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Spiegel-Online Eilmeldung: UBS erwartet 7,6 Milliarden Euro Verlust im ersten Quartal

Jens, Montag, 31.03.2008, 22:50 (vor 6518 Tagen)

Spiegel Online


UBS erwartet 7,6 Milliarden Euro Verlust im ersten Quartal
Neues Milliardenloch bei der UBS: Die Schweizer Großbank erwartet im ersten Quartal dieses Jahres einen Verlust von 7,6 Milliarden Franken. Grund sind Belastungen aus der US-Hypothekenkrise.

Zürich - Gerüchte hatte es schon gestern gegeben, heute kam dann die Hiobsbotschaft: Insgesamt 7,6 Milliarden Euro muss die Schweizer Großbank UBS allein im ersten Quartal abschreiben, teilte das Geldhaus am heutigen Dienstag mit. Grund sind Belastungen aus der US-Hypothekenkrise. Insgesamt beziffert die Bank die zu erwartenden Verluste aus amerikanischen Hypothekenkrediten und damit zusammenhängenden Geschäften auf rund zwölf Milliarden Euro.


AP
UBS-Zentrale in Zürich: Verluste machen neue Kapitalerhöhung notwendig
Die Bank muss deshalb dringend ihr Kapital weiter erhöhen. Man plane eine Kapitalerhöhung von 9,55 Milliarden Euro, hieß es dazu in Zürich. Auch personell wird sich die Krise der Bank bemerkbar machen: Verwaltungsratspräsident Marcel Ospel zieht die Konsequenzen und tritt zurück, wie die Bank am Dienstag weiter mitteilte. Sein Nachfolger wird das bisherige Vorstandsmitglied Peter Kurer.

Gerüchte über weitere Abschreibungen hatten schon am gestrigen Montag für Nervosität an den Aktienmärkten gesorgt. Der Kurs der Aktie stürzte über vier Prozent ab und wurde zeitweise vom Handel ausgesetzt. Später konnte das Papier seinen Tagesverlust allerdings auf 0,4 Prozent begrenzen.

Die UBS ist das bislang größte Opfer der Finanzkrise unter den europäischen Banken. Bereits im vergangenen Jahr hatte die Bank rund 11,4 Milliarden Euro abschreiben müssen. Über eine erste Kapitalerhöhung hatte sich die UBS damals über acht Milliarden Euro von Staatsfonds aus Singapur und dem Nahen Osten geholt. Aktionäre hatten die damit verbundene Verwässerung ihrer Anteile kritisiert.

Lesen Sie in Kürze mehr auf SPIEGEL ONLINE.

antworten
 

Und tschüss UBS

philliecht @, Montag, 31.03.2008, 23:26 (vor 6518 Tagen) @ Jens

Hallo

Die UBS wird es spätestens per 30.6.08 mindestens in dieser Form nicht mehr geben. Genauso wahrscheinlich ist eine Verwertung der restlichen Assets, weil bankrott. To big to fail hat nicht mehr länger bestand. Dies gilt übrigens noch für viele andere "Gross"banken.

Grüsse

Philliecht

antworten
 

UBS +3% nach Eröffnung des Handels

Matterhorn, Dienstag, 01.04.2008, 00:05 (vor 6518 Tagen) @ philliecht

Soviel zu deiner Einschätzung.

(Der Kurs ist sicher nur eine Momentaufnahme)

antworten
 

Deswegen, UBS-Präsident Ospel tritt zurück, aber mit welchen Grabbeilagen?

prinz_eisenherz, Dienstag, 01.04.2008, 00:08 (vor 6518 Tagen) @ Matterhorn

Kurer neuer Verwaltungsratspräsident

FAZ>>>

antworten
 

Jetzt über 6% im Plus..... (oT)

Matterhorn, Dienstag, 01.04.2008, 00:16 (vor 6518 Tagen) @ prinz_eisenherz

- kein Text -

antworten
 

"Smarter Zug" um dumb money zu ködern - Ist das auch Dein Job?

JoBar, Dienstag, 01.04.2008, 00:58 (vor 6518 Tagen) @ Matterhorn

UBS-Krise wird zum Debakel
Die Schweizer Großbank UBS erwartet wegen immenser Abschreibungen im ersten Quartal 12 Mrd. Franken Reinverlust, umgerechnet rund 7,6 Mrd. Euro. Das Unternehmen zog bereits personelle Konsequenz. Die Aktie hingegen drehte ins Plus.

Die UBS musste am Dienstag für das erste Quartal Abschreibungen von 19 Mrd. Franken vornehmen. Das hat einen Reinverlust der 12 Mrd. Franken - umgerechnet 7,6 Mrd. Euro - zur Folge, teilte die Bank mit. Das Unternehmen muss nun die Kernkapitalquote erhöhen. Dazu ist eine Kapitalspritze von weiteren 15 Mrd. Franken vorgesehen, die von vier internationalen Banken garantiert wird. Verwaltungsratspräsident Marcel Ospel zieht die Konsequenzen aus der Krise und tritt zurück. Sein Nachfolger wird Peter Kurer. Dennoch drehte die UBS-Aktie nach anfänglichen Problemen zu Börsenbeginn um sieben Prozent ins Plus.
...

Debakel spitzt sich zu

...
Mit den jüngsten Abschreibungen erhöht sich das Debakel der UBS auf dem US-Hypothekenmarkt auf einen Abschreibungsbedarf von mehr als 40 Mrd. Franken, so viel wie bei keiner anderen Bank.
...

aus http://www.ftd.de/unternehmen/finanzdienstleister/:UBS%20Krise%20Debakel/337042.html

antworten
 

"dumb money" ködern? Ich?

Matterhorn, Dienstag, 01.04.2008, 01:51 (vor 6518 Tagen) @ JoBar

Habe ich das jetzt richtig verstanden?

Wie kommst du darauf? Kann ich jetzt nicht nachvollziehen. Oder doch, aber dann kommt dein Kommentar bei meiner Überlegung ganz schlecht weg.

antworten
 

Ja

JoBar, Dienstag, 01.04.2008, 02:26 (vor 6518 Tagen) @ Matterhorn

Habe ich das jetzt richtig verstanden?

Und wenn ich "Chef" wäre, dann ...
... aber ich bin es ja nicht. Kannst also weiter machen

antworten
 

Was hätte ich denn davon? Ich halte keine UBS Aktien (oT)

Matterhorn, Dienstag, 01.04.2008, 02:31 (vor 6518 Tagen) @ JoBar

- kein Text -

antworten
 

Dieser Kurs ist nur ein kleiner Aprilscherz aus der Mottenkiste von Kurt Felix: Verstehen Sie Spass? ;-) (oT)

Tassie Devil, Tasmania, Australia, Dienstag, 01.04.2008, 00:15 (vor 6518 Tagen) @ Matterhorn

- kein Text -

--
Gruss!
TD

Die StaSi tobt und Tassie kichert,
denn er ist Schaeuble abgesichert!

antworten
 

Diese lustigen Personen sind aber sehr kreativ: Kaufen Sie Dt. Bank ....

LenzHannover, Dienstag, 01.04.2008, 03:15 (vor 6518 Tagen) @ Tassie Devil

ist mir erst heuter wieder gesagt worden. Selbst wenn Ackermann das alles übersteht, weil er weiß, welch kriminelles Ding er da dreht, wird ein Untergang anderer an denen nicht schadlos vorbei gehen.

antworten
 

Tja wenn das so einfach ist.....

philliecht @, Dienstag, 01.04.2008, 01:16 (vor 6518 Tagen) @ Matterhorn

.... die Situation nach dem Aktienkurs zu beurteilen, dann ist ja alles

- Friede
- Freude
- Eierkuchen

Ich wünsche allerseits weiterhin angenehme Träume, aber auch ein fröhliches Aufwachen, wenn dann der finanzielle Migränenstift mit voller Wucht auf dem Kopf einschlägt.

Mit kopfschüttelnden Grüssen

Philliecht

antworten
 

Am Aktienkurs beurteilen:

Matterhorn, Dienstag, 01.04.2008, 01:52 (vor 6518 Tagen) @ philliecht

An was denn sonst?

It's a monkey business, gell?

antworten
 

Du wirst noch genug "Aktienkurse" bei der UBS sehen....

philliecht @, Dienstag, 01.04.2008, 02:09 (vor 6518 Tagen) @ Matterhorn

... wir sprechen uns dann, wenn z.B. irgend eine Institution aus gutem Willen noch 5 oder 10 Franken pro Aktie bietet, siehe Bear Stearns, und die UBS als Schnäppchen reinsaugt, damit sie nicht offziell konkurs geht.

Gruss

Philliecht

antworten
 

Es sieht nicht so aus, als dass UBS Konkurs geht

Matterhorn, Dienstag, 01.04.2008, 02:23 (vor 6518 Tagen) @ philliecht

Mit der erneuten (und auch vom Markt erwarteten) Kapitalspritze wurde ein weiterer Puffer geschaffen.

Man darf nicht vergessen, dass die gewaltig abgeschrieben haben. Trotzdem bleiben noch Positionen offen.

Subprime und Alt-A sind jetzt noch USD 31 Mrd
Andere Risikopositionen wurden stark reduziert (jedoch nicht quantifiziert).

Das Risk-Portfeuille ist schon stark geschrumpft, muss man sagen. Ich denke mal, dass diese nicht zu 100% abgeschrieben werden müssen.
Schlimmstenfalls kann man nochmals mit 5 Mrd rechnen, aber dann wirds sicher gegessen sein.
Nicht vergessen: Aus diesen Positionen sind in Zukunft wieder Aufwertungsgewinne möglich, und wenns gut rauskommt, nicht zu knapp. Niemand geht ernsthaft davon aus, dass alle diese Bonds default gehen. Vielmehr dürfte eine Reihe zu 100% zurückbezahlt werden.

Die stark positive Reaktion der Aktie heute hat mich auch überrascht. Aber eben, so läufts an den Börsen.

Die folgende Überlegung habe ich mir nach der Bear-Pleite gemacht:

- nach der Pleite damals (war ein Freitag/Montag) war das Sentiment extrem negativ, und alle rechneten damit, dass nun Lehman und gleich andere mitkippen. Lehman und GS brachten dann an dem Di Zahlen, welche für dieses Umfeld ok waren. Also Weltuntergang fiel mal aus.
- Jeder, der DA noch Aktien hatte war sich bewusst, wie es ums Big Picture bestellt war. D.h. es sind sehr sehr schlechte News in den Erwartungen drin (und eben auch für UBS). Da muss man sich die Frage stellen: "Was braucht es, damit ein Shareholder, der den ganzen Gloom im Hinterkopf hat, seine Aktien verkauft?"
-> es braucht die ultimative Katastrophen-Meldung, damit der Aktionär seine Erwartungshaltug den Aktien gegenüber zum NOCH negativeren wendet. Und die war nun wirklich nicht in Sicht.

Ich komme zum Schluss, dass wir in dieser Krise (grob gesehen) recht weit fortgeschritten sind, und im optimistischen Fall sind die underlying News im Q2 (was den negativen Newsflow angeht) durch.

Was machen die Aktien in der Zwischenzeit? Sie schauen nach vorne und steigen!

antworten
 

Nur eine C Welle

Pancho, Dienstag, 01.04.2008, 02:36 (vor 6518 Tagen) @ Matterhorn

Stellvertretend dazu der MDAX:

[image]

Und die kann sich auch bis Ende Mai/Juni hinziehen. Danach kommt die obligate Sommer-/Herbstbaisse wie es in Bärenmärkten so üblich ist.

Zum Glück kann ich nur sagen... Es zeigt sich nämlich, dass diese Baisse in geordneten Bahnen abläuft. Also nix Weltuntergang. Aber zu schmerzhaften Einschnitten wird es schon (noch) kommen.

Gruss Pancho

antworten
 

Ja, durchaus

Matterhorn, Dienstag, 01.04.2008, 02:43 (vor 6518 Tagen) @ Pancho

Nur: Der Bärmarkt ist jetzt schon ein paar Monate alt. Und im Durchschnitt laufen Bärmärkte etwa 9 Monate? Wahrscheinlich ists Mitte Jahr gelaufen mit dem Bärmarkt.

antworten
 

Mitte Jahr

Pancho, Dienstag, 01.04.2008, 03:42 (vor 6518 Tagen) @ Matterhorn

Nur: Der Bärmarkt ist jetzt schon ein paar Monate alt. Und im Durchschnitt
laufen Bärmärkte etwa 9 Monate? Wahrscheinlich ists Mitte Jahr gelaufen
mit dem Bärmarkt.

Gehts vermutlich erst so richtig zur Sache...

Wer sagt denn, dass ein Bärenmarkt etwa 9 Monate dauert? Der kann auch drei Jahre dauern. Siehe 2000-2003. Oder noch länger siehe 70-er Jahre.

Der MDAX hatte gerade mal 6 Monate Bärenmarkt.

Problem aus EW-Sicht: Was machen wir mit den unterschiedlichen Tiefs? Die einen Indices hatten im Januar das Tief, andere erst im März. Diejenigen Indices mit dem Tief im Januar müssten im bullishen Fall eine 3 hochlaufen, wobei die anderen Indices mit Tief im März erst in einer 1 stecken? Das passt gar nicht, weshalb ich im Zweifel davon ausgehe, dass eine C hoch läuft und die bisherigen Jahrestiefststände evtl. bereits diesen Herbst wieder unterboten werden.

Gruss Pancho

antworten
 

Bärenmärkte

Matterhorn, Dienstag, 01.04.2008, 03:50 (vor 6518 Tagen) @ Pancho

Der Bärmarkt 2001-2003 war nicht etwa der längste in der Geschichte?
Das in den 70ern war eher eine Seitwärtsbewegung mit Realverlust (Kurse Minus Inflation) als ein ausgewachsener Bärmarkt.

Es sprechen einfach ein paar fundamentale Daten dafür, eher im Optimisten-Lager zu sein.
Wichtig für mich: Bilanzen der meisten Unternehmen ausserhalb des Finanzsektors in Ordnung. Leverage auf aggregierter Basis viel niedriger als im Jahr 2000. Firmen per se also gesund (ohne Finanz!).
Wachstum der Weltwirtschaft bleibt robust. Nicht vergessen: Die USA wachsen bereits seit 2 Jahren deutlich unter Potenzial und trotzdem hält sich der Rest der Welt gut.

Ich gehe davon aus, dass, wenn diese Kreditkrise überstanden ist, die Aktien wieder recht gut laufen werden.

Erwartest du denn im Ernst eine Wiederholung der Baisse 2001-2003?

antworten
 

Bärenmarkt

Pancho, Dienstag, 01.04.2008, 04:19 (vor 6518 Tagen) @ Matterhorn

Der Bärmarkt 2001-2003 war nicht etwa der längste in der Geschichte?
Das in den 70ern war eher eine Seitwärtsbewegung mit Realverlust (Kurse
Minus Inflation) als ein ausgewachsener Bärmarkt.

Es sprechen einfach ein paar fundamentale Daten dafür, eher im
Optimisten-Lager zu sein.

Kurzfristig ja. Danach wird man weitersehen müssen...

Wichtig für mich: Bilanzen der meisten Unternehmen ausserhalb des
Finanzsektors in Ordnung. Leverage auf aggregierter Basis viel niedriger
als im Jahr 2000. Firmen per se also gesund (ohne Finanz!).
Wachstum der Weltwirtschaft bleibt robust. Nicht vergessen: Die USA
wachsen bereits seit 2 Jahren deutlich unter Potenzial und trotzdem hält
sich der Rest der Welt gut.

Die Börse handelt nicht die Vergangenheit und Gegenwart, sondern die Zukunft und die bleibt ungewiss. Mit Fundamentals kommt man da nicht weiter.


Ich gehe davon aus, dass, wenn diese Kreditkrise überstanden ist, die
Aktien wieder recht gut laufen werden.

Davon gehe ich auch aus. Fragt sich nur: Wann ist diese Krise überstanden?


Erwartest du denn im Ernst eine Wiederholung der Baisse 2001-2003?

Die Gefahr besteht. Das alternativ bullishe Szenario hat man m.E. mit den zeitlich unterschiedlichen Tiefs vergeigt. Aber vielleicht zaubern sie ja noch das eine oder andere Kaninchen aus dem Hut?

antworten
 

Kann man in der EW Glaskugel auch ein Untergang sehen ? Toll :-) (oT)

yoyo, Dienstag, 01.04.2008, 03:57 (vor 6518 Tagen) @ Pancho

- kein Text -

antworten
 

und jetzt auch die DeuBa mit 2,5 Mrd. (oT)

Querbanker, Dienstag, 01.04.2008, 00:11 (vor 6518 Tagen) @ Jens

- kein Text -

antworten
 

DeuBa heute +3% :-)) (oT)

yoyo, Dienstag, 01.04.2008, 03:59 (vor 6518 Tagen) @ Querbanker

- kein Text -

antworten
 

ist doch nur ein Aprilscherz...

Querbanker, Dienstag, 01.04.2008, 00:27 (vor 6518 Tagen) @ Jens

tatsächlich sind sie pleite...

[[euklid]]

Q

antworten
 

Plus 12.25 % bei 32.40 am Tageshoch in den neuen Tag?

Emerald, Dienstag, 01.04.2008, 13:39 (vor 6518 Tagen) @ Querbanker

Die Leerverkäufer mussten vor allem in der letzten Stunde das Handtuch
werfen.Morgen rechnen die Auguren uns vor was die Aufspaltung des
Konzerns an Kursphantasie ausmachen könnte.


Der designierte Nachfolger von Ospel, Peter Kurer, ist kein Banker aber ein dafür ein sehr gewiefter Jurist , davon hat die UBS gegenwärtig viel zu
wenig. Und die Eidgenössische Bankenkommission (EBK) mit sage und schreibe
10 (in Worten zehn) Mitarbeitern f. UBS tätig, ist heilfroh, dass intern
mehr Anwälte in den Teppich-Etagen verweilen.


Emerald.


PS:
Die Psychologie hat kurz gedreht ;
greift zu, sonst ist es zu spät ?

antworten
 
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