LVZ: Faule US-Kreditgeschäfte könnten deutsche Bankenwelt mit über 75
LVZ: Faule US-Kreditgeschäfte könnten deutsche Bankenwelt mit über 75
Milliarden Euro belasten
Leipzig (ots) - Deutsche Top-Manager aus der Bankenwelt und der
Politik, die sich teilweise auf den national mächtigsten
Finanzmanager, Deutsche Bank-Chef Josef Ackermann, stützen,
befürchten für Deutschland im Zuge der US-Bankenkrise eine
dramatische Zuspitzung der Situation. Nach inoffiziellen Schätzungen,
die nach einem Bericht der "Leipziger Volkszeitung" (Freitag-Ausgabe)
auch der Bundesregierung bekannt sind, ist nicht auszuschließen, dass
in Deutschland insgesamt 75 bis 90 Milliarden Euro an faulen
Kreditwerten abzuschreiben sein könnten. Auf gut 180 Milliarden Euro
wird das auf Deutschland entfallende Banken-Depot mit US-Bezug
veranschlagt - das entspricht rund einem Fünftel der in den USA
aufgelaufenen faulen Immobilien-Kreditgeschäfte. Nur höchstens die
Hälfte davon sei derzeit noch "werthaltig", warnen hochrangige
Bankexperten.
Die auf bis zu 90 Milliarden Euro veranschlagte Risikosumme entfällt
zum größten Teil auf Risikogeschäfte unter der Verantwortung der
Landesbanken. Damit geraten die öffentlichen Haushalte in
unmittelbare Risiko-Verantwortung. Nach bisher inoffiziellen
Auflistungen, die in diesen Tagen abgeschlossen werden, gelten
beispielsweise allein bei der Westdeutschen Landesbank noch
Kreditverpflichtungen von rund 30 Milliarden Euro als
problembehaftet. Auf rund 20 Milliarden Euro ist das bereits von der
Landesbank Baden-Württemberg einverleibte riskante Kreditgeschäft der
ehemaligen Sachsen-LB veranschlagt. In gleicher Höhe gilt auch die
Bayerische Landesbank als "belastet". Offiziell hat die Bayerische
Landesbank aber erst knapp 2,9 Milliarden Euro an
Nachfinanzierungsbedarf errechnet. In Kreisen der Bundesregierung
wird, dem Bericht zufolge, schon vor allgemein drohender Panik und
Hysterie gewarnt.
Originaltext: Leipziger Volkszeitung
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