Das Gelbe Forum Forum nach Zeit sortieren Forum nach letzter Antwort sortieren die 150 neuesten Beiträge
  • >Neu hier? / Infos
    • Leitlinien und Regeln
    • Das Gelbe Forum unterstützen
    • Hinweise zur Handhabung
    • Registrieren
    • Passwort vergessen?
    • Gefälschte E-Mails
    • Leserzuschriften
    • Abkürzungen
    • Impressum/Kontakt
    • Disclaimer
  • >Wissen
    • Einstiegsliteratur Debitismus
    • Weitere Literatur
    • Sammlungen
    • Buchempfehlungen
    • Altes Elliott-Wellen-Forum
  • >Elliott-Wellen
    • Elliott-Grundkurs
    • Alle ELLI-Beiträge
    • Elliott-Links
    • Elliott-Tagung 1
    • Elliott-Tagung 2
    • Altes Elliott-Wellen-Forum
    • Elliott-Tagung 1
    • Elliott-Tagung 2
  • >Themen
    • Risiken der Atomkraft
    • Buchempfehlungen
    • div. alternative Nachrichtenüberblicke
    • Froschgrafik
    • Chart du Jour
    • Das oekonomische Zitat
    • Beliebte Rechtschreibfehler
  • >Charts / Börsenlinks
    • Charts / Börsenlinks
    • Währungen
    • Rohstoffe
    • Aktienindizes
    • Gold in Euro
    • Silber in Euro
  • >Forumsarchive
    • Das alte Elliott-Wellen-Forum (2000-2007)
    • Das Gelbe Forum (2007-2017)
  
 
  • Login
zurück zur Hauptseite
  • in Thread öffnen

ARCHIV1 - HIER FINDET SICH DER ZEITRAUM BIS 2017

Forum-Menü | Fluchtburg autark am Meer | Goldpreis heute | Zum Tode von Jürgen Küßner | Bücher vom Kopp-Verlag
ZITAT »Wir ersticken in der Datenflut.«
Unterstützen Sie das Gelbe Forum durch Käufe bei Amazon. | Weitere Buch-Empfehlungen und Amazon-Navigation

Dazu passt ganz gut folgender Fund zu Spanien in Capital

VictorX, Montag, 03.03.2008, 08:10 (vor 6540 Tagen) @ dottore

URL: http://www.capital.de/politik/100009727.html


Jean-Claude Trichet Euro-Zone
Die Sünden der Eurobanker
Spaniens klamme Banken leihen sich in Milliardenhöhe Geld bei der Euro­päischen Zentralbank – ausgerechnet gegen verbriefte Hypothekenkredite. Ein latentes Risiko, denn die Immobilien­blase droht zu platzen.

Theo Waigel dürfte derzeit nicht gerade ruhig schlafen. "Die Währungs- ist keine Trans­fer­union", versicherte er als Finanzminister in den 90er-Jahren unermüdlich seinen skeptischen Landsleuten – und verwies dabei auf Artikel 103 des EG-Vertrages. Danach haftet kein Mitglied der Euro-Zone für Schulden eines Partnerlandes. Doch Papier ist geduldig.

Artikel 103 könnte nun zur Neuinterpreta­tion anstehen. Erzwungen aber nicht von Italien und Belgien – Ländern, denen die Deutschen wegen ihrer hohen Verschul­dung misstrauten –, sondern durch das in dieser Hinsicht unbedenkliche Spanien. Da die Finanzmärkte ausgetrocknet sind, leihen sich spanische Banken im großen Stil Geld von der Europäischen Zentralbank (EZB). Im Gegenzug hinterlegen sie vor allem immobilienbesicherte Wert­papiere. Davon haben sie im zweiten Halbjahr 2007 laut der Ratingagentur Moody’s 31,6 Milliarden Euro emittiert – das ist fast so viel wie im gesamten Vorjahr. Der historische Rekord gilt unter Exper­ten als Beleg dafür, wie klamm Spa­niens Banken sind. Die Pa­piere "nutzen sie meist als Sicherheiten für Geld­ge­schäfte bei der EZB", heißt es bei Moody’s. Das Problem: Niemand weiß, was sie wirklich wert sind. Denn wegen der globalen Vertrauenskrise gibt es dafür keinen funktionierenden Markt mehr.

Die Praxis der EZB wäre unbedenklich, wenn Spaniens Wirtschaft solide wäre. Doch auf dem Immobilienmarkt hat sich eine Blase gebildet, die demnächst platzen dürfte. EZB-Präsident Jean-Claude Trichet steckt in einem Dilemma. Nimmt er die spanischen Papiere nicht an, könnte er die latente Krise auslösen, akzeptiert er sie, könnte er auf ihnen sitzen bleiben.

Das letzte Mal gelang es einer iberischen Bank im Juli 2007, verbriefte Hypotheken­darlehen zu verkau­fen. "Der Markt ist dicht", sagt San­die Arlene Fernandez von Moody’s. Manche Händler schmähen die Darlehen bereits als "Son­dermüll". Trichet akzep­tiert sie trotzdem. "Solange sie gute Ratings haben, nehmen wir sie", heißt es bei der EZB. Was die bei einem Markteinbruch wert sind, zeigt sich in den USA. Dort rauschen die Bewertungen nach unten.

In Brüssel ist man besorgt. "Spanische Banken verschieben ihre Risiken in die Bücher der EZB", empört sich ein Berater von Währungskommissar Joaquín Almu­nia. Ein EU-Diplomat argwöhnt gar eine "verdeckte Rettungsaktion". Die ins Gerede gekommenen Wertpapiere, die bei der EZB deponiert sind, dürften inzwischen den Betrag erreichen, mit dem die Bank of England dem britischen Eigenheim­finanzierer Northern Rock zu Hilfe kam. Bräche ein spanisches Institut zusammen, hätte die EZB unverkäufliche Papiere im Tresor. Nach ihrem Statut müssten die nati­o­nalen Zentralbanken haften – die Bundesbank träfe es wegen ihres großen ­Gewichts besonders.

Zwar akzeptiert die EZB Wertpapiere nur mit Sicherheitsabschlägen. Doch das nutzt wenig, wenn eine Immobilienkrise diese entwertet und gleichzeitig die bür­gen­den Banken in Schieflage bringt. "Eini­ge haben ein echtes Klumpenrisiko angesammelt", weiß Thomas Mayer, Euro­pa-Chef­volks­wirt der Deutschen Bank in London. Nach einer Studie seines Hauses sind in Spanien die Eigen­heim­preise um 30 Prozent überhöht, ein gewal­tiges Ange­bot drückt auf den Markt. Die Korrektur ist in vollem Gang. Lan­desweit erwartet die Deutsche Bank für 2008 ­einen Rückgang der Preise von bis zu acht Prozent. In fünf Regionen sind sie bereits gesunken, darunter auf Mal­lorca.

Vor allem Sparkassen und Genossenschaftsbanken setzt die Kreditklemme zu. Da sie über die Hälfte ihrer Darlehen Immo­bilienbesitzern gewähren, haben sie kaum andere Sicherheiten als Hypotheken zu bieten. Unter Geldhändlern kur­sieren Gerüchte, Spaniens Regierung ermu­tige sie, sich in Frankfurt Geld zu leihen, um den heimischen Markt flüssig zu halten und einen Crash vor der Wah­l im März zu vermeiden. Gerieten die Eigenheim­be­sitzer, die rund vier Fünftel der Wähler stellen, in Panik, wäre das für Ministerpräsident José Luis Zapatero ein Desaster.

Auch die spanische Zentralbank versucht, die Märkte zu beschwichtigen: Der über­hitzte Immobiliensektor werde "weich landen". „Das Argument wurde auch vor der Krise in den USA bemüht“, entgegnet Mayer. Angesichts extrem überbewerte-ter Immobilien sei in Spanien eine Korrektur unvermeidlich. Auch Daniel Gros, Direktor des Center for Euro­pean Policy Stu­dies in Brüssel, prophezeit eine "schmerzliche Anpassung": Zapate­ro kön­ne vielleicht den Ausbruch der Krise verschieben, verhindern könne er sie nicht.

Die dürfte auch die Konjunktur stark beschä­digen. Denn die Spanier kämpfen nicht nur mit einer Preisblase bei Immobilien, sondern auch mit einem aufgeblähten Bausektor. Beide Bran­chen alimentierten die Banken jahre­lang mit bil­ligem Geld. Die gestiegenen Zinssätze im Euro-Raum lassen das nicht länger zu.

Ein Teufelskreis droht
Allein ein Einbruch im Bausektor könnte laut Deutscher Bank das Wachstum jährlich um einen Prozentpunkt verringern. Er dominiert Spaniens Wirtschaft wie nirgendwo sonst in der EU – 18 Prozent trägt er zum Bruttoinlandsprodukt bei. Zum Vergleich: In Deutschland lag der Sektor 1992, am Ende des Baubooms in den neuen Ländern, bei 14 Prozent. Der Abbau der Überkapazitäten dauerte gut zehn Jahre.

Niedrigere Hauspreise und ein schrumpfen­der Bausektor drohen auf der iberi­schen Halbinsel, eine fata­le Spirale aus Arbeitslosigkeit, Lohnrückgang und Konsumverzicht in Gang zu setzen. Dabei haben die Haus­halte kaum mehr Luft. Sie sind bereits mit 130 Prozent des Jah­res­einkom­mens verschul­det – die höchste Quote der Euro-Zone. Das macht Kreditausfälle zunehmend wahrscheinlich und würde spa­nische Banken ernsthaft gefähr­den, warnt die HSH Nordbank. Ein Stresstest von Moody’s ergab, dass eine harte Landung elf Institute in die Bredouille bringen würde.

Trichets Bewährungsprobe dürfte nach der Wahl in Spanien anstehen. Geraten Institute ins Strau­cheln, steht er vor der Wahl zwischen Pest und Cholera: Soll er den Banken den Hahn zudrehen oder noch mehr dubiose Wertpapiere akzeptieren, um sie liquide zu halten? Trichet wird sich wohl für die zweite Alternative entscheiden – trotz des Bail-out-Verbots in Artikel 103 des EG-Vertrags. "Es ist eine Lebenslüge der Währungsunion, dass ein Land nicht mit Europas Hilfe rechnen kann", urteilt Mayer. Bei einer heraufziehenden Krise müsse die EZB ein­grei­fen. Denn sie hat auch die Stabilität der Finanzmärkte im Euro­-Raum zu garan­tie­ren. Steht die auf dem Spiel, dürf­te das Bail-out-Verbot zweitrangig sein.

von Norbert Mühlberger
capital.de, 15.02.2008
© 2008 capital.de © Foto / Illustration: , dpa

antworten
 

gesamter Thread:

 RSS-Feed dieser Diskussion

  • USA vor der größten Wechselreiterei aller Zeiten? - dottore, 03.03.2008, 07:37 [*]
    • Dazu passt ganz gut folgender Fund zu Spanien in Capital - VictorX, 03.03.2008, 08:10
      • Vielleicht wird Mallorca auf diesem Weg doch noch ein indirektes Bundesland der BRD *grins* (oT) [ [ kein Text ] ] - LenzHannover, 03.03.2008, 08:33
    • Vielleicht der Weg, um den Monolinern kräftig unter die Arme zu greifen .... - LenzHannover, 03.03.2008, 08:16
      • Geht leider nicht - dottore, 03.03.2008, 09:02
        • bitte nicht dieses böse Wort ... - weissgarnix, 03.03.2008, 09:17

Werbung

Wandere aus, solange es noch geht.

CoinInvest -- Ihr Edelmetallhändler






444324 Einträge in 53482 Threads, 990 registrierte Benutzer, 70 Benutzer online (0 registrierte, 70 Gäste) | Forumszeit: 28.01.2026, 03:16 (Europe/Berlin)
Das Gelbe Forum: Das Forum für Elliott-Wellen, Börse, Wirtschaft, Debitismus, Geld, Zins, Staat, Macht (und natürlich auch Politik ud  Gesellschaft - und ein wenig alles andere) || Altes Elliott-Wellen-Forum

Ja, auch diese Webseite verwendet Cookies. Hier erfahren Sie alles zum Datenschutz
✖