Liechtenstein im Gegenangriff :-)
Baldur der Ketzer
, Ketzerland, Donnerstag, 28.02.2008, 02:16 (vor 6544 Tagen)
Hallo,
ist das Herzogtum Great Fenwick zum Gegenschlag bereit
(vgl. entsprechende Filmkommödie)
Fundsache
.....Theoretisch könnten die Ermittler sogar den deutschen Finanzminister Steinbrück vorladen lassen.....
Liechtenstein geht im Steuerstreit mit Deutschland zur Gegenoffensive über: Die Staatsanwaltschaft teilte gestern mit, zwei Rechtshilfeersuchen seien zwischenzeitlich den Staatsanwaltschaften in Bochum und München übermittelt worden. Zweck der Gesuche sei es, tatverdachtsrelevante Informationen über die tatsächliche Identität des Informanten zu erlangen. Das Landgericht ersucht zudem um Informationen über die Art und den Umfang der Daten, die den Behörden weitergegeben wurden. ......
......Liechtenstein kann sich bei der Rechtshilfe auf das Strafrechtsübereinkommen des Europarats berufen. Unter bestimmten Umständen könne Deutschland die Rechtshilfe jedoch verweigern. Deutsche Rechtsexperten meinen, das Ersuchen sei durchaus ernst zu nehmen. Es könnte dazu führen, dass deutsche Ermittler Geheimdienstmitarbeiter und sogar Finanzminister Peer Steinbrück vorladen, sagte der Düsseldorfer Strafrechtler Heiko Ahlbrecht. Fraglich sei jedoch, ob die deutschen Zeugen aussagen würden. Falls schon, könnte die Rechtshilfe theoretisch Ermittlungen gegen deutsche Amtsträger wegen Hehlerei auslösen....
Ende Fundsache
Komplett stehts hier :
http://www.vaterland.li/page/lv/artikel_detail.cfm?id=28532
Beste Grüße vom Baldur
--
Der Hörer an der Wand hört seine eigne Schand
In PR Sachen ist FL halt völlig daneben, Königin, Kinder, was vermarkten die den in der Klatschpresse ?
LenzHannover, Donnerstag, 28.02.2008, 04:34 (vor 6544 Tagen) @ Baldur der Ketzer
der aus Monaco wurde recht freundlich empfangen ...
der Monegasse ist ja auch kein Gegner
Baldur der Ketzer
, Ketzerland, Donnerstag, 28.02.2008, 04:46 (vor 6544 Tagen) @ LenzHannover
Hallo, Lenz,
die Ertragsteuerfreiheit in Monaco betrifft ja nur natürliche Personen, Monaco ist aber keine Steueroase für Gesellschaften.
Und angesichts der extrem hohen Immobilienpreise schaffen es nur extrem wenige Deutsche, nach Monaco umzusiedeln, von der fraglichen Lebensqualität (zusammengepfercht und allüberwacht) mal abzusehen.
Daher ist Monaco halt kein schmerzhaftes Schlupfloch, aus Sicht des deutschen Abgreifsystems.
Und entsprechend kann Albert ruhig Zugeständnisse machen, es ist ja eh ein Vergleich zwischen Äpfeln und Birnen.
Beste Grüße vom Baldur
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Der Hörer an der Wand hört seine eigne Schand
@Baldur wegen Albert
Albert
, Donnerstag, 28.02.2008, 13:44 (vor 6544 Tagen) @ Baldur der Ketzer
Hey Baldur, ich war nicht bei Frau Merkel. Das war mein Doppelgänger
![]()
Aber mal im Ernst. Die Liechtensteiner können sich glücklich schätzen, das sie einen Baldur als Bürger in ihren Landen haben. Liechtenstein hat als kleines Land ja auch fast urgermanische Züge....da zählt der Einzelne noch was.
@Albert wg. Albert
Baldur der Ketzer
, Ketzerland, Donnerstag, 28.02.2008, 14:38 (vor 6544 Tagen) @ Albert
Hallo, Albert,
ja, der Umgang mit dem Bürger bzw. Gegenüber ist vorbildlich. Auch wenn es auch da menscheln kann (siehe der Fall Hermann Finance, dessen verlauf ich nicht abschließend beurteilen kann).
Aber meiner Kenntnis nach ist das das unerreichte Optimum aus Kulanz, Wohn- und Lebensqualität, und Zukunftsaussicht. Samt näherem Umland (Vorarlberg, Ostschweiz).
It was unklar in der Steuererklärung, bekommt man einen Anruf...(guten Tag, XXX von der Steuerverwaltung, ich hätte eine Frage - störe ich gerade ?)
Und dann wird das ausdiskutiert, und dann wird eine Entscheidung getroffen, und dann ist es das. Punkt. Perfekt. Ebenso in der Schweiz.
Beste Grüße vom Baldur
--
Der Hörer an der Wand hört seine eigne Schand
schöner Kommentar zum Thema
Baldur der Ketzer
, Ketzerland, Donnerstag, 28.02.2008, 04:48 (vor 6544 Tagen) @ Baldur der Ketzer
Fundsache
Gastkommentar
Liechtenstein «unterm Rad»
Von Dorothea Alber *
Post-Chef Zumwinkels Stiftung in Liechtenstein ist der grösste Skandal Deutschlands seit der Spendenaffäre von Helmut Kohl. Nur gut, dass sich CDU-Politiker seitdem aus Liechtenstein zurückgezogen haben. Andernfalls müsste sich Kohls politische Ziehtochter Angela Merkel in Hinblick auf die Daten-DVD jetzt wohl Sorgen machen. Und der Rest der deutschen Volksvertreter? Sie sind dankbar für das fürstliche «Ländle» und «Raubrittertum». Immerhin können sie so endlich ihre soziale Ader unter Beweis stellen. Liechtenstein kommt dabei unter die Räder.
«Wie wohl die Luft da oben auf Schloss Vaduz ist? Ob der Fürst an klaren Tagen bis dorthin zu sehen vermag, wo jenseits der liechtensteinischen Grenzen die Quellen seines Wohlstands sprudeln?», spottete eine deutsche Zeitung. Gegenfrage: Ob wohl Angela Merkel vom gläsernen Bundeskanzleramt zu sehen vermag, in welch andere Niedrigsteuerländer die Millionen sonst noch fliessen – neben Liechtenstein – oder ist der innenpolitische Himmel über Berlin gerade zu stürmisch dafür? Anderswo in Deutschland ist er einfach nur schön und chaotisch bunt: Ampel, Jamaika oder sieht die CDU bald ein sattes Doppel-Rot?
Je lauter die Stimmen der Ankläger, umso dringender drängt sich die Frage auf: sind wirklich alle, die jetzt so voll tönen, uneigennützige Wächter der sozialen Gemeinschaft?
Dabei richten sie über die raffgierige Manager-Elite und über einen souveränen Kleinstaat, der seinen und ausländischen Staatsbürgen grundsätzlich Vertrauen entgegenbringt. Im guten Glauben, dass sich auch deutsche Staatsbürger an ihre eigenen geltenden Gesetze halten. Sollte Deutschland die Schuld für die «Steuerflucht» in den Gesetzen anderer Länder vermuten, statt nach den Ursachen im eigenen Lande zu suchen? Eines ist doch glasklar: Je höher die Steuern, desto grösser ist die Gier zu hinterziehen. Und je weniger die Bürger ihre Steuern in der Infrastruktur und dem Sozialsystem des Staates wieder erkennen, desto geringer ist die Steuermoral. So ist die Schwarzarbeit eben die Steuerflucht des kleinen Mannes in Deutschland.
Die deutsche Kanzlerin Angela Merkel hat sich vor ihrer Zeit als Bundeskanzlerin immer dagegen wehren müssen, mit klischeehaften Erwartungen an eine sanfte, weibliche Führung ihres Landes konfrontiert zu werden. Umso härter und undiplomatischer greift sie jetzt durch, stellt Liechtenstein und wohlhabende Deutsche an den öffentlichen Pranger. Dabei scheint Berlin zu vergessen: Die Gier der Grosshinterzieher ist offenbar kleiner, als die Freude, dem deutschen Fiskus ein Schnippchen zu schlagen und sich für die – aus ihrer Sicht – falsche Finanz- und Wirtschaftspolitik zu revanchieren. Diese Freude wird nur noch von den Bürgern der Bundesrepublik übertroffen, die glücklich sind, dass die Hinterzieher ertappt wurden. Passend zur Neidgesellschaft, die sich gegenseitig die Butter auf dem Brot nicht gönnt, anstatt sich über gläserne Konten und Aushöhlung der Privatsphäre zu beschweren. So sind die raffgierigen und «asozialen» Manager nun samt Butterbrot in einer Welle der Entrüstung untergegangen. Damit wird man wohl nicht nur weitere Millionen, sondern auch den Rest der deutschen Finanz-Elite ins Ausland vertreiben.
Aus deutscher Sicht ist alles klar: Anleger in Liechtenstein sind gleichzeitig auch Steuerhinterzieher. Betrachtet man aber die Bundesrepublik, lockt Liechtenstein mit den besten Banken der Welt und deutlich attraktiveren Renditen die Anleger. So zeigen es zumindest unabhängige, internationale Studien. 200 Millionen Euro aus Deutschland sollen offenbar in Liechtenstein liegen. Im Vergleich dazu: Deutschlands Regierung und damit auch ehrliche Steuerzahler müssen durch die Bankenkrise Milliarden in die staats- und landeseigenen Banken pumpen, um sie vor dem Konkurs zu retten. Sie hatten sich verspekuliert, den Steuerzahler ärgerts. Ob da millionenschwere Imagekampagnen wie «Du bist Deutschland» etwas am Zusammenhalt ändern?
Machen wir uns nichts vor: Der Skandal rund um Zumwinkel sollte politisch ausgeschlachtet werden. So konnte die SPD durch ihre Entrüstung endlich zeigen, wie sozial das Blut ist, das in ihren roten Adern fliesst – und das ohne sich wirklich anstrengen zu müssen. Ganz im Gegensatz zum blaublütigen Staatsoberhaupt ihres «Nachbarlandes». So nämlich bezeichnete Angela Merkel das Fürstentum Liechtenstein kürzlich in einer Pressekonferenz. Nur gut, dass sie die Aussagen von Erbprinz Alois von und zu Liechtenstein nicht auf die Goldwaage legen möchte. So kann sie hoffen, dass auch der Erbprinz nicht abwiegt, ob ein Staatsoberhaupt seine eigenen Landesgrenzen kennen sollte.
Dass deutsche Medien Liechtenstein zur «Achse-des-bösen-Steuersünders» machen, muss wohl ziemliche Magenschmerzen bei den Bürgern Liechtensteins verursachen. Und dass sich Moderatoren von seriösen öffentlich-rechtlichen deutschen TV-Sendern in den frühen Morgenstunden immer wieder am Namen der Fürstenfamilie verschlucken? Der private Nachrichtensender «n-tv» hat den Regierungschef Otmar Hasler sogar mit dem Ministerpräsidenten von Luxemburg verwechselt und auch die schreibende Zunft lässt kein gutes Haar am «Zwergstaat Lichtenstein»: So erkennt «stern» weder Fürsten, noch Erbprinzen an.
Immerhin geht es um königliche Summen, die Manager und Prominente vorbei am deutschen Fiskus in das «Königreich» Liechtenstein geschleust haben sollen. Spätestens dann muss sich das «Ländle» vorkommen wie eine vom grossen deutschen Wagenrad gestreifte Wegschnecke.
Wen wunderts also, dass sich das Fürstentum nun gegen Goliath aufmuckt. Der Vergleich David gegen Goliath mag in diesem Zusammenhang zwar schon langsam abgegriffen anmuten, doch Deutschland gefällts. Es sollte sich nur jemand aus deutschen Reihen die Zeit nehmen, in den Geschichtsbüchern nachzulesen: der kleine David hat Goliath geschlagen und nicht umgekehrt.
http://www.vaterland.li/page/lv/artikel_detail.cfm?id=28534
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Der Hörer an der Wand hört seine eigne Schand
Was wäre denn wenn sich herausstellt.....
Worldwatcher, Donnerstag, 28.02.2008, 09:03 (vor 6544 Tagen) @ Baldur der Ketzer
Hallo,
... das die gehehlte DVD ein Fake ist? Die verbreitete Räubergeschichte mit einem Geldkoffer für den Denunzianten bringt fast jeder Storyschreiber für einen mittelmässigen Tatort zustande.
Da Tatort-storyies heute in Staats-TV das täglich Brot des Steuerbürgers sind, ist doch eine solche Inszienierung eine im Bereich der Schlapphüte eine Übungslauf mit dem man an einem politisch lohnenden Projekt mal aktive Volksbeeinflussung üben kann.
An die Seriosität des deutschen Beamtentums glauben nur noch naive Konsumenten.
Wer sich mal das kulturelle Nivau mancher Staatanwälte und Richter in der deutschen Justiz betrachtet wird sehr schnell zu ernüchtert und kommt zur tieferen Erkenntnissen. Diese Leute haben zwar per Gesetz weitreichende Rechte und Freiheiten, aber auch sie stehen letztendlich auf den Lohnlisten dieses Staates der von äusserst fragwürdigen Politikfiguren brutalmöglichst organisiert wird.
Gar manchesmal muss man den Schaum den verschiedene Amtsträger bei öffentlichen Auftritten im TV verbreiten vom Schirm wischen will man den klaren Durchblick bewahren.
Was für 911 als Verschwörungsvermutungen in die Welt gesetzt wurde, sollte für Politiker die sich mit der Mehrheit der Nichtwähler ins Amt geschlichen haben
kein Tabu sein, sicher bedarf es eines erheblichen Regieaufwandes derartige Inzenierungen einem ganzen Volk unterzujubeln, nur wenns dem Mainstream dient scheint den Politikfiguren fast jedes Mittel recht. Mit der Spiegelaffäre fing es an, warum sollten sich da die Methoden nicht weiterentwickelt haben, Zeit und Müssiggang sowie unausgelastete Mänpower dürfte sich hinter den Mauern von Pullach zur Genüge finden. Und bei der Starrsinnigkeit von Stasi2.0minister ist eine synergetische Zusammenarbeit der Dienste nicht auszuschliessen.
Schliesslich geht ja alle Macht vom manipuliten Volk aus, und das Volk hat zwar alles zu schlucken aber braucht nicht alles verstehen.
Ww
Blaues Wunder
Tassie Devil, Tasmania, Australia, Freitag, 29.02.2008, 01:50 (vor 6543 Tagen) @ Worldwatcher
An die Seriosität des deutschen Beamtentums glauben nur noch naive
Konsumenten.
Richtig, so ist es.
Wer sich mal das kulturelle Nivau mancher Staatanwälte und Richter in der
deutschen Justiz betrachtet wird sehr schnell zu ernüchtert und kommt zur
tieferen Erkenntnissen. Diese Leute haben zwar per Gesetz weitreichende
Rechte und Freiheiten, aber auch sie stehen letztendlich auf den
Lohnlisten dieses Staates der von äusserst fragwürdigen Politikfiguren
brutalmöglichst organisiert wird.
Seit Anfang der 1990-er Jahre habe ich wahrlich genug von dieser gesamten Staats-Mafia-Bagage z.T. mit meinen eigenen Augen in naher Umgebung gesehen und miterlebt.
Dabei ging es u.a. knallhart um konkrete Gesetzesanwendung, nicht um irgendwelche wachsweichen Angelegenheiten z.B. in Sachen des "gesunden Volksrechtsempfindens".
Sie sind alle reif, ueberreif.
Gar manchesmal muss man den Schaum den verschiedene Amtsträger bei
öffentlichen Auftritten im TV verbreiten vom Schirm wischen will man den
klaren Durchblick bewahren.
Kollateralschaeden aller Ebenen beiseite, sie sind kaputt und korrupt bis auf ihr Knochenmark, das ihnen herausgepruegelt, -geschossen und -gesprengt wird, vom abhaengenden heruntertropfen einmal ganz abgesehen.
Diese Drecks-Staats-Mafiabande der BRDDR steht unmittelbar vor ihrem blauen und bisher noch nie gesichteten Wunder.
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Gruss!
TD
Die StaSi tobt und Tassie kichert,
denn er ist Schaeuble abgesichert!
