Wall Street an der Spritze
Wenn ich früher an Spritzen dachte, dann kam mir zuerst immer der Zahnarzt in den Sinn oder Heroin oder Botox. Doch jetzt ist alles anders. Spritzen dominieren die Wirtschaftsseiten – Kapitalspritzen. Ben Bernanke hat sich in einer lustigen Runde eingefunden, die immer das gleiche Ziel hat, Löcher zu füllen und die Realität zu verschönern, auch wenn es nicht nachhaltig ist.
Die Wallstreet-Banken sehen inzwischen aus wie Bordstein-Mädchen, die etwas zu lange im Geschäft gewesen sind. Statt der Konkurrenz Platz zu machen, werden den Investmentbanken die Falten geglättet und die tiefen Furchen gefüllt, doch es ändert nichts daran, dass das Comeback nicht aus eigener Kraft erfolgt und wie bei den Botoxspritzen eine allein nie genug sein wird.
Spritzen hin oder her, die Rechnung müssen wir letztlich alle bezahlen, egal ob die Zentralbanken die Banken wieder zurück zu alter Blüte bringen oder nicht, und zwar durch Inflation. Ob die aufgefrischten Mädchen den Preis wert sind, entscheidet nicht die Kundschaft, sondern die Zuhä…. (hüstl) Zentralbanken.
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