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Zahlungsbilanzpolitik der USA, gobale Ordnungspolitik (aus dem FTD-Blog)

weissgarnix @, Samstag, 01.03.2008, 09:25 (vor 6541 Tagen)

Hi,

wen's interessiert, im "Wirtschaftswunder"-Blog der FTD schreibe ich seit einiger Zeit gegen Merkantilisten und Staatsfetischisten an, und habe zu einem Beitrag des "Chefökonomen" Thomas Fricke ("Neue Ideologen braucht das Land") einer gewissen frau s folgenden Auszug aus Gernot Volgers "Zahlungsbilanzpolitik der Vereinigten Staaten" geschrieben. Da wir das Werk vor Monaten mal hier in Verbindung mit dem berühmten "Blessing-Brief" diskutiert haben, wollte ich Euch die Essenz von Volgers Conclusio nicht vorenthalten:


Liebe frau s,
warum nicht zuhause pragmatisch durchwursteln, wenn die Welt als Geldautomat zur Verfügung steht?

Empfehle als Lektüre zur "globalen Ordnungspolitik" à la USA die 1976 erschienene Analyse von Gernot Volger "Die Zahlungsbilanzpolitik der Vereinigten Staaten", Bd4. der Schriften zu internationalen Wirtschaftsfragen, Duncker & Humblot, Berlin. Eine Werk, das anno 2008 noch brandaktuell zu sein scheint und aus dessen Résumé ich mal kurz zitieren darf:

„[...] Das amerikanische Defizit ist nur in einem recht vordergründigen Sinn ein ökonomisches Phänomen; sein fundamentaler politischer Charakter unterscheidet dieses Defizit von allen anderen Zahlungsbilanzdefiziten [...] Eine tatsächliche Akzeptanz des politischen Charakters des amerikanischen Defizits sowie des internationalen Währungssystems – jenseits gelegentlicher verbaler Zustimmungen, die in ihrer Belanglosigkeit folgenlos bleiben – hätte gravierende Konsequenzen für die ökonomische Theorie. Diese mangelnde Einsicht in die Ursachen des amerikanischen Defizits hat es der amerikanischen Regierung zweifellos erleichtert, den Standard der dominanten Währung fortzuführen und durch den Übergang vom Gold-Dollar-Standard zum reinen Dollarstandard den Interessen er amerikanischen Regierung noch stärker anzupassen.[...] Die von der amerikanischen Regierung ergriffenen Maßnahmen vermochten allesamt nicht, das amerikanische Defizit zu eliminieren. Da der amerikanischen Regierung die Ursachen des Defizits nicht verborgen geblieben waren, kann aus der Wirkungslosigkeit der Maßnahmen sehr wohl geschlossen werden, dass diese Maßnahmen auch keineswegs eine Eliminierung des amerikanischen Defizits intendierten. Die wichtigste Funktion dieser Maßnahmen war wohl eine Abwehr der europäischen Kritik an der Existenz und Fortdauer des amerikanischen Defizits.[...]

[...] Im reinen Dollarstandard wird die internationale Liquiditätsschaffung durch keinerlei sinnvolle ökonomische Kriterien mehr gesteuert.[...]

[...] 1971 trat sowohl in der amerikanischen Währungspolitik als auch in der amerikanischen Rhetorik ein Umschwung ein. Durch die Errichtung des Dollarstandards wurde der Dominanzeffekt maximal verstärkt, während die amerikanische Rhetorik schwankte zwischen der „Arroganz der Macht“ einerseits und einem wehleidigen Selbstmitleid andererseits.Doch gerade diese diffuse und inkonsistente Rhetorik deutet auf das ihr zugrundeliegende Motiv hin: das amerikanische Missvergnügen an der relativen Machtverschiebung zwischen den Vereinigten Staaten und Europa, also der tendenziellen Verringerung des Dominanzeffekts.[...] Dann gilt auch für die amerikanische Zahlungsbilanzpolitik, was de Gaulle ganz allgemein für die amerikanische Außenpolitik konstatierte: „der Wille zur Macht, eingehüllt in den Mantel des Idealismus“.[...] (a.a.o., S. 183ff)

Klingt irgendwie vertraut, liebe frau s? – Wurde aber wie gesagt nicht gestern und nicht letztes Jahr, sondern anno 1976 geschrieben. Und falls unser lieber Chefökonom mitliest: das klingt nicht danach, als würden wir demnächst ein neues Bretton-Woods bekommen, oder?

Wünsche allseits schönes Wochenende

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