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Unterschied soziales Netz USA -EU -> Gefängnisrate

HermesTrismegistus, Samstag, 01.03.2008, 11:50 (vor 6542 Tagen) @ Hasso

Hallo,
die Knäste kosten dort mehr als das Bildungssystem.... Ich halte die
Meldung nach meinen Ami-Erfahrungen für wahr.

http://nachrichten.t-online.de/c/14/38/70/14/14387014.html

Good Bye.... Amiland ! Ihr geht genauso den Bach runter wie Eure tolle
Währung.

Gruß
Hasso


Sozialausgaben US 16 % des Bruttosozialprodukts

Sozialausgaben EU vergleich in % des BSP bis zu 30 %
[image]

Sozialstaaten schneiden gut ab


Hohe Sozialausgaben schwächen das Wirtschaftswachstum. Dies ist die gängige Vorstellung vieler Ökonomen. Aber nun widerlegt eine Studie das alte Vorurteil.

Von Walter Niederberger, Sacramento

Die Analyse über die Einflüsse des Sozialstaates auf das Wirtschaftswachstum ist in ihrer Breite und Tiefe einmalig. Der amerikanische Wirtschaftshistoriker Peter Lindert begann mit den ersten Winterhilfen des 18. Jahrhunderts in Grossbritannien und Holland, wertete Daten zur Armenfürsorge des 19. Jahrhunderts aus und verglich sie mit den Budgets der modernen Sozialstaaten. So ist ein Zahlenwerk für 22 Länder über einen Zeitraum von 250 Jahren entstanden; ein erster umfassender Quervergleich der sozialen Ausgaben in Europa und den USA. Im Zentrum stehen heikle politische Fragen: Ist der Sozialstaat nach europäischem Muster weniger effizient als private Marktwirtschaften nach dem amerikanischen Modell? Schaden hohe Sozialabgaben dem Wirtschaftswachstum? Und macht ein gut ausgebautes Sozialnetz die Bürger weniger produktiv?

Die Kurzantwort: Es gibt keine schlüssigen Beweise, wonach ein Staat wegen der hohen Sozialausgaben wirtschaftlich weniger stark wäre als ein Land mit einem schmalen Wohlfahrtsbudget. Die schädlichen Auswirkungen von Sozialprogrammen auf das Wirtschaftswachstum sind fast null, bilanziert Lindert im Gespräch mit dem «Tages-Anzeiger».

Starke Wirtschaft nötig

Der Hauptgrund, dass Sozialstaaten einen so hohen Anteil ihres Budgets für die Wohlfahrt verwenden, ist, dass sie sich gar keine wirtschaftsfeindliche Politik leisten können, sagt der an der Universität von Kalifornien lehrende und für sein Werk mehrfach ausgezeichnete Wissenschafter.

Viele Ökonomen und konservative Politiker sehen das gerade umgekehrt. Ein dichtes Sozialnetz führe zu hohen Steuern, sagen sie, und entziehe damit der Wirtschaft die für Investitionen nötigen Mittel. Europa sei wirtschaftlich schwächer als die USA, weil der Sozialstaat überbordet habe. Und in Amerika drängt die Regierung derweil auf den Abbau von Krankenversicherung und Pensionskassenleistungen, weil das Land in den Strudel des sozialistischen Europa gerate.

Umgesetzt wird diese Forderung seit 2001 durch Steuersenkungen auf breiter Ebene, die in ihrer extremen Form zum Aushungern der Bestie führen sollen. Sie sollen den Staat durch den radikalen Entzug von Steuereinnahmen abwürgen.

Dass das schlanke amerikanische Staatsmodell unter dem Strich wirtschaftlich besser wäre, ist gemäss der Langzeitstudie nicht zu beweisen. Im Vergleich von Wohlfahrtsstaaten wie Schweden oder Holland mit Marktwirtschaften wie den USA oder Australien hat Lindert mehrere Erklärungen für dieses Phänomen gefunden.

Der richtige Steuermix

Wohlfahrtsstaaten haben eine ausgeklügelte Mischung von Steuereinnahmen entwickelt, der sich günstig auf das Wirtschaftswachstum auswirkt. Ins Gewicht fällt vor allem, dass sie den Konsum stärker belasten, um die Sozialausgaben zu finanzieren. Marktwirtschaftliche Länder dagegen halten überwiegend an der traditionellen Besteuerung von Kapital und Einkommen fest (vgl. Grafik).

Paradoxerweise werden Investitionen und Arbeit somit in den sozialen Ländern Europas weniger stark belastet als in den kapitalistischen USA. Niemand zahlt gerne Steuern, auch die Schweden nicht; sagt Lindert. Aber sie akzeptieren hohe Konsumsteuern, weil sie dafür ausgebaute Sozialleistungen erhalten. In den USA wäre dies nie möglich, weil sofort von Klassenkampf die Rede wäre.

Dazu kommt, dass die Sozialstaaten Rauchen und Trinken stark besteuern und damit ausgerechnet jene zur Kasse bitten, die sich am wenigsten wehren können: die Süchtigen. Bis zu einem gewissen Grad werden damit sozial Schwächere mehr belastet. Genau wie bei den leicht regressiven (untere Einkommen stärker belastende) Konsumsteuern ist dies für die meisten Bürger akzeptabel, weil sie von den leicht progressiven Sozialleistungen profitieren.

Massnahmen im Arbeitsmarkt

Auf der Empfängerseite haben die Sozialstaaten dafür Anreize geschaffen, die es Erwerbstätigen erleichtern, eine Ausbildung zu absolvieren, sich weiterzubilden oder eine Arbeit zu finden. Während die USA viele minimal bezahlte Jobs anbieten und gemäss Lindert über fünf Millionen meist junge Männer aus dem Arbeitsmarkt nehmen und in Gefängnisse stecken, halten die Wohlfahrtsstaaten eine egalitäre Grundschule und eine Berufsbildung bereit. Sie erleichtern den Wiedereinsteig für Mütter und fördern die Teilzeitarbeit. Aktive Arbeitsmarktmassnahmen, so Lindert, haben einen günstigeren wirtschaftlichen Effekt, als bisher angenommen wurde.

Doch Quervergleiche zeigen, dass ein stark ausgebauter Kündigungsschutz die Flexibilität der Unternehmen behindert und einen Konkurrenznachteil im globalen Markt darstellt.

Gleich hohe Produktivität

Völlig unterschiedlich gehen die beiden Systeme mit den Älteren um. In den Sozialstaaten können viele Bürger schon vor 60 in Pension gehen, während das effektive Rentenalter in den USA gegen 70 steigt. Frühpensionen sind gemäss der Studie wirtschaftlich nicht schädlich, weil davon tendenziell weniger produktive Angestellten Gebrauch machen. Wenn sie aussteigen und Jüngere nachrücken, steigt die Produktivität der Gesamtwirtschaft. Aktuelle Daten der OECD stützen diese These. Zwar ist das nominale Wirtschaftswachstum der USA (zwischen 1994 und 2003) doppelt so hoch wie jenes der EU. Doch der jährliche Produktivitätsgewinn pro Kopf ist gleich hoch (2,1 Prozent), wenn das durch den Sonderfaktor Wiedervereinigung belastete Deutschland ausgeklammert wird.

Die Wirtschaftsleistung der USA ist höher, weil die Menschen länger arbeiten und ein grosser Teil des Grundservice von Einwanderern erbracht wird, die für Minimallöhne arbeiten. Ob eine Wirtschaft wächst und wie stark, hat deswegen praktisch nichts mit den Sozialausgaben zu tun, fasst Lindert zusammen.

Ausgebautes Gesundheitssystem
Sozialausgaben leisten zudem einen Beitrag zum Bruttoinlandprodukt. Im Vordergrund stehen die Mittel für Erziehung und Ausbildung, die die Wettbewerbsfähigkeit eines Landes beeinflussen. Günstig wirken sich auch die Ausgaben für Kinderkrippen aus, die Müttern die Fortsetzung der Karriere ermöglichen. Frauen sind eher bereit, Lücken auf dem Arbeitsmarkt zu füllen und damit Schwankungen in der Wirtschaft abzufedern.

Ein meist unterschätzter Faktor ist die Volksgesundheit. Gesunde Menschen sind nicht nur produktiver, sie leben auch länger und verursachen weniger Versicherungskosten. Lindert räumt ein, dass die USA in diesem Bereich das schlechtere von zwei Systemen gewählt haben. Das Gesundheitssystem ist von allen Wirtschaftsbereichen am wenigsten gut für den freien Markt geeignet. Es braucht Preiskontrollen und wahrscheinlich auch eine staatlich organisierte Grundversorgung, meint der Ökonom. Sonst geben die Versicherungen wie in den USA mehr Geld dafür aus, schlechte Risiken auszusondern, als für die effektive Deckung von Rechnungen.

Gegenwert für den Steuerfranken

Der Wohlfahrtsstaat ist alles in allem weit widerstandsfähiger als von seinen Kritikern angenommen. Lindert sieht zwar durchaus den Konflikt zwischen einer wachsenden Zahl von Leistungsbezügern und den Finanzierungslücken. So erreicht der Anteil der über 65-Jährigen in Italien und Japan bereits 2008 mehr als 20 Prozent, in Schweden wird es 2015 so weit sein, in Deutschland und der Schweiz um 2020. In den USA liegt die Quote dann erst bei 16 Prozent. Doch die drohende Finanzkrise werde durch einen pragmatischen Mix von kleineren Steuererhöhungen und verkraftbare Leistungskürzungen bewältigt werden, meint Lindert.

Die Erklärung sieht er darin, dass in Europa viele Bürger nicht nur Empfänger der Leistungen sind, sondern auch selber für den Staat arbeiten. Ihr Eigeninteresse liegt darin, Sozialleistungen und Steueraufkommen optimal abzustimmen. In den USA dagegen ist der Missmut über die angeblich harte Steuerlast (die nicht höher ist als in Europa) weit verbreitet. Hier beziehen die Bürger für den gleichen Steuerbetrag eben weniger Sozialleistungen und oft in schlechterer Qualität, meint Lindert.

Mit einer zentralen Ausnahme: Nirgendwo sind die Spitzenmedizin und die Tophochschulbildung besser als in den USA. Dafür hat die Qualität der Grundschule gelitten und die allgemeine Gesundheitsversorgung sowie die Altersvorsorge sind stärker bedroht als in Europa. Linderts Fazit: Soziale Ausgaben spiegeln massgeblich das Eigeninteresse jener, die politisch das Sagen haben. In Europa ist dies eher der Mittelstand; in den USA eher eine schmale Elite.

Tages-Anzeiger vom 09.01.2006

[Bearbeitet am 9-1-2006 von Cortez]
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