Ausser Schweinebäuche alle Commodities tief ROT
Emerald, Freitag, 28.03.2008, 09:20 (vor 6522 Tagen)
Scheinbar stehen wir kurz vor dem (CBB) Commodity - Bubble - Bursting
Dies dürfte vor allem den Aktien zugute kommen, weil die rasch folgenden
Gewinn-Realisationen neue Anlagen suchen müssen. Aktien sind SCHEINBAR billig?
Orangen-Saft und Heating Gas heute noch stabil !
Emerald.
PS:
CEE-BEE-BEE ?
You will see!
Dieser Sturm geht auch vorbei - und ich bin dann wieder dabei
Nachfrager, Freitag, 28.03.2008, 09:41 (vor 6522 Tagen) @ Emerald
Silber möcht ich gern auf 15 sehn, um dann kräftig long zu gehn.
Denn eines ist doch sonnenklar: nach der Pause wird es wunderbar
Scheinbar stehen wir kurz vor dem (CBB) Commodity - Bubble - Bursting
Dies dürfte vor allem den Aktien zugute kommen, weil die rasch folgenden
Gewinn-Realisationen neue Anlagen suchen müssen. Aktien sind SCHEINBAR
billig?
Orangen-Saft und Heating Gas heute noch stabil !Emerald.
PS:CEE-BEE-BEE ?
You will see!
R E I S ! Droht ein neues 1789?
dottore
, Freitag, 28.03.2008, 10:32 (vor 6522 Tagen) @ Nachfrager
Hi Nachfrager,
Deine Silberprobleme in Ehren und auch @Emeralds Beobachtungen. Doch für 2,5 Mrd Menschen wird's jetzt bitterernst. Ihr Grundnahrungsmittel ist Reis und dessen Preis hat sich seit Jahresanfang verdoppelt. Die Bestände sind auf ATL seit 1976.
In dieser Woche kam ein besonders heftiger Preisschub (Tonne plus 30 Prozent), weil Ägypten die Exporte gestoppt hat. Indien hat seinen Exportzoll ein weiteres Mal angehoben, um Reis (non-basmati-Sorte) im Land zu halten.
Die Philippinen, größter Importeur, sucht verzweifelt in vietnamesischen und thailändischen Lägern. Wie's in China ausschaut, lässt sich nur vermuten. Dort sollen die Preise für sämtlich Grundnahrungsmittel y/y um ca. 20 % gestiegen sein - falls die amtliche Statistik nicht vorolympisch schönt.
Lt. FT dürften demnächst in diversen Ländern "Revolten" ausbrechen. Die Lage scheint extrem spannungsgeladen.
Ich darf in diesem Zusammenhang nochmals an den Ausbruch der Französischen Revolution 1789 erinnern: Am Tag, als die Bastille (endlich) gestürmt wurde, lag der Brotpreis auf ATH und die Menschen hatten zu wenig "Kuchen" (Marie-Antoinette), um sich daran satt zu essen.
Die Preisentwicklung bei Weizen ist ebenfalls unerfreulich. Y/y von 400 USD auf über 1030, lag allerdings in diesem Jahr schon bei knapp 1300 (Doppel-Top).
Auch Afrika stöhnt: Aus Kamerun, Burkina Faso und dem Senegal wurden schon erste "Hungerunruhen" gemeldet.
Während alle noch auf Banken und Kreditkrise starren, kommt also das nächste Problem um die Ecke und dieses erscheint nicht minder groß zu sein. Wer Hunger kennt, weiß, wovon die Rede ist.
Sorry for that + traurigen Gruß!
Für meine SUVs kommt nur feinster Biodiesel in Frage... ;-) (oT)
Jermak
, Freitag, 28.03.2008, 10:44 (vor 6522 Tagen) @ dottore
- kein Text -
Hungerrevolten? wg. dem bisschen Preisansteig? Immer mit der (Friedhofs-)Ruhe - mGmLmT
McShorty
, Nürd-Mütryx fün Dülbünyen, Freitag, 28.03.2008, 14:43 (vor 6522 Tagen) @ dottore
Hallo,
für 2,5 Mrd Menschen wird's jetzt bitterernst. Ihr Grundnahrungsmittel ist
Reis und dessen Preis hat sich seit Jahresanfang verdoppelt. Die Bestände
sind auf ATL seit 1976.In dieser Woche kam ein besonders heftiger Preisschub (Tonne plus 30
Prozent), weil Ägypten die Exporte gestoppt hat. Indien hat seinen
Exportzoll ein weiteres Mal angehoben, um Reis (non-basmati-Sorte) im Land
zu halten.
Ganz ehrlich? Die Schlitzaugen, Gelb-, Dunkel- und Schwarzhäute sollen sich mal nicht so anstellen, schon gar nicht am Reisstand oder Bäckerladen. Hätte schlimmer kommen können!
Sollte der verdammte Bildlink nicht hinhauen - bitte hier klicken!
Wenn denen Reis zu teuer ist, sollen die doch Weizen nehmen!
![[image]](http://charts.quote.com/cis/fsspon?cont=W&period=W&size=1250x880&bartype=CANDLE&bardensity=LOW&headerbackground=(221,221,221)&headerforeground=(102,102,102)&headerdatacolor=(0,1,125)&studyheaderbackground=(221,221,221)&showextendednames=true&random=8615.png)
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Wie auch zu teuer? Nögler, hat doch immerhin schon mehr als 20 % vom ATH korrigiert!
Man, dann esst doch irgend eine Sojapampe!
![[image]](http://charts.quote.com/cis/fsspon?cont=S&period=W&size=1250x880&bartype=CANDLE&bardensity=LOW&headerbackground=(221,221,221)&headerforeground=(102,102,102)&headerdatacolor=(0,1,125)&studyheaderbackground=(221,221,221)&showextendednames=true&random=4052.png)
Sollte der verdammte Bildlink nicht hinhauen - bitte hier klicken!
War doch ´ne nette Korrektur - das sind Kauf- sorry, ich meine Fresskurse!
Lt. FT dürften demnächst in diversen Ländern "Revolten" ausbrechen. Die
Lage scheint extrem spannungsgeladen.
Hungerrevolten? Wegen steigender Profits? Wie undankbar!
Dann haut euch doch Kellog´s rein - ihr Spielverderber!
Sollte der verdammte Bildlink nicht hinhauen - bitte hier klicken!
Finde ich echt noch günstig, hat einen gewissen time and price lag. Viell. sollten die wie Mastvieh echt mehr Corn fressen!
Und wenn alles nicht hilft, sollten die viell. mal auf Nudeln umsteigen. Oh, shit da hat sich die Tonne Spireli ja bei Feinkost Albrecht auch von 580 Eurotz auf 1.100 Eurotz erhöht - von einen Tag auf den anderen! Schon vergessen? Ach, gar nicht erst gemerkt? Wieso regt sich darüber eigentlich keiner auf?
Dagegen ist Corn/Mais echt spottbillig! Was sollen da erst die ganzen Italiener sagen? Meckern die etwa irgendwie rum?
Leute, alles halb so wild, regt euch wieder ab! Bankenkrise, Game Over, Hungerevolten, baahh, alles VT vom lieben "Dottore"! Alles wird gut!
Sorry for that + traurigen Gruß!
Ebenso traurig und wütend,
McShorty
P.S. alles
und sorry für den reißerischen Betreff.
Nestle`Chef sinngemäß: Biosprit ist Mord und Umweltzerstöung pur
Frage? wann haut den Öko-Faschisten mal einer kräftig auf´s Maul?
P.P.S. @ Mods, wie verlinkt man hier vernüftig png-Bilder? Kann man nicht viell. auf´s Gelbe hochladen und verlinken?
Weizen
![[image]](http://c.onvista.de/h_kl.html?PERIOD=5&VOL=0&ID_NOTATION=10688553.gif)
Soja
![[image]](http://c.onvista.de/h_kl.html?PERIOD=5&VOL=0&ID_NOTATION=11040159.gif)
Mais/Corn
![[image]](http://c.onvista.de/h_kl.html?PERIOD=5&VOL=0&ID_NOTATION=11887148.gif)
--
Danke an Elli, Chef, HM und igelei für das wunderbare Forum hier!
Seid wachsam auf diesem Narrenschiff!
Hat Bernanke auch eine 'Ernährungsmaschine'?
dottore
, Samstag, 29.03.2008, 06:22 (vor 6521 Tagen) @ McShorty
Hi McShorty,
die Sache schaut wirklich nicht gut aus.
Hier die NYT dazu:
Somalia’s Government Teeters on Collapse
By JEFFREY GETTLEMAN
Published: March 29, 2008
MOGADISHU, Somalia — The trouble started when government soldiers went to the market and, at gunpoint, began to help themselves to sacks of grain last week.
Islamist insurgents poured into the streets to defend the merchants. The government troops took heavy casualties and retreated all the way back to the presidential palace, supposedly the most secure place in the city. It, too, came under fire.
Mohamed Abdirizak, a top government official, crouched on a balcony at the palace, with bullets whizzing over his head. He had just given up a comfortable life as a development consultant in Springfield, Va. His wife thought he was crazy. Sweat beaded on his forehead.
“I feel this slipping away,†he said.
By its own admission, the Transitional Federal Government of Somalia is on life support. When it took power here in the capital 15 months ago, backed by thousands of Ethiopian troops, it was widely hailed as the best chance in years to end Somalia’s ceaseless cycles of war and suffering..."
Hier das WSJ:
High Rice Cost Creating Fears of Asia Unrest
By KEITH BRADSHER
Published: March 29, 2008
HANOI — Rising prices and a growing fear of scarcity have prompted some of the world’s largest rice producers to announce drastic limits on the amount of rice they export.
The price of rice, a staple in the diets of nearly half the world’s population, has almost doubled on international markets in the last three months. That has pinched the budgets of millions of poor Asians and raised fears of civil unrest.
Shortages and high prices for all kinds of food have caused tensions and even violence around the world in recent months. Since January, thousands of troops have been deployed in Pakistan to guard trucks carrying wheat and flour. Protests have erupted in Indonesia over soybean shortages, and China has put price controls on cooking oil, grain, meat, milk and eggs.
Food riots have erupted in recent months in Guinea, Mauritania, Mexico, Morocco, Senegal, Uzbekistan and Yemen. But the moves by rice-exporting nations over the last two days — meant to ensure scarce supplies will meet domestic needs — drove prices on the world market even higher this week.
This has fed the insecurity of rice-importing nations, already increasingly desperate to secure supplies. On Tuesday, President Gloria Macapagal Arroyo of the Philippines, afraid of increasing rice scarcity, ordered government investigators to track down hoarders.
The increase in rice prices internationally promised to put more pressure on prices in the United States, which imports more than 30 percent of the rice Americans consume, according to the United States Rice Producers Association. The price that consumers pay for rice has already increased more than 8 percent over the last year.
But the United States is fortunate in also exporting rice; poor countries ranging from Sengal in West Africa to the Solomon Islands in the South Pacific are heavily dependent on imports and now face higher bills.
Vietnam’s government announced here on Friday that it would cut rice exports by nearly a quarter this year. The government hoped that keeping more rice inside the country would hold down prices.
The same day, India effectively banned the export of all but the most expensive grades of rice. Egypt announced on Thursday that it would impose a six-month ban on rice exports, starting April 1, and on Wednesday, Cambodia banned all rice exports except by government agencies.
Governments across Asia and in many rice-consuming countries in Africa have long worried that a steep increase in prices could set off an angry reaction among low-income city dwellers.
“There is definitely the potential for unrest, particularly as the people most affected are the urban poor and they’re concentrated, so it’s easier for them to organize than it would be for farmers, for example, to organize to protest lower prices,†said Nicholas W. Minot, a senior research fellow at the International Food Policy Research Institute in Washington..."
Summa: Wir haben neben der Weltbanken- jetzt auch eine Welternährungskrise. Die lässt sich nicht mit ZB-Milliarden zupflastern. Bernanke Druckmaschine in allen Ehren - doch wo hat er wohl seine Nahrungsmittelmaschine stehen?
Ich halte das Hungerrevolten-Problem für extrem explosiv: Die Banken kann der Steuerzahler (ungefragt) bailouten und wird das stumm-ergeben über sich hinwegziehen lassen, zumal er es nicht selbst bezahlen muss, sondern - wie üblich - der "spätere" Steuerzahler via Staatsverschuldung.
Das Bankenproblem ist sozusagen ein "Future"-Problem. Das Hungerproblem dagegen entlädt sich "spot". Den Gläubiger (Kontraktschuldner) kann man vertrösten. Beim Urschuldner geht das nicht.
Gruß!
Dottore: Meister der negativen News
Matterhorn, Samstag, 29.03.2008, 06:29 (vor 6521 Tagen) @ dottore
> Hi McShorty,
[quote]
die Sache schaut wirklich nicht gut aus.
[/quote]
Lieber @dottore
Deiner Ansicht nach schaut es nie, nie, aber auch gar nie gut aus. Jedesmal, wenns was negatives zu berichten gibt (Corporate news, Economic data uvm.), bist du zur Stelle. Klar, damit versuchst du dein negatives Weltbild argumentativ zu untermauern.
Was mich daran stört ist, dass mit der negativen Propaganda immer nur die Probleme beleuchtet werden und gleichzeitig von den vielen Chancen, welche die Märkte IMMER bieten, abgelenkt wird.
Schade!
Erbitte Deine 'Chancen'-Liste - vielen Dank!
dottore
, Samstag, 29.03.2008, 07:36 (vor 6521 Tagen) @ Matterhorn
Hi Matterhorn,
da dies Dein zweites Posting in Sachen "es gibt immer Chancen" ist, wäre ich Dir sehr verbunden, wenn Du diese Chancen konkretisieren könntest.
Nenne doch bitte diese chancenreichen Märkte und dazu möglichst eine Liste von Papieren, auch gerne Rohstoffe, mit denen auf Sicht von sechs Monaten diese Chancen genutzt werden können. Daytrading scheidet bitte aus.
Noch dazu:
Deiner Ansicht nach schaut es nie, nie, aber auch gar nie gut aus.
Das "Ausschauen" kam nicht von mir, sondern ich hatte es soeben auf den Seiten der NYT und des WSJ entdeckt. Wende Dich daher bitte an deren Korrespondeten bzw. Rechercheure. Du kannst auch gern Freund Ambrose vom DT anmailen und ihn fragen, warum er über die Lage so berichtet, wie er es tut. Du kannst auch sicher ohne große Mühen Grandmaster Nouriel anmailen und ihn fragen, warum er die Welt so sieht wie er sie sieht:
E-Mail: nroubini@stern.nyu.edu
Laut Hulbert sind übrigens sämtliche Börsen-Newsletter drüben derzeit negativ eingestellt.
Das gefällt mir als Contrarian gut, und ich habe diverse schöne Trades dieserhalb abwickeln können, sehr fein war der Zock über Ostern, wo ich trotz der fehlenden Börsentage (hier) diverse Long-Positionen gut abschließen konnte. Ähnlich der Zock mit der Hypo vorgestern - schnell rein, schnell raus.
Jedesmal, wenns was negatives zu berichten gibt (Corporate news, Economic
data uvm.), bist du zur Stelle.
Wer hat den guten ifo-Index von dieser Woche als erster hier reingestellt? Du oder ich? Die Sache mit der Ernährungskrise war mir bis zu meinem ersten Posting dazu neu. Den Poster als Boten bitte nicht mit den underlying news verwechseln.
Klar, damit versuchst du dein negatives
Weltbild argumentativ zu untermauern.
Das ist weder positiv noch negativ. Es richtet sich einzig und allein nach der hier sattsam bekannten Nachschuldner-Frage.
Was mich daran stört ist, dass mit der negativen Propaganda immer nur die
Probleme beleuchtet werden und gleichzeitig von den vielen Chancen, welche
die Märkte IMMER bieten, abgelenkt wird.
Nochmals bitte Deine Liste!
Vielen Dank + Gruß!
PS: Für mich als Ultra-Short-Trader wären Hinweise für Montag willkommen: Was morgens kaufen, das ich nachmittags wieder geben kann? Ich habe übers WE zwei kleine Dax-Titel-Positionen long gehalten, wo ich evtl. sogar nachkaufen würde. Aber erst kommst Du!
Ich mache keine Hausaufgaben für andere.
Matterhorn, Samstag, 29.03.2008, 13:51 (vor 6521 Tagen) @ dottore
Dein ifo-Posting kam nicht als Bullen-Kommentar rüber, denn auf eine Gegenfrage von @Eckrand entgegnest du Schätzungen von kommenden Verlusten und meinst
Immerhin sei ein Licht am Ende des Tunnels zu sehen, es sei aber noch sehr schwach (hoffentlich ist es nicht das des entgegenkommenden Güterzugs).
Und: Ist Lehman nun pleite gegangen oder nicht? Wenn ich an die Suggestionen nach der Bear-Pleite denke.....
Von den Game-Over Calls gar nicht zu sprechen.
Ok, vielleicht ist das deine Art, Aufsehen zu erregen.
Von wegen Grossmeister: Es gibt auch andere grosse Ökonomen, die die Sache weit weniger dramatisch sehen. Schon mal was von Chen Zhao (BCA) oder Horace "Woody" Brock (Sedinc.com) gehört? Im Gegensatz zu Roubini müssen die für ihre Calls gerade stehen, d.h. die machen konkrete Empfehlungen. Wenn du da zu lange daneben liegst, bist du bald einmal weg vom Fenster (siehe Stephen Roach, der wurde nach Asien "wegbefördert").
Das gefällt mir als Contrarian gut, und ich habe diverse schöne Trades dieserhalb abwickeln können, sehr fein war der Zock über Ostern, wo ich trotz der fehlenden Börsentage (hier) diverse Long-Positionen gut abschließen konnte. Ähnlich der Zock mit der Hypo vorgestern - schnell rein, schnell raus.
Dazu sage ich nur: Sind wir nicht alle Contrarians? Ist eh schick, Contrarian zu sein! Klaro, denn jeder denkt er sei schlauer als alle anderen, und jeder macht nur super Deals.
Nochmals bitte Deine Liste!
Ich lasse dir gerne den Vortritt. Wie bereits erwähnt, mache ich nicht die Hausaufgaben für andere. Und mit Verlaub: du willst doch die Aussage: "Es gibt IMMER Chancen, egal in welchem Marktumfeld", wirklich Challangen?
Beste Grüsse
Schade - abwärts gibt's nämlich auch Chancen
dottore
, Sonntag, 30.03.2008, 01:59 (vor 6521 Tagen) @ Matterhorn
Hi Matterhorn,
Dein ifo-Posting kam nicht als Bullen-Kommentar rüber,
Tat an der Börse gut.
denn auf eine
Gegenfrage von @Eckrand entgegnest du Schätzungen von kommenden Verlusten
Die machten nun überall die Runde. Ich kann auch nichts dafür, das es das 16-Seiten-Paper der BaFin mit den bekannten (negativen) Zahlen gibt.
und meinst
Immerhin sei ein Licht am Ende des Tunnels zu sehen, es sei aber noch
sehr schwach (hoffentlich ist es nicht das des entgegenkommenden
Güterzugs).
Was ist daran "negativ"?
Und: Ist Lehman nun pleite gegangen oder nicht? Wenn ich an die
Suggestionen nach der Bear-Pleite denke.....
LEH hat mit 35 USD schon fast wieder den Kurstaucher nach dem Gerücht erreicht. Warum steigt die Aktie nicht? Immerhin kommt sie von 85 oder so.
Von den Game-Over Calls gar nicht zu sprechen.
Ok, vielleicht ist das deine Art, Aufsehen zu erregen.
Nein, Aufsehen erregen die Massiv-Interventionen der ZBs (Fed usw.). Wozu denn diese Interventionen, wenn alles positiv ist? Eine Marktwiertschaft, die ihr entscheidendes Definitum, nämlich die Pleite (= Ausscheiden von Marktteilnehmern wg. Versagens) - ist das etwa "positiv"? Wenn der Steuerzahler Milliarden tragen darf statt jene, die in unverantwortlicher Weise (Worte der BIZ) gezockt haben - "positiv"? Dann wäre der Sozialismus, der keine Pleiten kennt, am "allerpositivsten"?
Von wegen Grossmeister: Es gibt auch andere grosse Ökonomen, die die Sache
weit weniger dramatisch sehen. Schon mal was von Chen Zhao (BCA) oder
Horace "Woody" Brock (Sedinc.com) gehört?
Der erste sagt mir leider nichts. Darf ich um Aufklärung bitten? Danke. Woody habe ich nun oft genug gehört. Beim letzten ZH-Seminar sprach er von "crisis", sogar von "meltdown", außerdem beschwor er die "Gefahren", die vom außer Kontrolle geratenen US-Budget ausgehen - "positive"?
Im Gegensatz zu Roubini müssen
die für ihre Calls gerade stehen, d.h. die machen konkrete Empfehlungen.
Ich habe keine solchen "konkreten" vernommen. Woody kommt immer wieder gern auf seinen Mix aus Geostrategie (USA, RUS, China) und neuen "Trends" daher und hält wohl immer noch an seiner "pi"-Zahl fest: Langfristiges GDP-Wchstum von 3,25 Prozent. Langfristig sind wir alle tot (Keynes).
Wenn du da zu lange daneben liegst, bist du bald einmal weg vom Fenster
(siehe Stephen Roach, der wurde nach Asien "wegbefördert").
Ja, in den oberen Etagen sind viele Köpfe gerollt. Oder kennt noch jemand Chuck Prince?
[...]
Dazu sage ich nur: Sind wir nicht alle Contrarians? Ist eh schick,
Contrarian zu sein! Klaro, denn jeder denkt er sei schlauer als alle
anderen, und jeder macht nur super Deals.
Das war ein Hinweis auf Hulbert, der die Börsenletters flöht, und der Mann ist sehr lange im Geschäft.
Nochmals bitte Deine Liste!
Ich lasse dir gerne den Vortritt. Wie bereits erwähnt, mache ich nicht die
Hausaufgaben für andere.
Hat mit Hausaufgaben nichts zu tun, sondern war nichts als eine einfache Bitte. Du wirst doch für irgendwelche Titel eine Meinung haben.
Und mit Verlaub: du willst doch die Aussage: "Es
gibt IMMER Chancen, egal in welchem Marktumfeld", wirklich Challangen?
Nein. Es gibt immer Marktbewegungen und daher Chancen. Sie aber immer nur als "aufwärts" interpretieren, halte ich für verwegen. Die großen Chancen des letzten Jahres waren "abwärts" - was überhaupt nichts mit "negativ" oder Miesepeterei zu tun hat.
Im übrigen darf ich auf meinen alten Freund Erwin Heri verweisen, der ein ähnliches Denkschema pflegt: Aufwärts = positiv, abwärts = negativ:
http://swissblog.typepad.com/vorsorgeforum/2007/07/das-herden-verh.html
Dort bitte seinen NZZ-Artikel als pdf anklicken. Mit schöner Langfristgrafik ex Pictet über den Schweizer Aktienmarkt.
Gruß!
Asset Allocation entscheidet, nicht Einzeltitel
Matterhorn, Sonntag, 30.03.2008, 03:26 (vor 6521 Tagen) @ dottore
> Nein, Aufsehen erregen die Massiv-Interventionen der ZBs (Fed usw.). Wozu
[quote]denn diese Interventionen, wenn alles positiv ist?[/quote]
Jetzt dreht man mir aber das Wort im Munde rum. Wann habe ich gesagt, dass alles positiv ist?
Zu BCA. Da kann ich nur auf deren Homepage verweisen. Habe auch schon bemerkt, dass BCA (BCA Research) in D nicht besonders bekannt ist.
Woody kommt immer wieder gern auf seinen Mix aus Geostrategie (USA, RUS, China) und neuen "Trends" daher und hält wohl immer noch an seiner "pi"-Zahl fest: Langfristiges GDP-Wchstum von 3,25 Prozent. Langfristig sind wir alle tot (Keynes).
Die Einblicke aus seinen Thesen, die er aus der Theorie der "Rational Beliefs" von Mordecaj Kurz ableitet tragen wenigstens zum Verständnis der Finanzmärkte bei, im Gegensatz zum Debitismus, den niemand versteht und bis zur letzten Konsequenz nachvollziehen kann.
Und: Logisch habe ich zu irgendwelchen Titeln eine Meinung. Das hat aber nichts mit meinen Bemerkungen hier zu tun. Ansonsten würden wir ja so richten: Nach 6 Monaten Outperformance von mir darf ich Guru Dottore weiter kritisieren, nach 6 Monaten Underperformance nicht. Funktioniert SO ein Meinungsforum? Ich habe hier schon mehrmals durch die Blume durchschimmern lassen, worauf ich bullish bin und worauf nicht. Tipps zu Einzeltitel sind eh nicht seriös, da ich kein Aktienanalyst bin. Wer mit Stockpicking langfristig den Markt schlagen will, der muss schon ganz genau Bescheid wissen über die Unternehmen in seinem Depot. Buffett ist so ein Typ. Aber ich masse mir nicht im geringsten an, mit Einzelwetten den Markt zu schlagen. Aber: DER grosse Performancedriver ist die geschickte Asset Allocation. Wer in den richtigen Asset Klassen dabei ist, und die unglücklichen vermeidet, der hat Erfolg.
Erwin Heri ist bei Winterthur als Chefstratege gescheitert, auch wenn der das nie zugeben würde...
Gesunde Kritik vs. persönl. Verunglimpfung
wuzge, Sonntag, 30.03.2008, 03:58 (vor 6520 Tagen) @ Matterhorn
Nach 6 Monaten Outperformance von mir darf ich Guru Dottore
weiter kritisieren, nach 6 Monaten Underperformance nicht. Funktioniert SO
ein Meinungsforum?
„.....dann folge bitte nicht jedem Guru blindlings! Denk nur an den Rattenfänger von Hameln.“
„......All diese Untergangspropheten posaunen ihre Thesen nicht zum Wohl der anderen Leute hinaus. Deren Sendungsbedürfnis ist einfach zu hoch.“
http://www.dasgelbeforum.net/forum_entry.php?id=15735&page=0&category=0&ord...
Das hört sich aber gar nicht wie gesunde Kritik an. Das ist, mit Verlaub, persönliche Verunglimpfung!
Von wegen!
Matterhorn, Sonntag, 30.03.2008, 04:50 (vor 6520 Tagen) @ wuzge
Das hört sich aber gar nicht wie gesunde Kritik an. Das ist, mit
Verlaub, persönliche Verunglimpfung!
Was persönliche Verunglimpfung hiesst, kannst du in einem Posting von @dottore nachlesen:
Gerade den Voll-Idioten Rüttgers im TV gesehen?
verfasst von dottore, 19.01.2008, 20:34
Hi,
hilflos, ratlos, inkompetent.
Diese sog. "Politiker" sind noch dämlicher als - Ernst jetzt! - ein Stück Kuhfladen.
Dass Herr R. weder Bilanzen lesen kann noch überhaupt weiß, was "banktechnisch" gerade abzischt, beweist klar die komplette Ahnungslosigkeit solcher Lemuren.
Die Banken sind Hochleistungskriminelle per se, ist schließlich ihr Geschäfts-"Modell".
Dass aber sog. "Politiker" dann "überrascht" (und wortlos/blass) in die Kameras starren, amüsiert nur noch.
Mein lieber Scholli - genau SO habe ich mir das Finale vorgestellt, auch wenn ich diverse Details nicht auf dem Zettel hatte. So viel arrogante BLÖDHEIT hat mich doch überrascht.
Lehre: Last exit Rhinebridge - da kann man gut Suizid-Seile knüpfen.
Empfehle dazu Niebuhrs Vorlesungen zum Untergang des Ancien Régimes.
Necker = Bernanke (hoffentlich kann der auch in die Schweiz entkommen).
Gruß!
Aber wahrscheinlich wird das wieder verharmlost.......
Banken = Hochleistungskriminelle....in der CH gibts ein Gesetz, welches Verleumdung verbietet. Ich nehme an, die oben zitierten Sprüche würden hier in der CH ausreichen, um den Autor vor den Kadi zu ziehen. Also kommt MIR nicht mit pers. Verunglimpfung. ICH habe niemanden verunglimpft. Aber ich sehe: Wenns um den grünen geht, wird mit anderen Massen gemessen.
Verunglimpfung - kleiner Rechtsbehelf
dottore
, Sonntag, 30.03.2008, 06:30 (vor 6520 Tagen) @ Matterhorn
Hi Matterhorn,
in der BRD gilt das StGB. Daraus:
§ 90 StGB - Verunglimpfung des Bundespräsidenten (ist R. nicht)
§ 90a StGB - Verunglimpfung des Staates und seiner Symbole (ist R. nicht)
§ 90b StGB - Verfassungsfeindliche Verunglimpfung von Verfassungsorganen (keine verfassungsfeindlichen Äußerungen)
§ 189 StGB - Verunglimpfung des Andenkens Verstorbener (Herr R. ist noch nicht tot)
Der Schweizer 173/4 des dortigen StBG befasst sich mit Personen, welches Banken bekanntlich nicht sind. Außerdem ist Herr R. deutscher und nicht Schweizer Nationalität.
Schließlich ist dieses Forum weder in der BRD noch in CH angesiedelt.
hilflos, ratlos, inkompetent.
Wird wiederholt.
Diese sog. "Politiker" sind noch dämlicher als - Ernst jetzt! - ein Stück
Kuhfladen.
Wird wiederholt. Politiker sind keine Verfassungsorgane.
Dass Herr R. weder Bilanzen lesen kann noch überhaupt weiß, was
"banktechnisch" gerade abzischt, beweist klar die komplette
Ahnungslosigkeit solcher Lemuren.
Wird wiederholt. "Seine" WestLB ist bekanntlich ohne Fehl und Tadel, weshalb sich dort auch bereits der Staatsanwalt umtut, um herauszufinden, wieso dort ca. 6 bis 8 Mrd bis heute verdampft sind.
Die Banken sind Hochleistungskriminelle per se, ist schließlich ihr
Geschäfts-"Modell".
Und wird gerade von der Eidgenössischen Bankenkommission untersucht.
Dass aber sog. "Politiker" dann "überrascht" (und wortlos/blass) in die
Kameras starren, amüsiert nur noch.
Ja, da gab's endlich mal was "Positives", was zum Lachen nämlich.
Mein lieber Scholli - genau SO habe ich mir das Finale vorgestellt, auch
wenn ich diverse Details nicht auf dem Zettel hatte. So viel arrogante
BLÖDHEIT hat mich doch überrascht.
Überraschung hat sich inzwischen gelegt. Ist zur Alltäglichkeit mutiert.
Rest geschenkt. Danke.
Aber wahrscheinlich wird das wieder verharmlost.......
Nein, wiederholt, s.o.
Banken = Hochleistungskriminelle....in der CH gibts ein Gesetz, welches
Verleumdung verbietet.
Ganz richtig, s.o. Irgendwelche Namen von Banquiers sind nicht gefallen. Die Avancen z.B. für Herrn O. stehen in anderen Beiträgen.
Ich nehme an, die oben zitierten Sprüche würden
hier in der CH ausreichen, um den Autor vor den Kadi zu ziehen.
Leider nein. Ein Blick ins Gesetz ist da hilfreich.
Also kommt
MIR nicht mit pers. Verunglimpfung. ICH habe niemanden verunglimpft.
Es ging um die Verunglimpfung von Forumsteilnehmern, zumal jenen, deren Klarnamen nie verborgen wurde.
Aber
ich sehe: Wenns um den grünen geht, wird mit anderen Massen gemessen.
Das "grün" ist nicht von mir. Und Frage: Wer misst denn da? Und womit?
Gruß!
PS: Das Matterhorn ist wirklich ein sehr schöner Berg.
Im nächsten Leben werde ich auch Pleite-Banker, denn:
dottore
, Sonntag, 30.03.2008, 06:56 (vor 6520 Tagen) @ dottore
... das kommt auch noch um die Ecke (Auszüge):
Filing: Countrywide CEO to Get $10 Million in Stock, President to Get $9 Million
LOS ANGELES (AP) -- Countrywide Financial Corp.'s chief executive and president will receive a combined $19 million in stock next week as part of the company's pending takeover by Bank of America Corp., according to a regulatory filing.
[Gut recherchiert!]
[...]
Some lawmakers were incensed by the payouts.
"It's perverse for Bank of America to reward the principal architects of the bad business practices that caused this housing crisis," Sen. Charles Schumer, D-N.Y, said in a statement.
Pervers, in der Tat + Gruß!
Hinweis auf den Geldmarkt "positiv" oder "negativ"?
dottore
, Sonntag, 30.03.2008, 05:56 (vor 6520 Tagen) @ Matterhorn
Hi Matterhorn,
> Nein, Aufsehen erregen die Massiv-Interventionen der ZBs (Fed usw.).
Wozu
denn diese Interventionen, wenn alles positiv ist?[/i]
Jetzt dreht man mir aber das Wort im Munde rum. Wann habe ich gesagt, dass
alles positiv ist?
Hier wird nichts herumgedreht. Ich darf mir nur erlauben, mich dagegen zu wehren, dass
a) Von mir nur Negatives käme und
b) ich dies auch noch aus unredlichen Gründen täte (Selbsbeweihräucherung o.ä.).
Zu BCA. Da kann ich nur auf deren Homepage verweisen. Habe auch schon
bemerkt, dass BCA (BCA Research)
in D nicht besonders bekannt ist.
Vielen Dank für den Link. Dort ist zu lesen:
"Monetary conditions have tightened tremendously at a time when export growth has softened and consumer confidence has collapsed."
Was sachlich völlig korrekt ist.*) Und wenn dieser Satz hier im Forum zitiert würde, käme dann wieder der Vorwurf, es würde nur "Negatives" gebracht.
*) Geldmarktsätze:
EONIA 1) 2) EURIBOR 3)
Tagessatz 1 Monat 3 Monate 6 Monate 12 Monate
Tagessätze
27.02.08 4,006 4,185 4,386 4,390 4,390
28.02.08 4,007 4,200 4,387 4,389 4,390
29.02.08 4,041 4,200 4,384 4,383 4,382
03.03.08 4,009 4,199 4,383 4,379 4,379
04.03.08 4,010 4,200 4,391 4,395 4,394
05.03.08 4,013 4,201 4,401 4,406 4,404
06.03.08 4,019 4,212 4,429 4,437 4,435
07.03.08 4,047 4,263 4,497 4,494 4,491
10.03.08 4,128 4,296 4,558 4,554 4,545
11.03.08 4,229 4,305 4,597 4,573 4,555
12.03.08 4,040 4,301 4,605 4,588 4,588
13.03.08 4,029 4,303 4,606 4,594 4,583
14.03.08 4,026 4,309 4,617 4,610 4,607
17.03.08 4,046 4,330 4,652 4,639 4,631
18.03.08 4,083 4,332 4,654 4,650 4,647
19.03.08 4,188 4,347 4,664 4,661 4,654
20.03.08 4,133 4,353 4,674 4,675 4,675
25.03.08 4,193 4,365 4,699 4,705 4,712
26.03.08 4,187 4,376 4,718 4,718 4,719
27.03.08 4,125 4,379 4,728 4,731 4,731
28.03.08 xxxxx 4,359 4,731 4,733 4,736
Quelle: Deutsche Bundesbank, Reuters.
1) Euro OverNight Index Average.
2) Umstellung auf 3 Nachkommastellen ab 3. September 2007.
3) Euro Interbank Offered Rate; ungewichteter Durchschnitt.
Ist jetzt das Einstellen dieser gewiss nicht erfreulichen Daten "positiv" oder "negativ"?
Woody kommt immer wieder gern auf seinen Mix aus Geostrategie (USA,
RUS, China) und neuen "Trends" daher und hält wohl immer noch an seiner
"pi"-Zahl fest: Langfristiges GDP-Wchstum von 3,25 Prozent. Langfristig
sind wir alle tot (Keynes).Die Einblicke aus seinen Thesen, die er aus der Theorie der "Rational
Beliefs" von Mordecaj Kurz ableitet tragen wenigstens zum Verständnis der
Finanzmärkte bei, im Gegensatz zum Debitismus, den niemand versteht und
bis zur letzten Konsequenz nachvollziehen kann.
Der Debitismus ist ein simple Sache: Sind Schulden in der Welt, sind sie verzinslich unterwegs. In Höhe der Zinsen muss Nettoneuverschuldung erfolgen (aka der "Kapitalismus" ist ein Kettenbrief), sonst gehen die vorhandenen (früheren) Schuldner unter. Ist ganz einfach auf den Finanzmarkt anzuwenden: Kommt es nicht zu zusätzlichen Kreditierungen (Greenspan: "new credits"), sind die bereits existierenden Schulden bei Endfälligkeit in Summa nicht zu bedienen - was im Klartext heißt: Pleitewelle (natürlich auch in der sog. "Realwirtschaft"). Das ist eine rationale Aussage über das Gesamtsystem und hat mit "belief" überhaupt nichts zu tun.
An Kurz et al. ist überhaupt nichts auszusetzen. Aber sie erklären Marktbewegungen (Volas) mit dem "belief" der Marktteilnehmer. Insofern ist diese Theorie eine Sub-Theorie zu obiger Systemdarstellung.
Und: Logisch habe ich zu irgendwelchen Titeln eine Meinung. Das hat aber
nichts mit meinen Bemerkungen hier zu tun. Ansonsten würden wir ja so
richten: Nach 6 Monaten Outperformance von mir darf ich Guru Dottore
weiter kritisieren, nach 6 Monaten Underperformance nicht.
Hat mit Debitismus überhaupt nichts zu tun. Einfach nochmals überlegen, was passiert, sobald die Zusatzkredite weder gewährt noch genommen werden. Dann beginnt nämlich die sog. "systemische" Krise und der allgemeine Kollaps startet ("meltdown", "unwinding"). Das versuchen die ZBs hinauszuzögern, wie wir laufend lesen können. ZBs können aber niemals "new credits" in die Welt setzen. Das können nur Banken und Unternehmen. So etwas, wie ein zusätzlicher (also nicht einen bereits existierenden prolongieren) Kredit funktioniert bei ZBs schon deshalb nicht, weil sie sich nicht refinanzieren können weder bei der BIZ noch bei IMF.
Funktioniert SO
ein Meinungsforum?
Die Performance hat überhaupt nichts mit Meinungen zu tun. Performance = Vergangenheit, Meinung = auf die Zukunft gerichtet.
Ich habe hier schon mehrmals durch die Blume
durchschimmern lassen, worauf ich bullish bin und worauf nicht.
Könntest Du es liebenswürdigerweise wiederholen? Ich tappe da leider im Dunkeln.
Tipps zu
Einzeltitel sind eh nicht seriös, da ich kein Aktienanalyst bin. Wer mit
Stockpicking langfristig den Markt schlagen will, der muss schon ganz
genau Bescheid wissen über die Unternehmen in seinem Depot. Buffett ist so
ein Typ. Aber ich masse mir nicht im geringsten an, mit Einzelwetten den
Markt zu schlagen. Aber: DER grosse Performancedriver ist die geschickte
Asset Allocation. Wer in den richtigen Asset Klassen dabei ist, und die
unglücklichen vermeidet, der hat Erfolg.
Richtig. Nur besteht jede Asset Allocation - heruntergebrochen - wiederum aus Einzeltiteln.
Erwin Heri ist bei Winterthur als Chefstratege gescheitert, auch wenn der
das nie zugeben würde...
So ist es. Ich wollte doch nur seine schöne ("positive") Kurve zeigen, die er bei Pictet abgekupfert hatte, um nachzuweisen, dass es nichts "Positiveres" gebe als Aktien (langfristig).
Danke + Gruß!
Nicht ganz
Matterhorn, Sonntag, 30.03.2008, 12:20 (vor 6520 Tagen) @ dottore
Hat mit Debitismus überhaupt nichts zu tun. Einfach nochmals überlegen,
was passiert, sobald die Zusatzkredite weder gewährt noch genommen werden.
Dann beginnt nämlich die sog. "systemische" Krise und der allgemeine
Kollaps startet ("meltdown", "unwinding"). Das versuchen die ZBs
hinauszuzögern, wie wir laufend lesen können. ZBs können aber
niemals "new credits" in die Welt setzen. Das können nur Banken und
Unternehmen. So etwas, wie ein zusätzlicher (also nicht einen bereits existierenden prolongieren) Kredit funktioniert bei ZBs schon deshalb
nicht, weil sie sich nicht refinanzieren können weder bei der BIZ noch bei
IMF.
Hier wende ich ein: Die Kreditvergabe geht zwar zurück, aber sie ist nicht zusammengebrochen (spreche von USA, in anderen Regionen gabs nicht mal einen Rückgang). Wieso darf das Kreditwachstum nicht einmal schrumpfen? Deswegen geht die Welt noch lange nicht unter.
Und: Sie wird sich eines Tages wieder erholen. Ich würde meinen, dass a) die ZB's genau dafür da sind, einzuspringen, wenn am Geldmarkt nichts mehr läuft und b) irgendwann, wenn die Banken wieder bereit sind, Kredite zu gewähren (den anderen Banken oder Finanzinstituten), diese Krise ausgestanden ist. Wahrscheinlich geht das schneller, als jetzt alle meinen. Noch im Herbst wagte kaum einer zu sagen, wie gross das Ausmass der Kreditklemme in der Finanzbranche ist. Jetzt meinen wieder alle (Konsens), diese Kreditkrise würde ewig dauern und nur dann enden, wenn alle Bilanzen auf Null sind.
Meine View hier: Die (ZB's) werden so lange die Hand hinhalten, bis sich diese Versteifung wieder gelöst hat. Und zwar UM JEDEN PREIS (längerfristig wird er Geldentwertung heissen, bin ich überzeugt, aber erst langfristig).
Was man nicht vergessen darf: Kredite können heute auch Nicht-Banken gewähren, welche genug Cash haben. Bill Gates könnte theoretisch sehr viel Kredit gewähren, oder er könnte all sein Geld auch verbrennen. Hedge funds können Darlehen von Privaten erhalten, um von Kreditlinien der Banken nicht abhängig zu sein. Alles theoretisch. Wir hatten das glaub ich schon mal. Die traditionelle Sicht der Geldschöpfung ist wahrscheinlich überholt.
Die Geldmengen auf Stufe M3 taugen ja auch nichts mehr als Prognose- und Steuerungsinstrument. Siehe schwache Indikation zur Inflation. Dies hat meiner Ansticht nach damit zu tun, dass der Geldverkehr heute Länderübergreifend ist und national erhobene Geldmengen wenig Aussagekraft aufweisen. BCA nimmt daher auch immer aggregierte Zahlen von G7. Die geben ein besseres Bild ab.
Nur besteht jede Asset Allocation - heruntergebrochen - wiederum
aus Einzeltiteln.
Man sieht, Sie selber scheinen kein Asset Allocator zu sein. Schon mal was von ETF's gehört? Was interessiert mich ein Einzelaktien-Risiko? Wenn ich finde, man soll jetzt Aktien USA übergewichten (das denke ich auch!), dann kauft man doch den gesamten Markt und nicht nur ein paar Titel.
Gleichzeitig will ich Eurozone untergewichten, also habe ich das im Portfolio geringer gewichtet als im Benchmark. Und Rohstoffe? Kaufe ich auch einen breiten ETF. Und so weiter und so fort. Wichtig ist, in den Märkten NICHT drin zu sein, welche aus Top-Down-Sicht ein Problem haben (Problem = wachsen nicht mehr, zu viel Inflation, oder Deflation oder was auch immer)
Wieso fällt mir nur jetzt der Spruch ein: Verstehen Verkäufern zuviel vom Fach werden die zu häufig rot beim Lügen!
JoBar, Dienstag, 01.04.2008, 02:19 (vor 6519 Tagen) @ Matterhorn
Kredite können heute auch Nicht-Banken gewähren, welche genug Cash haben. Bill Gates könnte theoretisch sehr viel Kredit gewähren, oder er könnte all sein Geld auch verbrennen. Hedge funds können Darlehen von Privaten erhalten, um von Kreditlinien der Banken nicht abhängig zu sein. Alles theoretisch. Wir hatten das glaub ich schon mal. Die traditionelle Sicht der Geldschöpfung ist wahrscheinlich überholt.
Es wird Zeit die Zentralbanken abzuschaffen
![[[euklid]]](images/smilies/euklid.gif)
Mit fettem Wanst lässt sich’s leicht über Hunger lästern.......
wuzge, Samstag, 29.03.2008, 07:54 (vor 6521 Tagen) @ Matterhorn
Lieber @dottore
Deiner Ansicht nach schaut es nie, nie, aber auch gar nie gut aus.
Jedesmal, wenns was negatives zu berichten gibt (Corporate news, Economic
data uvm.), bist du zur Stelle. Klar, damit versuchst du dein negatives
Weltbild argumentativ zu untermauern.
Und was, wenn es wirklich nicht so rosig ausschaut? Steht doch im Rahmen der Möglichkeiten, dass demnächst „game over“ ist bzw. die Hyperinflation eingeläutet wird.. Jedes Papiergeldexperiment ist bisher gescheitert. Allerdings wurde das Experiment noch nie so weit auf der Zeitschiene ausgefahren mit Mitteln, die die Fallhöhe in Höhen schraubte, gegen die der Turm zu Babel ein Mückenschiss ist. Ich bin intelligenten Leuten wie dottore außerordentlich dankbar, dass sie mich nicht dem Schicksal der Unwissenheit überlassen, sondern immer und immer wieder auf die Gefahren hinweisen. Dass das mit dem Timing nicht auf den Tag genau hinzukriegen ist, dass musst du dottore schon zugestehen. Immerhin war er bei im Herbst 2006 bei weitem der erste, der erkannte, aus welcher Ecke der Wind pfeift. Und das in einem Segment, das ich mit offenem Mund bestaunte, weil ich noch nie was davon gehört hatte.
Was mich daran stört ist, dass mit der negativen Propaganda immer nur die
Probleme beleuchtet werden und gleichzeitig von den vielen Chancen, welche
die Märkte IMMER bieten, abgelenkt wird.
Schade!
Mit der Maus in der rechten, der Chipstüte in der linken dem Wanst vorne ist es nicht schwer, die Qualen der hungernden Massen als negative Propaganda abzutun. Dann doch lieber ein negatives Weltbild als ein positives in einer zutiefst betrügerischen und korrupten Welt.
Gruß, wuzge
Hmm
Matterhorn, Samstag, 29.03.2008, 14:01 (vor 6521 Tagen) @ wuzge
Jedes Papiergeldexperiment ist bisher gescheitert.
Es sind aber auch andere Geldexperimente gescheitert, nicht nur das Papiergeld. Wollt ihr denn beispielsweise zur Golddeckung zurück? Na dann Prost!
Ich bin intelligenten Leuten wie dottore außerordentlich dankbar, dass sie mich nicht dem Schicksal der Unwissenheit überlassen, sondern immer und immer wieder auf die Gefahren hinweisen.
Wenn du so unwissend bist (ich frage mich, wer ist denn wirklich wissend?), dann folge bitte nicht jedem Guru blindlings! Denk nur an den Rattenfänger von Hameln. Eigne dir besser Wissen an und ziehe deine Schlüsse für dich. All diese Untergangspropheten posaunen ihre Thesen nicht zum Wohl der anderen Leute hinaus. Deren Sendungsbedürfnis ist einfach zu hoch.
Immerhin war er bei im Herbst 2006 bei weitem der erste, der erkannte, aus welcher Ecke der Wind pfeift.
Das Schöne am Börsengeschäft ist ja, dass jeder irgendwann mal richtig liegt. Die wahre Kunst liegt darin, weniger falsch zu liegen als die anderen.
Wo geht's lang....?
wuzge, Samstag, 29.03.2008, 16:30 (vor 6521 Tagen) @ Matterhorn
bearbeitet von wuzge, Sonntag, 30.03.2008, 01:56
Es sind aber auch andere Geldexperimente gescheitert, nicht nur das
Papiergeld. Wollt ihr denn beispielsweise zur Golddeckung zurück? Na dann
Prost!
Was ich will ist völlig belanglos für das, was nach der Stunde 0 kommen wird. Und welches Geldsystem dann das beste sein wird ist ebenfalls völlig belanglos. Die neue Macht wird’s richten und sonst niemand. Du siehst, tiefster Pessimismus. Ich hoffe, du kannst dir deinen jugendlichen Optimismus noch lange bewahren.
Wenn du so unwissend bist (ich frage mich, wer ist denn wirklich
wissend?), dann folge bitte nicht jedem Guru blindlings! Denk nur an den
Rattenfänger von Hameln. Eigne dir besser Wissen an und ziehe deine
Schlüsse für dich.
Ich habe in den letzten 5 Jahren mehrere Bücher sowie 10 000 oder 15 000 Artikel in englischer und deutscher Sprache über diese Thematik gelesen. Der eine Experte sagt dies, der andere das Gegenteil. Sich in diesem Wirrwarr ein klares Bild zu verschaffen ist nicht einfach. Und wenn man es geschafft hat, weiß man immer noch nicht, ob irgendwo ein klitzekleiner Denkfehler liegt, der das ganzes Gedankengebäude über den Haufen wirft.
Ich lese und poste nun bereits seit 5 Jahren im Gelben. Das Paradigma dottores ist für mich widerspruchsfrei. Dottore hat sich in dieser Zeit auch nie in Widersprüchen verfangen. Ich bin mir sicher, auf einem guten Weg zu sein, der aber in Wirklichkeit ein Weg in die Hölle ist. Und auf diese Hölle mich halbwegs vorzubereiten hat mir u.a. dottore entscheidende Anstöße gegeben.
All diese Untergangspropheten posaunen ihre Thesen
nicht zum Wohl der anderen Leute hinaus. Deren Sendungsbedürfnis ist
einfach zu hoch.
Es soll schon Menschen gegeben haben, die aus freien Stücken anderen geholfen haben. Mir sind Leute suspekt, die andere so verteufeln. Sie projizieren da oft unbewusst einen Schatten auf andere, den sie in sich selbst tragen.
Immerhin war er bei im Herbst 2006 bei weitem der erste, der erkannte,
aus welcher Ecke der Wind pfeift.Das Schöne am Börsengeschäft ist ja, dass jeder irgendwann mal richtig
liegt. Die wahre Kunst liegt darin, weniger falsch zu liegen als die
anderen.
Aber bereits im Herbst 2006 mit dem Finger auf die Wunde zu zeigen, dazu gehörte schon ein außerordentliches Wissen. Von einem Poster namens Matterhorn habe ich zu diesem Thema damals garnix gelesen
Im GS-Forum hat vor Ostern einer einen Thread aufgemacht, der sich mit der kurzfristigen Entwicklung von Gold/Silber beschäftigte. Er behauptete, zu den 5 bis 7% Daytradern zu gehören, die kein Geld verlieren. Ich wollte ihn zur Probe über einen vorher festgemachten Zeitraum traden lassen, damit er seine Behauptung unter Beweis stellen könnte. Für die Vorosterwoche machte er noch eine Ansage (die völlig daneben lag), seither hüllt er sich in stilles Schweigen.
Wenn du so erfolgreich bist (komisch, ich begegne immer nur erfolgreichen Spekulanten), dann stelle dich doch ein paar Tage der Aufgabe, die dir dottore gestellt hat. Oder gehört es zu deinen Gepflogenheiten, große Sprüche zu klopfen, um dann, wenn’s drauf ankommt, den Schwanz einzuziehen? Los, zeig’ uns, wo’s langgeht in diesen stürmischen Zeiten! Auf geht’s........
Auch @dottore kocht nur mit Wasser
Matterhorn, Sonntag, 30.03.2008, 00:28 (vor 6521 Tagen) @ wuzge
Die neue Macht wird’s richten und sonst niemand. Du siehst, tiefster Pessimismus. Ich hoffe, du kannst dir deinen jugendlichen
Optimismus noch lange bewahren.
Meine Erfahrung lehrt mich, dass über längere Frist die Optimisten erfolgreicher sind als die Pessimisten.
Ich habe in den letzten 5 Jahren mehrere Bücher sowie 10 000 oder 15 000
Artikel in englischer und deutscher Sprache über diese Thematik gelesen.
Der eine Experte sagt dies, der andere das Gegenteil. Sich in diesem
Wirrwarr ein klares Bild zu verschaffen ist nicht einfach.
That's life! Ich sags gerne nochmal. Keiner hat absolut recht, erfolgreich sind diejenigen, welche weniger falsch liegen als der Rest. So einfach ist das. Etwas: Ideologien sind hindernd am freien Denken. Als Anleger/Investor/Spekulant muss man Fantasie haben. Fantasie und Mut. Das sind zwei Eigenschaften, welche von überzeugten Ideologen meist nicht getragen werden.
Dottore hat sich in dieser Zeit auch nie in Widersprüchen verfangen. Ich bin mir sicher, auf einem guten Weg zu sein, der aber in Wirklichkeit ein Weg in die Hölle ist.
Der Weg in die Hölle? Nun kommen Sie, etwas mehr Lebensfreude bitte. Schauen Sie sich die Welt einmal an. Im grossen Durchschnitt ging es der Welt wohl nie besser als heute. Noch nie so wenig Kriege wie jetzt, gleichzeitig noch nie so viel Zugang zu Informationen, Wissen etc. Warum nur bilden sich einige ein, alles sei schlecht?
Immerhin war er bei im Herbst 2006 bei weitem der erste, der
[quote]erkannte, > > aus welcher Ecke der Wind pfeift. [/quote]
Kann ich SO nicht bestätigen. Sonst lesen Sie mal hier im Archiv dieser beiden (und das sind zwei von vielen) nach:
oder hier:
http://www.effektenbank.de/quirin/cms/effektenbank/de_4015.html
Oder die Analysen vom Chefökonomen von Northern Trust und viele andere.
Marc Faber zum Beispiel mag ja ein Dauerbär für die USA sein. Aber der kommt mit konkreten Ideen und ist bei weitem nicht so negativ auf alles wie Paul C. Martin. Faber käme es auch nie in den Sinn, Festgeld oder staatlich geschützte Sparprogramme zu empfehlen. Im Gegenteil. Der hat im Januar 2001 gesagt, Gold sei billig. Und recht hatte er. Solche Gurus sind nützlich, solche Miesmacher wie @dottore bringen MICH nicht weiter.
Übrigens: Ich poste als Matterhorn nicht so lange.
Wenn du so erfolgreich bist (komisch, ich begegne immer nur erfolgreichen
Spekulanten), dann stelle dich doch ein paar Tage der Aufgabe, die dir
dottore gestellt hat. Oder gehört es zu deinen Gepflogenheiten, große
Sprüche zu klopfen, um dann, wenn’s drauf ankommt, den Schwanz
einzuziehen? Los, zeig’ uns, wo’s langgeht in diesen stürmischen Zeiten!
Auf geht’s........
Ich muss dich enttäuschen: a) bin ich kein Daytrader, b) kein Stockpicker für das Forum und c) warum soll ICH eine Empfehlungsliste abgeben, wenn @dottore dies nicht muss? Schlisslich trage ich in meinem Job Performanceverantwortung meiner Kunden gegenüber. Und nur diesen muss ich Rechenschaft ablegen.
Geben und Nehmen
wuzge, Sonntag, 30.03.2008, 01:31 (vor 6521 Tagen) @ Matterhorn
Ich muss dich enttäuschen: a) bin ich kein Daytrader, b) kein Stockpicker
für das Forum
Wenn du nicht bereit bist, dem Forum etwas zu geben, so ist das ok! Mach’ aber bitte nicht andere schlecht, die dies zu tun versuchen. Danke!
aus dem Gedächtnis - finde im Moment keinen Beleg: Substitution von Getreide und Fleisch
Mephistopheles, Samstag, 29.03.2008, 12:09 (vor 6521 Tagen) @ dottore
Hi,
ich hab mal gelesen - ich glaube, es war das Buch "Europa und seine Menschen" von Bacci, Livi - dass es bei Mißernten in europa durchaus üblich war, dass die Getreidepreise innerhalb eines Jahres auf das Doppelte und Dreifache stiegen.
Die Leute behalfen sich damit, - logisch! -dass Fleisch durch Getreide (und ich nehme an, auch Bohnen wegen Eiweis) substituiert wurde.
Mehr sicher auch bei Agrarwissenschaft, Agrarverfassunfg und ländliche Gesellschaft im Mittelalter von von Werner Rösener, (hab ich aber noch nicht selber gelesen.)
Gruß Mephistopheles
Uebrigens, in Thailand wollte ein Reisbauer
mangan
, Samstag, 29.03.2008, 03:49 (vor 6521 Tagen) @ dottore
morgens seinen Reis ernten und musste zur Kenntnis nehmen, dass Diebe seinen Reis nachts abgeerntet hatten.
Das sei zum ersten mal in Thailand passiert.
m
Hi Nachfrager,
Deine Silberprobleme in Ehren und auch @Emeralds Beobachtungen. Doch für
2,5 Mrd Menschen wird's jetzt bitterernst. Ihr Grundnahrungsmittel ist
Reis und dessen Preis hat sich seit Jahresanfang verdoppelt. Die Bestände
sind auf ATL seit 1976.In dieser Woche kam ein besonders heftiger Preisschub (Tonne plus 30
Prozent), weil Ägypten die Exporte gestoppt hat. Indien hat seinen
Exportzoll ein weiteres Mal angehoben, um Reis (non-basmati-Sorte) im Land
zu halten.Die Philippinen, größter Importeur, sucht verzweifelt in vietnamesischen
und thailändischen Lägern. Wie's in China ausschaut, lässt sich nur
vermuten. Dort sollen die Preise für sämtlich Grundnahrungsmittel y/y um
ca. 20 % gestiegen sein - falls die amtliche Statistik nicht vorolympisch
schönt.Lt. FT dürften demnächst in diversen Ländern "Revolten" ausbrechen. Die
Lage scheint extrem spannungsgeladen.Ich darf in diesem Zusammenhang nochmals an den Ausbruch der Französischen
Revolution 1789 erinnern: Am Tag, als die Bastille (endlich) gestürmt
wurde, lag der Brotpreis auf ATH und die Menschen hatten zu wenig
"Kuchen" (Marie-Antoinette), um sich daran satt zu essen.Die Preisentwicklung bei Weizen ist ebenfalls unerfreulich. Y/y von 400
USD auf über 1030, lag allerdings in diesem Jahr schon bei knapp 1300
(Doppel-Top).Auch Afrika stöhnt: Aus Kamerun, Burkina Faso und dem Senegal wurden schon
erste "Hungerunruhen" gemeldet.Während alle noch auf Banken und Kreditkrise starren, kommt also das
nächste Problem um die Ecke und dieses erscheint nicht minder groß zu
sein. Wer Hunger kennt, weiß, wovon die Rede ist.Sorry for that + traurigen Gruß!
@ dottore 1789
Nachfrager, Sonntag, 30.03.2008, 03:00 (vor 6521 Tagen) @ dottore
Hallo dottore,
kein Problem.
Hin und wieder kann der Hinweis, dass wir Teil des Problems und nicht der Lösung sind, alles andere als schaden.
Allerdings bin ich dazu übergegangen, mich nur noch um das zu kümmern, was ich beeinflussen kann, da ich sonst durchdrehe (wenn ich z.B. an die IKB denke, möchte ich zur Kalaschnikow greifen).
Immerhin reicht es soweit, dass ich nicht mehr via Zertifikaten auf Nahrungsmittel spekuliere, wie ich es frühger gemacht habe.
In diesem Sinne Danke für Dein Posting!
Gruß
Nachfrager
Und eine Woche später ist das Thema schon im Mainstream (mL)
MariaBitterlich
, Freitag, 04.04.2008, 02:14 (vor 6516 Tagen) @ dottore
Drei Kühe für ein Haus in München, hat jemand mal gesagt :-)) (oT)
yoyo, Freitag, 28.03.2008, 10:31 (vor 6522 Tagen) @ Emerald
- kein Text -
Jojo, frag mal nach in Burkina Faso oder Senegal
Mephistopheles, Freitag, 28.03.2008, 11:10 (vor 6522 Tagen) @ yoyo
wieviele Kühe es gibt für ein Haus.
Oder gugl mal n bisschen, wie das anno 1923 in München so war!
Aber glücklicherweise sind wir hier auf Station Enterprise in einem anderen Universum, so dass uns diese Kalamitäten auf Terra III nicht zu interessieren brauchen, gelle?
Gruß Mephistopheles
Nicht nur in Burkina sondern auch in Detroit kriegst du schon ein Haus für drei Kühe
yoyo, Freitag, 28.03.2008, 11:51 (vor 6522 Tagen) @ Mephistopheles
aber wenn du mir Quellen nennst für die Lage in München 1923 wäre ich dankbar. Eichelburg labert auch ständig von Deutschland in 1923 wo man angeblich ganze Strassenzüge in Berlin für 5 Unzen zu haben waren, nennt aber auch keine Quellen und auch nicht welche Häuser es waren und in welchem Zustand. Wie gesagt eine Bruchbude in Detroit kriegt man auch heute schon für paar Unzen. Aber dass heisst nicht dass ein Haus in Manhattan genau so teuer ist.
Keine Frage dass es Ausnahmen gegeben hat und auch geben wird, aber so alles zu pauschalisieren ist Quark. Mittlerweile liest man schon überall die eichelburger Jünger die davon träumen ein Haus für ein paar Unzen zu kaufen. Nur fürchte ich dass sie ihr Leben lang davon träumen werden. Lass sie doch
)
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