Ein weiteres gutes Beispiel, warum Krugman falsch liegt ...
Hi,
wer den US Ökonomen Paul Krugman kennt, wird wissen, dass er vor Jahren der BoJ via www empfohlen hat, zur Behebung der japanischen Deflation einen quasi einen "vorgetäuschten" Inflationskurs zu fahren. Soll heissen: die Marktteilnehmer seiöserweise glauben zu lassen, dass sie alles tun werde, um eine Inflationsrate von zB 2% darzustellen, koste es was es wolle.
Netter Ratschlag, aber war bekanntlich schon in Japan ein Schuß in den Ofen, wenn es die BoJ denn überhaupt wirklich versucht hat (wonach es für mich streckenweise ausgesehen hat).
Bei der EZB ortete ich bekanntlich schon seit Monaten den umgekehrten Kurs: eine n vorgetäuschten "anti-Inflations"-Kurs, koste es was, es wolle (vgl. diverse Postings dazu im Austausch mit dottore, DT und anderen).
Spieltheoretisch ist das alles das gleiche, nämlich eine Form des "Brinkmanship", d.h. der Aufbau einer Maximaldrohung inkl. öffentlicher Festlegung seiner selbst, diese auch umzusetzen.
Aus diesem heutigen Beitrag bei Bloomberg kann man aber ersehen, dass das alles nicht funktioniert, vermutlich, weil die Zentralbanken an den Märkten jegliche Glaubwürdigkeit eingebüßt haben. Der verlinkte Artikel sagt grosso modo nichts anderes, als dass Trichet nach der nächsten Sitzung in Sachen "Inflationsgefahr" verkünden kann, was er lustig ist, der Bondmarkt antizipiert auf jeden Fall baldige Zinssenkungen.
http://www.bloomberg.com/apps/news?pid=20601087&sid=a8eh9xa_2hLQ&refer=home
