Noch ein paar Gedanken zu den hohen Injektionen der EZB diese Woche (mT)
Hallo,
vor ca 2 Wochen hatte ich (ich glaube noch im Parsimony Forum) angesprochen, daß die wahren Probleme ja aus den 500 Billionen (Ami Trillions) Derivaten kommen. Weissgarnix meint ja, daß es zu jedem Hedge eine Gegenpartei gibt und sich die dann wegheben würden. Das ist nur solange ok, als keiner hops geht.
Die Beispiele von MBIA, Ambac, etc beweisen, daß das "sorgfältig" ausbalancierte Kartenhaus aber jetzt eben doch ins Ungleichgewicht zu geraten droht.
Nur 1% failures der Derivate wären 5 Billionen (5000 Mrd) USD, viel mehr als die 1.5 bis 2 Billionen (1500-2000 Mrd) USD Hypothekenprobleme (subprime, Alt-A, prime).
Was wir also gesehen haben, was mit ein paar Mrd angefangen hat (Bear Stearns, IKB, Sachsen LB) wird jetzt immer größer. Es ist wie ein Dammbruch, der auch als Rinnsal anfängt.
Leider unterliegen die Kollegen Weber, Trichet, Bernanke etc der falschen Ansicht, wenn man mit ein paar Injektionen das Rinnsal stoppt, würde man den Dammbruch stoppen. Dem ist nicht so. Auch der gesamte Damm kann auf einmal massiv brechen, wenn er nur weich genug geworden ist.
Man sieht die größer werdenden Löcher, die man versucht zu stopfen, an den größer werdenden Injektionen.
Die maroden Institutionen nehmen an Anzahl zu, entsprechend der aufgeweichten Stellen eines Damms.
Wenn tatsächlich einer der größeren Player hops geht, dann nimmt das Domino der Derivateungleichgewichte unumkehrbar seinen Lauf und die Fed/EZB kann nur noch mit Billionen (Amitrillionen) Injektionen versuchen, zu helfen.
Dann ist aber die HYPER-Inflationsrakete gezündet. Dann sehen wir keine 30-50% Preissteigerungen mehr binnen ein paar Wochen oder eines Monats (wie dieses Jahr Sprit, Brot, Butter, etc), sondern dann sehen wir Verdopplungen und Verdreifachungen binnen kürzester Zeit.
Northern Rock mit über 50 Mrd Pfund (75 Mrd EUR, ca 100 Mrd USD) war schon massiv, aber wie lange werden das die Staaten noch machen können?
Nach meinen Berechnungen von vor zwei Monaten waren ja schon einige Player de facto bankrott, auch wenn weissgarnix dies buchungstechnisch bestreitet.
Für mich sind SIVs, die nur Schrott mit 20 oder 30 von Hundert drinhalten und 70-80 Mrd schwer sind, den Aktiva gegenzurechnen. Dann sind Banken wie die UBS bereits platt.
Wenn die UBS als Counterparty bei Derivaten hops ginge, würde das ausreichen, um die Lawine wirklich loszutreten.
Es kommen interessante Zeiten auf uns im Januar zu. Hoffen wir, daß alles geregelt abläuft wie in der DDR 1989 und nicht in Anarchie endet wie in Rumänien 89.
Gruß DT
gesamter Thread:
- Noch ein paar Gedanken zu den hohen Injektionen der EZB diese Woche (mT) -
DT,
20.12.2007, 14:50
- "You and US are going BUST" - Emerald, 20.12.2007, 15:03
- Noch ein paar Gedanken zu den hohen Injektionen - DT - nereus, 21.12.2007, 00:59
- Noch ein paar Trilliönchen ... -
FOX-NEWS,
21.12.2007, 01:05
- Noch ein paar Trilliönchen ... -
H.P.,
21.12.2007, 01:59
- Japan ... - FOX-NEWS, 21.12.2007, 03:04
- Noch ein paar Trilliönchen ... -
H.P.,
21.12.2007, 01:59
