Ich lese gerade ein paar Artikel über Bitcoins. Z.B. im Spiegel. Eigentlich unglaublich, wie offen die Statements sind:
"Die Unabhängig von staatlichen Stellen kritisiert der BVDW. Nicht nur, weil mit Bitcoins illegale Geschäfte abgewickelt werden können - sondern auch, weil durch die automatische Steuerung der Geldmenge durch Algorithmen keine Konjunkturpolitik funktioniert. Bei kriselnden Währungen können Staaten sonst die Notenpresse anwerfen und frisches Geld in den Kreislauf pumpen.
... Einzelne, zersetzende Kräfte würden immer wieder versuchen, unabhängige Währungen zu schaffen. Die Politik stehe aber in der Verantwortung, Bürger und Gesellschaft weitreichend zu schützen."
Hierzu weitere Hintergrund-Informationen - und was sagen die Debitisten dazu?
zip
, Mittwoch, 01.06.2011, 23:48 (vor 5396 Tagen) @ Plutarch
Vielen Dank, sehr verehrter @Plutarch!
Zuerst einmal: der Roman „Zero“ ist bekannt? Schicke Lektüre für ein ansonsten langweiliges Wochenende.
Dann zur Bitcoin Währung selbst:
Aus meiner Sicht ist diese „Bewegung“ eine besondere Betrachtung wert. Ich bin ausgewiesenermaßen kein Experte des Finanz- und Geldwesens und halte mich auch aus den fundamental geprägten Diskussionen hier mit Ehrfurcht heraus.
Dennoch reitet mich ein gewisser Ehrgeiz, die Diskussion über den Bitcoin anzufachen - und hier sind doch die Experten, die dazu was sagen könnten. Allein diese Aussage ist doch schon mal eine gewisse Überlegung wert:
„Durch Public-Key-Verfahren wird sichergestellt, dass das Geld nur von demjenigen einmal ausgegeben werden kann, der es besitzt. Außerdem ist es somit nicht durch Regierungen oder Institutionen kontrollierbar.“
Wo sind die Debitisten, die diesem Treiben entweder Genialität oder Schwachsinn bescheinigen?
Sich entspannt zurück lehnend,
--
.zip
... vor 14 Tagen hier im Gelben ...
Arithmos, Donnerstag, 02.06.2011, 09:44 (vor 5396 Tagen) @ zip
... gab es dieses Thema bereits ausführlich:
http://www.dasgelbeforum.de.org/forum_entry.php?id=217773
Beste Grüße
Arithmos
Ich bin zwar kein Debitist,
Goldküken, Donnerstag, 02.06.2011, 12:53 (vor 5395 Tagen) @ zip
bearbeitet von Goldküken, Donnerstag, 02.06.2011, 13:00
aber ich kann Dir sagen, dass ein Debitist Bitcoins als Spielzeugwaehrung ansehen wird, denn das Bitcoin Geld wird nicht durch Verschuldung geschaffen und ist deshalb wertlos.
Die Geldschoepfung durch sinnloses Computerrechnen ist laecherlich. Und selbst wenn die Rechnereien was sinnvolles machen wuerde, waere das Bitcoin Geld immer noch kein Schuldgeld, und damit ist es wertlos.
K.
Als Nicht-Debitist...
Elli
, Donnerstag, 02.06.2011, 13:05 (vor 5395 Tagen) @ Goldküken
aber ich kann Dir sagen,
... solltest Du besser nicht vermuten, was ein Debitist dazu sagen würde - das klingt dann nur trotzig.
Als Nicht-Physiker schreibe ich ja auch nichts über Physik.
Etwas Sinnvolles dazu gibt es hier:
http://www.dasgelbeforum.de.org/forum_entry.php?id=217837
Schuldgeld
Goldküken, Donnerstag, 02.06.2011, 13:16 (vor 5395 Tagen) @ Elli
aber ich kann Dir sagen,
... solltest Du besser nicht vermuten, was ein Debitist dazu sagen würde
- das klingt dann nur trotzig.Als Nicht-Physiker schreibe ich ja auch nichts über Physik.
Etwas Sinnvolles dazu gibt es hier:
http://www.dasgelbeforum.de.org/forum_entry.php?id=217837
Ich habe den Eindruck, dass tar dort mit 30 Zeilen das beschreibt, was ich mit einer Zeile sage: wenn Geld nicht durch Verschuldung erzeugt wird, ist es wertlos.
Ich darf mich wohl nicht als Debitist bezeichnen, denn ich glaube nicht an so esoterisches Zeug wie Urschuld etc., und habe mich auch noch nie dem baylonischen Geldsystem unter Hammurabi befasst.
Aber ich bin jemand, der es fuer ein effektives Prinzip haelt, dass Geld durch Verschuldung erzeugt wird. Fast nur so bekommt es einen Wert.
K.
Urschuld und Kontraktschuld
Zarathustra, Donnerstag, 02.06.2011, 14:09 (vor 5395 Tagen) @ Goldküken
Hier ein kurzer, ganz und gar esoterikfreier, einleuchtender Ueberblick:
Das paper kann mich nicht ueberzeugen
Goldküken, Donnerstag, 02.06.2011, 17:35 (vor 5395 Tagen) @ Zarathustra
Hier ein kurzer, ganz und gar esoterikfreier, einleuchtender Ueberblick:
Naja, ich hab reingeschaut. Als Mathematiker kann mit solchen Definitionen, die ich da schon auf der ersten Seite finde, nichts anfangen. Das esoterisch zu nennen waere noch schmeichelhaft - es ist ganz einfach wischi-waschi. Zwei Beispiele:
Was sind nun Schulden? Wir definieren sie als Verpflichtungen, die allein durch Zeitablauf größer werden.
Das ist vielleicht eine Eigenschaft, aber keine Definition.
Zeit« und »Wirtschaft« ist daher eine Tautologie — beides ist dasselbe und eins.
So ein Schmarrn! Bitte mal ins Physikbuch schauen, was Zeit ist. Bitte mal ins Logikbuch schauen, was eine Tautologie ist.
Was ist eigentlich mit dottore? Ich habe lange ncihts mehr von ihm gehoert. Kann der was dazu sagen?
K.
Mich erinnert "Urschuld" an
http://de.wikipedia.org/wiki/Urs%C3%BCnde
Nicht-Katholiken wuerden "Ursuende" bestimmt auch als was esoterisches ansehen ...
Muss ja auch nicht jeden überzeugen
Zarathustra, Donnerstag, 02.06.2011, 18:40 (vor 5395 Tagen) @ Goldküken
Hier ein kurzer, ganz und gar esoterikfreier, einleuchtender Ueberblick:
Naja, ich hab reingeschaut. Als Mathematiker kann mit solchen
Definitionen, die ich da schon auf der ersten Seite finde, nichts anfangen.
Das esoterisch zu nennen waere noch schmeichelhaft - es ist ganz einfach
wischi-waschi. Zwei Beispiele:Was sind nun Schulden? Wir definieren sie als Verpflichtungen, die
allein durch Zeitablauf größer werden.Das ist vielleicht eine Eigenschaft, aber keine Definition.
Doch, das ist meines Erachtens die klare und kürzestmögliche Definition des Begriffs, und sie ist vollständig. Und was die Urschuld ist, kommt darin ebenfalls klar genug zum Ausdruck. Mir stellen sich dazu jedenfalls keinerlei weitere Fragen.
Grüsse, Zara
Mentalitaet eines Sektenmitglieds
Goldküken, Donnerstag, 02.06.2011, 18:49 (vor 5395 Tagen) @ Zarathustra
Doch, das ist meines Erachtens die klare und kürzestmögliche Definition
des Begriffs, und sie ist vollständig. Und was die Urschuld ist, kommt
darin ebenfalls klar genug zum Ausdruck. Mir stellen sich dazu jedenfalls
keinerlei weitere Fragen.
Klar, einem Sektenangehoerigen stellen sich keine Fragen, wenn der Guru was von sich gibt.
Aber was ist mit jemand, der nicht zur Sekte gehoert, wie ich? Wie soll ich dieses paper verstehen, wenn sich schon am Anfang solche logischen und begrifflichen Abgruende auftun?
K.
Danke, das war's. (oT)
Chef
, Donnerstag, 02.06.2011, 18:56 (vor 5395 Tagen) @ Goldküken
- kein Text -
Hat eigentlich jemand mitgezählt
Mephistopheles
, Datschiburg, Donnerstag, 02.06.2011, 21:38 (vor 5395 Tagen) @ Chef
der Wievielte das jetzt ist, der in Folge einer Auseinandersetzung mit Zarathustra hier über Bord gegangen ist?
Gruß Mephistopheles
--
„Wenn sich die Welt selbst zerstört, dann fängt es so an: Die Menschen werden zuerst treulos gegen die Heimat, treulos gegen die Vorfahren, treulos gegen das Vaterland. Sie werden dann treulos gegen die guten Sitten, gegen den Nächsten, gegen Frauen
Wegen dieser höchst unpassenden Bemerkung...
Chef
, Freitag, 03.06.2011, 11:30 (vor 5395 Tagen) @ Mephistopheles
... könntest du der nächste sein.
"Warum werden so viele ihm gegenüber beleidigend?" wäre die richtige Frage.
Ich habe das System längst durchschaut.
Mephistopheles
, Datschiburg, Freitag, 03.06.2011, 12:10 (vor 5395 Tagen) @ Chef
bearbeitet von unbekannt, Freitag, 03.06.2011, 12:25
... könntest du der nächste sein.
"Warum werden so viele ihm gegenüber beleidigend?" wäre die richtige
Frage.
Genau das ist der springende Punkt.
Wie schafft er es nur, so viele dazu zu provozieren, ihm gegenüber beleidigend zu werden?
Wenn das einmal oder zweimal passiert, dann liegt die Schuld oder die Unbeherrschtheit sicher am Beleidiger.
Wenn sich das aber ständig wiederholt, und bei den verschiedensten "Beleidigern", dann sollte einem das zu denken geben.
Ich habe das System "Zarathustra" für mich längst durchschaut.
Ich wundere mich, dass du die Methodik dahinter noch nicht erkannt hast.
Gruß Mephistopheles
--
„Wenn sich die Welt selbst zerstört, dann fängt es so an: Die Menschen werden zuerst treulos gegen die Heimat, treulos gegen die Vorfahren, treulos gegen das Vaterland. Sie werden dann treulos gegen die guten Sitten, gegen den Nächsten, gegen Frauen
System?
Chef
, Freitag, 03.06.2011, 12:42 (vor 5395 Tagen) @ Mephistopheles
Du nennst es ein System, dass es einige (und dazu gehört ganz gewiss Zarathustra) gibt, die sowohl von ihren Kenntnissen als auch argumentativ wie auch sprachlich anderen überlegen sind?
Nein, das ist kein System, sondern für die meisten eine wunderbare Gelegenheit, sich davon eine Scheibe abzuschneiden, anstatt auf ihrem Niveau zu verharren und sich provoziert zu fühlen!
NIEMAND kann provozieren, wenn der andere nicht will.
Das "sich provoziert fühlen" rührt vielmehr daher, den bestechenden Argumenten und der geschliffenen, häufig sehr spitzen (aber niemals die Grenze überschreitenden) Ausdrucksweise unterlegen zu sein, nicht "dagegen anstinken" zu können.
DAS ist die Methodik, die Du offenbar noch nicht erkannt hast.
Viel besser wäre es, im gesitteten Disput zu wachsen und sich daran ein Vorbild zu nehmen (wohl gemerkt, es geht nicht um Inhalte, sondern um das WIE). Zarathustra würde ganz bestimmt in jeder Talkshow à la "Hart aber fair" glänzen und keineswegs vom Moderator gerügt werden.
Und wenn er mal völlig uneinsichtig ist (CO2-verursachter Klimawandel
), dann lässt man ihn eben in seinem Glauben, nachdem man Gegenargumente gebracht hat.
Kann der Starke nicht alleine kämpfen?
nereus
, Freitag, 03.06.2011, 17:33 (vor 5394 Tagen) @ Chef
Hallo Chef!
Du schreibst an @Meph: NIEMAND kann provozieren, wenn der andere nicht will.
Das mag schon stimmen, nur gibt es für das Provozieren sehr unterschiedliche Stilmittel, ähnlich wie beim „Vergiften“.
Entweder schütte ich das Gift komplett in das Glas des „Opfers“ oder ich verteile es über einen längeren Zeitraum tröpfchenweise.
Die Kunst bestimmter Rhetorik liegt nun darin zu vergiften ohne das man die Spuren im Glas findet.
Damit nehme ich jetzt nicht Bezug auf einen Poster sondern formuliere derartiges Verhalten ganz allgemein.
Gerade in den zahlreichen Foren und Blogs über Politik kann man diese Taktiken hervorragend analysieren.
Das "sich provoziert fühlen" rührt vielmehr daher, den bestechenden Argumenten und der geschliffenen, häufig sehr spitzen (aber niemals die Grenze überschreitenden) Ausdrucksweise unterlegen zu sein, nicht "dagegen anstinken" zu können.
Nun ja, was bestechend und was provozierend ist, darüber kann man sicherlich streiten.
Ich gebe Dir aber recht, wer nicht entsprechend gegenhalten kann, hat dann einen schweren Stand.
Zarathustra würde ganz bestimmt in jeder Talkshow à la "Hart aber fair" glänzen und keineswegs vom Moderator gerügt werden.
Jetzt kommen wir aber mal zum Punkt.
Wenn Du @Zara eine überlegene Diskussionskultur unterstellst, warum greifst Du ihm dann helfend unter die Arme, wo doch eigentlich zu erwarten wäre, daß er sich sowieso recht ordentlich aus der Affäre zieht.
Wo bleibt dann Dein Herz für die (angeblich) Schwachen?
Und wenn er mal völlig uneinsichtig ist (CO2-verursachter Klimawandel), dann lässt man ihn eben in seinem Glauben, nachdem man Gegenargumente gebracht hat.
Dann solltest Du der Fairness halber aber auch den anderen Teilnehmern ihren Glauben lassen, wenn sie „uneinsichtig“ (was immer das heißt) bei diversen Themen sind und nicht immer gleich ROT ziehen.
mfG
nereus
Selbstverständlich kann er das
Chef
, Freitag, 03.06.2011, 18:50 (vor 5394 Tagen) @ nereus
Selbstverständlich konnte er (@Zarathustra) spielend gegen ihn (@Goldküken) kämpfen, das war doch wohl nicht zu übersehen.
Wenn du mit "helfend unter die Arme greifen" den Rausschmiss von @Goldküken meinst, dann brauchst du hinter dieser Aktion gar nichts Verstecktes zu vermuten, sondern ein Blick in die Forumsregeln genügt zur Erklärung. Wer beleidigt, wird verwarnt oder fliegt raus. Und wer nicht nur einen Einzelnen, sondern gleich das ganze Forum beleidigt ("Sektenmitglied"), hat besonders gute Chancen auf eine Rote Karte. Und wer sich hauptsächlich mit Verschwörungstheorien beschäftigt, hat hier ohnehin einen schweren Stand. Nicht etwa, weil Verschwörungstheorien grundsätzlich falsch und uninteressant wären, sondern weil es hier das falsche Forum dafür ist (jedenfalls, wenn es überhand nimmt).
So einfach ist das.
Beleidigung
Fabio
, München, Freitag, 03.06.2011, 19:07 (vor 5394 Tagen) @ Chef
Hi Chef,
nur der Vollständigkeit halber: ich fühle mich als Forist von Goldkükens Bemerkung überhaupt nicht angesprochen, geschweige denn beleidigt und ich bin mir ziemlich sicher, daß er es nicht als Beleidigung jedes Foristen gemeint hat.
Viele Grüße von einem, der der Sekte der Mickey-Mouse-Ökonomen anhängt
PS:
Ein Gelbes ohne Zarathustra wäre wie Chilli ohne Chilli, aber es sind zumindest was mich betrifft weniger inhaltliche, als menschlich-philosophische Differenzen. Andere Debitisten (Du z.B.) treiben mich und andere ja auch nicht ständig auf die Palme.
--
“We are on strike against the dogma that the pursuit of one’s happiness is evil. We are on strike against the doctrine that life is guilt." John Galt
---------------------
DASH - Digital CASH
Zarathustra
Dragonfly, Freitag, 03.06.2011, 19:34 (vor 5394 Tagen) @ Chef
Zarathustra eine so herausragende Stellung im Forum erarbeitet, dass es vielleicht an der Zeit waere, seinen Nick gruen zu faerben.
Das wuerde es fuer alle Beteiligten sicher einfacher machen.
Ganz ohne Ironie,
Gruss Dragonfly
Zarathustra war für mich der Grund, hier anzuheuern.
zip
, Samstag, 04.06.2011, 01:26 (vor 5394 Tagen) @ Dragonfly
Um es ganz klar vorweg zu sagen: Die Aussage von @ Goldküken war hilflos formuliert und hatte ihre vernichtende Konsequenz aus einer unglücklichen Wortwahl.
Zu einem derartigem verbalen Spagat fühlt man sich als Forist halt verpflichtet, wenn man mit Zarathustra gleich ziehen will – und dann geht das schon mal in die Hose. Es sei denn, man hat argumentativ „Eier“.
Ich habe das auch schon „am eigenen Leib“ erfahren, habe daraus gelernt und sehe speziell in diesem Vorgang – dem Lernen – eine wichtige Funktion dieses Forums.
Dies ist kein Skatverein. Dies ist keine Laienspielgruppe. Hier wird auf Kante diskutiert. Und Fresse halten ist oft besser als Larifari aus der Hüfte lamentiert. Wenn was kommt, dann bitte mit Substanz. (Ja ja - ich bin kein leuchtendes Beispiel).
Ich will mich jetzt nicht bei Zarathustra einschleimen. Aber der Bursche von der Alm hat es wirklich gut drauf und ist eine Ikone des Forums.
Dennoch bin ich gegen Grün.
Seine argumentative Tauglichkeit und verbale Dominanz könnte sich im grünen Wams schnell kontraproduktiv auf die Meinungsvielfalt hier im Forum auswirken. Dem würde ich ungern Vorschub leisten wollen. Stattdessen läge für mich der Reiz in der Fortführung des aktuellen Konzeptes.
Zarathustra macht weiterhin (als „normaler“ Fori) hier die bekannte Welle und generiert damit Zulauf. Quasi wie der Affe auf dem Felsen, den die Kinder gerne sehen wollen und dem sich auch die (zahlenden) Eltern und Großeletern nicht verschließen mögen.
Im grünen Wams mutierte er aus meiner Sicht möglicherweise viel zu schnell zum Wärter und Betreuer des Affenberges.
Um letztmalig dieses Bild zu bemühen, was nichts daran ändert, dass ich den Mann auf dem Schweizer Felsen einmal wahnsinnig gerne persönlich kennen lernen würde, weil er es einfach drauf hat, in vielerlei Hinsicht. Und deshalb mag ich ihn genau so gern, wie ich manchmal bei seinen Beiträgen die Faust in der Tasche mache.
Ist es nicht exakt dies, ws dieses Forum ausmacht? Das Schaulaufen der eigenen Intellektualität auf der einen Seite – verbunden mit der Erkenntnis, dass es immer noch jemanden gibt, der besser ist, als man selbst?
Mit Grüßen zur Nacht,
--
.zip
Die causa Zarathustra
Chef
, Samstag, 04.06.2011, 12:09 (vor 5394 Tagen) @ zip
Vielen Dank, @zip, dieser Beitrag trifft ziemlich genau auch meine Auffassung, die ich hier mit vielleicht etwas weniger verständlichen Worten versucht habe auszudrücken.
Zur Wiederholung und Zusammenfassung des Falles Kachelmann......äh...... Zarathustra, mit Zitaten von mir, @zip, @Hasso und @Melethron:
"eine wunderbare Gelegenheit, sich davon eine Scheibe abzuschneiden, anstatt auf ihrem Niveau zu verharren und sich provoziert zu fühlen"
"NIEMAND kann provozieren, wenn der andere nicht will."
"Viel besser wäre es, im gesitteten Disput zu wachsen und sich daran ein Vorbild zu nehmen"
"Dies ist kein Skatverein. Dies ist keine Laienspielgruppe. Hier wird auf Kante diskutiert. Und Fresse halten ist oft besser als Larifari aus der Hüfte lamentiert. Wenn was kommt, dann bitte mit Substanz."
"Ist es nicht exakt dies, ws dieses Forum ausmacht? Das Schaulaufen der eigenen Intellektualität auf der einen Seite – verbunden mit der Erkenntnis, dass es immer noch jemanden gibt, der besser ist, als man selbst?"
"Zara hat ohne Zweifel ein sehr breit gefächertes Wissen und eine gestochene Schreibweise/Argumentation. Und dann kommen (neue) Foris mit Halb- oder Viertelwissen und wollen/müssen mit ihm diskutieren... Dann spüren sie ihre "Unterlegenheit", wollen aber nicht einfach mal zurückweichen und werden ausfallend... "
"Zuerst (vor Jahren) hielt ich Zara für einen raffinierten Troll... und bin munter drauf "eingestiegen"... inzwischen weiß ich, dass er einfach in einer "höheren Liga" spielt."
"Selbst wenn Zara mit Absicht provoziert, ist das kein Grund, ausfallend zu werden. Außerdem finde ich Provokation (sofern sie keinen persönlichen Angriff darstellt) vollkommen legitim. Provokation ist das überspitzte (einfach) negative Moment eines dialektischen Disputs."
Und abschließend:
"Grün" bekommt er selbstverständlich nicht.
Beleidigung
Romeo
, Somalia 2.0, Freitag, 03.06.2011, 20:36 (vor 5394 Tagen) @ Chef
... ein Blick in die Forumsregeln genügt zur
Erklärung. Wer beleidigt, wird verwarnt oder fliegt raus. Und wer nicht
nur einen Einzelnen, sondern gleich das ganze Forum beleidigt
("Sektenmitglied"), hat besonders gute Chancen auf eine Rote Karte.
Möchte mich Fabio anschließen und zu Protokoll geben, dass ich mich ebenfalls nicht beleidigt fühle. So ernst und umfassend war G.s unglücklich gewählte Titelzeile sicher nicht gemeint. Und er ist doch noch so klein, ein Küken gar.
Mit seiner ursprünglichen Antwort lag er m.E. auch gar nicht so falsch:
Die Geldschoepfung durch sinnloses Computerrechnen ist laecherlich.
Geldschöpfung durch Verbrennen von Energie (hier elektrische Computerzyklen) erscheint auch mir sehr wunderlich. Da bleibt es nicht aus, dass die ersten Parasiten auftauchen, die andere für sich rechnen lassen wollen:
Fefe zum Thema: http://blog.fefe.de/?ts=b31bb8ad
"[l] Es ist wohl wieder an der Zeit, Javascript in den Browsern auszuschalten. Denn jemand hat einen Bitcoin-Miner in Javascript gehackt. Das baut man dann in seine Webseite ein, und lässt die Besucher für einen Bitcoin-Hashes berechnen. Natürlich ohne sie zu fragen, wo kämen wir da auch hin.
Bitcoin hat ja von Anfang an den schlechten Geruch gehabt, ein Verfahren zur Umwandlung von Umweltverschmutzung und Energieverschwendung zu wertlosen Zahlenkolonnen zu sein, aber wenigstens haben die Leute die Energieverschwendung selber bezahlt. Das jetzt wildfremden Internetbenutzern aufzudrücken, das ist ja wohl an Frechheit kaum zu überbieten."
Beste Grüße,
R.
--
Nur tote Fische schwimmen mit dem Strom.
Warum arbeitet Ihr Euch an Zara ab?
Hasso, Freitag, 03.06.2011, 20:55 (vor 5394 Tagen) @ Chef
bearbeitet von Hasso, Freitag, 03.06.2011, 21:12
Hallo Forum,
Zara hat ohne Zweifel ein sehr breit gefächertes Wissen und eine gestochene Schreibweise/Argumentation. Und dann kommen (neue) Foris mit Halb- oder Viertelwissen und wollen/müssen mit ihm diskutieren... an sich voll in Ordnung.
Dann spüren sie ihre "Unterlegenheit", wollen aber nicht einfach mal zurückweichen und werden ausfallend... und dann kommt der "Rausschmiss". Für viele Foris ist die Anerkennung seiner Überlegenheit eben sehr schlimm. Kann ich sogar verstehen... ich möchte auch gerne immer der "Klügste" sein.
Ich habe daraus für mich seit langem die Lehre gezogen, dass ich hier nur noch poste (oder mit Zara diskutiere), wenn ich in der jeweiligen Thematik wirklich "sattelfest" bin. Ergebnis: Null Problemo.
"Ideologische Themen" (CO2, GO, Endzeit usw.) oder den Debitismus werde ich im Leben nicht mit ihm diskutieren. Entweder habe ich davon zuwenig Ahnung oder eine andere Einstellung. Also lasse ich es einfach... hier herrscht ja kein Schreibzwang.
Zuerst (vor Jahren) hielt ich Zara für einen raffinierten Troll... und bin munter drauf "eingestiegen"... inzwischen weiß ich, dass er einfach in einer "höheren Liga" spielt.
Zara sollte aber vielleicht wirklich eine besondere (grüne) Kennzeichnung bekommen, damit nicht noch mehr Neuzugänge bei ihm zügig "ins gelbe Verderben" laufen.
Beste Grüße und ein schönes Wochenende
Hasso
Da muss ich (teilweise) widersprechen + edit (mT)
Melethron, Freitag, 03.06.2011, 21:40 (vor 5394 Tagen) @ Chef
bearbeitet von Melethron, Freitag, 03.06.2011, 21:50
Hey Chef,
Nein, das ist kein System,
Ich muss dir hier widersprechen. Als Beispiel mal die Diskussion mit Zarathustra über Spinozas causa sui, Kants 1. und 3. Antinomie und der transzendentaler Freiheit. Zara hat sich in eine Sackgasse manövriert indem er aus Spinoza folgern wollte, dass es keine Freiheit gibt (es gibt bei Spinoza zwar keine Willensfreiheit - nicht mal für Gott - , aber Gott als causa sui muss logisch zwingend in seinem HANDELN frei sein). Da ich Zarathustra für sehr intelligent halte gehe ich nicht davon aus, dass er Spinozas und Kants Argumentation nach meiner ausführlichen Darlegung nicht verstanden hat. Dennoch zeigte er keine Einsicht. An diesem Punkt gab es für mich nur drei Schlussfolgerungen:
1. Er provoziert absichtlich
2. mangelnder Intellekt (Was ich ja bereits ausgeschlossen habe)
3. Er ist an einer redlichen Diskussion mit Erkenntnisgewinn nicht interessiert. (Was ich aber nicht glaube und was mich somit als möglichen Motivation für die Diskussion wieder zu Punkt 1 führen würde).
Ich bin mir sehr sicher, dass Zara häufig systematisch provoziert. Und ich denke ich bin nicht überheblich, wenn ich behaupte, dass ich ihm im Bereich der Philosophie geistig gewachsen bin und dies nicht aus Frustration über meine mangelnde Argumentationsfähigkeit behaupte.
NIEMAND kann provozieren, wenn der andere nicht will.
Hier muss ich dir aber Recht geben. Selbst wenn Zara mit Absicht provoziert ist das kein Grund ausfallend zu werden.
Außerdem finde ich Provokation (sofern sie kein persönlicher Angriff darstellt) vollkommen legitim. Provokation ist das überspitzte (einfach) negative Moment eines dialektischen Disputs. Es ist der "Schlag auf den Hinterkopf der das Denkvermögen anregt" oder anders formuliert: "Widerstreit ist aller Dinge Vater" (So würde ich Heraklit übersetzen um die damalige Konnotation von "polemos" am ehesten für unsere heutiges Sprachverständnis zu vermitteln.)
Summa Summarum glaube ich also auch, dass Zara systematisch provoziert. Ich möchte das aber auf keinen Fall abwertend verstanden haben. Er ist eben "Ein Teil von jener Kraft, die stets das Böse will und stets das Gute schafft" (auch wenn er mir hier vielleicht widersprechen würde
).
Grüße
melethron
EDIT: Ich finde den Vorschlag "grün für Zara" auch gut. Er gehört definitiv zur "Forumselite". Um das einzusehen muss man seine Meinung bei weitem nicht teilen. Es gibt denke ich mehr grundsätzliche Punkte an dem nicht mit ihm einer Meinung bin, als Punkte bei denen ich es bin und schätze ihn dennoch sehr.
Meinetwegen
Mephistopheles
, Datschiburg, Freitag, 03.06.2011, 22:17 (vor 5394 Tagen) @ Melethron
EDIT[/b]: Ich finde den Vorschlag "grün für Zara" auch gut. Er gehört
definitiv zur "Forumselite". Um das einzusehen muss man seine Meinung bei
weitem nicht teilen. Es gibt denke ich mehr grundsätzliche Punkte an dem
nicht mit ihm einer Meinung bin, als Punkte bei denen ich es bin und
schätze ihn dennoch sehr.
Aber wenn, dann violett, als Zeichen für den sterbenden Debitismus und die Trauer um die angekündigte Vertreibung aus dem debitistischen Paradies.
Gruß Mephistopheles
--
„Wenn sich die Welt selbst zerstört, dann fängt es so an: Die Menschen werden zuerst treulos gegen die Heimat, treulos gegen die Vorfahren, treulos gegen das Vaterland. Sie werden dann treulos gegen die guten Sitten, gegen den Nächsten, gegen Frauen
Sollte schon grün sein, denn das wäre der dialektische Ausgleich für die roten Karten die es "seinetwegen" gab ;-) (oT)
Melethron, Freitag, 03.06.2011, 22:54 (vor 5394 Tagen) @ Mephistopheles
- kein Text -
Ich auch ;-)
Zarathustra, Freitag, 03.06.2011, 23:20 (vor 5394 Tagen) @ Melethron
bearbeitet von Zarathustra, Freitag, 03.06.2011, 23:46
Hey Chef,
Nein, das ist kein System,
Ich muss dir hier widersprechen. Als Beispiel mal die Diskussion mit
Zarathustra über Spinozas causa sui, Kants 1. und 3. Antinomie und der
transzendentaler Freiheit. Zara hat sich in eine Sackgasse manövriert
indem er aus Spinoza folgern wollte, dass es keine Freiheit gibt (es gibt
bei Spinoza zwar keine Willensfreiheit - nicht mal für Gott - , aber Gott
als causa sui muss logisch zwingend in seinem HANDELN frei sein).
Stimmt, Melethron. Aus jener Diskussion bist Du, wie ich es noch vage in Erinnerung habe, als Sieger hervorgegangen, als zweiter Sieger.
Nun, bei Spinoza ist es so: Gott ist die alles umfassende Substanz, und ausser ihr ist nichts. Und nur insofern ist diese Substanz "frei", als sie deshalb durch nichts von ausserhalb bestimmt wird, sondern ausschliesslich durch sich selbst. Darüber hinaus ist diese Substanz notwendig so wie sie ist, hat also keine Möglichkeit, anders zu sein als sie nunmal ist. Ob man das nun Freiheit nennen soll? Na ja. Ich tu's nicht.
Aber bei Hegel besteht die Freiheit ja aus der Einsicht in die Notwendigkeit.
Mir erscheinen solche Freiheitsbegriffe irgendwie an den Haaren herbeigezogen.
Nach meiner Logik ist ein Etwas, das notwendigerweise so ist wie es ist und nicht anders sein kann, schlicht und einfach nicht frei.
W.z.b.w.
Grüsse, Zara
Da habe ich Zarathustra wohl überschätzt
Melethron, Samstag, 04.06.2011, 14:24 (vor 5393 Tagen) @ Zarathustra
Hey Zara
Stimmt, Melethron. Aus jener Diskussion bist Du, wie ich es noch vage in
Erinnerung habe, als Sieger hervorgegangen, als zweiter Sieger.![]()
( Siehst du was ich meine Chef
. Imo ist das eine - nicht böswillige - Provokation )
Aber mal im Ernst. Du hast Recht, Zara. Du bist durchaus der "erste" Gewinner dieser Diskussion. Denn wie du unten schreibst nennst DU es nicht Freiheit, während du zuvor noch behauptet hast, dass bei Spinoza nicht Freiheit nennt. Somit hast du gewonnen, nämlich Erkenntnis. Während ich leider durch keines deiner Argumente bereichert werden konnte. Somit gratuliere ich dir zum verdienten Gewinn.
Nun, bei Spinoza ist es so: Gott ist die alles umfassende Substanz,
und ausser ihr ist nichts. Und nur insofern ist diese Substanz
"frei", als sie deshalb durch nichts von ausserhalb bestimmt wird, sondern
ausschliesslich durch sich selbst. Darüber hinaus ist diese Substanz
notwendig so wie sie ist,
Soweit korrekt.
hat also keine Möglichkeit, anders zu
sein als sie nunmal ist.
Hier ist ein Denkfehler. Nicht Substanz hat keine andere Möglichkeit sondern die andere Möglichkeit hat hat keine Substanz.
Deine Aussage enthält implizit die Verwechslung von "nicht dasein" mit "nicht Sein". Das ist gerade das "kontrafaktische Denken" von dem ich es mit moneymind hatte ("If you think that there is no milk in the fridge, you can see the "no milk"").
Der Gedanke "hat keine Möglichkeit anders zu sein" impliziert das kontrafaktische "anders".
Ich hab dir gleich mehrere Stellen die zeigen, dass diese Aussage Spinoza widerspricht:
"Dreiunddreißigster Lehrsatz
Die Dinge konnten auf keine andere Weise und in keiner andern Ordnung von Gott hervorgebracht werden, als sie hervorgebracht worden sind.
Beweis
Denn alle Dinge sind aus der gegebenen Natur Gottes mit Notwendigkeit erfolgt (nach Lehrsatz 16) und vermöge der Notwendigkeit der göttlichen Natur bestimmt, auf gewisse Weise zu existieren und zu wirken (nach Lehrsatz 29). Hätten also die Dinge von anderer Beschaffenheit sein oder auf andere Weise zum Wirken bestimmt werden können, so daß die Ordnung der Natur eine andere wäre, so hätte auch die Natur Gottes eine andere sein können, als sie wirklich ist. Dann aber müßte (nach Lehrsatz 11) jene andere Natur auch existieren, und es müßte sonach zwei oder mehrere Götter geben, was (nach Zusatz I zu Lehrsatz 14) widersinnig ist. Daher konnten die Dinge auf keine andere Weise und nach keiner andern Ordnung usw. – W.z.b.w." (fett von mir)
Der erwähnte Lehrsatz 11 besagt wiederum:
"Elfter Lehrsatz
Gott oder die Substanz, welche aus unendlichen Attributen besteht, von denen jedes ewige und unendliche Wesenheit ausdrückt, existiert notwendig.
Beweis
Bestreitet man das, so nehme man an, wenn man kann, Gott existiere nicht. Es schließt also (nach Axiom VII) sein Wesen seine Existenz nicht ein. Nun ist aber das (nach Lehrsatz 7) widersinnig. Also existiert Gott notwendig. – W.z.b.w." (Fett von mir)
Was du mit der Aussage behauptest, nämlich, dass die Substanz keine Möglichkeit hat, anders zu handeln ist identisch mit der Aussage, dass der Wille nicht frei sein kann:
"Zweiunddreißigster Lehrsatz
Der Wille kann nicht freie Ursache, sondern nur notwendige heißen.
Beweis
Der Wille ist nur eine gewisse Form des Denkens, ebenso wie der Verstand. Daher kann jedes einzelne Wollen (nach Lehrsatz 20) nur dann existieren und nur dann zum Wirken bestimmt werden, wenn es von einer Ursache bestimmt wird und diese wiederum von einer andern und so fort ins unendliche. Wird der Wille als unendlich angenommen, so muß er ebenfalls zum Existieren und Wirken von Gott bestimmt werden; nicht sofern Gott die absolut unendliche Substanz ist, sondern sofern er ein Attribut hat, welches das unendliche und ewige Wesen des Denkens ausdrückt (nach Lehrsatz 23). Auf welche Weise also der Wille begriffen wird, ob als endlich oder als unendlich, erfordert er eine Ursache, von welcher er zum Existieren und Wirken bestimmt wird. Daher kann er (nach Definition 7) nicht freie Ursache heißen, sondern nur notwendige oder gezwungene. – W.z.b.w."
Selbst wenn es die Möglichkeit gibt zu Wählen (also freie Wille) ist diese durch die Wahlmöglichkeiten auf die Notwendigkeit der Wahl reduziert und durch diese bestimmt.
Nochmals deine Aussage:
Nun, bei Spinoza ist es so: Gott ist die alles umfassende Substanz,
und ausser ihr ist nichts. Und nur insofern ist diese Substanz
"frei", als sie deshalb durch nichts von ausserhalb bestimmt wird, sondern
ausschliesslich durch sich selbst. Darüber hinaus ist diese Substanz
notwendig so wie sie ist,
Bis hierhin ist die Substanz mit ihrer Natur identisch und frei ...
hat also keine Möglichkeit, anders zu
sein als sie nunmal ist.
... und an dieser Stelle setzt du Natur außerhalb der Substanz. Die selbige Setzung der Ursache außerhalb der Wirkung ist exakt das Argument das Spinoza gegen die Willensfreiheit anführt. Nämlich die Wahlmöglichkeiten als notwendige Ursache der Wahl. Das also letzteres nicht frei zu nennen ist, stimmt insofern mit Spinoza überein, während in der Identität der Substanz mit ihrer Natur die Ursache mit der Wirkung Identisch und somit frei ist.
Ob man das nun Freiheit nennen soll? Na ja. Ich
tu's nicht.
Sofern du die Logik akzeptierst musst du die causa sui - wenigstens als Abstraktum - als frei annerkennen. Da hilft kein Biegen und kein Brechen.
Du könntest nicht mal von deiner Unfreiheit reden, wenn die Freiheit nicht wenigstens ihrem Begriffe nach also "für sich" als reine Idee existiert, denn "omnis determinatio negatio".
Aber bei Hegel besteht die Freiheit ja aus der Einsicht in die
Notwendigkeit.Mir erscheinen solche Freiheitsbegriffe irgendwie an den Haaren
herbeigezogen.
Erstens ist dieser Satz von Engels und nicht von Hegel und zweitens solltest du dich mal mit Hegel beschäftigen um zu verstehen was Hegel mit Freiheit meint. Prinzipiell ist diese Zusammenfassung von Engels richtig, führt aber bei philosophisch nicht ausreichend geschulten Menschen zu Verwirrung. Weiterhin ist Engels Auslegung tendenziös (auch wenn ich diesen Satz noch so unterschreiben würde unterschreibe ich den Absatz im "Anti-Dühring" nicht).
Bei Kant ist es so, dass wir unsere "Freiheit" aufgrund normativer Regeln einschränken müssen, damit andere auch "frei" sein können. Hegel lehnt dies ab und bezeichnet, das als "Seichtigkeit der Gedanken".
Bei Hegel ist die "Einschränkung" selbst die Freiheit, denn was wir einschränken ist nicht die Freiheit sondern die Willkür. Der Wille ist nur dann frei, wenn er sich selbst aus freien Stücken will. Wenn der freie Wille den freie Wille will, so will er diesen als allgemeines Prinzip. In der freien Entscheidung gegen die eigene (subjektive) Willkür und der Anerkennung des freien Willens als allgemeines (objektives) Prinzip hebt sich der Subjekt-Objekt Dualismus auf. Der Begriff des freien Willens ist somit "an und für sich" freier Wille.
In Hegels Worten:
"§ 21
Die Wahrheit aber dieser formellen, für sich unbestimmten und ihre Bestimmtheit an jenem Stoffe vorfindenden Allgemeinheit ist die sich selbst bestimmende Allgemeinheit, der Wille, die Freiheit. Indem er die Allgemeinheit, sich selbst, als die unendliche Form zu seinem Inhalte, Gegenstande und Zweck hat, ist er nicht nur der an sich, sondern ebenso der für sich freie Wille – die wahrhafte Idee." (Rechsph. - fett hier ist kursiv bei Hegel).
Möchte man es also sinngemäß wie Engels sagen:
"Freiheit ist die Einsicht in die Notwendigkeit der Freiheit allgemeines Prinzip zu sein."
Oder in den Worten von Rosa Luxemburg:
"Freiheit nur für die Anhänger der Regierung, nur für die Mitglieder einer Partei - mögen sie noch so zahlreich sein - ist keine Freiheit."
Worin die Notwendigkeit des allgemeinen Prinzips wohl noch am ehesten für den philosophischen Laien verständlich ausgedrückt wird.
Dies Notwendigkeit des Prinzips hat aber mitnichten mit einem von dir dort reingedeuteten Zwang zu tun. Denn die Einsicht in diese "Notwendigkeit des allgemeinen Prinzips" ist selbst nicht notwendig sondern ist bei Hegel ein freie Akt des Willens. Sieht man dieses Prinzip nicht und bekennt sich nicht aus einem freien Willensakt dazu ist man im Sinne der Hegelschen Argumentation eben unfrei, da man sich der (bloß subjektive und nicht objektiven) Willkür hingibt oder ein bloßer Sklave seiner Begierden ist. In diesem Sinne ist dann auch der "Neoliberalismus" die höchste Form der Unfreiheit.
Anmerkung zu § 21
"Das Selbstbewußtsein des Willens, als Begierde, Trieb, ist sinnlich, wie das Sinnliche überhaupt die Äußerlichkeit und damit das Außersichsein des Selbstbewußtseins bezeichnet. Der reflektierende Wille hat die zwei Elemente, Jenes Sinnliche und die denkende Allgemeinheit; der an und für sich seiende Wille hat den Willen selbst als solchen, hiermit sich in seiner reinen Allgemeinheit zu seinem Gegenstande – der Allgemeinheit, welche eben dies ist, daß die Unmittelbarkeit der Natürlichkeit und die Partikularität, mit welcher ebenso die Natürlichkeit behaftet, als sie von der Reflexion hervorgebracht wird, in ihr aufgehoben ist. Dies Aufheben aber und Erheben ins Allgemeine ist das, was die Tätigkeit des Denkens heißt. Das Selbstbewußtsein, das seinen Gegenstand, Inhalt und Zweck bis zu dieser Allgemeinheit reinigt und erhebt, tut dies als das im Willen sich durchsetzende Denken. Hier ist der Punkt, auf welchem es erhellt, daß der Wille nur als denkende Intelligenz wahrhafter, freier Wille ist. Der Sklave weiß nicht sein Wesen, seine Unendlichkeit, die Freiheit, er weiß sich nicht als Wesen, – und er weiß sich so nicht, das ist, er denkt sich nicht. Dies Selbstbewußtsein, das durch das Denken sich als Wesen erfaßt und damit eben sich von dem Zufälligen und Unwahren abtut, macht das Prinzip des Rechts, der Moralität und aller Sittlichkeit aus. Die, welche philosophisch vom Recht, Moralität, Sittlichkeit sprechen und dabei das Denken ausschließen wollen und an das Gefühl, Herz und Brust, an die Begeisterung verweisen, sprechen damit die tiefste Verachtung aus, in welche der Gedanke und die Wissenschaft gefallen ist, indem so die Wissenschaft sogar selbst, über sich in Verzweiflung und in die höchste Mattigkeit versunken, die Barbarei und das Gedankenlose sich zum Prinzip macht und, so viel an ihre wäre, dem Menschen alle Wahrheit, Wert und Würde raubte."
Was die "Seichtigkeit der Gedanken" angeht so meine ich diese auch hier zu erblicken:
Nach meiner Logik ist ein Etwas, das notwendigerweise so ist wie es
ist und nicht anders sein kann, schlicht und einfach nicht frei.
W.z.b.w.![]()
Nehmen wir doch mal die klassische Logik (die du ja früher bereits gegen Hegels "undenk" zu verteidigen wusstest"):
Gesetzt die Prämisse (und NUR diese Prämisse):
A -> B
so gilt auch:
nicht B -> nicht A
Also (nicht B) ist hinreichend für (nicht A) oder B ist notwendig für A.
Somit haben wir also eine notwendige Beziehung ohne aber, dass A und B bestimmt sind. B ist notwendig für A ohne dass A durch B gezwungen wäre.
Setzte ich nun zusätzlich die Prämisse A so ist dann B die Konklusion.
Der "Zwang" der hier stattfindet hat aber nichts mit der Notwendigkeit von B für A zu tun sondern passiert durch die (äußerliche Wahrheitswert Setzung von A).
Wenn A wirklich "unfrei" (also durch anderes bestimmt) dann geht dies nur durch die Prämisse von (nicht B). Denn notwendig dafür, dass A "wahr" sein kann ist das B auch wahr ist. Aus (nicht B) folgt dann (nicht A). Aber auch dann liegt die "Unfreiheit" nicht in der Notwendigkeit sondern in der äußeren Ursache der Wahrheitssetzung von (nicht B).
Im Fall der causa sui (C) ist dies hinreichend und notwendige Bedingung ihrer selbst. Also:
C <-> C
Wir haben also hier also eine Notwendigkeit jedoch ohne Setzung von C unendlich viele Freiheitsgrade. Durch Definition 1 wird die Existenz einer jeder Sache die in diesem Verhältnis steht postuliert und Erläuterung 7 schließt die "Freiheit" einer jeder Sache die NICHT in diesem Verhältnis steht aus.
Wie du aus diesem (selbstbezüglichen) Verhältnis eine Unfreiheit schließen willst ist mir schleierhaft.
Wie heißt es Inschrift über Platons Akademie:
ΑγεωμετÏητος μηδεις εισιτω
"Der Geometrieunkundige möge nicht eintreten". Die Inschrift ist zwar nur eine Legende, aber dass man vor dem Interpretieren von Philosophen erstmal mit der Logik und Begriffe vertraut machen sollte ist durchaus richtig.
Oder wie es bei Hegel heißt:
"Von allen Wissenschaften, Künsten, Geschicklichkeiten, Handwerken gilt die Überzeugung, daß, um sie zu besitzen, eine vielfache Bemühung des Erlernens und Übens derselben nötig ist. In Ansehung der Philosophie dagegen scheint jetzt das Vorurteil zu herrschen, daß, wenn zwar jeder Augen und Finger hat, und wenn er Leder und Werkzeug bekommt, er darum nicht imstande sei, Schuhe zu machen, jeder doch unmittelbar zu philosophieren und die Philosophie zu beurteilen verstehe, weil er den Maßstab an seiner natürlichen Vernunft dazu besitze, – als ob er den Maßstab eines Schuhes nicht an seinem Fuße ebenfalls besäße. "
Wenn in deiner Logik eine Sache, die durch nichts als sie selbst "notwendig" ist, unfrei sein soll, dann bitte ich dich deine Logik einschließlich Freiheitsdefinition mal zu Papier zu bringen (Formalisiert oder nicht ist mir egal). Das wäre mir eine heitere Lektüre.
Ach und wenn wir gerade bei Hegel sind. Ich wollte noch was zu deiner Hobbes Kritik sagen:
Hegel kritisiert an Hobbes, dass dieser den "IST-Zustand" der bürgerlichen Gesellschaft betrachtet und dann gedanklich den Staat abzieht (den Mensch vom Staat abstrahiert) und was übrig bleibt ist sein Naturzustand der Barbarei.
Du machst das gleiche, nur dass du zusammen mit dem Staat noch die Barbarei mit abziehst und bei dir Friede, Freude und Blaubeerkuchen übrig bleibt. Du siehst eben nur den abstrakten (von Staat und Barbarei abstrahierten) Menschen. Dein "Naturzustand" entspricht somit einer Karrikatur des Hobbschen Naturzustandes. Und ebenso wie Hobbes (nur andersherum) führst du keine konsistente Argumentation WESHALB durch den Staat die "menschliche Natur" korrumpiert wird, sondern nimmst es als gesetzt und führst Fingerzeige aus oder nennst als "Evidenz" die Aussagen von PCM.
Um deine kruden Behauptungen zum "Umschlagspunkt" in der Neolithischen Revolution zu widerlegen trage ich dir gerade archäologische Evidenz von prärevolutionären Schlächtereien und postrevolutionären egalitären Kleinstaaten zusammen. Durch ewig sich wiederholende Augenwischerei bleibt es dennoch Augenwischerei.
Ach ... und wenn wir gerade bei Spinoza sind:
"Aus den oben dargelegten Grundlagen des Staates folgt deutlich, dass sein Zweck nicht ist, zu herrschen, die Menschen in der Furcht zu erhalten und fremder Gewalt zu unterwerfen, sondern vielmehr den Einzelnen von der Furcht zu befreien, damit er so sicher als möglich lebe, d.h. so, dass er sein natürliches Recht zum Dasein ohne seinen und Anderer Schaden am besten sich erhalte. Ich sage, es ist nicht der Zweck des Staates, die Menschen aus vernünftigen Wesen zu wilden Thieren oder Automaten zu machen; sondern ihre Seele und ihr Körper soll in Sicherheit seine Verrichtungen vollziehen, sie sollen frei ihre Vernunft gebrauchen und weder mit Hass, Zorn oder List einander bekämpfen, noch in Unbilligkeit gegen einander verfahren. Der Zweck des Staates ist also die Freiheit."
Freiheit... Staat ... ach du ScheiXXe, wie kann denn nur der von dir so geschätzte ... äh ... äh .....
Sei vorsichtig welche Philosophen du in deinem manisch-apokalyptischen Feldzug gegen mich in Stellung bringen willst. Du könntest dadurch nämlich die Diskussion verlieren ... äh ... ich meine natürlich gewinnen.
Grüße
melethron
Ein Moneymind verstand, was ein Hegel nicht verstand
Zarathustra, Sonntag, 05.06.2011, 13:16 (vor 5392 Tagen) @ Melethron
bearbeitet von Zarathustra, Sonntag, 05.06.2011, 13:31
Weil, der Hegel,
Der Verstand
es nicht ...
Hey Zara
Heja Mele!
Im Ernst? Das Ganze noch einmal? Das könntest Du mir nie und nimmer antun wollen, wenn Du nicht zwingend müsstest. Wahrscheinlich greife ich deshalb nur ein paar Sachen raus, zumal es nicht viel Sinn macht, wenn ich auf Deine Geometrie und Algebra eingehe, da ich für eine auf diese Weise aufgezeigte Logik so viel Gefühl habe, wie Du für 'das und dass', nämlich keines.
So, wie die gekrönte Preisschrift Schopenhauers die Unfreiheit ohne Algebra beweist, so müsstest Du mir die Freiheit ebenfalls auf diese Art und Weise beweisen, damit ich damit etwas anfangen kann.
Aber mal im Ernst. Du hast Recht, Zara. Du bist durchaus der "erste"
Gewinner dieser Diskussion.
Das mag ja sein, aber auch als zweiter Sieger bleibst Du Sieger. Vergiss das bitte nicht.
Denn wie du unten schreibst nennst DU es
nicht Freiheit, während du zuvor noch behauptet hast, dass bei Spinoza
nicht Freiheit nennt.
Unten? Kann mich jedenfalls nicht erinnern, irgendwo behauptet zu haben, „dass bei Spinoza
nicht Freiheit nennt“. Das ergibt ja schon als Satz keinerlei Sinn. Ist das Hegelei?
Erinnern kann ich mich daran, nebst Schopenhauers (preisgekrönter) 'Preisschrift über die Freiheit des Willens', der Mutter aller Schriften zu diesem Thema, Spinoza deswegen bemüht zu haben, weil er selbst Gott, bzw. der Substanz die Willensfreiheit abspricht, oder sogar den Willen überhaupt!
Sie wäre in diesem Fall dann nicht frei im Willen, sondern frei von Willen. Bei einer willenlosen Substanz (in diesem Fall der causa sui) von Freiheit zu sprechen, ist also reichlich sinnlos.
Somit hast du gewonnen, nämlich Erkenntnis. Während
ich leider durch keines deiner Argumente bereichert werden konnte.
Ja, aber da trifft Dich keine Schuld. Den Grad des Empfängnisvermögens bestimmt ja niemand frei.
Somit gratuliere ich dir zum verdienten Gewinn.
![]()
Danke!
Nun, bei Spinoza ist es so: Gott ist die alles umfassende
Substanz[/b],
und ausser ihr ist nichts. Und nur insofern ist diese Substanz
"frei", als sie deshalb durch nichts von ausserhalb bestimmt wird,
sondern
ausschliesslich durch sich selbst. Darüber hinaus ist diese Substanz
notwendig so wie sie ist,
Soweit korrekt.
Ja, selbstverständlich.
hat also keine Möglichkeit, anders zu
sein als sie nunmal ist.
Hier ist ein Denkfehler. Nicht Substanz hat keine andere Möglichkeit
sondern die andere Möglichkeit hat hat keine Substanz.
Klar ist hier ein Denkfehler, aber bei Dir, denn beides ist der Fall.
Deine Aussage enthält implizit die Verwechslung von "nicht dasein"
mit "nicht Sein".
Hä? Mein Sein und mein Dasein sind für mich deckungsgleich. In der Hegelei nicht?
Der Heidegger hat auch noch eine persönliche Vorstellung über das seiende Dasein formuliert:
Nach Heidegger kennzeichnet Dasein ein Seiendes, das sich zu sich selbst und dem Sein verhält, wie auch zu anderem Seienden: "Dasein versteht sich in irgendeiner Weise und Ausdrücklichkeit in seinem Sein. Diesem Seienden eignet, dass mit und durch sein Sein dieses ihm selbst erschlossen ist."
Das ist gerade das "kontrafaktische Denken" von dem ich
es mit moneymind hatte ("If you think that there is no milk in the fridge,
you can see the "no milk"").
Und?
Der Gedanke "hat keine Möglichkeit anders zu sein" impliziert das
kontrafaktische "anders".
Ja, es impliziert all' das, was nicht ist, und demzufolge auch nicht sein kann, bzw. lediglich als gedachte Möglichkeit, weil eben nur das EINE faktisch sein kann, nämlich das, was ist.
Ich hab dir gleich mehrere Stellen die zeigen, dass diese Aussage Spinoza
widerspricht:"Dreiunddreißigster Lehrsatz
Die Dinge konnten auf keine andere Weise und in keiner andern Ordnung von
Gott hervorgebracht werden, als sie hervorgebracht worden sind.
Seh' ich auch so, sehe aber keinen Widerspruch.
Beweis
Denn alle Dinge sind aus der gegebenen Natur Gottes mit Notwendigkeit
erfolgt (nach Lehrsatz 16) und vermöge der Notwendigkeit der göttlichen
Natur bestimmt, auf gewisse Weise zu existieren und zu wirken (nach
Lehrsatz 29). Hätten also die Dinge von anderer Beschaffenheit sein oder
auf andere Weise zum Wirken bestimmt werden können, so daß die Ordnung
der Natur eine andere wäre, so hätte auch die Natur Gottes eine andere
sein können, als sie wirklich ist. Dann aber müßte (nach Lehrsatz
11) jene andere Natur auch existieren, und es müßte sonach zwei oder
mehrere Götter geben, was (nach Zusatz I zu Lehrsatz 14) widersinnig ist.
Daher konnten die Dinge auf keine andere Weise und nach keiner andern
Ordnung usw. – W.z.b.w."[/i] (fett von mir)Der erwähnte Lehrsatz 11 besagt wiederum:
"Elfter Lehrsatz
Gott oder die Substanz, welche aus unendlichen Attributen besteht, von
denen jedes ewige und unendliche Wesenheit ausdrückt,
existiert notwendig.Beweis
Bestreitet man das, so nehme man an, wenn man kann, Gott existiere nicht.
Es schließt also (nach Axiom VII) sein Wesen seine Existenz nicht ein. Nun
ist aber das (nach Lehrsatz 7) widersinnig. Also existiert Gott notwendig.
– W.z.b.w." (Fett von mir)
So seh' ich das inetwa alles auch.
Was du mit der Aussage behauptest, nämlich, dass die Substanz keine
Möglichkeit hat, anders zu handeln ist identisch mit der Aussage, dass der
Wille nicht frei sein kann:
Ja, identisch.
"Zweiunddreißigster LehrsatzDer Wille kann nicht freie Ursache, sondern nur notwendige heißen.
Beweis
Der Wille ist nur eine gewisse Form des Denkens, ebenso wie der Verstand.
Daher kann jedes einzelne Wollen (nach Lehrsatz 20) nur dann existieren und
nur dann zum Wirken bestimmt werden, wenn es von einer Ursache bestimmt
wird und diese wiederum von einer andern und so fort ins unendliche. Wird
der Wille als unendlich angenommen, so muß er ebenfalls zum Existieren und
Wirken von Gott bestimmt werden; nicht sofern Gott die absolut unendliche
Substanz ist, sondern sofern er ein Attribut hat, welches das unendliche
und ewige Wesen des Denkens ausdrückt (nach Lehrsatz 23). Auf welche Weise
also der Wille begriffen wird, ob als endlich oder als unendlich, erfordert
er eine Ursache, von welcher er zum Existieren und Wirken bestimmt wird.
Daher kann er (nach Definition 7) nicht freie Ursache heißen, sondern nur
notwendige oder gezwungene. – W.z.b.w."
Bravo Spinoza
Selbst wenn es die Möglichkeit gibt zu Wählen (also freie Wille) ist
diese durch die Wahlmöglichkeiten auf die Notwendigkeit der Wahl reduziert
und durch diese bestimmt.
Eben. Auf die einzige Möglichkeit reduziert.
Nochmals deine Aussage:
Nun, bei Spinoza ist es so: Gott ist die alles umfassende
Substanz[/b],
und ausser ihr ist nichts. Und nur insofern ist diese Substanz
"frei", als sie deshalb durch nichts von ausserhalb bestimmt wird,
sondern
ausschliesslich durch sich selbst. Darüber hinaus ist diese Substanz
notwendig so wie sie ist,
Bis hierhin ist die Substanz mit ihrer Natur identisch und frei ...
'Frei' ist in diesem Zusammenhang, zumal bei einer willenlosen Substanz, nach meiner Ansicht, wie gesagt, ein sinnloser, unangebrachter Begriff. Freiheit ist für mich nur ein Wort, eine Vorstellung und Fata Morgana im menschlichen Gehirn über etwas, was es streng genommen nicht und nirgends gibt, bzw. nur im Sinne von „frei von“. Was es dagegen immer und überall gibt, ist die Notwendigkeit, und davon gibt es nur eine einzige.
W.z.b.w.
hat also keine Möglichkeit, anders zu
sein als sie nunmal ist.
... und an dieser Stelle setzt du Natur außerhalb der Substanz. Die
selbige Setzung der Ursache außerhalb der Wirkung ist exakt das Argument
das Spinoza gegen die Willensfreiheit anführt. Nämlich die
Wahlmöglichkeiten als notwendige Ursache der Wahl. Das also letzteres
DaSS also letzteres ... ! Herrgott nochmal Melethron! Das ist doch hundertmal eindeutiger und einfacher als das mit der Freiheit. Ich zucke jedes Mal zusammen, wenn ich das sehen muss bei Dir, und nicht nur beim Mephisto, beim Nereus und so erschreckend vielen anderen. Wie spricht Ihr das und dass eigentlich aus? Warum kann man partout nicht endlich diese banale Regel studieren wollen? Es würde mir so viel Leid erspart bleiben.
nicht frei zu nennen ist, stimmt insofern mit Spinoza überein, während in
der Identität der Substanz mit ihrer Natur die Ursache mit der Wirkung
Identisch und somit frei ist.
Ob man das nun Freiheit nennen soll? Na ja. Ich
tu's nicht.
Sofern du die Logik akzeptierst musst du die causa sui - wenigstens als
Abstraktum - als frei annerkennen. Da hilft kein Biegen und kein Brechen.
Irgendwie ist mir das alles zu hoch, bzw. zu wenig tief. Diese Art (Sprach-) Logik läuft doch darauf hinaus, dass ich die Notwendigkeit in der willenlosen causa sui als freie Notwendigkeit bezeichnen müsste, was doch widersinnig ist. Da hilft in der Tat nur Biegen und Brechen, und sonst gar nichts.
Du könntest nicht mal von deiner Unfreiheit reden, wenn die Freiheit
nicht wenigstens ihrem Begriffe nach also "für sich" als reine Idee
existiert, denn "omnis determinatio negatio".
Ganz genau, und ich bestreite auch nicht, dass sie als Idee existiert, aber eben nur als Idee.
Bei Kant ist es so, dass wir unsere "Freiheit" aufgrund normativer Regeln
einschränken müssen, damit andere auch "frei" sein können. Hegel lehnt
dies ab und bezeichnet, das als "Seichtigkeit der Gedanken".Bei Hegel ist die "Einschränkung" selbst die Freiheit, denn was wir
einschränken ist nicht die Freiheit sondern die Willkür.
Mir erscheint da das eine seichter als das andere. Ist doch egal, was und wie wir einschränken. Wir vollziehen einfach den einzig möglichen, notwendigen Willensakt, und was notwendig ist, ist notwendig und einzig möglich.
Der Wille
ist nur dann frei, wenn er sich selbst aus freien Stücken will.
Klingt für mich etwa so wie: Das Brot ist nur dann hart, wenn es sich selbst getrocknet hat.
Bei Deinem Willen und Deinem Brot handelt es sich doch nicht um geschlossene Systeme.
Und selbst wenn es geschlossene, selbstbezügliche Systeme wären, so wären sie dadurch noch längst nicht frei.
Wenn der freie Wille den freie Wille will, so will er diesen als allgemeines
Prinzip.
Besser: Wenn der notwendige Wille einen freien Willen will, so will er diese Fiktion als allgemeines Prinzip.
In der freien Entscheidung gegen die eigene (subjektive)
Willkür und der Anerkennung des freien Willens als allgemeines
(objektives) Prinzip hebt sich der Subjekt-Objekt Dualismus auf.
In der notwendigen Entscheidung ist er entweder gut oder schlecht aufgehoben. Glückssache.
Der Begriff des freien Willens ist somit "an und für sich" freier Wille.
Und der Begriff des Autos ist "an und für sich" ein Auto?
In Hegels Worten:
"§ 21
Die Wahrheit aber dieser formellen, für sich unbestimmten und ihre
Bestimmtheit an jenem Stoffe vorfindenden Allgemeinheit ist die sich
selbst bestimmende Allgemeinheit, der Wille, die Freiheit. Indem er die
Allgemeinheit, sich selbst, als die unendliche Form zu seinem Inhalte,
Gegenstande und Zweck hat, ist er nicht nur der an sich, sondern
ebenso der für sich freie Wille – die wahrhafte Idee."
(Rechsph. - fett hier ist kursiv bei Hegel).
Mensch Meier.
Möchte man es also sinngemäß wie Engels sagen:
"Freiheit ist die Einsicht in die Notwendigkeit der Freiheit allgemeines
Prinzip zu sein."
Die Leute scheinen irgendwie besessen von der Freiheit. Vermutlich deshalb, weil sie eben nur als Idee, als Fiktion, aber nicht als Faktum präsent ist, bzw. nicht absolut, sondern nur eingeschränkt, als „frei von“.
Oder in den Worten von Rosa Luxemburg:
"Freiheit nur für die Anhänger der Regierung, nur für die Mitglieder
einer Partei - mögen sie noch so zahlreich sein - ist keine
Freiheit."
Wer hätte das gedacht!
Worin die Notwendigkeit des allgemeinen Prinzips wohl noch am ehesten für
den philosophischen Laien verständlich ausgedrückt wird.Dies Notwendigkeit des Prinzips hat aber mitnichten mit einem von dir dort
reingedeuteten Zwang zu tun.
Denn die Einsicht in diese "Notwendigkeit des
allgemeinen Prinzips" ist selbst nicht notwendig sondern ist bei Hegel ein
freie Akt des Willens.
Einsicht als freier Willensakt? Du kannst vieles nicht einsehen, auch wenn Du noch so willst.
Das ist eher eine Frage des Könnens als des Wollens.
Sieht man dieses Prinzip nicht und bekennt sich
nicht aus einem freien Willensakt dazu
Der Blinde als Unfreier. Nur ist dann, auch im Sinne Heinz von Försters jeder (mehr oder weniger) ein Unfreier. „Wir sehen nicht, dass wir nicht sehen.“
ist man im Sinne der Hegelschen
Argumentation eben unfrei, da man sich der (bloß subjektive und nicht
objektiven) Willkür hingibt oder ein bloßer Sklave seiner Begierden ist.
Das sind wir sowieso, auch wenn wir nach vermeintlicher Einsicht begehren. Auch ein Hegelianer ist hungrig und begierig. Jeder Willensakt ist eine Art Stillung des unersättlichen Hungers und Begehrens, und insofern wieder eine Tilgung seiner Urschuld.
In diesem Sinne ist dann auch der "Neoliberalismus" die höchste Form der
Unfreiheit.
Also höher als der Stalinismus, Hegelianismus usw.?
Die Frage ist wohl: Für wen! Für das Neutrum, das anonyme, polizeilich, militaristisch und theokratisch zusammengetriebene Hyperkollektiv?
Anmerkung zu § 21
"Das Selbstbewußtsein des Willens, als Begierde, Trieb, ist sinnlich,
wie das Sinnliche überhaupt die Äußerlichkeit und damit das
Außersichsein des Selbstbewußtseins bezeichnet. Der reflektierende Wille
hat die zwei Elemente, Jenes Sinnliche und die denkende Allgemeinheit; der
an und für sich seiende Wille hat den Willen selbst als solchen, hiermit
sich in seiner reinen Allgemeinheit zu seinem Gegenstande – der
Allgemeinheit, welche eben dies ist, daß die Unmittelbarkeit der
Natürlichkeit und die Partikularität, mit welcher ebenso die
Natürlichkeit behaftet, als sie von der Reflexion hervorgebracht wird, in
ihr aufgehoben ist. Dies Aufheben aber und Erheben ins Allgemeine ist das,
was die Tätigkeit des Denkens heißt. Das Selbstbewußtsein, das seinen
Gegenstand, Inhalt und Zweck bis zu dieser Allgemeinheit reinigt und
erhebt, tut dies als das im Willen sich durchsetzende Denken. Hier ist der
Punkt, auf welchem es erhellt, daß der Wille nur als denkende Intelligenz
wahrhafter, freier Wille ist. Der Sklave weiß nicht sein Wesen, seine
Unendlichkeit, die Freiheit, er weiß sich nicht als Wesen, – und er
weiß sich so nicht, das ist, er denkt sich nicht. Dies Selbstbewußtsein,
das durch das Denken sich als Wesen erfaßt und damit eben sich von dem
Zufälligen und Unwahren abtut, macht das Prinzip des Rechts, der
Moralität und aller Sittlichkeit aus. Die, welche philosophisch vom Recht,
Moralität, Sittlichkeit sprechen und dabei das Denken ausschließen wollen
und an das Gefühl, Herz und Brust, an die Begeisterung verweisen, sprechen
damit die tiefste Verachtung aus, in welche der Gedanke und die
Wissenschaft gefallen ist, indem so die Wissenschaft sogar selbst, über
sich in Verzweiflung und in die höchste Mattigkeit versunken, die Barbarei
und das Gedankenlose sich zum Prinzip macht und, so viel an ihre wäre,
dem Menschen alle Wahrheit, Wert und Würde raubte."
Na ja, wie Du Dir sicher denken kannst, sieht Zarathustra das genau anders rum: „Am weitesten freilich brachten es diese Kühe: die erfanden sich das Wiederkäuen und In-der-Sonne-Liegen. Auch enthalten sie sich aller schweren Gedanken, welche das Herz blähn“.
Wie du aus diesem (selbstbezüglichen) Verhältnis eine Unfreiheit
schließen willst ist mir schleierhaft.
Ja, komischerweise ist Dir das schleierhaft. Mir ist dagegen schleierhaft, wie man Selbstbezüglichkeit mit Freiheit verbinden kann. So mancher wird nämlich (linear oder gar exponentiell) in dem Masse unfreier, wie man ihn sich selbst überlässt.
Wenn in deiner Logik eine Sache, die durch nichts als sie selbst
"notwendig" ist, unfrei sein soll, dann bitte ich dich deine Logik
einschließlich Freiheitsdefinition mal zu Papier zu bringen (Formalisiert
oder nicht ist mir egal). Das wäre mir eine heitere Lektüre.
Da kann ich mich nur wiederholen: Notwendigkeit ist nie Freiheit und letztere, wie wir oben bereits gesehen haben, als Absolutheit lediglich eine Idee.
Zudem geht es hier zuerst einmal um Sprache, und nicht um Algebra. Deshalb fragt eben auch der Moneymind, sobald einer über Freiheit daherredet, immer sofort: „frei wovon?“, und das zurecht und nicht ohne Grund.
Etwas, was nicht nur relativ, sondern absolut frei wäre, müsste also frei von allem sein, mithin auch von sich selbst, und das ist niemand, auch nicht die sogenannte Substanz in ihrer Unendlichkeit und Ewigkeit, was in puncto Freiheit, wenn es sie denn gäbe, sozusagen die Höchststrafe wäre. Wie gesagt: So mancher leidet mehr an sich selbst als an den andern, ist also je unfreier, desto unabhängiger er ist.
W.z.b.w.
Ach und wenn wir gerade bei Hegel sind. Ich wollte noch was zu deiner
Hobbes Kritik sagen:Hegel kritisiert an Hobbes, dass dieser den "IST-Zustand" der
bürgerlichen Gesellschaft betrachtet und dann gedanklich den Staat abzieht
(den Mensch vom Staat abstrahiert) und was übrig bleibt ist sein
Naturzustand der Barbarei.Du machst das gleiche, nur dass du zusammen mit dem Staat noch die
Barbarei mit abziehst und bei dir Friede, Freude und Blaubeerkuchen übrig
bleibt. Du siehst eben nur den abstrakten (von Staat und Barbarei
abstrahierten) Menschen. Dein "Naturzustand" entspricht somit einer
Karrikatur des Hobbschen Naturzustandes. Und ebenso wie Hobbes (nur
andersherum) führst du keine konsistente Argumentation WESHALB durch den
Staat die "menschliche Natur" korrumpiert wird, sondern nimmst es als
gesetzt und führst Fingerzeige aus oder nennst als "Evidenz" die Aussagen
von PCM.
Nicht nur von PCM. Ich mixe das Beste der Besten. Ich habe ja mehrere Gurus und bin in diesem Sinne „Polytheist“.
Jedoch, lieber Melethron, so ist das nunmal. Bei vielen Dingen müssen wir als Evidenz die Empirie bemühen, weil daraus oft wesentlich mehr abzuleiten ist als aus selber zusammengeschusterten Multikausalitäten, die in ihrer Komplexität schlicht nicht modelliert werden können. Die lächerlichen Modelle in der Oekonomie sind dafür ein klassisches Beispiel, wie wir mittlerweile alle wissen. Mehr schlecht als recht modellierbar für die nächsten 4-5 Tage, wie das Wetter, und damit hat sich's.
Um deine kruden Behauptungen zum "Umschlagspunkt" in der Neolithischen
Revolution zu widerlegen trage ich dir gerade archäologische Evidenz von
prärevolutionären Schlächtereien und postrevolutionären egalitären
Kleinstaaten zusammen. Durch ewig sich wiederholende Augenwischerei bleibt
es dennoch Augenwischerei.
Egalitär können Staaten auch nur relativ sein, und die Sowjetunion war wohl egalitärer als die meisten Kleinstaaten. Ausserdem verkörpert der Kleinstaat, der Stadtstaat seinem Wesen nach lediglich eine Zwischenstation hin zum Nationalstaat, Hegemonialstaat, Globalstaat.
Bin aber immer bereit, dazu zu lernen. Ich zweifle auch nicht, dass man das eine oder andere archäologische Artefakt von Ausnahmen zur Bestätigung der Regel finden wird, wenn man so lange wie verzweifelt danach sucht, um als Verfechter des kältesten aller kalten Ungeheuer selbiges dorthin zu loben, wo es zuletzt hin gehört, auf den Herrschaftsthron.
Ach ... und wenn wir gerade bei Spinoza sind:
"Aus den oben dargelegten Grundlagen des Staates folgt deutlich, dass
sein Zweck nicht ist, zu herrschen, die Menschen in der Furcht zu erhalten
und fremder Gewalt zu unterwerfen, sondern vielmehr den Einzelnen von der
Furcht zu befreien, damit er so sicher als möglich lebe, d.h. so, dass er
sein natürliches Recht zum Dasein ohne seinen und Anderer Schaden am
besten sich erhalte. Ich sage, es ist nicht der Zweck des Staates, die
Menschen aus vernünftigen Wesen zu wilden Thieren oder Automaten zu
machen; sondern ihre Seele und ihr Körper soll in Sicherheit seine
Verrichtungen vollziehen, sie sollen frei ihre Vernunft gebrauchen und
weder mit Hass, Zorn oder List einander bekämpfen, noch in Unbilligkeit
gegen einander verfahren. Der Zweck des Staates ist also die
Freiheit."Freiheit... Staat ... ach du ScheiXXe, wie kann denn nur der von dir so
geschätzte ... äh ... äh .....Sei vorsichtig welche Philosophen du in deinem manisch-apokalyptischen
Feldzug gegen mich in Stellung bringen willst. Du könntest dadurch
nämlich die Diskussion verlieren ... äh ... ich meine natürlich
gewinnen.![]()
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Was schreibst Du denn da wieder?
Darum hatte ich wohlweislich darauf hingewiesen, dass es irrelevant ist, was die Philosophen (von Heraklit bis Hegel) darüber erzählten, da sie von einer natürlichen, staats-/patriarchatsfreien Lebensform nichts wussten und in dieser Hinsicht völlig ahnungslos waren. Es wäre an den Philosophen des 20. und 21. Jahrhunderts, hier zu liefern. Aber welcher Staatsphilosoph wird schon über ein artgerechtes Leben frei von Staatsterror referieren?
Das könnte er nur, wenn dessen Wille frei und (staats-) unabhängig wäre.
Ist aber auch egal, in @tar's Zirkel ist der Weg eh vorgezeichnet. Das ist das Beruhigende am Zirkel und tröstet einen über die Zustimmung der Sklaven zu deren Vormund und Peiniger, zum Terrorstaat (Tautologie).
Grüße
melethron
Grüsse, Zara
Nicht Zarathustra
Zweistein
, Freitag, 03.06.2011, 20:17 (vor 5394 Tagen) @ Mephistopheles
Nein, die Macht, über die hier ständig diskutiert wird.
Wer sie hat, nutzt sie regelmäßig auch aus.
Zweistein
--
Am besten man kommt gar nicht erst auf die Welt, dann muss man auch nicht sterben.
Viel Glück, Goldküken!
Zarathustra, Donnerstag, 02.06.2011, 19:49 (vor 5395 Tagen) @ Goldküken
Aber was ist mit jemand, der nicht zur Sekte gehoert, wie ich? Wie soll
ich dieses paper verstehen, wenn sich schon am Anfang solche logischen und
begrifflichen Abgruende auftun?
Mit jemand? Hm ... Also mit jemandem, der bereits am Dativ scheitert, wird's natürlich schwierig, wenn's um komplexere Dinge geht.
Nichts desto trotz wünsche ich Dir, dass der Chef Milde walten lässt und Dich lediglich temporär aus unserer Solidargemeinschaft ausschliesst, so wie er das auch mit mir schon gehandhabt hat, und zumal Du in der Regel doch freundliche Beiträge schreibst. Mit definitivem Ausschluss werden in Solidargemeinschaften jedenfalls nur schwerstwiegende Vergehen sanktioniert, und das war ja hier nicht der Fall.
In diesem Sinne: toi toi toi, und hoffentlich auf Wiedersehen!
Zara
Also genauso wertlos wie Gold
Kurt, Donnerstag, 02.06.2011, 14:35 (vor 5395 Tagen) @ Goldküken
das Bitcoin Geld wird nicht durch Verschuldung geschaffen und ist deshalb wertlos
...da die Bitcoins ja genau wie Gold alle wichtigen monetären Eigenschaften haben als da wären Homogenität, Teilbarkeit, Seltenheit, Liquidität.
Wie wertlos die Dinger sind, sieht man ja auch am Chart.
Grüße Kurt
Der Chart sagt nichts anderes, als dass - wie bei jedem Kettenbriefsystem - die Initiatoren abkassieren
Goldküken, Donnerstag, 02.06.2011, 14:47 (vor 5395 Tagen) @ Kurt
bearbeitet von Goldküken, Donnerstag, 02.06.2011, 14:52
(und zwar in Dollar ...) und die spaeter Dazugekommenen in die Roehre gucken werden. Denn es wird nicht lange dauern, dass alle die Wertlosigkeit dieses "Geldes" erkennen.
Findest Du die Bitcoin Geldschoepfung durch sinnlose Computer-Rechnereien nicht auch laecherlich?
K.
Sinnfrage & Erzeugung durch Verschuldung
Kurt, Donnerstag, 02.06.2011, 14:52 (vor 5395 Tagen) @ Goldküken
bearbeitet von Kurt, Donnerstag, 02.06.2011, 15:00
Findest Du die Bitcoin Geldschoepfung durch sinnlose Computer-Rechnereien
nicht auch laecherlich?
Nicht mehr oder weniger lächerlich als die Entstehung von Gold in sinnlosen Supernova-Explosionen.
Grüße Kurt
--
PS: Die Bitcoins werden übrigens auch durch Verschuldung geschaffen. Man braucht nämlich eine Menge Strom dazu. Und diese Menge steigt exponentiell bis ins Unendliche, wenn sich die Menge der erzeugten Münzen dem festgelegten Maximum nähert. Also ebenfalls wie beim Gold (wenn es nichts mehr davon zum Ausgraben gibt).
Dass die Geldschoepfung einen Aufwand bedeutet, heisst nicht, dass Schuldgeld erzeugt wird
Goldküken, Donnerstag, 02.06.2011, 15:09 (vor 5395 Tagen) @ Kurt
PS: Die Bitcoins werden übrigens auch durch Verschuldung geschaffen. Man
braucht nämlich eine Menge Strom dazu. Und diese Menge steigt exponentiell
bis ins Unendliche, wenn sich die Menge der erzeugten Münzen dem
festgelegten Maximum nähert. Also ebenfalls wie beim Gold (wenn es nichts
mehr davon zum Ausgraben gibt).
Dass es etwas kostet (Dollar), die Bitcoins zu erzeugen, bedeutet nicht, dass das eine Geldschoepfung gemaess dem Verschuldungs-Prinzip ist. Nur wenn ein Bitcoin auch einen Anspruch auf etwas darstellen wuerde, waere es Schuldgeld. Tut es aber nicht. Damit ist es "Spielgeld".
K.
Natuerlich halte ich als *Gold*-Kueken Gold und Silber fuer die Ausnahmen, was die Wertlosigkeit von Nicht-Schuldgeld angeht.
Na na, erst apodiktische Regeln aufstellen, und dann eine offene Liste von Ausnahmen anfangen
Kurt, Donnerstag, 02.06.2011, 15:22 (vor 5395 Tagen) @ Goldküken
Nur wenn ein Bitcoin auch einen Anspruch auf etwas darstellen wuerde, waere es
Schuldgeld. Tut es aber nicht. Damit ist es "Spielgeld".
Natuerlich halte ich als *Gold*-Kueken Gold und Silber fuer die Ausnahmen,
was die Wertlosigkeit von Nicht-Schuldgeld angeht.
Dann solltest Du wenigstens schreiben "damit halte ich es für Spielgeld". Denn von "ist" kann - Deiner eigenen, weitgehend beliebig gewählten bzw. allenfalls historisch begründbaren Ausnahmen zufolge - ja offenbar nicht Rede sein.
Grüße Kurt
Spielgeld
Goldküken, Donnerstag, 02.06.2011, 15:30 (vor 5395 Tagen) @ Kurt
Korr.: Ich *halte* Bitcoins fuer Spielgeld.
Gold ist auch Spielgeld: es macht Spass, die Krugerrands mit dem Schnabel zu rollen, bis sie - laut kreisend - umfallen.
Euer kleines Goldkueken
Gold auch Spielgeld
Kurt, Donnerstag, 02.06.2011, 15:36 (vor 5395 Tagen) @ Goldküken
Na, wenn EM zusammen mit den Bitcoins in die Schublade "Spielgeld" fällt, dann sind wir uns ja wieder einig.
Dann geh ich jetzt mal meine zwei Zentner Spielgeld nach am kucken.
Grüße Kurt
2 Zentner Gold? Dann bist Du ja fast ne Zentralbank ...
Goldküken, Donnerstag, 02.06.2011, 18:25 (vor 5395 Tagen) @ Kurt
"Leute, bin ich denn ein Kiosk, oder bin ich etwa ne Bank?"
Säh ich aus wie ein Hottel :) (oT)
Kurt, Donnerstag, 02.06.2011, 18:33 (vor 5395 Tagen) @ Goldküken
- kein Text -
Bitcoins - technische Zweifel
paranoia
, Die durchschnittlichste Stadt im Norden, Donnerstag, 02.06.2011, 14:57 (vor 5395 Tagen) @ zip
bearbeitet von unbekannt, Donnerstag, 02.06.2011, 15:00
Hallo zip!
Wie Du sehen kannst, stehst Du nicht auf meinem Filter! :)
Zu debitistischen Aspekten sage ich gar nichts. Wenn ich eine Bank überfallen will, interessiert mich ja auch nicht der spezielle Weg durch den Schornstein, sondern der einfachste Weg zur Kohle!
Risiken:
-Verteilung von manipulierten Clients
-eventuelle Unterbindung der peer-to-peer-Kommunikation?
-Lösung mathematischer Probleme sprengt das System (wie in der Kryptologie)
-keine Quittung für geleistete Zahlungen (meine ich gelesen zu haben!)
-keine gekoppelten Zug-um-Zug-Geschäfte möglich
-99% der Weltbevölkerung können die technische Implementation nicht verstehen und sind auf Vertrauen in das System angewiesen
Aus dem "white paper", Seite 1 unten:
The system is secure as long as honest nodes collectively control more CPU power than any cooperating group of attacker nodes.
Was ist, wenn die NSA oder vergleichbare Einrichtungen Russlands oder Chinas oder das "Seti at Home"-Projekt angreifen?
Auch theoretisch als sehr sicher geltende Verfahren scheitern oftmals an Fehlern in der Implementierung. Diese Fehler findet man aber nur, wenn eine ausreichend große Anzahl von Experten sich mit Bitcoin auseinandersetzt.
Gruß
paranoia
--
Ich sage "Ja!" zu Alkohol und Hunden.
Sehr interessant! Also „failure by design“?
zip
, Donnerstag, 02.06.2011, 15:11 (vor 5395 Tagen) @ paranoia
Hallo zip!
Wie Du sehen kannst, stehst Du nicht auf meinem Filter! :)
Danke sehr! Dafür stehst du auf meinem Filter, genannt „selektive Wahrnehmung“, deine Beiträge lese ich nämlich sehr gern.
Aus dem "white paper", Seite 1 unten:
The system is secure as long as honest nodes collectively control more CPU power than any cooperating group of attacker nodes.
Was ist, wenn die NSA oder vergleichbare Einrichtungen Russlands oder Chinas oder das "Seti at Home"-Projekt angreifen?
Danke für diesen Hinweis, in der Tat dürfte dies ein Schwachpunkt sein, der dem Grundkonstrukt geschuldet ist.
Auch theoretisch als sehr sicher geltende Verfahren scheitern oftmals an Fehlern in der Implementierung. Diese Fehler findet man aber nur, wenn eine ausreichend große Anzahl von Experten sich mit Bitcoin auseinandersetzt.
Man sollte eventuell mal die Experten vom CCC (Chaos Computer Club) ran lassen.
Vielmals dankend grüßend,
--
.zip
Bitcoins - der zweite Grund für den Diebstahl Deiner Rechenzeit
paranoia
, Die durchschnittlichste Stadt im Norden, Sonntag, 05.06.2011, 10:28 (vor 5393 Tagen) @ zip
Hallo zip!
Man sollte eventuell mal die Experten vom CCC (Chaos Computer Club) ran
lassen.Vielmals dankend grüßend,
Wenn es Dich interessiert, der CCC hat überall lokale Gruppierungen, die haben auch offene Veranstaltungen, da kannst Du hingehen und fragen.
Romeo zitiert hier fefe, gehört der nicht zum Umfeld des ccc?
http://www.dasgelbeforum.de.org/forum_entry.php?id=220450
Bisher gab es nur einen Grund, die Rechenzeit Deines Computers zu klauen:
Um Passwörter parallel hacken zu können!
Jetzt gibt es einen zweiten: Um Bitcoin-Hashes auszurechnen.
Jetzt verstehe ich auch, warum Bitcoins so gefährlich sind!
Gruß
paranoia
--
Ich sage "Ja!" zu Alkohol und Hunden.
Weitergedacht...
QuerDenker
, Donnerstag, 02.06.2011, 16:00 (vor 5395 Tagen) @ paranoia
Hallo paranoia,
danke für Deine Gedanken zum Thema!
Aus dem "white paper", Seite 1 unten:
The system is secure as long as honest nodes collectively control more
CPU power than any cooperating group of attacker nodes.
Teilen wir die Welt mal "halb-naiv", in "open-source" und "closed-source" Betriebssysteme
Was ist, wenn die NSA oder vergleichbare Einrichtungen Russlands oder
Chinas oder das "Seti at Home"-Projekt angreifen?
Speziell SETI ist wirklich ein interessantes Phänomen, neben den "meist freiwilligen" Peer2Peer-Diensten und den "idR unfreiwilligen" VerNETZungen durch das, was man z.B. Schadsoftware nennt!
Auch theoretisch als sehr sicher geltende Verfahren scheitern oftmals an
Fehlern in der Implementierung. Diese Fehler findet man aber nur, wenn eine
ausreichend große Anzahl von Experten sich mit Bitcoin auseinandersetzt.
Die Grundlage wäre theoretisch dann erreicht, wenn die oben genannten erste Hälfte - also OpenSource - den Großteil der "CPU power" (vermutlich sind damit auch "Speicher" und "Inter-Node-Bandbreite" usw, gemeint) "kontrollieren" würde
Das zweite Problem ist das ebenfalls in deiner Liste angesprochene Risiko der Kryptologie, deren 'langfristige Sicherheit für statische Daten' meist total überschätzt wird!
Beste Grüße
QuerDenker
--
10cc: 'communication is the problem to the answer'
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"Bitcoin ist bereits vorher grundlegend gescheitert" ...
Arithmos, Donnerstag, 16.06.2011, 12:13 (vor 5382 Tagen) @ paranoia
... meint Autor "montred" auf heise.de - und das klingt überzeugend:
Sollte es nämlich jemandem gelingen, die Mehrheit der Rechenleistung im Netzwerk zu besitzen, dann kann er seine eigenen Transaktionen im Nachhinein beliebig verändern und Geld mehrfach ausgeben.
...
Und genau an diesem Punkt ist Bitcoin gescheitert: Einer dieser Pools (deepbit) war dermaßen attraktiv, dass er praktisch die Hälfte der Rechenleistung im Netzwerk gestellt hat.
http://www.heise.de/open/news/foren/S-Bitcoin-ist-bereits-vorher-grundlegend-gescheiter...
Bitcoin - Diebstahl
paranoia
, Die durchschnittlichste Stadt im Norden, Donnerstag, 16.06.2011, 21:26 (vor 5381 Tagen) @ Arithmos
Hallo Arithmos!
Hast Du meinen Beitrag gelesen, oder nur die Überschrift?
Genau diese Aussage habe ich zwei Wochen vorher hier formuliert. Genau diese Schwäche dokumentiert der Erfinder selber in seinem White Paper:
http://www.bitcoin.org/bitcoin.pdf
Die Wahrscheinlichkeit eines derartigen Angriffs schätze ich als sehr hoch ein.
... meint Autor "montred" auf heise.de - und das klingt überzeugend:
Der Beitrag von "montred" ist nett, aber eben nur Sekundärliteratur.
Viel interessanter ist es, das Originalwerk von Satoshi Nakamoto zu lesen!
Der von mir zitierte Satz besagt im Klartext:
Wer die meiste Rechenleistung einsetzen kann, kann die Kohle den anderen klauen...
Trotzdem vielen Dank für den Hinweis auf den Bitcoin-Diebstahl, den hatte ich zufälligerweise gefunden.
Der bestätigt mich in meinen Ansichten.
Gruß
paranoia
--
Ich sage "Ja!" zu Alkohol und Hunden.
Die Möglichkeit ist bereits Realität
Arithmos, Freitag, 17.06.2011, 08:01 (vor 5381 Tagen) @ paranoia
Hallo Paranoia!
Hast Du meinen Beitrag gelesen, oder nur die Überschrift?
Selbstverständlich hatte ich Deinen Beitrag gelesen. Und zwar schon vor zwei Wochen. Ich konnte mich noch gut daran erinnern, als ich diesen Heise-Artikel las. Und weil die faktische Entwicklung Deine Vorhersage bestätigt, habe ich mein Posting auch genau hier hin geschreiben.
Wer die meiste Rechenleistung einsetzen kann, kann die Kohle den anderen
klauen...
Und eben genau das ist jetzt passiert (siehe deepbit). Also keine Theorie mehr oder Möglichkeit, sondern bereits Fakt.
Trotzdem vielen Dank für den Hinweis auf den Bitcoin-Diebstahl, den hatte
ich zufälligerweise gefunden.
Der bestätigt mich in meinen Ansichten.
Bitte sehr.
Gruß
paranoia
Beste Grüße zurück
Arithmos
Bitcoins - jetzt liegt auch noch der Marktplatz unter Feuer
paranoia
, Die durchschnittlichste Stadt im Norden, Montag, 20.06.2011, 15:30 (vor 5377 Tagen) @ Arithmos
Hallo Arithmos!
Keines der ehrenswerten Ziele bei der Schaffung des Systems wurde erreicht.
Stattdessen gibt es Anschauungsunterricht, was alles bei der Implementierung schief gehen kann.
http://www.heise.de/newsticker/meldung/Bitcoin-Tauschboerse-nach-Angriff-geschlossen-12...
Gruß
paranoia
--
Ich sage "Ja!" zu Alkohol und Hunden.
So gehts: "All your bitcoins are ours."
Romeo
, Somalia 2.0, Samstag, 18.06.2011, 12:47 (vor 5379 Tagen) @ paranoia
http://www.symantec.com/connect/blogs/all-your-bitcoins-are-ours
Gefunden bei fefe: http://blog.fefe.de/?ts=b3051470
[l] "Na endlich: Ein Bitcoin-Klau-Trojaner! Ich wunderte mich schon, worauf die warten."
--
Nur tote Fische schwimmen mit dem Strom.
Bitcoin-Diebstahl: Hilfe, meine Zahlen sind weg!
paranoia
, Die durchschnittlichste Stadt im Norden, Samstag, 18.06.2011, 14:45 (vor 5379 Tagen) @ Romeo
Hallo Romeo!
Danke für den Hinweis, ich verfolge das Thema mittlerweile interessiert über den Nachrichtenticker vom Heise-Verlag.
Eine der nächsten Nachrichten wird sein, daß ein Angestellter eines Großunternehmens gefeuert wird, weil er berufliche Rechenzeit zum privaten Bitcoin-Mining stahl.
Mein KFZ-Teilehändler erklärte mir, daß er Aktien und Anleihen nicht anfassen könne und daher alternative Investments gesucht habe.
Dann fand er "Goldcoins"!
Wenn er sie noch sehen und anfassen kann, sind sie auch noch da.
Bitcoins sind ein Problem für Menschen mit haptischer Orientierung.
http://www.heise.de/open/meldung/Bitcoin-Diebstahl-Eine-halbe-Million-US-Dollar-weg-126...
Gruß
paranoia
--
Ich sage "Ja!" zu Alkohol und Hunden.
Ohne UR-Schuld wird das nix...
Leserzuschrift
, Donnerstag, 02.06.2011, 18:45 (vor 5395 Tagen) @ zip
Geld ist ein Schuldentilgungsmittel, und jedes auf Schuld basierte Wirtschaftssystem braucht einen Ur-Schuld-Generator (Staat, Mafia, o.ä.), der den Kreislauf aufrecht erhält.
Den Bitcoins wird es am Ende wie den argentinischen "Creditos" ergehen.
Hier noch einmal der Link:
http://www.tauschring-archiv.de/Diplomarbeit/Argentinien.pdf
Lohnt sich.
Die Verbreitung und Verwendung von nicht Ur-Schuld-gedeckten "Tausch(hilfs)mitteln" wie Zigaretten, Creditos, Bitcoins usw. ist ein Krisen-Symptom, eine Reaktion der Wirtschaft auf den Mangel an regulären Zahlungsmitteln oder Beschränkungen im Umgang mit ihnen (Stichworte: Geldwäsche-Gesetze, horrende Gebühren bei internationalen Überweisungen).
Schuld-Generator
Kurt, Donnerstag, 02.06.2011, 19:17 (vor 5395 Tagen) @ Leserzuschrift
Geld ist ein Schuldentilgungsmittel, und jedes auf Schuld
basierte Wirtschaftssystem braucht einen Ur-Schuld-Generator (Staat,
Mafia, o.ä.), der den Kreislauf aufrecht erhält.
Den Bitcoins wird es am Ende wie den argentinischen "Creditos" ergehen.
Hier noch einmal der Link:
http://www.tauschring-archiv.de/Diplomarbeit/Argentinien.pdf
Die Verbreitung und Verwendung von nicht Ur-Schuld-gedeckten
"Tausch(hilfs)mitteln" wie Zigaretten, Creditos, Bitcoins usw. ist ein
Krisen-Symptom, eine Reaktion der Wirtschaft auf den Mangel an regulären
Zahlungsmitteln oder Beschränkungen im Umgang mit ihnen
Danke für den Link, und für diese stringente Einordnung, worunter ja ganz offensichtlich dann auch die EM fallen.
Grüße Kurt
Umkehrschuldgeld,
Onkel Otto, Donnerstag, 02.06.2011, 20:14 (vor 5395 Tagen) @ Plutarch
der Verkäufer finanziert einfach den Umsatz auch nach dem Verkauf weiter, er kann ja dafür SPÄTER selbst nachfragen, ohne Schuldtilgungsmittel zu verbrauchen. Dies ist nur möglich, wenn es gleichzeitig Vorfinanzierungsmittel ("normales Schuldgeld") für seine Wertschöpfung gibt.
![[image]](http://bitcoincharts.com/charts/chart.png?width=938&m=mtgoxUSD&k=&r=&i=&c=0&s=&e=&Prev=&Next=&v=1&cv=1&ps=0&l=0&p=0&t=T&b=&a1=&m1=10&a2=&m2=25&x=0&i1=&i2=&i3=&i4=&SubmitButton=Draw&)
