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@Bankfachmann - Fachfrage mit der freundlichen Bitte um Auskunft

schaumermal, Freitag, 14.12.2007, 10:58 (vor 6610 Tagen)

Hallo,

auweia, wollte heute mal meinen kleinen Kontenwald zum bevorstehenden Jahresende etwas lichten.[[zwinker]]

Konkret nutze ich ein Konto bei einer namhaften Bank seit März diesen Jahres nicht mehr.
Um nun die anfallenden Kontoführungsgebühren perspektivisch einzusparen, wollte ich am Schalter das Konto kündigen.
Die freundliche Dame meinte: "das geht hier nicht, bitte bringen Sie schriftlich ihr formloses Kündigungsschreiben vorbei oder schicken sie es gleich an die Zentrale, und geben sie noch eine Kontonummer/BLZ an, wo das evtl. Guthaben oder die Gebühren verrechnet werden können."

Hhmm. [[trost]]
Ergo Kündigungsschreiben verfaßt, blicke aber nochmal zur Vergewisserung im I-net auf´s Konto, um den letzten Stand abzugleichen, kommt die Mitteilung..."Zugriff verweigert, bitte rufen Sie die Hotline 0180...an".

Gesagt - getan. Nach dem 4.Anlauf endlich die Warteschleife überwunden, bei der permanent hingewiesen wurde "dies ist kein Konto der ...bank", sagte mir die freundliche Person am Telefon, das das Konto bereits Anfang Oktober geschlossen wurde, weil es nicht mehr genutzt wurde.[[hae]]
Ich bräuchte nichts mehr zu unternehmen, eine Kündigung wäre überflüssig.
Wow, das staunt der Bauer! [image]

Nun meine freundliche Frage an die Experten hier in dieser Runde:
Ist die kundenfreundliche Vorgehensweise allgemein banküblich (Kontoschließung bei Nichtnutzung ab 6 Monate)?
Und darf man bei einer einseitigen Vertragsauflösung -> Kontoschließung dann wenigstens keine Endabrechnung erwarten?

Für aufklärende Worte wäre ich sehr dankbar.[[smile]]

schaumermal

--
schaumermal

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Nachfrage...

fridolin, Freitag, 14.12.2007, 11:13 (vor 6610 Tagen) @ schaumermal

Hallo,

Bankfachmann bin ich nicht, aber Ergänzungsfragen hätte ich schon:

1) war das ein Girokonto oder was anderes (Sparkonto, Tagesgeldkonto)?
2) war auf dem Konto noch ein nennenswertes Guthaben, und wenn ja, was hat die freundliche Bank damit gemacht?

Rein von der Erfahrung her wäre mir ein solches Vorgehen neu. Ich schätze mal, das die Bank das Konto zunächst von sich aus kündigen müßte, sofern sich eine entsprechende Regelung nicht aus den AGB ergibt.

Genaue Regelung würde mich aber auch mal interessieren.

Schönen Gruß.

antworten
 

Nachfrage...

schaumermal, Freitag, 14.12.2007, 11:28 (vor 6610 Tagen) @ fridolin

Hallo,

Bankfachmann bin ich nicht, aber Ergänzungsfragen hätte ich schon:

1) war das ein Girokonto oder was anderes (Sparkonto, Tagesgeldkonto)?
2) war auf dem Konto noch ein nennenswertes Guthaben, und wenn ja, was hat
die freundliche Bank damit gemacht?

Rein von der Erfahrung her wäre mir ein solches Vorgehen neu. Ich schätze
mal, das die Bank das Konto zunächst von sich aus kündigen müßte, sofern
sich eine entsprechende Regelung nicht aus den AGB ergibt.

Genaue Regelung würde mich aber auch mal interessieren.

Schönen Gruß.

Hallo fridolin,

Es handelt(e) sich um ein Girokonto, was im Wesentlichen per online genutzt wurde.
Nun ja, nennenswert war das Guthaben nicht, aber interessieren würde mich der Verbleib auch.
Ich nehme an, die P...bank hat es gleich verwandt, um die zu erwartenden Kontoführungsgebühren zu begleichen.
Trotzalledem hätte ich eine schriftliche Mitteilung über die Kontoschließung, incl. Endabrechnung erwartet.

schaumermal

--
schaumermal

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@Bankfachmann - Fachfrage mit der freundlichen Bitte um Auskunft

prinz_eisenherz, Freitag, 14.12.2007, 11:26 (vor 6610 Tagen) @ schaumermal

Hallo schaumermal,
auch ich bin kein Bankenfachmann, aber wo mir das mal gesagt wurde, wenn keine Kontenbewegungen stattfinden, dann wird es geschlossen, das war bei einem Geschäftskonto, konkret ein neues Konto für eine Vereinsführung, hier die Mitgliedsbeiträge und die Ausgaben für den laufenden Betrieb.

Dazu hatten die mich von der Bank gleich bei der Eröffnung darüber informiert, das über eine bestimmte Zeitspanne Buchungen getätigt werden müssen, ansonsten lohnt es sich für die Bank nicht ein solches Konto offen zu halten.

bis denne
eisenherz

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@Bankfachmann - Fachfrage mit der freundlichen Bitte um Auskunft

weissgarnix @, Freitag, 14.12.2007, 13:07 (vor 6610 Tagen) @ schaumermal

Nun meine freundliche Frage an die Experten hier in dieser Runde:
Ist die kundenfreundliche Vorgehensweise allgemein banküblich
(Kontoschließung bei Nichtnutzung ab 6 Monate)?

Nein, das ist absolut unmöglich. Alleine schon aus dem simplen Umstand heraus, dass die Kontonummer der primäre Link zwischen dir und der Bank ist. In den AGBs deiner Bank mag das anders geregelt sein, aber es verwundert dennoch sehr. UM nicht zu sagen: ich halte das schlicht für ausgeschlossen.

Und darf man bei einer einseitigen Vertragsauflösung -> Kontoschließung
dann wenigstens keine Endabrechnung erwarten?

Ich würde dennoch schriftlich kündigen, einfach um sicher zu sein. Wenn eine gewisse Form vereinbart ist, also Schriftform oder auch nur irgendein Web-Formular, dann kann dir die Bank alles mögliche erzählen, relevant ist nur, dass diese Form der Kündigung eingehalten wird.ö

Für aufklärende Worte wäre ich sehr dankbar.[[smile]]

schaumermal

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@Bankfachmann - Fachfrage mit der freundlichen Bitte um Auskunft

Lecoquinus, Freitag, 14.12.2007, 14:34 (vor 6610 Tagen) @ weissgarnix

Nun meine freundliche Frage an die Experten hier in dieser Runde:
Ist die kundenfreundliche Vorgehensweise allgemein banküblich
(Kontoschließung bei Nichtnutzung ab 6 Monate)?


Nein, das ist absolut unmöglich. Alleine schon aus dem simplen Umstand
heraus, dass die Kontonummer der primäre Link zwischen dir und der Bank
ist. In den AGBs deiner Bank mag das anders geregelt sein, aber es
verwundert dennoch sehr. UM nicht zu sagen: ich halte das schlicht für
ausgeschlossen.


Doch! Ist mir genauso passiert. Ich war bei einer Sparkasse und hatte dort ein schon länger nicht genutztes Girokonto. Die Sparkasse fusionierte mit einer anderen. Dabei wurden, einfach so, das Konto wegen mangelnder Benutzung gelöscht. Mir fiel das zufällig auf, als ich für e-bay eine Transaktion tätigte, die aber nicht stattfand. Bei der Nachfrage wurde mir dieser Sachverhalt mitgeteilt. Zum Schluß war ich sogar 5 Euro im Minus. Die wollte ich begleichen. Die Sachbearbeiterin winkte ab. Sie meinte, das Konto sei gelöscht und für die Bank sei alles erledigt....

Das ist jetzt auch schon drei Jahre her...

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@Bankfachmann - Fachfrage mit der freundlichen Bitte um Auskunft

Tassie Devil, Tasmania, Australia, Freitag, 14.12.2007, 18:23 (vor 6610 Tagen) @ weissgarnix

Nun meine freundliche Frage an die Experten hier in dieser Runde:
Ist die kundenfreundliche Vorgehensweise allgemein banküblich
(Kontoschließung bei Nichtnutzung ab 6 Monate)?


Nein, das ist absolut unmöglich. Alleine schon aus dem simplen Umstand
heraus, dass die Kontonummer der primäre Link zwischen dir und der Bank
ist. In den AGBs deiner Bank mag das anders geregelt sein, aber es
verwundert dennoch sehr. UM nicht zu sagen: ich halte das schlicht für
ausgeschlossen.

Dann musst Du aber schnellstens umdenken und umlernen, denn hart sind die neuzeitlichen Sitten und Gebraeuche der Bankenmafia auch in der BRDDR/DDR 2.0!

Meine persoenliche Involvierung mit meinen eigenen Mitteln in nachfolgende Angelegenheit:

1 Girokonto bei der DeuBa, eroeffnet anfangs des Jahres 1998, einseitig von Seiten dieser Bank gekuendigt und geschlossen etwa Jahresmitte 2006 nach 1-monatiger Vorwarnungszeit per postalischem Anschreiben.

Als Grund der mir angedrohten Schliessung des Girokontos nannte mir in ihrem Anschreiben diese Bank die direkt zuvor liegende mehrmonatige, ca. 6 Monate, nur geringfuegige Nutzung dieses Kontos.

In diesem Zeitraum von etwa 6 Monaten im 1. Halbjahr 2006 habe ich gut 1/2 Dutzend Ueberweisungsauftraege bis maximal EUR 250.00 von und auf dieses Konto getaetigt, dessen Haben-Saldo sich im weit ueberwiegendem Umfang im genannten Zeitraster auf einem 2-stelligen Niveau links vor dem Komma bewegte.

Zu keinem Zeitpunkt seiner Existenz wurde dieses Girokonto im Soll gefuehrt, die Bank buchte im regelmaessigen 1/4-Jahres-Rhythmus ihre Spesen zu ihren Gunsten ab.

Das Nutzungsprofil dieses Girokontos zeigte im Zeitraum der Jahre 1998 bis etwa Mitte 2003 fast durchgehend regelmaessige 5-stellige Haben-Saldo-Betraege auf, bei einigen Gelegenheiten rutschte der Saldo auch auf ein 6-stelliges Haben hinauf.

Aus persoenlich begruendeten taktischen Umstaenden heraus fuhr ich ab der 2. Haelfte des Jahres 2003 die Nutzung dieses Girokonto stark herunter, dennoch belief sich der jeweilige Jahresgesamtumsatz bis zum Jahresende 2005 im oberen 4-stelligen Bereich links vor dem Komma.

Anfangs des Jahres 2006 drehte ich die Nutzungsschraube des Kontos dann nochmals wie oben geschildert zurueck mit den dann gleichfalls oben geschilderten Folgen.

Und darf man bei einer einseitigen Vertragsauflösung -> Kontoschließung
dann wenigstens keine Endabrechnung erwarten?

Ein finaler Kontoauszug mit der Endabrechnung wurde mir per Post zugestellt, fuer mich erstaunlicher Weise errechnete darin die DeuBa letztendlich ein Soll-Saldo i.H. von etwa EUR 15.00 zu ihren Gunsten, welches sie mir jedoch gleichzeitig grossmuetiger Weise zur Bezahlung ausbuchend erliess.

Ich würde dennoch schriftlich kündigen, einfach um sicher zu sein. Wenn
eine gewisse Form vereinbart ist, also Schriftform oder auch nur irgendein
Web-Formular, dann kann dir die Bank alles mögliche erzählen, relevant ist
nur, dass diese Form der Kündigung eingehalten wird.ö

In dargestellter Angelegenheit habe ich aus Phlegma darauf verzichtet, der DeuBa die Hoden aufzublasen und mich meinerseits zu deren schriftlicher Kuendung incl. deren Verfahren wie auch immer zu aeussern.

Dass deren Kuendigung durch mein damaliges Verhalten rechtswirksam wurde, daran hege ich keinerlei Zweifel.

Für aufklärende Worte wäre ich sehr dankbar.[[smile]]

schaumermal

--
Gruss!
TD

Die StaSi tobt und Tassie kichert,
denn er ist Schaeuble abgesichert!

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@Bankfachmann - DANKE ALLEN für die Antworten

schaumermal, Sonntag, 16.12.2007, 13:18 (vor 6608 Tagen) @ Tassie Devil

Hallo,

meinen herzlichen Dank allen Antwortgebenden. [[smile]]

Wie´s ausschaut scheint das rigide Vorgehen bei den Banken fast usus zu sein.[[motz]]

Der Vollständigkeit halber möchte ich noch erwähnen, das z.B. alle Familienmitglieder ein Tagesgeldkonto bei einer "Autobank" führen, welche seit über 5 Jahren überhaupt keine Bewegungen mehr verzeichnen mit Kontostand von 0,01 EURO.
Es werden allmonatlich Auszüge verschickt, die Kontoführungen sind gebührenfrei.
Trotzdem möchte die "Autobank" auf eigene Nachfrage hin die Konten nicht schließen. [[trost]]

Auch das gibt´s.

Wahrscheinlich ist es für die eigene Autobank-Statistik förderlich diese im Bestand zu halten. [[zwinker]]

--
schaumermal

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