Der Euro wird in genau dem Moment fallengelassen(=abgeschafft) werden, in dem die gesamtschuldnerische Haftung Deutschlands
Philip Marlowe
, Location: Europe's Paymaster, Samstag, 07.07.2012, 17:31 (vor 4926 Tagen)
bearbeitet von unbekannt, Samstag, 07.07.2012, 17:37
fixiert ist.
Warum ich das für möglich halte?
Es geht der Finanzmafia überhaupt nicht um den Euro als Währung an sich, sondern nur um die "Rettung" der in den PFIIGS versenkten (= an diese verliehenen) Gelder. Gerade die Angelsachsen haben überhaupt kein Interesse an einer Konkurrenzwährung zum Dollar.
Und in dem Moment, in welchem Deutschland unwiederruflich für die Schulden den PFIIGS haftet, werden diese schlagartig das Interesse am Euro verlieren. Die PFIIGS wissen nämlich selber am Besten, dass sie nur mit einer eigenen Währung (die sie bei Bedarf abwerten können), langfristig ihre Haushaltsprobleme in den Griff bekommen. Auf eine Transferunion ist dauerhaft kein Verlass, sobald die politische Stimmung in Deutschland kippt (während auch in diesem Fall ESM und Eurobonds noch wirksam sind!). Den Vorteil aus dem Euro haben die PFIIGS in Form von Realinvestionen (moderne Straßen, erneuerte Baussubstanz, neue Universitäten) ja schon "einkassiert".
Mögliche Entwicklung: Sobald der "Sack zu" ist (ESM aktiv, Eurobonds/-bills eingeführt) ist der Euro Geschichte.
Was meint ihr?
Gruß,
Phil.M.
ps: Ich sehe ein, dass dies meiner ursprünglichen Position widerspricht ("Euro noch mind. 20 Jahre"), aber die Stimmung bzgl. des Euros kippt langsam (siehe Finnland). Allerdings will die Kommission der EUdSSR den Euro um jeden Preis halten. Mal sehen, welche Kräfte stärker sind...
--
"And liberty just means this freedom to exploit any weakness that you can find" (New Model Army, 225)
Die Schulden (der PFIIGS) verschwinden nicht bei einem Austritt
Mephistopheles
, Datschiburg, Samstag, 07.07.2012, 18:56 (vor 4926 Tagen) @ Philip Marlowe
bearbeitet von unbekannt, Samstag, 07.07.2012, 19:04
Gesamtschuldnerisch heißt, die anderen müssten vorher ihren Bankrott erklären.
Dadurch verschwinden aber deren Schulden nicht, sondern sie werden lediglich nicht mehr bedient.
Aber jede griechische Olive, jede spanische Paprika, jeder portugiesische Korken, jedes irische Guiness, jeder Italienische Wein und jeder französische Käse könnte international beschlagnahmt werden.
Also geht das nicht, weil auch diese Länder sind mittlerweile international so verflochten wie Deutschland.
Es läuft also auf Verhandlungen mit den Gläubigern hinaus, und da wird man nach griechischem Muster verfahren, man wird dem Land genau so viel erlassen, wie es in absehbarer Zeit ohnehin nicht bezahlen kann, und das Land so weit belasten, wie gerade noch geht.
Und so wird man Land für Land verfahren, incl. Deutschland.
Nur ist eben Deutschland belastbarer.
Die Quote, die Deutschland erbringen kann, wird wesentlich höher sein, als die Quote anderer Länder, aber bezahlt werden können die Schulden nie.
Der Lebenstandard wird sinken - in ganz Europa.
Aber ich sehe immer noch keinen Grund, warum eines der PFIIGS austreten solte.
Die Griechen sind da schlauer.
Sie hätten bei einem Austritt nur Nachteile. Das gilt für die anderen PFIIGS auch.
78% der Griechen sind FÜR den Verbleib beim Euro, nur bezahlen wollen sie nichts mehr.
Das solltest du mal den Deutschen beibringen.
Gruß Mephistopheles
--
„Wenn sich die Welt selbst zerstört, dann fängt es so an: Die Menschen werden zuerst treulos gegen die Heimat, treulos gegen die Vorfahren, treulos gegen das Vaterland. Sie werden dann treulos gegen die guten Sitten, gegen den Nächsten, gegen Frauen
Mit "gesamtschuldnerische Haftung" meine ich die Definition laut BGB
Philip Marlowe
, Location: Europe's Paymaster, Samstag, 07.07.2012, 19:03 (vor 4926 Tagen) @ Mephistopheles
in diesem Fall kann sich der Gläubiger aussuchen, von wem er die Erfüllung der Leistung verlangt. Der in Anspruch Genommene darf sich dann das Geld von den anderen Schuldnern im Innenverhältnis zurückholen.
Also hier konkret: Deutschland wird von den Anleihebläubigern zur Zahlung aufgefordert und darf dann "zum Ausgleich" griechische Oliven pfänden. Und das bei unserer Vergangenheit...
Die PFIIGS müssen bei gesamtschuldnerischer Haftung im Verbund mit Deutschland gerade NICHT die Pleite erklären, damit D zahlen muss!
Gruß,
Phil.M.
--
"And liberty just means this freedom to exploit any weakness that you can find" (New Model Army, 225)
Philip Marlowe-Inkasso funktioniert auch nicht.
paranoia
, Die durchschnittlichste Stadt im Norden, Sonntag, 08.07.2012, 08:53 (vor 4926 Tagen) @ Philip Marlowe
Hallo Philip Marlowe!
Also hier konkret: Deutschland wird von den Anleihebläubigern zur Zahlung
aufgefordert und darf dann "zum Ausgleich" griechische Oliven pfänden. Und
das bei unserer Vergangenheit...
Du machst den selben Denkfehler wie Mephistopheles, was den Glauben an die Pfändbarkeit griechischer Oliven angeht.
Gruß
paranoia
--
Ich sage "Ja!" zu Alkohol und Hunden.
Inkasso International à la Mephistopheles
paranoia
, Die durchschnittlichste Stadt im Norden, Samstag, 07.07.2012, 20:54 (vor 4926 Tagen) @ Mephistopheles
Hallo Mephistopheles!
Ich hab' von Recht keine Ahnung.
Aber jede griechische Olive, jede spanische Paprika, jeder portugiesische
Korken, jedes irische Guiness, jeder Italienische Wein und jeder
französische Käse könnte international beschlagnahmt werden.
Hast Du Beispiele dafür?
Könntest es nicht sein, daß Du hier irrst?
Bitte nenne die Rechtsgrundlage dafür.
Mein argentinisches Rinderhüftsteak nahm bisher seinen Weg von der argentinischen Wiese in meinen Magen ganz pfändungsfrei.
Gruß
paranoia
--
Ich sage "Ja!" zu Alkohol und Hunden.
Titel geändert: Wer hindert Deutschland, ebenfalls Staatsbankrott zu erklären?
Mephistopheles
, Datschiburg, Sonntag, 08.07.2012, 07:15 (vor 4926 Tagen) @ paranoia
bearbeitet von unbekannt, Sonntag, 08.07.2012, 07:29
(Titel geändert nach Lektüre von Dts. Beitrag in diesem Thread.)
Hast Du Beispiele dafür?
Könntest es nicht sein, daß Du hier irrst?
Bitte nenne die Rechtsgrundlage dafür.
Tatsächlich, ich hab nachgesehen:
Die privaten Gläubiger der Staaten können zwar nach langwierigem Rechtsweg einen u.U. einen Titel erreichen, aber scheitern regelmäßig an der Volstreckung.
http://de.wikipedia.org/wiki/Staatsbankrott
Mein argentinisches Rinderhüftsteak nahm bisher seinen Weg von der
argentinischen Wiese in meinen Magen ganz pfändungsfrei.
Gerade Argentinien hat wohl an seinem Staatsbankrott erheblich profitiert und wird seitdem mit Wirtschaftswachstum und steigenden Börsenkursen belohnt.
http://de.wikipedia.org/wiki/Argentinien-Krise
Ebenso Russland
http://de.wikipedia.org/wiki/Russlandkrise
Das ganze liest sich geradezu wie eine Einladung zu Staatsbankrotten, insbesondere auch in Deutschland, das für den Staatsbankrott 1948 mit dem Wirtschaftswunder belohnt wurde.
http://de.wikipedia.org/wiki/W%C3%A4hrungsreform
Was also würde Deutschland hindern, wenn, wie Philip Marlowe angedeutet hat, die gesamtschuldnerische Haftung für die PFIIIGS fällig wird, ebenfalls Staatsbankrott zu begehen?
Nach deinem Beispiel würden sicher die BMW, Mercedes und Audi wohl weiterhin ungepfändet ihren Weg nach Argentinien, Russland und Südeuropa finden.
Warum sträuben sich die Staaten so sehr dagegen, wenn es doch eine Fülle von Beispielen gibt, dass die Staaten von ihrem Sstaatsbankrott überwiegend profitierten?
Eben weil sie Mephistopheles am Inkasso hinderten?
Also wieder einmal die Beste aller denkbaren Welten durch die Kraft, die nur Böses will und das Gute schafft.
Gruß
paranoia
Gruß Mephistopheles
--
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Mephisto-Inkasso ist illegal, dafür kommst Du ins Gefängnis
paranoia
, Die durchschnittlichste Stadt im Norden, Sonntag, 08.07.2012, 08:45 (vor 4926 Tagen) @ Mephistopheles
(Titel geändert nach Lektüre von Dts. Beitrag in diesem Thread.)
Hast Du Beispiele dafür?
Könntest es nicht sein, daß Du hier irrst?
Bitte nenne die Rechtsgrundlage dafür.
Tatsächlich, ich hab nachgesehen:
Die privaten Gläubiger der Staaten können zwar nach langwierigem
Rechtsweg einen u.U. einen Titel erreichen, aber scheitern regelmäßig an
der Volstreckung.
http://de.wikipedia.org/wiki/Staatsbankrott
Offensichtlich hast Du meine Frage nicht verstanden.
Ein kleiner Tip:
Ich kann meinen griechischen Kollegen nicht, wie ihm von mir angedroht, auf dem afrikanischen Sklavenmarkt verkaufen.
Aber jede griechische Olive, jede spanische Paprika, jeder portugiesische
Korken, jedes irische Guiness, jeder Italienische Wein und jeder
französische Käse könnte international beschlagnahmt werden.
Wessen Olive?
Wessen Paprika?
Wessen Korken?
Wessen Käse?
Wessen Eigentum?!
Und wenn Du schon auf die Wikipedia verweist - gegen wen genau kann man einen Titel erwirken?!
Gruß
paranoia
--
Ich sage "Ja!" zu Alkohol und Hunden.
Wieso illegal? Wieso Gefängnis?
Mephistopheles
, Datschiburg, Sonntag, 08.07.2012, 09:47 (vor 4926 Tagen) @ paranoia
Ich betreibe kein Inkassounternehmen, sondern erwirke einen Vollstreckungsbescheid gegen den Vertragsschuldner.
Das ist zwar dasselbe wie Inkasso, dafür aber legal.
Weil hier macht das Inkassounternehmen die Gesetze.
Wessen Olive?
OK, vielleicht keine Oliven, sondern Kreta?
Wessen Paprika?
Und keine Paprika, sondern Malta?
Wessen Korken?
Also keine Korken, sondern Madeira?
Wessen Käse?
Wie wärs mit Elsaß-Lothringen?
Wessen Eigentum?!
Wer ist der Obereigentümer?
Und wenn Du schon auf die Wikipedia verweist - gegen wen genau kann man
einen Titel erwirken?!
Natürlich IMMER gegen den Vertragsschuldner.
Gruß
paranoia
Gruß Mephistopheles
--
„Wenn sich die Welt selbst zerstört, dann fängt es so an: Die Menschen werden zuerst treulos gegen die Heimat, treulos gegen die Vorfahren, treulos gegen das Vaterland. Sie werden dann treulos gegen die guten Sitten, gegen den Nächsten, gegen Frauen
kreative Wege zum Eintreiben von Staatsschulden
paranoia
, Die durchschnittlichste Stadt im Norden, Sonntag, 08.07.2012, 10:11 (vor 4926 Tagen) @ Mephistopheles
Ich betreibe kein Inkassounternehmen, sondern erwirke einen
Vollstreckungsbescheid gegen den Vertragsschuldner.
Für nichtbediente, bzw. "umgetauschte" griechische Staatsschulden wirst Du keine Oliven pfänden können.
Bitte schau' Dir ein oder mehrere Suchergebnisse an. Die sind höchst unterhaltsam!
http://www.google.de/#hl=de&sclient=psy-ab&q=pfändung+prinz+thailand&oq=pfä...
Die Suchergebnisse zeigen Dir auch, worauf es ankommt:
Der thailändische Prinz behauptet einfach, die Maschine sei sein Privatbesitz!
Gruß
paranoia
--
Ich sage "Ja!" zu Alkohol und Hunden.
Aber das ist doch super! Genau in diese Richtung gingen (Konjunktiv II Präteritum Aktiv, nicht Indikativ!) meine Vorschläge
Mephistopheles
, Datschiburg, Sonntag, 08.07.2012, 10:46 (vor 4926 Tagen) @ paranoia
bearbeitet von unbekannt, Sonntag, 08.07.2012, 11:00
http://www.google.de/#hl=de&sclient=psy-ab&q=pfändung+prinz+thailand&oq=pfä...
Die Suchergebnisse zeigen Dir auch, worauf es ankommt:
kannte ich schon und wolte ebenso darauf Bezug nehmen.
Der thailändische Prinz behauptet einfach, die Maschine sei sein
Privatbesitz!
Immerhin sind 20 Mio geflossen!
Suuupi!
Das wollte ich Frau Merkel schon lange vorschlagen:
- ESM JA!
- Gesamtschuldnerische Haftung JA!
- aber NACHRANGIG! Erst wenn die Schuldnerstaaten durch einen Lasstenausgleich das Vermögen ihrer Bürger beschlagnahmt haben, dann kommt die gesamtschuldnberische Haftung in Frage.
Als Vorbild könnte das deutsche Lastenausgleichsgesetz von 1952 dienen, das zuletzt am 23. Mai 2011 geändert wurde.
Damit wären die PFIIGS wahrscheinlich auch erst mal 60 Jahre mit beschäftigt, bevor die gesamtschuldnerische Bürgschaft wirksam werden könnte.
Gruß
paranoia
Gruß Mephistopheles
--
„Wenn sich die Welt selbst zerstört, dann fängt es so an: Die Menschen werden zuerst treulos gegen die Heimat, treulos gegen die Vorfahren, treulos gegen das Vaterland. Sie werden dann treulos gegen die guten Sitten, gegen den Nächsten, gegen Frauen
kreative Käsebeschlagnahmung und direkte Bankenrekapitalisierung
paranoia
, Die durchschnittlichste Stadt im Norden, Sonntag, 08.07.2012, 13:51 (vor 4926 Tagen) @ Mephistopheles
Hallo Mephistopheles!
Aber jede griechische Olive, jede spanische Paprika, jeder portugiesische
Korken, jedes irische Guiness, jeder Italienische Wein und jeder französische
Käse könnte international beschlagnahmt werden.
Das geht nicht!
Noch einmal:
Wenn europäische Peripheriestaaten nicht mehr zahlen können, gibt es kein Recht, das es uns ermöglicht, das Privatvermögen der Bürger dieser Staaten zu beschlagnahmen.
Es handelt sich nicht um Schulden der Bürger, sondern der Staaten.
Im Fall des thailandischen Prinzen hatte der thailändische Staat beim deutschen Bauunternehmen Schulden. Der Insolvenzverwalter des deutschen Bauunternehmens hatte aber kein Recht, thailandisches Privatvermögen zu pfänden.
Aus diesem Grund gab der Prinz vor, die Maschine gehöre nicht dem Staat, sondern ihm als Privatmann.
Diesen Zusammenhang zu verstehen, ist aktuell sehr wichtig.
Das Stichwort lautet "direkte Bankenrekapitalisierung".
Gruß
paranoia
--
Ich sage "Ja!" zu Alkohol und Hunden.
Eurokollaps unerwünscht
Skydiver
, Hippie State Packistan, Samstag, 07.07.2012, 20:03 (vor 4926 Tagen) @ Philip Marlowe
Wall St und insbesondere die City sind durchaus am Fortbestand des € interessiert. Gleichwohl ist es Konsens, dass der € irgendwann kollabieren muss. UK-Banken haben derzeit PIIGS-Risiken von insgesamt £145 Mrd in den Büchern, entspricht 70% vom Tier 1 Kernkapital. Das ist kein Pappenstiel, und da ist FR noch nicht eingerechnet. Und scheitern die UK-Banken, so scheitern auch viele US-Banken. Das dürfte ungemütlich werden, insbesondere auch für den Kenianer.
Das Ziel der Finanzmafia ist, die Kapitalströme aus Euroland in Form von möglichst hohen Zinsen möglichst lange zu erhalten, denn nur so können hohe Profite und Boni generiert werden. Dazu muss Deutschland in eine Transferunion gezwungen werden. DE müsste zu einer solchen Union zunächst € 100 Mrd p.a. beitragen, wenn die Lage eskaliert, entsprechend mehr. Die Union würde korrektiv auf die Leistungsbilanzunterschiede wirken und mithin lebensverlängernd auf die EZ und den € wirken. Am Schuldenabbau ist man nicht interessiert, solange nur die Zinsen gezahlt werden.
Volle Breitseite … BINGO
WiKa
, D, Samstag, 07.07.2012, 20:45 (vor 4926 Tagen) @ Skydiver
bearbeitet von unbekannt, Samstag, 07.07.2012, 21:02
Ich sehe es genauso, denn nur solange der Euro noch existiert ist maximales Absaugen durch die Hochfinanz möglich. Noch ein weiterführender Gedanke zum Finanzkrieg, wie und wo da was zu holen ist.
Blicken wir mal auf den Refinanzierungszinsatz nach Amerika … so führt man Krieg, mit der Gelddruckmaschine. Das ganze Gewese um die PIIGS und dergleichen hat doch nur einen Zweck. Schlechtes Rating macht besseren Spread, sprich mehr Marge, die für dieselbe Leistung verlangt werden kann. Jedes Prozentpunkt, welches der geeinte Euro schlechter als der Dollar ist, ist richtig Reibach der hier aus den Steuerhaushalten in die Tasche der Geldbergseigner wandern kann.
Kurz in Zahlen, wenn bei 10 Bio. Euro Gesamtschulden aller EU17 der Gemeinschaftszins erst einmal bei 5 Prozent gelandet ist … Refi meinetwegen 1 Prozent … Marge 4%, dann wandern Jahr für Jahr 400 Milliarden in die Kasse derjenigen, die sich von den Notenbanken das Geld schenken lassen. So eine Gelddruckmaschine hätte ich auch gerne. Und wenn die Staaten pleite gehen, dann nehmen sie deren Assets mit. So hat man auf erfundenes Geld gut verdient und die Sachwerte an sich gerissen.
Nach dem Crash dann: „Sagt wie ihr die Währung nennen wollt, wir werden sie euch erschaffen“ und oh Wunder … „Für einen guten Zins überlassen wir euch das Geld“. Das Casino kann wieder für 3 Generationen eröffnet werden.
Wir sind doch um Lösungen nicht verlegen. Als Sofortmaßnahme zur Erhaltung dieses kaputten Geldsystems, allerdings unter Wahrung einer gerechteren Verteilung empfehle ich immer wieder gerne dies hier (mal raten wer was dagegen hat):
BfA will Banken-Gründungswelle in Deutschland ![[[zigarre]]](images/smilies/zigarre.gif)
Die Vorteile dessen, wenn wir schon nicht die Banker zu Hartz IV Beziehern machen können, stattdessen die Hartz IV Bezieher zu Ich AG Banken, liegen deutlich auf der Hand …
Es geht nur um eins: wie kriegt man D dazu, seine Reparationen zu bezahlen. (mT)
DT
, Samstag, 07.07.2012, 23:36 (vor 4926 Tagen) @ Philip Marlowe
D IST NICHT souverän. 2x Statement von Schäuble. Das sagt er nicht zum Spaß. Punkt.
Was sind typische Reparationszahlungen? Wieviel bürdet man dem Verlierer auf?
Helmut Schmidt sagte, D müssen noch bis ins 22. Jh zahlen. Also nehmen wir an,
im Geheimprotokoll zum 2+4 Vertrag wurde 2102 fixiert, 100 Jahre Reparationen seit der EUR Einführung. Das sind die Bedingungen für Merkel und Schäuble, deswegen handeln sie die ganze Zeit so komisch.
Merkel verlangt jetzt, die Reparationen so zu beschränken, daß die Leistungsfähigkeit ihres zu melkenden Volkes nicht allzu eingeschränkt wird.
Denn eine fette Kuh läßt sich besser melken als ein alter Klepper. Sprich, damit der Laden brummt, braucht es einigermaßen Straßen, Brücken, Unis, High-Tech, Autoindustrie, Maschinenbau etc.
Dann zapft man ca 20-25% des BIPs als Reparationen ab. Via Steuererhöhungen, aber auch via Abgaben wie Abwasser (Cross Border Leasing), Autobahnmaut, CO2 Abgabe, Stromnetze etc etc etc.
Evtl. auch noch via Lastenausgleich, 50% des Wertes einer Immobilie über 30 Jahre, das ganze nennt man dann "Reichensteuer" oder so.
Wieviel kann man also aus D rausquetschen? Nehmen wir mal die 40 Mio Arbeitnehmer, und 25 kEUR p.a., macht 1 Billion p.a., 20% sind 200 Mrd, das kommt etwa hin, das haben wir p.a. als Leistungsbilanzüberschuß an die Besatzer abgeführt.
100 Jahre * 200 Mrd macht 20 Billionen. Kommt hin.
Um auch sicherzustellen, daß D zahlt und nicht 1923 wiederholt mit Inflation, zwingt man die Schuldenbremsen auf und drückt D die Schuldenlast auf, via ESM, damit auch brav die 200 Mrd abgedrückt werden.
So geht das. Und nicht anders.
Meine Sätze, daß die Gelder nur der Wall Street und City of London dienen, haben ja schon den Weg in Herrn Sinns und Bernd Raffelhüschens offenen Brief gefunden. Wie wäre es, wenn auch obige Rechnung ihren Weg endlich endlich in die Öffentlichkeit findet? Denn passiver Widerstand ist NICHT zu brechen. Nur so lange der Michel knechtet, funktioniert das Spiel. Ghandi konnte auch mit passivem Widerstand die britischen Besatzer besiegen. Und Rom ging trotz der Ausbeutung der Germanen an seiner eigenen Faulheit und Dekadenz unter.
Gruß DT
Friedensvertrag mit "Goldman Sachs" u. a.?
Uwe
, Sonntag, 08.07.2012, 17:02 (vor 4925 Tagen) @ DT
Hallo, @DT,
einleitend meinen Dank für zahlreiche Anregungen zum Mit- und Weiterdenken, die Du mir mit Deinen Beiträgen der letzten Jahre bis heute geliefert hast.
So auch die jetzige Wiederholung über die "versteckte" Reparationsleistung, die in den zahlreichen Verträgen und Aktionen enthalten sind, wenn Du darauf hinweist: "Dann zapft man ca 20-25% des BIPs als Reparationen ab. Via Steuererhöhungen, aber auch via Abgaben wie Abwasser (Cross Border Leasing), Autobahnmaut, CO2 Abgabe, Stromnetze […] Evtl. auch noch via Lastenausgleich, 50% des Wertes einer Immobilie über 30 Jahre, das ganze nennt man dann "Reichensteuer" oder so.Â"
Doch nun frage ich mich, wie Maßnahmen zur "Eurorettung", wie u. a. der ESM, da hineinpassen soll, bei dem nun auch z.B. Finnland und die Niederlande als potentielle Zahler eingebunden sind, die nun wohl wenig Grund hätten, sich an den Reparationsleistungen von Deutschland zu beteiligen.
Wie ist in diesem vermeintlichen "Gespinst von Geheimverträgen" zur Reparationsleistung, die Deutschland auferlegt wird, der Nachfolger der UDSSR eingebunden? Haben die Ihre Reparationsforderungen an die "Wall-Street" und "City of London" bereits verkauft oder via DDR-Leistungen bereits vollständig erhalten? Meines Erachtens eher unwahrscheinlich.
Auch scheinen mir die Vertragspartner für diese "Geheimabkommen" nicht erkennbar, daher die von mir plakativ gewählte Überschrift. Können, vereinfacht ausgedrückt, Finanzinstitute Friedensvertragsregelungen mit einer nicht souveränen Regierung völkerrechtlich verbindlich aushandeln?
Hier fehlen mir die nachprüfbaren Argumente, um Deiner generalisierten, vieles erklären sollende Aussage, "Es geht nur um eins: wie kriegt man D dazu, seine Reparationen zu bezahlen" folgen zu können.
Du erkennst vielleicht, welche Fragen mich hierbei beschäftigen, und es wäre für mich hilfreich, wenn Du mir die erforderlichen Hinweise geben könntest, mir die Beantwortung zu erarbeiten.
Gruß,
Uwe
--
Since all these manifold things could have occurred, we have every right to believe[/i] they did occur.
Mark Twain, "Is Shakespeare Dead? From My Autobiography", Chapter V, "We May Assume"
An Uwe (mT)
DT
, Montag, 09.07.2012, 12:06 (vor 4925 Tagen) @ Uwe
Hallo Uwe,
vielen Dank für die Diskussionsfragen.
In der Tat sind die drei Kriegsverlierer ja Japan, D und Italien.
Es wurdert mich, daß GS Monti jetzt Italien plötzlich auch auf Besatzerseite bringen kann.
Japan und D konnten in den letzten 20 Jahren (Japan seit 1990) wirtschaftlich keinen Stich mehr machen, dies meine ich besonders im Hinblick auf ihre Bevölkerung. Daß sich die Chefs in Kollaboration mit den Besatzern die Taschen voll stopfen, sieht man ja (Schrempp, Zetsche, Winterkorn und vor allem die Banker).
In der Tat werden momentan ja auch die Holländer und Finnen wowie die Ösis belastet. Ich glaube aber, daß die sofort austreten werden, wenns mal hart auf hart kommt. Und dann ist wieder mal D der letzte, den die Hunde beissen.
Für das seltsame Verhalten von Merkel gibt es nur 2 Erklärungen. Entweder sie und Schäuble sind Trojaner von GS/DeuBa/Rothschild etc., so wie es ja schon Asmussen ist und an der Schaltstelle sitzt, oder sie können nicht anders wegen der Niederlage WK II. Die Tatsache, daß Schäuble 2x offiziell auf die Nichtsouveränität trotz Wiedervereinigung hingewiesen hat, ist eine Maxime, die vergessen wird, und die in den MSM totgeschwiegen wird. Aber vor den Chefs der Banker bringt Schäuble dieses Faktum. Dort werden die Rahmenbedingungen ganz klar offen gelegt.
Diese Prämisse MUSS unsere Analysen leiten. Diese Prämissen geben auch die Randbedingungen für Merkel und Schäuble vor.
Keine rationale Erklärung, keine "Euroverblendetheit" kann ansonsten das absolut deutschlandzerstörerische und antinationale Verhalten von Schäuble und Merkel erklären.
Gruß DT
Nichtsouveränität Deutschlands
lowkatmai
, Montag, 09.07.2012, 12:40 (vor 4925 Tagen) @ DT
Hallo DT,
könntest Du die 2. Quelle für: "Schäuble 2x offiziell auf die Nichtsouveränität trotz Wiedervereinigung hingewiesen" nennen.
Auf die Schnelle finde ich nur seine Aussage vom November 2011, Europäische Bankenkongress in Frankfurt:
.....Schäuble setzte hinzu: "Wir in Deutschland sind seit dem 8. Mai 1945 zu keinem Zeitpunkt mehr voll souverän gewesen. Das wusste übrigens das Grundgesetz, da steht schon in der Präambel von 1949 das Ziel, als gleichberechtigtes Mitglied in einem vereinten Europa dem Frieden der Welt zu dienen."...
Vielen Dank im Voraus
l![[[zwinker]]](images/smilies/zwinker.gif)
"Die Tatsache...die in den MSM totgeschwiegen wird." Nicht ganz.
Tünnes
, Montag, 09.07.2012, 13:41 (vor 4925 Tagen) @ DT
Hallo DT,
ein kleiner Schweif am Horizont war da,
am 08.12.11, ein Artikel in der Springerpresse, natürlich von G. Lachmann:
http://www.welt.de/politik/article13757549/Die-oeffentliche-und-die-verborgene-Seite-de...
"Gemeint sind Ereignisse, von denen nur wenige Notiz nehmen und die einem, wenn man von ihnen erfährt, glatt die Sprache verschlagen, weil ihre Wirkung die demokratische Verfasstheit der Bundesrepublik Deutschland in ihren Grundfesten erschüttert.
Nehmen wir nur diesen Satz: Deutschland sei seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs zu keinem Zeitpunkt ein souveräner Staat gewesen.
Das sagte nicht irgendein Extremist, sondern sagte kein geringerer als Finanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) Ende November auf dem "European Banking Congress" in der Alten Oper in Frankfurt am Main.
Satz von der Wirkung eines Sprengstoffanschlags
Es war ein Satz von der Wirkung eines Sprengstoffanschlages auf das nationale Selbstverständnis der Deutschen, ausgesprochen von ausgerechnet jenem Mann, der im August 1990 den deutschen Einigungsvertrag unterzeichnete. Obwohl er schon vor einiger Zeit fiel und von einer ganzen Reihe aufmerksamer Internetmedien zitiert wurde, muss dieser Satz noch einmal thematisiert werden, weil er einfach so unglaublich ist.
Das wiedervereinigte Deutschland soll kein souveräner Staat sein? Was ist es dann? Eine Besatzungszone? Und wenn ja, von wem besetzt?
Kein einziger der anwesenden Top-Banker stellte Schäuble diese Fragen. Und wäre das Ereignis nicht auf Video dokumentiert worden, man würde es kaum glauben.
Es braucht nicht viel Fantasie sich vorzustellen, was geschehen wäre, hätte das ein Linker behauptet. Aber nun sagte es der Finanzminister einfach mal so dahin, weil er die Preisgabe nationaler Souveränitätsrechte an das von Angela Merkel geplante neue Europa herunterspielen möchte. Und niemand widersprach ihm."
Solche sensationellen Momente journalistischer Helligkeit speicher ich
immer ab, da gibt`s ja nicht soviele.
Schönen Gruß.
"Ach! vielleicht indem wir hoffen, hat uns Unheil schon getroffen"
Uwe
, Dienstag, 10.07.2012, 10:51 (vor 4924 Tagen) @ DT
bearbeitet von unbekannt, Dienstag, 10.07.2012, 10:55
In die Erd ist's aufgenommen,
Glücklich ist die Form gefüllt,
Wird's auch schön zutage kommen,
Daß es Fleiß und Kunst vergilt?
Wenn der Guß mißlang?
Wenn die Form zersprang?
Ach! vielleicht indem wir hoffen,
Hat uns Unheil schon getroffen
[aus: "Die Glocke"
von Friedrich Schiller]
Hallo, @DT,
danke für Deine Anwort auf meine Fragen.
DT: Es wundert mich, daß GS Monti jetzt Italien plötzlich auch auf Besatzerseite bringen kann …
Nun, immerhin haben die gegen das Deutsche Reich kriegsführenden Alliierten die "Regierung Badoglio" im März 1944 anerkannt, die ihrerseits am 13.10.1943 dem Deutschen Reich den Krieg erklärt. Somit passt das schon mit der "Besatzerseite" ;)
Doch zu meinen eigentlichen Bedenken, dass wohl zur gesamtschuldnerische Haftung mit Zahlungsverpflichtung führende Vertragswerk, das die deutsche Bundesregierung akzeptieren möchte und damit unausweichlich auch den weiteren Bundesregierungen zur Erfüllung auferlegt wird (Vertragsfloskeln "unwiderruflich und uneingeschränkt" im Artikel 8 [4], Artikel 9 [3]), als versteckte Reparationsleistungen zu betrachten, konnten durch Deine Argumentationen nicht ausgeräumt werden.
Zwar scheint in dem Vertrag es vorgesehen zu sein, dass vom ESM abgerufene Beträge zu zahlen sind, auch wenn andere Parteien dieser Zahlungspflicht nicht nachkommen, dann entsprechend höhere Anteile (Art. 25, Abs.2), wodurch letztlich das Spiel "eine Reise nach Jerusalem", mit festgelegtem Ausgang in Deinem Sinne unterstellt werden könnte, wenn Du schreibst:
DT: "In der Tat werden momentan ja auch die Holländer und Finnen wowie die Ösis belastet. Ich glaube aber, daß die sofort austreten werden, wenns mal hart auf hart kommt. Und dann ist wieder mal D der letzte, den die Hunde beissen.",
doch ob derartiges wirklich "friedlich" umsetzbar ist, wage ich zu bezweifeln.
Insofern stimme und stimmte Dir auch schon zuvor zu, dass es anscheinend Beweggründe gibt, etwas derartiges zu vereinbaren, die vielen nicht offensichtlich einsichtig sind, denn dieser Vertrag birgt m. E. den Sprengstoff zwischen den europäischen Regionen und nicht die Einheit der Länder.
Doch solange ich nicht erkennen kann, wie und wodurch Reparationsforderungen an Deutschland, auch von anderer Seiten (Russland), vertraglich beschrieben sind, solange vermag ich in diesen Instrumenten allein ein "Raubritterwerkzeug" sehen, so wie die anderen von Dir anskizzierten Personen und Institute
DT "… (Schrempp, Zetsche, Winterkorn und vor allem die Banker). ..."
in meinem Augen wirkten und wirken.
DT:: "Für das seltsame Verhalten von Merkel gibt es nur 2 Erklärungen. Entweder sie und Schäuble sind Trojaner von GS/DeuBa/Rothschild etc., so wie es ja schon Asmussen ist und an der Schaltstelle sitzt, oder sie können nicht anders wegen der Niederlage WK II. Die Tatsache, daß Schäuble 2x offiziell auf die Nichtsouveränität trotz Wiedervereinigung hingewiesen hat, ist eine Maxime, die vergessen wird, und die in den MSM totgeschwiegen wird. Aber vor den Chefs der Banker bringt Schäuble dieses Faktum. Dort werden die Rahmenbedingungen ganz klar offen gelegt."
In dieser Beschreibung der Möglichkeiten stimme ich auch vollständig zu, denn für blöd halte ich keinen der in diesem Zusammenhang von dir genannten Personen. Einzig bitte ich zu bedenken, ob von Herrn Schäuble der Begriff „fehlende Souveränität“ hierbei nicht im Sinne von fehlender Wahlmöglichkeit benutzt worden ist, die man eben nicht hätte, wenn man vermeintlich mit dem Rücken zur Wand steht, um eine gestellte Aufgabe zu erfüllen.
Ich möchte das Problem in der Struktur unserer von Parteien dominierten Demokratie verorten, die es ohne unberechenbare politische Widerstände ermöglicht, derartige Aktionen, die m. E. gegen das Volk sich auswirken, durchsetzen zu können. Deutschland bietet da m. E. die beste Möglichkeit als Trojanisches Pferd im Zentrum Europas zu stehen, in dem nach dem beenden „kalten Krieg“ sich die Interessierten nicht mehr zu verstecken brauchen.
Einen Zusatzbaustein zu dieser Sicht, wie das Parlament und die Regierung arbeitet, hat mir jüngst die Verabschiedung des Meldegesetzes geliefert, bei der namentlich eine Abgeordnete der Abstimmung fern blieb, da sie nach meiner Deutung ihrer eignen Einlassungen wohl mehr beim Fußballhalbfinalespiel versteht, als von der Bedeutung einer Abstimmungen zu diesem Gesetzestext, für die es dann da wohl "besondere" Abgeordnete gibt. Die Regierungsseite beeilt sich jetzt, nachdem sie dem "Treiben" wohl zugesehen hat, mit der verabschiedeten Gesetzt auch so gar nichts zu tun zu haben, was in nach der Struktur wohl auch war sein mag, jedoch unglaubwürdig in Bezug auf die Unkenntnis der Sachlage. Wenn die Demokratie so funktioniert, dann ist es nicht verwunderlich, das Vertragvereinbarungen weniger gelesen werden, als "Stimmverhaltensanweisungen“.
Und das Europaparlament samt ihrer "Insassen" ist oder wird in keiner anderen Funktion gehalten, mögen auch einige engagierte Parlamentarier die Stühle besetzen, eben wie im Bundestag. Der Europagedanke an sich ist m. E. nicht abzulehnen, es erweist sich meines Erachtens jedoch, das die Gussform nicht durchdacht konzipiert, denn die Europaglocke scheint an ihrem Korsett zu zerbersten, es scheint also nicht so, dass das Werk den Meister lobt, da der Segen von "oben" (hier m. E. den Völkern Europas, die sich gegen "Heuschrecken" gemeinsam wehren könnten) nicht kommt; das Thema Reparationen an Deutschland, folgt dann später.
Es ist offentlsichtlich, das die Wirkung des "Ausgeräubertwerdens" gleiche bleibt, egal von welcher Begründungsseite man sich dem Thema näher, ob von der Reparationseite, für die mir zur Erklärung weiterhin wesentliche Bausteine fehlen (Vertragspartner, Erfüllungsrahmen und Zielsetzung, was steht, wenn tatsächlich die Reaparation geleistet wird sein) oder die unterstellten Unfähigkeit des Parteiensystems, geeignete Parlamentäre hervorzbringen.
Gruß,
Uwe
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Since all these manifold things could have occurred, we have every right to believe[/i] they did occur.
Mark Twain, "Is Shakespeare Dead? From My Autobiography", Chapter V, "We May Assume"
Vorteile der schwachen Länder aus der EURO Einführung
Michael Krause
, Sonntag, 08.07.2012, 08:18 (vor 4926 Tagen) @ Philip Marlowe
Der EURO hatte für die wirtschaftlich schwachen Länder nur den Vorteil, dass sie sich zu sehr viel günstigeren Zinssätzen verschulden konnten als in ihrer alten Währung. Exportindustrien haben diese Länder so gut wie keine. Dieser Vorteil ist nun wegem exzessiven Gebrauch dahin. Warum sollten diese Länder also im EURO bleiben? Der einzige Grund hierfür ist der, dass Politiker immer am Erhalt des stuts quo interessiert sind. Der Druck der Bevölkerung, die unter der Bedienung der Schulden leidet und auch keinen Fortschritt und damit keine Hoffnung sieht, wird aber größer und damit auch die Gefahr, dass die "alten" Politiker abgewählt werden zugunsten solcher, die den EURO in Frage stellen. Meine These daher, es werden nicht die Geberländer austreten, sondern die Nehmerländer. Sinnvoller wäre es allerdings, wenn die starken Länder austreten würden.
Könnte durchaus sein, dass es so kommt (Austritt den Nehmerländer)
Philip Marlowe
, Location: Europe's Paymaster, Sonntag, 08.07.2012, 16:47 (vor 4925 Tagen) @ Michael Krause
Meine These daher, es
werden nicht die Geberländer austreten, sondern die Nehmerländer.
Sinnvoller wäre es allerdings, wenn die starken Länder austreten würden.
Wenn der "Sack" erst einmal zu ist (ESM / Eurobonds), ist das alte Gegenargument gegen den Austritt der PFIIGS, nämlich dass deren Euro-Schulden bestehen bleiben, hinfällig. Klar, die bleiben immer noch bestehen, aber die Gläubiger werden sich an Deutschland schadlos halten, d.h. denen kann der PFIIGS-Austritt dann egal sein.
Und Deutschland wird aus HISTORISCHEN GRÜNDEN NIEMALS die PFIIGS pfänden, egal ob deren Olivien nun Privatbesitz sind oder nicht.
Aber genauso gut könnte z.B. Finnland als erstes austreten (die kühle Nordluft sorgt bekanntermaßen für einen klaren Kopf). Dann folgen eventuell Österreich, die Niederlande und möglicherweise auch Luxemburg (obwohl LU eigentlich DER Euro-Profiteur ist) ganz schnell hinterher. Auch in diesem Fall bleiben die PFIIGS-Schulden einzig und allein an Deutschland hängen.
Wie man es auch dreht und wendet: Deutschland wird letztendlich die Euro-Rechnung zahlen müssen, entweder über den ESM (mit oder ohne anschließendem Austritt einiger Euro-"Partner" aus dem Euro), über Target 2 (falls das Euro-System zerbricht) oder über Dauertransfers in der Größenordnung von >100 Milliarden Euro / Jahr an die PFIIGS.
Es würde mich aber überhaupt nicht wundern, wenn es unserern Polit-Kaspern gelingt den Schaden in dem Sinne zu maximieren, dass alle drei Szenarien wirksam werden. Kreativ genung sind sie ja.
Gruß,
Phil.M.
--
"And liberty just means this freedom to exploit any weakness that you can find" (New Model Army, 225)
Können sie nicht
Mephistopheles
, Datschiburg, Sonntag, 08.07.2012, 17:14 (vor 4925 Tagen) @ Philip Marlowe
Wenn der "Sack" erst einmal zu ist (ESM / Eurobonds), ist das alte
Gegenargument gegen den Austritt der PFIIGS, nämlich dass deren
Euro-Schulden bestehen bleiben, hinfällig.
Können sie nicht, weil sie sind sofort pleite, wenn sie austreten. Das ist sogar den Griechen klar.
Deswegen will auch kein Grieche den Austritt.
Und wenn sie pleite sind und die ganzen Sinekure-Jobs in der Verwaltung weg sind, dann werden dort die Köpfe rollen.
Aber in echt.
Klar, die bleiben immer noch
bestehen, aber die Gläubiger werden sich an Deutschland schadlos halten,
d.h. denen kann der PFIIGS-Austritt dann egal sein.
Können sie auch nicht. Weil Deutschland seit Jahrzehnten schon nicht bezahlen kann, sondern immer nur aufschulden.
Die deutsche Regierung wird so weitermachen, wie sie es seit Jahrzehnten macht, sie wird keinen Ct. bezahlen und einfach weiter aufschulden.
Und Deutschland wird aus HISTORISCHEN GRÜNDEN NIEMALS die PFIIGS
pfänden, egal ob deren Olivien nun Privatbesitz sind oder nicht.
Wenn das Aufschulden nicht mehr geht, dann ist auch Deutschland pleite.
Und ich schätze, dann werden auch hierzulande die Köpfe rollen.
Aber in echt.
Aber genauso gut könnte z.B. Finnland als erstes austreten (die kühle
Nordluft sorgt bekanntermaßen für einen klaren Kopf).
Sie wollen sich abseilen. Evtl. schaffen sie das auch als einzige.
Zur Not werden sie dann von den Russen befreit.
Dann folgen
eventuell Österreich,
kann sich nicht abseilen, sondern muss im Verbund mit der BRD + Fronkraich verbleiben, bis die BRD pleite ist.
die Niederlande
ebenso
und möglicherweise auch Luxemburg
Luxwmburg who?
(obwohl LU eigentlich DER Euro-Profiteur ist) ganz schnell hinterher. Auch
in diesem Fall bleiben die PFIIGS-Schulden einzig und allein an Deutschland
hängen.
Ja und?
Ist eigentlich noch niemandem aufgefallen, das die BRD nicht mal ihre eigenen Schulden bezahlt?
Nicht einmal die Zinsen, sondern alles aufschuldet?
Wie man es auch dreht und wendet: Deutschland wird letztendlich die
Euro-Rechnung zahlen müssen, entweder über den ESM (mit oder ohne
anschließendem Austritt einiger Euro-"Partner" aus dem Euro), über Target
2 (falls das Euro-System zerbricht)
Deutschland wird gar nichts zahlen außer
oder über Dauertransfers in der
was Deutschland seit Jahrzehnten macht...
Größenordnung von >100 Milliarden Euro / Jahr an die PFIIGS.
was Deutschland sehr gerne machen würde, solange es diese Dauertransfers die Deutschen nicht belasten, sondern aufgeschuldet werden können.
Genauso wie die ganze DäDäRäh aufgeschuldet werden konnte.
Es würde mich aber überhaupt nicht wundern, wenn es unserern
Polit-Kaspern gelingt den Schaden in dem Sinne zu maximieren, dass alle
drei Szenarien wirksam werden. Kreativ genung sind sie ja.
Der einzige Punkt, wo ich dir nicht widersprechen möächte.
Gruß,
Phil.M.
Gruß Mephistopheles
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„Wenn sich die Welt selbst zerstört, dann fängt es so an: Die Menschen werden zuerst treulos gegen die Heimat, treulos gegen die Vorfahren, treulos gegen das Vaterland. Sie werden dann treulos gegen die guten Sitten, gegen den Nächsten, gegen Frauen
Dass "Bezahlen" = "Aufschulden" bedeutet, ist mir schon klar
Philip Marlowe
, Location: Europe's Paymaster, Sonntag, 08.07.2012, 17:28 (vor 4925 Tagen) @ Mephistopheles
immerhin unterhalten wir uns hier seit Jahren über die Grundlagen des Debitismus.
Und ja, meinetwegen wird Deutschland dann für die anderen Euro-"Partner" aufschulden müssen. Und nur eine kurze Rechnung:
Umsatzsteuer EU-weit auf 25% "harmonisieren" ergibt für den deutschen Staatshaushalt ca. 50 Milliarden Euro ZUSÄTZLICH pro Jahr. Bei einem Zinsatz von 4% kannst du damit 1250 Milliarden zusätzlich "aufschulden", bei einem Zinsatz von 1% (financial repression, erleben wir ja gerade live und in Farbe) sogar 5000 Milliarden.
Da ist noch VIEL Luft.
Gruß,
Phil.M.
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"And liberty just means this freedom to exploit any weakness that you can find" (New Model Army, 225)
