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Thessaloniki: Demos gestern viel größer als berichtet - und: Warum nicht noch viel mehr da waren

Gaby @, Sonntag, 09.09.2012, 12:59 (vor 4930 Tagen)

Moin,

nur ein kurzer Einwurf: Gestern waren in Thessaloniki nach Schätzungen von Freunden, die dabei waren, zwischen 30.000 und 40.000 Menschen auf der Straße. Demo gegen die Sparmaßnahmen, anlässlich der Messe (Samaras war auch da, hat eine Unterwerfungs-Rede gehalten).

In den Medien ist davon keine bis maximal minimal die Rede. Verbreitet wurde, dass "mehrere tausend Demonstranten" da gewesen wären. Einmal las ich die Zahl 12.000, es waren aber definiv mehr. Allein die Syriza-Demo (Tsipras war auch da und hat eine kurze Rede gehalten) umfasste rund 20.000 Menschen, sagten mir Freunde.

Und: Es wären wahrscheinlich noch viel, viel mehr gewesen - aber das hat man im Vorfeld einfach verhindert. Die Stadt war schon weit vor Beginn weiträumig abgesperrt, es fuhren einfach keine Busse mehr. Und wer es geschafft hatte, musste bis zu fünf Stunden warten, bis er wieder heim kam. Auch am Ende der Veranstaltung war der der Nahverkehr einfach ausgeknipst. Das soll wohl für das nächste Mal gleich genügend Leute abschrecken.

Dabei war alles friedlich. Nur am Ende ein paar übliche Randalisten, aber nix Besonderes.

Es ist ein Skandal, so kann man auch "Frieden" schaffen. Aber letztlich erhöht man nur den Druck. Die, die gestern dabei waren, sagten mir: "Das nächste Mal gehen wir nicht mehr demonstrieren, da gehen wir randalieren."

Viele Grüße

Gaby

--
"Das Dumme an Internetzitaten ist, dass man nie weiß, ob sie auch stimmen." Leonardo da Vinci

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Das schauen sich die Spanier und Italiener genaustens an!

Ashitaka @, Sonntag, 09.09.2012, 14:34 (vor 4930 Tagen) @ Gaby
bearbeitet von unbekannt, Sonntag, 09.09.2012, 14:40

Hi Gaby,

In den Medien ist davon keine bis maximal minimal die Rede.

Die Medien programmieren der deutschen Bevölkerung die notwendige Wahrnehmung der Krise ein. Deutschland wird seine ganz eigene Angst in der kommenden Einbruchphase erleben. Ich bin ja sowas von gespannt auf Mittwoch. Noch immer glaube ich ganz fest daran, dass Deutschland international einmal mehr zum Übeltäter ernannt wird. Wie sonst will man der Bevölkerung ein Gefühl der Bedrohung und eine Aufforderung zur politischen Neuorientierung einprogrammieren?! So einfach lässt sich das deutsche Volk nicht auf die Straßen bringen und erst recht kein Referendum abhalten. Darauf muss es kurzfristig hinaus laufen! ESM oder EZB-Anleihenankäufe ft. Anträge auf Hilfsgelder, das sind keine Lösungen für die nächsten Jahre und bieten auch nicht ausreichend Sicherheit (Weitere Klagen und Blockierungen durch nationales recht).

Es muss ganz dringend der von deutscher Seite wahrgenommene "Volksfestcharakter der Krise" beseitigt werden. Bei einem NEIN! zum ESM donnert es auf uns hinab! "Schaut auf den Willen Europas und schämt euch Deutsche für eure Arroganz und Gefährdung des Friedens!" So in etwa sehen einige Artikel aus.

Die Italiener und Spanier hingegen, die blicken wahrscheinlich genaustens auf die aktuellen Todesstiche gegen Griechenland und die Reaktion der Bevölkerung.

Um sich einmal des Ausmaßes der Propaganda seitens der deutschen Presse klar zu werden, sollte man die direkten Aussagen der Spanier und Italiener zur Beantragung der Hilfsgelder verfolgen.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/euro-krise-eu-erwartet-esm-hilfsantrag-aus-sp...

Hier wird uns exakt das Gegenteil zu den Aussagen von Monti und Rajoy berichtet. Beide Länder wissen genaustens, dass nach dem Antrag ein Sturm der Entrüstung oder gar ein Bürgerkrieg riskiert wird, weshalb man die Beantrgung noch Monate hinausschieben muss! Sollte den Menschen noch mehr genommen werden, als die Hoffnung auf Einkommen und pünkliche Mietzahlung, dann bricht gerade in Spanien richtiges Chaos aus. Und das kann niemand vor den Wahlen gebrauchen. Insoweit ist das Antragsverfahren klar blockiert!

Es ist ein Skandal, so kann man auch "Frieden" schaffen. Aber letztlich
erhöht man nur den Druck. Die, die gestern dabei waren, sagten mir: "Das
nächste Mal gehen wir nicht mehr demonstrieren, da gehen wir
randalieren."

Ich höre mittlerweile von bewaffneten Übergriffen und der Zunahme von Raubmord und gezielten Attacken auf die Behörden und abgelegene Vermögende.

Hast du da verlässliche Infos?

Viele Grüße

Gaby

Danke für die Berichte,

Ashitaka

--
Der Ursprung aller Macht ist das Wort. Das gesprochene Wort als
Quell jeglicher Ordnung. Wer das Wort neu ordnet, der versteht wie
die Welt im Innersten funktioniert.

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Kriminalität in GR

Gaby @, Sonntag, 09.09.2012, 15:52 (vor 4930 Tagen) @ Ashitaka

Moin,

zur Kriminalität kann ich nur wenig sagen. Die Statistik sagt, sie steigt, insbesondere die Raubüberfälle, ja. Das beschränkt sich aber stark auf Athen und dort auf die "Reichenviertel" bzw. eben die "Slums."Attacken auf Behörden gibt es auch, ja, liest man immer wieder mal davon.

Wie stark letzteres zugenommen hat, keine Ahnung. Wie ich ja schrieb: Die Medien sind hier genso Systemhuren wie in Deutschland.

Viele Grüße

Gaby

--
"Das Dumme an Internetzitaten ist, dass man nie weiß, ob sie auch stimmen." Leonardo da Vinci

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Dr. Jens Ehrhardt - Finanzwoche: Wenn die Bevölkerung merkt, dass mit dem Euro keine Arbeitsplätze entstehen, ...

Vatapitta @, Sonntag, 09.09.2012, 22:10 (vor 4930 Tagen) @ Gaby
bearbeitet von unbekannt, Sonntag, 09.09.2012, 22:17

dann wird aus der Bevölkerung dort der Druck zum Euroausstieg kommen.

Diese Einschätzung ist schon einige Monate alt.

Danke für deine Berichte aus Griechenland, Gabi.

Gruß Vatapitta

PS: Mich interessiert - auch im Hinblick auf die Rentendiskussion - die Frage,
wieviele Arbeitnehmer ein Einkommen oberhalb des Durchschnittslohnes
haben. Ich kann mir vorstellen, dass von den ca. 40 Mio. Beschäftigten
in Deutschland deutlich mehr als die Hälfte weit (20% und mehr) darunter
liegen. Wer kennt genauere Zahlen?

--
Chronisch sind die Schmerzen dann, wenn der Doktor sie nicht heilen kann. http://www.liebscher-bracht.com/

antworten
 

Vergleich mittleres Nettoeinkommen (Medianeinkommen) und durchschnittliches Nettoeinkommen

TuringMachine @, Montag, 10.09.2012, 00:08 (vor 4930 Tagen) @ Vatapitta

Hallo Vatapitta,

im Jahr 2009 betrug das monatliche mittlere Nettoeinkommen (Medianeinkommen) pro Haushalt 1311 Euro, das durchschnittliche Nettoeinkommen pro Haushalt hingegen 2706 Euro.

Die Hälfte der Haushalte verdiente also weniger als 1311 Euro. Dieses ist bemerkenswert, da im Jahre 2000 das mittlere Nettoeinkommen je Haushalt noch bei 1324 Euro (also 13 Euro mehr) lag. Und dieser Trend geht weiter nach unten (2010: 1294 Euro).

Quelle: Mittleres Einkommen

Viele Grüße

antworten
 

Deutschland, einig Hartz-IV-Land?

Mephistopheles @, Datschiburg, Montag, 10.09.2012, 13:46 (vor 4929 Tagen) @ TuringMachine

Die Hälfte der Haushalte verdiente also weniger als 1311 Euro. Dieses ist
bemerkenswert, da im Jahre 2000 das mittlere Nettoeinkommen je Haushalt
noch bei 1324 Euro (also 13 Euro mehr) lag. Und dieser Trend geht weiter
nach unten (2010: 1294 Euro).

Quelle: Mittleres
Einkommen

Die mittlere Haushaltsgröße beträgt etwa 2,6 Personen.

Ich habe mal nach dem Hartz-IV-Anspruch einer 3-köpfigen Familie mit einem minderjährigen Kind gegoogelt.
Angenommen wurde ein Wohnraum 70qm, 500 Euro Kaltmiete, 100 Euro Heizkosten.

Der Hartz-IV-Anspruch beträgt 1.560,60 Euro.
Also könnte wohl mehr als die Hälfte der Bevölkerung Hartz IV beantragen.
http://www.sozialhilfe24.de/hartz-iv-4-alg-ii-2/alg2-rechner.html

Gruß Mephistopheles

--
„Wenn sich die Welt selbst zerstört, dann fängt es so an: Die Menschen werden zuerst treulos gegen die Heimat, treulos gegen die Vorfahren, treulos gegen das Vaterland. Sie werden dann treulos gegen die guten Sitten, gegen den Nächsten, gegen Frauen

antworten
 

Schick das an alle die Du kennst

stokk, Montag, 10.09.2012, 14:05 (vor 4929 Tagen) @ Mephistopheles

mit der Bitte um Weiterleiten, damit startest Du was Gutes...


Die mittlere Haushaltsgröße beträgt etwa 2,6 Personen.

Ich habe mal nach dem Hartz-IV-Anspruch einer 3-köpfigen Familie mit
einem minderjährigen Kind gegoogelt.
Angenommen wurde ein Wohnraum 70qm, 500 Euro Kaltmiete, 100 Euro
Heizkosten.

Der Hartz-IV-Anspruch beträgt 1.560,60 Euro.
Also könnte wohl mehr als die Hälfte der Bevölkerung Hartz IV
beantragen.
http://www.sozialhilfe24.de/hartz-iv-4-alg-ii-2/alg2-rechner.html

Gruß Mephistopheles


Mann der Arbeit, aufgewacht:
http://www.youtube.com/watch?v=08vdBDMzkAM

antworten
 

Lösungswege

Chrysostomos, Montag, 10.09.2012, 14:44 (vor 4929 Tagen) @ Mephistopheles
bearbeitet von Chrysostomos, Montag, 10.09.2012, 14:56

Der Hartz-IV-Anspruch beträgt 1.560,60 Euro.
Also könnte wohl mehr als die Hälfte der Bevölkerung Hartz IV
beantragen.
http://www.sozialhilfe24.de/hartz-iv-4-alg-ii-2/alg2-rechner.html

Sollten sie auch, wenn sie können.
Zumindest ergänzendes Harz IV.
Dazu kommt Befreiung von GEZ, verbilligte Fahrkahrten, Einkaufsmöglichkeit in Sozialkaufhäusern, Lebensmittel von den Tafeln usw.
Die Laufereien dafür und Studium der Rechte (Beantragung, Anstehen bei den Tafeln...) brauchen auch viel Zeit.
Ob es da Sinn für Einverdiener in einer 3-köpfigen Familie macht, weiter zu arbeiten, kann Jeder selbst errechnen.

Das Problem allerdings ist nicht neu.
Das war schon vor Harz IV da.

Es wird jetzt nur ins Unermessliche verschärft.
Absichtlich.
Ursache: Euro

Lösung (bei Wiedereinführung der Nationalwährungen):

• Nutzung zur Regulierung der Arbeitslosigkeit die Stellschraube „durchschnittliche Arbeitszeit“
• Isländisches Beispiel ( http://www.politaia.org/wirtschaft/banken/islands-revolution-jagd-auf-die-bankster-neue... )
• Rückführung Bahn, Post, Energie usw. in Staatseigentum (nach meiner Berechnung fließen z.B. mindestens 30% der Energierechnungen der Bürger an die Wallstreet, Stichwort Blackrock)

Gibt noch mehr Punkte, aber der Rest würde sich ergeben.


LG
Chrysostomos

antworten
 

Die Verteilung der Kinder ist entscheidend.

Papillon, Montag, 10.09.2012, 15:10 (vor 4929 Tagen) @ Mephistopheles

Also könnte wohl mehr als die Hälfte der Bevölkerung Hartz IV
beantragen.
http://www.sozialhilfe24.de/hartz-iv-4-alg-ii-2/alg2-rechner.html

Gruß Mephistopheles

Das wäre nur dann annähernd richtig, wenn die Verteilung der Kinder pro Haushalt gleichmäßig wäre.
Das ist sie aber leider nicht.

Gruß,

Papillon

antworten
 

@TuringMachine - Danke, hat meine Vermutung bestätigt. (oT)

Vatapitta @, Montag, 10.09.2012, 14:52 (vor 4929 Tagen) @ TuringMachine

- kein Text -

--
Chronisch sind die Schmerzen dann, wenn der Doktor sie nicht heilen kann. http://www.liebscher-bracht.com/

antworten
 

Haushalt vs. Person, zwei Verdiener haben mehr?

Morpheus @, Montag, 10.09.2012, 18:06 (vor 4929 Tagen) @ TuringMachine

Hallo TuringMachine,

du schreibst von Haushalten:


im Jahr 2009 betrug das monatliche mittlere Nettoeinkommen
(Medianeinkommen) pro Haushalt 1311 Euro, das durchschnittliche
Nettoeinkommen pro Haushalt hingegen 2706 Euro.

Die Hälfte der Haushalte verdiente also weniger als 1311 Euro. Dieses ist
bemerkenswert, da im Jahre 2000 das mittlere Nettoeinkommen je Haushalt
noch bei 1324 Euro (also 13 Euro mehr) lag. Und dieser Trend geht weiter
nach unten (2010: 1294 Euro).

In deiner Quelle sieht es aber nach Personen aus. Das könnte einen ganz erheblichen Unterschied machen.

Quelle: Mittleres
Einkommen

Ich habe vom Thema selbst keine Ahnung. Hast du weitere Informationen?

Grüße Morpheus

--
Es läuft der größte Verhaltensversuch der Menschheit und Du bist dabei!
--------------------------------------
warum unser System nicht funktionieren kann

antworten
 

DIW-Studien hierzu

TuringMachine @, Montag, 10.09.2012, 23:44 (vor 4929 Tagen) @ Morpheus

Hallo Morpheus,

du hast recht, der Wikipedia-Eintrag ist in Bezug auf Haushaltseinkommen/Pro-Kopf-Einkommen nicht eindeutig genug.

ich habe mir mal die beiden angegegebenen Quellen des Wikipedia-Eintrags, sprich die DIW-Studie und die DIW-Studie 2, auf die sich der Wikipedia-Eintrag bezieht, genauer angeschaut.

Zur Berechnung des Pro-Kopf-Einkommens im 1. Link folgendes Zitat (S.4, Kasten 1):

"Die Einkommenssituation von Haushalten unterschiedlicher Größe und Zusammensetzung wird durch Umrechnung in sogenannte Äquivalenzeinkommen – das sind unter Bedarfsgesichtspunkten modifizierte Pro-Kopf-Einkommen – vergleichbar gemacht. Dazu werden die Haushaltseinkommen unter Verwendung einer von der OECD vorgeschlagenen Skala umgerechnet. Dabei erhält der Haushaltsvorstand ein Gewicht von 1; weitere erwachsene Personen haben jeweils ein Gewicht von 0,5 und Kinder von 0,3. Als Kind gilt, wer das 14. Lebensjahr noch nicht vollendet hat"

Also gilt für eine Beispielfamilie mit Mann (Stkl. III, 2000 Euro netto), Frau (Stkl. 5, 400 Euro netto) mit einem Kind, 6 Jahre alt, (Kindergeld 184 Euro); Gesamtnettoeinkommen = 2000+400+184 Euro = 2584 Euro. Das ergibt dann ein rechnerisches Pro-Kopf-Einkommen von 2784 Euro/(1+0,5+0,3) = 1435,56 Euro.

Das mittlere äquivalenzgewichtete Pro-Kopf-Einkommen für D beläuft sich dann laut dieser Studie auf 1308 Euro.

Etwas mehr Licht ins Dunkel bringt dann der 2. Link, hier sind in der Tabelle 4 auf der Seite 12 die Brutto- und Nettoeinkommen aller abhängig Beschäftigten nach Dezilen, sprich in 10 Gruppen, aufgeteilt. Das unterste Dezil (die 10% aller Arbeitnehmer, die am wenigsten Lohn erhalten) verdient im Jahre 2010 im Schnitt 217 Euro netto, das oberste Dezil 3512 Euro netto. Der Median aller Einkommen liegt hiernach bei 1294 Euro im Jahre 2010 bzw. 1308 Euro im Jahre 2009.

Der Wikipedia-Eintrag vergleicht meiner Meinung nach also ein wenig Äpfel mit Birnen, da er das mittlere äquivalenzgewichtete Pro-Kopf-Einkommen mit dem Medianeinkommen aller Arbeitnehmer vermischt.

Das Ergebnis bleibt aber leider, dass die unteren 60% aller Arbeitnehmer in 2010 weniger verdienen als im Jahr 2000, die oberen 40% der Arbeitnehmer jedoch auch nur unwesentlich mehr.

Teilzeitbeschäftigung alleine erklärt das sinkende Einkommen übrigens auch nicht, da der ebenfalls angegebene Median des Bruttolohnes der Vollzeitbeschäftigten von 2000 bis 2010 von 2471 Euro auf 2421 Euro sank.

Viele Grüße

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Die Portugiesen kommen noch schneller voran als die Griechen

Zarathustra, Montag, 10.09.2012, 08:59 (vor 4929 Tagen) @ Gaby

So etwas geht eben nur durch Austerität, und nicht, wie die Querschüsse und Krugmänner dieser Welt glauben, durch Verzicht auf Austerität.

Handelsbilanzdefizit bereits beseitigt:

[image]

Grüsse, Zara

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