Der Panikmodus wird aufgerufen
MausS
, Irgendwo in Sachsen, Dienstag, 08.04.2008, 11:33 (vor 6545 Tagen)
Denn anders läßt sich dies hier wohl nicht mehr erklären.
"Man" hat also entschieden, daß das "Game Over" jetzt tatsächlich ablaufen soll.
Diesbezüglich hatte ich bereits im "Alten Gelben" angemerkt, wie Bernankes Äußerung "aber sicher nicht im Umfang von einer Billion Dollar" (so etwa formulierte er es) zu verstehen ist - und ich werde damit wohl absolut Recht behalten.
Der Crash kommt, weil "man" ihn haben will, und weil diese "Ökonomie-Scharlatanerie" alle Zutaten dazu bereithält.
Was wir alle hier darüber denken bzw. davon halten, ist völlig unerheblich.
MausS
genau das gegenteil ist der fall
Dan
, Dienstag, 08.04.2008, 11:59 (vor 6545 Tagen) @ MausS
Denn anders läßt sich dies hier wohl
nicht mehr erklären."Man" hat also entschieden, daß das "Game Over" jetzt tatsächlich ablaufen
soll.Diesbezüglich hatte ich bereits im "Alten Gelben" angemerkt, wie Bernankes
Äußerung "aber sicher nicht im Umfang von einer Billion Dollar" (so etwa
formulierte er es) zu verstehen ist - und ich werde damit wohl absolut
Recht behalten.Der Crash kommt, weil "man" ihn haben will, und weil diese
"Ökonomie-Scharlatanerie" alle Zutaten dazu bereithält.Was wir alle hier darüber denken bzw. davon halten, ist völlig
unerheblich.MausS
Dadurch, dass jetzt so eine hohe mögliche Ausfallsumme bekannt ist können die Marktteilnehmer nicht mehr so richtig negativ geschockt werden. Nebeneffekt dieser 1 Billion Dollar Sache ist auch das jetzt jeder bescheid weiss da da was am dampfen ist und die Sache ernst nimmt ->>> NO CRASH
Crash kommt immer aus einer Ecke, die keiner auf der Rechnung hat!
eddie09
, Dienstag, 08.04.2008, 12:09 (vor 6545 Tagen) @ Dan
Aber er kommt, ganz sicher! Wenn sich der Betrag verzehnfacht hat, oder glaubt jemand das Märchen von lächerlichen 600 Mrd Euro?
Gruss
--
Politik ist so beschaffen, dass faule Früchte nur vom Baum fallen, wenn darunter ein Korb steht, der sie auffängt.
Wenn Du den konkreten Auslöser des unmittelbaren
MausS
, Irgendwo in Sachsen, Dienstag, 08.04.2008, 12:30 (vor 6545 Tagen) @ eddie09
Zusasmmenbruchgeschehens meinst, dann stimme ich Deiner Überschrifts-Formulierung "Crash kommt immer aus einer Ecke, die keiner auf der Rechnung hat!" uneingeschränkt und vollinhaltlich zu.
MausS
Bekannt sind...
eddie09
, Dienstag, 08.04.2008, 13:10 (vor 6545 Tagen) @ MausS
der konkrete Auslöser und die genannte Summe von 600 Mrd Euro. So weit so gut. Nur, 6 Billi oder mehr hat keiner auf der Rechnung. Wieso gibt der IWF eine Summe von 600 Mrd bekannt? Haben die das alles nach der Grundrechenart gerechnet? Also Zahlenkolonne und dann die Summe? Von wem haben die dann die Zahlen? So weit bekannt, kennen die Banken ja noch nicht mal ihren eigenen Schaden. Da wird wohl mehr als nur ein Anhänger auf die Gegenfahrbahn fliegen, das werden dann 10 Anhänger sein und die hat keiner auf der Rechnung.Einer mehr oder weniger ändert dann auch nichts mehr.
Der Crash entsteht dann aus der Vorstellung es könnten ja auch 20 sein und aus der Ungewissheit, wieviel es letztendlich wirklich sein werden.
Dottore hat vor gut 1 1/2 Jahren mal einen Satz geprägt, "die Experten hebts aus dem Anzug" Klar, wenn mehr als 10 Anhänger auf der Gegenfahrbahn liegen. Dann war das ein Monstertruck und den hat keiner kommen sehen.
Gruss
--
Politik ist so beschaffen, dass faule Früchte nur vom Baum fallen, wenn darunter ein Korb steht, der sie auffängt.
Genau so hab' ich's ja gemeint!
MausS
, Irgendwo in Sachsen, Mittwoch, 09.04.2008, 02:19 (vor 6544 Tagen) @ eddie09
und ich denke, daß man dies aus meinem Posting genau so auch herauslesen sollte.
Daß ich @dottore 'vollstens' zustimme, obwohl oder weil ich gerade aus ganz anderen, nämlich gesellschaftsphilosophischen Betrachtungen heraus zu exakt den selben Schlußfolgerungen gelangt bin, dürfte hier mittlerweile bekannt sein.
In meinem persönlichen Umfeld gibt es dazu fast schon soetwas wie eine eigene "Denkschule", deren "Anhänger" nicht zuletzt ihre täglichen Beobachtungen an der gesellschaftlichen, sozialen Basis dahinein einfließen lassen.
Und, mal ehrlich, W. F. Engdahl (dessen Werke ich gerade erst kennenlerne) schreibt und erklärt letztendlich nichts anderes.
Gut, das kann alles ganz anders sein, aber nur, wenn wir alle zusammen falsch liegen sollten...
MausS ![[[zigarre]]](images/smilies/zigarre.gif)
Aber nicht bei nur 600 Mrd Euro
eddie09
, Dienstag, 08.04.2008, 12:05 (vor 6545 Tagen) @ MausS
Hi,
möchte nicht falsch verstanden werden, Politik und Finanzen haben schon die Socken nass, aber wenn der Schaden gerade mal 600 Mrd Euro beträgt, dann ist das weniger als der Barwert aller Pensionsverpflichtungen ( 700 Mrd ) der öffentlichen Gebietskörperschaften. Es ist nur die Frage, auf welchen Zeitraum lässt sich dieser Schaden verteilen und wie leidensfähig ist der deutsche Michel, dem das noch locker zusätzlich aufgebrummt werden kann.
Nur vermute ich auch, der Schlag wird schnell kommen, da ist nicht mehr viel mit verteilen auf einen längeren Zeitraum, nur weiss man nie welche Vertuschungsmanöver Politik und Finanzen noch im Köcher haben.
Gruss
Eddie
--
Politik ist so beschaffen, dass faule Früchte nur vom Baum fallen, wenn darunter ein Korb steht, der sie auffängt.
Nicht dieser Betrag ist entscheidend!
MausS
, Irgendwo in Sachsen, Dienstag, 08.04.2008, 12:24 (vor 6545 Tagen) @ eddie09
Das ist doch offensichtlich!
Wer derlei Gedanken nachhängt, hat doch das "Problem" gar nicht erfaßt!
Wenn bei einem richtig großen Truck - nämlich der 'bedeutendsten Volkswirtschaft der Welt' - in voller Fahrt die Lenkachse bricht, macht sich doch der Fahrer in den Sekundenbruchteilen der höchsten Gefahr auch nicht Gedanken der Art, "Ist ja halb so schlimm, eine neue Achse wird mich in der Werkstatt, Gott sei Dank, ja gerade mal 'n paar Tausender kosten!"
DER SCHADEN DARAUS, was dieser sozusagen 'weltwirtschaftlich bedeutendste denkbare Achsbruch' anrichtet - durchbrochene Leitplanken auf dutzenden Metern, in den Gegenverkehr geschleuderte vollbeladene Anhänger, Massenauffahrunfall, dutzende total zertrümmerte Fahrzeugwracks, viele Tote und Verletzte, ausgelaufene Treib- und Schmierstoffe, unterbrochene Just-in-Time-Lieferketten, Vollsperrung für viele Stunden, und, und, und ... -
DER IST DAS, WAS WIR ZU FÜRCHTEN HABEN!
Meine Empfehlung: einfach mal im großen Zusammenhang denken!
Einen schönen Abend wünscht
MausS ![[[zigarre]]](images/smilies/zigarre.gif)
Ist es wirklich so einfach?
JoBar, Dienstag, 08.04.2008, 12:20 (vor 6545 Tagen) @ MausS
Der Crash kommt, weil "man" ihn haben will
Vielleicht doch noch einmal erst dies Posting Wann kommt der Crash? zu Gemüte führen, bevor wieder, wie aus der Pistole geschossen, die ganz schnellen, ganz einfachen Schwarz/Weiß-Erklärungen folgen
Grüße
J
Deshalb habe ich mich doch auch nicht auf 'morgen früh' festgelegt! (oT)
MausS
, Irgendwo in Sachsen, Dienstag, 08.04.2008, 12:26 (vor 6545 Tagen) @ JoBar
Nicht das Sprachrohr, sondern der 'Verkünder' der Nachricht
MausS
, Irgendwo in Sachsen, Dienstag, 08.04.2008, 12:39 (vor 6545 Tagen) @ MausS
ist das entscheidende Kriterium.
Meine Meinung: eine völlig neue Stufe der Eskalation wird offen ausgerufen.
Vielleicht faß' ich's ja falsch auf,
aber die ersten Ausläufer des bisher eigentlich eher noch unterirdischen finanziellen Schwelbrandes haben die Oberfläche, und damit die Realwirtschaft, ja nun erreicht.
Jetzt war es also an der Zeit, von der Steuerbrücke des Weltkapitals aus ein dementsprechendes Fahtsignal auszurufen, jedenfalls solange im Maschinenraum noch Feuer unterm Kessel gehalten werden kann...
MausS ![[[zigarre]]](images/smilies/zigarre.gif)
MausS hat recht.
harryinfo
, Dienstag, 08.04.2008, 13:23 (vor 6545 Tagen) @ MausS
Seine Einschätzung ist richtig, nicht die Zahlen sind von Bedeutung, sondern das, was gesagt wurde.
Angefangen hat das Spiel aber bereits am letzten Freitag mit folgender Meldung: Finanzaufsicht fürchtet Eskalation der Kreditkrise.
Gestern kam dann der Kommentar von Axel Weber: In dem Beitrag sprach er von einem Übergreifen der Finanzkrise auf die Realwirtschaft und nennenswerten Risikofaktoren für die globale Wirtschaftsentwicklung.
Heute erscheint der IWF auf der Bildfläche und empfiehlt den Regierungen sofortige Maßnahmen bzw. Notfallpläne zu entwickeln, da das Finanzsystem in einem sehr kritischen Zustand ist.
Betrachtet man vor diesem Hintergrund die restliche Nachrichtenlage, dann werde ich das Gefühl nicht los, dass vom IWF Großalarm ausgelöst wurde. MausS hat vollkommen recht, wenn er darauf hinweist, dass nicht die Zahlen in dem Beitrag das entscheidende sind, sondern der Inhalt. Ich nehme diesen Beitrag sehr ernst, zumal man bedenken muss, dass solche Statements zumeist rhetorisch weichgespült sind. Allerdings vermute ich, dass der Crash nicht „gewollt“ ist, sondern einfach nicht mehr zu verhindern ist, weshalb man die Flucht nach vorn antritt.
Also bei mir sind alle Alarmanlagen aktiviert und ich wundere mich sehr, dass diese Meldung allgemein so gelassen aufgenommen wird. Es scheint so, dass wir uns an die tägliche Hiobsbotschaft schon gewöhnt haben.
Gruß Harryinfo
Will man den Crash wirklich haben?
sensortimecom
, Mittwoch, 09.04.2008, 00:08 (vor 6545 Tagen) @ MausS
Der Crash kommt, weil "man" ihn haben will, und weil diese
"Ökonomie-Scharlatanerie" alle Zutaten dazu bereithält.
Wenn der Crash tatsächlich kommt, dann kommt er aus system-immanenten Sachzwängen, nicht weil man ihn haben will.
Einen Hurrican der Stärke 5 will auch keiner haben. Trotzdem kommt er.
Was ist das Wesen der gegenwärtigen Epoche?
rbp, Mittwoch, 09.04.2008, 00:48 (vor 6544 Tagen) @ sensortimecom
Wenn man einmal davon ausgeht, und man kann davon ausgehen, denn es gibt ausreichend Literatur die dies nachweist, wurde im 20. Jahrhundert der Kommunismus in seinen verschiedenen Ausprägungsstufen von Sowjetrußland bis FED ausprobiert.
An dessen Ende die Liquidierung der Militärdiktatur Sowjetunion stand.
Dies wurde nie besonders in den Mittelpunkt gerückt, Freiheit für den Ostblock, Demokratie und "Einheit Deutschland" gibt medial ja ein viel besseres Bild ab.
Im Zentrum für den Anfang dieses Jahrhunderts steht die Liquiedierung der Militärdiktatur USA.
Warum, weil der Einsatz von Atomwaffen bei einseitiger Überlegenheit einer Seite viel größer ist, als wenn ein Patt besteht.
Die militärische Stärke der USA beruht auf der Leitwährung $, d.h., die USA finanzieren ihre Rüstung und ihre militärische Stärke durch ein Defizit, das die ganze Welt wie in einer Art Steuer ihr letztendlich bezahlt.
Diese Macht kann nur durch die Liquiedierung des $ gebrochen werden und diesem Vorgang wohnen wir bei.
Weil aber auch die NATO mit liquiediert werden muß, wird der € sogar noch vor dem $ fallen.
Wer denkt darüber nach, worin der Unterschied zwischen der UN und der UNO besteht,
wer denkt darüber nach, worin der Unterschied zwischen der EU und dem Europarat besteht,
wer denkt darüber nach, worin der Unterschied zwischen einem Grundgesetz und einer Verfassung besteht (146 GG),
wer denkt darüber nach, daß die USEUCOM nicht dem US-Verteidigungsministerium untersteht, sondern dem US-Präsidenten unmittelbar und sogar einen eigenen vom Pentagon unabhängigen Haushalt hat,
sollte man aber.
Der Crash ist so gewollt
MausS
, Irgendwo in Sachsen, Mittwoch, 09.04.2008, 02:54 (vor 6544 Tagen) @ sensortimecom
wie das "Zeigen!" beim Pokern.
Nur die Runde, bei welcher diese Ansage letztendlich erfolgen wird, und die Summen, die in diesem Moment genau auf dem Tisch im Spiel sind, stehen anfangs noch nicht exakt fest.
Das wirtschaftliche Vermögen der Mitspieler ist gleichwohl in etwa abzuschätzen - also eine GewinnVORSTELLIUNG - existiert ganz sicher von Anbeginn an!
Denn um was geht es beim "Crash" denn konkret:
Um das privatwirtschaftliche Festzurren der in der vorangegangenen geschichtlichen Etappe anderen Konkurrenten sowie (mit letzteren gemeinsam) der sozialen und natürlichen Umwelt abgetrotzen Gewinne, also der ergaunerten Vermögenswerte.
Und dies eben nicht in betrieblicher, branchen- oder "volkswirtschaftlich" begrenzter Dimension, sondern in der
Dimension der ganzen, weiten Welt!
Dabei ist Geld nur ein Werkzeug, nicht mehr!
Wer die Macht besitzt (da trifft dieses Wort wieder den Kern - denn nichts ist von ewiger Dauer, gelle!) braucht kein Geld, er überläßt es seinen Schergen und dem Pöbel - sollen die sich doch darum balgen!
Sobald man Geld existenziell benötigt, zeigt dies untrüglich den Mangel bzw. Schwund der eigenen Macht an!
Stalin war kein Milliardär, die Bushs sind es (meines Wissens) auch nicht.
Macht basiert nicht auf Besitz, sondern auf gesellschaftlich anerkanntem und damit jederzeit zu verwirklichendem EIGENTUM!
Nur hypnotisierte Völker lassen sich absolutistisch regieren.
Solange der Zauber von des "Kaisers tollen Kleidern" funktioniert, kann man die Massen nach belieben alle nur erdenklichen "Kunststückchen" vollführen lassen!
Stalin war zu seinen Lebzeiten der Eigentümer Rußlands, nicht der Besitzer.
Ludwig der XIV. besaß Frankreich nicht, aber es geHÖHRTE ihm!
Mao und Saddam lassen ebenfalls grüßen!
Und in Ergänzung von diesem guten Posting:
- Wer denkt über den Unterschiede zwischen Besitz und Eigentum nach?
MausS ![[[zigarre]]](images/smilies/zigarre.gif)
PS: Im Übrigen enthält auch dieser Beitrag keine "Weltformel", er soll es nicht und er erhebt in keiner Weise den Anspruch darauf!
Vereinfachungen, Verallgemeinerungen und Irrtümer sind also "inclusive"!
