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Allg. Frage zum Thema Automobil-Industrie und Kreditkrise (mvT)

Lex Mercatoria @, Freitag, 14.12.2007, 08:45 (vor 6610 Tagen)

Hallo liebe Board-Gemeinschaft!

Die deutsche Automobilindustrie (die heiss geliebte und viel gescholtene) in ein paar Zahlen:
Eine dreiviertel Mio. direkt beschäftigter Menschen, dazu nochmal über 300.000 bei der Zuliefer-Industrie.
In 2006 wurden 3,5 Mio. neue Fahrzeuge in D. zugelassen (natürlich nicht nur deutsche...)
Wikipedia schreibt was von "...herausragender Bedeutung in der deutschen Volkswirtschaft"

Na schön. Kennen wir, alter Hut.

Aus Sicht von Lieschen Müller sieht die Thematik i.d.R. folgendermaßen aus:
Automobilhersteller zu sein, heisst, folgende Fragestellung möglichst gut zu beantworten:
Auf welchen Märkten können welche Fahrzeuge in welchen Stückzahlen zu welchem Preis verkauft werden?
Und mit der jeweiligen Rendite-Vorgabe ergibt sich daraus mittels simpler betriebswirtschaftlicher Kalkulation, wieviel Entwicklung, Fertigung, Marketing etc. kosten dürfen, um den Business-Case zu erfüllen.
Und wenn der Hersteller dann alles richtig macht und die Kunden ebenso (also brav die Autos kaufen), brummt der Laden und alle sind glücklich.

So weit, so gut - ABER:
Autos werden ja nicht gekauft (so wie auf dem Wochenmarkt Obst und Gemüse gekauft wird), sondern Autos werden in erster Linie kreditfinanziert oder geleast; dies gilt sowohl für die Produkte der Volumenhersteller (siehe zig Varianten an Finanzierungsangeboten), als auch für die Premiumhersteller (einige Luxus-Fahrzeug-Typen erreichen in Deutschland mittlerweile einen Leasing-Anteil von 98%!!!). Und wer die Geschäftberichte von Automobilherstellern aufmerksam liest, kommt irgendwann an die Stelle, an der über die hersteller-eigene Bank berichtet wird, und irgendwo steht dann auch so was wie: "bla bla...mittels marktüblicher derivater Finanzinstrumente...bla bla...".
Kein Auto-Hersteller kann aber 36 Monate oder länger darauf warten, bis die Kunden ihre Fahrzeuge endlich abgestottert haben. Der "bezahlte" Preis muß nach Vertragsschluß sofort auf's Hersteller-Konto, ohne wenn und aber. Geld gibt's aber (letztlich) nur, wenn die Kredit- und Leasing-Verträge gebündelt durch Verbriefung an den Kapitalmarkt weitergereicht werden können (ach so, DAS meinten die also mit den derivaten Finanzinstrumenten). Dies ist in der Tat die wesentliche Aufgabe der Auto-Banken; dafür sorgen, daß tatsächlich Cash hereinkommt (von den Kunden kommt ja nix!!!). Wer den Auto-Markt kennt, der weiss, daß sich die Hersteller in zunehmendem Maße gegenseitig unterbieten mit niedrigen Leasing-/Finanzierung-Raten. Na klar, solange man Kreditforderungen elegant am Kapitalmarkt loswerden kann, ist's doch eh wurscht...

Das heisst also, daß sich für einen Fahrzeug-Hersteller im wesentlichen nur eine Frage stellt:
Nicht: Wieviele Autos kann ich verkaufen?
Sondern: Wie aufnahmefähig ist der Finanzmarkt für meine(mittels "Autoverkäufen" produzierten) verbrieften Kredite?
Unendlich, nehme ich mal an - denn sonst wären ja die angekündigten Steigerungen der Absatzzahlen aller Hersteller für die nächsten Jahre kaum machbar...

Aber wo landen die verbrieften Autokredite? In Fonds? Werden die dann dem braven Lieschen Müller vom netten Banker angeboten? "Den neuen Audi können Sie ja finanzieren oder leasen - damit bleiben Sie flexibel mit Ihren Ersparnissen. Ich habe hier übrigens ein ganz tolles Fond-Angebot...".
Irgendwann ist also jeder (Auto-Kredit-)Schuldner sein eigener Gläubiger???
Oder wird die Notenbank in Zukunft auch Auto-Kredite diskontieren (natürlich nur von Premium-Herstellern, Qualität muß schon sein...)?

Ach ja: Wie ist das eigentlich mit der Besicherung von Autokrediten?
Die "Wertentwicklung" eines PKWs gleicht dem Abwurf einer Fliegerbombe - es geht nur nach unten und am Ende wird der Wert in kg Stahlschrott ausgedrückt! Autos sind üblicherweise keine Assets - sondern schlicht und ergreifend sehr teure Konsumartikel (Mittel zum Zweck eher selten). Wirklich Wertvoll sind sie nur, solange sie irgendwo buchhalterisch geführt werden und natürlich im guten alten "Schwacke" - aber dieses Buch taugt bestenfalls als Grimm-Ersatz zum abendlichen Vorlesen für die Kinder.
In der Welt der Erwachsenen läuft das aber eher so: Ein typischer Leasing-Rückläufer wird heute üblicherweise mit einem rein buchhalterischen Restwert taxiert und (in Ermangelung eines Käufers, der verückt und/oder solvent genug wäre, diesen Preis zu bezahlen) entweder dem Leasing-Kunden auf's Auge gedrückt (wenn der sich standhaft verweigert, dann gibt's eben 'ne fette Nachzahlung wegen Mängel) oder verbleibt als bleischwerer Ladenhüter beim Händler oder wird (die Knüllervariante schlechthin) gleich nochmals verleast - ja,ja, Gebrauchtwagen-Leasing ist stark im kommen! Eines ist gewiss: Wer am Ende das Auto in Händen hält, hat den schwarzen Peter (egal, ob Kunde oder Händler). Komisch eigentlich, wo das tolle Auto doch mal eine Menge Geld gekostet hat!?!?
Die einzig seriöse Einschätzung zum wahren Wert eines Autos kommt allenfalls von denen, welche im Ruf stehen, besonders unseriös zu sein: Die Fähnchenhändler auf dem Kiesparkplatz. DIE kennen den feinen Unterschied zwischen Angebotspreis (buchhalterische Fantasiewelt) und Verkaufpreis (realer Markt)...

Eines kann ich jedenfalls sehen: Zunehmendes krepieren von Autohändlern und Auto-Leasing-Gesellschaften und immer abstrusere Methoden des Auto-"Verkaufs".

Was mich nun interessieren würde: Droht hier der Automobil-Branche in absehbarer Zeit (im Zuge der Kreditkrise) richtig großes Ungemach? Keine Autokredite mehr = keine Autoverkäufe mehr? Oder alles halb so wild?
Insbesondere ein Aspekt ist mir nicht ganz klar:
Derzeit ist es so, daß die Hersteller bei Markteinbrüchen z.B. in Deutschland auf "neue Wachstumsmärkte" verweisen (Asien usw.). Aber auch auf diesen Märkten ist es nun einmal so, daß die Kunden die Fahrzeuge in erster Linie finanzieren oder leasen. Und der Finanzmarkt, an den die Kredite weitergereicht werden, ist doch nicht der jeweilige ("neue") nationale Markt, sondern eben der globale Finanzmarkt - oder sehe ich das falsch? Was also bringen neue Absatz-Märkte im Bezug auf die Möglichkeit, zusätzliche verbriefte Kredite platzieren zu können?


Viele Grüße von
Lex, dem Autohändler
(der die Welt immer weniger versteht...)

antworten
 

Fallbeispiel

QuerDenker @, Freitag, 14.12.2007, 12:12 (vor 6610 Tagen) @ Lex Mercatoria

Hallo Lex M.

Aber wo landen die verbrieften Autokredite? In Fonds? Werden die dann dem
braven Lieschen Müller vom netten Banker angeboten? "Den neuen Audi können
Sie ja finanzieren oder leasen - damit bleiben Sie flexibel mit Ihren
Ersparnissen. Ich habe hier übrigens ein ganz tolles Fond-Angebot...".
Irgendwann ist also jeder (Auto-Kredit-)Schuldner sein eigener
Gläubiger???
Oder wird die Notenbank in Zukunft auch Auto-Kredite diskontieren
(natürlich nur von Premium-Herstellern, Qualität muß schon sein...)?

D.h. irgendwann fordert der Leasingnehmer einfach "sein Auto" als Auszahlung ..
Wäre eine interessante Lösung <img src=" />


Ich kenne hier sogar Fälle wo das Geld des Leasingkunden und Eigenumsrechte solange zwischen verschieden Bank+Leasing+Fuhrparkmanagement-Töchtern von Herstellern "hin-und-her-geschoben" wird, daß irgendwann sogar die Existenz des (juristischen) Leasingvertrags per se in Frage gestellt werden kann.

Beispiel aus der "Praxis": Hersteller xyz hat
xyz-Bank (z.B. GmbH) -- ist oft "Vollbank"
xyz-Leasing ...
xyz und/oder abc Fuhrparkmanagement
------- Kenner wissen ab jetzt um wen es geht [[top]]
+++
xyz- Leasing betreibt aber keine echte Geschäftstätigkeit und hat keine - "arbeitenden" - Angestellten (nur GF)
Geld des "Leasingnehmners"/Kunden fließt "zwangsweise" auf extra für diesen Zweck eröffnetes Konto bei der xyz-Bank
(Die xyz-Bank hat als pro Leasingobjekt EIN extra Konto auf Namen des Leasingnehmers ...)
Der Weg zur xyz-Leasing (oder ggf. xyz-FPM) ist "nicht definiert" .......
Jeglicher Kontakt erfolgt nur über Mitarbeiter der xyz-Bank.
Es erscheint folglich so zu sein, daß auf jeden Fall die xyz-Leasing eine Scheinfirma ist.
Der Leasingvertrag ist aber angeblich zwischen xyz-Leasing und Kunde geschlossen ...

Das darf man sich doch erstmal auf der Zunge zergehen lassen


Zusammengefasst:

Die "Kreditkrise" - mir gefällt hier "Systemcrash" besser <img src=" />
führt unweigerlich zum Implodieren solcher "Verschleierungsstrukturen"

Also "cave" beim Autokauf !

--
10cc: 'communication is the problem to the answer' <img src=" />

antworten
 

Fallbeispiel

Lex Mercatoria @, Freitag, 14.12.2007, 13:46 (vor 6610 Tagen) @ QuerDenker

Hallo Querdenker!


Ich kenne hier sogar Fälle wo das Geld des Leasingkunden und
Eigenumsrechte solange zwischen verschieden
Bank+Leasing+Fuhrparkmanagement-Töchtern von Herstellern
"hin-und-her-geschoben" wird, daß irgendwann sogar die Existenz des
(juristischen) Leasingvertrags per se in Frage gestellt werden kann.

Beispiel aus der "Praxis": Hersteller xyz hat
xyz-Bank (z.B. GmbH) -- ist oft "Vollbank"
xyz-Leasing ...
xyz und/oder abc Fuhrparkmanagement
------- Kenner wissen ab jetzt um wen es geht [[top]]
+++

Ja - die Protagonisten dieser schäbigen Leasing-Possen sind mir bekannt...

xyz- Leasing betreibt aber keine echte Geschäftstätigkeit und hat keine -
"arbeitenden" - Angestellten (nur GF)
Geld des "Leasingnehmners"/Kunden fließt "zwangsweise" auf extra für
diesen Zweck eröffnetes Konto bei der xyz-Bank
(Die xyz-Bank hat als pro Leasingobjekt EIN extra Konto auf Namen des
Leasingnehmers ...)
Der Weg zur xyz-Leasing (oder ggf. xyz-FPM) ist "nicht definiert" .......
Jeglicher Kontakt erfolgt nur über Mitarbeiter der xyz-Bank.
Es erscheint folglich so zu sein, daß auf jeden Fall die xyz-Leasing eine
Scheinfirma ist.
Der Leasingvertrag ist aber angeblich zwischen xyz-Leasing und Kunde
geschlossen ...

Das darf man sich doch erstmal auf der Zunge zergehen lassen

Nein, das lass' ich lieber, davon bekomme ich nur Sodbrennen! <img src=" />

Auch ist zu beachten: Wir sprechen hier nicht von einer Randerscheinung, sondern von gängiger Praxis aller Hersteller.
Wenn man die Steigerung der Absatzzahlen der letzten Jahre genauer betrachtet, so korrelieren diese ganz hervorragend mit der Steigerung der verbrieften Auto-Kredite (ABS).
Somit lässt sich folgern, daß das wundersame Wachstum der "erfolgreichen" Hersteller nichts weiter ist, als ein massives Aufblasen von Auto-ABS.
Nix neue Kunden. Nix neue Märkte. Nix mit: Schaut mal her, wie erfolgreich wir sind!
Alles nur eine gigantische Prolongation mittels Kredit-Luftpumpe!


Zusammengefasst:

Die "Kreditkrise" - mir gefällt hier "Systemcrash" besser <img src=" />
führt unweigerlich zum Implodieren solcher "Verschleierungsstrukturen"

Meine Frage ist: Wenn bei den Forderungen aus Auto-Finanzierungen ein massiver Anstieg von Fällen mit Zahlungsverzug oder -ausfall zu verzeichnen ist (ist diese Erwartung unrealisitsch?) - was kommt dann? Wir sprechen hier immerhin von Realwirtschaft, von realen Gütern so richtig zum anfassen und von einer Menge Arbeitsplätze.
Der Immo-Markt in USA gilt als BIP-relevant; die Auto-Industrie in D. ist aber auch BIP-wirksam!
Die Begriff der "Implosion" wird mittlerweile recht inflationär verwendet (Dollarcrash, Hypothekenkreditkrise, explodierende Staatsverschuldung...).
Bis jetzt steht die Finanzwelt aber noch erstaunlich gut auf den Beinen.
Ich bin kein Finanzexperte, schon garnicht, was all' diese lustigen Finanzvehikel angeht, mit denen die Schulden dieser Welt systematisch hoch gebucht werden.
Was mich eben interessiert hätte, wäre die Einschätzung, welche Bedeutung ein fallender "Dominostein" Automobilindustrie hat (sofern diese Gefahr überhaupt besteht). Derzeit wird ja primär die Bankenwelt diskutiert.


Also "cave" beim Autokauf !

Na, den möcht' ich mal sehn', der mich beim Autokauf über's Ohr haut. Müsste ja ein noch größeres Schlitzohr sein als ich... <img src=" />
Wer das schafft, kriegt von mir ein nobles Abendessen spendiert!

Gruß
Lex

antworten
 

... na wer ist's denn jetzt?

CaptainB @, Freitag, 14.12.2007, 23:53 (vor 6610 Tagen) @ Lex Mercatoria


Ich kenne hier sogar Fälle wo das Geld des Leasingkunden und
Eigenumsrechte solange zwischen verschieden
Bank+Leasing+Fuhrparkmanagement-Töchtern von Herstellern
"hin-und-her-geschoben" wird, daß irgendwann sogar die Existenz des
(juristischen) Leasingvertrags per se in Frage gestellt werden kann.

Beispiel aus der "Praxis": Hersteller xyz hat
xyz-Bank (z.B. GmbH) -- ist oft "Vollbank"
xyz-Leasing ...
xyz und/oder abc Fuhrparkmanagement
------- Kenner wissen ab jetzt um wen es geht [[top]]
+++

Nö, wissen wir nicht, ausser Du trällerst 'einen Stern der keinen Namen trägt' während du über den Pragsattel fährst?

<img src=" />

Gruss

--
Rehgehegewegepflegeschrägesägesong
„Quis ut Deus?“ 26.Juni 2011 - Erzengel Michael's Sieg
[image]

antworten
 

Noch ein Tip und zur 'Systemkrise'

QuerDenker @, Samstag, 15.12.2007, 03:31 (vor 6609 Tagen) @ CaptainB

Hallo @CaptainB und alle Interessierten:

Nö, wissen wir nicht, ausser Du trällerst 'einen Stern der keinen Namen
trägt' während du über den Pragsattel fährst?

Erstmal machen es - wie im Faden ja auch bestätigt wurde - fast "Alle"

Aber dieser Fall ist: xyz oder/und abc
ergo war gemeint - quergedacht :) - abc und/oder xyz --> Verweis auf 'Alphabet'
Und da gibt es zufällig eine Alphabet Fuhrparkmanagement (GmbH ?) [[top]]

Das ist die Firma dir trotz "Motor" im Namen und "ewiger" Motorbautradition "neuerdings" Motoren und Motortechnologie ZUKAUFT ... [[hae]]

Zur "Systemkrise"
Als Problem sehe ich die sehr hohe Outsourcing-Dichte in dieser Branche
(Kenne viele Firmen, welche in dieser "Trettmühle" 'knechten' :([[sauer]]
D.h. Dir "Globalisierung" hat genau hier zur Ausdünnung von Stabilität und damit Rücklagen der heimischen Unternehmen geführt ...

Das Know-How ist sicher noch da aber es wird auch hier nicht mehr "gerecht" entlohnt - mal ganz abgesehen von Zahlungszielen um die 120 Tage der Konzerne ...

Da aber in vielen dieser Zulieferfirmen "Hedge" oder "PE" Kapital "klemmt" wird es hier mMn die Automobilkonzerne von "beiden Seiten" treffen:
- weniger Umsatz
- Ausdünnung der Zulieferer (sowohl existenziell als auch Anzahl der Mitarbeiter)
Und das LETZERE ist DAS Problem weil die Fachkomptenz genau dorthin (nach extern) verlagert wurde - das ist das Kernproblem für die QualitätsABnahme trotz QS/QM und Co. welche bereits "im Design" beginnt !
Genauer: das KnowHow stevkt im Normalfall NICHT bei BOSCH, CONTI und Co.,
sondern bei den KLEINEN spezialisierten Sub-Sub-Unternehmern (Von Einmannentwicklerbuden bis hoch zu etwa 25/50 Leuten)
- Damit haben sich die Konzerne vom Zulieferer abhängig gemacht aber die Manager (rein stakeholder orientiert denkend ..) der Konzerne 'wissen' es noch nicht oder wollen es nicht wahrhaben --- CONTI als "Systemlieferant" zeigt ja gerade wo die "Fahrt" hingeht (Und CONTI hat in letzter Zeit (1-3a) den Mitbwerbermarkt 'abgeerntet")

Und damit ist es dann - irgendwann - "Aus" mit dem "deutschen Qualitätsprodukt: Auto"

So ich will @CHEF nicht mit 'zu viel Text' nerven [[zwinker]]

--
10cc: 'communication is the problem to the answer' <img src=" />

antworten
 

Danke für den Tip...

Lex Mercatoria @, Samstag, 15.12.2007, 05:35 (vor 6609 Tagen) @ QuerDenker

Hallo QuerDenker!

Da schau her - Du hast ja durchaus Einblick in die Materie. <img src=" />
Ich danke Dir für Deine nochmalige Antwort und Deine Einschätzung.


Das ist die Firma dir trotz "Motor" im Namen und "ewiger"
Motorbautradition "neuerdings" Motoren und Motortechnologie ZUKAUFT ...
[[hae]]

Ja klar - die Marke mit dem Propeller war gemeint.

Vielleicht noch als Ergänzung von meiner Seite:

Die Automobilbranche ist meinem Eindruck nach, was deren gesamt-
wirtschaftliche Situation angeht, mit einer unglaublichen Blindheit
geschlagen.
Die von @QuerDenker geschilderte Problematik (die meiner Meinung nach
reinen Symptomcharakter hat) bei den Konzernen (Zulieferer-Hamsterräder,
die auf dem letzten Loch pfeifen, Outsourcing der Kompetenz) wird auf der
Vorstandsebende nicht nur völlig ignoriert, sondern z.T. auch noch für
sinnvoll oder "völlig normal" erachtet.

Genauso läuft's auch mit der Einschätzung der Makroökonomie: "Also, daß
der Dollar SO schwach wird, damit konnte ja wirklich KEINER rechnen..."
Die deutschen Hersteller gehen davon aus, daß Euro/Dollar bei 1.20 fair
bewertet ist und unterstellen, daß sich dieses Kursverhältnis auch bald
wieder einstellen wird.

Und dann eben noch die Thematik, die ich mit dem Eingangs-Posting
angeschnitten hatte:
Wo kommt's denn eigentlich her, daß viele schöne Geld für die vielen
schönen Autos? Bei den Herstellern wird diese Frage beantwortet mit:
"Na, aus dem Geldbeutel der Kunden natürlich!"

So,so - aus dem Geldbeutel der Kunden also...
Hat sich DaimlerCrysler Financial Service nicht bereits Ende 2005 damit
gebrüstet, die Vorreiterrolle bei der Einführung einer europäischen
Plattform für Asset-Backed-Securities (ABS) eingenommen zu haben?
Weiterhin geilte man sich daran auf, für eine ABS-Transaktion in Höhe
von € 700 Millionen die besten Konditionen erzielt zu haben, die es je
für ein Auto-ABS in Europa gab.

Um nicht falsch verstanden zu werden: Ich orakle nicht herum zu einem
drohenden Zusammenbruch des Auto-ABS-Marktes. Derzeit scheint die Chose
ja noch ganz gut zu laufen. Aber man muß ja kein Genie sein, um zu
begreifen, daß DIESE Art des "Geldverdienes" einer ganzen Branche der
Realwirtschaft(!) kein Perpetuum Mobile sein kann.

Meine Hoffnung war, daß sich jemand auf diesem Board schon mal intensiver
mit mit der Thematik (laufende Marktentwicklung der ABS-Transaktionen auf
Seiten der Auto-Konzerne) auseinandergesetzt hat.


Viele Grüße
Lex

antworten
 

Andere Branchen - Gleiches Spiel -- ABS vs. ALB :)

QuerDenker @, Sonntag, 16.12.2007, 04:47 (vor 6608 Tagen) @ Lex Mercatoria

Hallo Lex und @ALLE !
-- Hallo @dottore - Spezialfrage ganz unten

Da schau her - Du hast ja durchaus Einblick in die Materie. <img src=" />

Neugierig - ob meiner "Umwelt" - war ich schon immer [[zwinker]]

Ich danke Dir für Deine nochmalige Antwort und Deine Einschätzung.

Bitte gerne - Denn was nützt die "private Einsicht" wenn heute "TeamWork" gefragt ist - denn sonst wäre jede(r) Mensch/Familie als Einsiedler auf seiner kleinen Insel - ohne Komunikation usw. ---- Aber ich hör' schon auf zu philosophieren ! -- Aber dies ist eines der Gründe für die Existenz des DGF

Vielleicht noch als Ergänzung von meiner Seite:

Die Automobilbranche ist meinem Eindruck nach, was deren gesamt-
wirtschaftliche Situation angeht, mit einer unglaublichen Blindheit
geschlagen.

Zum einen ist es Herdentrieb, da ja viel mehr Kooperationen stattfinden wie offiziell an die Endkunden kommt, aber auch nur sehr kurzzeitig gedachter "Erfolgsdruck" auf das mittlere Management: "project manager" für eine einzelne Schraube [[ironie]] uns ähnliche "Notwendigkeiten"

Man kann hier auch die Halbleiterei (welche in D/EU ja sogar sehr mit Automotive "verwebt" ist anführen -- CONTI macht ja schon lange nicht mehr auf Reifen: vgl. "Kooperationen" mit TEWES, Motorola AIEG, Siemens/VDO +++

Ebenfalls wurde hier in den letzten zehn Jahren fleissig "Tafelsilber" an Fonds "verscherbelt" (Standardprodukte, Speicher, Niegen usw.)

Daneben der "Handy"markt und den "DSL/Telekom"-Markt: bzw. deren Zulieferer
Sogar TI (Texas Instruments) hat hier "irgendetwas" erkannt und z.B. eine ganze Chip-Baureihe für DSL&Co (natuerlich endkunden- und vermittlungstellenseitig) an Infineon "abgegeben" - Punkt ist hier auch, daß die ICs teilweise zum Kilo-Preis-des-Sandes (also Preis-Dumping ohne Ende) "verkauft" werden.

Oder die ehemalige Bosch-Telekom in Backnang (Richtfunk und Satellitentechnik: zwischendurch geteilt: jetzt nach MARCONI --> Ericsson ...

Übrigens ist vor kurzem die D.-Telekom bei ihren DSLAMs (einfach gesagt 'Sammelknoten' der Endkunden-DSL-Leitungen) auch wieder auf CISCO "zurückgestiegen" (Waren seit Jahren bei Produkten einer kleineren amerikanischen Firma wo ein finanzielle "Beteiligung" bestand ...)
(@igelei und andere "Insider": einfach mal die MAC-Adressen "anschauen")

Interessant auch das erst vor ein paar Tagen bekannt gegebene "JointVenture" von SonyEricsson und Motorola bzgl. der gemeinsamen Firmware-"Forschung" fuer "Handy" -- Man denke hier an Metrowerks als Softwareschmiede und Entwicklungsplattform "quasi-Monopolist"
Und auf der "Gegenfront" der :
das schon lange 'angedrohte' googlesche "Handy"-Betriebssystem
Bill G. aus Redmond mit CE und Derivaten
Apple mit seinem iPhone-OS - trotz Spezialvertrieb über "T-Mob"
(Und über Siemens-Mobile und BenQ brauche ich ja wohl nicht reden ...)
Man sollte auch nicht vergessen, das vor ein paar Wochen E. Zander (Mot. CEO)
den sicheren Weg nach vorne, d.h. aus der Firma angekündigt/genommen hat.

Und Fest- (POTS, ISDN, DSL, ++) und Mobilfunknetze (GSM/EDGE, UMTS) sind technisch fast nicht mehr zu trennen - dank SS7 (Signaling System 7 -- nichts vor über 50 Jahren !)
Alles 'digital' und damit "skalierbar" und beliebig transparent ...


Aber jetzt zurück zu(m) ABS -- Denn das englische ALB hier für "Anti Lock Brake" bietet über "look" (-- cave: "nur nicht näher hinschauen" eine schöne Überleitung <img src=" />

Die ABS Masche/Methodik findet dort überall genauso statt:
große und kleine Telekom-"Netz"-Betreiber (bundesweit und "Stadtnetz")
ISP (CISCO und JUNIPER - e.g. - haben schon lange "Leasingangebote")
dito bei HP und ..... (und HP == High Price war und ist einfach so)
dito bei SUN Micro und anderen "Rechenzentrumsausstattern"
+++++++

Resultat:
Überall wo kein weiteres Wachstum stattfindet "klemmt" der ABS-Motor !
Und was beobachten wir alle: ABschwung (oder zumindestens zunächst Stagnation -- DANKE Physik: VOR DEM ZURÜCKROLLEN (z.B. beim Halt am STOP-Schild=) IST DIE GESCHWINDIKKEIT ERSTMAL NULL ! .......) (Ich könnte auch vom "zwangsweisen Nulldurchgang" beim Vorzeichenwechsel sprechen :)

In der Folge -- na was wohl ......................

Meine Hoffnung war, daß sich jemand auf diesem Board schon mal intensiver
mit mit der Thematik (laufende Marktentwicklung der ABS-Transaktionen auf
Seiten der Auto-Konzerne) auseinandergesetzt hat.

Vielleicht hat ja @dottore noch ein paar Details/Fakten/Zahlen hierzu ?


Meine Meinung ist, daß das Ganze eine eine komplex verwobene "retardierte Riesen-Bubble" ist - "langsam aber gewaltig" <img src=" />

Ich sehe die "KnowHow"-Bindung in kleine Unternehmen aber sogar positiv.
Denn die kleinen können sich schnell und flexibel einfach auf neue Produkte/Werte/Entwicklungen einstellen. Aber ein Automobilhersteller/Telekomequipmenthersteller/... tut sich hier "schwerer"
wenn er plötzlich "Fahrräder/Toaster/Waschmaschinen" 'basteln' soll
--> An @ALLE: Kopf oben lassen und immer auf der Ausschau nach "neuen Zielen" bleiben .....................................

Beste Grüße

QuerDenker

--
10cc: 'communication is the problem to the answer' <img src=" />

antworten
 

Auto-Loans

dottore @, Sonntag, 16.12.2007, 10:10 (vor 6608 Tagen) @ QuerDenker

Hi QuerDenker,

Meine Hoffnung war, daß sich jemand auf diesem Board schon mal

intensiver

mit mit der Thematik (laufende Marktentwicklung der ABS-Transaktionen

auf

Seiten der Auto-Konzerne) auseinandergesetzt hat.


Vielleicht hat ja @dottore noch ein paar Details/Fakten/Zahlen hierzu ?

Von der Fed:

Autos auf Pump geht

- über Commercial Banks (dort knapp unter 8 % bei 48 Monaten Laufzeit (z.Vgl.: 2-Jahres personal loans: 12,5 %).

- Über Auto Finance Companies. Satz nur 4,11 %. Endfälligkeit ca. 64 Monate. 95 % (!) ist die Loan-to-Value-Ratio und insgesamt wurden solche Finanzierungen in Höhe von 30,7 Mrd USD ausgekehrt (2006: 26, 2002: 24,8 Mrd). Entspricht ca. 1,2 % der gesamten Consumer Credits outstanding, davon 2 % der nonrevolving (was bei Autos ja wohl klar ist).

Was da an ABS herumgeistert, lässt sich (von mir) nicht feststellen. Vor kurzem soll ein (Citi?) ABS-Klumpen mit Auto-Loans für 1,7 Mrd USD umgegangen sein. Es gibt im Frühjahr ein großes Fitch-Seminar zum Thema. Werden also vermutlich warten müssen.

Gruß!

antworten
 

@dottore: DANKE ! - owT

QuerDenker @, Montag, 17.12.2007, 03:05 (vor 6607 Tagen) @ dottore

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