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re: contra ;)

Spartakus, Mittwoch, 02.04.2008, 09:28 (vor 6518 Tagen) @ Achilles

Hallo Achilles,

es ist schön so viele sachliche Argumente zu lesen, emotional vorgetragen, aber ohne Polemik oder dem geifernden Schaum, den man leider heutzutage in zu vielen Diskussionen vorfinden muß. Ich bin auch weiß Gott kein Gegner des Transrapid, sondern ein Gegner der Subventionspolitik. Natürlich brauchen gerade Infrastrukturprojekte einen "Anschub", aber dies betrifft wirkliche Innovationen, nicht Verbesserungen des bestehenden. Und der Transrapid mag technologisch innovativ sein, insgesamt betrachtet ist er "nur" eine weitere Konkurrenz zu Auto, Bahn und Flugzeug. Natürlich bietet er Vorteile, ansonsten müßte man darüber ja gar nicht nachdenken, doch ob die Vorteile die Kosten rechtfertigen, ich habe da meine Zweifel.


[quote]Wieviel Geld (umgerechnet in heutige Werte) wurde wohl für die Entwicklung
und ersten Einsatz der ersten Eisenbahn aufgebracht, oder des
Düsenflugzeugs oder der ersten Rakten. Das sind neben dem Ottomotor im
übrigen alls deutsche Erfindungen. Das der erste Pilot-Einsatz einer
solchen Technologie kostspielig sein wird, aufgrund von nicht vorhandenen
Größeneffekten, liegt wohl auf der Hand.[/quote]

Der Unterschied zu Eisenbahn, Düsenfliegern von mir aus auch noch Autobahnen oder Raketen, besteht darin, dass es vorher nichts vergleichbares gab. Vor der Eisenbahn war die Kutsche, ein Jet ist ein Quantensprung gegenüber der Propellermaschine, sowas wie Raketen existieren überhaupt nicht.
Der Transrapid konkurriert jedoch mit bestehenden Systemen. Als er in den 70igern entwickelt wurde, gab es eine große Lücke. Autos fuhren 80-100 im Schnitt, IC oder D-Züge fuhren vielleicht 150-160 Km/h, ein Fahrzeug mit der 3-4 fachen Geschwindigkeit hatte seinen Reiz, zumal die Fliegerei schlicht zu teuer für den Massentransport war. Zu dem Zeitpunkt, hätte man Konsequent auf den Transrapid setzen können. Aber statt dessen wurde mit Milliardenaufwand der ICE entwickelt - sicherlich ähnlich teuer, wenn ich allein an die Hochgeschwindigkeitstrassen denke. Mit Autos erreicht man heute locker 120-150 Km/h Schnitt, ICE's fahren z.B. München-Nürnberg 300 Km/h und die Fliegerei ist inzwischen so günstig, dass sich bei längeren Strecken nicht mal mehr die Bahn lohnt. Was letztlich auch logisch ist, außer den beiden Flughäfen wird praktisch keine Infrastruktur benötigt, keine Milliardenteuren Verbindungsnetze.
Die Frage die sich nun stellt, wozu mit Milliardenaufwand eine weitere Reise-Option aus dem Boden stampfen? Wo liegt der konkrete Mehrwert?


[quote]Im übrigen sei erwähnt, dass der Projekt des ersten bemannten Mondfluges
der USA in den 60er Jahren die Hälfte des US Haushaltsbugets eines Jahres
verschlingen sollte. Dennoch hat man es gemacht... obwohl der unmittelbare
Nutzen für das Land sicher weniger auf der Hand lag als heute beim
Transrapid. Aber dieses Projekt hat die USA technologisch an die
Weltspitze katapultiert. Große Unternehmen wie Intel, HP und IBM sind
entweder in diesem Projekt entstanden oder es hat sie nach vorne
katapultiert. Das WWW ist ein Kind dieses Projekts.[/quote]

Das WWW ist ein Kind des Arpanet, was ursprünglich US-Universitäten miteinander verband. Später wurde es als Ausfallsicheres Kommunikationsnetz im Falle des Atomkriegs gefördert. Mit dem Apollo-Projekt hat dies nichts zu tun. Wissenschaftlich und wirtschaftlich hatte die Mondlandung keinerlei Nutzen, sie war ein reines Symbol im kalten Krieg. Ich bezweifel auch die Auswirkungen auf die Halbleiterindustrie, die wirkliche Revolution fand erst ein Jahrzehnt später statt, als Microchips für jederman erschwinglich wurden. Die Apollo-Mainframe-Technologie hat vielleicht Unix zum Durchbruch verholfen, aber letztlich durchgesetzt haben sich ganz andere Technologien. Das sich Spin-Offs ergeben, wenn derart viel Geld für Forschung ausgegeben wird, erscheint mir eine Zwangsläufigkeit. Hätte man das Geld in die Bildung gesteckt, wer weiß wo wir heute ansonsten ständen.


[quote]Es geht beim Transrapid nicht darum eine winzige Strecke in Bayern zu
bauen, sondern darum, ob irgendwann alle Fernstrecken in
Deutschland/Europa mit dem Transrapid zu befahren sind![/quote]

Der Haken sind die Kosten. Wenn die Verbindung HBF-MUC bereits 3 Mrd. Kosten soll, wie teuer sollen denn dann erst Verbindungen nach Berlin, Hamburg oder Köln kosten? Geschweige denn der Ausbau auf europäisches Format. Gäbe es keine Eisenbahn, wäre es vielleicht sinnvoll, aber es besteht ja schon ein Netz was erwiesenmaßen bereits seit gut 100 Jahren funktioniert und stetig verbessert und ausgebaut wurde. Der Unterschied zwischen ICE und Transrapid rechtfertig einfach nicht die Kosten. Müßte man von vorn anfangen, mag es anders aussehen, aber die Netze existieren nun mal.


[quote]Warum das Flugzeug soviel billiger ist als ein Zug, kann ich nicht
beurteilen. In jedem Fall kann es nicht mit den betriebstwirtschaftlichen
Kosten des Zugbetriebs zusammenhängen... sondern mit den Kosten des
gesamten Schienennetzes. In jedem Fall ist der Transrapid das
Fortbewegungsmittel mit der höchsten Energieeffizienz. Über CO-2
Emissionen will ich garnicht reden. Beim Transrapid liegen Öknonomie und
Ökologie außnahmsweise mal nicht im Widerspruch. [/quote]

Mein Vergleich war natürlich hinterhältig, ich habe ein last-minute Flugangebot mit dem Regulärpreis der Bahn vergleichen. Vergleicht man termingenaue Linienflüge mit Sonderangeboten der Bahn, wäre das Preisniveau vermutlich genau umgekehrt. Aber sei es drum, wo wollte sich der Transrapid da einordnen? Die interessante Frage wäre, könnte er mittelfristig auch nur annähernd in diesen Preisregionen konkurrieren? Selbst wenn man die Anschubfinanzierung "kostenlos" bereitstellte? Ich habe da meine Zweifel.
Ökologisch mag der Transrapid derzeit der Stand der Technik sein, die Frage ist, wie die Ökobilanz aussehe, rechte man den Aufbau des Netzes hinzu. Es mag besser aussehen als bei der Bahn, der Haken ist eben nur, das Bahnnetz besteht schon. Die Flughäfen sind gebaut. Insofern macht der Transrapid vermutlich für Länder die eben nicht über bereits bestehende Infrastruktur verfügen wesentlich mehr Sinn.


[quote]In der obigen Präsentation kann man auch gerne nachlesen wie große der
Zeitvorteil beim Transrapid ggü. allen anderen Verkehrsmitteln ist... eben
bei mitteleren innerdeutschen Strecken, wie z.B. Frankfurt - München. Da
würde man mit dem Transrapid Non-Stop ca. 70 Minuten benötigen (Check-In
entfällt dabei). Wie lange brauchst Du mit dem Flugzeug vom Betritt des
Fluhafens FRA bis zum Ausstritt aus dem Flughafen MUC? Und dann bist Du in
München noch lange nicht in der Stadt... Weil Dich eben kein Transrapid in
10 Minuten dorthin bringt.[/quote]

Check-In funktioniert inzwischen problemlos Online, die Gepäckaufgabe und Abholung dauert vielleicht 10min für Abflug/- und Zielflughafen, glaube kaum, dass das beim Transrapid schneller gehen würde. Einzig der Sicherheitscheck nervt mich ungemein, aber wenn der erste Transrapid explodiert ist, dürfte da Gleichstand herrschen. Die Direktverbindung zwischen Städten mag mit dem Transrapid schnell sein, aber mein Ärgernis wäre es, wenn statt dessen Gelder im Nahverkehr so eingespart werden, dass man zum Zielort innerhalb der Städte dann 20min. auf die nächste Verbindung warten muß oder Abends auf ein Taxi angewiesen ist. Nebenbei dürfte die Innerstädtische Anbindung des Transrapid auch exorbitant teuer werden, zumal die Vorteile entfallen, denn innerhalb einer Stadt wird die Magnetbahn kaum mit Tempo >150 km/h fahren können wegen des Lärms.


[quote]Lange Rede, kurzer Sinn: In allen Studien zur Attraktivität des Standortes
liegt Deutschland ganz gut. Warum? Nicht wegen den günstigen Arbeitskräften
- bestimmt nicht, auch andere Faktoren sind nicht entscheidendn im
Vergleich zur Logistik und Transport. Da waren wir immer die Nummer 1 -
und sind es zum Glück immer noch. Wir sollten an unseren Stärken arbeiten,
dann müssen wir auch nicht die Löhne für einfache Arbeit auf 1 Euro senken!
Das ist meine tiefe Überzeugung.[/quote]

Ich denke es gibt 2-3 Gründe warum das Logistik/Transportwesen hierzulande gut ist, das Straßennetz ist extrem dicht, ob Flug oder Bahn, man kann sich halbwegs schnell und günstig bewegen und praktisch alles ist sofort oder kurzfristig und zu reelen Preisen lieferbar, samt dem nötigen Know-how. Was ein Transrapid daran ändern würde, erschließt sich mir nicht. Wer es eilig hat, nimmt eh den Flieger, wer arbeiten will, nimmt den Zug, wer beweglich bleiben muß, nimmt das Auto. Wo liegt also der entscheidende Vorteil des Magnetzuges?

Wo ich allerdings mal aus ganzem Herzen zustimmen muß, es wurden Milliarden in die Entwicklung des Wunderzuges gesteckt und das Konzept hat unbestreitbare Vorteile. Eine Demonstrationsstrecke, z.B. zw. Berlin und Hamburg hätte keine Unsummen gekostet und wäre vielleicht der Durchbruch für die internationale Vermarktung gewesen. Wäre es gescheitert, man könnte argumentieren, einen Versuch war es wert. So wurden Milliarden sinnlos verbrannt und es würde mich nicht wundern, wenn die Chinesen Erfolg damit hätten, denn ein Markt existiert gewiss für den Zug.
LG

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