Buchbesprechung: "The forgotten Man", von Amity Shlaes
Hi,
ich habe es endlich geschafft, das jüngst hier diskutierte Buch "The forgotten Man" von Amity Shlaes nicht nur zu lesen, sondern auch meine Gedanken zu sortieren und als erste, detaillierte Besprechung in der Rubrik "Meisterwerke" zu Papier zu bringen. Ein sehr beklemmendes Werk, muß ich sagen, dass weniger die "Große Depression" als Folge des Crash von 1929 erörtert, sondern vielmehr das, was Roosevelt und seine Entourage (die "Progressiven") alles an sozialistisch-planwirtschaftlichen Abenteuern draus gemacht haben. Ich lese gerade noch Korrektur, aber für Euch, hier schon mal die aktuelle Fassung. Ist, glaube ich, ganz gut geworden:
“The forgotten Man - A new history of the Great Depressionâ€, von Amity Shlaes
von weissgarnix
An einem späten Nachmittag im Juli 1927 sticht der Passagierdampfer “President Roosevelt†von New York aus Richtung Europa in See, an bord eine Gruppe von Journalisten, Ökonomen, Gewerkschaftern und angehenden Politikern, die - bis dahin keineswegs in engeren Beziehungen stehend - gemeinsam das Schicksal der USA dennoch bereits wenige Jahre später entscheidend beeinflussen werden, und zwar über ein Jahrzehnt hinweg. Ihre Namen sind Rex Tugwell, John Bartlet Brebner, Stuart Chase, Carlos Israels, Albert Coyle, um nur ein paar zu nennen. In Europa angekommen, schliessen sich der Gruppe weitere Amerikaner an, die bereits seit längerem hier weilten: Paul Douglas, Robert Dunn, George Counts und einige mehr. Zusammen machen sie sich auf den Weg zu den Männern, die in der intellektuellen Elite der USA zu diesem Zeitpunkt als “Visionäre†galten: Joseph Stalin und Leo Trotzki. Ein Besuch bei dem Mann, dessen Konterfei gerade das Cover des “Timeâ€-Magazins geziert hatte und der in “Forbes†wegen seiner Effizienz die Spalten füllte, Benito Mussolini in Italien, stand ursprünglich ebenfalls auf dem Programm, doch der “Duce†lies die Amerikaner kurzfristig abblitzen. Bei den Granden des Sovietkommunismus waren die “Progressivenâ€, wie sie sich selbst nannten, aus Amerikan hingegen gerne willkommen, Stalin höchstselbst gewährte ausgiebig Privataudienz. Dieses Treffen sollte Folgen haben, nicht für die Reisenden aus USA, sondern für die USA und damit Millionen von Amerikanern selbst … [Weiterlesen ->]
