@DT
Hallo DT,
ich halte den Artikel nach wie vor für gut, und zwar aus folgenden Gründen.
Der Artikel beschreibt die Stimmung und Entwicklung in unserer Gesellschaft im Kern richtig. Dass er sehr spät kommt und auch nicht das ganze Ausmaß dieser Wirtschaftkrise zeigt, ist richtig. Es ist auch kein Geheimnis, dass die SZ einen deutlichen Linkstouch hat. Nur muss man einfach bedenken, dass es ein großer Unterschied ist, ob ich in einem Forum oder Blog für ein paar hundert Leser mit vertieftem Spezialwissen schreibe oder für ein Blatt mit einer Auflage von ca. 700000 und einer Leserschaft, die über sehr unterschiedliches Wissen verfügt. Der Informationsstand hier im Forum ist ein anderer als der des durchschnittlichen Zeitungslesers – und das muss man einfach berücksichtigen. Außerdem darf man nicht vergessen, dass es bei einer Zeitung ganz klar auch wirtschaftliche Zwänge gibt, die dort zu berücksichtigen sind. Zeitungen brauchen Werbeeinnahmen und das schränkt auch die Handlungsmöglichkeiten ein (Rücksichtnahme auf Anzeigenkunden) – wird zwar immer bestritten, ist aber so.
Vor allem in Ostdeutschland, aber auch im Westen sympathisieren immer mehr Menschen mit dem Ideal einer sozialistischen Planwirtschaft, obgleich deren Konkursanfälligkeit erwiesen ist. Doch die größten Widersacher des Kapitalismus sind nicht mehr Sozialisten und Kommunisten - es sind die Wirtschaftsvertreter selber. Ungeniert missachten sie eherne ökonomische Gebote, wenn es dem eigenen Vorteil dient.
Ich glaube, der Satz war so gemeint, wie er geschrieben wurde. Man sollte da nicht zuviel hineininterpretieren.
Natürlich habe ich großes Verständnis dafür, dass viele hier im Forum angesichts der wirtschaftlichen Entwicklungen der Meinung sind, es würde ein ganz großes Rad gedreht, mit dem wir alle zusammen über den Tisch gezogen werden sollen. Daher ist es nur zu verständlich, dass hier im Forum immer weiter verbal aufgerüstet wird. Allerdings sehe ich die Gesamtentwicklung etwas anders. Ich wage an dieser Stelle einmal eine Prognose und behaupte, dass am Ende des Tages, wenn sich der Pulverdampf verzogen hat, wir alle feststellen werden, dass tatsächlich nur ganz kleine Lichter am Werk waren, denen die Dinge schlicht aus dem Ruder gelaufen sind. Das Ganze natürlich garniert mit den üblichen Gaunereien. Hier im Forum sollten wir daher auf der Hut sein, Dinge zu sehen oder irgendwo hinein zu interpretieren, die wir sehen wollen! Die Gefahr, dass das in turbulenten Zeiten passiert, ist groß â€“ und ist mir selber in letzte Zeit schon einige Male passiert. Ich habe festgestellt, dass mehr Gelassenheit in der Betrachtung der Dinge sehr hilfreich ist. Außerdem habe ich keine Lust, meine Zeit und Energie auf Kleingeister zu verschwenden, die sich zwar auf Kosten der Gesellschaft die Taschen vollgeschoben haben, aber deren Zeit schon längst abgelaufen ist. Dottores Spruch „Game over“ sollte man wörtlich nehmen. Das Spiel ist bereits zu Ende und die Karten werden demnächst neu gemischt. Und in diesem neuen Spiel brauchen wir weder Kommunisten noch das braune Gesocks - und darauf sollten wir achten.
In diesem Sinn noch einen schönen Sonntag.
Gruß Harryinfo
gesamter Thread:
- Guter und lesenswerter Beitrag in der SZ: Die Unverfrorenen -
harryinfo,
05.04.2008, 05:46
- Da ist ein Druckfehler: es muss heissen "Piraten", nicht "Ökonomen" (oT)
-
Jermak,
05.04.2008, 06:09
- Guter Journalismus? Na ich weiß nicht. Eine getarnte Beißverweigerung ist das. Der ist gebrieft. -
prinz_eisenherz,
05.04.2008, 07:50
- Stimmt. Im ganzen Artikel kein einziges Mal erwähnt: Die machen es nur den Beamten nach - mkT -
Mephistopheles,
05.04.2008, 08:20
- Die Beamten als Vorbild der Kolchosenführer? Ach na ja, wenn es nun mal so ist, Klasse setzt sich durch. (oT)
-
prinz_eisenherz,
05.04.2008, 08:29
- Ja natürlich. Genau so. Maqnager sind nichts anderes und agieren so wie - Beamte - mkT -
Mephistopheles,
05.04.2008, 08:39
- Bleiben nur noch die Künstler, die Mietnomaden und die Freiberufler, als letzte freie Menschen druchs wilde Kurdistan (oT)
-
prinz_eisenherz,
05.04.2008, 08:57
- Was ist an diesem Artikel denn nun "GUT"??? (oT) -
Artois,
05.04.2008, 09:43
- Bin ich gemeint oder harryinfo? Bei mir war er ungenügend bis sehr gut... - prinz_eisenherz, 05.04.2008, 10:13
- Was ist an diesem Artikel denn nun "GUT"??? (oT) -
Artois,
05.04.2008, 09:43
- Bleiben nur noch die Künstler, die Mietnomaden und die Freiberufler, als letzte freie Menschen druchs wilde Kurdistan (oT)
- Ja natürlich. Genau so. Maqnager sind nichts anderes und agieren so wie - Beamte - mkT -
Mephistopheles,
05.04.2008, 08:39
- Die Beamten als Vorbild der Kolchosenführer? Ach na ja, wenn es nun mal so ist, Klasse setzt sich durch. (oT)
- Stimmt. Im ganzen Artikel kein einziges Mal erwähnt: Die machen es nur den Beamten nach - mkT -
Mephistopheles,
05.04.2008, 08:20
- Was möchte der Autor mit diesem Artikel bewirken? (mT) -
DT,
05.04.2008, 23:42
- Hier der entscheidende Satz (fett) mT - DT, 05.04.2008, 23:48
- @DT - harryinfo, 06.04.2008, 03:56
- Da ist ein Druckfehler: es muss heissen "Piraten", nicht "Ökonomen" (oT)
