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Reisebericht aus Westaustralien mit Besuch bei der Perth Mint (mTuvB)

DT @, Dienstag, 07.02.2012, 09:43 (vor 5164 Tagen)
bearbeitet von unbekannt, Dienstag, 07.02.2012, 10:01

Hallo Freunde,

diesmal gibt es einen Reisebericht aus Westaustralien. Zuerst sollte man einmal sagen, daß es heute 35°C war, also etwa 55 Grad wärmer als zuhause.

Dann ist der wichtigste Eindruck, daß hier totaler Boom herrscht. Goldgräberstimmung im wahrsten Sinne des Wortes. Der Australische Dollar ist gegenüber dem Euro bis auf 1.25 rangekommen, also etwa so teuer wie ein USD. Das war vor 5 Jahren noch anders, dort stand der AUD zum EUR eher bei 1.65. Die Preise sind schon Wahnsinn. Ein normales Sandwich aus dem Supermarkt 5 AUD, ein Apfel 1 AUD, eine Packung Müsli 8.50 AUD.

Beim Essen im Restaurant für ein normales Fischmenu, Barramundi, 35 AUD.

Der Bauboom hier in Perth, vor allem Apartment-Hochhäuser, ist atemberaubend. Und die Preise auch. In der Hauptstrasse im Central Business District in Perth werden viele alte Häuser abgerissen, und dafür entstehen 10-20 stöckige Apartment-Hochhäuser, 1 bedroom, 60-70 m², ab 400000 AUD, 3 bedroom 130 m² ab 695 000 AUD.

Die Mining Industrie treibt die Preise nach oben. Truckfahrer verdienen im Jahr 100-150 000 AUD. Kein Witz. Selbst Lehrer sind schon bei ca 80-85000 AUD angelangt. Viele Ingenieure fehlen im Land, weil alle beim Mining mehr Geld verdienen können.

Perth ist eine sehr schöne Stadt, es wurde ja in der Lebensqualität unter den Top 10 der Welt gerankt, zurecht, wie ich finde. Alle Busse im CBD sind kostenlos und fahren wirklich alle 2 Minuten, man kommt wunderbar umher. Obwohl Perth 1.7 Mio Einwohner hat, ist Downtown doch sehr überschaubar. Das Wetter ist fantastisch, klar, es ist Hochsommer, aber recht trocken, angenehmes Klima, wie in Südkalifornien. Fährt man mit der Ubahn ein bisschen Richtung Beach (nur 15 min von Downtown Perth), so sehen die Häuser wirklich genauso aus wie entlang den Ortschaften an der Highway 1 zwischen San Diego und Los Angeles.

Es wimmelt von Asiaten – ich habe schon in den 90er Jahren gedacht, daß Australien einmal chinesisch werden wird, und hier in Westaustralien trifft dies sicher zu. Dementsprechend boomt downtown, denn die Chinesinnen sind ja bekannt für shoppen shoppen shoppen, das ist ja in den aufstrebenden chinesischen Großstädten und ja auch in Singapur bekannt. Und klar, immer nur Markenware.

Der Höhepunkt war natürlich der Besuch bei der Perth Mint. Ein sehr schönes Gebäude aus der Zeit um die Jahrhundertwende 1900.

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Ich war noch nie von soviel Gold umgeben, es ist atemberaubend. Die größte Goldmünze der Welt, 1 Tonne, Nennwert 1 Mio AUD, seit dem Oktober 2011 in der Perth Mint ausgestellt. Durchmesser nicht ganz ein Meter, Dicke schätze ich zwischen 10 und 15 cm, etwas mehr als eine Handbreit.

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Dazu Dutzende von Kilobarren aus der ganzen Welt, Heraeus, UBS, Credit Suisse, aber auch Rothschild, Singapur, ganz interessant auch die 10 Tola Barren (etwa 116 g), die im asiatischen Raum verbreitet sind. Früher waren das etwa 1000 EUR, heute eher 5000 EUR.

Ein echter „Russenriegel“ zu 12.5 kg, Dottore läßt grüßen, mit Aufdruck CCCP, dazu mehrere 400 oz bars als London Good Delivery 99.5%.

Das beste aber: einige der größten Nuggets der Welt. Das zweitgrößte mit ca 25 kg ist dort ausgestellt, es gab aber beim Goldrush in Australien Nuggets von über 70 kg, die aber eingeschmolzen wurden. Auch ein 7 kg Nugget liegt „einfach mal so“ im Ausstellungsraum.

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In diesem Raum, der durch 2 sehr große Tresortüren nach außen hin gesichert ist, Dicke bestimmt 50 cm, sowas hab ich bisher nur in einem Interkontinentalraketensilo gesehen, gibt es auch den berühmten 12,5 kg Barren zum Anfassen. Weil man von der Seite reinfaßt und der Unterarm kaum in das Loch paßt, ist der verdammt schwer hochzuheben.

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Sehr praktisch: dort gibt es gleich drei Schalter, und dort war ordentlich Betrieb, hauptsächlich aber tätowierte Frauen, die Goldschmuck gebracht haben zum Einschmelzen.

Aber auch ein paar Touristen, hauptsächlich China und Indien, die Platinbullion und pink diamonds gekauft haben.

Für mich am eindrucksvollsten: der Gold Pour, das Aufschmelzen von 6 kg Gold, das Einfüllen in ein Gefäß, das Abkühlen, und fertig wars. Von 1400 °C bis auf Raumtemperatur nur wenige Minuten, da das Gold so gut die Wärme leitet im Wasserbad. Alle Stunde wird das vorgeführt, und seit 17 Jahren haben die diese 6 kg Gold angeblich 34000 Mal geschmolzen.

[image]

Der Schmelzraum ist ein uralter Raum mit Transmissionsrädern an der Wand für die Öfen. Es sieht aus wie vor 50 Jahren und riecht auch so. Die eigentliche Schmelze befindet sich heute in der Nähe des Flughafens, dort werden im Jahr die etwas über 250 Tonnen aus Australien verarbeitet. Etwa 1 Tonne am Tag. Kalgoorlie und die anderen Orte in Westaustralien fördern sehr ergiebig.

Noch eindrucksvoller: der Raum nebenan, wo tatsächlich die ganzen Münzen der Perth Mint hergestellt werden (man sieht den Raum im Hintergrund hinter dem Schmelzraum auf dem vorigen Bild). Ich konnte es nicht glauben: der Raum ist grade mal 200 m² von der Grundfläche her und hat 9 Münzpressen. 8 davon handbetrieben, 7 Chinesinnen, eine Inderin, und 1 Chinese betreiben den Laden. Ich hab ein bisschen zugeschaut, wie 1 oz Gold Kangoroos gemacht werden, Stück für Stück, per Hand, jede Münze wird 3x gepresst. Im Plastiksack sind bestimmt 3-400 Rohlinge gewesen.

Nebendran die einzige automatische Maschine, natürlich eine deutsche, von der Firma Gräbener, aus Netphen im Sauerland. Dort wurden Silberkoalas geprägt, Durchmesser ca 5 cm, ich schätze mal 5 oz.

Ganz witzig: neben der Inderin an der Maschine konnte ich durchs Fenster den Gantt-Chart der gesamten Jahresproduktion fotografieren, wieviele Stück von welcher Münze an welcher der 9 Maschinen, und von den 1 oz Pt, die ganz oben auf der Liste waren, werden nur 450 dieses Jahr hergestellt.

Nach diesen Eindrücken kann ich mir viel besser vorstellen, wie jetzige Geister- bzw. Touristenstädte wie Prescott, Tombstone oder Bisbee im Westen der USA oder Städte am Klondike in Alaska oder auch einige der jetzt verlassenen Städte in Queensland zur Zeit ihres ersten Booms vor 100 Jahren ausgesehen haben und wie wuselig es dort zuging. Ganz ähnlich die Wucherpreise für Hotels, Nahrungsmittel etc. Kalgoorlie, 600 km östlich von Perth, wo die sogenannte Super-Pit Gold fördert (Größe 3.6 x 1.6 km² x 500m Tiefe), hat angeblich höhere Hotelpreise als Perth.

Interessant daß einige der Finder von großen Nuggets von vielen kg Gewicht danach Hotels in den Goldgräberstädten aufgemacht haben. Einige dieser Pioniere leben jetzt noch in Altersheimen in Perth.

Gruß DT

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Herzlichen Dank für die Eindrücke..

M. S. @, Schwabenland, Dienstag, 07.02.2012, 11:19 (vor 5164 Tagen) @ DT

...immer schön zu lesen. Habe mir den Eintrag als PDF gespeichert.

Auch wenn mich das;

Zuerst sollte man einmal sagen, daß es heute 35°C war, also etwa 55 Grad
wärmer als zuhause.

eher deprimiert, nachdem mein Diesel mich gestern kältebedingt im Stich gelassen hat.

Perth steht seit einiger Zeit auf meiner Wunschliste.


Beste Grüße
Matthias

--
Caveat emptor. Felix qui nihil debet.
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Fluchtland.

sensortimecom @, Dienstag, 07.02.2012, 12:03 (vor 5164 Tagen) @ DT

AUD zum EURO binnen 3 Jahren fast 100% gestiegen.
Wird die Schweiz komplett ablösen.

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Nicht zu vergleichen

Ankawor @, Pirmasens, Dienstag, 07.02.2012, 12:35 (vor 5164 Tagen) @ sensortimecom

AUD zum EURO binnen 3 Jahren fast 100% gestiegen.
Wird die Schweiz komplett ablösen.

... jedenfalls in Bezug auf Bankgeheimnis und Privatsphäre.

Vor ein paar Jahren auf der Bank in Sydney:

"Ich habe hier ein paar Euroscheine und möchte die umtauschen."

"Ihren Pass bitte.
...
Danke, Blablabla .. und vor drei Tagen sind Sie angekommen ... "

Bei der Bank! Die haben Zugriff auf die Daten der Passkontrolle!

Deutschland mag eine Bürokratie sein, findet aber seinen Meister in Australien. Und die Vernetzung und der Datenzugriff durch Behörden oder Firmen ist so extrem, da können auch die Beamten in Brüssel bisher nur von träumen. Nicht mal in der DDR war sowas mangels IT damals möglich.

Von daher ist es nicht unbedingt das Fluchtland wie früher die Schweiz.

Der oben berichtete Boom ist da, aber wenn der Geldfluss von Europa und die USA über China nach Australien stockt, ist damit schlagartig Schluss.

antworten
 

Übertrieben

M. S. @, Schwabenland, Dienstag, 07.02.2012, 13:08 (vor 5163 Tagen) @ sensortimecom

AUD zum EURO binnen 3 Jahren fast 100% gestiegen.
Wird die Schweiz komplett ablösen.

Ich halte es nicht für richtig, vom absoluten Tiefpunkt (Panik Ende 2008) auf den derzeitigen Höchststand zu rechnen. Selbst dann sind es "nur" 67%.

Man sollte wohl eher von einem langfristigen Durchschnitt bei ca. 0,60 EUR für 1 AUD ausgehen. Dann bleiben noch ca. 37% übrig. Ansehnlich, aber letztlich nur dem Rohstoffhype geschuldet. Es wird sehr sicher wieder abwärts gehen.

[image]

--
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Rohstoffhype

sensortimecom @, Dienstag, 07.02.2012, 13:44 (vor 5163 Tagen) @ M. S.

Man sollte wohl eher von einem langfristigen Durchschnitt bei ca. 0,60 EUR
für 1 AUD ausgehen. Dann bleiben noch ca. 37% übrig. Ansehnlich, aber
letztlich nur dem Rohstoffhype geschuldet. Es wird sehr sicher wieder
abwärts gehen.

Siehst du ein Ende beim Rohstoffhype? Bei derart schwachen Weltwährungen inkl. Banken- und Schuldendesaster wird sich dran in nächster Zeit nix ändern. Ausnahme: EU und EZB stoppen die Monetarisierungs-Politik, und es kommt zu ungeordneten Staatspleiten und Depression.

antworten
 

Nein. Sehe ich auch nicht...

M. S. @, Schwabenland, Dienstag, 07.02.2012, 13:56 (vor 5163 Tagen) @ sensortimecom

Siehst du ein Ende beim Rohstoffhype?

Nicht wirklich. Ich glaube, verschiedene Rohstoffe werden noch weiter gebunkert werden, als ein Wertspeicher wie Gold, bis sich eine politische Lösung des Finanzdesasters abzeichnet. Aber trotzdem gibt es irgendwo Grenzen der Ausdehnung auch dort.

Und eine Währung kann sich nicht endlos verteuern ohne dem Land dann zu schaden. Dann kommt eben auch ein Eingriff wie in der Schweiz.

Beim Aussi-Wein im Supermarkt ist der teure AUD zum Glück noch nicht angekommen. <img src=" />

Und irgendwann bleiben auch Touris weg. Weiss zwar nicht, ob das ein sehr bedeutender Faktor ist, aber irgendwann wird gegengesteuert.

Beste Grüße
Matthias

--
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Danke für den Bericht - Meine Eindrücke aus Darwin

EM-Financial @, Deutschland, Samstag, 11.02.2012, 10:03 (vor 5160 Tagen) @ DT

Hallo DT,

sehr interessant, wo Du überall herum kommst. Vor 2 Jahren war ich einmal für einen Abstecher von Singapur in Darwin, um ein Eisenerzprojekt zu besichtigen. Darwin ist die Hauptstadt der Northern Territories mit 121.000 Einwohnern. Da die Stadt oft von Zyklonen heimgesucht wurde, sieht man keine alte Bausubstanz mehr. Die Stadt ist sehr langweilig. Allerdings kommt auch dort der Rohstoffboom langsam an.

Viele Australier haben in diesem Boom viel Geld verdient und kontrollieren heute Bars, Restaurants, Hotels, Appartmenthäuser usw. Mein Eindruck, dass Australien relativ teuer geworden ist, hat sich auch in Darwin bestätigt. Wobei hier die Preise für Häuser und Wohnungen noch eher erschwinglich sind. So etwa der halbe Preis von Perth bzw. 200.000 AUD für ein Appartment. Allerdings will wohl auch kaum jemand in einer 120.000 Einwohnerstadt leben wollen, die so weit weg vom Schuss liegt.

Auch in Darwin sieht alles sehr sauber aus. Den Menschen geht es gut und im Restaurant haben wir sogar deutsche Kellner getroffen, denen es in Australien besser gefällt.

Auch in Darwin kommen immer mehr Chinesen. Vor allem Geschäftsleute wittern enormes Potenzial.

In den Northern Territories wimmelt es immer noch von erstklassigen Rohstoffvorkommen. Eisenerz, Kohle und Kupfer sowie natürlich Gold. Das Problem ist die Infrastruktur. Es gibt nur wenige Bahnlinien und die Hafenkapazitäten sind sehr klein.

Zudem ist die lokale Regierung sehr stark "ökologisch" eingestellt. So werden Projekte immer weiter verhindert. Man sorgt sich vor allem um den Staub, den die LKWs, die übrigens mit abgedeckter Laderampe fahren, von ihren Reifen verlieren könnten.

Kurzum, ich habe große Zweifel, ob in dieser Region der Rohstoffboom noch einmal beschleunigt wird. Jedenfalls sehe ich in den nächsten 3-5 Jahren zu große Schwierigkeiten. Um ein Projekt in Produktion zu bringen bräuchte es etwa 300 Mio. bis 1 Mrd. AUD. Die dortigen Minenmagnaten besitzen bestenfalls das Potenzial für 100 Mio. AUD. Daher bräuchte es strategische Investoren - bspw. aus China oder Perth und den Willen der Regierung, einen Minenboom auch wirklich zu unterstützen. Jedenfalls war mir persönlich ein Investment in das Unternehmen "Sherwin Iron" zu spekulativ und die Aktien fielen seither auch auf 1/4 ihres Wertes, da man kein Financing bekommen hat. Das Projekt selbst war riesig. Wir mussten mit dem Hubschrauber stundenlang herumfliegen, um alles zu sehen. Die eisenhaltigen Berge sieht man am besten aus der Luft.

Mein Eindruck war, dass es den Darwinisten auch ohne eine große Rohstoffproduktion gut geht. Die handvoll an kleinen Projekten reicht für die Wirtschaft vollkommen aus. So hat man auch in jedem kleinen Hinterdorf von Australien, die Sozialprogramme und Jobs, die eine Bubble Economy mit sich bringen. Diese Bubble Economy ist sozusagen auf dem Rohstoffboom aufgebaut, der ebenfalls irgendwann einmal zu Ende sein wird. Nur kann dies wohl noch 10 Jahre dauern.

Australien hat wirtschaftlich enorme Vorteile. So verteilen sich die gigantischen Rohstoffreserven auf wenige Einwohner. Dies wird Australien auf Lebzeiten hinweg einen höheren Lebensstandard ermöglichen.

Wann die Konsum-, Immobilien- und Währungsblase platzt, wird von der Politik abhängen. Wenn man durch Inflation, zu große Umweltauflagen, etc. die Minenindustrie zu stark abmelkt, wird dies eine Krise in der davon abhängigen Gesamtwirtschaft auslösen. Wehe dem die Preise für Rohstoffe fallen mal für 3-5 Jahre. Dann wäre die Krise schnell da. Bankenpleiten, Währungsabwertung, Kapitalflucht, Immobilienpreisverfall usw. Persönlich erwarte ich dies in den kommenden 5 Jahren jedoch nicht.

Wenn Australien also die politisch richtige Weichenstellung vornimmt und auch in Infrastruktur investiert - bspw. im Northern Territory - so ist dem Land noch eine lange Zeit des Wohlstandes vergönnt.

Natürlich fließen immer mehr Bergbauinvestitionen nach Lateinamerika ab. Aber dieses Problem ist noch überschaubar. Auch nach Südostasien fließen immer mehr Investitionen. Die Probleme in diesen Ländern sind jedoch anderer Art (Raub der Projekte, Korruption) so dass sich in Australien trotz der immensen Kosten immer noch der Abbau lohnt. Die Australier sind auch sehr fortschrittlich was den Technologieeinsatz betrifft.

Alles in allem würde ich Australien immer noch als mögliches Auswanderungsland für Europäer sehen. Wer gutes Geld verdienen will und genügend Startkapital für seine eigene Immobilie mitbringt, der kann in Australien wunderbar leben. Auch ich habe mir immer wieder Überlegungen in diese Richtung angestellt.

Was Mineninvestments betrifft, so würde ich mich in Australien eher an die großen und mittelgroßen Firmen halten. Die Juniors in Australien sind nur attraktiv, wenn man sicher weiß, dass die Finanzierung klappt. Ansonsten habe ich mehr Vertrauen in meine Werte in Kanada.

Gruß
EM-Financial

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