OT : Schweiz-Iranische Pipeline und mehr
Ernsthafte diplomatische Querelen drohen zwischen Is-RAEL und der Schweiz.
Der CH-Botschafter in Tel Aviv wird zu Konsultationen eingefordert.
Die EGL (Elektrizitätsgesellschaft Laufenburg)hat in einem äusserst
interessanten Joint Venture mit Iran eine Beteiligung an der Gaspipeline
vertraglich vereinbart. Die Aussenministerin Calmy-Rey ist vor Ort und
zeichnet das CH-Iran - Venture heute ab.
Bern - Bislang hat es drei Erdgasversorgungs-Korridore nach Europa gegeben: aus Russland, aus der Nordseeregion und aus Nordafrika. Nun soll ein vierter Korridor aus dem Kaspischen Raum eröffnet werden. Der Vertrag zwischen der Elektrizitäts-Gesellschaft Laufenburg (EGL) und der National Iranian Gas Export Company (Nigec) ist ein wichtiger Teil dieses Projekts.
ht / Quelle: sda / Dienstag, 18. März 2008 / 16:18 h
Es soll die Diversifizierung der europäischen Gasversorgung stärken und die Abhängigkeit von russischem Gas mindern. «Iranisches Erdgas ist zwingend notwendig für die Öffnung des vierten Korridors für Erdgaslieferungen nach Europa», wurde am Montag EGL-Geschäftsleitungsmitglied Joachim Conrad in einem Communiqué des Unternehmens zitiert. Die EGL ist eine Axpo-Tochter. Die Axpo wiederum ist im Besitz der Nordostschweizer Kantone. Das Erdgas aus dem Iran soll zusammen mit Erdgas aus Aserbaidschan dereinst über eine durchgängige Gas-Pipeline vom Kaspischen Meer nach Westeuropa fliessen. Ein wichtiges neues Teilstück dieser Pipeline ist die 520 Kilometer lange Trans-Adriatic Pipeline (TAP) von Griechenland über Albanien nach Italien.
10 Milliarden Kubikmeter Gas
Am TAP-Projekt sind die EGL und die norwegische StatoilHydro beteiligt. Die Kosten sind mit 1,5 Milliarden Euro (rund 2,3 Mrd. Franken) veranschlagt; die Inbetriebnahme ist für 2011 vorgesehen. Dann sollen rund 10 Milliarden Kubikmeter Gas jährlich durch die Pipeline fliessen. Die Hälfte der Kapazität der TAP kann die EGL nutzen; durch den Vertrag mit dem Iran hat sich das Unternehmen ab 2012 für 25 Jahre eine jährliche Lieferung von 5,5 Milliarden Kubikmetern Gas gesichert.
Auch Amerika ist im Auftrage von Israel vorstellig geworden und findet dieses
Geschäft eine flagrante Verletzung der Sanktionen gegen Iran.
Emerald.
