Sieht aus , als wollte man Liechtenstein versenken (mL)
.. würde ich nicht ganz so eng sehen.
nereus
, Dienstag, 26.02.2008, 05:57 (vor 6545 Tagen) @ Jermak
Hallo Jermak!
Sagen wir es mal so.
Das deutsche Steuerrecht lädt geradezu zum Betrug ein.
Warum ist sonst der „Konz“ ein sooo dicker Wälzer, warum gibt es mehr Steuerberater als Allgemeinmediziner (bitte in den Gelben Seiten nachschlagen) und warum wird hierzulande die meiste Literatur weltweit zu steuerlichen Belangen verlegt?
Alles Symptome eines bürokratischen Tumors, der außer Kontrolle geraten ist.
Was die Liechtensteiner machen oder die Luxemburger oder die Leute auf den Cayman-Inseln ist die eine Seite.
Das geht uns eigentlich einen feuchten Kehricht an.
Eine andere ist das Verhalten von in Deutschland Steuerpflichtigen.
Strenggenommen hätten die Eliten die Möglichkeit mehr auf das Steuer-Ungeheuer mäßigend einzuwirken als der doofe Rest, was natürlich bedeuten würde, daß es zukünftig weniger Schlupflöcher gäbe und man nicht Kosten, die jeder Normalo nicht den Betriebsausgaben zurechnen kann, künftig vom Unternehmer bzw. Unternehmen selbst getragen werden müßten.
Demzufolge haben die Reichen und Superreichen bislang sehr gut mit dem deutschen Steuerrecht gelebt.
Man könnte sogar sagen, sie haben dieses Krebsgeschwür, aufgrund von abertausend Sonderregeln erst heraufbeschworen, wenn ich mal von den unfähigen Staatsbürokraten absehe, die mit Geld noch nie richtig wirtschaften konnten.
Nun rückt unwiderruflich der große Bankerott heran und der Staat sieht seine Felle davon schwimmen weil er mit der eigenen und fremden Mißwirtschaft nicht mehr klarkommt.
Ja, auch die „Fremden“ sind gemeint, denn ich kann keinen Sinn darin erkennen, daß riskantes Management und waghalsige Spekulation im Erfolgsfall fürstlich entlohnt werden und im Fall der Niederlage der gemeine Steuerbürger für den Schaden aufzukommen hat.
Unter diesem Gesamtaspekt habe ich wenig Mitleid mit den Zumwinkels & Co., denn die saßen ohne Zweifel sehr weit vorn am Freßnapf.
Über das Gebaren der Politiker mag ich nicht nachdenken, denn die bringen in diesem Land ohnehin nicht mehr viel auf die Reihe.
Das sich der Fiskus nun fragwürdiger Mittel bedient, konnte jeder hier erwarten, der wenigstens eines von @dottores Büchern gelesen hat.
Im unvermeidlichen Finale ist nun mal jedes Mittel recht.
Ich erwarte da noch ganz andere Absurditäten über die wir hier uns groß und breit auslassen werden.
Wenn nun das unvermeidliche Großreinemachen ansetzt und die vier Grundrechenarten bemüht werden müssen, um Soll und Haben der Staatsfinanzen in einen vernünftigen Ausgleich zu bekommen, weiß ich keinen Grund, warum ich mich auf die Seite der Leute schlagen soll, die im Monat mehr als 30.000 Euronen oder noch weit mehr abfassen (und sich dabei mitunter noch unterbezahlt fühlen), also einem Einkommen, was der gemeinen Verkäuferin oder dem Monteur nicht mal in einem Jahr oder auch zweien zusteht.
Nein, die guten Sitten sind in der einstmals von mir bewunderten Bundesrepublik vollständig den Bach hinunter gegangen und wenn sich jetzt zwei Mafia-Familien (Staat und Top-Verdiener) in die Wolle kriegen, juckt es mich nicht die Bohne, auch wenn ich mich diesem Krieg leider nicht entziehen kann.
Irgendjemand muß die versenkten Milliarden der Casino-Wirtschaft ja schließlich bezahlen, wenn nicht ersatzlos ausgebucht wird.
Und da alle mitgemacht haben, die Großen noch viel mehr als die Kleinen, so dürfen auch alle im Notfall zur Kasse gebeten werden.
mfG
nereus
Nicht vergessen! Die gestohlenen Daten sind von 2002, und neuere anscheinend bislang nicht verfügbar!
Ecki1
, Dienstag, 26.02.2008, 07:27 (vor 6545 Tagen) @ nereus
Die LGT hat seit 2002 mit Sicherheit alle notwendigen Vorsichtsmassnahmen gegen einen Wiederholungsfall getroffen ~ ~ ~ wir schreiben inzwischen das Jahr 2008 n.Chr.
Viele Grüsse!
Ecki1![[[zigarre]]](images/smilies/zigarre.gif)
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Wo geraucht wird, darfst du ruhig harren: Böse Menschen rauchen keine Zigarren.![[[zigarre]]](images/smilies/zigarre.gif)
"neuere Daten nicht verfügbar" -aber jetzt ist es amtlich, wer welche Summen für solche Daten zahlt (oT)
nasowas, Dienstag, 26.02.2008, 08:11 (vor 6545 Tagen) @ Ecki1
- kein Text -
das stimmt nicht (mehr): "Die Daten reichen bis ins Jahr 2006"
marocki4, Dienstag, 26.02.2008, 08:44 (vor 6545 Tagen) @ Ecki1
"Ex-Mitarbeiter Heinrich K. war es nicht
Mutmaßungen verschiedener Medien über den anfangs von der LGT-Bank als möglichen Datendieb verdächtigten Ex-Mitarbeiter Heinrich K. stellen sich nach Informationen von Capital Online als falsch heraus. Der Mann war für die Tochterfirma LGT Treuhand lediglich von 2001 bis 2002 als Spanisch-Übersetzer tätig. Er war im Januar 2004 vom Fürstlichen Obergericht wegen schweren Betrugs, versuchter Nötigung und Urkundenunterdrückung zu einer einjährigen Bewährungsstrafe verurteilt worden und tauchte danach ab. Weil er in seinem Strafverfahren mit der Enthüllung von Kundendaten gedroht hatte, rückte er zunächst ins Visier der Ermittler. Der Mann war allerdings eher tapsig vorgegangen. Der mutmaßliche Informant des BND war aber hochprofessionell tätig und handelte offensichtlich nicht alleine.
Die Staatsanwaltschaft verfügt jedoch über zahlreiche Dokumente. Sie belegen, dass die Daten weit über das hinausgehen, was Heinrich K. während seines Arbeitsverhältnisses hätte beiseite schaffen können. Die Daten reichen bis ins Jahr 2006, sie umfassen die gesamte Kommunikation der Treuhand-Tochter der LGT mit Anwälten, Banken und Kunden sowie Unterlagen über Konten bei verschiedenen Banken in Liechtenstein, der Schweiz und anderen Ländern. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft Bochum wurden ihr lediglich die Daten deutscher Kunden in Papierform vorgelegt und nicht als DVD geliefert."
Hier der (angeblich) aktuelle Stand der Dinge...
Gruß
Sumpfig-morastige Gelaende
Tassie Devil, Tasmania, Australia, Dienstag, 26.02.2008, 19:42 (vor 6545 Tagen) @ nereus
Irgendjemand muß die versenkten Milliarden der Casino-Wirtschaft ja
schließlich bezahlen, wenn nicht ersatzlos ausgebucht wird.
Selbst im Falle des vollstaendigen ersatzlosen Ausbuchens wird fuer die versenkten Milliarden bezahlt, nereus, denn nicht jeder, der direkt zuvor noch ein paar mickrige Kroeten in seiner eigenen Tasche hat, hat diese wie auch immer auf betruegerische Weise erschlichen!
Und da alle mitgemacht haben, die Großen noch viel mehr als die Kleinen,
so dürfen auch alle im Notfall zur Kasse gebeten werden.
Ja, auf diese Aussage habe ich seit langer Zeit gewartet, so ungefaehr habe ich mir das vor inzwischen etwa 16-17 Jahren vorgestellt.
Ich erspare uns hier saemtliche Details meiner Jahrzehnte waehrenden Warnungen, Ermahnungen wie auch geradezu vorbildlich zu nennenden Handlungsweisen im Hinblick auf ein ordentliches wie ordnungsgemaesses Wirtschaften, lass Dir aber von mir sagen, dass ich an die deutsche Kasse nur zum Zweck des Inkasso und keinesfalls mehr zum Bezahlen herantrete.
Im Hinblick auf das Bezahlen an der Kasse darf ich Dich ersatzweise schon mal vorab mit nachfolgenden Details versorgen:
GOLDstadt Pforzheim: BADER, BECKER, BONZEN
Wende Dich dort am besten zunaechst einmal an die beiden Herrschaften namens
Dr. Joachim Becker, Rechtsanwalt und Ex-Oberbuergermeister, SPD
sowie
Manfred Bader, Sozial-Kaufmann und Ex-Stadtrat, SPD
und beginne Deine sich einmal sehr weit ausdehnenden und weitreichenden Ermittlungen auf sumpfig-morastigen Boeden ganz simpel mit dem Verdacht auf Veruntreuung von oeffentlichen Steuermitteln.
Im Zuge Deiner fortschreitenden Erkenntnisse bin ich Dir bei Bedarf gerne mit weiteren Referenzen behilflich, selbstredent auch ortsuebergreifend ueberregional u.a. mitten hinein in das Herz der Schwabenmetropole.
mfG
nereus
--
Gruss!
TD
Die StaSi tobt und Tassie kichert,
denn er ist Schaeuble abgesichert!
