Was zur Inflations-Rate von angeblich 2,x %: Ich war eben Müesli einkaufen ..
JoBar, Donnerstag, 13.03.2008, 08:19 (vor 6536 Tagen)
Nein, nein, noch keine 50 Kg Säcke, sondern nur einen Halbjahres-Vorrat, also so 10 Kg.
Und was sehe ich da?
Seit dem letzten Einkauf vor ca. 9 Monaten hat sich der Preis um satte 30% (!) erhöht *sprachlos*
Soweit mir bekannt ist gibt es keine Müesli-Spekulanten oder Müesli-Short Squeezes - es ist ein schlichtes Grundnahrungsmittel. Aber mit sagenhafter Preissteigerung! Oder sollte man von einer unglaublichen Preis-Explosion sprechen?
Wenn das so weiter geht, dann sollte man sich besser einige Säcke Müesli zu legen: Keinen Ärger mehr mit mikrigen Zinsen, den elendigen Abschlagsteuern, ... - sich einfach nur noch am enormen Wertzuwachs freuen.
Und das brutto für netto [[smile]]
Spekulative Müesli-Grüße
J
PS Hat man eventuell heimlich, still und leise die Berechnung der Infaltionsrate von der Jahres- auf die Monats-Basis umgestellt?
Dann würden die 9 x 3% = ~30% ja wieder zutreffen :((
Weizenpreise auf Rekordniveau (mL)
Tengu, Donnerstag, 13.03.2008, 08:32 (vor 6536 Tagen) @ JoBar
Soweit mir bekannt ist gibt es keine Müesli-Spekulanten oder Müesli-Short
Squeezes - es ist ein schlichtes Grundnahrungsmittel. Aber mit sagenhafter
Preissteigerung! Oder sollte man von einer unglaublichen Preis-Explosion
sprechen?Wenn das so weiter geht, dann sollte man sich besser einige Säcke Müesli
zu legen.
Ist wohl eine gute Idee:
AFP: Weizenpreis steigt auf Rekordhoch
Berlin/Chicago (AFP) — Weizen ist so teuer wie nie zuvor. Nachdem der Weltmarktpreis in den vergangenen Monaten immer weiter kletterte, erreichte er am Mittwochabend in Chicago ein neues Rekordhoch von 12,82 Dollar (8,24 Euro) pro Scheffel (etwa 27 Kilogramm).
Der Weizenpreis ist in den vergangenen sechs Monaten um mehr als 50 Prozent gestiegen. Als Grund nennen Analysten derzeit die anhaltend starke Nachfrage sowie nahezu aufgebrauchte Vorräte.
Und was ist mit Reis???
JoBar, Donnerstag, 13.03.2008, 09:31 (vor 6536 Tagen) @ Tengu
Berlin/Chicago (AFP) — Weizen ist so teuer wie nie zuvor. Nachdem der
Weltmarktpreis in den vergangenen Monaten immer weiter kletterte,
erreichte er am Mittwochabend in Chicago ein neues Rekordhoch von 12,82
Dollar (8,24 Euro) pro Scheffel (etwa 27 Kilogramm).Der Weizenpreis ist in den vergangenen sechs Monaten um mehr als 50
Prozent gestiegen. Als Grund nennen Analysten derzeit die anhaltend starke
Nachfrage sowie nahezu aufgebrauchte Vorräte.
Ich habe mal eben ein wenig in alten Quittungen gesucht und ... große Überraschung ... im gleichen Zeitraum hat sich Parboiled Reis ( 1 Kg Packet der gleichen Marke ) um 37% verteuert!
Mein lieber Schwann, da klappen einem ja glatt die Fußnägel hoch!
J
Reis auf Allzeithoch.! (Und was ist mit Teeee?)
Tengu, Donnerstag, 13.03.2008, 11:01 (vor 6535 Tagen) @ JoBar
Ich habe mal eben ein wenig in alten Quittungen gesucht und ... große
Überraschung ... im gleichen Zeitraum hat sich Parboiled Reis ( 1 Kg
Packet der gleichen Marke ) um 37% verteuert!
Rohstoff-Welt: Weizen und Reis schließen Limit-Up
Betrachten wir, was in den letzten zwei Tagen in den Getreidemärkten passiert ist.
In der letzten Woche noch hatten die Grains von ihren hohen Preislevels korrigiert. Weizen im März notierte bis auf 11 USD pro Scheffel an der CBOT. Die Sojabohnen gingen runter bis auf 13,25 USD pro Scheffel im Märzkontrakt.
Doch jetzt sieht es schon wieder ganz anders aus. Sowohl Weizen, als auch Reis schlossen gestern beide Limit-Up (das heißt die Preissteigerung erreichte den von der Börse vorgegebenen Höchstwert). Reis notiert momentan auf einem Allzeit-Hoch.
Fundamentale Begründung
Reis ist knapp und wird enorm stark nachgefragt. Die Philippinen haben ihre jährliche Importmenge um 33% erhöht und in Vietnam stiegen daraufhin die Exportpreise um 14,6%. Dies zeigte natürlich Auswirkungen auf den US-Markt und unterstützte auch dort die starke Preisentwicklung.
Weizen erhielt vor allem Unterstützung durch den neusten USDA-Bericht. Die USDA prognostiziert nämlich einen weiteren Rückgang der Weizen-Restlagebestände um 30 Millionen Scheffel auf 242 Millionen Scheffel für das Wirtschaftsjahr 07/08. Die USDA begründet dies mit einer steigenden Verbrauchsrate aus dem Inland und einer zeitgleich steigenden Exportrate. So prognostiziert die USDA eine Weizenverbrauchssteigerung um 5 Millionen Scheffel auf 950 Millionen Scheffel für das gegenwärtige Wirtschaftsjahr. Für den Export sieht die USDA einen Anstieg in Höhe von 25 Millionen Scheffel auf 1,225 Milliarden Scheffel Weizen voraus.
Und was ist mit [ Nahrungsmittel einfügen ]? "Ist auf Allzeithoch!" - Menno, Du Spielverderber! ;-)
JoBar, Donnerstag, 13.03.2008, 11:30 (vor 6535 Tagen) @ Tengu
Mir scheint bei Nahrungsmitteln tauchen zur Zeit auf allen möglichen und unmöglichen Ebenen fleißige Preistreiber auf. Jeder packt noch seine "kleine" Zusatzbelastung oben drauf. Aber natürlich sind die "vielen Chinesen" die "Ursache" für die enormen Preissteigerungen ;)
Ich behaupte mal ganz keck:
Die angehobenen Spannen der hiesigen Verteiler machen die exorbitanten Preissteigerungen aus!
Exkurs:
Wenn 1 Scheckel Weizen zu ~27 Kg 12 USD kostet, sind das nach Adam Riese ~30 Eurocents pro Kg. IAW erst seit der 30%-igen Preiserhöhung befindet sich in der Müesli-Tüte überhaupt etwas drin
![[[euklid]]](images/smilies/euklid.gif)
Nee, neee, die hiesigen Verteiler hebeln die mikrigen Preiserhöhungen der Produzenten so gnadenlos hoch wie Carlyle ( selig )[[smile]]
Grüße
J
Du kauftst die falschen Sachen ... Kaufe dir einen indischen Tara und fühle dich
LenzHannover, Donnerstag, 13.03.2008, 08:35 (vor 6536 Tagen) @ JoBar
bereichert, weil der mind. 10 so gut wie das preiswerteste Auto vor 30 Jahren ist. Scheibenwischer, .... also gefühlt / statistisch keine Preiserhöhung. Elekt. Fensterheber kannte doch wohl noch nicht einmal Kiesinger in seinem Staats-Benz (geschätzt, aus dem Bauch).
Dann sieht man, hier gibt es einen realen Luxus-Zuwachs und, dass wir offenkundig nicht sehr viel für Lebensmittel ausgeben. Hartz IV'ler natürlich schon (bevor hier einer schreit).
Sicher ist die Infla Statistik gedreht, nur kann man das wohl durchaus begründen. ... Ach so, wenn mal einer die Statistiker trifft: Wo gibt es sw Glotzen für 20 Euro ?
ja dann weich halt auf Knipsapparate oder PCs aus ...
Jermak
, Donnerstag, 13.03.2008, 08:38 (vor 6536 Tagen) @ JoBar
ein bischen Kreativität werden die Statistiker von uns wohl erwarten dürfen ...
grüsse
jermak
@Lenz, @Jermak: Habt ihr gute Rezepte für Tara gegrillt oder geschmorten PC? ;-)
JoBar, Donnerstag, 13.03.2008, 09:34 (vor 6536 Tagen) @ Jermak
ein bischen Kreativität werden die Statistiker von uns wohl erwarten dürfen
Nö, aber ein Notebook in Aspik macht auch satt
Taktiker, Donnerstag, 13.03.2008, 10:00 (vor 6536 Tagen) @ JoBar
Nee, mal ehrlich...
Gerade bei dem Müslischleim gibt’s ja extreme Preisdiffs zwischen Marken- und NoName Produkten bzw. zwischen teuren "Fertigmischungen" und billigen Rohabfüllungen (zB Haferflocken, Rosinen, Trockenobst separat kaufen)
Wahrscheinlich hat sich da ne schöne Kundenbindung aufgebaut ("Das mampf ich seit 20 Jahren und was sind schon die paar Cents mehr?!" und Preiserhöhungen lassen sich gut durchsetzen. Ich staune immer, was es für Differenzen gibt zwischen diesen Supermarken Kelloggs & Co und den Eigenmarken der Discounter. Die Unterschiede lassen sich durch "Qualität" einfach nicht erklären. Da wird einfach fett Marge gemacht.
Viele Geringverdiener leisten sich eh schon keine Markenprodukte mehr. Die Premiums spielen also in einem noch sicheren Markt, vergleichbar den Luxuskarossen, die ihre sauteuren Autos jedes Jahr noch 10% teurer machen können und trotzdem 15% mehr Einheiten (auf niedrigem absoluten Niveau) absetzen. Gleichzeitig toben die Rabattkämpfe in den restlichen 95% (Stückzahlen) des Marktes und trotzdem sinkt der Absatz. Wer jetzt immer Porsche kauft, könnte auch von einer strammen Infla berichten. Wer eher Polo kaufen muß, weiß, dass er REAL seit Jahren mind. konstante, wenn nicht fallende Preise aushandeln kann: nix mehr los bei den Käufern.
Ich glaube, dass viele Inflabeschwörer noch nicht so richtig mitbekommen haben, dass sich die Konsummärkte in den letzten 10 Jahren extrem bipolar segmentiert haben und diese Segmente mit Lichtgeschwindigkeit auseinanderstreben. "Durchschnitte" machen hier immer weniger Sinn, etwa so wie bei angeblichen Avg-Einkommen von 5000€/pM in Deu. Da is' bzgl. Verteilung nix mehr mit Gauss, da herrscht die Fischkurve.
Letztes Jahr ist der Preis für den Sack Hühnerfutter von 13,50 € auf 20,00 € gestiegen (oT)
Vatapitta
, Donnerstag, 13.03.2008, 12:13 (vor 6535 Tagen) @ JoBar
- kein Text -
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Chronisch sind die Schmerzen dann, wenn der Doktor sie nicht heilen kann. http://www.liebscher-bracht.com/
