Zum Teufel mit der Globalisierung?
Zum Teufel mit der Globalisierung?
von weissgarnix, 9. April 2008
Der weltweite Hunger kehrt zurück auf die Titelseiten: die exorbitant gestiegenen Kosten für Reis und andere Grundnahrungsmittel treiben die Leute in Ägypten auf die Strassen, wo 40% der Bevölkerung in absoluter Armut dahinvegetieren. Ähnliche Bilder aus Haiti, wo die Verzweiflung des Pöbels in Vandalismus umgeschlagen hat und Massenunruhen nur noch unter Einsatz der dort stationierten UN Friedenstruppen eingedämmt werden können. Die Lage in Haiti, das ärmste Land der westlichen Hemisphäre scheint besonders prekär, ist das Land zur Versorgung seiner Bevölkerung mit Lebensmitteln doch auf jährliche Auslandshilfe von rund 100Mio Dollar angewiesen, von denen für dieses Jahr aber erst 15% eingeworben werden konnten.
Theoretisch sollte es solche Bilder nicht geben. Theoretisch sollte in Zeiten der Globalisierung doch die Versorgung der Bevölkerung mit allem möglichen deutlich umfassender und billiger werden, eigentlich auch in den ärmeren Regionen des Planeten. Was läuft da in der Praxis also schief? Oder haken wir das Phänomen ab, als einen Übergangsprozess, der halt die genannten Länder und noch ein paar mehr mittelfristig benachteiligt, bis sie dereinst die Früchte der Globalisierung auch genießen werden und es ihnen allen besser geht? Sind also zunächst mal nur die etablierten Länder des industrialisierten Westens die großen Gewinner? [Weiterlesen ->]
