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Die Mehrwertsteuererhöhung geht für 5 Jahre praktisch komplett an die Amibanken (mT)

DT @, Dienstag, 04.03.2008, 01:13 (vor 6538 Tagen)

Die Mehrwertsteuererhöhung bringt dem Staat pro Jahr ca 20 Mrd EUR mehr.
http://www.tagesspiegel.de/politik/deutschland/;art122,1864149

Die Subprime-Verluste der Landesbanken belaufen sich etwa auf 80 Mrd EUR.
http://www.reuters.com/article/bankingFinancial/idUSL2651648120080128
Man weiß nicht, wie hoch die "prime" Verluste sind, aber bei den derzeitigen ABX, wo schon für AAA Papiere unter 60 bzw unter 70 von 100 gezahlt werden und für einige A-besicherte Papiere, die mit 17 von 100 gelistet werden, darf man sich noch höhere Verluste ausmalen.
http://www.markit.com/information/products/category/indices/abx.html

Weiterhin wurden die Verluste der spanischen Banken, die fett an der span. Immobubble verdient haben, klammheimlich in die Bücher der EZB und damit zum großen Teil an die Bundesbank und somit dem dt. Steuerzahler in die Schuhe geschoben. Der Betrag beläuft sich etwa auf 30 Mrd EUR.
http://www.capital.de/politik/100009727.html

Diese 110 Mrd EUR wurden also von den Amibanken und von den spanischen Prassern verdient. Der deutsche Bürger darf dafür mehr als 5 Jahre lang die erhöhte Mehrwertsteuer abdrücken.

Wenn das nicht Hegemonialpolitik und Tributzahlungen erster Klasse sind.

Wo bleibt der Aufschrei in den gekauften und korrupten Medien, die Sprachrohr der wirklichen Machthaber sind?

DT

PS: Lest das hier und Euch kommt das große [[kotz]]


In Brüssel ist man besorgt. "Spanische Banken verschieben ihre Risiken in die Bücher der EZB", empört sich ein Berater von Währungskommissar Joaquín Almu­nia. Ein EU-Diplomat argwöhnt gar eine "verdeckte Rettungsaktion". Die ins Gerede gekommenen Wertpapiere, die bei der EZB deponiert sind, dürften inzwischen den Betrag erreichen, mit dem die Bank of England dem britischen Eigenheim­finanzierer Northern Rock zu Hilfe kam. Bräche ein spanisches Institut zusammen, hätte die EZB unverkäufliche Papiere im Tresor. Nach ihrem Statut müssten die nati­o­nalen Zentralbanken haften – die Bundesbank träfe es wegen ihres großen ­Gewichts besonders.

PPS: Hier noch die neueste ABX Liste. Praktisch alles auf all time low, besonders beachtenswert die brutal niedrigen Werte für die 2007er AAA und für die A Werte (die als Alt-A gelten und nicht als subprime). Für A (sog. Alt-A und nicht als subprime gezählt) gibts zT nur noch 16 bzw 12.

03-Mar-08 Overview
Index Series Version Coupon RED ID Price High Low
ABX-HE-AAA 07-2 7 2 76 0A08AHAD4 59.43 99.33 59.43
ABX-HE-AA 07-2 7 2 192 0A08AGAD6 24.07 97.00 24.07
ABX-HE-A 07-2 7 2 369 0A08AFAD8 17.54 81.94 17.54
ABX-HE-BBB 07-2 7 2 500 0A08AIAD2 15.04 56.61 14.72
ABX-HE-BBB- 07-2 7 2 500 0A08AOAD9 14.86 50.33 14.39
ABX-HE-AAA 07-1 7 1 9 0A08AHAC6 62.00 100.09 61.94
ABX-HE-AA 07-1 7 1 15 0A08AGAC8 25.18 100.09 25.18
ABX-HE-A 07-1 7 1 64 0A08AFAC0 12.54 100.01 12.54
ABX-HE-BBB 07-1 7 1 224 0A08AIAC4 11.18 98.35 11.18
ABX-HE-BBB- 07-1 7 1 389 0A08AOAC1 10.71 97.47 10.42
ABX-HE-AAA 06-2 6 2 11 0A08AHAB8 72.97 100.12 72.97
ABX-HE-AA 06-2 6 2 17 0A08AGAB0 40.04 100.12 40.04
ABX-HE-A 06-2 6 2 44 0A08AFAB2 16.89 100.12 16.89
ABX-HE-BBB 06-2 6 2 133 0A08AIAB6 12.75 100.59 12.58
ABX-HE-BBB- 06-2 6 2 242 0A08AOAB3 12.44 100.94 11.81
ABX-HE-AAA 06-1 6 1 18 0A08AHAA1 90.39 100.38 90.09
ABX-HE-AA 06-1 6 1 32 0A08AGAA9 70.11 100.73 70.11
ABX-HE-A 06-1 6 1 54 0A08AFAA7 39.09 100.51 39.09
ABX-HE-BBB 06-1 6 1 154 0A08AIAA4 20.70 101.20 20.56
ABX-HE-BBB- 06-1 6 1 267 0A08AOAA2 17.04 102.19 16.47


http://www.markit.com/cache/curves/b30c04f1da2bc43a7d9cc9d2f11.png

Auch die CDX haben einen großen Sprung nach oben gemacht gestern:

http://www.markit.com/cache/curves/b30c04f1da2bc43a7d9cc9d2f11.png

antworten
 

Sorry, aber ist das richtig?

weissgarnix @, Dienstag, 04.03.2008, 01:45 (vor 6538 Tagen) @ DT

In Brüssel ist man besorgt. "Spanische Banken verschieben ihre Risiken
in die Bücher der EZB"
, empört sich ein Berater von Währungskommissar
Joaquín Almu­nia. Ein EU-Diplomat argwöhnt gar eine "verdeckte
Rettungsaktion". Die ins Gerede gekommenen Wertpapiere, die bei der EZB
deponiert sind, dürften inzwischen den Betrag erreichen, mit dem die Bank
of England dem britischen Eigenheim­finanzierer Northern Rock zu Hilfe
kam. Bräche ein spanisches Institut zusammen, hätte die EZB unverkäufliche
Papiere im Tresor. Nach ihrem Statut müssten die nati­o­nalen
Zentralbanken haften – die Bundesbank träfe es wegen ihres großen
­Gewichts besonders.

Sind die Papiere nicht in Wahrheit im Tresor der Bank of Spain? Ich habe auf die ersten Nachrichten vor ein paar Monaten hin ziemlich kräftig gegoogelt, aber immer nur dieselbe Antwort bekommen: das sind ganz "normale" Repo-Geschäfte, die war von der EZB koordiniert, aber von der Bank of Spain abgewickelt werden. Insoferne wäre die als allererstes betroffen, wenn da was anbrennt ... notabene, ich gehe auch davon aus, dass in diesem Fall das Eurosystem einspringen würde (dafür ist es ja schließlich da), aber da wir unlängst hier eine Diskussion zum thema "lender of last resort ja/nein" hatten, sollten wir schon ein wenig differenzieren.

Übrigens im letzten Monatsbericht der EZB ein ziemlich langer Beitrag darüber, aber ebenfalls eher so zu verstehen, dass das so abgewickelt wurde, wie immer. Nach diesem Bericht belaufen sich ABS als Collateral übrigens auf 215Mrd Euro bzw. 17% des Gesamtvolumens an Kollateral per September 2007. Nicht ohne ... da sind also nicht nur die Spanier kräftig am rödeln ...


Falls das deiner Meinung nach nicht so ist, hättest du dann bitte einen link für mich, wo die direkte Involvierung der EZB draus hervorgeht? -

antworten
 

Hallo wgn (mT)

DT @, Dienstag, 04.03.2008, 02:03 (vor 6538 Tagen) @ weissgarnix

Hier ist das raus:

http://www.capital.de/politik/100009727.html

Gruß DT

antworten
 

ja, aber ...

weissgarnix @, Dienstag, 04.03.2008, 02:47 (vor 6538 Tagen) @ DT

http://www.capital.de/politik/100009727.html
Gruß DT

DT,

das hatte ich wohl verstanden und auch gelesen, aber das Capital ist nun mal ein Magazin, das nicht genau differenziert, weil es angesichts seiner Leserschaft nicht genau differenzieren muss. Nicht ganz so arg schlimm wie das "Manager Magazin" (= "GALA" für BWLer), aber dennoch nicht gerade präzise. Wenn die über "EZB" sprechen, dann meinen sie das, was alle damit meinen (=Außendarstellung des Eurosystems), aber verschwenden keinen Gedanken daran, ob da im Hintergrund nicht die nationalen ZBs werkeln.

Dummerweise scheinen mir die Infos der BoS, die Klarheit schaffen könnten, alle in spanisch bzw. nicht detailliert genug zu sein, daher konnte ich es dort auch nicht nachlesen ...

antworten
 

Jetzt lege ich euch mal aufs Kreuz. Watt is ene Sup - Prime - Dampfmaschine?

prinz_eisenherz, Dienstag, 04.03.2008, 06:11 (vor 6538 Tagen) @ DT

Hallo DT,
deinen Hinweis weiter unten, meine Betrachtungen zu dem was eine Immobilie als Wertanlage bedeutet, hier der Punkt Müll – Hypotheken, den habe ich natürlich aufgenommen aber auch so angedeutet, ein klassischer Kettenbrief, der dort in den USA mit Hilfe von Immobilenfinanzierungen losgetreten wurde, schlimm, aber „Im Westen nichts Neues“.

Jetzt stellen wie uns beide mal janz dumm und fragen uns watt ist das, diese Sub–Prime–Maschine? Ich jedenfalls mache es so, weil ich euren Irrungen und Wirrungen durch die Wirtschaftstheorie nicht folgen kann und folgen will.

Erst einmal ist festzustellen, das es keine seriöse Finanzierung war. Es war von Beginn an auf die Wertsteigerung der Immobilen angelegt, hochrechnet aus der Vergangenheit in die Zukunft. Ein Modell mit einem absehbaren Ende, denn Wertsteigerungen ohne Ende sind unmöglich, was jeder weiß, darum von Beginn an, ein durchsichtiger, ein eigentlich dummer Kettenbrief, bei dem die Auslöser dieses perfiden Spiels auch immer behaupten, das es unendlich weitergeht.

Das heißt im Klartext, bei den Immobilien ein ungewöhnlicher Vorgang, war an eine längerfristige Werthaltigkeit, ein Tilgen der Schulden zwischen den beide Beteiligten am Ort der Immobile, war niemals gedacht. Die Immobilien waren nur Mittel zum Zweck den Kettenbrief in Gang zu setzen.

Diese Schuldscheine wurden bündelweise an Banken, Versicherungen, Fonds und andere Geldsammelstellen in der Welt, in der Hauptsache nach Europa hin, angeboten, fein verpackt aber, das ist wichtig, nicht um eine schwach rentierliche, aber sichere Anlage zu verkaufen, was eine Immobile im Normalfall immer ist, sondern mit dem verlockenden Angebot, diese Schuldscheine gar nicht erst lange im Tresor aufzubewahren, sondern sie beim weiteren Wertzuwachs der Häuser und Grundstücke, die sich hinter den Schuldscheinen verbergen, diese Schuldscheine weiter zu verteilen. Sich eine große anderer Zahl an Anlegern zu suchen, die sich dann freuen sollten Immobilien in den USA auf diese bequeme Art und Weise zu erwerben, mit einem scheinbar unendlichen Wachstumspotential.

Der Verkaufspreis insgesamt und im Detail, am Ende beim kleinen Sparer angekommen, sollte dann ein vielfaches des Einkaufpreises einbringen. Das von Anfang an so angelegte betrügerische Spiel, beruhend auf den Wertsteigerungen der Immobile, die aber nicht unendlich sind, sondern ein Ende mit Schrecken haben. Das funktioniert dann rein mathematisch gesehen so:
http://www2.tu-berlin.de/www/software/hoax/amuesant/amuesant223.html

Soweit so ungeheuerlich.
Nun werden, als Beispiel, eine deutschen Bank, genauer deren Ableger in Nord Irland solche Kettenbriefanteile angeboten, mit der geschilderten verlockenden Möglichkeit, das nur genügen Blöde gefunden werden müssen, denen diese Anteile zu einem höheren Preis weiter zu verkaufen und schon hat man sehr erfolgreich spekuliert.

Wie nun wurden von der deutschen Bank diese Immobilienkredite bezahlt? Einige dieser Pakete müssen erheblich gewesen sein, einige Milliarden Euro. Wie hat die deutsche Bank diese Anteile bezahlt? Mit Bargeld? Dann jedoch wäre der Verlust schmerzlich, aber nur ein Familienunglück. Vermutlich haben alle Käufer dieser Müllscheine folgendes gemacht, was im übertragenen Sinne einen hochgefährlichen Handel an der Börse bedeutet, sie haben sich für den Kauf diese Anteile Geld an anderer Stelle geborgt, schon aus dem einfachen Grund, weil man soviel Bargeld gar nicht hatte und weil man Geld zu 3% borgen kann, mit der versprochenen Aussicht, die Müllkreditscheine mit einem Gewinn von 10% und mehr weiter zu verkaufen

Der Käufer ist dabei dann genau dann pleite, wenn er seine Anteile nicht mehr zu einem höheren Preis los wird, er seine Zinszahlungen für das aufgenommene Geld nicht bezahlen kann und er ist erst recht Pleite, wenn er die eigenen Schulden für den Kauf der Schuldscheine, an den Gläubiger nicht zurückbezahlen kann. Denn wenn er vorher schon kein Geld hatte die Anteile zu kaufen, dann reicht es zum Bezahlen der Schulden schon gar nicht. Das Spiel ist grundsätzlich aus, für alle die sich am Ende des Kettenbriefes befinden und auch erst viel zu spät bemerken das sie auf einen simplen Kettenbrief hereingefallen sind, unsere schlauen Alleswisser von den Banken.

Tja, so meine ich, so fing die Lawine an, langsam aber immer schneller, einmal losgesprengt, den Berg abwärts zu rutschen. Und bedauerlicherweise müssen die jeweiligen Opfer, die Sächsische Landesbank, außerstande ihre Schulden für den Ankauf der Hohlkredite zu bezahlen, die müssen dann leider Geld vom Staat erhalten, um zu überleben. Müssen sie das wirklich, überleben? Ich weiß es nicht.

Aber ob diese Zuschüsse bei den Banken im Amiland landen, warum sollten sie? Sie landen generell bei denen, die den Banken, Versicherungen und Fonds Geld für den Kauf der Immobilienanteile geliehen haben, aber das sind doch keine Amibanken. Nur, wer war es? Ich weiß es nicht.

So, das war eine kleiner Ausflug zur Dampfmaschine, wie die funktioniert. Ob unser Geld, wie manche behaupten, auch ein Kettenbrief ist, ich weiß es wieder nicht. Nach der hier im Forum vertretenden Geldentstehungstheorie ist es eher nicht so. Denn Geld wird hier durch Kredit, also Schulden kreiert, wird dafür gedruckt und ausgegeben und Schulden heißen deswegen Schulden, weil sie auch wieder zurückbezahlt werden müssen und schon ist das ausgegeben Geld wieder verschwunden. Ganz ehrlich, einen Kettenbrief kann ich bei der Art dieser Geldentstehung und -ausgabe nicht erkennen. Bei dem Durchreichen der faulen Hypothekenanteile schon. Aber nun gut, man kann ja nicht alles wissen und kapieren.

Nur eines geht mit nicht aus dem Kopf, so schlimm, mittelfristig gesehen, finde dieses Drama denn doch nicht und von einem Totalverlust, wie immer bei der Nennung der schlechten Kredite genannt, so sehe ich das auch nicht.

Denn immerhin, wer die Zahlungsforderungen für die abgewerteten Immobilen besitzt, ein Wertverlust im letzen Jahr von etwas mehr als 10%, der ist doch der Eigentümer dieser Immobile, wenn der Hauskäufer in den USA seine Schulden nicht mehr bezahlen kann. Was also hindert betroffene deutsche Banken daran, langsam aber sicher Teile dieser Immobilien in ihrem Besitz, diese in den USA zu verkaufen, oder ein wenig hin zu warten, denn genauso wie die an Wert verloren haben, ist doch nicht auszuschließen, das die auch wieder im Wert steigen. Und vielleicht sogar sehr stark im Wert steigen, denn verrückte Hauskäufer die wachsen immer wieder nach.

Und dann, wenn die Rennerei um Immobilen wieder losgeht, der Preis wieder deutlich anziehen, dann diese Immobilen zu verkaufen, könnte sogar noch im nachhinein ein glänzendes Geschäft werden. Der Gewinn wird natürlich wieder an den deutschen Steuerzahler zurück gegeben. Wer jetzt laut lacht, der kommt vors Kriegsgericht.

Für eine Handvoll Dollar würde ich den Inhabern diese Schuldscheine glatt ein paar davon abkaufen, somit stolzer Besitzer von Grund und Boden in den USA werden. Wenn hier in Europa die Schlacht um die Weltherrschaft beginnt – wo denn sonst? - dann fliege ich schnell zu meinen Häusern in den USA und quartiere mich dort solange ein, bis sich die Atomschwaden über Europa wieder verzogen haben und hole mir dann meine Goldbarren aus dem Garten. Ist alles nur ein Frage des Preises.
[[lach]]

bis denne
eisenherz

antworten
 

An Eisenherz wg. Warten auf Immos und Steigen (mT)

DT @, Dienstag, 04.03.2008, 07:42 (vor 6538 Tagen) @ prinz_eisenherz

Hallo Eisenherz,

kein Problem: wenn ich Bank Sachsen LB bin und ich habe am Anfang 1 Mrd EUR und ich habe mir 20:1 Geld geliehen (also 20 Mrd EUR), um dann "AAA" SIVs zu kaufen, die mit 2.8% rentieren, dann kann ich 20*28=560 Mio EUR gutmachen (auf meine 1 Mrd EUR Eigenkapital). Macht eine gute Rendite von 56%. So wollte Joe Ackermann auf seine 25% EK Rendite kommen. Geleveragt mit Carry Trade. So einfach ist das.

Problem: wenn jetzt die AAAs plötzlich nur noch 60 von 100 wert sind, dann sind meine angelegten 20 Mrd nur noch 12 Mrd EUR wert. Ich bin also 8 Mrd unter Wasser, 1 Mrd hatte ich selber, muß also 7 Mrd nachschießen.

JETZT KOMMT'S:

Solange mein Geldgeber (die Japse), die mir 7 Mrd geliehen haben, stillhalten (die wissen aber, daß ich damit AAA Shit gekauft hab, die sehn in meine Bilanz), dann kann ich die Episode überdauern.

Denken die aber, daß es so geht im Amiland wie schonmal Ende der 80er (als man in California 200 Mrd USD für RTC gebraucht hat vom Steuerzahler) oder im Japseland in den 90ern (viele 100 Milliarden - immer noch nicht ganz verdaut), dann werden die nicht bis 2042 warten, bis die nominellen Werte der Immos mal wieder so hoch sind.

Problem ist nämlich, daß man vermutlich in Orten wie Queen Creek (bei Phoenix Arizona) niemals wieder 600000 USD für eine Holzhütte bekommen wird (aus Wassermangel und weil das schon jetzt halbe Slums sind und weil das Zeug schlecht gebaut ist und sauschnell verrottet). Grade auch in Orten wie Detroit, Cleveland Ohio, etc, auch im Central Valley in CA (Bakersfield, etc) wird man die Preise NIE wieder sehen, grad wie in Ostdeutschland 1991.

http://www.arizonahousingbubble.com/2007/drive-until-you-qualify-foreclosures-nearly-tr...

Die rufen also ihre Kredite ab, die Sachsen LB kann nicht zahlen - Game Over.

Gruß DT

antworten
 

Dazu noch ein guter Link: The perfect storm von Jim Puplava (mL)

DT @, Dienstag, 04.03.2008, 07:44 (vor 6538 Tagen) @ DT

Auch dort ging es drum, möglichst lange flüssig zu bleiben, um durch den Storm zu kommen:

http://www.financialsense.com/stormwatch/2005/0729.html

"As he thought things over, he kept reverting back to the lessons learned at Solomon: ride your losses until they turn into gains. Even though credit spreads had widened recently, he believed they would eventually narrow. The key was the bankers. If he had access to enough capital to stay the course, he would be rewarded in the long run. Spreads eventually narrowed. He'd seen it happen over and over again throughout his career."

antworten
 

Leveraging wie?

Wassermann, Dienstag, 04.03.2008, 10:08 (vor 6538 Tagen) @ DT

kein Problem: wenn ich Bank Sachsen LB bin und ich habe am Anfang 1 Mrd
EUR und ich habe mir 20:1 Geld geliehen (also 20 Mrd EUR), um dann "AAA"
SIVs zu kaufen, die mit 2.8% rentieren, dann kann ich 20*28=560 Mio EUR
gutmachen (auf meine 1 Mrd EUR Eigenkapital). Macht eine gute Rendite von
56%. So wollte Joe Ackermann auf seine 25% EK Rendite kommen. Geleveragt
mit Carry Trade. So einfach ist das.

und der, der mir das Geld leiht will wohl nix dafür? Oder wie muss ich das verstehen? Irgendwie haperts da bei mir am Verständnis.

VG Wassermann

antworten
 

Das gibts für den lender (mT)

DT @, Dienstag, 04.03.2008, 10:21 (vor 6538 Tagen) @ Wassermann

Etwa 1% Zinsen (soviel wollten die Japaner bzw die Schweizer beim Geldausleihen haben).

Gruß DT

antworten
 

Nacktschnecken im Garten?

Albert @, Dienstag, 04.03.2008, 15:10 (vor 6538 Tagen) @ prinz_eisenherz

Hallo Prinz

Du würdest Deine Nacktschnecken im Stich lassen?

Du hast Gold (barren!?) im Garten in Berlin? Wo ungefähr ist dieser Garten und wieviele Nacktschnecken...äh...Goldbarren. Wenn ich von mindestens 2 Stück ausgehe minus meine Fahrtkosten plus etwas Buddeln durch 1 Euro Kräfte vom Arbeitsamt müßte sich das trotzdem lohnen. Brtauche ich eigentlich schon eine Umweltplakette? Muß ich meinen 20 Jahre alten Diesel am Ortsrand stehen lassen?

Laß Dir Zeit mit der Antwort...ich fahr schon mal los.[[zwinker]]

antworten
 

Entweder - Oder

Tassie Devil, Tasmania, Australia, Dienstag, 04.03.2008, 20:07 (vor 6538 Tagen) @ prinz_eisenherz

Hallo DT,
deinen Hinweis weiter unten, meine Betrachtungen zu dem was eine Immobilie
als Wertanlage bedeutet, hier der Punkt Müll – Hypotheken, den habe ich
natürlich aufgenommen aber auch so angedeutet, ein klassischer
Kettenbrief, der dort in den USA mit Hilfe von Immobilenfinanzierungen
losgetreten wurde, schlimm, aber „Im Westen nichts Neues“.

Jetzt stellen wie uns beide mal janz dumm und fragen uns watt ist das,
diese Sub–Prime–Maschine? Ich jedenfalls mache es so, weil ich euren
Irrungen und Wirrungen durch die Wirtschaftstheorie nicht folgen kann und
folgen will.

Dann sollte sich doch eigentlich so oder so jede Aeusserung von selbst verbieten, Prinz, oder?

Ausser Fragen natuerlich, denn die sind in einem vernuenftigen wie angemessenen Rahmen immer erlaubt, selbstverstaendlich auch von Deiner Seite!

Es sei denn, Du warst schon immer ein gluehender Fan der BRDDR/DDR 2.0 System-Medien-DemokRATTEN-Philosophie, wer die geringste Ahnung, Kenntnis, Wissen, Erfahrung von einer x-beliebigen Angelegenheit hat, der erhaelt die beste und die laengste Sprechzeit, und natuerlich auch die lauteste Megaphon-Troete.

Erst einmal ist festzustellen, das es keine seriöse Finanzierung war.

Das kann man so stehen lassen.

Es war von Beginn an auf die Wertsteigerung der Immobilen angelegt,
hochrechnet aus der Vergangenheit in die Zukunft.

Nein, bereits Deine fundamentale Praemisse ist leider schon falsch.

Die Hypothekenfinanzierer waren und sind keine Gebraucht-Immobilienhaendler mit Eigenfinanzierung ihrer Komissionen, letztere allerdings hegen gleichfalls durchaus ein Interesse an solchen "Wertsteigerungen" bei Immobilien.

Das Fundament der unserioesen Finanzierung des Schrott-Immo-Marktes waren die dunkelblauaeugig errechneten Geschaeftsgewinne der Hypothekenfinanzierer und der sie umgebenden Vermittler mit ihren Services verschiedenster Arten.

Deren Geschaftsgewinne errechneten sich u.a. aus Gebuehren und Zinsraten,
aber in keinem Falle aus den WERTSTEIGERUNGEN der Immobilien, denn diese beabsichtigte man grosszuegig den verschuldeten Hypo-Opfern zu ueberlassen, oder etwa nicht?

Klingelt's bereits jetzt bei Dir?

Ein Modell mit einem absehbaren Ende, denn Wertsteigerungen ohne Ende sind
unmöglich,

Falsch.

"Wertsteigerungen" sind nichts anderes als Preissteigerungen an einem Geld/Kredit-inflationierten Markt, in diesem Fall der Immobilienmarkt.

Selbstverstaendlich gibt es Moeglichkeiten, Mittel und Wege, die inflationaeren Folgen auf ewig zu perpetuieren, nur gibt es leider auch die Gegenmittel dazu, den ewigen Inflationstrend zu durchbrechen, und selbst die Natur haelt solche Brech-Mittel bereit.

Ein Bruch des Inflationstrends zertstoert den davon affektierten Markt zumeist bis in die naehere und naechste Umgebung von 0.

Handelt es sich bei einem solchen affektierten Markt um ein Objekt der fundamentalen Werte, dann sind Orkane, Tornados und Taifune fuer den gesamten Wirtschaftsraum inklusive aller darin befindlichen Maerkte angesagt.

was jeder weiß, darum von Beginn an, ein durchsichtiger, ein
eigentlich dummer Kettenbrief, bei dem die Auslöser dieses perfiden Spiels
auch immer behaupten, das es unendlich weitergeht.

Na also, damit widerlegst Du Deine soeben erhobene Behauptung doch selbst!

Wenn es doch gemaess Deiner Diktion ein JEDER weiss, und damit sicherlich auch die Ausloeser des Deinerseits als ein perfides Spiel bezeichneten dummen Kettenbriefs, gerade DIE muessen es doch infolge ihrer dabei auftretenden Geschaeftsrisiken wohl am besten wissen, dass Inflationstrends auch brechen, WARUM sollten diese Ausloeser sich selbst mit ihren Behauptungen auf unendlich fortgesetzte "Wertsteigerungen" wider besseres Wissen selbst die eigenen Kniescheiben zerballern!?

Dass die Meisten der Schrott-Hypotheken-Schuldner auch dann ihre Immobilien auf zumindest sehr aehnlichen Pfaden finanziert haetten, solange keine Wertverluste aus Geld/Kredit-deflationiertem Markt zumindest unmittelbar drohen, das versteht sich wohl von selbst, oder?

Deine anfaengliche Behauptung, ich zitiere Dich nochmals

Es war von Beginn an auf die Wertsteigerung der Immobilen angelegt,
hochrechnet aus der Vergangenheit in die Zukunft.

ist schlichter Nonsense und voellig unhaltbar, das Argument der "Wertsteigerung" der Immos war bestenfalls ein zusaetzliches Lockmittel fuer die Hypotheken-Vermittler und -Nehmer, um den "Kettenbrief" der Schrott-Hypotheken in Gang zu bringen.

Das heißt im Klartext, bei den Immobilien ein ungewöhnlicher Vorgang, war
an eine längerfristige Werthaltigkeit, ein Tilgen der Schulden zwischen
den beide Beteiligten am Ort der Immobile, war niemals gedacht.

Eine nicht zu beweisende sowie eine nur schwer zu beweisende Behauptung Deinerseits!

Die Immobilien waren nur Mittel zum Zweck den Kettenbrief in Gang zu setzen.

Das allerdings ist richtig.

Diese Schuldscheine wurden bündelweise an Banken, Versicherungen, Fonds
und andere Geldsammelstellen in der Welt, in der Hauptsache nach Europa
hin, angeboten, fein verpackt aber, das ist wichtig, nicht um eine schwach
rentierliche, aber sichere Anlage zu verkaufen, was eine Immobile im
Normalfall immer ist, sondern mit dem verlockenden Angebot, diese
Schuldscheine gar nicht erst lange im Tresor aufzubewahren, sondern sie
beim weiteren Wertzuwachs der Häuser und Grundstücke, die sich hinter den
Schuldscheinen verbergen, diese Schuldscheine weiter zu verteilen. Sich
eine große anderer Zahl an Anlegern zu suchen, die sich dann freuen
sollten Immobilien in den USA auf diese bequeme Art und Weise zu erwerben,
mit einem scheinbar unendlichen Wachstumspotential.

Falsch.

Lass doch diesen Sch..ss-"Wertzuwachs" dieser Schrott-Immobilien beiseite, der ist doch voellig uninteressant, interessant sind allein nur die Schrott-Hypotheken selbst, weil bei deren Verschiebungen direkt die Gelder flossen!

Der Verkaufspreis insgesamt und im Detail, am Ende beim kleinen Sparer
angekommen, sollte dann ein vielfaches des Einkaufpreises einbringen. Das
von Anfang an so angelegte betrügerische Spiel, beruhend auf den
Wertsteigerungen der Immobile, die aber nicht unendlich sind, sondern ein
Ende mit Schrecken haben. Das funktioniert dann rein mathematisch gesehen
so:
http://www2.tu-berlin.de/www/software/hoax/amuesant/amuesant223.html

Soweit so ungeheuerlich.

Ich habe an dieser Stelle abgekuerzt, Deine Argumentation, soweit sie die zukuenftigen "Wertzuwaechse" der Schrott-Immos betrifft, ist schlichtweg falsch:

Soweit US-Banken u.a. EU-Banken den Hypotheken-Schrott andrehten, waren in diesem Zeitraum die Ratings bzgl. deren Qualitaet in einem Massgrad, dass die EU-Banken von einer hohen US-Hypotheken-Vertragserfuellung auszugehen hatten, was sie im Gegenzug weitestgehend von den hypothetischen "Wertzuwaechsen" der Immobilien ausgeschlossen haette, in dessen Genuss sie nur im Falle der
US-Hypotheken-Vertragsbrueche gelangt waeren!

Mithin, haetten die involvierten EU-Banken vor allem auf die zukuenftigen hypothetischen "Wertzuwaechse" der Immobilien spekuliert, dann haetten sie im Kaufzeitraum ganz bewusst und gewollt Hypotheken mit einem Rating bzgl. massgraedlicher Qualitaet hereinnehmen muessen, deren Schrotteigenschaften die US-Hypotheken-Vertragsbrueche in absehbarer Zeit haetten erwarten lassen!

Ob aber das Erzeugen solcher bekannten Schrott-Hypotheken bereits deren US-Schoepfer im Schoepfungszeitraum ueberlebt haetten, ganz zu schweigen von den EU-Kaeufern, denen die Schrott-Qualitaet im Kaufzeitraum gleichfalls haette bekannt sein muessen!?

Hypothetisch erspekulierte "Wertzuwaechse" zu Gunsten der Kreditfinanzierer einerseits schliessen jeglichen Geschaeftsgewinn aus US-Hypotheken-Vertragstreue andererseits aus, beides zusammen geht nicht!

bis denne

eisenherz

--
Gruss!
TD

Die StaSi tobt und Tassie kichert,
denn er ist Schaeuble abgesichert!

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