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@dottore: sparkasse

neo, Dienstag, 25.03.2008, 05:17 (vor 6525 Tagen)

Ich zitiere Sie:

3. Geld auf der Sparkasse (z.B. Sparbuch). Das ist sicher. Denn die deutschen Sparkassen sind im größten Finanznetz der Welt untereinander verbandelt. Ginge eine Sparkasse über die Wupper, stehen Hunderte andere bereit, um zu helfen. Die deutschen Sparkassen haben insgesamt dafür Mittel von mehr als 5 Billionen bereit. Das ist mehr als das Sechsfache aller Spareinlagen überhaupt.

Dann ist Sparkasse die sicherste Bank?

Nur wenn es sich um Sparbuch handelt? Oder auch bei Festgeld?

Haften alle Sparkassen untereinander? Bundesweit???


Wie ist die Situation bei Volks und Raiffeisenbanken?


Danke


LG

Neo

antworten
 

Sparkassen usw.

dottore @, Dienstag, 25.03.2008, 06:24 (vor 6525 Tagen) @ neo

Hi neo,

Dann ist Sparkasse die sicherste Bank?

Sicherung ist vierstufig: 12 regionale Stützuungsfonds (Umlage 0,3 % der Position "Verbindlichkeiten gegenüber Nichtbanken" - es ist also tatsächlich was eingezahlt). Banken kriegen dabei nichts. Sicherungsreserven der Landesbanken/Girozentralen (etwas weniger schön wie wir wissen; kann aber auch übersprungen werden). Danach überregionaler Ausgleich aller Stützungsfonds (sog. Institutssicherung). Schließlich Gewährträgerhaftung (Gebietskörperschaften, wie Landkreise, Städte, Gemeinden).

Am besten sind "freie Sparkassen", vorneweg die Hamburger Haspa. Die gehört niemanden und musste niemals ausschütten, hat seit Bestehen praktisch nur thesauriert.

Nur wenn es sich um Sparbuch handelt? Oder auch bei Festgeld?

Beides (nur für Private, s.o.), gilt aber nicht für Inhaberschuldverschreibungen, welche die Spk ausgegeben hat.

Haften alle Sparkassen untereinander? Bundesweit???

Ja, s.o.

Wie ist die Situation bei Volks und Raiffeisenbanken?

Haben ein gleiches System (Sicherungsinstitut des Bundesverbandes der Vobken und Raiffeisenbanken (BVR), in den 30er Jahren entstanden. Seither keine negativen Vorfälle. Nach BGB dürfen dort auch Mündelgelder angelegt werden.

Gruß!

antworten
 

Höchstgrenze für Einlagensicherung bei SpKa? Welche SpKa sind noch sicherer als andere? - mTmF

McShorty @, Nürd-Mütryx fün Dülbünyen, Dienstag, 25.03.2008, 07:05 (vor 6525 Tagen) @ dottore

Hallo Dottore,

besten Dank für Info´s hier. Das beruhigt ja dann doch ein wenig, zumindest was die Sparkassen betrifft.
Gibt es eine Höchstgrenze pro Kunde oder Konto für Einlagen a´la Tagesgeld, Sparbücher, Termingeld, Giro?
Bei Banken sind es ja die 20k, die nicht rechtlich garantiert bzw. einklagbar sind.

Gibt es bei Sparkassen verbindlichen Rechtanspruch? (normale rechtl. Verhältnisse vorausgesetzt, keine Krieg oder Chaos)

Sie halten also die Sparkassen für 100pro sicher, richtig? Ich glaube Ihnen das schon.
Aber kann man das irgendwo in Statuten oder so detailiert nachlesen? Muß nämlich auch noch Verwandte/Freunde davon überzeugen.

Welche Sparkassen sind denn noch frei und sehr (top) solide finanziert? Die Sparkasse in Bremen viell. auch?

Besten Dank vorab und Gruß [[top]]
McShorty

P.S. Möchte noch hinterher schicken, dass wohl bei einer landesweiten Bankenschließung oder Auszahlungsrestriktionen die SpKa bzw., deren Kunden/Gläubiger sicher auch nicht besser dastehen.
Ein geweisser Cash Anteil sollte wohl nicht schaden (trotzt der hässlichen Infla für´s Lebensnotwendige)

Hi neo,

Dann ist Sparkasse die sicherste Bank?


Sicherung ist vierstufig: 12 regionale Stützuungsfonds (Umlage 0,3 % der
Position "Verbindlichkeiten gegenüber Nichtbanken" - es ist also
tatsächlich was eingezahlt). Banken kriegen dabei nichts.
Sicherungsreserven der Landesbanken/Girozentralen (etwas weniger schön wie
wir wissen; kann aber auch übersprungen werden). Danach überregionaler
Ausgleich aller Stützungsfonds (sog. Institutssicherung). Schließlich
Gewährträgerhaftung (Gebietskörperschaften, wie Landkreise, Städte,
Gemeinden).

Am besten sind "freie Sparkassen", vorneweg die Hamburger Haspa. Die
gehört niemanden und musste niemals ausschütten, hat seit Bestehen
praktisch nur thesauriert.

Nur wenn es sich um Sparbuch handelt? Oder auch bei Festgeld?


Beides (nur für Private, s.o.), gilt aber nicht für
Inhaberschuldverschreibungen, welche die Spk ausgegeben hat.

Haften alle Sparkassen untereinander? Bundesweit???


Ja, s.o.

Wie ist die Situation bei Volks und Raiffeisenbanken?


Haben ein gleiches System (Sicherungsinstitut des Bundesverbandes der
Vobken und Raiffeisenbanken (BVR), in den 30er Jahren entstanden. Seither
keine negativen Vorfälle. Nach BGB dürfen dort auch Mündelgelder angelegt
werden.

Gruß!

--
Danke an Elli, Chef, HM und igelei für das wunderbare Forum hier!
Seid wachsam auf diesem Narrenschiff!

antworten
 

@dottore, die Gewährträgerhaftung wurde doch abgeschafft,oder?

eddie09 @, Dienstag, 25.03.2008, 07:17 (vor 6525 Tagen) @ dottore

Hallo dottore,

demnach wurde die Gewährträgerhaftung doch abgeschafft, oder sehe ich das falsch.


• Die Gewährträgerhaftung wird abgeschafft.
• Die Anstaltslast, so wie sie derzeit besteht, wird ersetzt
gemäß den folgenden Grundsätzen:
a) Die finanzielle Beziehung zwischen dem öffentlichen
Eigner und dem öffentlichen Kreditinstitut darf sich
nicht von einer normalen wirtschaftlichen Eigentümerbeziehung
gemäß marktwirtschaftlichen Grundsätzen
unterscheiden, so wie der zwischen einem privaten
Anteilseigner und einem Unternehmen in einer Gesellschaftsform
mit beschränkter Haftung.
b) Jegliche Verpflichtung des öffentlichen Eigners zu
wirtschaftlicher Unterstützung des Kreditinstituts und
jeglicher Automatismus wirtschaftlicher Unterstützung
durch den Eigner zu Gunsten des öffentlichen Kreditinstituts
ist ausgeschlossen. Es besteht keine unbeschränkte
Haftung des Eigners für Verbindlichkeiten
des Kreditinstituts. Es ergeht keine Absichtserklärung
oder Garantie, den Bestand des öffentlichen Kreditinstituts
sicherzustellen.
c) Die öffentlichen Kreditinstitute werden den gleichen
Regeln für den Insolvenzfall wie private Kreditinstitute
unterworfen. Ihre Gläubiger werden denen privater
Kreditinstitute gleichgestellt.

Quelle: Verständigung zwischen der EU-Kommission und der Bundesregierung
vom 17. Juli 2001 betreffend Anstaltslast und Gewährträgerhaftung
bei Sparkassen und Landesbanken.

Gruss
Eddie

--
Politik ist so beschaffen, dass faule Früchte nur vom Baum fallen, wenn darunter ein Korb steht, der sie auffängt.

antworten
 

Nochmals Sparkassen

dottore @, Dienstag, 25.03.2008, 08:03 (vor 6525 Tagen) @ McShorty

Hi McShorty,

Gibt es eine Höchstgrenze pro Kunde oder Konto für Einlagen a´la
Tagesgeld, Sparbücher, Termingeld, Giro?

Für Private nicht.

Bei Banken sind es ja die 20k, die nicht rechtlich garantiert bzw.
einklagbar sind.

Das sind die 20k der EU, Deutschland geht bis 30 % des EK einer Bank, kann man beim Bankenverband abfragen, wird einem dann zugemailt.

Gemäß Â§ 6 Abs. 1 des Statuts des Einlagensicherungsfonds sind die Sicht-, Termin- und Spareinlagen einschließlich auf den Namen lautender Sparbriefe jedes einzelnen Kunden bis zur oben genannten Sicherungsgrenze voll geschützt. Vom Schutz des Einlagensicherungsfonds jedoch nicht erfasst sind Inhaberpapiere, insbesondere auf den Inhaber lautende Schuldverschreibungen.

http://www.bdb.de/html/verband/einlagensicherung.asp

Gibt es bei Sparkassen verbindlichen Rechtanspruch? (normale rechtl.
Verhältnisse vorausgesetzt, keine Krieg oder Chaos)

Soweit ich weiß: Ja, im Rahmen des mehrstufigen Sicherungssystems.

Sie halten also die Sparkassen für 100pro sicher, richtig? Ich glaube
Ihnen das schon.

Falls alle Banken schließen sollten (Bankfeiertage), sind die wohl auch zu.

Aber kann man das irgendwo in Statuten oder so detailiert nachlesen? Muß
nämlich auch noch Verwandte/Freunde davon überzeugen.

Dazu $ 4 Sparkassengesetz:

"Sparkassenverordnung und Sparkassensatzung

(1) Das fachlich zuständige Ministerium wird ermächtigt, im Einvernehmen mit dem für das Kommunalrecht zuständigen Ministerium durch Rechtsverordnung (Sparkassenverordnung) zu bestimmen, dass Sparkassen bestimmte bankübliche Geschäfte nicht oder nur unter bestimmten Voraussetzungen betreiben dürfen, sofern dies zur Beschränkung des Geschäftsrisikos erforderlich ist. Dabei können Kredite, Anlagen in Wertpapieren und Forderungen sowie Beteiligungen beschränkt werden.

(2) Die Träger regeln im Rahmen der Gesetze die Angelegenheiten der Sparkasse durch eine Satzung (Sparkassensatzung)."

Also muss jede Satzung im einzelnen studiert werden.

Welche Sparkassen sind denn noch frei und sehr (top) solide finanziert?

Es gibt so ca. 8 bis 10 freie in Norddeutschland, die Haspa ist die mit Abstand größte.

Die Sparkasse in Bremen viell. auch?

Kenne ich leider nicht.

P.S. Möchte noch hinterher schicken, dass wohl bei einer landesweiten
Bankenschließung oder Auszahlungsrestriktionen die SpKa bzw., deren
Kunden/Gläubiger sicher auch nicht besser dastehen.

Ja, sie kämen dann vorübergehend nicht an ihre Einlagen.

Ein gewisser Cash Anteil sollte wohl nicht schaden (trotzt der hässlichen
Infla für´s Lebensnotwendige)

Ja + Gruß!

antworten
 

Ja, gilt aber nicht für Geschäfte ante 2001

dottore @, Dienstag, 25.03.2008, 08:28 (vor 6525 Tagen) @ eddie09

Hi eddie09,

demnach wurde die Gewährträgerhaftung doch abgeschafft, oder sehe ich das
falsch.

Nein, korrekt. Ich hatte selbst früher schon mal darauf hingewiesen.

• Die Gewährträgerhaftung wird abgeschafft.

Ja, aber, wie gesagt nicht rückwirkend.

• Die Anstaltslast, so wie sie derzeit besteht, wird ersetzt
gemäß den folgenden Grundsätzen:
a) Die finanzielle Beziehung zwischen dem öffentlichen
Eigner und dem öffentlichen Kreditinstitut darf sich
nicht von einer normalen wirtschaftlichen Eigentümerbeziehung
gemäß marktwirtschaftlichen Grundsätzen
unterscheiden, so wie der zwischen einem privaten
Anteilseigner und einem Unternehmen in einer Gesellschaftsform
mit beschränkter Haftung.
b) Jegliche Verpflichtung des öffentlichen Eigners zu
wirtschaftlicher Unterstützung des Kreditinstituts und
jeglicher Automatismus wirtschaftlicher Unterstützung
durch den Eigner zu Gunsten des öffentlichen Kreditinstituts
ist ausgeschlossen. Es besteht keine unbeschränkte
Haftung des Eigners für Verbindlichkeiten
des Kreditinstituts. Es ergeht keine Absichtserklärung
oder Garantie, den Bestand des öffentlichen Kreditinstituts
sicherzustellen.
c) Die öffentlichen Kreditinstitute werden den gleichen
Regeln für den Insolvenzfall wie private Kreditinstitute
unterworfen. Ihre Gläubiger werden denen privater
Kreditinstitute gleichgestellt.

Alles völlig richtig, auch die Quelle.

Als viertes "Sicherungssystem" ist die Gewährträgerhaftung weggefallen, allerdings sind die Sparkassen über die Entschädigungseinrichtung deutscher öffentlicher Banken GmbH direkt oder indirekt gesichert. Das wäre Punkt 4 gewesen:

http://www.voeb.de/de/ueber_uns/

Gruß!

antworten
 

Sparkasse pfui - Sparkasse hui!

MariaBitterlich @, Dienstag, 25.03.2008, 09:15 (vor 6525 Tagen) @ neo

Ich hatte lange Zeit ein Tagesgeldkonto bei der 1822direkt (Sparkasse). Nach einer Eichelburg-Warnung (siehe unten) habe ich dann alles auf andere Tagelsgeldkonten umgebucht und natürlich auch meine Verwandschaft entsprechend instruiert.

Nun also doch volles Kommando zurück. Mal sehen, wie auf hartgeld darüber berichtet wird.

"Neu 2008-03-08:

[21:30] Steigt Rauch bei einer Direktbank auf? - Leserzuschrift-DE:

Heute Samstag Mittag (!) wurde ich von einer „Beraterin“ der 1822direkt-Bank angerufen, die mir unter dringendem Hinweis auf z.Zt. äußerst günstige Guthabenzinsen eine Neuanlage bei dieser Bank schmackhaft machen wollte. Im Rückblick auf frühere, ähnlich lautende Mitteilungen von Hartgeld.com Lesern kann die Schlussfolgerung nur lauten, dass bei dieser Bank offensichtlich bereits der Rauch aufsteigt und dieselbe dringendst „cash“ benötigt.

Ob die Ursache für diese aggressiven Werbemethoden in den Landesbank Verlusten, für die die Mutterbank Sparkasse Frankfurt mithaften muss, oder in eigenen Mistspekulationen liegt, ist für die Kunden letztlich sekundär:

Dringender Rat an alle Noch-Kunden dieser Bank: Freunde, holt schleunigst Eure Guthaben dort ab, rette sich wer noch kann !

Ich selbst habe im Anschluss an Ihre Wiener Seminare im Juli 2007 meine sämtlichen, dortigen Guthaben konsequent in „echtes Geld“ umgetauscht, mit bisher sehr befriedigendem Erfolg:

Meine Edelmetall-Positionen haben seither in ca. 8 Monaten einen Gewinn von rd. 20 % netto gebracht, und das incl. An- und Verkaufsspreads und der MWST. bei Silber. Das sind hochgerechnet mind. 30 – 35 % pro Jahr im Vergleich zu mickrigen max. 4 % bei dieser direkt-Bank !!!

Damit haben sich Ihre Seminarkosten für mich schon –zig fach amortisiert, das beruhigende Gefühl einer richtigen Finanzentscheidung ist ohnehin unbezahlbar.

Noch einmal besten Dank für Ihre einmalige Beratung und weiterhin „Glück auf“ für Hartgeld.com !

Die scheinen "knapp bei Kasse" zu sein. Wo sie wohl das Kundengeld hineingesteckt haben?

PS: Danke für den Hinweis: meine Seminare zahlen sich wirklich aus."

antworten
 

Selbsterfüllende Prophezeiung...

HW71 @, Dienstag, 25.03.2008, 11:07 (vor 6525 Tagen) @ MariaBitterlich

Ich hatte lange Zeit ein Tagesgeldkonto bei der 1822direkt
(Sparkasse). Nach einer Eichelburg-Warnung (siehe unten) habe ich dann
alles auf andere Tagelsgeldkonten umgebucht und natürlich auch meine
Verwandschaft entsprechend instruiert.

Jo - sowas ähnliches war auch schonmal bzgl. der ING-DiBa bei Hartgeld.com zu lesen. Und zwar wegen der VISA-Direct-Card, mit der man an jedem Geldautomaten kostenlos Geld von seinem ING Girokonto abheben können soll.
Probleme hatte damals ein Hartgeld.com Leser allerdings mit dieser Karte, weil er nach Überweisungen auf sein ING Girokonto mit der Visa-Karte an diversen Automaten kein Geld abheben konnte.

Aussage damals von Hr. Eichelburg: die haben Liquiditätsprobleme => räumt die Konten bei dieser Bank - rette sich wer kann...

Nunja: ich bin ebenfalls bei dieser Bank und habe mal tel. dort angefragt, an was es liegen könnte, wenn man mit der VISA-Karte kein Geld bekommt. Aussage von ING: VISA und ING gleichen den Kontostand nicht sofort ab, sondern ein paar Tage zeitverzögert - deshalb kann es vorkommen, dass Gutschriften nicht sofort berücksichtigt werden. In so einem Fall kann man allerdings tel. den Abgleich triggern und kommt anschließend sofort an's Geld.

Ich hatte mehrmals Hr. Eichelburg angemailt und ihn gebeten, diesen Umstand ebenfalls auf seiner Seite zu posten - leider scheint das allerdings nicht in's Konzept zu passen, denn bisher habe ich davon nichts gelesen :(

Naja - so haben wenigstens ein paar Leser ihr Geld dort abgezogen und "gerettet" - wenn das noch mehr machen, gibt es irgendwann vielleicht wirklich Liquiditätsprobleme - obwohl die Bank eigentlich gar keine Probleme hatte...

Eichelburgs Sammlung an Informationen in allen Ehren - seine penetrante Art, mit der er allerdings den Crash quasi herbeiredet, ist mir allerdings zuwider. Insbesondere dann, wenn wie oben geschildert eine andere Darstellung der Ereignisse schlichtweg ignoriert wird.

antworten
 

Sparkassen und Schieflagen

Morpheus @, Dienstag, 25.03.2008, 13:23 (vor 6525 Tagen) @ neo

Also vorweg:

Ich arbeite nicht bei einer Sparkasse aber habe des öfteren Mal mit diesen zu tun.

Die deutschen Sparkassen sind zusammen "die größte Bank" der Welt. Sie sind was die Bilanzsumme betrifft deutlich größer als die Citibank. Alles nachzulesen in der letzten Pressekonferenz vom DSGV (Bundesverband).

Wenn es bei den Sparkassen zu Problemen kommt, dann gibt es eine Zusage der Übernahme auf Ebene des gesamten Instituts (Anstalt öffentlichen Rechts), keine Zusage auf Auszahlung von Kunden oder Einlagen. Das ist der wesentlichste Unterschied der Sicherungsmechanismen.
Das wurde in den letzten Jahren bundesweit so einige Male erfolgreich praktiziert. Der Vorteil in der aktuellen Krise scheint mir bei den kleinen Sparkassen mit überwiegendem Passiv-, d.h. Einlagengeschäft zu liegen. Sparkassen sind überwiegend kleine in der Region verwurzelte (öffentliche) Unternehmen. Die ganz große Mehrheit macht nur Geschäfte, die sie auch verstehen und sind deshalb wahrscheinlich nicht in amerikanischem Schrott drin. Viele Sparkassen klagen derzeit eher darüber, dass sie keine Kredite mehr vergeben können. Eben weil ihre Kriterien immer schon eher strenger waren als die von z.B. der GE-Moneybank. Die wollen ihr Geld eben schon sicher zurückbekommen. Ausfälle durch einzelne Großkundenpleiten der jeweiligen Region können allerdings auch eine ja eher kleinere Sparkasse in Schwierigkeiten bringen. Dann greift die Sicherung. Insgesamt sind die Sparkassen häufig eher passivlastig, d.h. haben mehr Einlagen als Kredite. Da die Einlagen aber auch nicht wahnsinnig hoch verzinst werden, müssen sie nicht in Schrott angelegt werden und sind deshalb wahrscheinlich relativ sicher untergebracht. Sparkassen müssen keine Gewinne machen - also keine großen - sondern nur in soweit, um das eigene Geschäft langfristig stabil zu gestalten.

Ist bei den Genossen vergleichbar, obwohl ich mich da nicht ganz so gut auskenne.

Die "privaten" sind da allerdings ganz anders und deren Sicherung ist durchaus fragwürdig. Denen waren die Sparkassen nicht zu letzt deshalb immer ein Dorn im Auge. Sie haben versucht sie so gut wie möglich zu bekämpfen und sind dabei mit Hilfe der EU recht weit gekommen. Trotzdem werden wir in Deutschland mit unserem kleinteiligem Banksystem aus Sparkassen und Volksbanken wahrscheinlich noch am besten aus der kommenden Krise rauskommen. Am billigsten sind Bankleistungen wegen des Wettbewerbs bei uns alle mal.
Ich halte die Sparkasse oder auch Voba um die Ecke für deutlich besser als jede anonyme Großbank mit Entscheidern, die nichts aber auch gar nichts mit "meinen persönlichen (bescheidenen) Gelddimensionen" anfangen können. Das ist bei den Regionalbanken ganz anders. Die sind Mittelständler und die meisten von uns sind selbst bei kleineren Unternehmen beschäftigt. Da sind die Mitarbeiter und die Chefs näher am Geschäft als bei den Konzernen.

Also, was man bei Herrn Eichelburg (hartgeld) zu den Sparkassen liest, ist leider ziemlicher Unsinn. Auch wenn ein Automat mal nicht funktioniert. In Bayern wurden gerade im letzten Jahr viele Sparkassen komplett an ein anderes Rechenzentrum überführt. Das kann schon mal technische Probleme erzeugen. Sonst möchte ich die Qualität von hartgeld.com allerdings nicht in Frage stellen. Ich schätze die dortigen Informationen sehr.

Gruß Morpheus

--
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warum unser System nicht funktionieren kann

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@dottore Gewerbliche ?

neo, Dienstag, 25.03.2008, 15:16 (vor 6525 Tagen) @ dottore

Danke Dottore,

und welche Möglichkeiten bieten sich Gewerblichen Kunden?

Gibt es in dem Fall auch Schutz bei der Sparkasse, Volksbank oder Raiffeisenbank?

Und wenn ja bis zu welchcer Höhe?

Falls nicht .. was bleibt?

Danke

Gruss

Neo

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