Transrapid: Patentrechte werden jetzt verscherbelt
siehe:
http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,543865,00.html
Wohlgemerkt: Wenn die mal weg sind, erlischt das Recht, den Transrapid irgendwo auf der Welt zu bauen, für immer. Alle Rechte liegen dann beim neuen Erwerber.
Chinesen längst geschenkt
GutWetterTrader, Freitag, 28.03.2008, 02:56 (vor 6523 Tagen) @ sensortimecom
Wer sollte das kaufen, was sie den Chinesen längst geschenkt haben?
Warum 3,6 Mrd. für Vorzeigetechnologie, wenn man das 20ig fache den Banken reinschmeissen kann (oT)
VictorX, Freitag, 28.03.2008, 03:03 (vor 6523 Tagen) @ sensortimecom
- kein Text -
Verständlich, nur kann man damit nicht alles 'fordern'?
Spartakus, Freitag, 28.03.2008, 03:49 (vor 6523 Tagen) @ VictorX
Wenn offentliche Milliarden bei den Banken versenkt werden und zudem noch ohne große mediale Aufmerksamkeit, so ist da ohne Frage Kritik gestattet, um es mal milde zu formulieren. Aber das rechtfertigt dennoch keine Milliardenförderungen für zweifelhafte Technologien. Wie viel Geld wurde denn schon in die Entwicklung gepulvert?
Und wofür? Für ein Produkt was technisch zwar ohne Frage begeistern kann, aber praktisch leider keinen Nutzen hat. Auf Kurzstrecken macht eine Magnetbahn keinen Sinn, in München wäre eine Direkt-S-Bahn zum Flughafen vielleicht 5 Min. langsamer, aber 3 Mrd. billiger. Eine Mitteldistanz wie München-Nürnberg, der ICE braucht knapp über ne Stunde. Wenn der Transrapid das in 45min. schafft ist mir aber nicht geholfen. Durch den verkümmerten Nahverkehr brauche ich eh länger um überhaupt zum Abfahrtsbahnhof zu kommen.
Und bei größeren Entfernungen, war gerade letzte Woche in Berlin, der Flug kam 50 min., im Nahverkehr oder selbst beim Check-In ging jeweils mehr Zeit drauf. Und wie will man mit 200€ für Hin/Rückflug für 2 Personen mit Lufthansa konkurrieren? Mir fehlen beim Transrapid einfach die Vorteile. Nicht schnell genug gegenüber einer modernen ICE-Strecke. Zu teuer im Bau, zu wenig Kapazität und auf größeren Strecken wieder hoffnungslos gegen das Flugzeug.
Ohne öffentliche Fördermilliarden, wäre die Technologie vermutlich niemals soweit entwickelt worden, weil sie schlicht nicht konkurrenzfähig ist.
Tut mir leid, aber das ist mir etwas zu kurzsichtig gedacht!
Achilles, Dienstag, 01.04.2008, 05:18 (vor 6519 Tagen) @ Spartakus
Wenn offentliche Milliarden bei den Banken versenkt werden und zudem noch
ohne große mediale Aufmerksamkeit, so ist da ohne Frage Kritik gestattet,
um es mal milde zu formulieren. Aber das rechtfertigt dennoch keine
Milliardenförderungen für zweifelhafte Technologien. Wie viel Geld wurde
denn schon in die Entwicklung gepulvert?
Wieviel Geld (umgerechnet in heutige Werte) wurde wohl für die Entwicklung und ersten Einsatz der ersten Eisenbahn aufgebracht, oder des Düsenflugzeugs oder der ersten Rakten. Das sind neben dem Ottomotor im übrigen alls deutsche Erfindungen. Das der erste Pilot-Einsatz einer solchen Technologie kostspielig sein wird, aufgrund von nicht vorhandenen Größeneffekten, liegt wohl auf der Hand.
Im übrigen sei erwähnt, dass der Projekt des ersten bemannten Mondfluges der USA in den 60er Jahren die Hälfte des US Haushaltsbugets eines Jahres verschlingen sollte. Dennoch hat man es gemacht... obwohl der unmittelbare Nutzen für das Land sicher weniger auf der Hand lag als heute beim Transrapid. Aber dieses Projekt hat die USA technologisch an die Weltspitze katapultiert. Große Unternehmen wie Intel, HP und IBM sind entweder in diesem Projekt entstanden oder es hat sie nach vorne katapultiert. Das WWW ist ein Kind dieses Projekts.
Es geht beim Transrapid nicht darum eine winzige Strecke in Bayern zu bauen, sondern darum, ob irgendwann alle Fernstrecken in Deutschland/Europa mit dem Transrapid zu befahren sind!
Und wofür? Für ein Produkt was technisch zwar ohne Frage begeistern kann,
aber praktisch leider keinen Nutzen hat. Auf Kurzstrecken macht eine
Magnetbahn keinen Sinn, in München wäre eine Direkt-S-Bahn zum Flughafen
vielleicht 5 Min. langsamer, aber 3 Mrd. billiger. Eine Mitteldistanz wie
München-Nürnberg, der ICE braucht knapp über ne Stunde. Wenn der
Transrapid das in 45min. schafft ist mir aber nicht geholfen. Durch den
verkümmerten Nahverkehr brauche ich eh länger um überhaupt zum
Abfahrtsbahnhof zu kommen.
Warum das Flugzeug soviel billiger ist als ein Zug, kann ich nicht beurteilen. In jedem Fall kann es nicht mit den betriebstwirtschaftlichen Kosten des Zugbetriebs zusammenhängen... sondern mit den Kosten des gesamten Schienennetzes. In jedem Fall ist der Transrapid das Fortbewegungsmittel mit der höchsten Energieeffizienz. Über CO-2 Emissionen will ich garnicht reden. Beim Transrapid liegen Öknonomie und Ökologie außnahmsweise mal nicht im Widerspruch. Ich empfehle mal folgenden Link zur Durchsicht:
http://www.vdi-mittelhessen.de/docs/Transrapid-VDI.pdf
Und bei größeren Entfernungen, war gerade letzte Woche in Berlin, der Flug
kam 50 min., im Nahverkehr oder selbst beim Check-In ging jeweils mehr Zeit
drauf. Und wie will man mit 200€ für Hin/Rückflug für 2 Personen mit
Lufthansa konkurrieren? Mir fehlen beim Transrapid einfach die Vorteile.
Nicht schnell genug gegenüber einer modernen ICE-Strecke. Zu teuer im Bau,
zu wenig Kapazität und auf größeren Strecken wieder hoffnungslos gegen das
Flugzeug.
In der obigen Präsentation kann man auch gerne nachlesen wie große der Zeitvorteil beim Transrapid ggü. allen anderen Verkehrsmitteln ist... eben bei mitteleren innerdeutschen Strecken, wie z.B. Frankfurt - München. Da würde man mit dem Transrapid Non-Stop ca. 70 Minuten benötigen (Check-In entfällt dabei). Wie lange brauchst Du mit dem Flugzeug vom Betritt des Fluhafens FRA bis zum Ausstritt aus dem Flughafen MUC? Und dann bist Du in München noch lange nicht in der Stadt... Weil Dich eben kein Transrapid in 10 Minuten dorthin bringt.
Ohne öffentliche Fördermilliarden, wäre die Technologie vermutlich niemals
soweit entwickelt worden, weil sie schlicht nicht konkurrenzfähig ist.
Lange Rede, kurzer Sinn: In allen Studien zur Attraktivität des Standortes liegt Deutschland ganz gut. Warum? Nicht wegen den günstigen Arbeitskräften - bestimmt nicht, auch andere Faktoren sind nicht entscheidendn im Vergleich zur Logistik und Transport. Da waren wir immer die Nummer 1 - und sind es zum Glück immer noch. Wir sollten an unseren Stärken arbeiten, dann müssen wir auch nicht die Löhne für einfache Arbeit auf 1 Euro senken! Das ist meine tiefe Überzeugung.
Besser heute ein paar Mrd. von China einnehmen als später gar nix
Dazulerner, Freitag, 28.03.2008, 03:57 (vor 6523 Tagen) @ sensortimecom
Bevor die ihre eigene Magnetschwebebahn fertig "entwickelt" haben und auf das deutsche Patent nicht mehr angewiesen sind, denn bekanntlich werkeln die seit 2006 daran.
Warum fragt man die Steuerzahler nicht VOR der Entwicklung
heller
, Freitag, 28.03.2008, 08:04 (vor 6523 Tagen) @ sensortimecom
Der Transrapid wurde m.E. völlig am Bedarf vorbei entwickelt. Mit Steuergeldern. Wir haben in Deutschland eines der dichtesten Schienennetze und sind gleichzeitig auch dicht besiedelt mit diversen natürlichen Hindernisse für weitere beliebige Trassen.
Wäre der Transrapid vor 20 Jahren auf breiter Basis in Deutschland eingeführt worden, hätte man jährliche gigantische Verluste geschrieben, da gleichzeitig die Flugpreise in den Keller gerutscht sind. Außerdem hätten sich Transrapid und ICE gegenseitig das Leben schwergemacht.
Was soll also so eine unsinnige Entwicklung von etwas Überflüssigem?
Die Steuerzahler hätten schon vor Beginn der Entwicklungsarbeiten "Nein" gesagt, aber auf die hört ja bekanntlich kein Schwein.
Jetzt sollte der Transrapid gegen den Willen der breiten Bevölkerung in München gebaut werden. Welch eine mittelalterliche Politkultur!
Das Transrapid-Fiasko war von Anfang an absehbar. Eine Dummheit ähnlich der Subprime-Blase.
Es gibt hundert andere Technologien, mit denen Deutschland seine Brötchen verdienen kann. Wir brauchen nicht jeden Hirnfurz, den ein subventionsgeiler Konzern gebiert, in die Tat umsetzen.
