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nereus @, Sonntag, 23.03.2008, 07:03 (vor 6526 Tagen) @ Divinum

Hallo Divinum!

Es ging damals um die Briefe der Hélène Jeanty Raven, genannt Ninette.
Sie war die Witwe eines belgischen Widerstandskämpfers, der von den Deutschen erschossen worden ist.
Speer pflegte mir ihr einen lang andauernden Briefwechsel.

In einem Brief von 1971 behauptet Speer selbst, daß er auch von der Judenvernichtung Kenntnis gehabt hat, weil er am 6. Oktober 1943 bei einer Rede Heinrich Himmlers in Posen anwesend gewesen sein soll.
Das steht allerdings im Gegensatz zu seinen anderen Äußerungen zum gleichen Thema.

Anlaß dafür war wiederum ein Artikel des Harvard-Professors Erich Goldhagen, "Albert Speer, Himmler und die Endlösung", in der amerikanischen Zeitung "Mainstream" den Speer zutiefst beunruhigt hatte. Der belgischen Freundin berichtet er, er habe die Zentralstelle zur Aufklärung von NS-Verbrechen in Ludwigsburg durch seinen Anwalt unverzüglich über diese angebliche "Enthüllung" benachrichtigt, und der Direktor habe versichert, dass diese Beschuldigung Goldhagens in den "zwanzig Jahren" Haft inbegriffen gewesen seien, zu denen Speer beim Nürnberger Prozess verurteilt worden war.

Joachim Fest dagegen meinte zum Thema: Der Artikel mache ihn "fassungslos", habe Speer am Telefon mehrfach wiederholt. Mit seiner Erregung habe er klargemacht, dass es wirklich um die "Kardinalfrage" seines Lebens ging. In diesem Gespräch sagte Speer, er habe ein zuverlässiges Erinnerungsvermögen, aber seit der Attacke Goldhagens, sei ihm der Verdacht gekommen, "ich könne mir selbst nicht mehr glauben". Er wolle beweisen, dass er nicht zugegen gewesen sei, schon, um "sich selber wieder trauen zu können". Speer brachte in der Folge zwei Zeugen vor, die in eidesstattlichen Erklärungen versicherten, er sei vor der Rede Himmlers abgereist.

Quelle: http://www.faz.net/s/RubCF3AEB154CE64960822FA5429A182360/Doc~E93402F1CB1D04D608A72B1C90...

Das, worauf offenbar Du speziell hinaus willst, hatte ich bei der Zeitschrift "Junge Freiheit" gefunden:

Dabei versäumt es Fest nicht, die aus zahllosen Einzelveröffentlichungen stammenden Forschungsdetails mit eigenen Recherchen zu verbinden, um ungenaue Äußerungen oder gar Weglassungen und Unwahrheiten in den Erinnerungen Speers und in der Darstellung Dritter immer auch kritisch zu begleiten. So weist er auf den zutiefst unseriösen, aber viel diskutierten Artikel des US-Historikers Erich Goldhagen hin, welcher in einem heftigen Angriff auf Speer 1971 den Vorwurf, dieser sei nicht nur Mitwisser, sondern wahrscheinlich sogar ein fanatisch antisemitischer Mitinitiator von Judenmorden gewesen, durch ein frei erfundenes Himmler-Zitat zu untermauern versuchte. Der Anklage Goldhagens zufolge habe Speer an der oft erwähnten Rede Himmlers im Posener Schloß über die Judenfrage vom 6. Oktober 1943 teilgenommen und entgegen eigener Aussagen über Judenausrottungen Bescheid gewußt.

Als Hauptargument Goldhagens, so zitiert Fest, sollte eine Textpassage dienen, in der Himmler in Anwesenheit Speers prophezeit habe, daß er mit diesem "gemeinsam den letzten lebenden Juden auf polnischem Boden den Wehrmachtsgeneralen entreißen, in den Tod schicken und damit das letzte Kapitel des polnischen Judentums abschließen" werde. Auf die Fälschung des Himmlerzitates später angesprochen, versicherte Goldhagen, er habe lediglich Himmlers wirkliche Meinung sowie dessen Einvernehmen mit Speer verdeutlichen wollen. Die Anführungszeichen der angeblichen Himmler-Äußerung, die diese als Original-Zitat kennzeichneten sollten, habe Goldhagen zunächst wieder entfernen wollen, er sei "aber dazu nicht gekommen", wie sich der US-Historiker in seiner zweifelhaften Rechtfertigung äußerte. Auch diese öffentlichen Debatten der siebziger Jahre, welchen sich der Haftentlassene nicht entziehen konnte, sind Teil der Dramatik im Leben Speers, dessen Mitwisserschaft an Judenausrottungen zuletzt die Journalistin Gitta Sereny in einem privat geführten Gespräch mit Speer heraus gehört haben wollte. Speer hatte zwar bis zu seinem Tode die Judenvernichtung als historisches Faktum anerkannt, dabei jedoch immer abgestritten, als Minister davon gehört oder gelesen zu haben.

Quelle: http://www.jf-archiv.de/archiv99/429yy43.htm

Es zieht sich wie ein roter Faden durch das leidige Thema.

Gitta Sereny hat etwas "heraus gehört", Erich Goldhagen wollte etwas "verdeutlichen", Aussagen stehen gegen Aussagen.
Es schreit geradezu nach wissenschaftlicher Untersuchung, die diesen Namen auch wirklich verdient.

Frau Sereny glänzte übrigens an anderer Stelle u.a. mit einer sehr bemerkenswerten Aussage:

"Warum nur in aller Welt haben all diese Leute Auschwitz zu einer heiligen Kuh gemacht. .. Auschwitz war ein schrecklicher Ort - aber es war kein Vernichtungslager."

Das soll die Quelle sein: Times, London, 29.8.2001

Ob sie das wirklich so gesagt hat?
Meine Suche in der "Times" reichte leider nur bis 2003.

mfG
nereus

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  • @nereus - Bezüglich Dokumentenfälschung durch E.Goldhagen - Divinum, 22.03.2008, 15:11 [*]
    • ich werde ihn mal suchen (oT) [ [ kein Text ] ] - Elli, 23.03.2008, 04:12
      • Schau dir Beiträge Nr. 376787, 377437 und 377751 an ... - Elli, 23.03.2008, 04:36
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          • Ein noch kleinerer Nachsatz - Tassie Devil, 26.03.2008, 04:28
            • Speer in Posen - Divinum, 26.03.2008, 12:53
              • Posen Hallo und Tschuess - Tassie Devil, 27.03.2008, 04:31
    • Hallo Divinum - coldice, 23.03.2008, 11:40

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