EZB weiterhin unter Zwang
Jacques, Freitag, 14.03.2008, 08:47 (vor 6534 Tagen)
BRÜSSEL (AWP International) - Die EU ist in beispielloser Weise beunruhigt über die Schwäche des US-Dollar und den Höhenflug des Euro. "Wir machen uns Sorgen", sagte der luxemburgische Premier- und Finanzminister Jean-Claude Juncker am Freitag in Brüssel nach Beratungen mit den EU-Chefs. Es sei das erste Mal, dass sich ein EU-Gipfel in solch deutlichen Worten zu Wechselkursen äussere. Der französische Staatspräsident Nicolas Sarkozy sagte, er unterstütze die Einschätzung Junckers voll und ganz. Über mögliche Interventionen an den Finanzmärkten, beispielsweise zur Stützung des Dollars, wurde nicht gesprochen. "Wir haben nicht über Intervention gesprochen, denn die Gelegenheit bot sich nicht", sagte Juncker./cb/eb/DP/jha
Hoffe die Quellenangabe genügt.
Kernsatz:"Wir haben nicht über Intervention gesprochen, denn die Gelegenheit bot sich nicht", sagte Juncker.
Will heissen: USA machen (noch) nicht mit.
Vermute, USA wollen zuerst Zinsschritt der EZB nach unten erzwingen (1%), nachfolgend Deviseninterventionen, dann Zinsschritt FED (0.5%) und nochmals Deviseninterventionen.
Senkt die FED sonst nochmals sauft der USD erst ab.
Aber dann sind rasch 10 Figuren möglich.
Es geht zu und her wie im Tollhaus.
Gruss
Zwang hier schön beschrieben
Andree
, Freitag, 14.03.2008, 09:15 (vor 6534 Tagen) @ Jacques
http://www.goldseiten.de/content/diverses/artikel.php?storyid=6734
Die Periode, dass die US ihre Zinsen scharf anheben, wie GB und US Anfang der 30er, damit die Währung (wie damals) nicht allzusehr abschmiert, ist m.E. kurzfristig noch nicht zu erwarten. Allenfalls könnte die EZB (gefälligkeitshalber) die eigenen Zinsen etwas senken, dann würde der €uro auch nicht eine solche Staubsaugerfunktion erfüllen.
A.
Der Zwang für die EU besteht (auf der Logik der Elite)
Jacques, Freitag, 14.03.2008, 13:03 (vor 6534 Tagen) @ Andree
Die ohnehin Arbeitszeiten ferienlagermässig arbeitenden Europäer stehen in harter Konkurrenz zu Billiglohnländer. Der Exodus wird nun im immer grösseren Stil vorexerziert.
Aber natürlich exportieren die Europäer auch in die USA und an in die USD gebundenen Währungsnationen.
Aber hallo: Die Europäer sollen binnen eines Jahres um 20% konkurrenzfähiger werden als gegen US Produzenten?
Das reisst eine Bremsspur in nach Europa (Ceteris paribus derzeitiges Gefüge in Europa / Produktivität).
Nochmals: die USA können die Europäer in die Knie zwingen, wenn sie wollen und auf unsere laschen Politiker wetten (die Chancen zu gewinnen stehen ja gut).
Wozu auch oder auch zum Glück:
Die doppelt gelackmeierten sind u.a. auch die Japaner als eifrige Treasury Bondshalter. In die USA und den USD investiert.
Tja, sagen wir mal, Japan und alle anderen Länder, welche das "deficit spendig" (wir erinnern uns an die Reagonomics) immer schon finanzierten, bekämen pötzlich keine Lust mehr, den US Wahnsinn weiter zu finanzieren?
Und nehmen wir an, sie leben diese Lust auch noch aus.
Was dann? Lauter: WAS DANN?
Dann hat der Dollar rasch eine Limes Funktion...
Das reisst sicherlich eine rechte Bremsspur, vorübergehend. Das wäre es aber Wert:
Wenn die Europäer und ich meine v.a. die SNB nun endlich genug gescheit sind, und noch einen Rest von Verstand besitzen, lassen sie die USA trotz allem laufen, in den Inflafluss hinein. Aber hinterherwaten?
Das tut zwar einige Jahre sehr weh. Aber das geht auch. Ansprüche zurückschrauben. Arbeiten hier in Europa halt aber 50 Stunden die Woche, mit 5% weniger Lohn und das bis 66 und werden wieder konkurrenzfähig.
Die OPFER sind bedeutende kleiner, als sich den USA und an derem Irrsinn noch weiter zu prostituieren.
Das zu sagen ist nicht Sache der EZB oder der Notenbanken.
Das zu sagen wäre die Aufgabe unsere politischen "Führungselite".
Das Leben war früher mal eine Überlebensfrage. Das soll es nicht immer sein. Aber ein Leben im verschwenderischen Überfluss, wie das die westliche Welt vorlebt?
Ich bin geneigt zu sagen, versenkt den Dollar - man besinne sich auf das eigene Vermögen.
Gruss
Bravo! (mkT)
DT
, Freitag, 14.03.2008, 13:36 (vor 6534 Tagen) @ Jacques
Wie wäre es, wir besinnen uns mal wieder auf unsere Tugenden:
Fleiß, Sparsamkeit, Disziplin.
Wir stecken die verfetteten Amis doch locker in die Tasche.
Allerdings macht das nur Spaß mit Politikern, die das vorleben, und keine verfetteten Gabriels und Scharpings etc.
USA nicht mehr weltgrößte Volkswirtschaft....
siggi, Freitag, 14.03.2008, 13:51 (vor 6534 Tagen) @ DT
Wie wäre es, wir besinnen uns mal wieder auf unsere Tugenden:
Fleiß, Sparsamkeit, Disziplin.
Wir stecken die verfetteten Amis doch locker in die Tasche.
Allerdings macht das nur Spaß mit Politikern, die das vorleben, und keine
verfetteten Gabriels und Scharpings etc.
USA nicht mehr weltgrößte Volkswirtschaft
Datum 14.03.2008 - Uhrzeit 17:43 (© BörseGo AG 2007, Autor: Weygand Harald, Technischer Analyst, © GodmodeTrader - http://www.godmode-trader.de/)
Die US-Wirtschaft hat nun offiziell ihren Status als weltgrößte Volkswirtschaft verloren. Die Eurozone hat durch den heutigen Anstieg des Euros zum US-Dollar über die Marke von 1,56 Dollar ein höheres BIP als die USA.
Die offiziellen Schätzungen für die BIPs - 13,843,800 Milliarden Dollar für die USA und 8,847,889.1 Milliarden Euro für die Eurozone, so ist das BIP der Eurozone nun – in Dollar gerechnet – höher als das der USA.
Quelle : http://www.boerse-go.de
lg
siggi
Hmm, ob das funktioniert? Nachdem die Konsumenten dieses Landes immer weniger Einkommen ... mkT
igelei
, Lammd des Stasi2.0-Rollcommanders, Freitag, 14.03.2008, 15:07 (vor 6534 Tagen) @ DT
... haben sollen die 50 Wochenstunden mit weniger Lohn malochen? Ein Freund von mir ist auf dem Bau, Tarif gibt es da seit Jahren nicht mehr, im Winter arbeitslos und im Frühjahr danach regelmäßig zu geringerem Lohn eingestellt. Dazu steigende Kosten: Energie, Lebensmittel etc. - nicht nur in der Baubranche ist das so, der Mittelstand wurde und wird weiter zerstört, Leute wie der Trigema-Chef sind in diesem Land die absolute Ausnahme, der Standard sind Ackermänner und Zumwinkels (der vor ein paar Jahren auch gern mal Postangestellte mit an den Haaren herbeibezogenen Gründen feuerte und kürzlich sein übergroßes soziales Engagement für Mindestlöhne in der Branche entdeckte?)
Dazu dümmliche Politiker ohne jede Intelligenz, die den Patriotismus und damit auch den Fleiß ihrer Bürger möglichst im Keime ersticken wollen. Und von den Massenverdummungsmedien und ihrer Verblödung des Nachwuchses gar nicht mehr zu reden.
Glaubt ihr ernsthaft, dass dieses Land noch mal auf die Beine kommen kann? Mit Fleiß und Sparsamkeit?
Wir produzieren nur noch fürs Ausland, daher kommt unsere BIP-Steigerung - intern sind wir tot wie ein Fisch in der Öldose. Hört das Ausland (Russland, China, Indien, die Amis usw.) auf, unsere Maschinen abzukaufen gibt es hier ganz fix Zustände wie am Ende zu Weimarer Zeiten mit Massenarbeitslosigkeit und Hunger, Dank Schröders HIV, vielleicht war der Begriff Agenda 2010 eine böse Prophezeiung für das Jahr. Warten wirs ab, aber euer Optimismus bezüglich Fleiß und Sparsamkeit könnte getäuscht werden.
MfG
igelei
Zählen wir mal zusammen, was das deutsche Volk im Jahr an Tributen abliefern muß (mT)
DT
, Freitag, 14.03.2008, 15:36 (vor 6534 Tagen) @ igelei
und nehmen wir mal an, diese Tribute blieben im Lande, dann wäre uns schon seehr geholfen. Die 23 Mrd Nettozahlung pro Jahr für die EU, die 20 Mrd dieses Jahr für die Landesbanken und die IKB, ich weiß nicht wieviel das Bundeswehrengangement ausserhalb D kostet, sagen wir mal 10 Mrd. Das ist noch ohne das Stoppen der Verschwendung mal locker 50 Mrd. Das sind einige MWSt Erhöhungen. Dann könnte man mal anfangen, im Land selber aufzuräumen.
Da haben wir noch nicht angefangen, nachzufragen, ob man den ganzen Zuwanderern und ihren Familien schon im ersten Jahr direkt nach der Zuwanderung Hartz IV, Sozialhilfe, Krankenversicherung etc geben soll. Direkt vom deutschen Volk erarbeitet und umverteilt.
Was könnten unsere Schulen, Strassen etc. wieder besser aussehen, wenn wir das Geld, das vom deutschen Volk erarbeitet und erwirtschaftet wird, auch in Deutschland zum Einsatz käme.
Eine Schande, daß zB die vielbefahrende A1 zwischen Köln und Leverkusen praktisch bis vor 1-2 Jahren noch auf dem Stand der 30er Jahre war. Dito die A8 von Karlsruhe bis München - eine der Hauptverkehrsadern Deutschlands. Selbst jetzt gibt es noch Abschnitte, die mehr oder weniger Original 30er Jahre Beton mit 2 Spuren ohne Seitenstreifen sind.
Mein Traum: laß das deutsche Volk einfach nur schaffen, die, die noch Arbeit haben, sind genauso fleißig wie die Schweizer, und schon wird es Deutschland auch so gut gehen wie die Schweiz.
Gruß DT
Beim Thema Krankenversicherung koche ich laufend über,
LenzHannover, Freitag, 14.03.2008, 17:10 (vor 6534 Tagen) @ DT
hier bitte zügig schweizer Verhältnisse - jeder muß sich versicheren und dafür zahlen.
Alt-Eingeborene bekommen bei Bedürftigkeit Zuschüsse.
Da kocht regelmässig mein Blutdruck hoch, was da vermeintlich preiswerte Zuwanderer subventioniert werden ist absurd und es wird nirgends richtig erfasst. Da regt man sich über die unbekannten Zahlungen der "AOK" an türk. Fam. Angehörige auf, aber da gibt es eine massive Mrd. Geldsenke.
Was da auch dreist mit fremden Karten betrogen wird (und werden kann) - absurd - echter Affenstaat (auch von Deutschen !).
Bald haben wir auch Multikulturelle Verhältnisse beim Arzt ...
... 3Sat 10vor10 - In Zürich gibt es weniger Behandlungen beim Zahnarzt, die Praxen werden von Dieben geplündert. Bisher wurden 28 Praxen ausgeräumt ...
HAllo
Jacques, Freitag, 14.03.2008, 23:39 (vor 6534 Tagen) @ igelei
lieber igelei
gestatte mir doch ein paar Worte -als nicht Deutscher- zu eurem Verhältnissen und fasse das bitte nicht als Einmischung ein. Die Gedanken gelten weitgehend auch für die Schweiz.
NAchdem die Konsumenten immer weniger Einkommen haben sollen die 50 Wochenstunden mit weniger Lohn malochen? Ein Freund
von mir ist auf dem Bau, Tarif gibt es da seit Jahren nicht mehr, im Winter
arbeitslos und im Frühjahr danach regelmäßig zu geringerem Lohn
eingestellt.
Massgebend ist letztlich, was in der Tasche bleibt, also das frei verfügbare Einkommen (noch ohne Abzug der Wohnkosten).
Euer Staat greift hier in einer Art und Weise in die Tasche, dass ihr ein halbes Kalenderjahr allein für Steuern, Gebühren, Abgaben arbeitet.
Wofür?
Wofür ist das Geld eigentlich. Übergeordnet betrachtet ist es für die Bezahlung aller Leistungen, die der Staat für den Bürger erbringt.
Die Frage ist nur: Erbringt der Staat auch wirklich jene Leistungen und so, wie es das Volk eigentlich will?
Die Frage kann nur das Deutsche Volk beantworten.
Selbst wenn alle fiskalischen Abgaben um 20% gekürzt würden, bliebe genug Fleisch am Knochen, um einen gut funktionierenden Staat zu leisten.
Viel zu viel Geld wird aber am falschen Ort eingesetzt oder versickert zwischendurch.
Ich habe öfters Gelegenheit den einen oder anderen Kochtopf zu heben und mir stehen die Haare zu Berge, wenn ich sehe, was das alles zusammenkutschiert und von Gemeinderäten, Kantonsparlamenten etc. abgesegnet wird.
Oder wie Eitelkeiten mit Millionen gesponstert werden (grössere Stadt, Details kenne ich)
Aber haarsträubend, Millionen versickern und grünen Wiese werden zum Sumpf...
Es hat Geld genüg. Es geht nur so, indem man die Steuern kürzt(!) und dann die Regierenden zwingt, die Sümpfe trocken zu legen. Kürzen sie Leistungen am falschen Ort, abwählen. Weg, einfach weg. Mit der Zeit begreifen Sie das und richten sich danach.
Nun aber:
Leider kennt Deutschland nicht die Vorzüge der direkten Demokratie.
Das deutsche Volk kann leider nur in den seltensten Fällen seine Leistungen bestellen oder abbestellen. Wir können das. Und du glaubst gar nicht, wie das das Verantwortungsbewusstsein der Politiker fördert und klariert.
Dazu steigende Kosten: Energie, Lebensmittel etc. - nicht nur
[quote]in der Baubranche ist das so, der Mittelstand wurde und wird weiter
zerstört, Leute wie der Trigema-Chef sind in diesem Land die absolute
Ausnahme, der Standard sind Ackermänner und Zumwinkels (der vor ein paar
Jahren auch gern mal Postangestellte mit an den Haaren herbeibezogenen
Gründen feuerte und kürzlich sein übergroßes soziales Engagement für
Mindestlöhne in der Branche entdeckte?)[/quote]
Katastrophale Figuren tummeln sich im Feld. Aber es könnte wenigstens zur Schärfung des Bewusstseins führen.
Dann die Abstimmung mit den Füssen für alle unredliche Politiker.
Deutschland fehlt eine Partei, die sich für den Mittelstand einsetzt.
Diese Masse wählt und kann bestimmen. Die FDP wird somit immer eine Randpartei bleiben, die SPD predigt Wasser (missbraucht die tatsächlich Bedürftigen für Ihre Propaganda) uns sauft selber Wein
[quote]Dazu dümmliche Politiker ohne jede Intelligenz, die den Patriotismus und
damit auch den Fleiß ihrer Bürger möglichst im Keime ersticken wollen. Und
von den Massenverdummungsmedien und ihrer Verblödung des Nachwuchses gar
nicht mehr zu reden.[/quote]
Schickt sie nach Hause.
Klärt auf. Seziert und präsentiert die Machenschaften, jeder auf seiner Ebene und mit allen Mitteln.
Am Kiosk bis zu Bürgerversammlungen geht alles.
> Glaubt ihr ernsthaft, dass dieses Land noch mal auf die Beine kommen kann?
[quote]Mit Fleiß und Sparsamkeit?[/quote]
Ja und wie! Wer wenn nicht Deutschland hat im letzten Jahrhundert hat das bewiesen?
Allein diese Tugenden genügen aber nicht, aber sie sind Voraussetzungen, die heute fehlen (ich nehme die Schweiz nur bedingt davon aus).
[quote]Wir produzieren nur noch fürs Ausland, daher kommt unsere BIP-Steigerung -
intern sind wir tot wie ein Fisch in der Öldose. Hört das Ausland
(Russland, China, Indien, die Amis usw.) auf, unsere Maschinen abzukaufen
gibt es hier ganz fix Zustände wie am Ende zu Weimarer Zeiten mit
Massenarbeitslosigkeit und Hunger, Dank Schröders HIV, vielleicht war der
Begriff Agenda 2010 eine böse Prophezeiung für das Jahr. Warten wirs ab,
aber euer Optimismus bezüglich Fleiß und Sparsamkeit könnte getäuscht
werden.[/quote]
Ja, Abhängigkeiten sind gefährlich. Es kann durchaus sein, dass der Weg schmerzhaft ist. Hunger? Ich glaube nicht, mit einem etwas reduzierten Kalorienverbrauch ist Deutschland sicher in der Lage, seine Eigenversorgung sicher zu stellen. Hált nicht für alle wünschenswerten Produkte, aber niemals mit Zuständen wie in Mali oder Bangladesh zu vergleichen.
MfG
igelei
Und herzlichem Gruss zurück
