Island wackelig?
Auszüge:
Ende der Verluste bei Island-Anleihen derzeit nicht absehbar
Alles sieht nach einem Crash der isländischen Finanzmärkte aus, ausgelöst durch die offenbare Überhitzung der kleinen Volkswirtschaft des Landes, dessen Einwohnerzahl etwa so groß ist wie die der ehemaligen Bundeshauptstadt Bonn.
Auch Hedge Fonds gewannen die Vulkaninsel lieb. Sie pflegten sogenannte „Carry Trades“, indem sie sich im Nullzinsland Japan Geld liehen und dieses in hochverzinsliche isländische Anleihen steckten. Damit trieben sie den Kurs der isländischen Krone auf Rekordwerte.
Der Wirtschaftsboom brachte aber die Volkswirtschaft aus den Fugen. Während aber im vergangenen Jahr an den Finanzmärkten die Meinung vorherrschte, die Situation sei kontrollierbar, hat sich der Wind seitdem deutlich gedreht.
Mitte Februar senkte die Rating-Agentur Fitch die Einstufung des Landes herab, indem sie den Ausblick von „stabil“ auf „negativ“ änderte. Vor allem stieß den Fitch-Analysten das immense Leistungsbilanzdefizit sauer auf, das mittlerweile auf zwölf Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) angeschwollen ist. Island hat damit weltweit das relativ höchste Leistungsbilanzdefizit nach Jordanien.
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