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schöner Kommentar zum Thema

Baldur der Ketzer @, Ketzerland, Donnerstag, 28.02.2008, 04:48 (vor 6545 Tagen) @ Baldur der Ketzer

Fundsache

Gastkommentar

Liechtenstein «unterm Rad»

Von Dorothea Alber *

Post-Chef Zumwinkels Stiftung in Liechtenstein ist der grösste Skandal Deutschlands seit der Spendenaffäre von Helmut Kohl. Nur gut, dass sich CDU-Politiker seitdem aus Liechtenstein zurückgezogen haben. Andernfalls müsste sich Kohls politische Ziehtochter Angela Merkel in Hinblick auf die Daten-DVD jetzt wohl Sorgen machen. Und der Rest der deutschen Volksvertreter? Sie sind dankbar für das fürstliche «Ländle» und «Raubrittertum». Immerhin können sie so endlich ihre soziale Ader unter Beweis stellen. Liechtenstein kommt dabei unter die Räder.
«Wie wohl die Luft da oben auf Schloss Vaduz ist? Ob der Fürst an klaren Tagen bis dorthin zu sehen vermag, wo jenseits der liechtensteinischen Grenzen die Quellen seines Wohlstands sprudeln?», spottete eine deutsche Zeitung. Gegenfrage: Ob wohl Angela Merkel vom gläsernen Bundeskanzleramt zu sehen vermag, in welch andere Niedrigsteuerländer die Millionen sonst noch fliessen – neben Liechtenstein – oder ist der innenpolitische Himmel über Berlin gerade zu stürmisch dafür? Anderswo in Deutschland ist er einfach nur schön und chaotisch bunt: Ampel, Jamaika oder sieht die CDU bald ein sattes Doppel-Rot?
Je lauter die Stimmen der Ankläger, umso dringender drängt sich die Frage auf: sind wirklich alle, die jetzt so voll tönen, uneigennützige Wächter der sozialen Gemeinschaft?
Dabei richten sie über die raffgierige Manager-Elite und über einen souveränen Kleinstaat, der seinen und ausländischen Staatsbürgen grundsätzlich Vertrauen entgegenbringt. Im guten Glauben, dass sich auch deutsche Staatsbürger an ihre eigenen geltenden Gesetze halten. Sollte Deutschland die Schuld für die «Steuerflucht» in den Gesetzen anderer Länder vermuten, statt nach den Ursachen im eigenen Lande zu suchen? Eines ist doch glasklar: Je höher die Steuern, desto grösser ist die Gier zu hinterziehen. Und je weniger die Bürger ihre Steuern in der Infrastruktur und dem Sozialsystem des Staates wieder erkennen, desto geringer ist die Steuermoral. So ist die Schwarzarbeit eben die Steuerflucht des kleinen Mannes in Deutschland.
Die deutsche Kanzlerin Angela Merkel hat sich vor ihrer Zeit als Bundeskanzlerin immer dagegen wehren müssen, mit klischeehaften Erwartungen an eine sanfte, weibliche Führung ihres Landes konfrontiert zu werden. Umso härter und undiplomatischer greift sie jetzt durch, stellt Liechtenstein und wohlhabende Deutsche an den öffentlichen Pranger. Dabei scheint Berlin zu vergessen: Die Gier der Grosshinterzieher ist offenbar kleiner, als die Freude, dem deutschen Fiskus ein Schnippchen zu schlagen und sich für die – aus ihrer Sicht – falsche Finanz- und Wirtschaftspolitik zu revanchieren. Diese Freude wird nur noch von den Bürgern der Bundesrepublik übertroffen, die glücklich sind, dass die Hinterzieher ertappt wurden. Passend zur Neidgesellschaft, die sich gegenseitig die Butter auf dem Brot nicht gönnt, anstatt sich über gläserne Konten und Aushöhlung der Privatsphäre zu beschweren. So sind die raffgierigen und «asozialen» Manager nun samt Butterbrot in einer Welle der Entrüstung untergegangen. Damit wird man wohl nicht nur weitere Millionen, sondern auch den Rest der deutschen Finanz-Elite ins Ausland vertreiben.
Aus deutscher Sicht ist alles klar: Anleger in Liechtenstein sind gleichzeitig auch Steuerhinterzieher. Betrachtet man aber die Bundesrepublik, lockt Liechtenstein mit den besten Banken der Welt und deutlich attraktiveren Renditen die Anleger. So zeigen es zumindest unabhängige, internationale Studien. 200 Millionen Euro aus Deutschland sollen offenbar in Liechtenstein liegen. Im Vergleich dazu: Deutschlands Regierung und damit auch ehrliche Steuerzahler müssen durch die Bankenkrise Milliarden in die staats- und landeseigenen Banken pumpen, um sie vor dem Konkurs zu retten. Sie hatten sich verspekuliert, den Steuerzahler ärgerts. Ob da millionenschwere Imagekampagnen wie «Du bist Deutschland» etwas am Zusammenhalt ändern?
Machen wir uns nichts vor: Der Skandal rund um Zumwinkel sollte politisch ausgeschlachtet werden. So konnte die SPD durch ihre Entrüstung endlich zeigen, wie sozial das Blut ist, das in ihren roten Adern fliesst – und das ohne sich wirklich anstrengen zu müssen. Ganz im Gegensatz zum blaublütigen Staatsoberhaupt ihres «Nachbarlandes». So nämlich bezeichnete Angela Merkel das Fürstentum Liechtenstein kürzlich in einer Pressekonferenz. Nur gut, dass sie die Aussagen von Erbprinz Alois von und zu Liechtenstein nicht auf die Goldwaage legen möchte. So kann sie hoffen, dass auch der Erbprinz nicht abwiegt, ob ein Staatsoberhaupt seine eigenen Landesgrenzen kennen sollte.
Dass deutsche Medien Liechtenstein zur «Achse-des-bösen-Steuersünders» machen, muss wohl ziemliche Magenschmerzen bei den Bürgern Liechtensteins verursachen. Und dass sich Moderatoren von seriösen öffentlich-rechtlichen deutschen TV-Sendern in den frühen Morgenstunden immer wieder am Namen der Fürstenfamilie verschlucken? Der private Nachrichtensender «n-tv» hat den Regierungschef Otmar Hasler sogar mit dem Ministerpräsidenten von Luxemburg verwechselt und auch die schreibende Zunft lässt kein gutes Haar am «Zwergstaat Lichtenstein»: So erkennt «stern» weder Fürsten, noch Erbprinzen an.
Immerhin geht es um königliche Summen, die Manager und Prominente vorbei am deutschen Fiskus in das «Königreich» Liechtenstein geschleust haben sollen. Spätestens dann muss sich das «Ländle» vorkommen wie eine vom grossen deutschen Wagenrad gestreifte Wegschnecke.
Wen wunderts also, dass sich das Fürstentum nun gegen Goliath aufmuckt. Der Vergleich David gegen Goliath mag in diesem Zusammenhang zwar schon langsam abgegriffen anmuten, doch Deutschland gefällts. Es sollte sich nur jemand aus deutschen Reihen die Zeit nehmen, in den Geschichtsbüchern nachzulesen: der kleine David hat Goliath geschlagen und nicht umgekehrt.

http://www.vaterland.li/page/lv/artikel_detail.cfm?id=28534

--
Der Hörer an der Wand hört seine eigne Schand

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  • Liechtenstein im Gegenangriff :-) - Baldur der Ketzer, 28.02.2008, 02:16 [*]
    • In PR Sachen ist FL halt völlig daneben, Königin, Kinder, was vermarkten die den in der Klatschpresse ? - LenzHannover, 28.02.2008, 04:34
      • der Monegasse ist ja auch kein Gegner - Baldur der Ketzer, 28.02.2008, 04:46
        • @Baldur wegen Albert - Albert, 28.02.2008, 13:44
          • @Albert wg. Albert - Baldur der Ketzer, 28.02.2008, 14:38
    • schöner Kommentar zum Thema - Baldur der Ketzer, 28.02.2008, 04:48
      • Was wäre denn wenn sich herausstellt..... - Worldwatcher, 28.02.2008, 09:03
        • Blaues Wunder - Tassie Devil, 29.02.2008, 01:50

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