Wie auch mit den einfachen, plakativen Sprüchen. Die Rente ist sicher. Genau. An dem Wahrheitsgehalt dieses Slogans hat sich ja nichts geändert. Er bekommt ja eine.
SPIELREGELN:
"Es funktioniert nur deswegen nicht, wenn die Mafia willkürlich die Spielregeln ändert und plötzlich viel mehr Leute die Suppe auslöffeln dürfen, als eingebrockt haben."
Da steckt viel Wahrheit drin. Die Zahl derer, die aus Rumänien, Rußland und anderen Ländern erst im Rentenalter kamen und dank Herrn Kohl vollstens mit Rente versorgt wurden (und das entprechende Geldvolumen als Summe), das würde mich auch mal interessieren.
VON RENTNER zu RENTNER:
"Erschreckend wenig für einen Handwerker oder Dienstleister im regulären Arbeitsleben. Wird dort so bezahlt?"
Das kommt schon hin, mehr als 2400 - 2600 Mark hat er in den letzten 10 Jahren nicht verdient, netto. Aber das ist schon relativ gut. Ich kenne einen, zwar andere Sparte aber egal, der ist Autolackierer (gelernter) und kriegt (privater Betrieb, nicht in der Industrie) ca. 1100 Euro netto raus. Die Tochter einer Bekannten ist Filialleiterin in einer Einzelhandelskette, die hat nicht mal soviel (ledig, netto).
"Möglichkeit 1)
Deine geschätzten Sozialleistungen, der Abstand zu solchen Renten wie die von dir genannten ist zu klein, also muss der Sozialhilfesatz gesenkt werden. Das ändert aber nichts daran, das der mit der kleinen Rente immer noch den Preissteigerungen unterliegt und sich sehr stark einschränken muss."
Sozialhilfesatz bei Einzelpersonen bzw. Einzelhaushalten senken, das wäre nicht in meinem Sinne.
"Möglichkeit 2)
Die genannte Rentenhöhe ist zu gering und muss mit Hilfe eines anderen Schlüssels, unter stärkerer Berücksichtigung der Gesamtarbeitszeit, stärker angehoben werden und die maximale Rentenhöhe, hier die 60%, die die geleisteten Einzahlungen immer kappt, die muss heraufgesetzt, bez. ganz gestrichen werden. Frage: Geht das, kann das finanziert werden. Das würde ich gerne mal zur Diskussion stellen wollen."
Geht das? Wenn man politisch will, geht alles. Für jeden Standpunkt lassen sich dutzende von Gründen finden, warum "man" eine Sache so oder anders regeln will. Derjenige, den es betrifft, der wird ja sowieso nicht gefragt. Weder zum Thema EU, nicht zum Euro und auch nicht zur Gestaltung des Rentensystems und der Frage, wer da alles in welchem Umfang mitlöffeln darf.
"3)Aber das was mich persönlich zusätzlich auf die Palme bringt ist, das diejenigen, welche einen Beruf haben, der im Alter, mit nachlassender körperlicher Leistungskraft, entweder ein Arbeiten im Akkord ausschließt oder zur Frühverrentung zwingt, das sie pauschal beim Anheben des Renteneintrittsalters auf 70 Jahre mit den Büroberufen gleichgestellt werden, die über alles gesehen, oft ihren Beruf noch mit altersbedingten Krankheiten ausüben können, wo ein Bauarbeiter, ein Friseur, ein Metallhandwerker schon längst nicht mehr in seinem Beruf arbeiten kann."
Ganz meine Meinung, aber die dazu interviewten Politker, selbst von der SPD, winden sich dazu wie ein Aal und regeln dies eben nicht lebensnah bzw. dem abgehalfterten Stimmvieh gerecht werdend.
PUNKTESYSTEM, Punkteberechnung:
Ja es wurde nach diesem Punktesystem bewertet und gerechnet. Insgesamt hat er nach Berücksichtigung aller handhabbaren "Abzüge" (minimaler Versorgungsausgleich, Abschlag weil nicht erst mit 65 in Rente) für 543 Monate Beitragszeit eine Punktzahl von 34,12 erhalten.
Maximal dazuverdienen dürfte er (wenn er denn noch könnte), 355 Euro. Der Mann ist körperlich ausgepowert. Mit sechzig.
Abschläge hin, Regelwerk her, was ich im Grunde mit meinem Beitrag vermitteln wollte: Es zählt das, was unterm Strich rauskommt. Und das sind hier für 543 Monate Unterstützung der gegenwärtigen und schon verstorbenen Rentner ein eigenes Gnadenbrot von 809 Euro.
Ich will jetzt nicht noch groß über den Euro lamentieren, aber vor zehn Jahren waren natürlich auch 1584 DM "irgendwie" eine auskömmlichere "Alimentation" gewesen, anstatt heute 809 Euro. Ja - es ist keine formale Alimentation, es ist nur eine deutsche Rente.
Danke allen für die Beteiligung!
Gruß
Bepi
Der Wahnsinn hat Methode
Zebulon
, München, Dienstag, 26.02.2008, 09:10 (vor 6545 Tagen) @ Bepi
Wenn ich nun lese, daß ein Sozialhilfeempfänger oder Hartz IV-er zirka
340 Euro + die Miete bekommt, dürften diese insofern versorgten Mitbürger
auf ein Monatssalär von sagen wir 700 Euro kommen. Zum überleben reichts,
irgendwie.
Habe die Ehre Bepi,
falls der HIV-Empfänger in München lebt, ist das Monatseinkommen höher, weil es hier keine Sozialwohnung für 360 € gibt. Die Heizkosten werden voll übernommen und die GEZ verzichtet auf Gebühren.
Wen´s interessiert - Hartz-IV-Rechner und Online Mietspiegel
http://http://www.sozialhilfe24.de/alg2-rechner.html
http://www.muenchen.de/Rathaus/soz/wohnenmigration/mietspiegel/39277/index.html
Das Rentensystem ist schlichtweg legalisierter Betrug und Veruntreuung von Versicherungsgeldern. Kein Versicherungsunternehmen könnte sich derartige Praktiken leisten.
Viele Grüße
Zebulon
