Freispruch für Greenspan! ... (Nein, habe keinen Sonnenstich)
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Freispruch für Greenspan
Alan Greenspan lässt uns per morgiger Financial Times (vorab hier) wissen, dass ihn die ständige Kritik von allen Seiten, wonach die FED und vor allem er selbst Schuld an den Kreditexzessen der letzten 10 Jahre trüge, und damit für die geplatzte Internet- als auch Housing-Bubble verantwortlich sei, ziemlich auf den Keks geht.
Er wehrt sich mit dem Argument, dass ein Zusammenhang zwischen monetärer Politik und den Bubbles statistisch sehr fragwürdig sei. Zudem sagt er, auch in anderen Ländern mit gänzlich anderer Zentralbankpolitik hätte es starke Anstiege bei den Immobilienpreisen gegeben, ohne dass man die dortigen Verantwortlichen ähnliche Vorwürfe vernehmen würde. Seiner Meinung nach wäre die Hauspreis-Bubble primär durch sinkende Realzinsen verursacht gewesen, welche wiederum durch weltweit hohe Sparquoten (â€Savings Glutâ€) bedingt waren. Und außerdem wären Vorkommnisse wie “Subprime†auf Fehler in der Banken- und Investmentindustrie zurückzuführen, aber nicht auf die Zentralbank.
Nun ist es bekanntlich sehr populär, über Greenspan zu lästern. Aber mal ernsthaft: ich glaube der Mann hat recht! Die Story vom “Savings glut†kaufe ich zwar weder ihm noch seinem Nachfolger Bernanke, der bekanntlich dasselbe Mantra kolportiert, ab. Aber die FED scheint mir an den Bubbles selbst relativ unschuldig und, wenn überhaupt, nur mittelbar verantwortlich. Und zwar aus folgenden Gründen: [Weiterlesen ->]
Ja, Greenspan hat absolut recht!
Divinum, Sonntag, 06.04.2008, 17:54 (vor 6517 Tagen) @ weissgarnix
Mir geht das ganze Gerede von der angeblichen Schuld der Fed an der US-Finanzkrise auch auf den Keks. Die Behauptung stimmt einfach nicht. Die Fed hat im großen und ganzen stets das Richtige getan. Wenn man überhaupt jemandem etwas vorwerfen kann, dann a) den Kreditinstituten und b) der US-Finanzaufsicht. Man plant ja jetzt in den Vereinigten Staaten eine "große Reform" bezüglich der Kompetenzen und Befugnisse der Finanzaufsichtsbehörden. Leider viel zu spät. Ein Artikel dazu vom 30. März '08:
Paulson verschärft US-Finanzaufsicht
Amerika steht vor der größten Reform seiner Finanzaufsicht seit der Weltwirtschaftskrise vor fast 80 Jahren. Nach den Plänen von US-Finanzminister Henry Paulson soll die Regulierung von Finanzmärkten, Banken, Versicherungen und Institutionen wie Hedge-Fonds gestrafft werden. Vor allem die US-Notenbank Federal Reserve (Fed) soll bei künftigen Finanzkrisen weitreichende Vollmachten erhalten, um systemische Risiken für den Finanzsektor zu begrenzen.
Absolute Übereinstimmung! (oT)
Matterhorn, Montag, 07.04.2008, 00:01 (vor 6516 Tagen) @ Divinum
- kein Text -
Die FED, die verführte Jungfrau, hilflos und unschuldig. Wurde darum Bernanke zur Rechenschaft vorgeladen? (oT)
prinz_eisenherz, Montag, 07.04.2008, 10:12 (vor 6516 Tagen) @ Matterhorn
Bubbles entstehen nicht...
Burning_Heart
, Sonntag, 06.04.2008, 18:37 (vor 6517 Tagen) @ weissgarnix
...weil der Fed-Zins bei 6 oder 1% ist, sondern der wird erst hinterher angepasst wenn die Bubble da ist und Angst verbreitet.
Bubbles sind wie Aktientrends. Man kann sie nicht vorher sagen, nur vorzeitig beenden.
Das ernniert mich an meine Kinderzeit: Der Paule hat die Scheibe zerdeppert, ich habe ihm nur den Stein gezeigt
prinz_eisenherz, Sonntag, 06.04.2008, 23:20 (vor 6516 Tagen) @ weissgarnix
Guten Morgen weissgarnix,
## Er wehrt sich mit dem Argument, dass ein Zusammenhang zwischen monetärer Politik und den Bubbles statistisch sehr fragwürdig sei. ##
Ob nun bei allen Blasen, die da in schneller Folge die letzten paar Jahre das Licht der Welt erblickt haben, das dort nur eine marginale Beziehung zwischen der Geldpolitik besteht, könnte sein, ist aber auch nicht der entscheidende Punkt. Das Argument mit der Statistik versucht aus einer gewissen Verzweiflung heraus einen Vorwurf zu entkräften, der so nie an die Adresse der FED gerichtet war.
## Zudem sagt er, auch in anderen Ländern mit gänzlich anderer Zentralbankpolitik hätte es starke Anstiege bei den Immobilienpreisen gegeben, ohne dass man die dortigen Verantwortlichen ähnliche Vorwürfe vernehmen würde. ##
Damit bestätigt er nur, indirekt, das was er oben schon als falsche Verteidigungsposition versucht hat aufzubauen, eine Scheinverteidigung, denn sie behauptet, das die Politik des billigen Geldes nicht dafür verantwortlich sei, das andere damit in unverantwortlicher Weise umgehen. Das ist das eine, umschleicht jedoch den eigentlichen Kern des Problems, bei dem er und seine Firma schuldhaft mitbeteiligt sind.
## Seiner Meinung nach wäre die Hauspreis-Bubble primär durch sinkende Realzinsen verursacht gewesen, welche wiederum durch weltweit hohe Sparquoten (â€Savings Glutâ€) bedingt waren. Und außerdem wären Vorkommnisse wie “Subprime†auf Fehler in der Banken- und Investmentindustrie zurückzuführen, aber nicht auf die Zentralbank.##
Das ist natürlich dummes Zeug, weil der gute Mann uns nur die Vorderseite der Medaille als die Hauptursache beschreibt. Gerade bei Hypotheken, aber auch bei Aktienkäufen im großen Stiel, gewollt, ausgelöst und angetrieben wegen des billigen Geldes, in großem Maßstab auf Kredit - siehe wie die Hedge – Fonds arbeiten - gerade dabei kann das Geld so preiswert sein wie es will, die dort getätigten Geschäfte sind aufgrund der Schuldensituation immer Geschäfte in die mittelfristige, in eine lange Zukunft hinein. Und gerade bei den Hausfinanzierungen, wo, über alles gesehen, das massenhafte Kleinvieh den überaus bombastischen und mehr als ärgerlichen Mist verursacht hat, gerade dort ist besonders deutlich geworden, wie wissentlich um die langfristige Tilgung dieser Schulden, bei minimaler Sicherheit der Schuldner, von denen die Kreditgeber wussten, wie diese vorsätzlich gehandelt hatten, vor den Expertenaugen der FED, das gerade verkehrt sein Argument ins Gegenteil.
Denn und nun wird es besonders düster, das Bild der FED, wenn schon die geplante Kriminalität in den USA stattfindet, mit stillschweigender Duldung der FED – Verantwortlichen, im großen Stil, dann muss sie auch dort wieder bereinigt werden. Das Bereinigen im Kapitalismus sieht als oberste Regel vor, das diejenigen, die so leichtsinnig das billige Geld vergeben haben, mit Absicht Kredite an ungeeignete Schuldner vergeben haben, das die beim absehbaren Scheitern ihrer Spielereien mit einer satten Pleite bestraft werden müssen, nach der wichtigsten Regel des Kapitalismus, auch wenn die Pleitewelle, wie eine Epidemie, das Land kurzeitig überzieht, gerade dann.
Wenn dann jedoch die FED, diese wichtige, sehr sinnvolle Regel des Kapitalismus, sie selbst tatkräftig dazu beiträgt diese außer Kraft zu setzen, indem sie die ungeeigneten Banken, einschließlich ihres ungeeigneten Personals, aus der Patsche hilft, wenn die FED bei denen, mit den bekannten Ankündigungen und tatsächlichen Handlungen, diese obengenannte Regel nicht seine heilsame Wirkung entfalten lässt, dann ist sie in erheblichem Maße daran Schuld, das diese und noch viele andere Blasen weiter entstehen werden, in immer schnellerer Folge, immer und immer wieder, weil ja die großen Spieler verstanden haben, das ihre Selbstbereicherung, ohne Risiko des Unterganges, jedes Mal vom Steuerzahler oder der FED wieder ausgebügelt wird.
So, das ist die andere Seite des Bildes und das zeigt keineswegs eine passive, eine unschuldige FED, das zeigt überdeutlich wie die FED sich dort als Mitspieler, an einer unheilbar kranken Bankenlandschaft beteiligt hat, diese auf der Wachstation immer wieder an die Herz - Lungen - Maschine der FED anschließt, um so künstlich deren Vitalfunktionen aufrecht zu erhalten.
wünsche eine erfolgreiche Woche
eisenherz
Das Argument verstehe ich nicht
Divinum, Montag, 07.04.2008, 02:40 (vor 6516 Tagen) @ prinz_eisenherz
So, das ist die andere Seite des Bildes und das zeigt keineswegs eine
passive, eine unschuldige FED, das zeigt überdeutlich wie die FED sich
dort als Mitspieler, an einer unheilbar kranken Bankenlandschaft beteiligt
hat, diese auf der Wachstation immer wieder an die Herz - Lungen - Maschine
der FED anschließt, um so künstlich deren Vitalfunktionen aufrecht zu
erhalten.wünsche eine erfolgreiche Woche
eisenherz
Hallo Prinz,
also das Argument verstehe ich nicht. Die Fed sollte deiner Meinung nach die Hilfeleistung unterlassen und das Bankensystem einfach krepieren lassen? Ich glaube, dass dies in den USA und auch außerhalb derselben so gut wie niemand wünscht (außer die bis zum Hals Verschuldeten). Eher im Gegenteil würden alle der Fed an die Gurgel gehen, wenn sie das machen würde. Es wäre auch unsinnig schon jetzt "die Geräte abzuschalten". Ein Patient, der von seinem Arzt diagnostiziert bekommen hat, dass er unheilbar an Krebs erkrankt ist und nur noch eine Lebenserwartung von cirka 10 Jahren hat, bringt sich auch nicht direkt am nächsten Tag um. Solange sein Leben lebenswert ist wird er selbstverständlich sein Leben weiterführen wollen. Erst recht dann, wenn er eine gewisse Verantwortung gegenüber anderen Menschen hat. Ebensowenig sollte ein Arzt seinen Patienten direkt am nächsten Tag umbringen oder ihn krepieren lassen, indem er ihm Medikamente oder andere lebensverlängernde Maßnahmen von vornherein verweigert. Ich finde auf jeden Fall, dass die Fed die "Herz-Lungen-Maschine" erst abstellen sollte, wenn der Patient wirklich starke Schmerzen leidet und freiwillig aus dem Leben scheiden möchte, nicht aber vorher. Die Fed macht das schon richtig.
Gruß
Ich weiß es, du verstehst es besser als ich, der Kiesfahrer, sei es drum, hier die Antwort
prinz_eisenherz, Montag, 07.04.2008, 05:00 (vor 6516 Tagen) @ Divinum
## Das Argument verstehe ich nicht##
Das nehme ich dir nicht ab, du möchtest mich testen, nicht wahr, weil du weiß, das ich nur ein aufmerksamer, gelehriger Beobachter des Getriebes der neuen Priesterklasse bin, die Religion des Geldes, mitsamt ihren Päpsten, Kardinälen, Pastoren und die Menge der Gläubigen?
Hallo Divinum,
1)
## Die Fed sollte deiner Meinung nach die Hilfeleistung unterlassen und das Bankensystem einfach krepieren lassen? ##
Schon deine Eingansfrage ist so gestellt, das sie mich abdrängen möchte, sicher ungewollt, denn du verstehst meinen Text weiter oben sehr wohl. Aber nun gut, ich setze hier das Gesamtpuzzle noch einmal teilweise zusammen.
Vor etwa zwei Jahren waren die ersten, düsteren Anzeichen zu beobachten. Jedenfalls für mich der, in aller Bescheidenheit, sowohl vom Erstellen baulicher Gewerke, auch Häuser genannt, als auch von dem seriösen seriösen Finanzieren dieser Bauwerke etwas versteht. Vor zwei Jahren nun und früher begab es sich, so schlecht ist mein Englisch denn doch nicht, jedenfalls zu dieser Zeit musste ich registrieren, das die Banken in den USA, die von der FED mit Geld bedient werden, Kredite für Hauskäufer vergaben, da sträubten sich mit die Nackenhaare, grundsätzlich, wegen der Menge, weil systematisch und skrupellos vorgeführt, an Käufer, die nicht einen Hauch einer ausreichenden Bonität hatten. Das Zurückzahlen dieser Hypotheken war somit von Beginn an, überlegt, mit einberechnet und um die Folge haben sich die daran beteiligten Verbrecherorganisation nicht geschert.
Und nun bitte aufgemerkt und darum ist deine Frage von oben nur eine Scheinfrage, eine Frage die aus der Ursache ein Wirkung machen möchte, denn das alles geschah vor den Augen der FED, und diese Zentralbank, deren Experten mussten wissen, was das schwer beherrschbare Resultat dieser Missetaten der Geschäftsbanken sein wird. Das mussten sie wissen, schon aus dem einfachen Grund, weil selbst ich, der Kiesfahrer, in 10 000 Km Entfernung es wusste, was daraus werden würde.
Was ich nicht wusste, was bis dahin für mich unvorstellbar war, das anschließend, als die Eiterbeule drohte in den USA selbst zu platzen, man dieses Problem in Richtung Europa ausgelagert hatte. Das wie, das weißt du selbst. Bisher war ich der Meinung und in Ausnahmefällen war es in Deutschland auch so, wenn eine Bank, der Vorstand , der Aufsichtsrat, die leitenden Angestellten Roulett spielen wollten, dabei das Geld ihrer Bank und das der Kunden verspielten, das dann diese Bank zu Recht auf die Müllkippe entsorgt wurde.
2)
Und deine nachfolgenden Betrachtungen gehen insofern am Kern der Sache vorbei, sie suggerieren Panik, erst eine Bank, dann zwei Banken, dann...... alle Banken gehen Pleite wenn ihnen die FED nicht hilft, das wird nicht so sein, das wäre nicht so gekommen. Nur einige der unverschämtesten, großen, mächtigen dieser Spinnmilben, die wären in der Tat pleite gegangen, wären von anderen Banken assimiliert worden, jedoch alle Überlebenden dieser blutigen Schlacht, die würden sich beim nächsten mal reiflich überlegen noch einmal auf die Karte FED zu setzen, bei ihren zum Scheitern verurteilten Gehabe und schon wäre die kapitalistische Welt wieder in bester Ordnung.
So funktioniert der Kapitalismus, der Unfähige scheidet aus, aber niemals alle, wie du es an die Wand malen möchtest, niemals. Aber als die FED die Unfähigen begann diese durchzufüttern, so funktioniert der Kapitalismus eben nicht, das ist Mutation ohne Auslese und das ist so, wie schlechte Erbanlagen immer weiter zu vererben und das bedeutet langfristig sich dem Selbstmord sehenden Auges hinzugeben, wo irgendwann eine weniger kranke Bank den anderen sterbenskranken Banken das Kopfkissen aufschüttelt und die Beine wäscht.
auch dir eine erfolgreiche Woche
eisenherz
Befugnisse der Fed
Divinum, Montag, 07.04.2008, 06:51 (vor 6516 Tagen) @ prinz_eisenherz
## Das Argument verstehe ich nicht##
Das nehme ich dir nicht ab, du möchtest mich testen, nicht wahr, weil du
weiß, das ich nur ein aufmerksamer, gelehriger Beobachter des Getriebes
der neuen Priesterklasse bin, die Religion des Geldes, mitsamt ihren
Päpsten, Kardinälen, Pastoren und die Menge der Gläubigen?
Nein mein werter Prinz, ich will dich wirklich nicht testen.
Hallo Divinum,
1)
## Die Fed sollte deiner Meinung nach die Hilfeleistung unterlassen und
das Bankensystem einfach krepieren lassen? ##Schon deine Eingansfrage ist so gestellt, das sie mich abdrängen möchte,
sicher ungewollt, denn du verstehst meinen Text weiter oben sehr wohl.
Aber nun gut, ich setze hier das Gesamtpuzzle noch einmal teilweise
zusammen.
Es kommt darauf an was du unter abdrängen verstehst. Vielleicht will dich von deiner bisherigen Meinung abdrängen, das kann sein. Zumindest will ich dir mitteilen, dass ich deine Meinung für nicht vertretbar halte. Deinen Text verstehe ich auf jeden Fall. Ich sagte aber, dass ich deine Argumentation nicht verstehe, das ist ein Unterschied. Ich habe ein Verständnisproblem in der Hinsicht, ob deine Argumentation vernünftigerweise vertretbar ist. Was du mir mit deinen Argumenten sagen willst ist mir schon klar.
Vor etwa zwei Jahren waren die ersten, düsteren Anzeichen zu beobachten.
Jedenfalls für mich der, in aller Bescheidenheit, sowohl vom Erstellen
baulicher Gewerke, auch Häuser genannt, als auch von dem seriösen seriösen
Finanzieren dieser Bauwerke etwas versteht. Vor zwei Jahren nun und früher
begab es sich, so schlecht ist mein Englisch denn doch nicht, jedenfalls
zu dieser Zeit musste ich registrieren, das die Banken in den USA, die von
der FED mit Geld bedient werden, Kredite für Hauskäufer vergaben, da
sträubten sich mit die Nackenhaare, grundsätzlich, wegen der Menge, weil
systematisch und skrupellos vorgeführt, an Käufer, die nicht einen Hauch
einer ausreichenden Bonität hatten. Das Zurückzahlen dieser Hypotheken war
somit von Beginn an, überlegt, mit einberechnet und um die Folge haben sich
die daran beteiligten Verbrecherorganisation nicht geschert.
Also erstmal hat die Fed grundsätzlich die Pflicht ihre Mitgliedsbanken mit mit ausreichender Liquidität zu versorgen. Sie hat aber nicht das Recht in sagen wir mal "interne Angelegenheiten" der Banken einzugreifen. An wen die Kreditinstitute Kredite vergeben, hat die Fed nichts anzugehen. Freie Marktwirtschaft sage ich nur. Das wird ja in Zukunft vielleicht geändert - siehe Paulsons Gesetzesentwurf, aber bisher hat die Fed in der Hinsicht keine Eingriffsbefugnis.
Und nun bitte aufgemerkt und darum ist deine Frage von oben nur eine
Scheinfrage, eine Frage die aus der Ursache ein Wirkung machen möchte,
denn das alles geschah vor den Augen der FED, und diese Zentralbank, deren
Experten mussten wissen, was das schwer beherrschbare Resultat dieser
Missetaten der Geschäftsbanken sein wird. Das mussten sie wissen, schon
aus dem einfachen Grund, weil selbst ich, der Kiesfahrer, in 10 000 Km
Entfernung es wusste, was daraus werden würde.
Ja, vielleicht wussten die Experten der Fed, was das Resultat der "riskanten" Kreditvergaben der Banken sein wird. Ja und? Die Fed ist an die Gesetze gebunden. Sie ist nicht der Gott des Geldsystems. Sie ist eine Art Behörde - oder sagen wir besser Beliehener - der gewisse gesetzliche Vorgaben hat. Die Fed hat gewisse staatlich eingeräumte Befugnisse und von denen kann sie Gebrauch machen, aber darüberhinaus kann sie nicht handeln. Und wenn die Banken Kredite an Wirtschaftsteilnehmer ohne hinreichende Bonität vergeben, dann muss sie eben all ihren Experten dabei zusehen ohne etwas dagegen unternehmen zu können.
Was ich nicht wusste, was bis dahin für mich unvorstellbar war, das
anschließend, als die Eiterbeule drohte in den USA selbst zu platzen, man
dieses Problem in Richtung Europa ausgelagert hatte. Das wie, das weißt du
selbst. Bisher war ich der Meinung und in Ausnahmefällen war es in
Deutschland auch so, wenn eine Bank, der Vorstand , der Aufsichtsrat, die
leitenden Angestellten Roulett spielen wollten, dabei das Geld ihrer Bank
und das der Kunden verspielten, das dann diese Bank zu Recht auf die
Müllkippe entsorgt wurde.
Ja, vielleicht hat man es in Richtung Europa ausgelagert (und nicht dorthin). Aber die Europäer haben es ja auch mit sich machen lassen. Da sie es zugelassen haben ist es ihr Problem.
2)
Und deine nachfolgenden Betrachtungen gehen insofern am Kern der Sache
vorbei, sie suggerieren Panik, erst eine Bank, dann zwei Banken,
dann...... alle Banken gehen Pleite wenn ihnen die FED nicht hilft, das
wird nicht so sein, das wäre nicht so gekommen. Nur einige der
unverschämtesten, großen, mächtigen dieser Spinnmilben, die wären in der
Tat pleite gegangen, wären von anderen Banken assimiliert worden, jedoch
alle Überlebenden dieser blutigen Schlacht, die würden sich beim nächsten
mal reiflich überlegen noch einmal auf die Karte FED zu setzen, bei ihren
zum Scheitern verurteilten Gehabe und schon wäre die kapitalistische Welt
wieder in bester Ordnung.
Nein, meine Ausführungen gehen nicht am Kern der Sache vorbei. Ich denke schon, dass zwar nicht alle, aber die meisten Banken pleite gehen werden. Und zwar genauso wie du es beschreibst, erst eine Bank, dann zwei Banken, dann... Dominoeffekt halt. Die Fed wird da schon versuchen zu helfen, aber ob diese Hilfe etwas bringen wird ist eine andere Frage. Ich jedenfalls glaube nicht, dass sie das System retten kann. Ich glaube Game Over ist angesagt.
Des Weiteren finde ich deinen Einwand, dass die Fed in unzulässiger Art und Weise den Banken hilft, unberechtigt. Die Fed versucht derzeit den Banken zu helfen, stimmt. Der Umfang ihrer Hilfe beschränkt sich aber darauf den Banken aus "Liquiditätsproblemen" zu helfen, nicht aber aus "Solvenzproblemen". Das letztere darf die Fed nämlich gar nicht, denn es wäre ein unzulässiger Eingriff in die "freie Marktwirtschaft" die Schulden der einen Bank zu bezahlen, während sie die Schulden der "vernünfigeren Banken" nicht bezahlt. Zu solchen Eingriffen ist die Fed nicht befugt. Und wie gesagt, die Fed steht nicht über dem Gesetz. Wenn sie den Banken wirklich aus ihren Solvenzproblemen zu helfen versuchen würde, dann wäre dein Argument berechtigt, so aber halte ich es für eine Übertreibung.
So funktioniert der Kapitalismus, der Unfähige scheidet aus, aber
niemals alle, wie du es an die Wand malen möchtest, niemals. Aber als die
FED die Unfähigen begann diese durchzufüttern, so funktioniert der
Kapitalismus eben nicht, das ist Mutation ohne Auslese und das ist so, wie
schlechte Erbanlagen immer weiter zu vererben und das bedeutet langfristig
sich dem Selbstmord sehenden Auges hinzugeben, wo irgendwann eine weniger
kranke Bank den anderen sterbenskranken Banken das Kopfkissen aufschüttelt
und die Beine wäscht.auch dir eine erfolgreiche Woche
eisenherz
Ich habe auch nicht gesagt, dass alle Banken pleite gehen werden. Ich glaube, dass sehr viele Banken, vielleicht fast alle Banken pleite gehen werden. Das ist keine Frage des üblichen kapitalistischen "Fressen und gefressen werden". Hier geht es um einen Crash, einen Kollaps, ein Game Over. Das ist etwas anderes. Ich glaube, dass soviele Banken pleite gehen werden, dass man mit voller Berechtigung von einem Game Over reden kann. Dass die Gefahr eines Game Over besteht, weiß die Fed und versucht deshalb im Rahmen der ihr gesetzlich eingeräumten Befugnisse (die bald wahrscheinlich ausgeweitet werden) zu verhindern. In dem Maße wie du der Fed eine Hilfe unterstellst, hat es aber bisher tatsächlich nicht gegeben. Aber selbst wenn es solche Hilfen wie du meinst gegeben hätte, dann wären sie meiner Meinung nach dennoch angemessen, wenn man sich den Schaden (den Finanzkollaps) vor Augen hält, der durch das Unterlassen dieser Hilfe eintreten könnte.
Gruß
Sorry, ein Schreibfehler
Divinum, Montag, 07.04.2008, 07:00 (vor 6516 Tagen) @ Divinum
Ja, vielleicht hat man es in Richtung Europa ausgelagert (und nicht
dorthin). Aber die Europäer haben es ja auch mit sich machen lassen. Da
sie es zugelassen haben ist es ihr Problem.
Es sollte eigentlich "und nicht nur dorthin" heißen.
Hallo Divinum, ich lenke mal unser Gespräch ins Ziel und lasse dich vorbeirennen, aber....
prinz_eisenherz, Montag, 07.04.2008, 08:05 (vor 6516 Tagen) @ Divinum
wie du gleich bemerken wirst, habe ich deinen Text sehr genau gelesen und könnte noch viel mehr dir antworten als in diesem Beitrag. Aber ich schließe hier meine Sicht der Dinge ab, indem ich auf eine Merkwürdigkeit bei deiner Argumentation hinweise.
Wenn es um die Entlastung der Handlungsspielräume der FED geht, dann möchtest du mir dieses Bankenkonsortium aus Privatbanken als einen stummen, stationären Diener vorführen, der zwar Geld herausgibt, auch für die Geldsteuerung und das Wohlergehen des Geldes einen Auftrag hat und dieser stumme Diener sieht zu, wie die Geschäftsbanken, über mehr als zwei Jahre mit aller Brutalität, mit diesem Geld die Geldwirtschaft an den Abgrund fährt, wenn nicht schon darüber hinaus, sie muss dabei hilflos zusehen, so möchtest du mir die Rolle der FED zeichnen?
Ich sage dir, das ist nicht die FED, die mächtigste Zentralbank der Erde, mit einem Vorsitzenden an der Spitze, wenn der Hof hält, dann erstarrt die gesamte Gemeinde, hängt an seinen Lippen und versucht diesem lebenden Orakel eine Botschaft zu entlocken. Das soll deine FED sein, die Geld verteilt, aber ansonsten die Finger aus dem Geschäft zu lassen hat? Das Divinum, das glaubst du selbst nicht.
Aber ich nehme dieses Argument von dir einfach mal als gegeben an, dann jedoch verwickelst du dich in deine eignen Anfangsthese, du postulierst einen Wachhund ohne Zähne, die FED, und formulierst dagegen, mehrmals im Text, das dieser Schoßhund aber so viel Macht hat, den daniederliegenden Banken mit kostenlosen Geldzuschüssen aus der Klemme zu helfen. Somit, ob du es selbst merkst oder auch nicht, du läufst mal in die eine und dann wieder in genau die entgegengesetzte Richtung, so wie es dir gerade als nützlich erscheint. Das bringt uns nicht weiter.
Und so frage ich dich, was ist die FED, ein nasser Waschlappen oder eine Allzweckwaffe in der Hand der sie bestimmenden Bankenmitglieder, deren Namen ich dir hier nicht noch einmal aufzuzählen brauche? Für eines von den beiden denkbaren Möglichkeiten solltest du dich schon entscheiden.
Persönliches:
Außer, das mir die Diskussion mit dir Freude macht, stelle ich einfach mal nur so fest, wir können uns über die FED und ihre Machtstrukturen solange den Kopf zerbrechen wie wir wollen, denen eine Plan aufzwingen wollen, um das zukünftige Handeln der FED einschätzen zu können, wenn es darauf ankommt, dann machen die den einen Tag das und am anderen Tag genau das Gegenteil und scheren sich nicht um irgendwelche Widersprüche. Die FED und ihre unterirdischen Wurzel und kleinen Helfer, die zusammengenommen sind verdammt stark und mächtig, auch ohne den Freimaurerunsinn.
bis denne
eisenherz
Fed-Mythos und Fed-Realität
Divinum, Montag, 07.04.2008, 12:29 (vor 6516 Tagen) @ prinz_eisenherz
wie du gleich bemerken wirst, habe ich deinen Text sehr genau gelesen und
könnte noch viel mehr dir antworten als in diesem Beitrag. Aber ich
schließe hier meine Sicht der Dinge ab, indem ich auf eine Merkwürdigkeit
bei deiner Argumentation hinweise.
Wenn es um die Entlastung der Handlungsspielräume der FED geht, dann
möchtest du mir dieses Bankenkonsortium aus Privatbanken als einen
stummen, stationären Diener vorführen, der zwar Geld herausgibt, auch für
die Geldsteuerung und das Wohlergehen des Geldes einen Auftrag hat und
dieser stumme Diener sieht zu, wie die Geschäftsbanken, über mehr als zwei
Jahre mit aller Brutalität, mit diesem Geld die Geldwirtschaft an den
Abgrund fährt, wenn nicht schon darüber hinaus, sie muss dabei hilflos
zusehen, so möchtest du mir die Rolle der FED zeichnen?
Ja, ungefähr so möchte ich dir die Rolle der Fed zeichnen. Du hast das jetzt zwar etwas überspitzt ausgedrückt, aber so ziemlich genau das ist die Rolle der Fed in Wirklichkeit, also abseits von Verschwörungstheorien. In zweierlei Hinsicht muss ich dich jedoch verbessern. 1. Ist die Fed kein herkömmliches privates Bankenkonsortium. Ich würde zum Beispiel den TÜV ja auch nicht als herkömmliches privates Unternehmen bezeichnen. 2. Haben die Geschäftsbanken nicht die Geldwirtschaft an den Abgrund geführt, sondern die Kreditwirtschaft. Ansonsten hast du die Fed aber schon ziemlich richtig beschrieben.
Ich sage dir, das ist nicht die FED, die mächtigste Zentralbank der Erde,
mit einem Vorsitzenden an der Spitze, wenn der Hof hält, dann erstarrt die
gesamte Gemeinde, hängt an seinen Lippen und versucht diesem lebenden
Orakel eine Botschaft zu entlocken. Das soll deine FED sein, die Geld
verteilt, aber ansonsten die Finger aus dem Geschäft zu lassen hat? Das
Divinum, das glaubst du selbst nicht.
Doch genau das glaube ich und so ist es. Die Fed hat Geld zu verteilen, aber ansonsten die Finger aus dem Kreditgeschäft der Banken zu lassen. Nach deiner Vorstellung ist die Fed anscheinend - korrigiere mich wenn ich falsch liege - der Gott des Geldsystems. Nach meiner Vorstellung ist sie das nicht. Ich hege in dieser Hinsicht keine mythologischen Vorstellungen.
Aber ich nehme dieses Argument von dir einfach mal als gegeben an, dann
jedoch verwickelst du dich in deine eignen Anfangsthese, du postulierst
einen Wachhund ohne Zähne, die FED, und formulierst dagegen, mehrmals im
Text, das dieser Schoßhund aber so viel Macht hat, den daniederliegenden
Banken mit kostenlosen Geldzuschüssen aus der Klemme zu helfen. Somit, ob
du es selbst merkst oder auch nicht, du läufst mal in die eine und dann
wieder in genau die entgegengesetzte Richtung, so wie es dir gerade als
nützlich erscheint. Das bringt uns nicht weiter.
Du hast einfach nicht verstanden (oder wolltest vielleicht nicht verstehen) was ich in meinem Beitrag ausdrücken wollte. Meine Ausführungen waren doch nicht so missverständlich, oder? Ich habe gesagt, dass die Fed den Kreditinstituten aus "Liquiditätsproblemen" helfen darf (zu unterscheiden von Solvenzproblemen). Vielleicht sollte ich den Ausdruck "Liquiditätsproblem" etwas konkretisieren. Liquiditätsproblem bedeutet, dass die Kreditinstitute für den Zahlungsverkehr ausreichend Zentralbankgeld brauchen (damit das funzt mit den Überweisungen und so), sie aber gerade nicht ausreichend davon haben. Der bargeldlose Zahlungsverkehr zwischen den Banken funktioniert abzüglich des Clearings eben nur mit Zentralbankgeld. In der Hinsicht geht es aber mangels ZB-Geld in letzter Zeit bei diversen Geschäftsbanken etwas zähflüssig. Deshalb ölt die Fed ein bisschen, damit es glatt läuft. Hierbei schenkt die Fed den Geschäftsbanken, die unter Liquiditätsmangel leiden, kein Geld, sondern gibt es ihnen auf Kreditbasis. Es ist aber was ganz anderes, wenn die Fed irgendwelchen überschuldeten Banken Geld schenken würde, damit sie ihre Schulden bezahlen können. Das ist der Fed zurecht strengstens verboten. Auch wenn du dir wünscht, dass ich mich in meinem Beitrag in Widersprüche verstricke, so ist doch kein Widerspruch darin vorhanden. Es würde mich aber freuen, wenn du das Gespräch das nächste mal ins Ziel bringen würdest.
Und so frage ich dich, was ist die FED, ein nasser Waschlappen oder
eine Allzweckwaffe in der Hand der sie bestimmenden Bankenmitglieder,
deren Namen ich dir hier nicht noch einmal aufzuzählen brauche? Für eines
von den beiden denkbaren Möglichkeiten solltest du dich schon
entscheiden.
Wenn ich mich entscheiden müsste, so würde die erste Möglichkeit, den Waschlappen, wählen. Ich kann ja auch nichts dafür, dass in den Medien die Rolle der Fed immer so übertrieben dargestellt wird und die Leute das glauben, aber so sieht es nunmal aus. Außerdem: Dass die Fed "in der Hand" ihrer Bankenmitglieder ist, halte ich für eine bielefeldartige Verschwörungstheorie. Aber: Bitte nenne mir doch mal die bestimmenden Bankenmitglieder. Würde mich echt interessieren, wer die Hintermänner der "Fed-Geldverschwörung" sind. Du wirst doch sicherlich deine Behauptung durch stichaltige Beweise (bitte keine Verschwörungstheorieliteratur) untermauern können.
Persönliches:
Außer, das mir die Diskussion mit dir Freude macht, stelle ich einfach mal
nur so fest, wir können uns über die FED und ihre Machtstrukturen solange
den Kopf zerbrechen wie wir wollen, denen eine Plan aufzwingen wollen, um
das zukünftige Handeln der FED einschätzen zu können, wenn es darauf
ankommt, dann machen die den einen Tag das und am anderen Tag genau das
Gegenteil und scheren sich nicht um irgendwelche Widersprüche. Die FED und
ihre unterirdischen Wurzel und kleinen Helfer, die zusammengenommen sind
verdammt stark und mächtig, auch ohne den Freimaurerunsinn.bis denne
eisenherz
Im Gegenteil wäre die Fed auch mit Freimaurerunsinn nicht halb so stark, wie du es mir weismachen willst. Sorry, ich glaube zwar an mancherlei Verschwörungen oder meinetwegen Verschwörungstheorien, ich glaube, dass die Amis 1969 nicht auf dem Mond waren und der US-Geheimdienst das WTC gesprengt hat, aber an die Fed-Verschwörung glaube ich nicht. Dazu habe ich mich viel zu viel mit den Fakten auseinandergesetzt.
@Divinum: FED, Mondlandung und WTC
Holmes
, Montag, 07.04.2008, 13:02 (vor 6516 Tagen) @ Divinum
Hi Divinum!
ich glaube zwar an mancherlei
Verschwörungen oder meinetwegen Verschwörungstheorien, ich glaube, dass
die Amis 1969 nicht auf dem Mond waren und der US-Geheimdienst das WTC
gesprengt hat, aber an die Fed-Verschwörung glaube ich nicht. Dazu habe
ich mich viel zu viel mit den Fakten auseinandergesetzt.
Dann habe ich gute Hoffnung, dass eine intensive Auseinandersetzung mit den Pro-Kontra-Denbatten in Bezug auf die Mondlandung und WTC ebenfalls Deine Meining ändert. Ich habe dazu zahlreiche Seiten durchstöbert und bin nicht der Ansicht, dass an den beiden Verschwörungstheorien etwas dran ist.
--
Beste Grüße,
Holmes
Mondlandung und WTC - Holmes
Divinum, Montag, 07.04.2008, 14:37 (vor 6516 Tagen) @ Holmes
Hi Divinum!
ich glaube zwar an mancherlei
Verschwörungen oder meinetwegen Verschwörungstheorien, ich glaube, dass
die Amis 1969 nicht auf dem Mond waren und der US-Geheimdienst das WTC
gesprengt hat, aber an die Fed-Verschwörung glaube ich nicht. Dazu habe
ich mich viel zu viel mit den Fakten auseinandergesetzt.
Dann habe ich gute Hoffnung, dass eine intensive Auseinandersetzung mit
den Pro-Kontra-Denbatten in Bezug auf die Mondlandung und WTC ebenfalls
Deine Meining ändert. Ich habe dazu zahlreiche Seiten durchstöbert und bin
nicht der Ansicht, dass an den beiden Verschwörungstheorien etwas dran ist.
Bezüglich der Mondlandung ist es gut möglich, dass ich meine Meinung ändere. Ich habe mich mit dem Thema nicht so intensiv beschäftigt, als dass ich abschließend urteilen könnte. Die offizielle Darstellung ist aber schon etwas widersprüchlich.
Was den 11.9 angeht, bin ich jedoch felsenfest davon überzeugt, dass die Amis das WTC selbst gesprengt haben. Und ich bin mir ziemlich sicher, dass ich in der Hinsicht meine Meinung nicht mehr ändern werde. Die Beweislage ist meines Erachtens viel zu eindeutig. Ich habe die Diskussion zwischen dir und anderen im Forum zu dem Thema teiweise mitverfolgt und deine Argumente konnten mich ehrlich gesagt überhaupt nicht überzeugen.
Gruß
WTC - Divinum
Holmes
, Dienstag, 08.04.2008, 00:18 (vor 6515 Tagen) @ Divinum
Bezüglich der Mondlandung ist es gut möglich, dass ich meine Meinung
ändere. Ich habe mich mit dem Thema nicht so intensiv beschäftigt, als
dass ich abschließend urteilen könnte. Die offizielle Darstellung ist aber
schon etwas widersprüchlich.
Was den 11.9 angeht, bin ich jedoch felsenfest davon überzeugt, dass die
Amis das WTC selbst gesprengt haben. Und ich bin mir ziemlich sicher, dass
ich in der Hinsicht meine Meinung nicht mehr ändern werde. Die Beweislage
ist meines Erachtens viel zu eindeutig. Ich habe die Diskussion zwischen
dir und anderen im Forum zu dem Thema teiweise mitverfolgt und deine
Argumente konnten mich ehrlich gesagt überhaupt nicht überzeugen.
Es gibt eine ziemliche Menge an "De-Bunking"-Sites, die sich mit den 9/11-Thesen beschäftigen. Eine meines Erachtens sehr ausführliche ist diese:
http://911myths.com/
Wer es lieber auf deutsch und einen deutlichen Schlag deftiger (im Ton) mag, dem sei diese hier empfohlen: http://www.werboom.de/vt/
Dazu auch das Forum, in dem auch heftigst diskutiert wird: http://mosaik911.foren-city.de/forum,4,023a3efbabc78f01c9d4737468672aea,-9-11-alles-and...
Meine Schlussfolgerung nach langen Nächten des 9/11-Wahns (ich hab schliesslich am Anfang auch gezweifelt):
- mindestens 95% falsche und bei näherer Beschäftigung hanebüchene Behauptungen
- keine schlüssige Verschwörungstheorie der "Skeptiker", sondern viele sich gegenseitig widersprechende Varianten
- die beste Erklärung für das Geschehene scheint mit der Arschtritt einer großen Nation durch eine kleine, entschlossene Gruppe zu sein, die gezeigt haben, dass nichts sicher ist und auch der Goliath durch einen wohlgezieltes Steinchen durchaus zu treffen ist
Wenn das ganze nur zur Vorbereitung des Irak-Krieges gewesen sein soll, dann erscheinen mir die Umwege über Afghanistan und falsche WMP doch sehr schlampig im Gegensatz durch einer notwendigen, exzellenten Planung einer 9/11-VT, oder?
--
Beste Grüße,
Holmes
WTC-Seiten - Holmes
Divinum, Dienstag, 08.04.2008, 05:24 (vor 6515 Tagen) @ Holmes
Hallo Holmes,
danke für die Links. Ich werde mich dort mal etwas einlesen und dann können wir gerne diskutieren.
Gruß
Greenspan hat auf dem Höhepunkt der Bubble und bei absolutem Zinsniedrigstand das Volk (mT)
DT
, Montag, 07.04.2008, 00:43 (vor 6516 Tagen) @ weissgarnix
in adjustable rate mortgages (ARMs) (anpaßbare Zinssätze) getrieben.
Ich such die Quelle noch raus, ich glaub, es war 2004 oder 2005.
Das ist nicht nur fahrlässig, das ist vorsätzlich. Schon damals war klar, dass das massiv schief geht, und seit diesem Zeitpunkt habe ich gedacht, daß sich die Banken flächenhaft Privatbesitz unter den Nagel reissen wollen.
DT
2004
Cosa
, Montag, 07.04.2008, 05:20 (vor 6516 Tagen) @ DT
in adjustable rate mortgages (ARMs) (anpaßbare Zinssätze) getrieben.
Ich such die Quelle noch raus, ich glaub, es war 2004 oder 2005.
****************
es war 2004:
Remarks by Chairman Alan Greenspan
Understanding household debt obligations
At the Credit Union National Association 2004 Governmental Affairs Conference, Washington, D.C.
February 23, 2004
...
One way homeowners attempt to manage their payment risk is to use fixed-rate mortgages, which typically allow homeowners to prepay their debt when interest rates fall but do not involve an increase in payments when interest rates rise. Homeowners pay a lot of money for the right to refinance and for the insurance against increasing mortgage payments. Calculations by market analysts of the "option adjusted spread" on mortgages suggest that the cost of these benefits conferred by fixed-rate mortgages can range from 0.5 percent to 1.2 percent, raising homeowners' annual after-tax mortgage payments by several thousand dollars. Indeed, recent research within the Federal Reserve suggests that many homeowners might have saved tens of thousands of dollars had they held adjustable-rate mortgages rather than fixed-rate mortgages during the past decade, though this would not have been the case, of course, had interest rates trended sharply upward.
American homeowners clearly like the certainty of fixed mortgage payments. This preference is in striking contrast to the situation in some other countries, where adjustable-rate mortgages are far more common and where efforts to introduce American-type fixed-rate mortgages generally have not been successful. Fixed-rate mortgages seem unduly expensive to households in other countries. One possible reason is that these mortgages effectively charge homeowners high fees for protection against rising interest rates and for the right to refinance.
American consumers might benefit if lenders provided greater mortgage product alternatives to the traditional fixed-rate mortgage. To the degree that households are driven by fears of payment shocks but are willing to manage their own interest rate risks, the traditional fixed-rate mortgage may be an expensive method of financing a home. "
Damals wurde gewarnt, u.a. die Consumer Federation of America (24.7.2004):
"Historically, ARMs were the most likely to be purchased by affluent consumers who could afford mortgage interest rate increases. But recently, ARMs, which are now the choice of more than 30 percent of mortgage purchasers, are being marketed by some lenders to all potential buyers, regardless of income or assets. More disturbingly, according to one report, subprime borrowers are more than twice as likely as those with high credit scores to purchase ARMs.
"Lenders who aggressively market ARMs to lower-income consumers and those with low credit scores are acting irresponsibly," said Brobeck. "Given the high probability of interest rate increases, an adjustable rate loan made to a family which can barely afford the initial monthly payments represents a ticking time bomb," he added."
Eiskalt ins Messer laufen lassen.
Gruss
Cosa
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Danke und Buchempfehlung
MariaBitterlich
, Montag, 07.04.2008, 02:24 (vor 6516 Tagen) @ weissgarnix
Vielen Dank, WGN, für diesen differenzierten Beitrag. Die pauschalen Verurteilungen Greenspans auch im Kontext der VTs sind nicht nur unfair (was ja im Prinzip egal wäre) sondern sie bringen den Verurteiler auch in seinem Verständnis der Zusammenhänge nicht wirklich weiter.
In dem Zusammenhang kann ich Mutigen nur dieses Buch empfehlen, denn man sollte auch immer die Argumente der Gegenseite hören und sich dann ein Bild machen.
MariaBitterlich
P.S. Bevor Nachfragen kommen: Die Anklageschrift und anderes habe ich auch gelesen. Letzteres Buch kann ich aus historischer Perspektive auch empfehlen, obwohl ich nicht alle Schlussfolgerungen des Autors teile.
Kenne die Bücher nicht ...
weissgarnix
, Montag, 07.04.2008, 05:58 (vor 6516 Tagen) @ MariaBitterlich
... vor allem Greenspans Bio habe ich noch nicht gelesen, weil ich den Mann für die Weltwirtschaft für ungefähr so relevant halte, wie die den Papst für das Entstehen meiner 2 Kinder ...
Habe aber "Das Greenspan Dossier" von Vogt/Leuschel gelesen, weil ich Claus Vogt eine Zeitlang als Analysten sehr schätzte. Aber dieses Werk ist wirklich kollossal schlecht, kann ich jedem nur von abraten ...
Auch im Spiegel steht die Aufsicht wäre schuld ...
LenzHannover, Montag, 07.04.2008, 05:10 (vor 6516 Tagen) @ weissgarnix
Ausgabe 15 aus 2008 S. 79
Gut ein halbes Dutzend Institutionen kümmert sich in den USA um die Börsen und Finanzaufsicht. Neben den Fed-Beamten sind auch die Mitarbeiter der Securities and Exchange Commission (SEC) im Prüfgeschäft, hinzu kommen kaum bekannte Behörden wie das Office of Thrift Supervision oder das Office of the Comptroller of the Currency.
... Für die Kreditinstitute hatte das zuletzt einen angenehmen Effekt. Sie konnten quasi frei wählen, von wem sie sich kontrollieren lassen. Eine Bankerkonferenz in Honolulu brachte das vor einem Jahr augenfällig zum Ausdruck: Gleich mehrere Behördenchefs buhlten dort gegeneinander um Kundschaft – und priesen dabei ihre lasche Aufsichtsmentalität als Vorzug an.
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Und bzgl. der Zinsen ist ja nicht das Problem, daß die zu niedrig waren, sondern das die lächerliche Sicherheiten akzeptieren - Zuletzt das Ding mit Carlyle, die zu 97% aus Schulden bestanden. Ob diese quasi GmbH dann auf den Caymanns oder in New York ihren sitzt hat, ist doch dann völlig unwichtig.
und dann bis dann 