braut sich im Kosovo was zusammen?
aus http://michaelwinkler.de/Kommentar.html
Ach, wie schön, jetzt wird wieder der Iran als Teufel an die Wand gemalt. Der jüngste Bericht von Mohamed El Baradei bestätige unsere schlimmsten Befürchtungen, sagt ein gewisser Simon John Smith, seines Zeichens britischer Botschafter. Briten... das waren doch jene, die 2003 fest an die von den USA behaupteten Massenvernichtungswaffen im Irak geglaubt hatten? Aber das paßt gut ins Bild, Briten sind schließlich fast so kriegslüstern wie ihre mustergültigste Kolonie.
Im Kosovo wird es "lustig", Serben und Kosovaren geraten aneinander, während man in unseren Nachrichten so hübsche Dinge hört wie eine Bundeskanzlerin, die sich zur Hamburg-Wahl äußert. Rußland sichert den Serben seine Unterstützung zu, gegen die "illegale einseitig erklärte Unabhängigkeit des Kosovo". Hier reift gerade ein richtig großer Krisenherd mitten in Europa heran, nur ein paar Autostunden von unserer Grenze entfernt - und im unmittelbaren Vorfeld der EU.
In unseren Nachrichten bekommen wir mittlerweile amerikanische Verhältnisse. Bis zu zwei Drittel betreffen das Inland, im Rest erfahren wir, wer gerade den Oskar gewonnen hat oder einen anderen internationalen Künstlerpreis. Das Ausland schafft es höchstens mit einer Mörder-Tsunami zu einer gewissen Beachtung, soweit es sich nicht um die USA oder Israel handelt.
Fortsetzung siehe Link
